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Kapitellänge

Begonnen von Coppelia, 30. Januar 2007, 09:31:58

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Nirvana@7

Ich möchte kein eigenes Thema dafür eröffnen, da es so ziemlich zusammenpasst. Für mich ist es manchmal nur schwer zu Unterscheiden, was eine Kurzgeschichte ist und was schon als Buch gelten würde. Bei meinem großen Projekt NIRVANA mache ich mir keine Sorgen, aber wenn ich dazwischen die eine oder andere Kurzgeschichte schreibe, brauchte ich eine klare Richtlinie und da ich nicht vorhabe bei einem Wettbewerb mitzumachen, finde ich 100 Seiten toll.

Danke Duana.  ;D :) ;)

NicK B.

Chuck

Da du ja nicht bei einem Wettbewerb mitmachen willst, würde ich mich nicht so unter Druck setzen, was die Seitenzahl betrifft. Genieße die Freiheit eben keine Grenze zu haben und schreibe einfach.
In welche Kategorie es hinterher fällt, sollte erst einmal wurscht sein.

Hr. Kürbis

Also ich habe gerade für einen literarischen Stadtführer geschrieben, 5 Stück sind es mittlerweile und die pendeln sich so um die 3-6 Seiten ein. Das ist für mich schon klar eine Kurzgeschichte.  ;D
Allerdings werden meine Fantasy-Kurzgeschichten deutlich länger, immerhin muss man da ja auch ein bisserl erklären. So ganz ohne geht nicht... Trotzdem finde ich sie selber schon mit 15 Seiten hart an der Grenze des Erträglichen, aber das ist ganz klar Geschmackssache. :d'oh:

THDuana

Zitat von: Hr. Kürbis am 30. September 2007, 16:07:40Trotzdem finde ich sie selber schon mit 15 Seiten hart an der Grenze des Erträglichen, aber das ist ganz klar Geschmackssache. :d'oh:
Die Kurzgeschichten oder die Kapitel, um die es eigentlich geht? ;)

Hr. Kürbis

Ich meine die Menge an Seiten für eine Kurzgeschichte, nicht den Inhalt. Bei der Länge von Kapiteln sehe ich es aber genauso, ein 40 Seiten Kapitel ist für mich definitiv zu lang. Ich mag sinnvoll Kleingehacktes.

caity

Hallo,

mmh ... es gibt schon genaue "Regeln" was als Kurzgeschichte gilt. Alles andere ist "eine kurze Geschichte". - Ich schreibe auch wesentlich mehr "kurze Geschichten" als richtige "Kurzgeschichten".
Kurzgeschichte steigen unvermittelt ein und hören unmittelbar auf, zeigen in der Regel einen Wendepunkt im Leben eines Protagonisten. Außerdem treten sehr wenige Personen auf ...
das ist das, was mir jetzt spontan einfällt, gibt aber bestimmt noch mehr  ;D

Bye
caity
Wenn ein Autor behauptet, sein Leserkreis habe sich verdoppelt, liegt der Verdacht nahe, daß der Mann geheiratet hat. - William Beaverbrook (1879-1964)

Moni

Zitat von: Manja am 28. September 2007, 19:47:43
Kurzgeschichte ist KURZ. Das heißt, sie sollte in zehn Minuten zu lesen sein.
Es hängt zwar auch am typischen Kurzgeschichten-Stil, aber grundsätzlich sollte eine Kurzgeschichte kurz sein und 35 Seiten sind da definitiv zu lang.

Sorry, Manja, da muß ich dir widersprechen. Eine Kurzgeschichte definiert sich eben nicht an der Seitenlänge, sondern an den formalen Kriterien.
Es gibt KG's z.B. von Hemingway mit 50 Seiten, ich meine Schnee am Kilimandscharo ist eine von den längeren.

@Nirvana: http://de.wikipedia.org/wiki/Kurzgeschichte
Der Artikel ist recht gut und es gibt auch noch einiges an externen Links, die dir mit dem Thema KG weiterhelfen.
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Stefan Quoos, WDR2-Moderator

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THDuana

Zitat von: Moni am 02. Oktober 2007, 11:09:48Sorry, Manja, da muß ich dir widersprechen. Eine Kurzgeschichte definiert sich eben nicht an der Seitenlänge, sondern an den formalen Kriterien.
Es gibt KG's z.B. von Hemingway mit 50 Seiten, ich meine Schnee am Kilimandscharo ist eine von den längeren.

@Nirvana: http://de.wikipedia.org/wiki/Kurzgeschichte
Der Artikel ist recht gut und es gibt auch noch einiges an externen Links, die dir mit dem Thema KG weiterhelfen.
Ich verstehe gar nichts mehr, ging es hier nicht um Kapitellängen?  ???
Hm, habe ich wohl was falsch verstanden ...

Hr. Kürbis

Duana, ging ist das richtige Wort! Du solltest den Tintenzirkel als Quelle der Abschweifung doch wohl mittlerweile kennen, oder?

Zurück zum off-topic: Die Übergänge zwischen Kurzgeschichte, Erzählung und Novelle sind ziemlich fließend und wohl nicht genau an einer bestimmten Seitenzahl festzumachen. Ich glaube, das muss mal wieder jeder mit sich selbst ausmachen...  ;)

saraneth

#54
@ Hr Kürbis: Aber es gibt schon festgelegte oder zumindest eine definierte Höchstzahl von Seiten bei einer Kurzgeschichte. Das haben wir jedenfalls so im Deutschunterricht gelernt. ;D

Lavendel

Dazu sag ich nur eins: Wenn es um Literatur geht, dann vertrau niemals einem/r Deutschleher/in.

saraneth

@ Lavendel: Das habe ich dann auch gelernt. Spätestens nach dem letzten Jahr. -.- War ja auch eher ironisch gemeint. ;)

Wobei ich aber sagen muss, dass eine von uns in Rente gegangene Deutschlehrerin echt was auf dem Kasten hatte. Auch außerhalb der Schule.


Aber zurück zum Thema: Kurzgeschichten lassen sich grob definieren. Aber man sollte sich nicht zu sehr an der angegebenen Seitenzahl festkrallen.

THDuana

Zitat von: Hr. Kürbis am 03. Oktober 2007, 10:20:16Duana, ging ist das richtige Wort! Du solltest den Tintenzirkel als Quelle der Abschweifung doch wohl mittlerweile kennen, oder?
Nein, so kann man das nicht sehen ;) Aber ich war verwirrt, weil plötzlich alle von Kurzgeschichten gesprochen haben, ohne auf den Titel des Threads zu achten. Da dachte ich, ich hätte was nicht mitbekommen oder verpennt.


Zitat von: saraneth am 06. Oktober 2007, 11:53:38Aber zurück zum Thema: ...
Soviel dazu ;D

Ende meines verwirrten Off-Topics

Leon

#58
Hallo Tintenzirkler,

Ich hoffe, ich bin hier richtig und möchte euch gerne eine Frage (von vielen), die stets zu schaffen macht, näher bringen:

Wie lang oder kurz sollte ein Kapitel sein?
Gibt es Leitlinien oder eine "goldene Regel" diesbezüglich?
Oder handhabt es jeder so wie er will?

Mich beschäftigt diese Frage, weil kaum ein Kapitel in meinem Roman/Manuskript bisher kürzer als 50 Buchseiten lang ist. Das jetzige und vorletzte hat bereits die 60er Marke geknackt, und noch immer ist kein Ende in Sicht.

Werden lange Kapiteln vom Leser gerne angenommen, oder bevorzugt er lieber kurze Kapiteln? Sollte ich es daher vielleicht besser so halten, wie zum Beispiel der Hohlbein? Er verwendet meistens viele, aber dafür kurze Kapiteln in seinen Romanen.

Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich? Ich bin euch für jede Antwort dankbar.

Liebe Grüße
Leon

gbwolf

Hallo Leon!

Zunächst eine Bitte: Versuch erst einige Varianten deines Themas über die Suchfunktion zu finden. Bei mir brachte das Schlagwort "Kapitellänge" in Kombination mit der Einschränkung auf "Nur Autoren helfen Autoren und Workshop durchsuchen" sehr schnell den alten Thread zum Vorschein.

In diesem Thread wirst du sicher etliche Überlegungen zum Thema finden. Darüber hinaus gibt es keine goldenen Regeln. Da du einmal geschrieben hast, dass du eher ein erzählender Autor bist und auch aus deinen Postings das Gefühl hervorgeht, dass du eher weniger ein Actionautor bist, eignen sich lange Kapitel wahrscheinlich gut für deinen Roman.
Kurze Kapitel mit Cliffhanger finden oft bei Autoren Verwendung, die eher einen Stil pflegen, der einem Actionfilm gleicht (Schätzing, Hohlbein, Dan Brown). Hiermit hälst du Leser bei der Stange, die harte Schnitte und rasante Geschichten lieben (eignet sich also gut für junge und männliche Leser, bzw. Leute, die Bücher als Unterhaltung konsumieren wie Fernsehen). Als Gegenbeispiel Tad Williams, der seine Kapitellängen in der Osten-Ard-Saga auch um die 50-70 Buchseiten hat und durch Absätze Pausen für den Leser schafft (man muss ja auch mal ins Bett gehen und kann nicht immer eine Stunde lesen, bis man am Kapitelende ist).

Es kommt also auf das allgemeine Erzähltempo an, den Stil, in dem du schreibst, ob du vor allem lange oder kurze Sätze verwendest und ob die Sinnabschnitte eher lang oder kurz sind.

Viele Grüße,
Wölfin