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Unsicherheit mit dem Entwurf

Begonnen von Falckensteyn, 05. Juni 2008, 15:19:05

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Falckensteyn

Hallo werte Tintenzirkler/Innen

Während meinen Ferien hatte ich genügend Zeit, mir zu meinem Schreiben Gedanken zu machen. Dabei kam bei mir eine Unsicherheit auf, die ich hier gerne thematisieren und diskutieren möchte.

Ich schreibe jetzt seit anfangs Jahr aktiv an meinem ersten Buch. Bis Ende Mai schaffte ich 4 von insgesamt 13 Kapiteln. Mit Kapitel 5 habe ich begonnen. Plot und Geschichtsablauf sowie Kapitelaufteilungen stehen.

Im jetzigen Zeitpunkt würde ich aber niemandem zumuten, überhaupt eines dieser Kapitel zu lesen. Der Entwurf erscheint mir selbst als zu holprig und zu grob. Trotzdem schreibe ich jetzt weiter weil ich das Gefühl habe, dass ich mit dem ersten Entwurf meiner Geschichte überhaupt erst eine Form geben muss. Der Plot ist für mich wie die Bauanleitung, und der erste Entwurf wie das Hauen der "Skulptur" aus dem Stein. Die definitive Form, den Feinschliff, werde ich ihr erst später geben. Das traue ich mir durchaus zu, bloss wird die Nachbearbeitung mindestens die doppelte wenn nicht sogar die dreifache Zeit absorbieren.

Geht es Euch beim Entwurf-Schreiben auch so, oder verhalte ich mich hier völlig quer? Ist Euer Bestreben stets, von Beginn weg gleich eine möglichst endgültige Fassung zu schreiben?

Fühle mich da sehr unsicher im Moment und bin froh um Eure Feedbacks/Ansichten.

Liebe Grüsse

Falckensteyn

Lavendel

Hallo Falckensteyn!

Wir haben so ähnlich Probleme hier im Workshop schon mal diskutiert. Vielleicht findest du in diesen Themen schon etwas Nützliches:

http://forum.tintenzirkel.de/index.php?topic=433.0
http://forum.tintenzirkel.de/index.php?topic=1458.0

Wilpito

Planung ? Entwurf ? Schreibe Kapitel x von y? So was kenn ich nicht.

Ich hab eine Idee für eine Welt, ein Scenario, einen roten Faden und dann lege ich los. Überlege mir wie meien Hauptperson darin aussehen soll, vielleicht noch mit wem zusammn ich die Person in die Anfangssituation stellen will und schreibe los. Meistens zwischen 50 und 100 Seiten in weniger als einem Monat. Das einzige was ich im Kopf behalte ist der rote Faden und bei Jugend und Kinder-Fantasy die Länge der Kapitel. Die Anzahl der Kapitel, die Feinheiten der Handlung und ähnliches ergeben sich dabei von ganz alleine.
Erst wenn ich meien Anfangsidee umgesetzt habe (meist das erste Drittel eines Buches) begine ich immer wieder Abschnitte des Textes erneut zu lesen. Ändere hier, füge da was ein. Streiche manche zu lang geratene Passagen ganz oder schreibe sie um.
Erst wenn ich die Auflösung im Entwurf stehen habe, beginen ich zu überprüfen: habe ich im laufe des Buches auch dem Helden alle Fähigkeiten und Mittel an die Hand gegeben, die er zur Auflösung braucht.
Vielleicht nicht die beste Methode, aber ich find im Gegensatz zu einem mit Struktur und Plot erzeugtem Text, wird die Lesbarkeit und Handlung so flüssiger. Nachteil: Wenn ich einfach nur so los schreibe, ohne mir vorher zu überlegen wo ich hin will, können auch schom mal ganze Kapitel oder im schlimmsten Fall wie bei mir ein ganzer Roman ohne Höhepunkt und ohne Ziel mehr oder weniger nur für den Reißwolf geeignet sein.

Ganz nebenbei bemerkt. Für das was ich in so einem Schreibwahn in einem Monat herunterschreibe brauche ich meist drei bis vier Monate für Korrektur und Überarbeitung.

Mein Tipp an dich: stell dir einfach nur mal ganz grob vor, was im nächsten Kapitel passieren soll. Nichts präzisieren, nur den roen Faden duch das Kapitel im Kopf aufbauen und dann loschreiben. Lass deien Figuren leben und sich selbst durch das Kapitel hangeln. Villeicht wird es dann flüssiger.







Coppelia

#3
Ich glaube, Falckensteyns Problem ist ein bisschen anders als ein Problem beim Plotten oder chronologischen Schreiben.

ZitatIm jetzigen Zeitpunkt würde ich aber niemandem zumuten, überhaupt eines dieser Kapitel zu lesen. Der Entwurf erscheint mir selbst als zu holprig und zu grob. Trotzdem schreibe ich jetzt weiter weil ich das Gefühl habe, dass ich mit dem ersten Entwurf meiner Geschichte überhaupt erst eine Form geben muss. Der Plot ist für mich wie die Bauanleitung, und der erste Entwurf wie das Hauen der "Skulptur" aus dem Stein. Die definitive Form, den Feinschliff, werde ich ihr erst später geben. Das traue ich mir durchaus zu, bloss wird die Nachbearbeitung mindestens die doppelte wenn nicht sogar die dreifache Zeit absorbieren.
Wenn es dich beruhigt: Mir geht es genauso. Meine erste Fassung ist immer wesentlich schlechter als die überarbeitete, und ich überarbeite im Kleinen unzählige Male und im Großen häufig ... ich kann es nicht zählen, aber es ist oft. So nähere ich mich allmählich dem Text an, den ich gern haben möchte. In letzter Zeit habe ich meist ein Kapitel geschrieben und es anschließend grob überarbeitet, und erst nach der Fertigstellung des ganzen Romans fängt die Feinarbeit an.
Man kann ja bei meinem Überarbeiten des ersten Kapitels sehen, wie lange das dann dauert.
Mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel, wie man gleich einen perfekten Text schreiben kann. Ich kann vielleicht einen perfekten Satz schreiben (also einen, an dem ich gleich nichts mehr ändern muss), aber sicher nicht 100 Seiten perfekten Text am Stück.  :) Ich kann zwar merken, wie ich mit Übung immer schneller immer bessere Texte schreibe, aber sie sind trotzdem weit, weit entfernt von ihrer Endfassung, so wie ich sie mir wünsche.

zDatze

"Oft ist man selbst der härteste Kritiker!" Zumindest behaupten das einige Leute.

So, dann fang ich mal an. Ansich ist es nicht verwunderlich, wenn man sein eigenes Geschreibsel nicht so sonderlich gut findet und der Stil holprig scheint. Ich finde, es ist gut wenn es dir so vorkommt, da siehst du selbst schon eine Menge Verbesserungsmöglichkeiten in deinem Text.  :)
Wenn du dann mal soweit bist, dass du dein Buch probelesen lässt, wirst du aber verwundert sein wieviele Fehler und unglückliche Formulierungen noch zum Ausbügeln sind. Zumindest geht es mir immer so, wenn ich einen Text von jemanden korrigieren lasse. Dabei darf man aber eines nicht vergessen: man verbessert sich mit jedem Wort, das man schreibt. Also nur nicht den Mut verlieren.  ;)

Artemis

Das ständige und ausdauernde Überarbeiten ist doch eigentlich die Hauptarbeit beim Schreiben, oder nicht?  :hmhm?:  Welcher Autor hockt sich denn an den PC und tippt ein veröffentlichungsreifes Manuskript runter? Man lernt ja schließlich während dem Schreibprozess und findet so Stellen und Ideen später lausig, die einem anfangs noch richtig gut gefielen.
Und je größer die zeitliche Spanne zwischen dem ersten und dem letzten Wort liegen, desto nüchterner begegnet man ja seinem Text und kann Stellen kritisch ins Auge fassen, die man einst so toll fand. Nicht umsonst raten viele, man soll das Manuskript ein Jahr "reifen" lassen, ehe man sich an die Überarbeitung setzt - erst dann ist die rosarote Brille weg, und man kann voller Grausen die verpfuschten Stellen durchkämmen.

Ich nudel mich jetzt seit ... öh ... sechs Jahren durch mein Manuskript, das in der Zeit unglaubliche Wandlungen durchgemacht hat. Praktisch alles vom anfänglichen Text ist mittlerweile komplett verschwunden. 1000 Seiten im Eimer. Schade um die Zeit, die da drin steckte, aber ich finde die neuen Ideen mittlerweile eben besser. Schließlich will man ja das bestmögliche Ergebnis haben, also muss man eben ändern, ändern und nochmal ändern  ;)


Zitat von: Coppelia am 05. Juni 2008, 16:58:55
Ich kann vielleicht einen perfekten Satz schreiben (also einen, an dem ich gleich nichts mehr ändern muss), aber sicher nicht 100 Seiten perfekten Text am Stück.  :) Ich kann zwar merken, wie ich mit Übung immer schneller immer bessere Texte schreibe, aber sie sind trotzdem weit, weit entfernt von ihrer Endfassung, so wie ich sie mir wünsche.

Oh ja, das kenne ich. An manchen Sätzen und Ausdrücken feile ich tagelang herum und komm doch auf keinen grünen Zweig  :-\  Zieht sich das durch einen ganzen Abschnitt oder gar durch ein Kapitel, greife ich meist zu drastischen Mitteln: Die Textstelle fliegt raus oder wird komplett neu geschrieben. Das ist, als würde ich auf ein Bild immer mehr Farbe batschen, bis mir das Zeug irgendwann entgegenkommt, weil ich einfach zu oft drübergepinselt hab. Die miesen Wörter sagen mir unbewusst, dass ich Müll fabriziere, den ich so eigentlich gar nicht schreiben wollte. Also landet eben alles im Müll, ehe ich Tage damit verschwende, etwas auszubessern, das am Ende doch nur überpinselter Murks ist.


Falckensteyn

Zitat von: Coppelia am 05. Juni 2008, 16:58:55
Wenn es dich beruhigt: Mir geht es genauso. Meine erste Fassung ist immer wesentlich schlechter als die überarbeitete, und ich überarbeite im Kleinen unzählige Male und im Großen häufig ...

@Coppelia und die anderen: Ja, das beruhigt mich sehr, dass es anderen hier genauso ergeht. Vielleicht kann man das Schreiben an einer Geschichte auch mit einem Weinkeller vergleichen? Jedes Kapitel oder Unterkapitel reift wie eine Flasche guten Wein. Ab und zu hat mal einer Zapfen und sollte ausgetauscht werden. Naja, etwas zu sinnbildlich vielleicht. Aber ich merke, dass ich doch nicht ganz auf dem falschen Dampfer bin. Das hilft mir, danke! *entspannt sich*

@Wilpito: Vielleicht hast Du mich etwas falsch verstanden? Trotz vorhandenen Plots schreibe ich ziemlich frei von der Leber weg und innerhalb Geschehnissen und Dialogen entwickelt es sich oft mit anfangs ungewollter Eigendynamik. Meist aber ergeben sich schöne neue Situationen und Ausgangslagen. Grad heute Abend muss ich den Plot wieder umschreiben und ändern, weil der König seinen Schlachtplan gegen den Feind anders durchzieht, als ich das ursprünglich wollte. Aber das macht es für mich auch spannend.

Danke für Eure Antworten! *zwinkert*

Judith

Ich kenne das auch. Bei meinem aktuellen Roman habe ich das Gefühl, als könnte ich beim Überarbeiten kaum noch ein Satz so lassen, wie er jetzt ist. Bei "Polarnacht" ist es nicht ganz so schlimm, weil die Handlung wesentlich einfacher und geradliniger ist, aber auch da gibt es einzelne Szenen, die die reinste Katastrophe sind.
Und es gibt bei mir auch kein einziges Kapitel in der Rohfassung, das ich so schon Lesern zumuten könnte. Von einer endgültigen Fassung kann keine Rede sein. Aber ich denke, das ist in Ordnung so. Früher hab ich immer so geschrieben, als wäre die Erst- auch gleichzeitig die Endfassung. Das war furchtbar: Bei jedem einzelnen Satz hab ich ewig überlegt und ich bin einfach nicht vom Fleck gekommen. So macht das keinen Sinn.  :no:

Melchior

Damit habe ich auch schon Erfahrungen gemacht. Wollte ich auch nur inhaltlich alles genau durchplanen, blieben ja so viele Ideen auf der Strecke, die ich danach noch habe. Selbst nach sechzig Seiten passt der Anfang nicht mehr recht zu meinen aktuellen Vorstellungen vom gesamten Handlungsverlauf.
Deshalb überarbeite ich grundsätzlich erst ganz am Ende. Was ich nach dem 4. Kapitel korrigiere, kann nach dem 5. Kapitel schon nicht mehr in den Plot passen; und mit Formulierungen bin ich grundsätzlich nie ganz zufrieden, selbst wenn ich keine bessere Alternative parat habe.
Eine Geschichte habe ich nur mit dem Ziel, jedoch ohne den Weg vor Augen geschrieben - davon kann ich nur abraten. Es passte keine Kapitel zum anderen, die Überarbeitung wurde doch zu umständlich.

PS: Überarbeiten hat auch etwas Schönes. In Phasen, in denen ich nicht schreiben kann, geht es immer noch ganz gut. Da hat man wenigstens das Gefühl, etwas geschafft zu haben, statt nichts zu tun.

Berjosa

Hallo Falckensteyn,

ich mache es genauso wie du und viele andere hier. Und ich finde es sehr beruhigend und anregend, wenn ich die Rohfassung einer Szene oder eines Kapitels einfach so drauflos schreiben kann, ohne jetzt genau zu wissen, ob meine Heldin an dem betreffenden Tag nun ein grünes oder ein rotes Kleid anhat, wie die Heilpflanze für diesen und jenen Zweck nun genau heißt, ohne jeder Nebenfigur, die hereinschneit, gleich einen Namen geben zu müssen.
Wenn ich weiß, demnächst habe ich z.B. eine längere Zugfahrt vor oder hänge irgendwo herum, um auf einen Termin zu warten, lege ich mir kurz vorher zurecht, welche Szenen ich nach dem Plot angehen will oder muss, bewaffne mich mit Block und Stift, und los kann's gehen.
Der erste Überarbeitungsgang ist dann das Abtippen. Da werden nicht nur die Infos nachgeschoben, die mir unterwegs gefehlt haben, sondern auch Formulierungen aufpoliert. Und es gibt schöne Tintenkleckse.
Leider musste ich bei der neuesten Geschichte feststellen, dass ich ein paar Stellen aus der Handschrift selbst nicht mehr verstehe. Da muss ich noch einmal gründlich nacharbeiten ...

Beate

Ich schreibe ebenfalls lieber per Hand, weil da die Kreativität irgendwie besser fließt. Wenn ich gerade meine "Schreibphase" habe, dann setzte ich mich mit Füller (und es muss ein Füller sein, mit Kuli gehts nicht) hin und schreibe einfach los. Und oft weiß ich da selbst nicht so genau, was ich schreibe. Ich überlege nicht über die Formulierungen oder die Handlung. Wenn ich krampfhaft über jeden Satz nachdenken muss, dann lege ich den Füller weg und warte eine Weile, bis es wieder von selbst geht.

Allerdings habe ich auch keine Probleme damit, die abgetippt Rohfassung zur Kritik freizugeben. Der Pate meines Romans ist da sehr nett und liest den Schmu alles und schreibt mir seine Kommentare dazu, wo ich in der Zeit gesprungen bin und was nicht klar ist - z.B. wenn die Ich-Perspektive wechselt. Dann ist zwar für mich offensichtlich, wer spricht, aber für einen Aussenstehenden nicht unbedingt. Solcherlei Dinge würden mir auch in der Überarbeitung nicht auffallen, weil sie mir glasklar erscheinen. Dafür brauche ich meinen Paten, der mich darauf aufmerksam macht. Da er auch noch im Buchhandel tätig ist, sieht er auch mit ganz anderen Augen darauf als ein "einfacher Freund".

Die Unsicherheit bleibt aber dennoch bestehen: Wer denkt schon von Haus aus von sich, dass er gut genug schreibt, um an einen Wolfgang Holbein, einen Kai Meyer ranzukommen? Die Zweifel habe ich auch. Aber dann denke ich mir, dass mein Pate schon recht damit haben wird, dass er unbedingt das nächste Kapitel haben will, weil er wissen will, wie es weiter geht. So schlecht kann es also gar nicht sein. Und wenn sich nur einer über das, was ich schreibe, freut und es gerne liest, dann habe ich mein Ziel doch erreicht? Dann habe ich einem Menschen das Gefühl gegeben, dass er in diese Welt eintauchen kann und mit den Charakteren mitfiebern kann. Und dieser eine wird wiederum anderen davon erzählen usw.

Aidan

Hallo Falkensteyn, hallo alle anderen!

Mir geht es da ähnlich. Ich habe einen roten Faden, teilweise recht detailierte Ideen, teilweise sehr vage. Für den Teil, den ich schreiben will, versuche ich mir grob zu überlegen, welche Dinge vorkommen müssen, den Rest lasse ich sich selbst entwickeln und schreibe frei drauflos. Das, was da raus kommt, bietet viele Chancen es besser zu machen. Wenn ich dann sozusagen Luft hole, schaue ich drüber und korrigiere, was mich "anspringt". Eine richtige Überarbeitung mache ich erst später, wenn ich weiß, welche versteckten Hinweise und spontane Begebenheiten ich für die Zukunft brauche, und welche nicht. Das weiß ich aber erst am Ende.

Die Figuren scheinen selber zu wissen, was später passiert und streuen subtile Brotkrumen, die nacher den logischen Weg zeigen und alles zusammenfügen. Deswegen sträube ich mich, zu rigoros vor dem Ende zu überarbeiten. Lesbar ist der Text dann schon, wenn auch lange nicht druckreif.

Und dann brauche ich erstmal Abstand. Oft arbeitet es dann in meinem Kopf weiter, weil mein Unterbewusstsein anscheinend mehr Fehler kennt, als das Bewusstsein, die es mir zu den möglichsten und unmöglichsten Zeiten mitteilt. (Ist mir auch schon passiert, dass ich nachts aufgewacht bin und einen Satz oder Formulierung ändern musste, weil sie mich nicht mehr schlafen ließ.)  :gähn:

Viele Grüße


Winterkind
"Wenn du fliegen willst reicht es nicht, die Flügel auszubreiten. Du musst auch die Ketten lösen, die dich am Boden halten!"

,,NEVER loose your song! Play it. Sing it. But never stop it, because someone else is listening."

Falckensteyn

Zitat von: Beate am 10. Juni 2008, 08:43:03
Ich schreibe ebenfalls lieber per Hand, weil da die Kreativität irgendwie besser fließt.

In meinen Ferien schrieb ich gezwungenermassen von Hand um mal zu testen, ob ich besser und gefühlvoller schreibe. Das ist bei mir aber nicht der Fall. Mein Schreibstil ändert sich nicht, ich schreibe bloss weniger von Hand als per Computer. Meine Kreativität beeinflusst es nicht, beides sind für mich nur Werkzeuge, um die Welt in meinem Kopf zu Papier zu bringen.

Aber Eure zahlreichen Antworten bestätigen mir so einiges und geben mir ein echt gutes Gefühl. Herzlichen Dank nochmals an alle! *mach Freudensprünge*

Beate

#13
Per Hand ist bei mir auch nicht gleich per Hand ;). Ich brauche dafür einen Füller - und zwar einen eingeschriebenen. Weder mit einem neuen, noch mit einem Kuli, Stabilo, Filzstift oder Bleistift funktioniert das so wirklich.

Aber ich bin da sicher auch etwas eigen :D

P.S: Und kariertes Papier. Auf liniertem oder leerem funktioniert es auch nicht so recht..

[was mir grad auffällt: Ich hab ja doch eine Art "Ritual" beim Schreiben. Füller und kariertes Papier :D]

Aidan

Hihi, ich bin genau anders.

Ich kann nicht so sehr gut mit der Hand schreiben. Da bin ich zu langsam, wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich es nicht so gut korrigieren und innerhalb kürzester Zeit kann eh niemand mehr etwas lesen.

Das einzige, was per Hand gut geht, sind Planung, Stichworte, Notizen, kurze Inhaltszusammenfassung. Ich schreibe zwar Tagebuch mit Feder und Tintenfass, aber ansonsten meist mit Stabilo oder Kuli, weil ich unterwegs oder im Bett gerade etwas notieren möchte. Und bitte, wenn irgendmöglich, keine Linien oder Karos! Eher noch Karo als Linien, aber das engt mich irgendwie so ein.  ::)

Am liebsten, besten und meisten schreibe ich am Rechner - und zwar nur an dem Laptop, der mehr oder minder stillschweigend "mein" Rechner wurde. Mein Mann sitzt an dem "Großen". Den Laptop kann ich überall mit hin schleppen, auch im Haus oder wenn es nicht zu hell ist auch mal nach draußen, er ist mir vertraut. (Manchmal ist es ganz praktisch, einen Computerfreak zu heiraten - er brauchte den Laptop vor allem beruflich. Im Moment eigentlich aber fast nie, denn inzwischen ist die Kiste zu langsam und alt für seine Bedürfnisse.)
"Wenn du fliegen willst reicht es nicht, die Flügel auszubreiten. Du musst auch die Ketten lösen, die dich am Boden halten!"

,,NEVER loose your song! Play it. Sing it. But never stop it, because someone else is listening."