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Handwerkliches => Autoren helfen Autoren => Vorstellungsgespräche => Thema gestartet von: Jen am 24. Februar 2021, 14:38:05

Titel: Quinn Fogerty - Vom Dieb zum Detektiv
Beitrag von: Jen am 24. Februar 2021, 14:38:05
Hallo ihr Lieben,
für mein nächstes Projekt habe ich gerade fette Deadlines (die brennen auch noch!) und ich hatte noch keine rechte Gelegenheit, mich intensiv mit Quinn auseinanderzusetzen bzw. mit jemand anderem über ihn zu sprechen als nur mit mir selbst. Ich bin also über jede Frage dankbar.

Quinn Fogerty ist ein 28-jähriger junger Mann, der gerade anderthalb Jahre wegen Diebstahls im Gefängnis war. Das war sogar eine gnädige Strafe, da ihm die Justiz so einige Diebstähle nicht zuschreiben konnte. Jetzt tritt er hinaus an die kalifornische Sonne und stellt fest: Wohnung ist weg, Familie nervt mit "Wir wollen dich beschützen" und der skeptische Bewährungshelfer lässt es nicht zu, dass Quinn seinem alten Gewerbe nachgeht. Sein Bruder Hollis verschafft ihm einen Hollywood-Job, bei dem Quinn die Privatdetektivin Valerie Steward kennenlernt und lieber für sie arbeitet.
Ohne jetzt weiter auf den Plot einzugehen: Quinn ist Synästhetiker mit absolutem Gehör, der Töne als Farben sehen kann. Das wird im Buch Teil eines Magiesystems, denn in Los Angeles gibt es eine fantastische Parallelwelt samt eigener Polizei (California Bureau of Magical Investigation, kurz CBMI). Das komplette Magiesystem beruht auf den vier menschlichen Sinnen (Hören, Fühlen, Riechenschmecken und Sehen) und ist nicht so WHOAA FEUERBALL, sondern bisschen subtiler und ruhiger.
Quinn gerät im Laufe der Geschichte durch einen Leichenfund mitten in diese Parallelwelt und wird vom CBMI verdächtigt/beschattet, später aber in ihre Reihen aufgenommen.

Habt ihr Fragen an Quinn? :) Danke im Voraus!
Titel: Re: Quinn Fogerty - Vom Dieb zum Detektiv
Beitrag von: Zit am 24. Februar 2021, 18:42:37
Na, Quinn, ich glaube nicht, dass du dir das so vorgestellt hast, ne. Also, sowohl im Gefängnis zu landen als auch rauszukommen und vor dem Nichts zu stehen. ;) Wie bist du eigentlich dort gelandet? Hattest du "Gaunerkumpel*inen", und wenn ja, was machen die jetzt und könnten sie nochmal Kontakt zu dir aufnehmen/ warum lassen die dich jetzt so hängen? Wie hast du dich so im Knast geschlagen? Musstest du dort Deals eingehen, die dir jetzt noch an den Hacken kleben? Ist Diebstahl nur ein Job für dich, oder doch eher Leidenschaft? Was reizt/ reizte dich daran? Vermisst du das Gaunerleben, dass du vor deiner Gefängnisstrafe hattest? Und: Warum gefällt es dir eigentlich so bei/ mit Valerie zu arbeiten?
Titel: Re: Quinn Fogerty - Vom Dieb zum Detektiv
Beitrag von: Jen am 25. Februar 2021, 12:20:26
Hallo, Zit. Das stimmt, vorgestellt habe ich mir das anders. Bin dann aber ganz gut klargekommen und habe viel gelesen, eine umfangreiche Bücherei haben die da. Was mich tierisch genervt hat war mein Zellen"genosse" - was für eine Formulierung. Ein Typ, der sich Buster nennt, aber eigentlich Jim heißt. Naja, muss er wissen. Er hat jedenfalls von früh bis spät gesummt, und zwar immer wieder denselben, gottverdammten Song. Hat den Rhythmus am Bettpfosten mitgeschlagen und stundenlang nach dem Text überlegt. Ist das zu fassen? Da kommt man in den Knast, denkt, man muss sich mit Gangs rumschlagen und in der Dusche aufpassen - und das wahre Gräuel ist so ein Jim. Gut, die Gangs haben mich ein wenig beobachtet, aber ich habe immer den Mund gehalten. So einen Stress brauche ich nicht. Für mich war das Gefängnis anderthalb Jahre unfreiwillige Fortbildung in Körpersprache, Literatur und ... Kulinarik, wenn man das Essen dort so nennen kann. Versteh mich bitte nicht falsch, Zit, ich will dahin nicht zurück. Aber rauskommen und feststellen, dass deine Wohnung weitervermietet und dein ganzes Zeug entsorgt wurde, ist ... ungünstig. Ist ja nicht so, dass ich Geschwister hätte, die sich um so etwas kümmern könnten, aber nein, lieber ruft mich meine Schwester jeden zweiten Tag an und fragt, wie es mir geht. (knetet seinen Nasenrücken und atmet tief durch)
Du hast gefragt, wie ich überhaupt in den Knast gekommen bin, und das ist eine verdammt gute Frage. Ich habe nicht die geringste Ahnung, warum ich erwischt wurde. Vielleicht war es Zufall, oder ein dummer Planungsfehler meinerseits. Weißt du, ich arbeite allein, mache viele kleine Raubzüge, die fallen weniger auf. In den Zeitungen steht dann so etwas wie: "Warum hat der Täter die Colliers nicht mitgenommen?", und die Antwort ist einfach. Weil die Colliers ein Kinderspiel sind, leichte Beute, während in einem dreifach gesicherten Tresorraum ein seltener Stein liegt, der viel aufregender ist. In jeglicher Hinsicht. Wenn ich den habe, reizt mich der Rest des Geschäfts selten, ich bin ja nicht gierig. Ehrlich gesagt vermisse ich das gerade, aber meine Weste ist nicht mehr weiß. Die haben jetzt ein Auge auf mich.
Valerie ist aber eine gute Alternative. Sie stellt keine Fragen zu meiner Vergangenheit, schätzt meine Fähigkeiten und ist insgesamt äußerst unkompliziert. Sie fragt auch nicht, wie es mir geht. Mag ich.

(Danke für deine Fragen!)
Titel: Re: Quinn Fogerty - Vom Dieb zum Detektiv
Beitrag von: Wildfee am 25. Februar 2021, 16:44:53
Du hast von deiner Schwester erzählt. Was ist denn mit dem Rest deiner Familie? Hast du noch Eltern? Großeltern?
Haben sie auch deine Fähigkeiten? Wenn ja, haben sie dich unterrichtet? Wenn nein, haben sie dich verstanden/unterstützt?
Du scheinst ein Abenteurer zu sein, der die Gefahr und Herausforderung liebt. Wie steht es da um dein Beziehungsleben? Ist das vorhanden oder steht dir momentan nicht der Sinn danach?
Ein Haustier hast du wahrscheinlich nicht, aber welches wäre etwas für dich? Ich tippe auf Katze oder Frettchen ;-)

In welcher Kleidung sieht man dich denn am häufigsten und wenn du es dir aussuchen könntest, was würdest du am liebsten tragen?
Wie steht es um deine Gesundheit? Gibt es da Verletzungen/Erkrankungen, die dir noch Probleme bereiten?