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Einzeltitel vs. Trilogie / Mehrteiler / Reihen

Begonnen von Cailin, 13. Januar 2008, 19:51:51

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THDuana

#30
Gerade wo Okami das anspricht, fällt mir ein, wie ich letzthin mit einer Freundin vor dem Fantasybücherregal in einer Buchhandlung stand (zugegeben, es war die Erwachsenenecke) und kaum ziehe ich ein Buch heraus, um hinten auf ihm zu lesen, steht da etwas wie "Der erste Band der xxx-Saga" / "Die Fortsetzung vom Bestseller yyy". Das finde ich etwas nervig, denn irgendwie gibt es nur wenige Bücher, die kein Teil einer Trilogie oder Größerem sind und auch noch gut.

Bei den Jugendbüchern sehe ich das irgendwie anders, da gibt es gar nicht so viele Reihen, wie bei den Erwachsenen, habe ich das Gefühl. Vielleicht auch, weil die jugendlichen Leser einfach noch mehr für das Lesen begeistert werden wollen (man sagt ja oft so schön, die Jugend lese nicht mehr so viel ...). Oder woran liegt es, dass es bei den Erwachsenen mehr Reihen gibt?

Edit:
@ Ernesto
Ich denke nicht, dass man bei Fantasy zwangsweise mehr als ein Buch braucht, um die Welt zu erschaffen und den Lesen hineinzuziehen. Das Buch "Nijura - Das Erbe der Elfenkrone" ist so ein Buch wo ich sagen würde, dass es da keine Fortsetzung braucht, denn es ist so vollkommen, wie es ist und außerdem hat mich die Welt gefesselt. Es ist dick, um die 300 Seiten oder mehr (normal für Fantasy ;)) und dennoch führt die Autorin einen sehr gut ihn ihre Welt. Liegt aber auch an ihrem Erzählstil.

Wölfin

@Duana: Vielleicht liegt es daran, dass Erwachsene mehr Geld haben?  :rofl:
Oder man geht einfach davon aus, dass man als Erwachsener nicht mehr so kreativ ist, die Vorstellungskraft zurückgeht, etc.  und es daher einfacher ist, sich nur mit einer Welt auseinanderzusetzen?
Kinder wollen vielleicht einfach mehr Abwechslung, die interessiert es nicht so, die Entwicklung eines Charas mitzuerleben, wenn der auch noch schneller erwachsen wird als sie selbst.
Das ist zumindest meine Vermutung dazu.

Okami

THDuana

@ Okami
Der Witz ist ja, dass die Charaktere in den Jugendromanen gar nicht so schnell altern, wie die in Erwachsenenromanen.
Am Geld glaube ich nicht, dass es liegt, denn ich habe auch Reihen gesehen, die haben 4 Teile oder so und da kostet eines der Bücher um die 10 €, während eine Trilogie bei den Jugendlichen schon einmal insgesamt 60 € kosten kann.
Was die Vorstellungskraft angeht, könntest du Recht haben, denn mir erscheint es zumindest so, als wären die Jugendbücher viel abwechslungsreicher, als die Erwachsenenromane. Bei den Jugendbüchern gibt es fast ja schon ein Werben, wer die meisten neuen Ideen hat (wo wir doch bekanntlich wissen, dass es sehr schwer ist, etwas noch nicht Erzähltes zu finden).

Aber vielleicht liegt es auch daran, dass sich der Jugenromanemarkt meiner Meinung nach immer wieder in eine andere Richtung wandelt. Da kommt es denke ich viel mehr darauf an, was gerade "in" ist und was nicht. Die Erwachsenen scheinen mir da im Stil schon beständiger. 

Judith

Dass man bei Fantasy zwangsläufig mehrere Bände braucht, um ein Bild der Welt zu vermitteln, glaub ich auch nicht. Da gib es ja viele Gegenbeispiele - die meisten McKillip-Romane, Gaimans "Sternwanderer", Kerstin Ekmans "Ruf des Raben" etc.
Ich mag Serien dennoch sehr gern, weil ich einfach manchmal Charaktere, Welt und Handlung über einen längeren Zeitraum kennenlernen möchte. Allerdings bevorzuge ich es, wenn die einzelnen Bände wirklich aufeinander aufbauen und nicht nur ganz locker miteinander verknüpft sind. Für mich sollte also am Ende eines Buches schon erkennbar sein, dass da noch mehr kommt. Wenn eine Geschichte völlig abgeschlossen ist und dann werden mehrere Fortsetzungen aus dem Ärmel gezaubert, finde ich das nicht so toll.
Da ich auch zu denen gehöre, die selten Bücher kaufen und sie lieber aus der Bücherei ausleihen (anders geht das bei meinem Lesetempo auch gar nicht, sonst wär ich in Windeseile pleite), ist es natürlich manchmal etwas schwierig, an alle Bände einer Serie zu kommen. Bei Jasper FFordes Thursday Next-Romane hatte ich Glück, da ich hab gleich alle 4 auf einmal ergattert. Beim RdZ hingegen hab ich nach Band 3 entnervt aufgehört, weil ich immer ewig auf den nächsten Band warten musste - und so prickelnd fand ich die Handlung dann ohnehin nicht.  ;D

Den Eindruck, dass es bei den Kinder- und Jugendromanen mehr Einzelromane gibt, hab ich übrigens nicht. Da hätten wir Harry Potter, Bartimäus, Eragon, His Dark Materials, Narnia, Alanna von Trebond, Redwall, Wellenläufer, die Merle-Trilogie, Artemis Fowl.
Und das sind jetzt nur mal die, die mir auf Anhieb einfallen. Ist das bei der Erwachsenenfantasy wirklich so viel mehr?  ???

Shay

Ich kaufe mir Bücher grundsätzlich einzeln, es sei denn, ich kenne den Autor sehr gut. Trilogien sind ok, denn man kann ja selten genug Seiten haben. Was mich dagegen heftigst nervt, sind endlose Reihen, die noch nicht abgeschlossen sind (Reihen, wie Bücher allgemein, denen man anmerkt, daß sie nur des Geldes wegen geschrieben wurden, sind sowieso sofort raus).
Ich mag es allerdings sehr gerne, wenn eine Geschichte in absehbarer Zeit zu Ende ist. Ich lese schnell, das dürfen schon um die 2000 Seiten sein, aber eben alles schon erschienen. Wenn ich aber dann später entdecke, daß der Autor noch mehr Bücher geschrieben hat, die in der gleichen Umgebung spielen, dann bin ich überglücklich. Barbara Hamblys Darwath-Romane sind z.B. so: eine Trilogie plus zwei Einzelbände. Oder als Jugendlicher habe ich die ganzen Karl May-Bände, Hornblower-Reihen etc verschlungen. Mein Favorit sind also eigentlich in sich abgeschlossene Einzelgeschichten, die irgendwie zusammenhängen. Und praktischerweise sind meine eigenen Geschichten genau so ein Netzwerk aus lauter Einzelgeschichten. Es gibt da z.B. Figuren, deren Charakter über mehrere Geschichten weg eine kontinuirliche Entwicklung macht, aber trotzdem ist die Handlung jeder Geschichte in sich abgeschlossen.

Dr. Borstel

Ich lese sehr gern Reihen. Das heißt nicht, dass ich Einzeltitel grundsätzlich meide. Aber meiner Meinung nach braucht ein Großteil aller Autoren einfach länger als 400 Seiten, um eine Welt ausreichend zu schildern und eine befriedigende Story da hineinzuschreiben. Natürlich gibt es da Ausnahmen, aber gerade in der Fantasy braucht eine Welt ihre Zeit, um erzählt zu werden.
Ich bin Vielleser, mit einem Buch pro Woche komme ich für gewöhnlich lange nicht hin. Als solcher ist es natürlich angenehm, Reihen mit durchaus auch zehn oder mehr Bänden zu haben, um sich nicht alle paar Tage in eine neue Welt reinfinden zu müssen. Anders herum ist so eine Serie dann natürlich auch für Autoren angenehmer, da man nicht für jedes Buch eine neue Welt erschaffen muss, sondern maximal ein, zwei neue Orte und ein paar neue Charaktere. Für Verlage stellt sich sowieso der Vorteil, dass Reihen sich leichter vermarkten lassen, also zieht jeder etwas Positives daraus.
Das Prinzip ist ganz einfach, dass etwas, das einmal erfolgreich war, ohne Probleme auch ein zweites Mal Erfolg haben kann. Anders herum ist es aber schwieriger, mit etwas vollkommen neuem Erfolg zu haben, sich praktisch seine Fanbase von grund auf zu erarbeiten. Weniger Arbeit, mehr Erfolg, da ist es klar, dass der Einzeltitel mehr und mehr vomMaerkt verdrängt wird (wobei ich mir sicher bin, dass er nie vollkommen aussterben wird). Tolkien hat die klassische Trilogie vorgemacht und gilt heute als "Urvater" der Fantasy, darum hält sich diese Trilogie-Form bis heute. Allerdings geht der Trend meiner Meinung nach schon zu längeren Reihen. Ganz einfach, was dreimal erfolgreich war, kann ohne Probleme auch ein viertes oder fünftes Mal erfolgreich sein.

Linda

Zitat von: Dr. Borstel am 20. Januar 2008, 12:17:47
Tolkien hat die klassische Trilogie vorgemacht und gilt heute als "Urvater" der Fantasy, darum hält sich diese Trilogie-Form bis heute.

Fehlannahme.
Der Herr der Ringe ist ein Buch! Es war als ein Roman geschrieben und konzipiert worden und ist nur aufgrund der Papierknappheit nach dem Krieg vom Verlag dreigeteilt worden. Tolkien war mit dieser Entscheidung nicht sehr glücklich.
In England gibt es daher, sehr viel länger als hier (in Deutschland allerdings auch problematisch wegen des Längenunterschieds, da eine Übersetzung) den Roman in einem Band.
Der Herr der Ringe ist also genau das Buch, das für ein Einzelprojekt spricht.

Gruß,

Linda

Dr. Borstel

Okay, das wusste ich nicht, danke für die Information. Dann wüsste ich ehrlich gesagt auch nicht, was so dringend für diese Trilogie-Form spricht. Ich persönlich finde Trilogien eher unsympatisch, wenn schon, dann entweder Einzelbände oder eben (bevorzugt) lange Reihen.

Manja_Bindig

Hm... mir sind Einzeltitel recht unlieb, es ist immer das Problem, dass verdammt viel - nämlich die Welt - in recht wenig - nähmlich einen Band - gepackt werden muss. Deshalb bevorzuge ich Romane, die in einer losen Reihe sind, in der gleichen Welt spielen, in der aber auch eine wechselnde Besetzung stattfinden kann(wenn die Geschichte eines Charas erzählt ist, muss er nicht mehr auftauchen - gebt ihm nen schönen Abschied und ich bin zufrieden).
So ähnlich halte ich es ja auch bei meinen Geschichten - meine Welt - viele Romane in verschiedener Besetzung(von denen allerdings etliche miteinander zu tun haben) und verschiedener Zeiten vor allem. Eine Trilogie, ein Nachfolgeroman, in dem nur noch einer der beiden Hauptcharas lebt und außerdem noch ein Einzelroman, der quasi aufrollt, wie diverse Ausgangssituationen entstanden und wer Schuld dran ist - das hängt zusammen und spielt... hm, die Trilogie und der Vorläufer dazu umfassen vielleicht einen Rahmen von 250 Jahren. Danach kommt ein Zeitsprung von vielleicht noch einmal 500 Jahren und wir sind bei dem Nachfolger, der mehr oder weniger an die Trilogie anknüpft. Damit wäre ein Rahmen von 700 bis 800 Jahren abgedeckt.
Danach... GANZ großer Zeitsprung, meine Welt befindet sich in der Moderne - und meine Heldin entwickelt sich nach und nach zur Schreckensherrscherin, die die Welt technisch gesehen mal flugs wieder ins Mittelalter befördert - willkommen in meinem Flügelzyklus.
So halte ich es eigentlich - eine Welt, in der mehrere geschichten erzählt werden, die mehr oder weniger miteinander verknüpft sein können. Und ich lese es auch bevorzugt so...
die einzige Ausnahme, die ich bis jetzt gemacht habe, war mein "Jana"-Plot... aber gut, der fällt eh aus dem Rahmen.

Allerdings betrachte ich auch meine Reihen als Einzelroman, wo ich lediglich nach einer Weile sage: "So, hier setzen wir nen Cut, Buch 1 zu Ende, Buch 2 fängt an." Ich kann nicht mehr in Reihenteilen denken.

zitatus

#39
Zitat von: Manja am 20. Januar 2008, 13:05:48
Hm... mir sind Einzeltitel recht unlieb, es ist immer das Problem, dass verdammt viel - nämlich die Welt - in recht wenig - nähmlich einen Band - gepackt werden muss. Deshalb bevorzuge ich Romane, die in einer losen Reihe sind, in der gleichen Welt spielen, in der aber auch eine wechselnde Besetzung stattfinden kann(

Deshalb finde ich die Welt von Terry Pratchett so toll. Je mehr man von der Scheibenwelt liest, um so mehr erfährt man von ihr. Dabei ist es fast egal, mit welchem Band man anfängt, da alle Bücher in sich abgeschlossen sind.

Endlosreihen finde ich äußerst ätzend: Wie bei TV-Serien steht am Anfang meist eine gute Idee, die totgereizt wird. Wenn ich ausnahmsweise eine TV-Serie als Beispiel nennen darf: "Lost".


Darkstar

Also, ich finde ja auch Serien sehr nett (gerade TV-Serien), weil da Charaktere sich oft auch weiterentwickeln. So geht es mir dann mit vielem in der Literatur.
Dabei gibt es dann ja auch Mehrteiler, die direkt aneinander anknüpfen und die man zusammen lesen muss, damit die Story einen Sinn ergibt und Mehrteiler, die einfach nur in der gleichen Welt spielen, aber unabhängig voneinander gelesen werden können.

Zu dem Thema hat sich übrigens Kate Elliott (Sternenkrone) recht nett in ihrem Livejournal geäußert, auch im Bezug darauf, was Jung-Autoren angeht (wobei das natürlich eher auf den US-Markt zugeschnitten ist):

http://kateelliott.livejournal.com/60566.html#cutid1

Übrigens finde ich es viel schwerer, einen guten Einzeltitel zu schreiben, der im Gedächtnis hängen bleibt.
Deshalb lese ich gute Einzeltitel wohl auch ab und an so gern!

SemSimkin

Hmm ja schon sehr konträr. Eigentlich heißt es ja Land auf Land ab: Als Einsteiger nicht gleich eine Triologie oder Openend Saga anbieten, sondern einen soliden Einteiler. Andererseits stehen echt überall nur Mehrteiler in den Regalen !  :hmmm:

hima

Ich bin Mehrteilern oder ganzen Epen, die sich über dutzende Bände hinweg erstrecken, eher skeptisch eingestellt. Ich kenne mich - ich langweile mich schnell mal, wenn ich zu lange brauche, um die ganze Geschichte abzuschliessen. Ausserdem geht das ganz schön auf mein kleines Budget  :-\
Allerdings, wenn die Serie wirklich gut ist und auch was her gibt, lese ich gut und gerne alles. Und zum Glück gibt es Bibliotheken, wo man die Bücher ausleihen kann  ;D

In letzter Zeit stehe ich immer öfters vor dem Fantasyregal in meiner Lieblingsbuchhandlung und sehe immer die gleichen Bücher bzw. Ideen. Vielleicht liegt es nur an mir, aber angebliche Bestseller, die mir auch empfohlen werden, fesseln mich überhaupt nicht. Da komm ich kaum noch über die Hälfte des Buches hinaus. Momentan fehlt mir die Innovation, das Neue, das eine wirklich gute Reihe ausmacht. Vielleicht wende ich mich deswegen immer mehr gen Osten ;]

Wilpito

Ich persönlich bin Serienleser. Das heißt, ich suche mir häufig Geschichten die eine Fortsetzung haben. Wenn man ein Einzelbuch liest, in der ein neue Welt vorgestellt wird, so finde ich es schade, wenn man nach einem Buch (Bei guten Geschichten in 3 Tagen) die Welt schon wieder verlassen muss.

Selbstverständlich finde ich es auch Öde, wenn man in der zehnten oder 20. Fortsetzung ankommt, und der Autor damit anfängt alte Themen nur wieder neu aufzuwärmen. (Perry Rhodan Buchserie ab Band 30 oder Die Endlosen Fortsetzungen von StarWars) um nur zwei Serien zu nennen, die ich lange gelesen habe.

Ich selbst denke beim schreiben meine Bücher immer an Fortsetzungen. Ich dessigne meist junge Helden, die im Laufe des ersten Buches besondere Fähigkeiten erwerben, die sie in den Fortsetzungen dringend brachen werden. Dabei schließe ich jede Geschichte ab und beginne Fortsetzungen immer mit einem Kapitel "Was bisher geschah" oder so ähnlich.
Auch das Wiederverwenden von Welten für neue Geschichten finde ich gut. Warum soll es in einer Welt immer nur einen Held geben? Gerade im SciFi ist es doch Herrlich eine Welt mal bei der Entdeckung, einmal nach 300 oder 500 Jahren der Isolation oder bei der Wiederentdeckung durch die Erde zu betrachten.   

ZitatWas sagt ihr zu dem Phänomen, dass Übersetzungen zum Teil in zwei (oder manchmal sogar mehr) Bücher gesplittet werden?
Das Splitten von Büchern bei der Übersetzung empfinde ich schlicht und ergreifend als Geldschneiderei. Denn was soll man mit einem halben Roman anfangen? Wenn man schon aus technischen Gründen ein Werk splitten muss, z.B. weil die 1200 Seiten Grenze überschritten wird, dann sollte es generell so sein, das die Teile nur im Paket angeboten und verkauft werden dürfen.

ZitatWas glaubt ihr, steht hinter diesem Trend? Stirbt der Einzelband auf lange Sicht aus?
Ich glaube nicht. Aber aus meiner Sicht, wird es immer schwieriger als Autor mit einem Einzelband auf den Markt zu kommen. Wenn schon ein neuer Autor, dann gleich im Mehrfachpack. Dann Lohnt sich die Werbung für den Verlag eher. Einzelbände werden aus meiner Sicht langfristig vor allem von bekannten Autoren aufgelegt werden.

Churke

Zitat von: hima am 20. Juni 2008, 13:47:30
In letzter Zeit stehe ich immer öfters vor dem Fantasyregal in meiner Lieblingsbuchhandlung und sehe immer die gleichen Bücher bzw. Ideen. Vielleicht liegt es nur an mir, aber angebliche Bestseller, die mir auch empfohlen werden, fesseln mich überhaupt nicht. Da komm ich kaum noch über die Hälfte des Buches hinaus. Momentan fehlt mir die Innovation, das Neue, das eine wirklich gute Reihe ausmacht.
Ich sehe in den Buchhandlungen auch lauter Klone, und die als Serien und Zyklen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass das wie in Hollywood läuft: "Wenn wir nur 10 % der HdR-Zuschauer ins Kino kriegen, dann rechnet sich das schon."

Außerdem werden die Bücher anscheinend bewusst auf dickes Papier gedruckt, damit sie mehr her machen. Ein französisches Taschenbuch von j'ai lu ist mit 400 Seiten so dick wie ein deutsches mit 240. Hm... ::)

Wenn ein Buch sowieso nur aus Versatzstücken besteht, dann kann man daraus ja auch problemlos einen Zyklus machen. Für den Verlag leicht verdientes Geld.  :dollars: Aber es gibt eben auch originelle Werke, die man nicht aufpusten kann. Was würden wir denn von Brave New World als 20-bändigem Zyklus halten? Öh...