Ihr Lieben,
ich hab ein kleines Problem. Und zwar geht es um eine Bezeichnung für einen meiner Charaktere. Er ist ein etwas merkwürdiger Typ, der eine besonderes Hobby hat: Er sammelt Leben. Um es vereinfacht darzustellen: Er ist unsterblich. Seine linke Hand ist grau, und mit ihr kann er das Leben eines Sterbenden quasi einfangen und seiner Sammlung hinzufügen. Jetzt brauche ich eine griffige Bezeichnung für diesen Menschen. Am einfachsten wäre es, ihn einfach den "Sammler" zu nennen - aber diese Bezeichnung gefällt mir nicht so recht. Fällt euch was besseres ein? Eine Art Synonym also?
Für Vorschläge aller Art wäre ich dankbar.
Liebe Grüße,
Grey
Hm, klingt mir jetzt eher nach einer negativen Angewohnheit, Richtung Schwarzmagier, Nekromant, oder ist es in diesem Fall etwas Positives? Das würde ja eventuell den Namen beeinflussen.
Greift er sich sozusagen die letzte Lebensenergie eines Sterbenden, oder eher die Seele? Also, was verstehst du in diesem Fall unter dem Leben? Ist es das, was derjenige gelebt und erlebt hat? Also eine Sammlung von Erinnerungen und Erfahrungen, die er dann in irgendeiner Form nutzt, nutzbar machen kann, auch für andere? Oder ausstellt (sozusagen in einem "Lebenmuseum"?)
Hallo Grey!
Das klingt aber gut, zumindest für jene, die ihm nicht begegnen. Ist er am Sterben beteiligt, oder taucht er nur im letzten Moment des Lebens auf?
Sammler ist gut, aber vielleicht noch ein Zusatz, wie "Atemsammler" (Odem-, Leben-,...).
Atemfänger? Atemgreifer? Atemjäger? Seelenjäger? ...
Liebe Grüße
Skandra
Hallo Grey,
Skandra hat schon so angefangen, wie ich auch angefangen hätte. Wobei ich einfach nur "der Sammler" auch nicht schlecht finde. Weitere Vorschläge:
Seelenfänger, Seelendieb, Lebenssucher, Lebensdieb, Seelensammler (das doppelte S finde ich da auch ein interessantes Wortspiel =)), ...
Bye
caity
Hallo und danke schonmal für eure schnellen Antworten!
Also: Er greift sich das ganze Leben. Ihr kennt doch diese Behauptung: Wenn man stirbt, zieht das ganze Leben noch einmal an einem vorbei. Das war mein gedanklicher Aufhänger, denn genau das nimmt er sich. Der Mann ist also nicht in dem Sinne böse, er sammelt einfach interessante Leben. Und er nutzt sie auch, und zwar für sich selbst. Denn wenn sein eigenes Leben zu Ende geht, dann sucht er sich ein neues aus seiner Sammlung aus, reist durch die Zeit zurück und lebt dieses Leben anstelle des eigentlichen Menschen. So gewinnt er Zeit, mehr Leben zu sammeln. ;)
@Skandra
Vielleicht hast du recht und ich bleibe doch einfach bei Sammler und setze noch einen Zusatz davor ... hmmm ... Aber wohl keine Seelen, denn um Seelen in dem Sinne geht es nicht.
Hallo Grey,
oh, dann gibt das ganze noch einmal einen ganz anderen Sinn.
Wie wäre es da mit: Lebenswandler oder so?
Bye
caity
Wenn ich da bei caity anknüpfen darf...
Essenzwandler/-sammler?
Er sammelte ja sozusagen die Lebensessenz der Menschen ein. Oder Todesessenz? Ähm. *verwirrt*
Hallo Grey,
Wie wöre es evenmtuell mit eienr Englischen Bezeichnung? Alles Was modern ist ist englisch:
Zum Beispiel Livecollector oder auch Eingedeutscht Livekollektor
Etwas mit Kollektor?es ist ja bekannt, dass "to collect" sammeln heisst, ein Kollektor ist glaub ich was aus dem Bereich Energie/Solar das absorbiert...
Ich hatte solche Magier auch mal ... echt wahr. Sie haben Leben gefangen wegen ihrer schönen Farben und eingesperrt. Ist aber schon lange her. Die Magier hießen bei mir (ich hatte mir eine Sprache ausgedacht, also übersetzt) Fänger, und weil sie bunte Dinge gefangen haben, hießen sie etwas euphemistisch Schmetterlingsfänger.
Aber es kommt mir selbst ganz gut vor, ich weiß nicht, ob ich das nicht noch mal brauche ...
"Sammler" finde ich sonst eigentlich ganz gut. Das hat irgendwie etwas Unheilvolles, weil man sich fragt, was sie sammeln und es so klingt, als würde das mit Absicht verschwiegen.
Zitat von: Grey am 01. Juli 2008, 17:33:41
Also: Er greift sich das ganze Leben. Ihr kennt doch diese Behauptung: Wenn man stirbt, zieht das ganze Leben noch einmal an einem vorbei. Das war mein gedanklicher Aufhänger, denn genau das nimmt er sich. Der Mann ist also nicht in dem Sinne böse, er sammelt einfach interessante Leben. Und er nutzt sie auch, und zwar für sich selbst. Denn wenn sein eigenes Leben zu Ende geht, dann sucht er sich ein neues aus seiner Sammlung aus, reist durch die Zeit zurück und lebt dieses Leben anstelle des eigentlichen Menschen. So gewinnt er Zeit, mehr Leben zu sammeln. ;)
Interessante Idee!
Unter dieser Defintion kommt mir noch "Bewahrer" in den Sinn. Aber da Dir "Sammler" am besten gefällt. Wie wärs mit "Weltensammler"? Jedes Leben ist ja in sich eine eigene Welt, ein eigener Kosmos.
Also ich finde Seelensammler echt gut. Das passt wie die Faust auf´s Auge :jau:
Stimmt schon, Seelensammler klingt am besten. Aber Lebenssammler passt meiner Meinung nach eigentlich besser ... *grübel*
Das Konzept erinnert mich an die Seelenjäger in Babylon 5. Die sammeln auch die Seelen von interessanten Menschen nach deren Tod ein, um sie in einem riesigen Archiv für immer zu bewahren.
Hmm ... Babylon 5 kenn ich nicht. Aber nochmal: Es geht hier überhaupt nicht um Seelen, sondern um das Leben an sich, wie es gelebt wurde. Der Lebensfaden sozusagen. Und sie werden auch nicht bewahrt, sondern geklaut. ;)
Seelensammler hört sich sehr schön und unheimlich an. Aber ich finde auch: es passt nicht so ganz.
Er sammelt keine Seelen. Die Seele ist der Kern des Menschen, sein Sein ... Was der Sammler von Grey sammelnt sind aber die Lebenswege.
Wenn man nun ein Synonym für Leben suchen würde ...
:pfanne:
Existenz - Existenzensammler? ???
Dasein - Daseinssammler? ???
Lebenslinie ... Lebensbahn ... Hmm ... :omn:
Hallo Grey,
wenn ich alles richtig gelesen habe, wurden bisher vorallem Vorschläge für das Sammeln gemacht. Aber deine Figur hat ja noch andere "Verwendungen" bzw. stehen noch andere Tätigkeiten mit diesen gesammelten "Leben" im Zusammenhang. So muss er sich ja auch erinnern und eines auswählen und dann in das ausgewählte Leben eintreten usw. Daher könnte man sich auch Namen wie "Memorant" oder "Selektor" ausdenken, um nur auf die Schnelle zwei "Bezeichner" zu nennen, die mit diesen Eigenschaften in Verbindung stehen, auch wenn sie mir zu technisch klingen.
Da fällt mir eben noch ein, dass derjenige ja die Leben quasi wiederholt, also auch ein "Repeater" ist.
Hoffe, dieser Ansatz hilft Dir weiter.
Liebe Grüße,
Dieter
Hallo Grey,
also ich finde, Der Sammler klingt am besten. Die Bezeichnung ist irgendwie verheissungsvoll und ich weiß nicht, irgendwie klingt's so am besten.
Aber auch ich hab noch Synonyme auf Lager:
Lebensdieb, Erfahrungsdieb, Lebensokkupator (find ich jetzt nicht so toll ;)), Einnehmer, Lebenseinnehmer, Lebensaneigner
Hoffe ich konnte helfen.
LG wonghamma
Ich finde auch, dass 'Der Sammler' am besten passt. Es klingt verheißungsvoll, gibt aber dennoch nicht allzuviel preis. So kann man den Leser am besten in Neugierde versetzen.
:psssst: Die Geschichte ist längst fertig. Ich denke, die Sache hat sich erledigt ;).
Ich hoffe, es passt hier und ich kann mich mit einem ganz kleinen Vokabelblackout an diesen Thread anhängen...
Ich suche nach einer abfälligen Bezeichnung für Zauberei/ Magie, wobei das Problem ist, dass in meiner "Welt" Termini wie "Teufel" oder "Hexe" nicht geläufig ist. "Teufelswerk", "Hexerei" u.ä. geht also nicht, würde aber den Ton treffen, den ich gerade brauche... (in der Szene, um die es geht, geschieht etwas Magisches, was magiefeindliche Anwesende dazu veranlasst, Empörung zu äußern).
Hat jemand eine Idee? ???
Hallo LaMaga,
das ist natürlich schwer, wenn Hexen und Teufel nicht genannt werden dürfen. Aber wie wäre es mit einer Umschreibung wie z.B.:
widernatürlich
unbotmäßig
verdarbt, verdorben
(... Elende, in Eurer widernatürlichen Verderbtheit, nutzt unbotmäßig Magie!)
Ist wahrscheinlich nicht, was Du meintest, aber vielleicht hilft es Dir trotzdem.
Liebe Grüße
Skandra
Hm, da lässt sich wohl am ehesten was finden, wenn man weiß, *warum* die Leute Magie ablehnen.
"Widernatürlich" kommt immer gut.
Aber die Gegner könnten ja auch darauf abheben, dass Magie etwas für Weicheier ist - giftig / verstrahlen o.ä. wirkt - Werkzeug der Tyrannen ist - usw. usf. Entsprechend fallen dann die Bezeichnungen aus. Wenn's nicht der Teufel ist, kann es ja eine andere unreine Quelle sein, aus der Magie entspringt.
Hdh und schöne Grüße
Berjosa
Danke schonmal für die Ideen...
Die Gegner sind gegen Magie, weil sie der Meinung sind, dass Magie "Teufelswerk" ist, es aber in Ermangelung von Teufeln in "meiner" Welt nicht so nennen können. ;)
Die Argumentation geht grob in die Richtung, dass Magie als solche nicht sein darf, weil Magisches von der meinungsbildenden Autorität nicht gutgeheißen wird. ("Es ist ungehörig, dass ihr hier herumzaubert. Zaubern ist verboten", etwas salopp gesagt).
Im textlichen Zusammenhang wird niemand tyrannisiert, verstrahlt o.ä. ;) - die pure Befähigung zur Magie wird als "abstoßend" empfunden. Widernatürlich kommt da schon recht nahe...
Ich glaube, ich muss mir hier wirklich mit einer Umschreibung helfen...
Aber lieben Dank an euch :)
sittenwidrige Abscheulichkeit
kriminelle Beschwörung
Seelenschande
Diesen Thread möchte ich auch mal okkupieren. ;)
Meine Figur sieht gerade einen Lich. Aber sie weiß nicht, dass es ein Lich ist und nicht mal, was ein Lich überhaupt ist. Sie sieht also eine Art bekleidetes Skelett, aber natürlich weiß sie nicht, dass unter der Kleidung nur ein Skelett ist. Nun habe ich überlegt, mit welchem bekannten Anblick sie so etwas in Verbindung bringen kann, und mir fiel nur eine Vogelscheuche ein. Da ist es dasselbe: ein dürres Grundgerüst und Kleidung drübergeworfen, und wenn man es aus der Entfernung sieht, merkt man spontan, dass es kein richtiger Mensch sein kann. Aber wenn ich jetzt schreibe:
ZitatAuf dem Podest stand eine Gestalt, viel zu dürr für einen Menschen: Der Feind sah aus wie eine [Vogelscheuche], über deren Holzgestell ein paar Lumpen geworfen worden waren.
hab ich das Problem, dass "jemand sieht aus wie eine Vogelscheuche" schon anderweitig belegt ist, nämlich in dem Sinn, dass jemand struppige Haare und löchrige Kleidung hat.
Gibt es noch ein anderes Wort? Oder wie meint ihr, könnte ich das sonst beschreiben?
Meine Figur sieht den Lich nur ganz kurz und kann auch nicht näher ran.
Wie wäre es mit "Der Feind sah aus wie ein Knochengerüst, über das jemand ein paar Lumpen geworfen hatte"?
Liebe Grüße,
Julia
Hmm,
Wie wärs mit: >Er/es sah aus wie ein (dürres/hageres/kümmerliches) Gerippe, auf dem Lumpen hingen.<
LG.
Oder das Skelett erinnert an jemanden, aus dem Leben des Sichtenden -
"Die Gestalt sah aus wie die hagere Oma Trude, deren Mantel immer viel zu weit für ihre Figur schien."
"Die Gestalt sah aus wie das kümmerliche Gegenteil eines verfressenen Mannes - hager und die Kleider hingen wie wehende Vorhänge über den Körper."
Hallo!
Vielleicht: Der Anblick spottete jeder Beschreibung, selbst 'Haut und Knochen' wären zu viel gesagt, denn es war keine Haut zu erkennen.
Oder es mit Geräuschen beschreiben? Ich habe zwar überhaupt keine Erfahrung mit 'Lich'-Gestalten, aber ich könnte mir vorstellen, dass es, wenn ihre ungeschützten, da unummantelten Knochen bei jeder Bewegung aufeinanderreiben, zu ganz hässlichen Knirschgeräuschen kommen muss.
Liebe Grüße
Skandra
Oder "wie eine alte Holzpuppe, der durch die Löcher in ihrer verschlissenen Kleidung schon die Wollfüllung vom dürren Gerippe gezupft worden war."?
Vielen Dank! :)
Ich denke, ich bastle mir was draus. Der Vorschlag mit der Holzpuppe gefällt mir besonders.
Dass es ein Gerippe ist, soll ja gerade nicht erkannt werden, da erwarte ich von meinen Lesern "Mitdenken". ;)
Das Knirschen ist auch eine lustige Idee, leider würde der Charakter gerade nichts hören, weil um ihn herum Lärm herrscht.
Skelette knirschen nicht, die klappern eher. Wir hatten in der Schule ein Sklelett (ein echtes, nicht aus Plaste) und das machte recht eigentümliche Geräusche, wenn man es bewegte.
Vielleicht könntest du die schlenkernden, baumelnden Bewegungen erwähnen.
Oder einen Vergleich zu einem Garderobenständer ziehen, an dem der Rock oder Mantel hängt...