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Kapitellänge

Begonnen von Coppelia, 30. Januar 2007, 09:31:58

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Manja_Bindig

Äh... eine?
Tut mir leid, ich versteh den Sinn nicht ganz. Es gibt Romane, deren Kapitel sind eine halbe Seite lang.
Ich hab ein Kapitel mal aus einem Satz bestehen lassen.
Oder die Kapitel gehen über 30 Seiten... da gibts meines Wissens nach keine gesetzlichen Vorgaben.

THDuana

Hallo Nirvana,

das kann man glaube ich so gar nicht sagen. Das kommt auf die Geschichte, die möglichen Perspektivensprünge und natürlich den Autor an.
Es gibt welche, die schreiben Kapitel mit 6 - 8 Seiten, andere mögen lieber die runde 50 ::)

Als Leser kann ich sagen, dass ich Kapitel gerne in einer Form habe, so dass ich am Abend im Bett noch "schnell" (ich und schnell lesen - der war gut ;D) lesen kann. So um die 10 bis 20 Seiten. Kommt aber auch wieder auf den Leser an.

Allerdings weiß ich nicht, ob man sich dazu viele Gedanken machen sollte. Ich teile die Kapitel so ein, dass ich gegebenenfalls eine Überschrift für sie finde und dass der Bruch Sinn macht. Da können mal 4 Seiten und mal 15 herauskommen.


Nirvana@7

Danke Manja, so etwas wollte ich hören. Ich bin mir einfach nicht sicher ob es reicht für so eine lange Geschichte. Ebenso danke Duana, das sollte mir einen Weg zeigen was reichen würde.

Maja

Die Länge von Kapiteln sollte innerhalb eines Werks möglichst einheitlich sein - es wirkt seltsam, wenn manche Kapitel nur fünf Seiten haben und andere fünfzig. Prologe und Epiloge sind davon ausgenommen, die dürfen deutlich kürzer sein und sollten keinesfalls länger sein als der Durchschnitt.
Bei mir ergibt es sich meistens, daß Kapitel eine Länge von 25 Seiten haben. Aber das ist meine eigene Hausnummer und keine Allgemeinregel.
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Manja_Bindig

Ganz allgemein: das Kapitel ist dann zu Ende, wenn du denkst, dass es zu Ende ist. Nicht früher und nciht später und dieser Zeitpunkt lässt sich auch schlecht in Seitenzahlen angeben(allerdings ist es möglich, zwei kurze Kapitel in eines zu packen, wenn der Bruch nicht zu groß ist - nur ein einziges, in sich geschlossenes Kapitel sollte man nicht zerrupfen)

caity

Ich schließe mich mal einfach Duana und Manja an:
Ein Kapitel ist dann zu Ende, wenn es zu Ende ist.
Über große Unterschiede würde ich mir da auch nicht so viele Gedanken mache, und erinnere dabei einfach mal an Steven King (war's glaub  ???). Der hat ine inem Roman 50-Seiten-Kapitel und eins, das aus einem Wort besteht  ;D.
Ist nicht die Regel, aber eine wirkliche Regel gibt es auch nicht. ;)
Bei mir haben Kapitel meistens nicht über 25 Manuskriptseiten. Wie Duana bereits sagte: Zum Lesen vor dem Einschlafen sind kurze Kapitel eben besser. Ansonsten gehe ich wirklich nach dem Sinn in einem Kapitel und versuche das zusammenzupacken.
Wenn ein Autor behauptet, sein Leserkreis habe sich verdoppelt, liegt der Verdacht nahe, daß der Mann geheiratet hat. - William Beaverbrook (1879-1964)

nurel

Darüber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht. Aber es ist eben unmöglich hier eine Vorgabe zu machen. Wenn ein Szenenwechsel stattfindet, dann beginnt man eben ein neues Kapitel.

Man kann ja nicht alles in eine Form pressen, oder?

saraneth

Hm... also bei mir ist das so, dass ich immer so um die zehn Seiten schreibe, aber das kann auch mal weniger sein. Also nicht festgelegt, wie die anderen schon gesagt haben.

Wenn ich zwei Erzählfäden habe, schreibe ich eher kurze Kapitel (also 6 bis 8 ) Seiten, damit die Spannung erhalten werden kann.
Wenn man also an einer spannenden Stelle an der einen Stelle abbricht und an der anderen weitermacht, ist meiner Meinung nach der Spannungsbogen irgendwie effektiver. ^^

Hr. Kürbis

Ich mag auch eher die kurzen Kapitel (eben gut zum einschlafen ;D), aber die Länge variiert doch recht stark... Es kann durchaus vorkommen, dass ein Kapitel dreimal so lang ist wie das vorherige. Das liegt dann an der notwendigen Handlung und der Spannung, die bei gleichbleibender Kapitellänge recht unterschiedlich wäre. Deswegen "blähe" ich kein Kapitel unnötig auf, nur um auf eine ähnliche Seitenzahl zu kommen. Wenn die Handlung durch ist, dann ist sie eben durch...  ;)

Mercury

Also die Kapitellänge ist doch je nach Werk anders, ich z.B bevorzuge längere Kapitel, meine 300 Seiten Starke Story hat aktuell 6 bzw. 7 Kapitel. Gut, das ist wohl wirklich etwas wenig, aber ich denke man muß schauen, wo es Inhaltsmäßig passt, einen "Schnitt" zu machen. Perspektiv oder Ortswechsel bieten sich an, um ein neues Kapitel zu  starten.

lg

Moni

Die Kapitellänge hängt vom Inhalt und auch von der Gesamtlänge des Buches ab, würde ich sagen. Man hat selten Kapitel mit 100 Seiten in einem Buch von 300, aber wenn das Buch 1.000 Seiten hat, kann auch ein Kapitel entsprechend lang sein. Wobei ein "Wälzer" meistens ja auch ausführlichere Inhalte hat und damit die Kapitel gleichermaßen länger sind.
Es gibt da auch noch andere Ausnahmen als King, z.B. in Walter Moers 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär: da ist jedes Kapitel ein Leben, einige sind eine Seite lang, andere 30.
Kommt eben auf den Sinnabschnitt an, den man mit einem Kapitel setzen will. Szenenwechsel kann man auch innerhalb eines Kapitels haben, da muß man nicht zwingend ein neues Kapitel anfangen.

Aber es gibt, wie ja bereits mehrfach gesagt, keine allgemeingültige Regel die da sagt: Prolog: 5 Seiten, 25 Kapitel à 10 Seiten, Epilog 5 Seiten. Wäre ja auch sehr merkwürdig, wenn jeder Autor sich an so eine Regel halten müßte. Wie manche Bücher nach Anwendung einer solchen Regel wohl aussähen?

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Nirvana@7

Stimmt.

Eine weitere Frage. Meine erste Kurzgeschichte dauert so um die 35 Seiten. Reicht das? Denn mein Großes Projekt NIRVANA möchte ich sowieso erst fertigstellen wenn ich zu arbeiten beginne. Darunter möchte ich Kurzgeschichten schreiben um den Faden nicht zu verlieren.

;D :) ;)
NicK B.

felis

@Nivana 35 S. sind für ne KG definitiv zu lang!  ::)
Beim Drachenkinderwettbewerb z. B. waren maximal 25.000 Zeichen gefordert (Das waren bei mir ca. 10 Seiten) und das ist schon eher großzügig (Naturgewalten setzte die Obergrenze bei 15.000)....
Was die Kapitellänge angeht ist sie auch ein Stilmittel, einen Text schneller zu machen (kurze Kapitel) oder wieder langsamer (Lange Kapitel) und darf deshalb durchaus variieren.

THDuana

@ felis
Bis 100 Seiten zählt glaube ich fast alles zur Kurzgeschichte *nachdenk*
Aber wenn es keine Wettbewerbskurzgeschichte ist, darf/kann sie länger sein.

Nur verstehe ich gerade den Zusammenhang von er Kapitellänge und der Kurzgeschichtenlänge nicht ::)

Manja_Bindig

Kurzgeschichte ist KURZ. Das heißt, sie sollte in zehn Minuten zu lesen sein.
Es hängt zwar auch am typischen Kurzgeschichten-Stil, aber grundsätzlich sollte eine Kurzgeschichte kurz sein und 35 Seiten sind da definitiv zu lang. Das ist schon eine gute Erzählung. (zur Definition empfehle ich Wikipedia)