Liebes Forum, heute stößt jemand mit viel Lebens- und auch Schreiberfahrung zu uns, der seinem Weltenbau gern reichlich wissenschaftlichen Hintergrund gibt. Herzlich Willkommen Markus66!
Wer bist du?
Ich schreibe aus Hobby, aus dem Spaß an Geschichten und ursprünglich, weil ich andere Fantasy gelesen habe und traurig war, wenn das Buch zu Ende war. Ich woltle mehr, aber ich wollte keine Fanfiction schrieben oder einfach bestehende Literatur kopieren.
Daher kam der Entschluss, etwas eigenes zu schreiben. Natürlich sind Einflüsse anderer Autoren schon noch verhanden, aber ich versuche, eine eigenständige Welt aufzubauen.
Die neueren Fantasygeschichten auf dem Markt kenne ich nicht so wirklich, ich bin mit den "Klassikern" aufgewachsen: Tolkien, McCaffrey, Kurtz und vor allem Moorcock.
Ich hatte das Glück, in der Vergangenheit auch schon bei damals bestehenden Kleinverlagen gerade das erste Buch zu verlegen. Darüber hinaus habe ich auch schon Printing on Demand genutzt.
Was schreibst du?
Mein Schwerpunkt des Schreibens bildet meine Dämmerwelt, die ich schon seit Jahrzehnten immer wieder überarbeitet und ausgebaut habe. Für den Leser wirkt es wie eine Fantasygeschichte, mehr ein Familienepos über viele Generationen und mit viel Tragik. Darunter befindet sich aber ein Unterbau, den man eigentlich Science Fiction nennen würde, aber er dabei hilft, daß die Dämmerwelt konsistent bleibt. Für den Lese rund die handelnden Figuren ist dieser Unterbauch so gut wie nicht zu sehen - nur gelegentlich scheint er durch. Darum fühlt sich viel wie typische Magie an.
Vom Stil her ist es oft nicht leichte Kost. nicht unbedingt Gore, aber Helden leben nicht ewig, der Leser muß jederzeit um sie bangen. Insofern versuche ich, realistisch zu bleiben, soweit dies in einer Fantasywelt eben möglich ist. Sehr viel hängt von den Entscheidungen der Charaktere ab und solche Entscheidungen haben oft sehr lange Folgen.
Und "wundersame" Dinge versuche ich einen gewissen wissenschaftlichen Hintergrund zu geben, nicht, daß es die Figuren als solches erleben, aber der Leser könnte denken: ja, das könnte tatsächlich so funktionieren.
Warum wir? Warum du?
Ich habe gehört, daß der Tintenzirkel ein guter Platz sei für Autoren, um ihre Werke auch anderen vorzustellen, konstruktives Feedback zu erhalten und auch über den Tellerrand zu schauen, wie andere Autoren ihre Welten aufbauen und wie und was sie schreiben.
Da fühle ich mich gerade besonders angesprochen: Meine Dämmerwelt ist inzwischen auf 16 Bände angewachsen, mit mehreren Generationen von Figuren und einer Welt, die ich seit Jahrzehnten konsistent halte. Genau dabei wünsche ich mir Austausch – mit anderen, die wissen, was es heißt, eine große, eigenständige Welt über lange Zeit zu tragen, und die mir auch ehrlich sagen, wo es noch hakt.
In diesem Sinn erhoffe ich mir einen netten Austausch.
Kurze Kostprobe
Er hatte immer geglaubt, er wüßte, was körperlicher Schmerz bedeutete. Doch in den letzten zwei Tagen war er eines besseren belehrt worden.
Eigenartigerweise war sein Verstand völlig klar. Er hatte alles, was diese Monster mit ihm angestellt hatten, genau verfolgen können. Anfangs hatte er sich vor dem Tod gefürchtet, doch mittlerweile sehnte er ihn herbei. Er konnte einfach nicht mehr.
Die Qualen, die er durchlitt, waren unvorstellbar. Das einzige, was dagegen half, war, wenn er sich in die Erinnerungen flüchtete. Das war alles, was ihm blieb. Am deutlichsten waren die Erinnerungen an jene Ereignisse, die ihn in die gegenwärtige, schlimme Lage gebracht hatten.