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Fragen zur Narkose bzw KO-Tropfen

Begonnen von Fizz, 26. April 2011, 00:21:01

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Fizz

Hallo liebe Tintenzirkler,

weil ich mich in diesem Gebiet absolut nicht auskenne, brauche ich eure Hilfe. Meine Frage(n):

Wieviel Narkosemittel verträgt ein Mensch?
Wielange kann er damit ohne Problem narkotisiert werden? bzw. Ab wann wird es brenzlig?
Welche Nachwirkungen/Nebenwirkungen können auftreten (kurz- und auch langzeitig)?
Was gibt es bei einer Narktotisierung zu beachten?
Welche Folgen kann es mit sich bringen wenn man nicht nüchtern narkotisiert wird und wie wahrscheinlich sind sie?

Vielen Dank für eure Hilfe schon mal!
Gruß
Fizzy

Ary

Hallo,
ich kann nur von zwei Erfahrungen mit Kurznarkose berichten. Dazu musste ich nüchtern antreten, und ich war jedesmal so ungefäjhr eine halbe Stunde weg. Irre ist das Gefühl, wie man merkt, dass der Kreislauf noch versucht, sich gegen das Mittel zu "wehren". Klappt natürlich nicht, das Licht war in Sekundenschnelle aus. Es fühlt sich an, als würde man einschlafen.

Die Nebenwirkungen bei vollem Magen sind vermutlich massive Kreislaufprobleme und Übelkeit hinterher. Meine Mutter gehört zu den Menschen, die Narkosen ganz schlecht vertragen, ihr ist grundsätzlich hinterher eklig übel. Ich hatte damit keine Probleme, ich war jedesmal nur hundemüde hinterher und habe beide Male nach dem abgeholt werden zuhause noch mindestens drei Stunden gepennt.
Einfach mal machen. Könnte ja gut werden.

Alaun

#2
Hm, die Frage ist, was Du machen willst. Handelt es sich um einen Eingriff mit Sedierung oder eine "richtige" Narkose? Sedierungen sind meist sehr gut zu vertragen. Propofol ist da ein Mittel, das verwendet wird. Kann aus eigener Erfahrung sagen, das macht Spaß  ;D Man muss ja nicht gleich Michael Jackson nacheifern und zu viel von dem Zeug applizieren... Wichtig ist die Berechnung der Mittelgabe nach dem Körpergewicht.

Narkosen haben eben oft Nebenwirkungen bzw Nachwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen etc.
Worum gehts denn in Deiner Frage, eine stundenlange OP oder so etwas? Dann würde eine Sedierung eher nicht reichen. Wenn Du jemanden einfach "ausknocken" willst, dann würde ich eine Sedierung wählen. Danach ist man auch innerhalb von 30 Minuten bis zu einer Stunde wieder fit.

Felsenkatze

#3
Das mit dem vollen Magen ist nicht nur ein Problem der Übelkeit danach. Die Gefahr ist, dass du dich übergeben musst, während du den Beatmungsschlauch im Hals hast, der Zugang zur Luftröhre also frei ist. Dabei kann Magensaft in die Lunge geraten und dort massiv Schäden anrichten.

Mögliche Gefahren gibt es viele. Kreislaufkollaps, Herzprobleme und so weiter.

Im Grunde ist da hier allerdings erstens ein Recherchethema, das ich gleich mal schiebe, und zweitens ist das eigentlich ein Thema, zu dem man schon sehr viel rausfinden kann, wenn man einfach mal "Vollnarkose" googlet. In diesem Thread: http://forum.tintenzirkel.de/index.php/topic,3851.0.html ist klar dargelegt, dass wir eigentlich ein Mindestmaß von eigener Recherche erwarten, bevor Fragen gestellt werden.

Hier gibt's ein paar Seiten zu Vollnarkose:

http://www.narkose.de/verfahren.html
http://www.medizinfo.de/operationen/vollnarkose/risiken.shtml
http://de.wikipedia.org/wiki/Narkose

Fizz

#4
Wenn es hilft nenne ich mal den Grund der Narkotisierung:

Eine Person soll entführt werden, ohne dass sie sich wehren kann. Aus dem Grund wird ihr etwas in den Tee geschüttet. Aber eher mehr als zu wenig um sicher zu gehen, dass sie weg klappt. Die Person die das Mittel trinkt wird wahrscheinlich nicht nüchtern sein (daher die Frage) und ich vermute, dass sich der Entführer auch keine besonders große Mühe gibt auf die Person nachher in der Narkose aufzupassen (oder wäre das doch sehr wichtig wegen mögl. Erbrechen?) Am schönsten wäre es, wenn die Person einfach wegkippt und nichts mehr mitbekommt. Da ich wegen der Überdosierung (er kann ja auch schlecht das Gewicht einschätzen) davon ausgehe, dass die Person länger "ausgeschalten" ist als üblich, die Frage nach der möglichen Narkotisierungsdauer und den Nebenwirkungen/ Nachwirkungen.

Soweit zur Situation. Ich schau mir derweil mal Felsenkatzes Links an.

Edit & totales OT: Jap, verstehe Felsenkatze was du meinst. Hatte auch schon mal gesucht, aber manche Dinge wie mögliche Dauer einer Narkose findet man schwer. Denke da kennen sich die Menschen mit medizinischen Kenntnissen einfach besser auskennen. Wenn ich heute zu Fakten zur Wirtschaft was wissen will, bin ich auch bei meinem Prof besser beraten als bei Wiki ;D

Alaun

Klingt nach einem Fall für Propofol  ;)

Felsenkatze

#6
Dann suche mal nach K.O.-Tropfen, das sollte ungefähr deinen Ansprüchen genügen. ;) http://de.wikipedia.org/wiki/K.-o.-Tropfen

Unter Narkose verstehe ich eben vor allem die ärztliche (Voll-)narkose.

Fizz

Zitat von: Aquamarin am 26. April 2011, 13:01:10
Klingt nach einem Fall für Propofol  ;)

Das Mittel ist mir eigentlich wirklich egal. Ich denke nicht, dass der Entführer sich dazu äußern würde, geht mir wirklich mehr um generell, was möglich ist.

Ich denke da an einen einfachen Entführer, dem sein Opfer wirklich weitest gehend egal ist. (Dosierung, Narkotisierungszeit, Nebenwirkungen etc). Also weg von der Schulmedizin mit Gewicht wiegen, Gesprächen und ideal Bedingungen wie nüchterner Magen und Schläuchen. ;)

Alaun

Ok, dann ist Narkose wirklich nicht die richtige Bezeichnung. Also googeln, finden, schlau werden.  :vibes:

Sven

Was Du suchst ist (wie Felsenkatze es schon angedeutet hat) kein Narkosemittel. Eine Narkose legt das vegetative Nervensystem lahm (also all die Funktionen, die man nicht bewusst beeinflussen kann), weshalb bei einer Vollnarkose auch beatmet werden muss. Je stärker man narkotisiert wird, desto mehr Funktionen werden beeinträchtigt.
Was Du brauchst, sind Betäubungsmittel. K.O. Tropfen wurden schon genannt, Chloroform kann ich noch nennen. Das Zeug betäubt so lange, wie man es einatmet. Atmet man zu viel ein, führt das allerdings zum Tod, weshalb man besser in Etappen betäubt.

Beste Grüße,
Sven

Fizz

Ah der Unterschied dazwischen war mir gar nicht so bewusst, aber gut das sich das aufgeklärt hat.

Dann werde ich lieber mal nach Ko Tropfen recherchieren.
Gegebenenfalls werde ich nochmal auf das Forum zurückgreifen. Aber ich hoffe einfach mal, dass noch keiner Erfahrungen mit Ko Tropfen gemacht hat. ><

Runaway

Erfahrungen hab ich nicht, aber einer meiner Protas durchaus ;) Wichtig ist, daß du dich für einen Wirkstoff entscheidest, den man nicht schmecken oder riechen kann - wird aber schwierig - und daß du beachtest, daß derjenige wahrscheinlich hinterher ein völliges Blackout haben dürfte... bei Bedarf guck ich da aber auch nochmal nach.