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Disziplin! Disziplin! Disziplin! - Oder: Wie bleibt ihr am Ball?

Begonnen von Malinche, 25. September 2010, 10:11:46

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Sternenlicht

Disziplin ist so ein Wort, das schon für sich genommen mich daran hindern könnte, jemals wieder einen Satz zu schreiben :snicker:. Ich habe schon im Job genug Disziplin und Stress, das will ich nicht in meiner kostbaren Freizeit.
Um dennoch am Ball zu bleiben, habe ich einen Kompromiss mit mir selbst geschlossen ;): ich schreibe jeden Tag wenigstens ein kleines bißchen und wenn es nur ein paar Minuten sind. Natürlich gibt es auch Ausnahmen aber an den meisten Tagen klappt es und meistens sind es dann doch mehr als ein paar Minuten. Diese Kontinuität hilft mir.

zDatze

Zitatihr kennt das vielleicht: Diesen guten Vorsatz. "Ab nächster Woche schreibe ich regelmäßig. Jeden Tag!"
Einmal davon abgesehen, dass man Vorsätze aufstellt um sie sowieso wieder zu brechen ... für mich müsste dieser Entschluss so lauten: "Ab jetzt schreibe ich regelmäßig. Jeden Tag!"
Ansonsten verschiebt man den Beginn immer wieder auf die nächste Woche und so fliegen die Monate nur so an einem vorbei, ohne dass man seinem Schweinehund wirklich die Stirn bietet. Und blickt man zurück, dann ist man unzufrieden, weil man nichts geschafft hat. Somit geht die Ich-fang-nächste-Woche-an-Einstellung in die nächste Runde. Der Teufelskreis lässt grüßen.

Ok, was hilft mir am Ball zu bleiben?
Ziele setzen. Ganz eindeutig. Ich trage in meiner Brieftasche einen kleinen Zettel mit mir herum, auf dem ich alles notiert habe, was ich dieses Jahr schreibtechnisch schaffen will. Da steht dann soetwas wie: "Rohfassung von xyz" oder "Erste Überarbeitung von blablub".
Das sind meine großen Ziele und alle auf einen Blick zusammengefasst. Bisher konnte ich von 5 Punkten auch 2 abhaken. Das war jedes Mal ein richtiger Motivationsschub. :)

Leider macht man die großen Sprünge nicht einfach so über Nacht. Die Rohfassung muss auch erst einmal geschrieben werden und daher setze ich mir jedes Monat ein Wortziel das ich erreichen möchte und stecke auch wirklich jedes Wort in das Projekt. (Der TiNo wurde ja schon mehrmals erwähnt. ;) )

Oft kostet mich das Schreiben auch jede Menge Überwindung. Ich sitze da und komm nicht weiter, oder schnecke vor mich hin oder habe generell keine Lust auf irgendetwas. Trotzdem: Jedes geschriebene Wort bringt mich weiter!
Vielleicht ist es gerade dieser Gedanke, der mich anspornt.

Kuddel

Bei mir bedarf es keiner Disziplin, sondern nur Zielvorgaben. Wenn ich ein Ziel vor Augen habe, dann schaffe ich das auch. Der TiNo hat mir geholfen, meine Ziele genauer festzulegen. Seither klappt es mit dem regelmäßig abliefern.

Aber ein allgemeingültiges Rezept gibt es nicht. Das beste ist, sich einen Motivator zu suchen. Die einen können besser ohne Druck arbeiten, andere besser mit Druck und wieder andere mit einem gesunden Mix aus beidem.

Bei mir klappt es auch nur mit dem täglichen Schreiben, weil ich auf den Bahnfahrten schreibe. Eine ganze Zeit lang bin ich mit dem Auto nach Hamburg rein, bis ich auf die Bahn umgestiegen bin. Seither schreibe ich regelmäßig. Wenn man sich eine feste Zeit am Tag fürs Schreiben freihält, dann klappt das sicher.
The first draft of everything is shit - Ernest Hemingway

Faol

ZitatWenn ich ein Ziel vor Augen habe, dann schaffe ich das auch.
Das merke ich auch immer wieder auch bei anderen Dingen. Z.B. beim Harfe üben. Das mache ich ja wie schreiben als Freizeitbeschäftigung. Seit ich mir vorgenommen hab, bei einem Wettbewerb zu spielen, schaffe ich es viel öffter zu üben. Das liegt daran, dass ich so ergeizig bin und so Schule immer vor Freizeit steht. Schrecklich :wums: :wums: Jetzt wo ich den Wettbewerb vor mir hab, sage ich mir, dass ist genaus wichtig wie Schule. Vielleicht sollte ich das mit schreiben mal genauso machen.
Two roads diverged in a wood, and I -
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.
(Robert Frost - The Road Not Taken)

Malinche

Das sind ja schon einmal eine Menge toller Antworten!

Zitat von: zDatze... für mich müsste dieser Entschluss so lauten: "Ab jetzt schreibe ich regelmäßig. Jeden Tag!"

Du sprichst mir aus der Seele. Genau das ist mir - eigentlich in dem Moment, in dem ich den Thread hier eröffnet habe - auch klar geworden, weil ich beim Überlegen gemerkt habe, dass ich genau daran immer gescheitert bin. Ich habe also an dem Tag direkt mit dem regelmäßigen Schreiben angefangen, obwohl ich keine Zeit dafür hatte, aber es hat funktioniert. Meine Protagonisten standen seit einem Dreivierteljahr auf einer verlassenen Bergstraße im Nebel und nun habe ich sie endlich von dort runter bekommen (vorher hatte aber auch die Handlung irgendwie gestreikt).

Zitat von: AliaMan braucht ca. 4-6 Wochen um eine neue Gewohnheit zu verankern. Das heisst: Einfach mal die Zähne zusammen beißen und die Zeit durchhalten, danach geht es wie von selbst.

Ja, ich schätze, dass für mich die beste Lösung ist, dem Schreiben einen festen Platz im Tagesablauf zu geben. Auf eine bestimmte Stunde festlegen kann ich mich dabei nicht, wobei ich jetzt immer versuche, etwas früher aufzustehen und zumindest einen kurzen Moment vor dem morgendlichen Losgehen zu haben. Insgesamt hilft es mir, das Schreiben auf meiner gedanklichen ToDo-Liste zu haben. Und ich habe jetzt auch wieder angefangen, mich darauf zu freuen. Das mit dem Erfolgserlebnis, was hier auch schon erwähnt wurde, klappt also. Ich hatte jetzt zwei Tage, an denen ich wirklich nicht schreiben konnte, weil ich eine Archäologentagung mit fröhlichen Mexikanern koordinieren musste ([off-topic] Wahnsinn! Sie alle mochten Schwarzbier![/off-topic]), aber immerhin habe ich dann gemerkt, dass mir das Schreiben fehlt, und das Gefühl gehabt, da ist etwas liegen geblieben, das ich noch erledigen muss.

Wenn ich es schaffe, werde ich wirklich zu dem Ritual mit der Kanne Tee usw. übergehen. Gerade jetzt im Winter wird das dem Schreiben einen großen zusätzlichen Anreiz geben  :vibes:

Ach ja, und was bei mir auf jeden Fall auch zutrifft, ist das mit dem Druck, verbunden mit einem Ziel. Deshalb hat bei mir wohl der NaNoWriMo so gut funktioniert (und wenn mir noch jemand genau erklärt, wie, dann melde ich mich ab Dezember auch auf jeden Fall beim TiNo an, das klingt nämlich gut). Und ein Forum wie dieses hier zu haben, in dem man sich mit anderen Leuten über seine Projekte austauschen kann, das hilft auch.

Zitat von: Runaway
Ich schreibe eigentlich immer. Jeden Tag. Ich habe so dieses Gefühl in mir, daß es kein guter Tag war, wenn ich ihn nicht mit meiner Geschichte verbracht habe.

Runaway, ich finde das echt beneidenswert. Bei mir ist es so, dass ich meistens schon herumphantasiere und Ideen für Plots usw. habe, aber es eben selten schaffe, alles zu Papier zu bringen. Und gerade, wenn es darum geht, ein bestimmtes Projekt voran zu bringen, wird es bei mir oft schwierig. Wobei ich glaube, wenn ich erst einmal so weit bin, dass das tägliche Schreiben ritualisiert im Tagesablauf verankert ist, dann geht es mir wahrscheinlich nicht viel anders. Ich bin jetzt nach zwei Tagen Pause auch schon ganz hibbelig.

Zitat von: ValaéIn meinen freisten Zeiten bekomme ich am wenigsten gebacken. Das gilt auch für das Schreiben. Am besten schreibe ich in Stresszeiten.
Ja, genau, das kenn ich! :lol:

Zitat von: sirwen@Malinche: Wie wäre es mit einer wöchentlichen Deadline? Und wie geht es eigentlich Luigi, Fabiola, Gennaro und so? :wache!:
Ja, machen wir das!

»Be suspicious of the lemons.« (Roxi Horror)

Tastentänzerin

Tja, die liebe Disziplin. Es hilft nichts. Ich werde sie mir jetzt einprügeln. Wobei, im Moment habe ich noch die Hoffnung, dass dies nicht nötig sein wird, so motiviert wie ich derzeit bin. Ansonsten hilft eine festgelegte "Schreibzeit" auf jeden Fall. Und auch ein geregelter Tagesablauf, Schreibbelohnungen und überschaubare Tagesziele (z.B. "drei Seiten am Tag") helfen auch schon eine ganze Menge. Wenn man es denn schafft sich überhaupt hinzusetzen und sich nicht von zigtausend anderen völlig sinnlosen Sachen ablenken lässt. ::)
Livid Oppressed King: Ignite!
Tyranny Has Overcome Rules."
(oder: was man nicht alles aus LOKI & THOR machen kann!) - TasTä

Derexor

Ach ja, die liebe Disziplin. Ich muss sagen ich bin ein furchtbarer Gewohnheitsmensch, fahre ich einmal einen Weg, dann fahre ich ihn immer, bis mir jemand mindestens 4 mal gesagt hat, dass das ein Umweg ist. Genauso läufts mit dem Schreiben. Feste Uhrzeit und alles ist paletti.

Spinnenkind

Hallo allerseits,

Jaja, die liebe Disziplin (habe ich das auch mal gesagt).

Ich persönlich habe die Erfahrungen gemacht, dass Zielvorgaben mich eher frustrieren, weil ich meistens sowieso nicht damit hingekommen bin - das nimmt natürlich die Lust und die Motivation.

Ich habe ganz bescheiden angefangen und habe mir gesagt: Jeden Tag eine Viertelstunde, das ist ja nix! Das kriegt man ja wohl noch hin. Und wenn ich einen Tag verpasse, summiert sich die Zeit, also dann am nächsten Tag eine halbe Stunde etc.
Der Schwachpunkt an dem Ganzen ist, dass dieses Aufsummieren in geschäftigen Zeiten manchmal aus den Fugen gerät ;D
Aber das ist dann eben so. Ich finde, zu viel Druck erdrückt die Schreiblust häufiger, als dass er ihr hilft.
So ganz ohne Disziplin geht's dann aber doch nicht ;)

Sanjani

Hallo zusammen,

mir ist noch etwas Kritisches zum Thema Disziplin eingefallen: Ich habe zur Zeit in meinem Projekt zwei oder drei offene Handlungsstränge, wo die folgenden Szenen zwar schon feststehen, aber ich habe sie noch nicht geschrieben. Es ist nun auch nicht so, dass ich keine Lust hätte sie zu schreiben, aber oft passiert es mir, dass ich mich hinsetze und Szenen schreibe, aber ich bekomme irgendwie keinen Zugang dazu, wenn ihr versteht. Ich kann mich nicht in meine Charaktere hineinversetzen, kann nicht mit ihnen fühlen, und alles, was ich dann schreibe, klingt total plump und ich möchte es am liebsten gleich wieder in die Tonne treten. Das ist mir erst vor ein paar Tagen passiert und daraufhin habe ich dann komplett die Motivation dafür verloren und es ad akta gelegt. Deshalb warte ich jetzt einfach wieder darauf, dass mich die Schreibwut packt und ich wieder etwas zu Papier bringen kann. Mit Zielvorgaben würde ich da überhaupt nirgends hinkommen. Ich würde mir das anders wünschen, aber es funzt leider nicht. :(

LG Sanjani
Die einzige blinde Kuh im Tintenzirkel :)

Malinche

Sanjani, das kenne ich. Ich weiß nur immer nicht, inwieweit es (für mich jetzt) Sinn macht, wenn ich auf die Schreibwut warte.

Manchmal ist das unbedingt nötig. Bei meinem NaNo-Projekt, also schon dem von letztem Jahr, hatte ich eine Szene, in der ich einfach steckengeblieben bin. Ich habe zwar weitergeschrieben, aber es fühlte sich falsch an. Ich war unzufrieden und habe die Lust am Projekt verloren. Mir hat es dann geholfen, die Szene völlig neu zu schreiben - aber bis ich das konnte, ist auch viel Zeit vergangen, in der es mit dem Schreiben gar nicht funktioniert hat. Bei der Szene glaube ich aber auch, dass ich total auf dem falschen Weg war und mir deshalb der Zugang gefehlt hat. Aber manchmal brauchen Texte auch Zeit, und das muss man dann wohl akzeptieren.

Andererseits merke ich gerade bei meinem TiNo-Projekt, dass mir die Zielvorgaben gut tun. Ich hatte gestern eine Szene, die sich auch komisch angefühlt hat. Daraufhin hatte ich am nächsten Tag wenig Lust zum Schreiben, habe mich dann aber an die nächste Szene gesetzt und dann flutschte es nur so. Plötzlich war wieder alles stimmig, und die Freude am Schreiben war wieder da. Da war ich dann sehr froh, dass ich mich nicht von meiner fehlenden Motivation habe leiten lassen - bedingt durch den Misserfolg am Vortag.

Ich glaube, manchmal ist es gut, sich diszipliniert durchzubeißen, manchmal muss man den Projekten Zeit geben. Und wenn ich zu meinen Szenen keinen Zugang bekomme, liegt es auch oft daran, dass ich nicht konsequent geplottet habe oder mich mit der Szene auf einem falschen Weg bewege.

Bleib am Ball, ich hoffe, dass deine Schreibwut schnell zurückkehrt! Ich merke nämlich immer wieder, dass es kein schöneres Gefühl gibt ...

Liebe Grüße,

Malinche

»Be suspicious of the lemons.« (Roxi Horror)

Thosuko

Mit der Disziplin ist es nicht so einfach. Wenn es einem Autor nach Disziplin ginge und ich sage mal, er könnte sich aufraffen jeden Tag acht Stunden zu schreiben. Also nur schreiben! Er, sie, es würden jeden Monat ein Buch rausbringen.
Sich acht Stunden nur vor den Pc zu setzen, ohne, dass einem die Ideen nur so aus dem Kopf gesprudelt kommen ... ich denke, da hilft auch keine Disziplin sondern nur Ablenkung!
Das Forum ist doch für so eine Abwechslung wie geschaffen. Man muss nicht mal aufstehen und kann alles im Sitzen erledigen. Wenn ich raten müsste, wieviele sich hier aufhalten, weil sie der Disziplin gerade eines überbraten, dann sind es von den Autoren mit einem Hauptberuf 99% ohne 98,999%. ;D

silence

Also, was das Schreiben angeht, ist mir meine Disziplin irgendwie abhanden gekommen. Ich kann mich meist auf einige Dinge konzentrieren, diese auch mit äußester Disziplin verfolgen, aber beim schreiben klappt das nicht.

Wenn ich versuche mir ein Ziel zusetzten, z.B. heute schreib ich 2000 Wörter, das klappt nicht. Ich starre dann ständig auf meine Wortzahl, und komme vor lauter Hingucken nicht zum schreiben. Ich kann nur flüssig schreiben, wenn ich mir überhaupt keine Ziele setze. Dass ist aber auch wirklich nur beim schreiben so. Wenn ich mir ein Ziel setze, will ich dass auch erreichen, und der Druck, den ich mir dann selber mache, hält mich dann von schreiben ab. Ist ein Teufelskreis... :'(

Und um nicht schreiben zu müssen, habe ich überhaupt die beste Ausrede der Welt: Ich habe Kinder!!!! ;) Bloß leider irgendwann fällt einem dann selbst auf, wie oft man doch die Kinder vorschiebt, um nicht schreiben zu müssen. Obwohl von "müssen" ja gar keine Rede sein kann.

Was bei mir aber auch auf die Arbeitsmoral schlägt, ist meine derzeitige Arbeit. Ich bekomme schlicht und ergreifend nichts zu tun, ich sitze praktisch den ganzen Tag rum, hätte also jede Menge Zeit zum schreiben. Aber dadurch, dass ich praktisch mit ansehen kann, wie meine Chefs und Kollegen abgammeln, und dass k*tz mich zwar an, aber es zieht mich dermaßen mit runter, dass ich selber meinen A***h nicht mehr hochbekomme.
Schlechte Arbeitsmoral ist doch ansteckend. Und ich will arbeiten und auch schreiben!!!!!!!!

Hmmm.... Vielleicht wird es besser, wenn ich (hoffentlich) nächsten Monat einen neuen Praktikumsplatz habe. :vibes:

@ Sanjani
Das kenne ich auch, dass ist bei mir auch gerade ein Problem. Ich weiß fast minutengenau, was geschehen soll, aber ich habe überhaupt keine Ahnung, wie mein Prota reagiert, was er fühlt, usw. Deswegen kann ich die Szene immer noch nicht schreiben. Ich versuche mich momentan mit malen abzulenken. Klappt aber auch nur bedingt.

Liebe Grüße
silence

Alia

ZitatMit der Disziplin ist es nicht so einfach. Wenn es einem Autor nach Disziplin ginge und ich sage mal, er könnte sich aufraffen jeden Tag acht Stunden zu schreiben. Also nur schreiben! Er, sie, es würden jeden Monat ein Buch rausbringen.

Einen ganzen Arbeitstag nur schreiben ist doch überhaupt nicht machbar. Es muss recherchiert werden, Charaktere ausgearbeitet, Karten gezeichnet, Plot entworfen, etc. Ich behaupte: die reine Schreibarbeit macht wenn es hoch kommt 20 - 30 % der ganzen Arbeit aus.

Die richtig guten Bücher sind zudem auch fast alle ausgezirkelt im Sinne von in Akte eingeteilt mit genau geplanten Höhepunkten, etc. Wir haben das Thema gerade bei uns in der Plotschmiede. Ich habe daraufhin mal ein paar Lieblingsbücher durchgesehen. Bei ein paar Autoren, klappt man das Buch an der vorher ausgerechneten Seitenzahl auf und dort ist genau der Höhepunkt, Wendepunkt, Aktwechsel, etc. Das ist kein Zufall...

Bei Filmen funktioniert das übrigens auch sehr oft - bei Hollywoodstreifen eigentlich immer (kennt jemand ein Gegenbeispiel? Würde mich interessieren.)

LG Alia

Thosuko

Alia@

Recherche ja - aber was gibt es bei einem Fantasyroman viel zu recherchieren? Da spielt sich alles im Kopf ab! Du baust dir deine eigene Welt. Glaubst du, Hohlbein würde lange recherchieren? Für seine Romane reicht das Allgemeinwissen (gut, muss man aber auch haben) das jeder Autor mitbringen sollte und des Internet. Bei über 150 Romanen wäre er heute noch am recherchieren. Wenn du z.B. mal Märchenmond gelesen hast, dann wirst du festgestellt haben, dafür hat er nicht viel recherchieren brauchen. :winke:

zDatze

ZitatRecherche ja - aber was gibt es bei einem Fantasyroman viel zu recherchieren? Da spielt sich alles im Kopf ab! Du baust dir deine eigene Welt.
Da bin ich absolut nicht deiner Meinung. Auch wenn man sich eine eigene Welt baut und diese nur im Kopf existiert, sollte man darauf achten, dass diese Welt auch in sich logisch ist. Und das erfordert Recherche.
Mit Hohlbein triffst du da außerdem noch einen anderen (wunden) Punkt ... Ich glaube kaum, dass hier jemand Massenware nach dem Schma F schreibt.
Einmal davon abgesehen, dass dein Post nichts mit Disziplin zu tun hat. ;)

So, um zum Thema zurück zu kehren. Einen ganzen Tag durchschreiben schaffe ich auch nicht, da fehlt mir die Disziplin. Aber da gib es eben die von Alia angesprochenen anderen nötigen Tätigkeiten, die man zur Abwechslung dazuwischenschieben kann. (Auch wenn man Gefahr läuft auf manchen Seiten zu versumpfen. ;D)

Vielleicht kommt es ja nicht allzusehr auf das Schreiben an. Sondern, dass man sich generell die Zeit für ein Projekt nimmt, darüber nachdenkt, ab und zu mit den Charas plaudert, an Szenen feilt ... das ist doch auch eine Art von "am Ball bleiben".