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Wenn Figuren ein Eigenleben entwickeln...

Begonnen von Manja_Bindig, 25. Oktober 2006, 14:26:29

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Ary

*lol* Lisande, ein "kleines Bisschen" dürfte bei der Dame eh nicht funktionieren. Nithyara nehmen entweder ganz oder gar nicht.

Coppelia

*lach*

Mein momentaner Figurerich (Mann, muss ICH mich wieder an den personalen Erzäher gewöhnen) hasst den, der sein bester Freund sein sollte, und verachtet seinen Feldherrn, den er bewundern sollte.

::) (bitte weitere solcher Smilies in Gedanken ergänzen)

Ary

Ich überlege die ganze Zeit schon, ob ich mein Jiandro-Projekt in Ich-Form schreiben soll... eigentlich hasse ich das, aber der Chara scheint es zu wollen. *seufz*

Grey

@Ary
Ich hab auch immer gedacht, dass ich die Ich-Perspektive nicht mag. Aber als ich dann damit angefangen habe, fand ich es doch ganz interessant und spannend. Kannst ja den Anfang mal auf verschiedene Weise versuchen und dann guckst du mal, was am besten geht ...

Melchior

@Aryana: Ziemlich selbstsüchtig, dieser Charakter, was?

Ich überlasse den Figuren ja in der Regel, was sie tun. Dann sind sie selbst für den ganzen Unsinn verantwortlich.  Aber wenn so ein netter, älterer Herr mitten im Roman den Schafspelz abwirft und mir offenbart, warum der beste Freund meines Protagonisten sterben musste, finde ich das schon ziemlich fies. Das bekommt er wieder!  :pfanne:
Was lernen wir daraus: Eine zu lange Leine sollte man solchen typen auch nicht lassen.

Möchtegernautorin

Zitat von: Aryana am 03. Juni 2008, 12:29:31
Ich überlege die ganze Zeit schon, ob ich mein Jiandro-Projekt in Ich-Form schreiben soll... eigentlich hasse ich das, aber der Chara scheint es zu wollen. *seufz*
Ja, das ist mir neulich auch irgendwie passiert und das auch noch bei meinem wirklich ältesten Charakter. Aber sie hat sich entschieden, dass ich die Geschichte in ich-Form schreiben soll, was ich bei ihr noch nie gemacht habe und auch generell eher ungern tue <schulternheb> aber anders war das irgendwie... falsch.
Her plants and flowers, they're never the same - Blue and silver, it's all her gain
flying dragons, an enchanted would - She decides, she creates
It's her reality
Within Temptation - "World of Make Believe"

Ary

Genau das. Es fühlt sich richtig an. Aber irgendwie habe ich mich noch nicht so ganz überzeugen lassen. *gnarf*

Coppelia

#127
Ich bin der Meinung, man sollte Ich-Erzählern ihre Perspektive lassen. Meine liebsten Figuren haben auch die schönsten Erzählerstimmen, für mich zumindest.  :innocent: Sie fangen ganz allein an, ihre Geschichte zu erzählen.
Aber bei Figuren ohne besondere "Erzählstimme" schließt sich die Ich-Perspektive meiner Erfahrung nach meist von allein aus.

Lotti ist immer noch etwas sauer, dass ihm die Ich-Perspektive genommen wurde. ;D Aber glaub mir, Lotti, es war besser für dich.

Ary

Lotti kann ich mir in ich-Form auch nicht wirklich vorstellen. Wobei es sicherlich interessante Einblicke in diesen doch sehr zerrissenen Charakter gegeben hätte. Aber wahrscheinlich hätte er uns in seinen Selbstmitleidphasen auch ziemlich zugeschwallt, nicht wahr?  ;)

Lisande

Zitat von: Aryana am 03. Juni 2008, 12:05:57
*lol* Lisande, ein "kleines Bisschen" dürfte bei der Dame eh nicht funktionieren. Nithyara nehmen entweder ganz oder gar nicht.

Ja, aber du kennst doch auch Silber, oder? Erst mal "ein kleines bisschen" durchsetzen - und danach dann alles nehmen passt schon zu ihr.

Und was Jiandro angeht: lass ihm seinen Willen. Du dringst doch eh nicht mit einer anderen Meinung zu ihm durch, so zugedröhnt, wie der immer ist!

Coppelia

#130
Na, Lotti war schon ein toller Ich-Erzähler. Ehrlich, hart, provokant und natürlich auch manchmal selbstmitleidig. ;D Aber ich mochte immer seine scharfe Zunge. Na ja, hab sie erhalten, so gut es ging. Ihr wollt aber gar nicht wissen, wie viel selbstmitleidiges Geschwafel ich schon weggemacht habe und wie das immer nachkommt. ;)

Aber die Figur aus dem fertigen Roman würde ich als personalen Erzähler nicht so witzig finden, obwohl es wahrscheinlich mit einiger Mühe auch ginge.

Die Epen-Figuren dürften mal ein gescheites Eigenleben entwickeln. Haben die einander nichts zu sagen? So macht das doch keinen Spaß.

Coppelia

#131
 Toll ... wo ich das Bild meiner Antagonistin gemalt hab, bin ich gerade aus allen Wolken gefallen, weil sich mir der üble Verdacht aufgedrängt hat, dass mir diese Frau bisher etwas vorenthalten hat. Und zwar ihren Ehemann. Das heißt, sie und der Mann, von dem ich glaube, dass er ihr eigentlicher Ehemann ist, haben mir die falsche Person genannt, mit der sie angeblich verheiratet sein sollte ...
:gähn: 
Ne jetzt, oder?
Wenn diese zwei geheiratet haben, wäre das wirklich bitter, weil es zeigt, dass sich beide einfach für nichts zu schade sind, und für den Mann täte es mir auch Leid, obwohl er mein Mitleid  nicht verdient hätte. Kein Wunder, dass sie mir die Information vorenthalten haben ... 
Wie das jetzt alles Sinn ergibt ...

Ich glaube, der Roman braucht wirklich noch Zeit, wenn er voller solcher stachliger Überraschungen steckt.