Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum

Eingangshalle => Das Willkommensboard => Thema gestartet von: Arcor am 13. März 2026, 13:27:44

Titel: Nancy Weis: Magie direkt vor eurer Haustür - wäre das was für euch?
Beitrag von: Arcor am 13. März 2026, 13:27:44
Liebe TiZis, nach längerem Winterschlaf meinerseits gibt es wieder neue Neulinge. Wir beginnen mit einer Urban Fantasy im Selfpublishing veröffentlichenden Ingenieurin mit großer Teeliebe! Herzlich Willkommen Nancy Weis!

Wer bist du?
Hi ihr Lieben!
Ich bin Nancy, eigentlich Ingenieurin von Beruf, gehe auf die Ende Dreißig zu und lebe in der Nähe von München. Ein hungriger Leser war ich schon immer, aber seit etwa 2021 bin ich zudem noch leidenschaftliche Verfasserin von Urban Fantasy Geschichten. Im Januar 2025 habe ich meinen ersten Roman im Selfpublishing veröffentlicht und festgestellt: Ja, das möchte ich noch öfter tun!

Denn nicht nur das Schreiben, sondern auch das Veröffentlichen selbst mit all seinen strategischen Entscheidungen macht mir wahnsinnig Spaß. Weshalb ich meine Manuskripte tatsächlich nie bei einer Agentur oder einem Verlag eingereicht habe und das auch in Zukunft so schnell nicht vorhabe.

Außerdem bin ich ein absoluter Tee- und Kräuter-Nerd und ziehe auch meinen eigenen Tee im Garten, was aber gerade ein bisschen auf Eis liegt, denn es ist Winter und ich habe mit meinem Mann gerade erst ein Haus gekauft! Das Neu-Experimentieren wird also bald erst losgehen und ich freue mich schon riesig.

Was schreibst du?
Ich liebe es mit der Idee zu spielen, dass es Magisches, ob Artefakt, Talent oder Wesen, hier in unserer Welt, direkt vor unserer Haustür gibt. Entsprechend erzähle ich in meinen Geschichten von den Menschen, die über dieses Wissen stolpern und in eine Subkultur hineingezogen werden, in der Magie real ist. Man nennt das dann Zeitgenössische oder Urban Fantasy :D

Der Fokus liegt bei mir dann auf Familiengeschichten und wie man die Kontrolle über sein eigenes Leben (wieder)erlangt. Romantik kann man allerdings mit der Lupe in meinen Texten suchen und wird sie dort trotzdem nicht finden.

Von meiner ersten Reihe "Gabecks magische Antiquitäten" sind bereits zwei Teile erschienen, wobei ich aktuell am dritten schreibe. Auch die nächste Reihe ist bereits begonnen und die Veröffentlichung in 2027 geplant.

Zusätzlich liebe ich es außerdem einfach kleine Geschichten und meine sogenannten Cameos (wie ich selbst als Autorin mit meinen Protagonisten interagiere) zu schreiben und veröffentliche das auf Patreon.

Warum wir? Warum du?
Heute ist mir etwas sehr spannendes passiert: Ich wollte einen Discord-Channel anlegen für den Austausch zwischen Autoren und Autorinnen, die an Newsletterswaps, gelegentlichen Gratisaktionen und Erfahrungsaustausch beim Marketing abseits von Social Media interessiert sind. Beim Brainstormen eines Namens kam ich sofort auf Tintenzirkel. Und natürlich dachte ich: Einfach mal googlen, nicht, dass der Name schon verwendet ist. Und siehe da: Hier bin ich :D
Anstatt mein eigenes Süppchen zu kochen würde ich also viel lieber bei euch einsteigen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu lernen.

Bisher bin ich sehr viel in der US-Autoren-Bubble unterwegs und lerne dort wahnsinnig viel, aber leider lässt sich vieles nicht auf den deutschen Buchmarkt übertragen, besonders weil es viele Software-Tools und Marketing-Anbieter bei uns nicht gibt. Deshalb würde ich mich super gerne mehr mit deutschsprachigen Schreibenden austauschen.

Kurze Kostprobe
Matin hatte sich gerade einen Nachttisch aus poliertem Kirschbaumholz geschnappt und wollte ihn am Rand des Lagers abstellen, da blieb sein Blick an einem wohlbekannten emaillierten Schild hängen. Die goldene Schrift auf bordeauxrotem Grund war fleckig und an einzelnen Stellen abgeplatzt. Bis vor einem knappen Monat hatte das Schild über dem Eingang des Ladens gehangen, lautstark verkündend, wer das Geschäft gegründet hatte.

Doch ebenso wie der Schriftzug »Gabecks Antiquitäten« waren über die Jahre auch die Schrauben vom Wetter dahingerafft worden. Alexander hatte Matin vor einigen Monaten gebeten, es abzunehmen, angeblich, um es restaurieren zu lassen. Doch offensichtlich hatte sein Onkel nicht die nötige Zeit gefunden, sich darum zu kümmern. Das Schild, die geschwungenen Buchstaben nun auf dem Kopf stehend, wartete noch immer darauf, die Verantwortung zu tragen, die ihm zugedacht war.
So wie Matin selbst.

[aus: Gabecks Magische Antiquitäten - Mitten im Licht]