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Ballastwörter

Begonnen von Hr. Kürbis, 22. März 2007, 08:59:35

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Hr. Kürbis

Bite nicht falsch verstehen, ich will hier nicht das konsequente streichen der Wörter propagieren! Es geht mir nur um eine kleine Hilfe, da ich meinen eigenen Texten gegenüber EXTREM betriebsblind bin.
Da ich mit yWriter schreibe und ich da "Problemwörter" eingeben kann, würde er mir die alle anmarkern. Das heißt nicht, das sie dann alle fliegen! Aber es hilft mir in dem Moment, sie aus dem Kontext heraus wahrzunehmen.

Übrigens halte ich nicht viel von "Regeln" als ultimative Wahrheit. Gerade im schriftstellerischen Bereich gibt es zu jeder dieser Regel mindestens 1 Millionen Gegenbeispiele, die trotzdem erfolgreich sind...  ;D
Wenn ich groß bin werd ich hoffentlich auch mal eines!  :ätsch:

Dankbare Grüße,

Hr. Kürbis

Lisande

Ich weiß nicht, ob es wirklich so sinnvoll ist, das schon beim Schreiben auszumerzen. Solche Dinge kann man doch ziemlich gut beim Überarbeiten auszmerzen, und dafür hat man u. a. Betaleser. Ich finde die Gefahr, dass man's beim Schreiben sieht und sich dann von der Umformulierung ablenken lässt viel größer. Außerdem kommt es immer sehr auf den Satz an sich, die Atmosphäre der Szene und den persönlichen Stil an, was gerade passt und was nicht, deswegen finde ich, sollte man die ruhig erst mal drin lassen und hinterher auf sich wirken lassen.

Aber das ist wahrscheinlich eine Frage der persönlichen Vorlieben. Ich würde es so machen, andere werden vielleicht schon wuschig, wenn sie sich ständig fragen, ob sie hinterher noch viel umbauen müssen...

Cassi-the-Orc

Beim Schreiben kann ich auf so etwas auch nicht achten. Dann käme ich überhaupt nicht weiter, weil ich ständig nur über einige Sätze nachdenken würde und später feststellen müsste, dass sie in der ersten Version wohl doch am besten gepasst hätten.

Nein, solche Wörter korrigiere ich, sobald ich das Kapitel/die Geschichte fertig habe. Ich brauch ein paar Tage Abstand und dann kann es losgehen. Allerdings liest mein Beta die ganze Geschichte über mit, also ich schick ihr jedes fertige Kapitel. Einmal, damit sie mich auf Logikfehler direkt aufmerksam machen kann und ich nicht plötzlich die gesamte Geschichte umschreiben muss und, weil das Rausstreichen solcher Wörter leichter ist, wenn man noch nicht zig Seiten vor sich hat. Und wenn am Ende nochmal alles komplett gelesen wird und die Kapitel eingeteilt werden, wird auch nochmal auf diese Worte geachtet.

@Hr. Kürbis: Ich würde sagen, diese "Regeln" sind eher Hinweise oder Empfehlungen. Anfangs stellen sie sicher einen guten Anhaltspunkt dar, nur darf man nie den Fehler machen, sich einfach nur komplett nach ihnen zu richten. Dann hätten wir Einheitsbrei. Außerdem will doch jeder von uns etwas Außergewöhnliches und Neues aufs Papier bringen, nicht wahr?

Hr. Kürbis

Jaja, schon klar, ihr habt Recht. Während des schreibens würde ich das auch nicht machen, erst im Nachhinein. Ich tue mich sowieso schwer mit dem ausformulieren während des schreibens, jeder Satz ist zäh wie Leder und mit Schweiß erkauft.
Ich mach es mir doch nicht noch schwerer! :no:
Aber beim Überarbeiten, da kann ich es mir doch mal optisch hervor heben lassen, wenn ich es sonst nicht sehe, gell?

@Cassi
Was meinst du, warum "Regeln" links und rechts oben so zwei Strichelchen hat? Pure Absicht und auch für mich nicht mehr als Anregungen. Da beherzige ich auch nur diejenigen, die mir gefallen...  :jau:

Cassi-the-Orc

@Hr. Kürbis: Wer lesen kann ist klar im Vorteil - ich kann es heut wohl nicht. Sorry, hab die Anführungszeichen übersehen.

Lisande

Zitat von: Hr. Kürbis am 22. März 2007, 21:23:59

Aber beim Überarbeiten, da kann ich es mir doch mal optisch hervor heben lassen, wenn ich es sonst nicht sehe, gell?

Na gut, es sei Dir gewährt...  ;D

Wenn Dir das hilft, Deinen eigenen Stil zu kontrollieren, warum nicht? Ich überlege gerade, was ich für Ballastwörter habe, ich weiß, dass es einige sind - aber mir fällt gerade auch nicht ein einziges ein, dass ich wirklich regelmäßig verwende...

Mein größeres Problem sind die Schachtelsätze, die liebe ich heiß und innig, wenn ich schreibe - und verfluche sie dann, wenn ich sie lesen muss.

Marty

Irgendjemand hatte hier im Forum einen Link zu einer Seite gepostet, die einem Füllwörter im Text anzeigt.  Dadurch angeregt, habe ich mir heute meinen Roman      ( zum Glück bisher nur 90 Seiten) nochnals vorgenommen.
Mir wurde ganz übel als ich ständig über "Schon" und "Noch" und deren Freunde gestolpert bin.
Ich möchte mich nochmals für die Anregung bedanken  :-*, würde es auch gern persönlich tun, finde aber den Thread nicht mehr.

THDuana

@ Marty
Das war Artemis mit => dem Thread hier <=.
Oder meintest du einen anderen?


Duana

Marty

Danke Duana  :-* das war genau der Thread den ich meinte.

Artemis

Ich pick schon den ganzen Tag das Wörchen "wohl" aus meinem Text *kreisch*
Und die zahlreichen Blicke, die irgendwie, irgendwann, irgendwem und irgendwohin geworfen werden, will ich gar nicht zählen...  :o

Bin seit Tagen nur noch auf der Jagd nach den elenden Ballastwörtern... hört das denn nie auf?  :gähn:  Bin schon dermaßen wahnsinnig, dass ich mir heut Abend ums Haar Kräuterquark auf die Marmelade schmieren wollte...
Ahh... es fängt an... ich werd verrückt... :wums:

Niniel

Schlimm wird es bei mir mir "doch". Ich habe dieses Wort beinahe schon für "aber" adoptiert und das schlimme ist, ich mache zeilenlange Sätze mit "doch". Vollkommen unnötig.  :wums:

Judith

Ich hab auch ein Faible für "aber" und "doch". Und dann erst meine vielen "wohl" und "so".  ::)

Rumpelstilzchen

Die "so´s" haben es mir auch angetan, aber dagegen gehe ich jetzt vor. Sie werden erbarmungslos gestrichen!  :darth:

Grey

Meine schlimmsten Feinde sind 'ziemlich' und 'fast/beinahe'

Grässlich... und so inkonsequent ;)

Niniel

'Eigentlich'
Meine Deutschlehrerin hat immer gesagt: "Eigentlich ist kein Wort!"
Und dann noch 'so in etwa' oder 'etwaig' Wobei ich nicht mal weiß, ob es das Wort gibt :D