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Alkohol

Begonnen von Roland, 01. Januar 1970, 01:00:00

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Tenryu

Sicher ist Alkohol nicht unbedingt gesund. Dennoch waren viele der bedeutendsten Autoren Alkoholiker (E.T.A. Hoffmann, E.A. Poe, E. Hemingway, St. King, usw.) Man mag sich fragen, ob sie auch nüchtern so gut und produktiv geschrieben hätten. Und wenn ich da an die vielen erfolgreichen Drogensüchtigen in Politik, Kunst, Musik, Sport und Unterhaltungsindustrie denke... Diese Leute schädigen sich zwar, aber dafür schenken sie vielen Menschen Freude und Unterhaltung.

Ich finde, so lange diese Leute nur sich selber zu Grunde richten, ist es deren Privatangelegenheit, und man sollte sie nicht dafür verurteilen.

Selber trinke ich übrigens nicht. Ich werde von Alkohol nicht kreativ sondern nur schwindelig und extrem müde.

Evenia

Ich geb den Drogen keine Chance  ;)
Ok ... auf Partys trink ich vll mal ein Bierchen, aber ich trinke niemals alleine Alkohol...  ;)

Rhiannon

Hallo,
Ich kann bei Alk und Zigaretten trotz meiner fast 18 Jahre und des angeblichen Coolnesfaktors nur eines sagen: *würg, schüttel* Ich finde das Zeug widerlich. Es gab zwar schon Leute, die mir wegen meiner totalen Ablehnung von dem Zeug nachsagen: Gebranntes Kind scheut das Feuer, aber ich habe das Zeug shcon immer widerlich gefunden und bin auch extrem empfindlich, was das angeht. (Ich hab den Schluck Wodka, den mir ein "Witzbold" in meinen Orangensaft gekippt hat, sofort gemerkt, obwohl der angeblich nach nix schmeckt). Somit würde ich bei Genuss desselben wohl so reagieren, wie bei dem Blogeintrag über Wurzelbier, den Coppi gefunden hat.
Hat den Sinn, dass ich mich wohl eher weniger in der Gefahr befinde, jemals süchtig zu werden. Drogen kommen bitte auch auch nicht in meine Nähe, sonst räume ich das Feld.
Das Schreiben ist bei mir Sucht genug, (Malen, Musik und Pferde noch dazu), da muss ich nicht auch noch eine zusätzliche Sucht, abgesehen vielleicht von Schokolade zum Schreiben, aber das brauche ich nicht, haben.
Wenn jemand meint, er muss trinken, rauchen oder Drogen nehmen, bitte, solange er damit nicht seiner Umwelt zur Last fält. Ich möchte bitte alt werden und außerdem will ich leben und nciht gelebt werden, wenn ich mein Leben von einer Sucht abhängig mache, dann lebe ich doch nicht mehr. Und wozu lebe ich dann überhaupt. ICh vermisse nichts, wenn ich auf irgendwelchen Partys die Einzige bin, die die alkoholfreien Getränke, die zum Mischen gedacht sind, pur trinkt.
Ich gebe dir Recht, Tenryu, dass man die Menschen nicht verurteilen soll, wenn sie sich selber zu Grunde richten, aber allzu oft reißen die Abhängigen in den Medien Jugendliche in einer labilen Phase mit rein und das soll nicht sein! Man ist zwar für sich selbst verantwortlich, aber jeder Mensch hat auch Verantwortung für seine Umgebung!
lg
Rhiannon

Lila

Zitat von: Rhiannon am 09. April 2009, 18:15:14Ich kann bei Alk und Zigaretten trotz meiner fast 18 Jahre und des angeblichen Coolnesfaktors nur eines sagen: *würg, schüttel* Ich finde das Zeug widerlich.


Du sagst es, Rhiannon. Und ich bin sogar schon ein paar Jahre älter als du. Ich frage mich wirklich, was viele an Bier, Wein und Sekt finden. Das schmeckt doch furchtbar! Und auf Zigarettenqualm reagiere ich sowieso allergisch. Man braucht bei mir an der Uni bloß ein Gebäude zu verlassen, da darf man gleich erst mal durch eine schöne Dunstwolke durch. Ach, ist das herrlich. :happs:

Und sämtliche anderen Drogen nehme ich schon mal gar nicht. Ich bin gern Herrin meiner Sinne, erst recht beim Schreiben. Da kann ich mal absolut nichts gebrauchen, was mich ablenkt. Ich trinke nicht einmal Kaffee, weil ich den genauso ekelig finde wie Bier und Konsorten. :gähn:
Livid Oppressed King: Ignite!
Tyranny Has Overcome Rules."
(oder: was man nicht alles aus LOKI & THOR machen kann!) - TasTä (aka Lila)

Vali

Obwohl ich eine Medizinerin bin, welche oft als drogenabhängig und selbstmordgefährdet gesehen werden, bin ich Drogen sehr abgeneigt. Ich verstehe nicht was man bloß an Rauchen findet. Kaffee mag ich überhaupt nicht, schmeckt so bitter. Alkohol gibt es nur in Maßen zu besonderen Anlässen. Meistens macht Alkohol mich müde, manchmal werde ich davon aggressiv und rede dummes Zeug, weswegen ich auch gerne darauf verzichte. Ich komme ohne Alk irgendwie besser in Stimmung. Ich vertrage eh nicht viel, weil ich einen Mangel an Alkoholdehydrogenase habe, sprich mir wird schnell schlecht.
Ich will gar nicht wissen wie ich schreibe, wenn ich Alkohol intus habe. Wahrscheinlich bringe ich nur sinnlosen Blödsinn aufs Papier, wenn ich nicht eingeschlafen bin. ;)
Schokolade mag ich sehr und ich muss schon sagen, dass sie meine Laune aufhellt, allerdings bekomme ich nach zu viel Genuss am nächsten Tag Ausschlag (verfluchtes Histamin!). Gemein...

Hr. Kürbis

Zitat von: Lomax am 09. April 2009, 11:35:34
Ich denke mal - und das gilt als Antwort gleichermaßen für Feuertraum - dass man sehr scharf zwischen einer körperlichen "Sucht" und einer rein psychischen Abhängigkeit unterscheiden muss. Wenn man beides in einen Topf wirft, dann wird es beliebig, denn psychisch abhängig kann man von allem werden - selbst von einem Glas Wasser am Morgen ;) Das hat dann mehr mit der eigenen Psyche zu tun als mit der Substanz - oder einfach mit der "Ritualisierung" von Vorgängen.
Das ist sicherlich richtig, aber Alkohol trinkt man nicht wie ein Glas Wasser oder weil man "Durst" hat, auch wenn das von vielen immer noch behauptet wird. Der Grund ist, gelöster zu werden und in Stimmung zu kommen, also schon eine Art "Bewusstseinserweiterung". Das Glas Wasser möchte ich trinken, das solche Auswirkungen hat! Zumal sich die gesundheitsschädlichen Auswirkungen in Grenzen halten sollten ... Schokolade verwandelt sich wahrscheinlich eher in Hüftgold. Ein Ritual ist noch keine Sucht, erst wenn ein Zwang daraus wird, was viele Süchtige als Bedürfnis auslegen und verleugnen. Eine gute Freundin von mir "braucht" auch ihren halben Liter Milch am Morgen, süchtig würde ich sie aber sicherlich nicht nennen. Schließlich geht es auch ohne, ich denke mal nicht, dass sie dann den ganzen Tag an die ihr fehlende Milch denkt und sich den nächsten Morgen schnell herbei wünscht.

Mrs.Finster

Das Thema ist ja Asbach- aber echt interessant! Noch gar nicht so aufgefallen  :hmmm:

Ich hab es auch mal mit Alkohol versucht. Zwei Gläschen Sekt und die Ideen sprudelten nur so vor sich hin. Alles super, alles toll- bis ich am nächsten Morgen gegen gelesen habe  :d'oh:
oh man der Text war so grottig  :rofl:
Glück ist, wenn die Katastrophen in meinem Leben endlich mal eine Pause einlegen :-)

Manja_Bindig

Inzwischen hab ich festgestellt, dass ich ohne Alkohol um einiges besser schreibe - vor allem kann ich mein eschriebenes nachher auch noch lesen. ;) Entsprechend bevorzuge ich zum Schreiben inzwischen doch lieber ne Tasse Kaffee - da ich spätabends arbeite, hält der ja auch noch wach.

@Tenryu: Poe war allgemein für alles offen, was es an Drogen gab... andere Autoren gelten nach heutigen Maßstäben als alkoholkrank, obwohl es zu ihrer zeit nicht so sonderlich auffiel... aber grad in Poes Fall lagen auch etliche psychische Sachen vor. Er litt an Wahnvorstellungen, er war depressiv, was weiß ich nicht alles... irgendwie musste er das ja ertragen und da es noch keine wirklich gute Behandlung gab... nun, man kann sich denken, dass solch betäubende Substanzen erheblichen Reiz hatten.
Bevor also Aussagen wie "Alkohol gehört zum Schreiben" fallen, bitte denk über die aussage nach und überprüf deine Beispiele. Schiller und oethe sind meines wissens nach zwar als Weinliebhaber, aber nicht als übermäßige Trinker verzeichnet worden.
Frage ist also eher wenier, ob Poes Genie durch den Alkohol zustande kam, als eher, ob er ohne seine wahnvorstellunen überhaupt etwas gehabt hätte, um darüber zu schreiben.
(mit anderen Worten - ich verstehe deine Aussage so, dass man Alkohol zum Schreiben braucht, um ne Chance zu haben, was gutes zustande zu bringen. Wer zum schreiben Tee bevorzugt, weil er gern nen klaren Kopf und Kontrolle über seine Finger hat, hat von Haus aus veroren.)

Romy

Da Alkohol mich in den meisten Fällen müde macht, wäre es eher kontraproduktiv, wenn ich zum schreiben welchen trinken würde.
Natürlich kann es vorkommen, dass ich abends weg gehe, ein bißchen was trinke und mich dann des Nächtens noch mal hinsetze, um was zu schreiben ... Aber das geht auch nur, wenn ich höchstens ein bißchen beschwipst bin, andernfalls falle ich halb tot ins Bett  ;)
Im Allgemeinen trinke ich eigentlich nur in Gesellschaft Alkohol. Wenn ich alleine trinken würde, hätte ich sofort ein schlechtes Gewissen und hätte Angst, zum Alkie zu mutieren  ::)
Es kam aber schon 2-3x vor, dass wir abends Gäste hatten, was getrunken haben und ich dann auch als die weg waren, noch ein Gläschen alleine getrunken hab. Aber dann war ich erstens sowieso eigentlich schon ziemlich platt und mit schreiben war eh nicht mehr viel, und zweitens kam dann auch sofort wieder das schlechte Gewissen ... Kreativ-Fördernd oder sonstwie anregend wirkt Alk auf mich jedenfalls gar nicht.  :hmhm?:

Aber was Drogen angeht, bin ich sowieso ziemlich "langweilig" fürchte ich (-> vorsicht Ironie, daher auch die Anführungszeichen  ;) ) Ich mag den Gedanken einfach nicht, dass ich mich nicht unter Kontrolle habe.
Aber ich habe in meinem Leben auch noch keine Zigarette geraucht, wenn auch vermutlich leider schon seeeehr viel passiv geraucht.  :-\

Kaffee mag ich auch nicht sonderlich. Ich trinke nur so ca. 3-4x im Jahr Kaffee und DANN bin ich auch richtig wach und aufgedreht :D Eigentlich seltsam, denn das Koffein in z.B. Cola beeindruckt mich überhaupt nicht. Ich kann abends lieterweise Cola trinken und schlafe danach trotzdem wunderbar ...

Nee, zum schreiben brauche ich einen klaren Kopf. Meine "Drogen" für's Schreiben sind Tee, Kekse und dieser fies leckere Instant-Schoko-Cappuccino, der gar nicht mehr nach Kaffee schmeckt.  ;)

Murphy

Alkohol beim schreiben fällt für mich wohl flach  :hmmm: da ich gegen jegliche WEinsorten (wegen dem Machprozess) allergisch bin, gegen Mischgetränke ebenso und höchstens mal EIN Kölsch trinken kann hat sich alkohol für Murphylein vollkommen gegessen - wie man so schön sagt.
Ich bevorzuge beim SChreiben: Kaffee oder schwarzen Tee, Cappucino oder ganz traditionell - Wasser oder Saft.
Süße Getränke wie Cola, Fanta etc habe ich früher gern gemocht, kann sie aber mittlerweile gar nicht mehr ertragen. Hat viel mit meinem Magen zu tun (da tut mir der Kaffee auch schon nicht mehr so gut wie früher)

Drogen - No Way. Hab ich noch nie probiert, werde ich niemals probieren - viel zu viel Angst in irgendwelche Abhängigkeiten zu geraten (ich benutz ja nich mal mehr nasenspray weil das zeug schon verflucht hartnäckig wegzukriegen ist!)

Zigaretten - Einmal geraucht in meinem Leben mit 12 Jahren im Hinterhof - danach nur noch passiv.

Ansonsten - puh kreativiert mich viel mehr was anderes als das was ich zu mir nehme hehe aber Alkohol würdemich nicht dazu bringen etwas zu schreiben. Denn nach einem Glas habe ich entweder überall sehr kleidsame Pusteln oder ich übergebe mich weil ich nichts vertrage - schwere Wahl!

:40°C:

Lisande

Wirklich überraschend, wie viele Leute hier so gar nicht auf Alkohol stehen - ich kann mich da gleich mit einreihen. Bier - igitt. Wein - naja, ganz selten mal, und nein, Aryana, Du bringst jetzt NICHT das Magnetspiel ins Gespräch! ;)

Wie ich unter Alkoholeinfluss schreiben würde, möchte ich gar nicht wissen - ich tippe mal auf "Unsinn", ganz abgesehen davon, dass ich die Tasten wahrscheinlich nicht mehr treffen würde. Wie viele hier werde ich von Alkohol auch eher müde.

Witzigerweise vertrage ich die harten Sachen noch am Besten - Uzo trinke ich ganz gerne mal, aber auch selten.

Maja

Seit ich wieder arbeite, eigentlich sogar schon, seit ich mit meinem Freund zusammengezogen bin, hat Alkohol für mich echten Seltenheitswert. Die eine oder andere Flasche Wein zum Zirkeltreffen, aber das ist es derzeit auch schon für mich - ich muß früh aufstehen, und ich nehme Medikamente, die mit Alkohol eine Kreuzwirkung entfalten können - da gehe ich lieber auf Nummer sicher. Weswegen sich Alkoholeinfluß derzeit fast total in meinem Kopf abspielen muß. Wer zu Silvester bei mir war, wird sich an meinen guten Vorsatz erinnern: Endlich mit dem Saufen anfangen... Aber daraus ist noch nichts geworden. Mein ideeller und mein tatsächlicher Alkoholkonsum klaffen immer noch weit auseinander, und gesundheitlich ist es wohl das beste, vor allem in Anbetracht der Medikamente.

Interessanterweise hat das aber in der letzten Zeit dazu geführt, daß auch in meinen Geschichten Alkohol nicht mehr ganz so reichlich fließt - oder daß meine Figuren kein ungetrübtes Verhältnis mehr dazu haben und ich nicht mehr in gloreichen Besäufnissen schwelgen kann, sondern die Guten eher widerwillig trinken (weil sie müssen, sei es aus gesellschaftlichen Zwängen oder weil sie bereits eine Abhängigkeit aufgebaut haben) und ihnen eher schlecht wird, als daß sie es toll finden.
Wer weiß, vielleicht habe ich meine Sturm-und-Drang-Zeit tatsächlich hinter mich gebracht, meine Experimente mit dem Alkohol abgeschlossen, ohne auch nur einen einzigen Vollrausch erlebt zu haben?
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Ary

@Lisande:  ;D

Neee, nichts schlimmes, wir haben nur festgestellt, dass dreidimensionales Denken nach Rotweinkonsum gegen Null konvergiert.

Ich trinke gern mal ein Gläschen Wein oder auch mal, wenn ich in der Laune dazu bin, ein Bierchen, aber wenn ich noch zu irgendwas in der Lage sein will, dann sollte ich es nicht übertreiben. Ich hatte im letzten naNo den Entschluss gefasst mir bei 25.000 Wörtern einen Sekt zu genehmigen. Resultat war, dass ich danach nichts mehr auf die Kette bekommen habe. Seitdem ist Alkohol für mich beim Schreiben tabu.

Einfach mal machen. Könnte ja gut werden.

maggi

Eigentlich keine dumme Idee. Ich bin was das schreiebn angeht eher ein Techniker. Vielleicht hilft Alkohol ja, mal wieder etwas mehr Kreativität zuzulassen.

Steffi

Ich trinke wenig Alkohol, weil mir das meiste einfach nicht schmeckt. Gegen ein Glas Bailey's oder Ciders habe ich aber nichts ;) Betrunken war ich aber noch nie. Und da mich Alkohol müde macht denke ich nicht, dass ich da noch gut schreiben könnte :)
Sic parvis magna