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Alkohol

Begonnen von Roland, 01. Januar 1970, 01:00:00

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Roland

Da hast du Recht mit dem dekadent (Also du und ich) :o Ich habe mir zwischenzeitlich schon meine Gedanken gemacht, als alle sagten, dass sie nichts trinken, nichtmal in ihrer Freizeit.
  Die Frage mit dem Teufel ist eine schöne Sache. Die Frage allein kann einen schon vor Abgründe stellen, zumindest Alkoholiker, die man diese Frage stellt, nur mit anderem Inhalt, der auf sie zutrifft. Die Frage kann einen dazu bringen zu denken, dass man stark abhängig ist, da sie so verzerrt gestellt ist.
  Denn ich würde sie nicht klar dahin beantworten, dass ich lieber im Suff schreibe, aber ich trinke meistens doch etwas beim Schreiben. Dieses Trinken sollte aber nicht falsch verstanden werden, denn es geht nie soweit hinaus, dass ich wirklich die Tasten nicht mehr treffe oder Ähnliches. Sollte ich mir die Kante geben wollen, tu ich das hinterher.
  Auch wichtig dabei ist, dass ich meist nur abends schreibe. Sollte ich ab und zu mal schnell eine Kurzgeschichte am Nachmittag schreiben, trinke ich nichts. Das wäre selbst für mich zu niederträchtig, also beim Schreiben. Beim Zelten mit Freunden ist das etwas Anderes, aber das sei mal dahingestellt ;D.
  Es ist auch schwer zu definieren, wie weit man gehen sollte mit dem Rausch, damit er noch sinvoll zu nutzen ist...Ich weiß nicht recht. Schwer, schwer.
  Trotz alledem ist es immernoch am Besten, wenn man alles, das man nicht auch nüchtern machen könnte, es nüchtern macht. Alles andere wäre eine Gewohnheit, die man kontrollieren sollte, damit sie nicht zur Sucht verkommt.

                       Grüßchen, Wulli!  ;D

Roland

Oh mein Gott. Ich überlegte die ganze Zeit, wieso sich der Satz so schlimm angehört hat.

"Zumindest Alkies, DENEN man...

Schlimmschlimm... ;D

So, wieder weg  ;D

Geli

Jeder muss für sich selbst wissen, wie er leben will. Ich halte es darüber hinaus für jedermanns Pflicht, seine Grenzen zu finden.
Grenzerfahrungen müssen sein.

Nur wer seine Grenzen nicht kennt, ist überrascht, und teilweise dann sehr böse überrascht, wenn er sie hinter sich lässt.

Umgekehrt sollte man aber auch wissen, dass es nicht immer und überall ein Zurück gibt.

Ich trinke durchaus ab und zu Alkohol.
Aber ich weiß, dass ich schon nach zwei Gläsern Wein Watte im Kopf habe. Das ist der Konzentration beim Schreiben nicht sehr förderlich. Schon weil die Finger nicht mehr ganz so schnell laufen wollen.

Anderes Beispiel - wer wie ich mit Ölfarben malt, einmal aus Versehen den mit Farbe vollgesogenen Pinsel in sein Glas getunkt und später unbesehen daraus getrunken hat - der weiß, dass Öl im Wein zwar wunderbare  Regenbogenkringel macht. Aber es schmeckt einfach nur bescheuert und auf dem Bild siehst Du davon auch nichts.

Thrawn

hiho,

nuja also ich trink dahoim eigentlich nix.

Nur auf Festen, Disco etc. ...

Rauchen ... ne Gute Zigarre am Burzeltag oder am Silvester.


Ob sich bei mir an den gedanken ändert wenn ich trinke.
Nur wenn es sehr viel ist. Von ein paar Gläsern Bier, oder so da verändert sich nix bei mir.

@ Geli

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Anderes Beispiel - wer wie ich mit Ölfarben malt, einmal aus Versehen den mit Farbe vollgesogenen Pinsel in sein Glas getunkt und später unbesehen daraus getrunken hat - der weiß, dass Öl im Wein zwar wunderbare  Regenbogenkringel macht. Aber es schmeckt einfach nur bescheuert und auf dem Bild siehst Du davon auch nichts.
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Einfach nur geil :D.


MfG
Thrawn

Manja_Bindig

Maja... du bist gruselig. Gut... aber echt gruselig...

Ich brauch keinen Alkohol, Drogen, etc... mir reicht morgens der noch leicht bedrimselte Schlafzustand und eine Tasse Kaffee(aaaah, der duft...), um morgens gut zu schreiben. Da werde ich wach.

Und warum ich für mich keine Drogen brauche, um zu schreiben?(der kaffee kann gern durch tee ersetzt werden, kein Problem) Weil ich mir sage, wenn ich meinen Körper 'putt mache, muss ich dauernd zum Arzt und hab weniger zeit zum Schreiben. Und am Ende stern ich noch früher und hab nicht alles schreiben können, was ich wollte... schreckliche vorstellung.

Aber im Grunde hat maja recht - man tut SICH etwas an, wenn man Zeug schluckt und trinkt. Jedenfalls, wenn man keine menschen hat, di sich um einen sorgen(noch ein Grund - ich mag meinen Freunden keine Sorgen machen)

bastet

Was für ein Thema! Nun gebe ich auch noch meinen Senf dazu ab  ;D Also, ich habe mit dem Rauchen aufgehört (yipeeeh), aber wenn ich mich an die Zeiten zurückerinnere, wüsste ich nicht, dass ich jemals während des Schreibens Zigaretten geraucht oder Alkohol zu mir genommen hätte (okay, okay, mal von dieser einen furchtbaren Hausarbeit in Literaturwissenschaft mal abgesehen, aber das war nun wirklich kein KREATIVES Schreiben). Im übrigen schließe ich mich der Mehrheit an, die da meint: Schreiben ist Droge genug. Wünschst Du einen entspannten Zustand, würde ich es mal mit Yoga probieren - obwohl ich es mir persönlich etwas schwiertiger vorstelle zu schreiben, während man gerade ein Brücke macht oder soetwas  ;) Ich liebe guten Wein, bin aber noch nicht auf die Idee gekommen, beim Schreiben zu trinken. Aus zweierlei Gründen: Erstens muss ich mich schon nüchtern mächtig anstrengen, mich nicht ständig zu verschreiben, die neue Rechtschreibung zu missachten oder zu vergessen, wer mit wem liiert ist und mit welchen Waffen er kämpft. Das erfordert viel Konzentration, und ich schätze, die Arbeit, die man hat, um den eventuellen Schreibfluss vom Vortage mit nüchternen Kopf noch einmal auf Ungereimtheiten durchzugehen, ist um etliches unerfreulicher als verzweifelt auf dem Bleistift herumzunagen. Zweitens: Ich bin ein gebranntes Kind. In meiner Familie gab es einen bösen Fall von Alkoholkrankheit. Ich habe darufhin in Selbsthilfegruppen (nein, ich war nicht betroffen, da dürfen auch Angehörige hin) viele andere Menschen und ihr Schicksal im Kampf mit dem Alk kennengelernt. Das war für mich Grund genug, zwar nicht gänzlich abstinent zu leben dafür aber immer abzuwägen, wieviel es einem Wert ist, die Kontrolle über sich und seine Bedürfnisse zu verlieren. Wenn ich mal Kinder habe, werde ich auch den Wein aufgeben, denn ich möchte nicht, dass es für sie normal ist, dass Erwachsene trinken. Wer schreibt, hat seine Droge - ist meine Meinung. Sicher geht es vielen anders, aber welchen Preis zahlen sie dafür? Und im übrigen: Wenn ich schreibe, vergesse ich alles (außer Schokolade essen). Was vielleicht noch als "alkoholfreie" Inspiration in Frage kommt (für mich hin und wieder): Schöne Filmmusik hören ...

Jules

Also, mit meinen 16 Jahren empfinde ich den Geschmack und Geruch von Alkohol als widerlich und habe eigentlich auch nicht vor, jemals welchen zu trinken. Ich verzapfe im komplett nüchternen Zustand schon manchmal soviel Scheiß, dass ich mich nicht besoffen erleben möchte. Als mir die Weisheitszähne gezogen wurden, hatte ich die Wahl zwischen: Örtlicher Betäubung-kein Schmerz, aber man kriegt alles mit, dann diese Sache, wo mir erzählt wurde, man bekommt eigentlich nichts mit und grinst faktisch die ganze Zeit und dann dieses durchpennen. Das zweite war mir irgendwie am Unheimlichsten und das zweite war mir auch nicht gerade gehauer, also hab ich mit zwölf Spritzen in den Gaumen geben lassen und mich dann eine halbe Stunde lang sehr gelangweilt, während die in meinem Mund rumgewerkelt haben...

Ich weiß nicht, der Gedanke, noch weniger Kontrolle über mich zu haben löst in mir so ein leichtes Angstgefühl aus. Rauchen tu ich auch nicht und andere Drogen sind mir bisher zum Glück noch nicht über den Weg gelaufen. Und wenn sie es tun, werde ich RENNEN.

Beim Schreiben hör ich manchmal Musik, aber das muss auch nicht sein. Ich kann immer und überall schreiben und es ist fast vollkommen egal, was grad um mich her geschieht. Es ist aber immer schön, was zu knabbern neben sich zu haben.  :D

Roland

Sehr interessant zu sehen, dass eigentlich alle nichts trinken, da sie nicht die Kontrolle über sich verlieren möchten. Vor allem die, die noch nichts getrunken haben, oder nur wenig. Was heißt das denn für Euch? Die Kontrolle verlieren? Dass man einfach dummes Zeug redet? Dass man aggressiv wird?
   Ich denke, es kommt immer auf den jeweiligen Typus an, der Alkohol trinkt. (Ich möchte jetzt hier nichts propagieren, ihr wisst, wir ich´s meine). Denn, ich z.B. bin, wenn ich getrunken habe, still. Auch wenn ich sternhagelvoll bin, bin ich meistens stiller als sonst und überlege sehr viel. Ich kann jeden Gedankengang normal denken, wie sonst auch. Ich bekomme weder Agressionen oder Sonstiges, ich bin einfach etwas, je nach Grad des Trinkens, grobmotorischer. Ich bewege mich langsamer, denke aber in mir drin, als wenn ich nüchtern wäre. Ich weiß, hört sich komisch an, weil alle immer sagen, dass wenn man betrunken ist, alles fällt und man nur noch Scheiße macht, aber ich denke, viele sehen das hier zu streng.
  Ich will hier nicht Leute zum Alkohol verführen, auch wenn es sich so anhört, will auch eher darauf hinweisen, es eher sein zu lassen als es sich anzutun, aber es kann auch schön sein in manchen Situationen. Und wenn man den Typ hat, den ich besitze. Einen, der unter Alkohol ruhig und gelassen bleibt und keine Aggressionen bekommt und nur noch Mist redet oder handgreiflich wird.
  Viele liebe Grüße, Wulli!
  

Ronya

HALT!!! Bin ich ein Alkoholiker, weil ich ab und zu, wenn mir der Schädel nach zehn oder elf Stunden Uni qualmt ein Bierchen trinke und mich dann an den PC setze um zu schreiben? Ich glaub wohl kaum! Irgendwie glaube ich ihr habt mich falsch verstanden: Ich brauche den Alkohol nicht zum schreiben! Aber er stört mich auch nicht! Nach nem harten Tag bin ich nur oft ein wenig losgelöster nach einem Bierchen, weswegen ich aber noch lang nicht dicht bin! Im Suff kann ich auch nicht schreiben, aber von einem Bier bin ich noch sehr lange nicht betrunken, da werden schon mindestens drei benötigt, bis ich mal etwas spüre!
Gruß Ronya

Isabel

#24
Ich für meinen Teil schwöre ja auf die grüne Fee. Lecker Absinth weckt die Inspiration. Ab und zu auch gerne etwas Morphium, wie in der guten alten Zeit...

Nein, ich lebe so ziemlich abstinent. Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ganz einfach, weil es mir nicht schmeckt. Zigaretten sind einfach nur widerlich und Alkohol trinke ich nur sehr selten (und dann nippe ich meistens auch nur am Glas).

Alk und andere Drogen für die Inspiration? Ist nichts für mich, halte ich auch nichts von. Wenn ich schreibe und es gut läuft, dann vergesse ich alles um mich herum. Ich esse nichts, ich trinke nichts. Ich denke, ich kann mich auch so gut in die Figuren hineinversetzen, ohne Extremerfahrungen am eigenen Leib machen zu müssen. Ich glaube, Drogen wären mir nicht hilfreich beim Schreiben, sondern würden mich im Gegenteil davon ablenken.

Und ja, es ist wahr, ich war noch nie betrunken und habe ehrlich gesagt auch nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Roland

Es hat hier keine etwas Falsches verstanden @Ronja, kam doch auch hier nirgens zum Ausdruck oder? Also ich hab nichts erkennen können in den Postings danach  ???

                                  Lg Wulli

Ronya

ZitatWer Alkohol braucht, um zu schreiben, kann einem Leid tun, muß aber nicht - solange er selbst keine Probleme damit hat und zufrieden ist, und solange das, was rauskommt, okay ist.
Vielleicht habe ich diese Stelle ein wenig falsch ausgelegt. Falls ja, tut es mir leid.
Gruß Ronya

Roland

Das wurde mit Sicherheit nicht auf Dich persönlich bezogen ;) Hier wird keiner angegriffen, auch nicht, wenn man der abhängigste Alki der Literaturszene wäre :)
  

Lg Wulli!

Maja

#28
ZitatVielleicht habe ich diese Stelle ein wenig falsch ausgelegt. Falls ja, tut es mir leid.
Gruß Ronya

Hallo Ronya,
ich habe für das Posting eine gute halbe stunde gebraucht. Als ich damit anfing, war deines noch gar nicht da. Es hat sich überschnitten. Ich meinte Leute wie King, Poe, Thomas, London, Hemingway, Roland und so...
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Roland

Was für ein Vergleich  :o  ;D

                                                      Lg Wulli