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Psycho, Psycho ...

Begonnen von Artemis, 27. Oktober 2007, 11:56:44

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Artemis

*mal wieder neues Diskussionsfutter in den Raum werf*

Thema: Psyche der Protagonisten.
Wie handhabt ihr das mit euren Figuren? Baut ihr "normale", psychisch stabile Personen, Leute von nebenan, oder doch eher den durchgeknallten Psychopaten, der mehr als eine Macke hat und so gar nicht in das Bild des gewöhnlichen Durchschnittsbürgers passt?
Bei den normalen Charaktern hat man ja den Vorteil, dass man sie problemlos glaubwürdig darstellen kann - es sind Leute wie du und ich, die jeder kennt und jeder einmal getroffen hat. Die haben aber sehr oft den Hang, langweilig zu werden.
Wirklich interessant sind ja jene Gesellen, die irgendwann etwas erlebt haben, dass ihr Ich angekratzt hat. Sei es Folter, schwere Kindheit, ein Gewaltakt, was weiß ich ... Auf jeden Fall sind sie "anders" als normale Menschen und verhalten sich auch so.

Seit geraumer Zeit bossel ich zum Beispiel wieder an einer neuen Story und habe mir dabei einen recht ... hm, eigenwilligen Protagonisten gewählt. Er ist mittel bis schwer psychisch angeknackst, hat den Hang zum Autismus und besitzt eine extrem düstere, gewalttätige Fantasie, die er durch seine Menschenscheu wunderbar ausleben kann. Natürlich ist mir klar, dass das eine Heidenarbeit wird, die Person glaubwürdig darzustellen - aber mir gefällt sie besser als so ein langweiliger Dauergrinser, der immer nur lieb und freundlich und hilfsbereit ist.

Habt ihr schon mal so einen Psycho in eurer Geschichte gehabt? Und wenn ja, wie habt ihr es geschafft, diese Person so durchgeknallt rüberzubringen? Und wie findet ihr es, wenn ihr Bücher mit solchen Protagonisten lest?

Mein persönliches Beispiel ist da wohl Grenouille aus Das Parfum - ein wunderbar schräger, einzigartiger Charakter, der nix Liebenswertes an sich hat und trotzdem (oder gerade deshalb) so interessant ist.

Coppelia

#1
Ich kann's nicht pauschal sagen. ;D

Keine meiner Hauptfiguren ist richtig normal (ok, vielleicht abgesehen von denen der Jugendbücher, die unterscheiden sich nur durch eher geringfügige Dinge vom Durchschnitt und sind keine extremen Figuren, aber trotzdem meist aus irgendwelchen Gründen Außenseiter). Aber richtig wahnsinnig und bösartig sie nur relativ selten. Ich würde definitiv kein Buch lesen wollen, dessen Hauptfigur wirklich durch und durch widerwärtig drauf ist (Das Parfum war wegen seines Themas interessant, aber diese Hauptfigur?). Aber echte Normalos als Hauptfiguren kann ich mir nicht mal vorstellen.

Aber ich glaube, das, was wir flapsig als "verrückt" bezeichnen, und "geisteskrank" im medizinischen Sinn, sind zwei ganz verschiedene Paar Schuh. Ich beziehe mich hier auf den ersten Fall.

Wenn die Figuren nun wirklich durch ihre Erlebnisse "anders" geworden sind, lasse ich sie einfach machen, allerdings hat jede ihre eigene Art, ihre "Andersartigkeit" auszudrücken. Galotta spricht verworren und hat merkwürdige Visionen und hört Stimmen, Nedd hat eher eine planlose Art, andere Leute mit verrückt zu machen (aber so verrückt ist er eigentlich nicht). Flav Scheffler ist wieder anders, er hat einen geschärften Blick für alles und sieht mehr als andere Menschen. Da reicht es völlig, wenn ich meine Figuren eben "aktiviere" und handeln lasse. Ich muss nur noch mitschreiben.

Ich muss allerdings auch sagen, um nicht normal zu sein, muss eine Figur nicht unbedingt schreckliche Dinge erlebt haben. Manche Figuren sind einfach von sich aus schräg, und viele davon auch nicht auf bösartige Weise. Z. B. Nion aus einem meiner Romane hat nie etwas Schlimmes erlebt, trotzdem ist er einfach auf eine sympathische Art durchgeknallt. Andere Figuren gelten vielleicht deswegen für verrückt, weil sie aus fremden Kulturkreisen stammen und ihre Ansichten nicht mit denen der übrigen Leute übereinstimmen.

Und im Gegenzug muss kein traumatisches Erlebnis eine Figur den Verstand kosten. Manche Figuren und Menschen sind da erstaunlich resistent ...

Judith

Ich habe meistens sehr normale Figuren. Eine angeknackste Psyche aufgrund diverser Kindheitserlebnisse hat am ehesten noch Vendalar aus meinem aktuellen Roman, der aber doch eher eine Nebenfigur ist.
Ansonsten würde ich alle meine Charaktere als recht "gewöhnlich" bezeichnen, und dass da die Gefahr der Langeweile besteht, ist klar. Ich finde es halt schwer, selbst zu beurteilen, ob sie langweilig sind oder nicht - für mich sind sie es natürlich nicht.
"Durchgeknallte" Charaktere haben natürlich ihren Reiz, aber ich bezweifle, dass ich sie glaubwürdig rüberbringen könnte.

Als Leserin finde ich solche Charaktere durchaus faszinierend, aber meistens mag ich die "normalen" Figuren lieber (und da durchaus auch jene, die andere als langweilig bezeichnen). Vielleicht kann ich mich mit ihnen besser identifizieren, ich weiß es nicht.
"Gormenghast" wäre für mich ein Beispiel, wo es fast nur völlig skurrile, durchgeknallte Charaktere gibt. Ich fand sie interessant und faszinierend, aber mit der Zeit fand ich sie dann doch recht anstrengend und hätte mir den einen oder anderen stinknormalen Charakter gewünscht.

saraneth

Meine Charaktere halten sich auch eher im "normal bis leicht anders"-Gewässer auf. Teils ändert sich dies in der Geschichte an sich, sie entwickeln sich also, werden aber nie wirkliche Psychos.

Das Problem an der Sache ist die Darstellung, das hast du ja auch schon erwähnt. Ich persönlich fand einige Handlungen von Grenouille in Das Parfum doch schon ein wenig... unlogisch. Nein. Das ist das falsche Wort. Ich fand sie einfach nicht passend, gerade für diesen Charakter, der ja nun doch ziemlich schräg ist.

Abgesehen davon, dass mich die ewig langen Beschreibungen teils etwas genervt haben, aber darum kommt man wohl nicht herum, wenn es sich um eine Welt aus Gerüchen handelt ;). Aber das ist was anderes.

Wie gesagt: Meine Charaktere sind meist recht normal, es sei denn sie entdecken beispielsweise eine Gabe für sich (das Sehen/die Magie/etc) oder haben etwas erlebt, was sie prägt (im positiven, als auch im negativen). Dies kann dann schon zu Änderungen in der Persönlichkeit führen.

Wobei ich da Jamie aus Diana Gabaldons Highland Saga heranziehen muss. Soweit wie ich die Bücher gelesen habe (ich meine, es war im 2. Band), hat es ihn schon sehr getroffen und verändert, dass er durch die Folter und Demütung gehen musste. Diese Wandlung vom (relativ) naiven, lebenslustigen Mann, zum - nun ja - düsteren fand ich plausibel dargelegt, denn es war keine 0-8-15 Verwandlung. Es griff ihn so tief an, dass er wirklich an sich zu zweifeln begann und nur das kann, meiner Meinung nach, einen Menschen nachhaltig prägen.




Manja_Bindig

Unterschiedlich.
Normalerweise nehme ich mehr oder minder stabile Personen, die allerdings jeder so seinen Traller hat, der sich bereits so tief in die Person eingefressen hat, dass es nicht ohne geht.
Malenka hat einen Komplex mit ihrer Körpergröße, ist aber ansonsten ein bisschen zu selbstbewusst, als dass es gut für sie wäre, mein Arinyl hat ebenfalls diverse Minderwertigkeitskomplexe... und Vyren... naja, von dem red ich nicht. Der kan sich am unauffälligsten verhalten, aber ich wette, er hat den größten Schaden von allen. ^^

Eigentlich kann man sagen, sie sind normal, sie haben eine normale Maske, die auch ihre Persönlickeit recht gut wiedergibt, meine Charas verstellen sich nicht. Aber hinter dieser "gesunden" Person lauern auch immer Abgründe und das finde ich sehr spannend. :)

Eine Ausnahme ist wohl meine Shia, die war mit 14 sehr normal. Mit 190 sieht die Sache schon anders aus, ich glaube, sie wäre ein klassischer Fall von Schizophrenie, PAranoia und Größenwahn. Ich hab vorher noch nie einen wirklich psychisch kranken Chara geschrieben, deswegen finde ich Shia auch sehr spannend... aber es ging, weil ich über mehrere Romane hinweg ihre Entwicklung verfolgt habe, das hat es mir leichter gemacht, sie durchdrehen zu lassen.

Aber ich bin eh der Meinung, dass jeder Mensch so seinen Abgrund hat, das macht den Menschen ja so spannend. 

Moni

Ich lege es nicht darauf an psychisch auffällige Charaktere zu erschaffen, aber es kann sich natürlich herausstellen, daß einer nen Knacks weg hat. Aber das ergiebt sich meistens erst im Laufe der Plotentwicklung.
Ich weiß auch gar nicht, in wieweit ich in der Lage wäre, eine konkrete Störung so rüberzubringen, daß sie nicht aufgesetzt wirkt. (Bin einfach zu normal...  ;D )
Es soll ja nicht mit den ganzen kanadischen Wäldern auf den Chara gezeigt werden: dieser Chara ist Schizo, bitte beachten. Halte ich eher für störend und wenn es zum Plot nicht beiträgt, ist es überflüssiger Ballast.
Deutsch ist die Sprache von Goethe, von Schiller...
und im weitesten Sinne auch von Dieter Bohlen[/i]
Stefan Quoos, WDR2-Moderator

»Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen,
ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.«[/i]
Johann Wol

Ary

Hi Artemis,
aaaahhhh, ein Thema nach meinem Geschmack! :)
Meine Hauptprotagonisten sind alle mehr oder weniger schwer traumatisiert und/oder ausgesprochen vielschichtig. Geradlinige Charaktere führe ich oft als Sidekick, aber die Hauptfiguren sidn solch leute, bei denen man Schicht für Schicht ihrer Zwiebelhaut abpellen kann, und immer dann, wenn man gerade denkt, sie durchschaut zu haben, eine neue Schicht findet.
Einfach mal machen. Könnte ja gut werden.

Silvia

Nix gegen ein paar Macken, die müssen schon sein.
Das mit den schwer traumatisierten Psychos halte ich aber für schwierig. Um sie glaubhaft darstellen zu können, muß man schon tief in der Materie stecken, müßte sich in dem jeweiligen Krankheitsbild sozusagen auskennen und in dem, was dabei in dieser Person vorgeht oder fürs Leben hängenbleibt. Wenn man nicht gerade Psychologie studiert oder selber ähnliches erlebt hat, stell ich mir das doch recht anstrengend vor.
Ich würde mich da nicht heranwagen, mir wärs zu heikel  ;)

Berjosa

Meine Helden & Schurken sollen möglichst nachvollziehbar handeln, auch für Leser, die nicht ihre komplette Lebensgeschichte kennen. Auch für "böse" Charaktere gibt es Motivation genug, ohne dass sie irgendwie gestört sein müssen.
Neid, Hass, Macht- oder Habgier etc. haben wohl die meisten schon mal irgendwie gefühlt. Also lasse ich meine Schurken diese Gefühle eben nicht zivilisiert schon im Ansatz unterdrücken, sondern austoben. Und dann gibt schnell eins das andere, nachdem Plan A einmal ausgeführt ist, muss jetzt auch Plan B durchgezogen werden, etc., und so wird aus einer Mücke der Elefant, der den ganzen Roman trägt.
Was anderes ist es, wenn übernatürliche Wesen auftauchen. In einem meiner Fantasy-Projekte geistert der "Herr allen Streites" herum, einer der alten Götter, die vom aktuellen Pantheon auf die hinteren Ränge verwiesen wurden. Der darf auch unerklärlich "böse", also streitsüchtig, sein.

Dorte

Ich habe eigentlich keine psychotischen Charaktere. Wenn man mal von meinem hingabevollen Serienkiller mit vierzigjähriger Ausübung seines Hobbys absieht - DER ist wirklich einfach krank und macht mir beim Schreiben Angst. Coppelia meint, ich soll seine Geschichte als NaNo-Roman schreiben. Hm. Ich schlaf mal drüber (wenn ich keine Alpträume kriege). ;)

Ansonsten mag ich extreme Charaktere eigentlich nicht so. Sicher haben die mal schlechte Zeiten, aber prinzipiell durch den Wind sind sie eigentlich nicht. Macken muss eine Figur haben, sonst ist sie langweilig, aber richtig irre? Ich glaube, mit durchgeknallten Figuren kann man nur Komödien oder Horrorromane schreiben, viel Platz dazwischen ist eigentlich nicht.

Amber

Hmmm... also richtig psycho ist bei mir keiner, ich glaube, da könnte ich mich nur noch schwer rein versetzen. Aber unsicher und "angst-ridden" sind eigentlich fast alle meine Charas aus verschiedenen Gründen, und manchmal drehen sie auch durch und begehen Affekthandlungen, die sehr zerstörerische Auswirkungen haben, oder brechen zusammen...
Die Gefühle sind die, die ich auch kenne, nur sind sie in der Geschichte immer noch eine Spur extremer und so sind auch die Folgen.

Lavendel

Also, ich denke Wahnsinn ist nicht das ausschlaggebende Argument, wenn es um interessante Figuren geht.

Es muss nicht gleich extrem werden - fürchterlich schlimme Gewalterlebnisse wie Folter, der Verlust von geliebten Menschen etc. Sicherlich prägt sowas das Persönlichkeitsbild. Das Entscheidende ist für mich aber der innere Konflikt, den die Figur austrägt. Und der muss nicht unbedingt aus soetwas plattem wie Gewalt entstehen. Ich mag es da eher subtiler. Jemand zum Beispiel, der/die tiefe innere Überzeugungen in Frage stellen muss ist meiner Meinung nach interessanter, als einen Charakter, der Gewalt ausübt, einfach, weil er nicht ganz richtig im Kopf ist (obwohl es auch da sicherlich bewegende Geschichten gibt).

Nitewolf

Tja, mit 20 (und auch noch lange danach) dachte ich auch noch, die meisten Leute um mich herum wären psychisch stabil und hätten nicht mehr als ne Macke. Inzwischen seh ich das etwas anders. Bei genauerem Hinsehen find ich kaum jemanden, der nicht mindestens einen schweren Schaden hat.

Die Frage ist für mich also: ab wievielen Psychosen gilt man als Geisteskrank und wie lang darf man sich noch gesund nennen?  ;D

Letztlich finde ich deshalb, dass ein durchgeknallter Char eigentlich viel glaubwürdiger ist als ein normaler. Auch wenn die meisten Leser das vielleicht nicht zugeben würden. Aber die Faszination solcher Chars liegt meines Erachtens eben genau darin, dass sie dunkle Seiten in uns wiederspiegeln, die wir unserer Umgebung - und meist auch uns selbst - nicht eingestehen wollen.

Na wie auch immer. Mit ein bisschen Menschenkenntnis finde ich es gar nicht so schwer, sich in diverse Störungen hineinzudenken, vor allem, wenn man sich die jeweiligen Hintergründe vergegenwärtigt.

Wobei das entsprechend der Geschichte auch in nem verträglichen Rahmen bleiben sollte. In nem Jugendroman würd ich da sicher nicht so in die vollen greifen, wie in einem Buch, das ein Erwachsenes Publikum ansprechen soll. Und auf die Stimmung der Geschichte kommt es auch an. Die meisten Leute auf der Straße wirken schließlich viel stabiler, als sie sind. Wenn man das in einem Roman völlig aufbricht und die Krankheit von jedem einzelnen beleuchtet schafft das natürlich ein düsteres Bild, das nicht mit unserer normalen Wahrnehmung der Realität übereinstimmt, was man ja meist nicht will. Also sollte man sich darauf begrenzen, Schlaglichter auf die Beklopptheit der Chars zu werfen.
Oh Got, ich komm total ins Schwafeln.

Ich merke jedenfalls, dass mir Chars, die an nem echten Problem zu knabbern haben beim schreiben mehr Spass machen. Vor allem machen sie es viel leichter, die Handlung voran zu treiben, da ich sehr Charakterzentriert denke.

Manja_Bindig

Jeder Mensch hat seine Macken und Neurosen.
Ich kann mit den meisten Menschen nicht, weil ich Menschen nicht leiden kann und sie lieber absichtlich durch ein sehr lautes Auftreten verschrecke. Wer mich dann noch nicht erwürgen will, hat gute Chancen, dass ich ihn mögen werde. (ne, Tesla?) Das ist meine Macke, aber manche Leute legen meine Menschenabneigung auch gern als Psychose aus, also würd ich damit vorsichtig sein. Eine psychose wäre es meines Empfindens nach(nicht laut Lehrbuchdefinition), wenn es mich in meinem alltäglichen Leben behindern würde. wenn ich zum beispiel einen Ordnungstick hätte, alles zwanzigtausendmal aufräumen müsste und die Wohnung nicht verlasse, ehe nicht alles so ist, wie es sein sollte(Monk-manier, wenn man so will). Das würde mein Leben einschränken, sogar massiv. Dass ich mit den meisten Menschen nicht klar komme, schränkt hingegen eher weniger ein, ist ja nicht so, dass ich zur Zusammenarbeit absolut unfähig wäre. ;)

Außerdem hab ich eine extreme Angst vor Spinnen(ich renne aus nem Zimmer, in dem ich Wberknechte sehe und trau mich nicht rein)... und einen noch extremeren tick mit meinen Haaren.
Das sind Macken, die bei jedem Menschen auftreten können. jeder hat seine kleine Meise, deswegen müssen Charaktere auch nicht unbedingt einen extremen Dachschaden haben, um interessant zu werden. Ein gesprungener Dachziegel reicht ab und an vollkommen. :)
Und zumindest am anfang meiner Geschichten sind meine Charaktere auf ihre Art und Weise doch recht gefestigt. Vyren ist ein gefestigter, selbstbewusster(ZU selbstbewusster) junger Herr, Arinyl... ist ein gefestigter zyniker, der sich ab und an gefestigt in Selbstmitleid ergeht und der prinzipiell nie das macht, was man ihm sagt... ich brauche auf diverse arten gefestigte charas, um diese Festigkeit aufzulösen und zu sehen, was darunter zum vorschein kommt. Deswegen sind nur wenige meiner Charas sehr labil, das kommt immer erst später zum Vorschein.

Ich hab allerdings kein Problem damit, wenn ein Chara Störungen aufweist. Gar nix dagegen.
Solange sauber recherchiert ist und man merkt, dass die Geschichte NICHT von einer kleinen Emo-Glöre geschrieben wird, die meint, Autoaggresionen, Depressionen und suizidales Verhalten wären "cool". Da geht mir aus ganz persönlichen Gründen sehr schnell die Hutschnur hoch.

saraneth

Zitat von: Manja am 29. Oktober 2007, 13:17:00
Solange sauber recherchiert ist und man merkt, dass die Geschichte NICHT von einer kleinen Emo-Glöre geschrieben wird, die meint, Autoaggresionen, Depressionen und suizidales Verhalten wären "cool". Da geht mir aus ganz persönlichen Gründen sehr schnell die Hutschnur hoch.

Ja, da stimme ich dir zu. Zumal solche Geschichten dann meistens auch nicht wirklich "gut" sind, sondern mehr oder weniger nur auf oben genanntes abzielen.