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Welches Schreibprogramm nutzt ihr?

Begonnen von Minna, 31. Januar 2022, 19:58:40

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Maja

Ich habe die beiden Threads zusammengeführt, Danke an @Mindi fürs Raussuchen!
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Czara Niyaha

Danke euch allen für das Feddback, und sorry, dass ich den bereits vorhandenen Beitrag übersehen habe.  :bittebittebitte:
Ich habe mir eine Demo Version von Papyrus runtergeladen und teste es die nächsten Tage. Der erste Eindruck ist sehr positiv. Kein nerviges Scrollen mehr wie in Word, sondern ich kann mein Dokument nach Kapiteln einteilen. Das ist nur eins von vielen Features, das mir sofort aufgefallen ist.
Solange es Visionäre und Träumer gibt, die den Funken der Hoffnung in sich tragen und das Licht in den Herzen anderer entzünden, ist diese Welt nicht verloren.

(Eden Chry'Salis)

Feuertraum

Sagen wir mal so: Wenn ich mit dem Computer tippe, dann nutze ich Textmaker von Softmaker.
Meistens ist es aber so, dass ich erst einmal mit der Hand vorschreiben und dann mit Dragon Naturally speaking einspreche.

Ich hatte einmal vor Jahrzehnten eine Software namens "Erfolgreich Bücher schreiben" gekauft, die aber meines Wissens einen Fehler hatte und einen Patch benötigte.
Irgendwann habe ich das Programm nicht mehr genutzt, wurde durch diesen Thread aber daran erinnert.
Ich würde es mir eventuell wieder installieren (auf altem Lappi mit Win XP). Nur gibt es die Softwarefirma nicht mehr und demzufolge wohl auch nicht mehr den Patch  :(
Was hat eigentlich He-Man studiert, dass er einen Master of the universe hat?

Paka

Zitat von: Czara Niyaha am 16. Januar 2023, 14:05:08Der erste Eindruck ist sehr positiv. Kein nerviges Scrollen mehr wie in Word, sondern ich kann mein Dokument nach Kapiteln einteilen. Das ist nur eins von vielen Features, das mir sofort aufgefallen ist.
Um dich jetzt vollends zu verwirren: Ich hab letztens ein Video gesehen, in dem erklärt wurde, wie man genau das auch mit Word machen kann. Die Kapitel werden dann in der Seitenleiste angezeigt, genau in Papyrus.
Gerade eine Liste der acht am häufigsten aus US-Bibliotheken verbannten Bücher gesehen. Fünf davon stehen in meinem Regal. 👍🏻😇

Volker

Kapitel in der Seitenleiste?
Dazu muss man doch nur die Überschriften als Überschriften formatieren (aus der Formatvorlage, nicht über Schriftgröße, fett, etc.)?!?? Oder war was anderes gemeint?

Das geht auch beiLibreOffice so - nur dass man dort die Überschriften aus der Navigationsleiste in den Text ziehen kann, und dann auch gleich einen klickbareb Link hat.

Marina

Hallo Leutz!
Also soweit ich sehen konnte, wurden 2 Programme die ich sehr mag gar nicht genannt:
CeltX und DramaQueen

Beide sind eigentlich für Drehbuch Autoren gedacht, funktionieren aber auch fürs Prosa.
Es gibt beide als Premium und als Free Versionen, wobei in letzterer DramaQueen leichter im Exportieren ist ...
Ich hab mit DramaQueen die besten Erfahrungen gemacht.

Hoffe das hilft dem einen oder anderem.
Grüße!

Maja

Zitat von: Marina am 25. Februar 2023, 16:05:14Es gibt beide als Premium und als Free Versionen
Ich habe mir jetzt Celtx angeschaut und finde es ausgesprochen teuer. Mit der kostenlosen Version kann man genau ein Projekt erstellen und dreimal ein PDF exportieren, und selbst die ,,Einsteigervariante" für stolze 13,49 im Monat lässt mich nur drei Projekte haben. Wenn ich mehr als drei Bücher schreiben möchte, bin ich gleich bei 22,49 Euro im Monat, was ich wirklich sehr happig finde. (Ich fand schon die Updates für Patchwork teuer, und die lagen um die sechs Euro im Monat und waren optional).

Bietet die Software für Romanautoren so viel Mehrwert gegenüber Programmen wie Scrivener, die man einmal kauft (für Scrivener derzeit 69,99 Euro, 50% Rabatt für Nano-Gewinner oder Leute, die einen Nano-Gewinner kennen), dass sich solche Preise lohnen?
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Coppelia

@Marina DramaQueen habe ich früher viel benutzt. Aber dann ging es irgendwie nicht mehr. Kannst du die freie Version jetzt dauerhaft nutzen? Dann würde ich es noch mal versuchen wollen.

Maja

Ich bin nicht Marina, aber weil ich da gerde rumsurfe:
Zitat von: Coppelia am 25. Februar 2023, 16:26:50Kannst du die freie Version jetzt dauerhaft nutzen?
Laut ihrer Webseite: ja, die 30 Tage-Testversion wandelt sich nach Ablauf automatisch in eine unbegrenzt lauffäige kostenlose Basisversion um
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Marina

@Coppelia
Dann haben die das bei CeltX verändert! War früher anders.

Also DramaQueen benutze ich kostenlos in der Free Version

Sparks

#25
Hallo Minna.

Zitat von: Minna am 31. Januar 2022, 19:58:40Ich habe beschlossen mir ein neues Schreibprogramm zuzulegen. Bisher hatte ich Word 2010 und war damit sehr glücklich.
Aber in letzter Zeit hatte ich immer wieder Probleme mit falschen Anführungszeichen und vor allem der veralteten Rechtschreibprüfung.

Angefangen habe ich mit LibreOffice. Irgendwann wollte ich aber dann meine Texte kapitelweise modular zusammenstöpseln, und hatte auch keine große Böcke, mich um Layout zu kümmern, und so bin ich dann bei TeX/LaTeX gelandet. Als Schreiboberfläche verwende ich dazu TexMaker.

Falsche Anführungszeichen sind auf fast allen Programmen ein Problem und bei jeder Rechtreibreform, und auch wenn diese rollierend erfolgt, gibt es prinzipbedingt Probleme mit der Rechtschreibprüfung. Bei LibreOffice muss ich mich bei Linux auf die Systemeigene zurückziehen, und TeX/LaTeX hat riesige Packete dazu in den Linux Repositories. Wie gut sie sind.....naja, ich finde logische Fehler schlimmer und teilweise problematischer zu beseitigen. Das ist jedenfalls nicht unbedingt ein Kriterium für mich.

Zitat von: Minna am 31. Januar 2022, 19:58:40Papyrus und Scrivener sind mir zwar bekannt, aber als Wordersatz, um Rechnungen zu schreiben, oder so sind sie dann auch wieder nicht geeignet.

Was hindert Dich daran, das eine Programm zum Schreiben von Büchern und das andere zum Schreiben von Rechnungen zu verwenden?

Wenn ich manchmal mit wenig Gepäck unterwegs bin, schreibe ich auf einem über 10 Jahre alten Tablett, für das es schon ewig keine Updates mehr gibt. Dort schreibe ich mit der grausigen Bildschirmtastatur in einem primitiv Editor einfache txt Dateien. Diese kann ich dann zuhause relativ einfach in LibreOffice oder LaTeX einbinden.

Wichtig ist vor allem Kompatibilität, so dass man mit verschiedenen Programmen auf die gleichen Ressourcen zugreifen kann, bzw. einfach Daten zwischen diesen austauschen kann. Hierbei sind offene Dateiformate ein absoluter Vorteil, gefolgt von einer einfachen Struktur dieser Dateien. Text-Dateien oder Dateien die sehr nahe daran sind erleichtern Kompatibilität ungemein.

Zitat von: Minna am 31. Januar 2022, 19:58:40und ich würde es auch bevorzugen, wenn das Programm kein Abobezahlmodell hat, sondern nur einmal Kosten entstehen und ich es dann unbegrenzt nutzen kann.

Das kannst Du nicht vorhersagen wenn Du ein gekauftest Programm hast. Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software den Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht. Er kann bei der Weiterentwicklung seiner Software die Lizenzbedingungen ändern (z.B. ein Abomodell einführen) und der Anwender muss folgen, will er nicht auf seiner alten Softwareversion festsitzen, die mit der Weiterentwicklung der Betriebssysteme dann irgendwann auch nicht mehr funktioniert. Auch der Ersteller von quelloffener Software kann seine zukünftigen Lizenzbedingungen ändern, aber wegen der offenen Quellen bzw. der offenen Dateiformate hat der User dann die Chance des Ausweichens, weil solche Projekte dann meistens aufgegriffen werden und aus den alten offenen Quellen weiterentwickelt werden. Daher kann eine Entscheidung für openSource wichtige strategische Vorteile haben.

Ein Ausweg wäre openSource. Bei diesen echten OpenSource-Programmen unter der GNU-GPL-Lizenz (oder Ähnlichen wie MIT) bestehen keine Probleme in der Verwertung und Veröffentlichung. Sogar für kommerzielle Projekte dürfen sie kostenlos verwendet werden. Diese Programme sind wirklich frei im Sinne von "freier Rede" und nicht nur im Sinne von "Freibier".

Papyrus und Scrivener oder auch Bibisco sind nicht nur einfache Textverarbeitungen sondern enthalten auch Werkzeuge um eine Notizsammlung zu pflegen, z.B. als Übersicht über den Plot, die Figuren, Timeline ec. Aktuell verwende ich dazu als Notizbuch eine Mischung aus "nobleNote" und schlichte Txt-Dateien mit sprechendem Dateinahmen. Diese kann ich mit Recoll oder Catfish gut durchsuchen, unter Windows würde ich dafür dann z.B. Everything verwenden.


Grüße: Bernd







//KoerperSteckschlieshuelse15mm
union(){
translate([0,12.5,0]){
difference(){
cube([22, 25, 10], center = true);
cube([18, 30, 7], center = true);
 
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression

Edina Scota

Hallo zusammen,

DramaQueen habe ich eine ganze Weile in der kostenlosen Version verwendet. Doch irgendwie bin ich mit dem Programm nicht ganz warm geworden.

Mittlerweile arbeite ich mit Papyrus und Word. Papyrus bietet mir persönlich viele Vorteile. Ein Beispiel ist das Hinterlegen von Figurenmappen, Notizen, wie bei einer Pinnwand anzupinnen, und die Kapitel und Szenensetzung, die ich wiederum auch in Word über das Navigationstool nutze.
Bei mir ist es vielleicht etwas komplizierter, da ich teilweise für mein Studium Szenen für die Einsendeaufgaben verwende und diese somit aus der Rohfassung heraus überarbeite und später wieder einfüge. Dies mache ich über Word. Dort arbeite ich mit Hyperlinks auf die überarbeiteten Szenen und sehe zeitgleich die vorherige Rohfassung. Die eigentliche Geschichte schreibe ich in Papyrus, wo dann immer nur die aktuellste Version verwendet wird. Word ist für mich ein gutes Organisationstool. Durch die Möglichkeiten der Gliederung und Navigation habe ich in Word auch meine Settings und Hintergrundinfos organisiert.

Unterwegs habe ich eine kostenlose Version von Blaze Wordpad. Damit bin ich zufrieden. Es gibt zwar Einschränkungen, aber ich kann meine Texte exportieren und in Word einfügen.

Zitat von: Sparks am 10. März 2023, 15:25:05Das kannst Du nicht vorhersagen wenn Du ein gekauftest Programm hast. Bei nicht quelloffener Software hat der Ersteller der Software den Nutzer der Software in der Hand, was die Zukunft angeht. Er kann bei der Weiterentwicklung seiner Software die Lizenzbedingungen ändern (z.B. ein Abomodell einführen) und der Anwender muss folgen, will er nicht auf seiner alten Softwareversion festsitzen, die mit der Weiterentwicklung der Betriebssysteme dann irgendwann auch nicht mehr funktioniert.

Das Problem der Lizenzänderungen ist leider allgegenwärtig. Bei Word, als Beispiel, gibt es auch fast nur noch Abo-Modelle. Ich hatte das Glück eine Einmalkauflizenz zu finden. Hier ist leider der Nachteil, dass es nur für ein Endgerät ist und Updates nur zwei Jahre gewährleistet sind. Auch DramaQueen hatte eine Zeit lang ein Tool in der kostenlosen Version, welche nun nur noch in der kostenpflichtigen Version verwendet werden kann. Diese Erfahrung liegt aber schon etwas zurück.

Villyana

Das mit Word nervt mich total. Ich nutze es fast nie, aber so 1 max. 2 mal im Jahr brauche ich es dann doch. Auch wegen der Arbeit. Dann habe ich keine Lust auf ein Abo für etwas, das ich nur alle Jubeljahre mal tatsächlich brauche  ::)

Allerdings sind die Formatierungen in Word oft anders als in Libre oder Open Office und gerade wenn es für die Arbeit darauf ankommt, kann das schon echt nervig sein. Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Nachdem ich fast ein Jahr für einen neuen Rechner gebraucht habe, der dann kein Laufwerk hatte, obwohl ich betont habe, dass ich das unbedingt für die Arbeit brauche, mache ich mir da nicht noch mit weiteren Geräten oder Software zu schaffen.

Meine Texte schreibe ich alle in Scrivener. Generell bin ich damit auch ganz glücklich, nur habe ich versucht ein Zeichen zu ersetzen, dass das Programm nicht nimmt... Wörtliche Rede ging, aber bei dem wollte es nicht.
Und das letzte Update mag nicht mehr. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich es machen will, klicke auf herunterladen und nichts passiert. Beim nächsten Start, gleiches Spiel. Seitdem stürzt es auch immer einfach ab, wenn ich drucken will.  ::)
Vielleicht wird es einfach Zeit es neu zu installieren aber generell mag ich das Programm sehr. Die Übersicht, der Schreibmodus, wenn alles hintendran in den Hintergrund rückt, auch dass man hierfür die Transparenz einstellen kann und auch, dass man chronologisch in den Texten vor und zurückgehen kann.

Nante

#28
Zitat von: Zauberfrau am 01. Februar 2022, 11:08:51ich arbeite seit 2015 mit Papyrus und bin sehr zufrieden. Mittlerweile (seit Version 9) bin ich auch Betatesterin von diesem Programm.
Ich habe mir vor drei Jahren Scrivener und Papyrus genauer angesehen und muss sagen, dass für mich Papyrus eindeutig gewinnt. In Scrivener kann man zwar einzelne Kapitel oder Abschnitte in der digitalen Pinnwand trennen (toll, um sich an eine Geschichte heran zuarbeiten), aber was mich bei Papyrus überzeugt, ist nicht nur die ziemlich gute Rechtschreibkorrektur, sondern auch die Synonym-Funktion. Das ist für mich das absolute Highlight! Ich kann sie wunderbar mit Rechts-Klick aufrufen, schnell und einfach (auch Antonyme sind möglich).
... und MS Word-Dokumente für längere Texte (>200 Seiten) finde ich schlimm. Leider ist das zum Standard geworden, aber ich vermeide zumindest das Programm, wo es geht. Alternativen können mittlerweile eben auch gut mit DOCX umgehen.

Barra

#29
@Nante Höhö und ich frag in dem anderen Thread: Womit du arbeitest. :ätsch:

Ich hab Papyrus auch (und will das noch updaten dies Jahr), leider ist es aber nicht immer die beste Wahl, um darin anderleuts Texte zu bearbeiten. Deswegen war ich so froh über OnlyOffice, mit welchem ich problemlos ein Dutzend Fremdtexte hintereinander bearbeiten konnte, ohne dass je was schief ging.
Im Gegensatz zu Papyrus - da hat sich das Programm einfach mal aufgehängt. Vor allem nachdem dann auch noch die Kommentare alle drin waren.
So kann ich nicht arbeiten. :d'oh:
Zum selber schreiben liebe ich Papyrus aber auch.

Zusätzlich zu den beiden Programmen benutze ich noch sehr viel den "Notizblock". Das gilt vielleicht nicht als umfassendes Textverarbeitungsprogramm, aber ich brauche dieses Mistding für alles, was ich schnell irgendwo in den Zwischenspeicher kloppen muss oder zum vorschreiben.

Und, da es hier schon erwähnt wurde: Google Docs. Da hab ich meine großen "Plot-Dateien" geparkt. "Cloudtechnisch". Da sind halt Übersichten und Zusamenfassungen und was. Tatsächlich komme ich mit der Goole Variante der Tabellen am besten klar, nachdem ich kein klassisches Excel mehr habe.