Ich habe gerade lange gesucht, um das Thema im Forum zu finden, aber - obwohl mir hier schon begegnet - nichts gefunden.
Zur Zeit bin ich mal wieder etwas demotiviert, weil ich befürchte, dass die KI als Autor das Veröffentlichen von Kurzgeschichten immer schwerer macht und das gleiche in 7 Jahren für Romane gilt. Hier im Forum hatte schon mal jemand geschrieben, dass Verlage bei Ausschreibungen von Kurzgeschichten Probleme mit KI-Texten haben.
Aber eigentlich wollte ich nur den Artikel euch zeigen: In Estland hat gerade mal wieder eine KI einen nationalen Essaywettbewerb gewonnen:
FAZ (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ki-gewinnt-essay-wettbewerb-in-estland-110376583.html)
Der Artikel gibt jetzt zwar das Grobe wieder, aber ein paar Details fehlen mir da.
Er sagt z.b. nicht aus, ob die KI die Geschichte komplett selber geschrieben hat. Jemand der selber Autor ist, hat sie wohl genutzt, aber wie? Hat sie komplett alleine gearbeitet? Hat sie die Idee entworfen/das meiste vom Text und er hat dann angepasst/korrigiert/verbessert?
Die KI-Texte die ich bisher kenne, sind einfach nicht gut. Klar, ein Großteil sieht ganz ok aus, aber insgesamt sind sie oft nicht stringent. KI ist im Grunde die falsche Bezeichnung. Die "KI" hat nichts mit Intelligenz zu tun - sie versteht nicht, sie kopiert und schneidet nur zusammen. Bei Bildern funktioniert das (relativ) gut. Fehler sind schnell erkannt und dann von Menschenhand behoben, der Großteil der Arbeit aber von der KI.
Bei Texten hingegen, fällt das nur beim durchlesen auf, dass sie nicht stringent sind und/oder Fehler drin sind, die einem Menschen einfach nicht passieren würden. Und je länger der Text wird, desto schneller und öfter passiert das.
Lange Rede kurzer Sinn:
Ich denke, es wird noch lange dauern, bis die KI bei längeren Texten so weit ist, dass jemand das gerne liest. Noch mache ich mir da keine Sorgen. Hier hat die Jury einfach nicht aufgepasst, bzw. der Mensch hinter der KI hat vermutlich noch selber mitgearbeitet.
Zitat von: Christopher am 26. März 2025, 18:58:21Der Artikel gibt jetzt zwar das Grobe wieder, aber ein paar Details fehlen mir da.
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Das sehe ich genauso.
Zitat von: Christopher am 26. März 2025, 18:58:21Lange Rede kurzer Sinn:
Ich denke, es wird noch lange dauern, bis die KI bei längeren Texten so weit ist, dass jemand das gerne liest. Noch mache ich mir da keine Sorgen. Hier hat die Jury einfach nicht aufgepasst, bzw. der Mensch hinter der KI hat vermutlich noch selber mitgearbeitet.
Wenn ich mal darüber nachdenke, wie ich selber meine zu funktionieren, bin ich selber auch nicht so weit von einer KI weg.
Was bei mir dazukommt, ist das die Mustererkennung mit einer vielstufigen Metamustererkennung (eine Mustererkennung über andere Mustererkennungen) und logisch mit anderen Mustererkennungen verbunden ist.
Das wäre so grundsätzlich mit einer KI auch machbar.
Es bleibt Die Frage, wenn man eine KI so weiter aufbaut, das sie das gleiche kann wie ein Mensch, ob und wie weit sie dann noch ihre Vorteile gegenüber einem Menschen bewahren kann - Als da wären Schnelligkeit, und eine gewisse Zuverlässigkeit, wenn es aktuell um sehr eng umrissene Probleme geht, und Ermüdungsfreiheit.
Ich fürchte, eine KI, die genau das gleiche kann wie ein Mensch, hat auch ähnliche Probleme und macht ähnliche Fehler.
Vorurteile z.B. kann man übrigens auch bei Menschen als eine fehlgelaufene Mustererkennung interpretieren, entweder durch Übernahme fremder fehlerhafter Muster oder durch eigene fehlerhafte Interpretation von Mustern.
Es stellt sich weiter die Frage, ob der Energiebedarf einer solchen KI deren Leistungen rechtfertigt. Da ist ja selbst der Mensch im Vergleich zu Tieren schon grenzwertig.
Was ein Vorteil einer KI wäre, ist, das sie nicht immer neu angelernt werden müsste, wofür wie Menschen unsere ganze Kindheit und Jugend brauchen und eigentlich nie mit aufhören. Eine KI könnter bei der Produktion mit den entsprechenden Daten beschrieben werden, und wäre dann nach fertigstellung erwachsen und könnte weitere Erfahrung durch Selbsttraining sammeln, wie wir selber ja auch.....diese zusätzliche Erfahrung könnte dann direkt in die nächste Generation KI hineinprogrammiert werden.
Wie starr würde eine solche Generationenfolge von KIs im Verhalten werden, oder würde eine KI aufgrund der übermässigen Informationen handlungsunfähig? Was ist, wenn eine KI in ein Umfeld gerät, wo ihr bisheriges Training nicht weiterhilft? Wir Menschen haben dann u.u. einen "Kulturschock".
Sorry für das Themenfremde rumschwafeln, aber das musste mal raus. ;O)
nur kurz weil ich bin müde, aber ich wünschte, die Leute würden genauer sagen, was eine "Mustererkennung" ist. Jedes Kind kann dir sagen, dass die Adern auf einem Blatt aussehen wie ein Fluss mit seinen Nebenflüssen, eine KI kann das nicht. So funktioniert die Mustererkennung von AI nicht. eine KI kann dir auch kein volles Weinglas zeichnen- weil es kein Konzept hat, was ein Weinglas ist.
Wir reden seit Jahren über KI, dass es unsere Bücher schreibt, oder Gott wird. In der Zwischenzeit hat Meta alle Bücher der Welt geklaut- und das Ergebnis? Eine KI die dir immer noch nicht sagen kann, wie viele R s in Strawberry sind. Was eine algorithmische Abfrage schon vor 20 Jahren konnte. Und sie hatte Recht.
Wir sind noch ca. 7 Jahre von einer GAI (general artificial intelligence) entfernt. Die Sache ist, und das ist ein beliebter Informatikerwitz: wir sind seit den achtzigern 7 Jahre von einer GAI entfernt. Gleiches generelles Problem, does not scale. Und solang das nicht gelöst ist, wirds keine GAI geben.
Das Thema GAI macht mir auch immer wieder Sorgen. Wenn ich dann mit Menschen aus dem Bereich Softwareentwicklung mal darüber spreche, sehen die das immer alle deutlich gelassener (vor allem was die Qualität angeht), ähnlich wie
@Valkyrie Tina.
Ich befürchte im Moment eher, dass mit GKI auf Teufel komm raus versucht wird, die Kosten zu drücken (zB von KI übersetzten und dann nur noch von einem Menschen überarbeiten lassen).
Zitat von: Novae am 27. März 2025, 08:05:34Ich befürchte im Moment eher, dass mit GKI auf Teufel komm raus versucht wird, die Kosten zu drücken (zB von KI übersetzten und dann nur noch von einem Menschen überarbeiten lassen).
Die Sorge verstehe ich, wird auch bei uns auf der Arbeit "versucht" - und das
versucht setze ich hier ganz bewusst in Anführungszeichen. Es wurde eine hauseigene AI entwickelt, die aber momentan mehr Arbeit schafft, als dass sie welche abnimmt. Meistens sind die Ergebnisse von ihr nicht einmal richtig - sowohl bei der Übersetzung als auch bei anderen Fragen -, und die Fehler kriegt sie dann selbst nach mehrmaligem Erklären nicht korrigiert. Das passiert nicht nur bei fachlichen Fragen, sondern selbst dann, wenn ich sie nach einfachen Dingen wie Kommasetzung frage. Die Übersetzungen sind auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, wenn man ein Grundverständnis von der Fremdsprache hat.
Und um wieder auf das Thema "KI als Autor" zurückzukommen, ich denke auch, dass das noch lange dauern wird. Selbst ChatGPT (das mit was-weiß-ich wie vielen geklauten Büchern gefüttert wurde) spuckt nicht wirklich qualitativ hochwertige Sachen aus, sondern nur generische Vorschläge, die wirklich langweilig sind und mir keine Lust auf die Geschichte machen würden. Momentan wäre die KI wohl wirklich nur als "Werkzeug" zu benutzen... und selbst das geht nicht, ohne dauernd alle Ergebnisse kritisch zu hinterfragen.
Bis also wirklich KI-generierte Romane auf den Markt kommen, wird es wahrscheinlich noch
sehr lange dauern, und das ist gut so.
Zitat von: Syrelle am 01. April 2025, 09:02:16Bis also wirklich KI-generierte Romane auf den Markt kommen, wird es wahrscheinlich noch sehr lange dauern, und das ist gut so.
https://www.amazon.de/Weil-wunderbares-M%C3%A4dchen-bist-Selbstvertrauen/dp/B09WXG3211?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3OV4BZIF7WFIG&dib=eyJ2IjoiMSJ9._MPfxjxO-owDiYYXqMFuoCbNX-QftlaxSjLej7hthYEWcov2Bb_CBTzKDkZBdZIjaUUsSh2KrgRrzM8Vs7lRldSKA7PScM8rxHMRcws7OLIBPA5HkqR3-CNWWS9HTsZ_nqlWezoeq1ldFzwdWO0wNmlr-j0LB-ZSL9_TLfTZxKsODNj0lgodMW3iNv_7elNwEVzZLnxFOh50k6Nj35F2QPus7VMpHqJZ9uA1cUNCJw0.Pe5-TYZ68hiLusRSDbYIr0c6L0FYYfTdGo5mSQ3e9dc&dib_tag=se&keywords=starke+m%C3%A4dchen+buch&qid=1743583827&sprefix=starke+m%C3%A4dchen+buch%2Caps%2C105&sr=8-6
ich sag ja nur ...
Auf dem Markt erhältlich sind KI generierte Bücher schon einige Zeit. Es gab Anfang des Jahres sogar noch einen Fall der durch Social Media ging, bei dem ein Prompt im Buch vergessen wurde.
Soweit ich aktuell weiß sind sie nicht in den Großverlagen, aber der Markt ist ja viel größer.
Es gab seit Jahren auch ein Geschäftsmodell sich Bücher billig über Leute auf Fiverr schreiben zu lassen, das wurde jetzt von KI ersetzt.
Zitat von: novembercat am 02. April 2025, 10:51:25Zitat von: Syrelle am 01. April 2025, 09:02:16Bis also wirklich KI-generierte Romane auf den Markt kommen, wird es wahrscheinlich noch sehr lange dauern, und das ist gut so.
https://www.amazon.de/Weil-wunderbares-M%C3%A4dchen-bist-Selbstvertrauen/dp/B09WXG3211?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3OV4BZIF7WFIG&dib=eyJ2IjoiMSJ9._MPfxjxO-owDiYYXqMFuoCbNX-QftlaxSjLej7hthYEWcov2Bb_CBTzKDkZBdZIjaUUsSh2KrgRrzM8Vs7lRldSKA7PScM8rxHMRcws7OLIBPA5HkqR3-CNWWS9HTsZ_nqlWezoeq1ldFzwdWO0wNmlr-j0LB-ZSL9_TLfTZxKsODNj0lgodMW3iNv_7elNwEVzZLnxFOh50k6Nj35F2QPus7VMpHqJZ9uA1cUNCJw0.Pe5-TYZ68hiLusRSDbYIr0c6L0FYYfTdGo5mSQ3e9dc&dib_tag=se&keywords=starke+m%C3%A4dchen+buch&qid=1743583827&sprefix=starke+m%C3%A4dchen+buch%2Caps%2C105&sr=8-6
ich sag ja nur ...
Gut, ich muss mich korrigieren - dass Amazon das Self-Publishing nicht auf KI-generierte Bücher überprüft, sollte mich jetzt eigentlich nicht überraschen...
Aber im Verlag würden diese Bücher wahrscheinlich trotzdem nicht erscheinen. Das kann ich mir einfach nicht vorstellen :hmmm:
Das ist meine Meinung dazu: Was die KI nicht kann (https://ungereimt.ch/was-die-ki-nicht-kann/).
Bisher konnte ich noch keinen einzigen von der KI vorgeschlagenen Satz verwenden. Sie schreibt zu absurd. Ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass ein gescheites Buch dabei rauskommt.
Einen Roman müsste man sowieso aufteilen, weil er insgesamt zu groß ist für die heutigen Modelle. Es braucht also: Planung, Plot, Konzeptarbeit, eine Verwaltung von Gegenständen und Eigenschaften etc. Das alles kann man der KI beibringen, und schon wird es teuer. Ja, die KI kann nützlich sein, aber am Ende ist sie doch einfach nur ein dummes Tool.
Zukunft der KI
Ich arbeite beruflich (als Software Ingenieur) mit KI. Ich bin kein Experte darin, aber ich spreche mit Leuten, die mehr davon verstehen. Ich glaube nicht, dass sich die KI so rasant weiterentwickelt, wie sich das viele Leute vorstellen. Im Moment wird viel mehr Geld reingesteckt, als zu holen ist. Jede Anfrage verheizt einiges an Rechenpower in einem extrem teuren Rechenzentrum. Bevor die Leistung durch die Decke geht, müssen die Betreiber die Kosten runterkriegen und die Preise erhöhen.
Im Moment sieht es wenig danach aus, als ob nebenbei noch groß in Grundlagenforschung investiert wird.
Natürlich entwickelt sich KI weiter, aber Grund zur Panik besteht nicht. Der nächste Quantensprung wird auf sich warten lassen.
Ich sehe das auch so, Texte sind aktuell unbenutzbar. Ich nutze MLVs zur Analyse von allen möglichen Dingen, aber erstens brauche ich selbst eine Menge Wissen, um das sinnvoll einzusetzen, und wenn es mir Vorschläge macht, finde ich die immer grausam. (Beispeil: Newsletter Betreffzeilen.) Generative KI nutze ich bewusst nicht.
Ich glaube aber leider, dass die Entwicklung hin zu Büchern, die den Markt befriedigen, nicht so lange dauern wird, aber ich hoffe, dass bis dahin KI auch das kostet, was sie kosten sollte. KI sollte nicht kostenlos sein dürfen, sondern kosten, was sie tatsächlich an Kosten verursacht. Dann hätten wir einige Probleme schon nicht mehr.
Ich rede auch im Job immer wieder mit Leuten, die mehr Ahnung als ich von KI haben und ich habe denselben Eindruck wie
@Stefan: Das, was sie kann, kann sie halt, aber sie wird jetzt nicht einfach so immer besser im Bücherschreiben z.B. Es bräuchte hier (soweit ich das verstehe) eine grundlegend neue Innovation. Was die LLM gerade können, ist in dem Bereich mehr oder weniger die Grenze von den aktuellen Technologien. Wer behauptet, dass sie sich ohne viel Zutun immer weiter verbessern werden, will vermutlich Aktien verkaufen. (Dieselbe Erklärung steckt meiner Meinung nach auch hinter den ganzen düsteren Techbro-Szenarien, die Altman und Co. gern in Interviews aufmachen. Das ist halt gut für den Börsenkurs, wenn man erzählt, seine Erfindung würde bald die Weltherrschaft übernehmen. Viel dran ist da meiner Meinung nach aktuell nicht ::) )
Also, nein, ich glaube nicht, dass die LLMs auf einmal anfangen, sinnvolle oder gute Bücher zu schreiben. Dafür müsste auf Forschungsebene mehr passieren, als gerade passiert. (Korrigiert mich aber gern, ich bin da auch nur interessierter Laie!)
Ich fand übrigens Brandon Sandersons Keynote über AI und Kunst (https://www.youtube.com/watch?v=mb3uK-_QkOo) ziemlich interessant.
@Sunflower Ich hoffe sehr, dass du recht hast. Ich hätte nichts dagegen. Ich fände vor allem auch schön, wenn Leute mal KI dorthin entwickeln würden, wo Menschen sie wirklich brauchen, anstatt zu gucken, wie sie endlich perfekte Bücher schreiben kann.
Zum Beispiel neue Hörbücher finden, die meinen Geschmack genau treffen. Ich würde so viel mehr Bücher konsumieren und damit wäre uns allen geholfen. Oder die richtige neue Waschmachine für mich finden. Hier wäre Innovation für uns alle nützlich, aber genau das kann KI natürlich null.
Die Frage, die das Thema bei mir immer wieder auslöst, ist: Warum!?
Letztens bin ich durch Zufall auf einen YouTube-Kanal gestoßen, dessen Betreiber ganz stolz erklärt, wie er Bücher mit KI schreibt, die Cover designt und sie dann auch vermarktet. Natürlich bekommt er kritische Kommentare wie "Und du glaubst echt, dass du dich Autor nennen darfst?", worauf er dann nur trocken mit "Ja." antwortet. Er meint, niemanden interessiert, ob ein echter Mensch jedes Wort geschrieben hat, und Leute würden lesen, was immer man ihnen vorsetzt.
Meinetwegen. Gehen wir mal davon aus, dass das stimmt.
Dann verstehe trotzdem nicht, was einen dazu treibt. Entweder man will Geld verdienen. Und sorry, aber mit dem Ziel ist man in der Buchbranche einfach generell verkehrt. Reich wird man damit einfach nicht, und für ein Nebeneinkommen gibt es deutlich aussichtsreichere Möglichkeiten. Oder man tut es fürs Prestige, rein nach dem Motto: "Guck mal, was ich gemacht habe!" - Aber KI nimmt einem das Prestige ab. Letzte Möglichkeit, die mir einfällt: Man hat Spaß am Schreiben. In dem Fall erledigt man es doch aber selbst.
Unabhängig von den Sorgen, dass KI den Buchmarkt vergiftet und Co., sehe ich einfach keinerlei Vorteil in der generativen Anwendung in diesem Bereich.
Da stehe ich sehr bei dem, was Brandon Sanderson in dem von Sunflower schon verlinkten Video gesagt hat.
Letzten Endes kann man in manchen Bereichen KI verwenden, um die Arbeit von Menschen zu verbessern oder zu beschleunigen. Komplett ersetzen kann sie Menschen (noch?) nicht - das sagt sogar mein KI-verliebter Partner. Warum man sie für Kunst einsetzen wollen sollte, erschließt sich mir persönlich nicht. Schließlich geht es bei Kunst darum, Erfahrungen etc. zu teilen. Kunst ist ein Dialog (Multilog?) zwischen Personen. KI kriegt höchstens ein Konsumgut hin, aber keine Kunst, mit der wir Gesellschaft verhandeln oder universelle Erlebnisse besprechen.
Oder anders gesagt: Wieso sollte jemand sich die Mühe machen, etwas zu lesen, von dem niemand sich die Mühe gemacht hat, es zu schreiben?
Ich habe besonders dort einen großen Konflikt, wo KI Gate Keeping aushebelt, denn das ist schon eine sinnvolle Anwendungsmöglichkeit. Theoretisch. Sagen wir zum Beispiel, ein Drehbuchautor wird überall abgelehnt, könnte seinen Film mit KI aber umsetzen, er macht es sehr gut, der Film gibt Menschen viel, wie bewertet man sowas? Ich weiß es nicht. Oder jemand stellt mit KI einen Pilotfilm auf die Beine, um Geldgeber zu überzeugen, ohne hätte er keine Chance.
Die Demokratisierung von Branchen, die bisher nur reichen Leuten offenstehen, empfinde ich als einen Bereich, wo Diskussion nötig ist. Und auch überall dort, wo durch KI ein Endprodukt entsteht, das es sonst nicht gäbe und bei dem die menschliche Arbeit immer noch über 90% Anteil hat.
Beispiel Übersetzungen. Hier entstehen Möglichkeiten für Selfpublisher, die auch dazu führen, dass Menschen Arbeit bekommen, die sie sonst nicht bekommen hätten und vor allem in Sprachen, wo Arbeit für Übersetzende und Lektor*innen sowieso Mangelware ist. (Und ja, die Ergebnisse maschineller Übersetzungen sind gut, da hat sich gerade im letzten Jahr sehr viel getan ) Wer das gut macht, bezahlt einen menschlichen Lektor, was sonst nicht passiert wäre. Die Folge ist auch, dass kleine Märkte mehr Bücher bekommen, die sonst nicht bedient werden, weil es sich bisher nicht gelohnt hat. Beliebte Bücher, die Verlage als Übersetzung nicht für lohnenswert halten, können so einer größeren Gruppe von Menschen zugänglich gemacht werden.
Hier ist für mich aber eben nicht nur ausschlaggebend, dass es anders nicht finanfizierbar ist. Das allein ist in meinen Augen einfach nicht gut genug als Grund. Die Kombination aus Endprodukt ist zu 90% menschlich, es demokratisiert den Markt und schafft sogar menschliche Arbeit und das Endprodukt hat eine gute Qualität, macht es im Beispiel von Übersetzungen für mich.
Edit: Noch eine kleine Anmerkung, die mir sehr wichtig ist: KI kann eine menschliche Üversetzung nicht ersetzen und kommt niemals an eine gute, menschliche Übersetzung ran. Schon allein deswegen ist KI auf gar keinen Fall eine Alternative, sondern nur eine Notlösung. Wer sich eine menschliche Übersetzung leisten kann, sollte das immer tun.
Ich war ja in der Indie - Filmszene unterwegs und es ist zwar toll, was alles mit wenig Geld möglich ist, aber falls Manches heutzutage mit KI besser umsetzbar ist, gönne ich es den Filmschaffenden. Vor allem in der Branche deckeln Geld ud Beziehungen quasi alles und die Branche ist so klein, dass das Geld extrem knapp ist. (Natürlich geht es auch ohne und da wird man auf andere Arten kreativ und KI sollte nicht die Kreativität beeinflussen sondern den technischen Aspekt erleichtern, der Menschen davon abhält, überhaupt zu kreieren.)
@Alana Das mit der Übersetzung verstehe ich nicht ganz - du meinst, dass KI besser geworden ist in Übersetzungen?
Ich weiß nicht, ob KI wirklich besser geworden ist, aber es gibt jetzt Plattformen, die auf Literaturübersetzungen spezialisiert sind, ständig für diese Anwendung weiter etnwickelt werden und dadurch deutlich bessere Ergebnisse liefern als zum Beispiel Deepl.
Zitat von: Alana am 18. Februar 2026, 14:49:45Beispiel Übersetzungen. Hier entstehen Möglichkeiten für Selfpublisher, die auch dazu führen, dass Menschen Arbeit bekommen, die sie sonst nicht bekommen hätten und vor allem in Sprachen, wo Arbeit für Übersetzende und Lektor*innen sowieso Mangelware ist. (Und ja, die Ergebnisse maschineller Übersetzungen sind gut, da hat sich gerade im letzten Jahr sehr viel getan ) Wer das gut macht, bezahlt einen menschlichen Lektor, was sonst nicht passiert wäre.
Dazu noch als Ergänzung und zusätzliche Facette: KI-Übersetzungen sind allerdings merklich anstrengender zu lektorieren als menschengemachte (möglich natürlich, dass das durch weitere Spezialisierung und Training der KIs noch nachlässt). Aber Fehler sind häufig schwerer aufzuspüren, und oft hat man Formulierungen, die grammatisch völlig in Ordnung sind, aber auf diffuse Art doch unpassend klingen. Da lässt sich (nach meiner Erfahrung) im Lektorat oft schwerer der Finger drauflegen als bei einer menschlichen Übersetzung, wo es oft leichter ersichtlich ist, was für ein Denkprozess hinter einer bestimmten Übersetzungsentscheidung steht oder an welcher Stelle ein Wort falsch gewählt wurde.
Das heißt, dass die entstehenden Lektoratsaufträge potenziell vielleicht nicht unbedingt arbeitsintensiver, aber anstrengender sein können als reguläre, und das eben nicht unbedingt bei besserer Bezahlung.
Das ist wie gesagt nicht als Widerspruch zu dem Beispiel gemeint, sondern nur als weiteres Aufdröseln, was da dranhängt und wie viele Faktoren es im Einzelfall abzuwägen gibt.
Da gebe ich dir absolut recht. Ich könnte mir vorstellen, das hängt nicht nur von der benutzten Software, sondern auch stark vom Genre ab. Für relativ geradlinige Romane, die heute spielen, funktioniert es sicher besser als für umfangreiche Fantasy-Romane mit aufwendigem Worldbuilding. Dafür sollte man, denke ich, einfach immer eine menschliche Übersetzung haben.
Auf jeden Fall scheint es in vielen Sprachen jetzt schon Lektor*innen zu geben, die darauf spezialisiert sind, was ich auch spannend finde. Und ich hoffe, die wissen dann, wie sie die Manuskripte angemessen einpreisen, bevor sie sie annehmen, damit sie auch wirklich was davon haben.
Also, meine 2 cent dazu. KI als Autor sehe ich überhaupt nicht. Denn wir sollten eins nicht vergessen: Die Technologie dahinter ist keine Intelligenz. Das ist weiterhin ein System das mit Wahrscheinlichkeiten Wörter ausspuckt. Es kann keinen Kontext. Und die Wörter basieren auf alles, was so reingesteckt wurde. Unter anderem auch Reddit-Posts, deren Wahrheitsgehalt stark variiert. Wenn man also viel Energie in das Lektorieren stecken muss ... warum macht man es nicht von vorneherein selbst?
Zu den Übersetzungen möchte ich auch etwas sagen, weil ich DeepL benutzt habe, um einen Text, den ich geschrieben habe, aus dem Englischen wieder ins Deutsche zu übersetzen. Das Ergebnis ist passabel. Wenn man nicht genau hinschaut, würde ich es auch als "gut" bezeichnen. Aber dann kommt das ins Spiel, was
@Malinche geschrieben hat: In den Details stimmt vieles nicht. Wortwahl ist komisch, passt nicht zum Kontext und muss angepasst werden. Hier und da fehlen einfach Wörter. Die Grammatik ist zwar korrekt, aber manchmal zu nah an der englischen Satzstruktur und es liest sich besser, wenn man den Satz im Deutschen umstellt. Ach und dann noch komische Wortwahl Teil zwei: Es kommen Wörter drin vor, die ich selbst nicht nutzen würde.
Fazit dazu: Also ja, kann man machen, aber der Text verbleibt ohne Nacharbeit im uncanny valley. Vielleicht nicht am tiefsten Punkt, aber raus ist er nicht. Und so wie diese Modelle funktionieren – wieder über Training mit tausend Texten und wahrscheinlichkeiten – denke ich auch nicht, dass sie da herauskommen.
Und wenn wir jetzt einmal ehrlich sind: Die ganzen Firmen, die diese "KI"s nutzen, machen das nicht, um neue Jobs zu schaffen. Die wollen Arbeitsplätze einstampfen. Da werden Ergebnisse auf den Markt gehauen nach dem Motto: "Für die doofen da draußen reicht es schon." (Hat Ultralativ echt gut in einem Youtube-Video zusammengefasst.)
Was bezweckt der "Autor" damit? Vermutlich will er wirklich nur fame. Berühmtheit. Deshabl wird ja auch gerne verschwiegen und dementiert, dass eine KI am Werk war.
Aber kommen wir noch zu einem Blick in die Zukunft: Die Technologie ist da und wird auch bleiben, sicher. Aber ich denke nicht, dass sie kostenlos bleiben wird. Dafür ist der Betrieb auf Dauer zu teuer. Und wenn wir es geschafft haben, unsere Fähigkeiten so weit abtrainiert zu haben, dass wir ohne sie nicht mehr auskommen, was dann?
Noch dazu kommt der steigende Ressourcenverbrauch. Wenn ich bedenke, dass die in den USA lauter Rechenzentren bauen wollen ... Die alle Strom benötigen ... Welcher in den USA ja dank deren Präsident eher nicht aus erneuerbaren kommt ... Was wird dann mit deren Strompreisen UND – da wir auch von deren Gas abhänging sind, was wir zum Heizen und zur Stromversorgung in Deutschland nutzen – was wird mit UNSEREN Strompreisen?
Ich frage mich echt, ob es das wert ist.
(Einfluss auf Social Media und so weiter ignorieren wir einfach mal. Das ist eine weitere Büchse, die es sich gerade nicht lohnt, zu öffnen.)
Zitat von: Malinche am 18. Februar 2026, 18:28:01Dazu noch als Ergänzung und zusätzliche Facette: KI-Übersetzungen sind allerdings merklich anstrengender zu lektorieren als menschengemachte (möglich natürlich, dass das durch weitere Spezialisierung und Training der KIs noch nachlässt). Aber Fehler sind häufig schwerer aufzuspüren, und oft hat man Formulierungen, die grammatisch völlig in Ordnung sind, aber auf diffuse Art doch unpassend klingen. Da lässt sich (nach meiner Erfahrung) im Lektorat oft schwerer der Finger drauflegen als bei einer menschlichen Übersetzung, wo es oft leichter ersichtlich ist, was für ein Denkprozess hinter einer bestimmten Übersetzungsentscheidung steht oder an welcher Stelle ein Wort falsch gewählt wurde.
Ich habe letztens bei KU ein Buch abgebrochen, weil ich es seltsam geschrieben fand; einige Absätze habe ich mehrmals gelesen und mit anderen Synonymen wäre es viel stimmiger gewesen.
Später habe ich gesehen, dass ~ ein Dutzend Bücher in 2 Tagen hochgeladen wurden, und dass es eine in dem Genre wohl in den USA seit vielen Jahren erfolgreiche Autorin ist.
Drehen wir die Frage doch einfach mal um. Was kann ich, bezogen auf das Schreiben, besser als eine KI? Mir fallen da spontan zwei Sachen ein:
1. Fühlen. Ein ganz unabdingbarer Teil des Schreibprozesses, durch den in Kombination mit Denken überhaupt erst ein schöpferisch kreativer Prozess möglich wird. (Eine KI kann Texte generieren, aber sie ist nicht schöpferisch kreativ. Dies wurde auch von anderen hier bereits erwähnt.)
2. Mit gängigen ästhetischen Regeln und Wahrnehmungen brechen, wodurch etwas Neues entstehen kann.
Das muss man natürlich nicht auf eine radikale Weise tun, aber ist es nicht einfach schön ein Buch zu lesen und dabei zu denken: Hey, cooler Weltenbau, hab ich vorher noch nicht so gelesen, oder, super Twist, darauf muss man erstmal kommen ...?
Auf der Hand liegt, dass sich durch die Erfindung von Ki die Wahrnehmung von Kunst verändern wird, dies bringt Brandon Sanders auch in dem Video gut rüber.
Zu diesem ganzen Thema passt übrigens der wunderbare Aufsatz: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit von Walter Benjamin aus dem Jahr 1935.
Darin geht es um die Erfindung der Fotografie und des Films, wie diese die kollektive Wahrnehmung von Kunst verändert und welche politische Dimension dies haben kann.
Klingt recht aktuell, oder nicht?
Zitat von: Emmi am 20. Februar 2026, 10:43:06Drehen wir die Frage doch einfach mal um. Was kann ich, bezogen auf das Schreiben, besser als eine KI? Mir fallen da spontan zwei Sachen ein:
1. Fühlen. Ein ganz unabdingbarer Teil des Schreibprozesses, durch den in Kombination mit Denken überhaupt erst ein schöpferisch kreativer Prozess möglich wird. (Eine KI kann Texte generieren, aber sie ist nicht schöpferisch kreativ. Dies wurde auch von anderen hier bereits erwähnt.)
Mein Fühlen ist nichts anderes als eine Art Fuzzilogik, die mich befähigt, in Situationen, für die ich nicht geschult bin, möglichst schnell und richtig zu reagieren. Wie auch ein Tier, das in eine unbekannte Situation gerät....Wie Erfolgreich dieses Handeln ist, ist eher zufällig. Die Evolution hat zwar versucht zu optimieren, aber das ist nur eine Wahrscheinlichkeit.
Mein Training für bestimmte Situationen oder auch einfach meine Bildung können konkurierende Handlungsoptionen aufzeigen. Ob ich diese unter Druck wählen kann, steht auf einem andere Blatt.
Zitat von: Emmi am 20. Februar 2026, 10:43:062. Mit gängigen ästhetischen Regeln und Wahrnehmungen brechen, wodurch etwas Neues entstehen kann.
Das muss man natürlich nicht auf eine radikale Weise tun, aber ist es nicht einfach schön ein Buch zu lesen und dabei zu denken: Hey, cooler Weltenbau, hab ich vorher noch nicht so gelesen, oder, super Twist, darauf muss man erstmal kommen ...?
Eine KI kann ästhetische Regeln und Wahrnehmungen leichter als ich rein nach einem Zufallsschema zerwürfeln.
Der Knackpunkt ist die Anzahl der Versuche und das Auswählen eines Ergebnisses.
Zitat von: Emmi am 20. Februar 2026, 10:43:06Darin geht es um die Erfindung der Fotografie und des Films, wie diese die kollektive Wahrnehmung von Kunst verändert und welche politische Dimension dies haben kann.
Klingt recht aktuell, oder nicht?
Das kann man auch genau andersherum sehen, KI Verhalten als Erklärung für menschliches Verhalten.
Eine KI spiegelt menschliches Verhalten zurück. Wie anders, ist doch doch an menschlichem Verhalten trainiert worden. Dieses Spiegelbild mag manchen unwirklich vorkommen.
Siehe: https://t3n.de/news/ki-simuliert-krieg-95-prozent-atombomben-eingesetzt-1731738/
Wer sich selber bei einem "Revierkampf" unter Schulkindern als Unterliegender versucht hat, sich gemeinsam mit seinem Kontrahenten vor einen anfahrenden Bus zu werfen, wird verstehen, dass die zuletzt genannte Erklärung eine erhebliche Wahrscheinlichkeit hat, und das es darum wichtig ist, solche Entscheidungen Leuten zu überlassen, die satt in ihren Sesseln sitzen, kein überzähliges Testosteron haben und auch bei einem Verlieren des Kampfes kaum Konsequenzen zu fürchten haben.
Keine netten Aussichten, auch wenn wir die Entscheidungen selber treffen, statt sie einer KI zu überlassen. Es hängt alles an der passenden Persönlichkeit und der passenden Situation, und wenn man lange genug wartet, und Persönlichkeiten und Situationen wechseln, muss das alles irgendwann passen.
Die Situation hat also keine echte Lösung.
Da muss ich doch in einigen Punkten widersprechen.
Zitat von: Sparks am 01. März 2026, 14:44:32Mein Fühlen ist nichts anderes als eine Art Fuzzilogik, die mich befähigt, in Situationen, für die ich nicht geschult bin, möglichst schnell und richtig zu reagieren. Wie auch ein Tier, das in eine unbekannte Situation gerät....Wie Erfolgreich dieses Handeln ist, ist eher zufällig. Die Evolution hat zwar versucht zu optimieren, aber das ist nur eine Wahrscheinlichkeit.
Mein Training für bestimmte Situationen oder auch einfach meine Bildung können konkurierende Handlungsoptionen aufzeigen. Ob ich diese unter Druck wählen kann, steht auf einem andere Blatt.
Fühlen ist keine Fuzzylogik. Gefühle sind etwas tief menschliches. Liebe, Hass, Zuneigung, Ablehnung. Das sind alles Dinge, die eine Maschine nicht replizieren kann. Selbst bei der Intuition bin ich mir unsicher, welche ich noch am ehesten als Fuzzylogik durchgehen lassen würde. Aber auch die beruht auf teils unterbewussten Wahrnehmungen. Alles Dinge, die eine Maschine, die Wörter rein aus Wahrscheinlichkeiten zusammensetzt, wie sie im Internet vorkommen, nicht replizieren kann.
Zitat von: Sparks am 01. März 2026, 14:44:32Eine KI kann ästhetische Regeln und Wahrnehmungen leichter als ich rein nach einem Zufallsschema zerwürfeln.
Der Knackpunkt ist die Anzahl der Versuche und das Auswählen eines Ergebnisses.
Ein erfahrener Autor zerwürfelt die nicht nach zufall. Er setzt sie gezielt ein, um gewisse Stimmungen zu erzeugen, um Gefühle bei Lesenden hervorzurufen. Sich ein Dutzend Texte generieren lassen, um dann was passendes auszuwählen ... Ich sehe darin keinen Mehrwert.
Zitat von: Sparks am 01. März 2026, 14:44:32Das kann man auch genau andersherum sehen, KI Verhalten als Erklärung für menschliches Verhalten.
Eine KI spiegelt menschliches Verhalten zurück. Wie anders, ist doch doch an menschlichem Verhalten trainiert worden. Dieses Spiegelbild mag manchen unwirklich vorkommen.
Da muss ich zustimmen. KI ist definitiv ein Spiegelbild menschlichen Verhaltens im Internet. Aber auch nur auf einen großteil der westlichen Sphäre beschränkt, da die Trainingsdaten aus dieser stammen.
Aber auch da kommen noch wichtige Nuancen dazu: Die Anbieter können einfluss auf dieses Spiegelbild nehmen und es verzerren. (Vgl. Grok.) Dadurch kann ein Verhalten einen größeren Bevölkerungsgruppe vorgetäuscht werden.
Bot-Accounts, die diese Modelle nutzen, um schnell massenweise Propaganda ins Netz zu stellen, verzerren das Bild der Sprachmodelle ebenfalls.
Und zu dem Krieg auch noch eine Überlegung: Bisher waren an den entscheidenden Stellen Personen mit Erfahrung und einer Ausbildung, welche wichtige Entscheidungen getroffen haben, nicht ein Hot Pot and Leuten aus der Bevölkerung, was so ein Sprachmodell wäre.
Allerdings sehe ich auch, das weniger denkfähige Leute immer häufiger in Entscheidungspositionen sind, also könnte das eine Zukunftsvision sein.
Dazu gerade bei Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunkkultur.de/literatur-und-ki-wie-schreibt-man-einen-krimi-mit-chatgpt-100.html
Dazu stellt sich mir die Frage: Schreibt (und plottet etc.) ihr nicht, weil ihr das gerne tut? Wenn es ums Geldverdienen geht ist doch fast jeder andere Job erfolgversprechender als das Schreiben? Es sei denn der Autor hat mehr Spaß am Prompten ... aber ich bin hochgradig skeptisch, was das Ergebnis betrifft.
Zitat von: Luna am 02. März 2026, 07:52:26Fühlen ist keine Fuzzylogik. Gefühle sind etwas tief menschliches. Liebe, Hass, Zuneigung, Ablehnung. Das sind alles Dinge, die eine Maschine nicht replizieren kann.
Da hast Du mich falsch verstanden. Ich denke, dass mein Fühlen mir bei einer Reflexion darüber aber sehr deutlich zeigt, wie ich selber nach "Fuzzyregeln" funktioniere.
ZitatUnd zu dem Krieg auch noch eine Überlegung: Bisher waren an den entscheidenden Stellen Personen mit Erfahrung und einer Ausbildung, welche wichtige Entscheidungen getroffen haben, nicht ein Hot Pot and Leuten aus der Bevölkerung, was so ein Sprachmodell wäre.
Das ist natürlich Richtig. Was aber würde jemand mit der "falschen" Erfahrung machen? z.B. Jemand, der aus seinem Werdegang heraus gelernt hat, das man um aus einer problematischen Situation herauszukommen sehr wohl Wege wählen kann, die man nur mit viel Glück überlebt?
ZitatAllerdings sehe ich auch, das weniger denkfähige Leute immer häufiger in Entscheidungspositionen sind, also könnte das eine Zukunftsvision sein.
Das sehe ich allerdings auch. Letztlich hat der zweite Weltkrieg so angefangen, und auch aktuell sehe ich, das zwei große Konflikte toben, wo sich die Urheber der letzten Eskalationsstufe verzockt haben. Aber ich denke nicht, dass das etwas mit grundsätzlich "weniger denkfähig" zu tun hat, sondern eher mit einer höheren Bereitschaft, Risiken einzugehen. "Positives Denken" kann sehr gefährlich sein.
Zitat von: Amber am 03. März 2026, 09:44:56Dazu stellt sich mir die Frage: Schreibt (und plottet etc.) ihr nicht, weil ihr das gerne tut? Wenn es ums Geldverdienen geht ist doch fast jeder andere Job erfolgversprechender als das Schreiben? Es sei denn der Autor hat mehr Spaß am Prompten ... aber ich bin hochgradig skeptisch, was das Ergebnis betrifft.
Genau dass ist es! Ich schreibe aus Spass am Schreiben selber. Obwohl ich eher Sachtexte schreibe, ist das für mich ein Hauptargument.
Ich habe vor zwei oder drei Jahren mal ein paar Abende damit verbracht, ChatGPT mit Prompts für Geschichten zu füttern. Das hat mich halt nicht so fasziniert. Aber bei anders gestrickten Leute kann das Ergebnis anders ausfallen: Spass daran eine KI mit Prompts zu füttern.
Und "Spass" ist etwas, was man nur sich selber gegenüber als Argument angeben kann, nicht aber gegenüber der Gesellschaft. Für die Gesellschaft ist "Spass" irrelevant. Selbst wenn sie sich über die Steuern aus der Unterhaltungsindustrie und der Touristik freut.
Da wir gerade bei KI sind:
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat den Job-Futuromat herausgebracht:
https://job-futuromat.iab.de/ (https://job-futuromat.iab.de/)
Wählt man aus den Berufen die aus, die nach Ansicht des Programmes etwas mit "Autor" zu tun haben und gleichzeitig auch irgendwie plausibel erscheinen, so hat man es mit Wahrscheinlichkeiten von 0% (!) bis 60% zu tun, dass der Beruf durch eine KI ersetzt wird.
Bei meinem Beruf (Elektroniker) und verwandten Berufen, sowie Berufe, in denen ich mir vorstellen könnte, sie alternativ zu meinem jetzigen auszuüben, sind es immer 100%.
Ok, meine Erfahrung mit dem Arbeitsamt ist aber auch, das die Vermittler mir gegenüber zugegeben haben, dass sie sich überhaupt nicht Vorstellen können, was ich eigentlich mache bzw. gemacht habe, und sie mir daher bei einer Stellensuche auch nicht helfen können ausser mir Zugang zu der Datenbank mit offenen Stellen zu geben....und nein, da hat nie etwas gepasst.
Stellen habe ich immer bekommen, in dem ich mich beim erstbesten Verleiher gemeldet habe (das wird mit über 50 aber auch eng). Die besseren Stellen waren immer schierer Zufall und entsprechend selten.