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einen Schauer über den Rücken jagen...

Begonnen von Rei, 24. Juni 2007, 09:48:16

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Rei

In meiner aktuellen Geschichte benutze ich diesen Ausdruck häufiger als gedacht, so daß es mir sogar schon mitten im Schreibprozess auffällt...  :wums:

Wie sagt Ihr sonst noch dazu? Wie beschreibt Ihr das in Euren Geschichten...?

Artemis

Hm ...
Ich schreibe da auch noch öfters:
- er erschauderte
- er erbebte
- eine Gänsehaut kroch über seinen Rücken
- ein kaltes Schaudern lief / jagte durch seinen Körper
- eine nagende Kälte rann durch seine Knochen


Mehr fällt mir gerade nicht ein ...

Lavendel

Kälte kroch ihr Rückrat hinauf.
Ihre Nackenhaare stellten sich auf (Wahlweise auch die Härchen an den Armen).
Alternativ gibt es ja auch noch andere körperliche Reaktionen. Blut weicht aus den Wangen (das kann man auch spüren) oder ein flaues Gefühl im Magen, eine enge Kehle, Finger fangen an zu zittern, sie muss hart schlucken, Übelkeit ...oder so
Es kommt natürlich drauf an, wie heftig die Situation ist.

Grey

öhm... da wurden viele meiner vornehmlich benutzten Wendungen schon gesagt, aber ein paar fallen mir noch ein. Zum Beispiel:

- Nervosität/Angst kribbelte/prickelte in seinem/ihrem Nacken (oder sonstwo... ;D )

oder schön bildliche Sachen wie:

- Die Angst floss wie eisiges Wasser über seinen/ihren Rücken... oder so ähnlich.

- frösteln
ist auch ein gut verwendbarer Ausdruck dafür, würd ich finden.

Jah... falls mir noch mehr einfällt meld ich mich :)

P.S.
@Lavendel
pssst... es heißt Rückgrat  :omn: ;)

Maja

Eine kalte Hand legte sich um ihr Herz.
Angst griff nach ihr.
Jähe Furcht ließ sie erstarren.

... oft etwas in der Art.
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Rei

Ah, klasse... Das klingt alles gut und viiiiiel besser als der gute, alte Schauer...

Danke Ihr Lieben!!

Maja

Ja, bei dem Schauer muß ich immer ans Wetter denken. Da lange ich lieber tiefer in die Metaphernkiste!
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Termoniaelfe

#7
Ich schließe mich Rei an. Wirklich tolle Vorschläge, die da gekommen sind. Besonders der mit der kalten Hand, die sich um ihr Herz legte.  :jau: Ich profitiere jetzt einfach mit Rei gemeinsam von diesen tollen Vorschlägen.

Danke für den Thread, Rei ;) Mit dem plöden Schauer hab ich auch immer so meine liebe Not.

LG
Termi

Ary

Dito!
Danke für die schönen Alternativen!
Einfach mal machen. Könnte ja gut werden.

Hr. Kürbis

Bäh! Ich glaub, da kann man auch nicht mehr viel anderes bringen, außer es wird EXTREM kitschig!  :d'oh:

Quidam

Mir gefällt keine einzige dieser Beschreibungen - weil ich allgemein diese Beschreibungen nicht mag.

Meiner Meinung nach macht es einen Text viel lebendiger, wenn man die Gefühle der Figur individuell auf die Figur abstimmt und die Gefühle in Details reflektieren läßt, statt sie mit Standartbeschreibungen zu beschreiben.

Das ist aber nur meine Meinung.

Grüße
Quidam

Moni

Zitat von: Quidam am 01. Juli 2007, 20:49:23
Meiner Meinung nach macht es einen Text viel lebendiger, wenn man die Gefühle der Figur individuell auf die Figur abstimmt und die Gefühle in Details reflektieren läßt, statt sie mit Standartbeschreibungen zu beschreiben.

Aber bevor man krampfhaft nach einer Umschreibung sucht und sich selbst womöglich damit lähmt, ist es doch besser, man kann auf eine solche "Standardbeschreibung" zurückgreifen.  8)

Ich hab mit den Schaudern auch so meine liebe Not, darum werd ich mir die Liste mal sicherheitshalber speichern...   ;D
Deutsch ist die Sprache von Goethe, von Schiller...
und im weitesten Sinne auch von Dieter Bohlen[/i]
Stefan Quoos, WDR2-Moderator

»Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen,
ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.«[/i]
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Quidam

Zitat von: Moni am 02. Juli 2007, 14:13:05
Aber bevor man krampfhaft nach einer Umschreibung sucht und sich selbst womöglich damit lähmt, ist es doch besser, man kann auf eine solche "Standardbeschreibung" zurückgreifen.  8)

Ich hab eigentlich nicht das Gefühl, dass ich da krampfhaft suchen muss. Im Gegenteil. Gerade die Standartbeschreibungen verkrampfen dem Schreiber, der sich denkt, besonders originelle Metaphern finden zu müssen, um ein Gefühl ausdrücken zu können, was oft unfreiwillig komisch ist, wenn Körperteile und dergleichen personifiziert werden.

Grüße
Quidam

Maja

Die Sachen, die ich gepostet habe, sind *keine* Standardbeschreibungen - es sind individuelle Beispiele, wie ich in Einzelfällen den lästigen Schauer vermieden habe. Ich verwende solche Formulierungen ungern öfter als einmal, weil sie sonst abnutzen und nicht mehr wirken - und auch wenn gerne andere Autoren darauf zurückgreifen dürfen, sollte auch hier das gleiche gelten: Vermeidet einen Überfluß an kalten Händen!
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Quidam

Hallo Maja,

wie ich schon geschrieben hab: wenn man nicht auf Standartbeschreibungen zurückgreifen möchte, greift man in die Personifikationskiste. Und das ist meistens unfreiwillig komisch.

Zudem kannst du deine Gefühlsbeschreibungen ja auf jede Figur ummüntzen - folglich fehlt es ihnen an Individualität.
Hey. Ist nur meine Meinung. Mir gefallen diese Standartbeschreibungen halt nicht - und bei Personifikationen läuft es mir den Rücken kalt hinunter.  ;) Daher rate ich jedem, das einfach bleiben zu lassen und Gefühle anders zu zeigen.

Grüße
Quidam