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Wie emotional sollte Textkritik werden? Bzw. ab wann ist ein Buch Fantasy?

Begonnen von Serisamara, 08. Dezember 2011, 08:50:02

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Serisamara

@Grey, das ist es ja...wollte zum allgemeinen eine Meinung haben. Bräuchte nur um zu wissen ... Damit man in Zukunft nicht die gleichen Fehler macht.

@Snö, wie gesagt, die Kritik im Forum direkt ist Sachlich. Aber die Leute im Forum, genauso wie ihr, wissen ja noch gar nicht, was noch alles kommt.

aber ja ich werde es weitergeben ;-) Vielen dank an euch.

Grey, von mir aus kannst du den Thread auch schließen. Ich hab genug Meinungen jetzt bekommen  ;D

Runaway

#16
Zitat von: Serisamara am 08. Dezember 2011, 11:05:09
Zu Sven, da hast du recht, die Kritik im Forum selbst ist recht Sachlich, aber sie wurde hauptsächlich über PN auseinander genommen.
Ich hab's mir grad mal angeschaut und find die Kritik im Forum auch okay. Die PMs kennen wir ja nun alle nicht, aber ich glaub dir, wenn du sagst, die sind unter aller Kanone. Ich fand ja diese Anspielung auf Twilight schon grenzwertig, das ist dann für mich auch eine Unterstellung.

Zitat von: Serisamara am 08. Dezember 2011, 11:05:09
Zu dem Thema warum sie einen fiktiven Stamm genommen hat. Sie hatte durchaus einen echten Stamm genommen. Zu mir hat sie gesagt, ich zitiere: "ich habe versucht zu recherchieren. Leider ist das nicht so einfach, weil die meisten Native Americans ihre "Geheimnisse" für sich behalten. Ich habe versucht die Konflikte zwischen Indianern und weißen mit reinzubringen und habe versucht auch auf einige rituelle Dinge, die ich im Netz gefunden habe einzugehen. Dennoch ist mein Wissen eher wage, daher auch der fiktive Stamm.
Ganz ehrlich? Das ist kein Grund. Entweder ganz oder gar nicht. Jemand, der sich mit Veröffentlichungsabsichten trägt, kann nicht einfach sagen: Hm, da war's dann schwierig zu recherchieren, also hab ich mir den Rest ausgedacht.
Da möchte ich mir echt die Haare ausreißen, sorry. Das würde mich als Lektor/Verleger auch nicht überzeugen!

Zitat von: Serisamara am 08. Dezember 2011, 11:05:09Zum Beispiel soll der Häuptlingssohn "reinrassig" verheiratet werden und als rauskommt, dass er was mit einer weißen hat, wird er geradewegs weggebracht um schneller verheiratet zu werden. Das nur als Beispiel. Aber so was könnten die Native Amaricans halt in den falschen Hals bekommen und daher der fiktive Stamm.
Um sich darüber aufzuregen, muß ein Native American das erst mal in die Finger kriegen. Allein das halte ich schon für relativ unwahrscheinlich. Im Übrigen find ich auch die Argumentation unschlüssig, denn man kann nicht einerseits sagen, daß man was schreibt, was Betroffenen quer kommen könnte und dann tut man es unter einem Deckmäntelchen trotzdem. Wenn ich jetzt ein Native American wäre, würde ich trotzdem denken, daß mir da einer auf die Füße tritt.
Sie macht das irgendwie nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht naß. Und wenn ich als Leser solche Bücher in die Finger kriege, ärgere ich mich immer.

Ich mein, ich weiß genau, wie es ihr geht. Ich wollte immer Psychothriller schreiben, aber mit Hand und Fuß. Ich habe mir fünf Jahre Zeit genommen und ein passendes Studium (!!) gewählt, um das nötige Wissen zu kriegen. Das war für mich unterste Verhandlungsbasis. Das Setting ist in England und ich hab mir auch die Mühe gemacht, hinzufahren und mir das anzugucken. Die zuvor betriebene Internetrecherche war zwar schon gut und sehr nah dran, aber niemand ersetzt einem die atmosphärischen Eindrücke, die man selbst vor Ort sammeln kann.
Klar ist Amerika jetzt noch eine andere Baustelle. Aber wenn sie schon nicht hinkommt, dann sollte sie bei der Recherche ihr Allerallerallerbestes geben und den möglichen Verleger mit tollem Wissen beeindrucken, das man ihr nicht zugetraut hätte, anstatt sich in Fiktion zu flüchten. Solche Texte haben die Verlage wahrscheinlich in Massen auf dem Tisch.

Moni

Zitat von: Serisamara am 08. Dezember 2011, 11:37:30
aber ja ich werde es weitergeben ;-) Vielen dank an euch.

Deine Freundin kann sich auch den Thread hier durchlesen, ist ja öffentlich einsehbar.   8)
Zumachen brauchen wir den Thread nicht, der schiebt sich irgendwann nach hinten, sobald keiner mehr reinschreibt.  ;)
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Sven

Zitat von: Serisamara am 08. Dezember 2011, 11:37:30
wollte zum allgemeinen eine Meinung haben. Bräuchte nur um zu wissen ... Damit man in Zukunft nicht die gleichen Fehler macht.

Allgemein kann man sagen, das man sich erst einmal langsam an solch ein Forum herantasten, die Regeln und die Leute kennenlernen sollte.
Keine falschen Erwartungen schüren. Und wenn man sagt, dass man seine Manuskripte an Verlage schickt und zumindest einer bereits gesteigertes Interesse gezeigt hat, wird in der Regel genauer hingeschaut. Da muss man vorsichtig sein.
Nicht alles zu ernst nehmen und nicht beleidigt sein. Immer nur auf sachlicher Ebene antworten, sonst artet dort der Thread aus.
Beste Grüße,
Sven

Grey

@Threadtitel
Hm, besser hätte sowas wie "Wie sollte Textkritik ablaufen?" oder "Wie emotional sollte Textkritik werden?" gefallen, denn ich denke das ist es eigentlich, worum es hier geht.

Über die Aussagekraft von ersten Kapiteln zu streiten, ist hier sicher nicht am richtigen Ort, aber eine kleine ketzerische Bemerkung noch dazu: Wenn im ersten Kapitel nichts passiert, wofür braucht man es dann? Dann kann es auch weg, salopp gesagt. Aber darüber zu diskutieren führt doch zu weit von der eigentlichen Thematik weg.

@Alle
Ihr denkt aber schon daran, dass - wie Moni schon sagte - dieser Thread im öffentlichen Bereich des Tintenzirkels steht, wo jeder - auch die DSFOler - mitlesen können? Sie können sich nur nicht hier im Thread zu Wort melden.
Wir wollen hier keine Urteile über andere Foren fällen, vor allem nicht bei Sachlagen wie dieser, in der wir nur die sachliche, gut begründete Kritik der dortigen Mitglieder sehen können, und ansonsten nur Behauptungen über Verrisse, die wir nicht überprüfen können - ohne Serisamara und ihrer Freundin jetzt irgendetwas unterstellen zu wollen! Ich möchte euch nur bitten, sachlich zu bleiben. Danke!

Serisamara

Nein ihr habt definitiv recht. Meine eigene Geschichte bearbeite ich ja auch schon seit 2005. Sie spielt unter anderem auch in Amerika. Und natürlich hab ich geschaut, das bei mir alles passt. Sicher bin ich mir dennoch nicht, weswegen ich ja dann später mehrere Probeleser suchen werde, die mir ihre Meinung sagen dürfen.  :rofl:

Sie hat einen Traum aufgeschrieben ...  aber auch da sollte man sich informieren ob das geht.

wie gesagt Danke an euch.

TheaEvanda

OT: Noch etwas zur Recherche in Sachen Native Americans:

Es gibt viel zwischen Buchdeckeln niedergelegte Literatur zum Thema - allerdings nicht in den "normalen" öffentlichen Bibliotheken. Sag deiner Freundin, sie soll sich in der Uni bei der Amerikanistik umsehen. Dort sind üblicherweise weit mehr als zwei Regalmeter für die "Native Americans" reserviert. Die meisten dieser Bücher kann man auch regulär ausleihen. Englisch sollte sie allerdings schon beherrschen, deutsche Forscher interessiert das Thema kaum auf deutsch.
Das Internet ist in diesem Fall wirklich ein schlechtes Recherchemedium.

--Thea
Herzogenaurach, Germany

Serisamara

Naja, sie ist halt jetzt natürlich erschüttert. Sie lässt Lucat jetzt erstmal liegen, jetzt ist es leider wohl zu spät. Das MS liegt bereits bei den Verlagen.
Sie wird sich jetzt erstmal auf ihre Fantasygeschichte konzentrieren, vielleicht liegt ihr das auch mehr. Wir werden sehen ;-)

nochmals vielen vielen Dank an euch allen und Grey nochmal sorry, wegen des nicht aussagekräftigen Betreff  :rofl: Ich gelobe Besserung

Lavendel

Zitat von: Serisamara am 08. Dezember 2011, 13:15:14
Grey nochmal sorry, wegen des nicht aussagekräftigen Betreff  :rofl: Ich gelobe Besserung
Der erste Schritt zu Besserung wäre, den Betreff jetzt auch entsprechend zu ändern. Wir geben solche Hinweise nicht aus Spaß. Danke!

Serisamara

Da das Thema für mich beendet ist, dachte ich, wäre das nicht mehr nötig. Weshalb ich auch darum gebeten hab den Thread zu schließen. Das ein Thema nicht geschlossen wird, weil er irgendwann verfällt ist dann eine andere Sache. Ich zumindest will das Thema ruhen lassen.

aber Bitte dann änder ich es nochmal.


Nuya

Was ich ein bisschen seltsam finde: Warum schick ich meinen Text erst an Verlage (o. ä.) und stelle ihn dann zur Textkritik ein? Ich persönlich hole mir gern vorher Meinungen ein.

Serisamara

Nuya (huhu :winke:)

das liegt daran, dass alles für sie neu ist. Ich wusste doch auch nicht, dass es so was gibt, bis ich hier drüber gestolpert bin. Bin halt nicht sooooo häufig im Netz unterwegs und sie nunmal auch nicht.

Nuya

Huhu!  :winke:

Nun ja.. der Tintenzirkel ist kein Textkritikforum, das nur nebenbei. Aber ich denke, du meinst den generellen Austausch.
Das es für sie neu ist und sie deshalb die Treppe rückwärts nimmt, kann ich natürlich ein bisschen verstehen. Dann weiß sie aber ja nun etwas besser, worauf es ankommt und was man machen sollte. :)

Serisamara

Klar weiß ich, dass der TiZi kein Textkritikforum ist ;-) Aber ich hab erst hier von solchen Foren gelesen. Ich wusste natürlich, das ich mein MS erstmal überarbeiten sollte und es nochmal checken lassen sollte, doch ich dachte halt leider auch immer, dass das Lektorat sich auch nochmal an die Korrektur dran setzt (die dann ja im besten Fall weniger ist als zu Anfang). Und das dachte sie wohl eben auch. Was ein Fehler war. Egal, jetzt ist es gelaufen. Sie wartet jetzt noch auf die Antwort des Verlages, der das komplette MS angefordert hat und dann lässt sie die Story auch erstmal ruhen.

Antigone

Hm, schade - jetzt haben die vom DSFO den Text wohl in den nicht-öffentlichen Bereich verschoben.... Vorhin konnte ich ihn noch sehen, jetzt nciht mehr. Aber was ich bis dato gelesen hatte, erschien mir als sehr freundliche, sachliche und auch konstruktive Kritik. Wobei man sagen muss, dass die erste richtige Kritik (und damit meine ich Kritik von völlig fremden, emotional unbeteiligten Personen) IMMER hart ist, ganz egal, wie freundlich sie formuliert ist. Damit umzugehen - auch das ist ein Schritt im Leben eines Autors, den man erst mal lernen muss. *in eigenen Erinnerungen schwelg*  ;)

lg, A.