• Willkommen im Forum „Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum“.
 

Spin-offs

Begonnen von Nightingale, 15. August 2009, 20:38:55

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Agrona

Kommt ganz drauf an..
In einem Buch war es ganz schön gemacht.. allerdings gab es eins da wurde meine Lieblingfigur in dem Buch (Hauptperson) zur Nebenrolle und das hat mich doch sehr deprimiert.. Also wenn die Person sehr beliebt ist beim Leser würde ich es lassen oder die neue Hauptperson muss genau so klasse sein, wie die vorige.

Abakus

#16
Zitat von: Steffi am 16. August 2009, 18:05:09
Das ist ja dann im eigentlichen Sinne kein Spin-Off, weil die Vorgeschichte ja eindeutig dazugehört ;)

Richtig! Bei mir ist es eigentlich auch kein Spin-off. Aber da viele Charaktere erneut auftauchen, ist die Stimmung so ein wenig in die Richtung. Eigentlich ist es ein Prequel. Ein passendes Sequel ist auch schon in Arbeit. Aber alles zu seiner Zeit.

Ganz besonders freue ich mich auf die kriegerische Auseinandersetzung gegen Ende des Plots. [...]Und die Erde versank in [...] Dunkelheit[...]  :darth:

Alana

Ich finde Spin-Offs und auch Sequels und Prequels sehr spannend.
Nur wenn dann mit Gewalt alte (sehr erfolgreiche) Charas ohne Nutzen für die Geschichte nochmal auf die Bühne gezerrt werden, finde ich das blöd.
Ansonsten immer gern.

Besonders schön hat das Johanna Lindsey bei ihrer Mallory-Reihe umgesetzt.
Ja, das sind Historische Liebesromane, aber es macht einfach Spaß, sie zu lesen.  ;D
Alhambrana

Lucien

Verdammt! Aber ich habe trotzdem eins, fällt mir grad ein. Ich verwende eine Gottheit in zwei verschiedenen Geschichten und ein Volk.  ;D

Manja_Bindig

Oh ja, Spin-Offs sind mein liebster Zeitvertreib.
Die beiden größten, die ich mal gemacht habe, sind Romane:
Einer setzt einige Jahrhunderte nach meiner Trilogie ein und erzählt eine andere Geschichte - allerdings ist ein Hauptchara der gleiche. (armer Vyren...)

Der andere... da haben sich zwei Magier zu Wort gemeldet, Zwillinge. Die haben durch einen verpatzten Zauber erst den Gott des Wahnsinns befreit, dank dem die Handlung der Trilogie erst ins Rollen kam - die beiden waren schuld. Und wollten gern, dass ich ihre Geschichte erzähle.

Außerhalb dessen liebe ich es, kleine Sidestories und Snippets zu schreiben, die so nie in das fertige buch reinkommen - aber es sind kleine Sachen, die mir möglich machen, einen etwas anderen Blick auf meine Figuren zu werfen.
Und witzig ist das ergebnis allemal.

felis

Meine Spin offs funktionieren umgekehrt.
Eine Hauptfigur aus meinen "Magiern von Khargad" vtaucht als Nebenfigur in der "Vierten Macht" auf. Und die Hauptfigur der Vierten Macht taucht als Nebenfigur in meinem aktuellen Projekt auf.  ;)

Coppelia

#21
Momentan müssen zwei Nebenfiguren aus einem Computerspielentwurf von mir als Hauptfiguren herhalten. Hoffentlich halten sie durch. ::) Aber ich weiß nicht, ob das als echtes spin-off durchgehen kann.

"Echtere" spin-offs habe ich aus meinem Kessler Romanzyklus. Es gibt z. B. eine Kurzgeschichte, in der der Sohn meines Hauptcharakters aus "Schattenfluss", da gerade frisch geboren und nun 18 Jahre alt, der Perspektiventräger ist, und eine Nebenfigur inzwischen sein politischer Mentor geworden ist. Dieser Politiker, Silial, ist überhaupt ein dankbares Objekt für spin-offs, denn er ist ziemlich schräg. Ich hab daher z. B. noch ein spin-off über ihn geschrieben, wie er eigentlich an seine Ehefrau kommt, aber das sollte dann später in einen anderen Roman, den "Vhaskalia", eingearbeitet werden.
Dann ist da noch Malkar, eine andere Lieblingsfigur von mir, ein korrupter Opportunist, der am Ende von "Schattenfluss" den Verstand verloren hat, aber im Nachfolgeroman, der 20 Jahre später spielt, wieder in der Politik mitmischt. Da hab ich einen Text geschrieben, wie es kommt, dass er sich von seinem Wahnsinn erholt und den Weg zurück in sein früheres Leben findet. Über ihn gibt es noch ein paar mehr spin-offs, so z. B. über seine Hochzeit oder über seine Mentorenzeit für meine Hauptfigur aus "Schattenfluss", wie er dem armen jungen Mann beibringt, als korrupter Opportunist zu überleben. Ich mag diese Figur. ^^

Ach ja, zwei Nebenfiguren aus "Schattenfluss" haben erst  in den "Vhaskalia" ihren großen Auftritt. Der Feldherr Jeskar gehört dort zu den Hauptfiguren, während er in "Schattenfluss" nur zwei kurze Aufritte hat. Und Kivan, die kurz als Jung-Politikerin in "Schattenfluss" auftritt, ist die Antagonistin der "Vhaskalia". Silial tritt in beiden Romanen auf und ist da ungefähr gleich wichtig. Hm, die weibliche Hauptfigur aus "Schattenfluss" hat noch einen Gastauftritt in den "Vhaskalia". Nun ja, wie das alte Rom ist Kessel eben ein Dorf, bei dem man denkt, dass da höchstens 50 Leute leben, weil sie sich alle kennen ...

Hm, wenn ich so überlege, fällt mir immer mehr ein. ;D In "Schattenfluss" hat mein Hauptcharakter einen Gegenspieler, Lukial. Der stirbt allerdings schon ziemlich früh. Lukial hat einen Freund, den Philosophen Mervil, der später dem "Schattenfluss"-Helden noch etwas auf den Keks geht. Aber Lukial und Mervil treten nie zusammen auf. Weil ich die beiden aber mochte, hab ich mir noch mal einen Krimi ausgedacht, wo sie zusammen in Urlaub fahren und einen Mord an einer Philosophenschule aufklären. Aber obwohl ich das fertig geplottet hab und theoretisch schreiben könnte und einen Riesenspaß dran hätte, hab ich es wegen ultimativer Unverkäuflichkeit geschmissen. ;D Mal ehrlich, wer will diese Geschichte in fiktivem Setting, aber völlig ohne Fantasy lesen, in der ein fetter überarbeiteter Politiker um die 50 und dessen weicheiiger Kumpel die "Helden" sind?

Aber im Moment habe ich die spin-offs ziemlich drangegeben, weil ich nur noch Zeit für die Hauptprojekte hab und nicht mehr alles aufschreiben kann, was mir so durch den Kopf schießt.

Judith

Zitat von: Coppelia am 18. August 2009, 08:11:03
Mal ehrlich, wer will diese Geschichte in fiktivem Setting, aber völlig ohne Fantasy lesen, in der ein fetter überarbeiteter Politiker um die 50 und dessen weicheiiger Kumpel die "Helden" sind?
*Hand heb* Ich.  :innocent:

Spin-offs gibt es bei mir selten, was vor allem daran liegt, dass ich die verschiedenen Länder und Epochen meiner Fantasywelt alle recht spannend finde und daher einzelne Romane auch eher in ganz unterschiedlichen Regionen und Zeiten ansiedle.
Meine einzige Ausnahme ist Rhaleach, der in einer Kurzgeschichte eine wichtige Rolle spielt und dann auch zu einem der Hauptcharaktere in einem Roman wurde. Das hat sich aber eher "zufällig" so ergeben.

Ary

ZitatMal ehrlich, wer will diese Geschichte in fiktivem Setting, aber völlig ohne Fantasy lesen, in der ein fetter überarbeiteter Politiker um die 50 und dessen weicheiiger Kumpel die "Helden" sind?
*prust* *meld* ich auch! :)

Spin-offs habe ich noch nicht produziert, aber irgendwo in meinen Gehirnwindungen lagern die Ideen für ein Feuersänger-Prequel, basierend auf dem feuersänger-Prolog, der aus der Endfassung rausgekegelt wurde, da er zu lang war und vollkommen andere Charaktere beleuchtete als nachher in der eigentlichen Geschichte vorkommen. Und jetzt gammelt dieser alte Prolog als eine Art Leitfaden für das Prequel auf meiner Festplatte rum.
Ein Feuersänger-Sequel hatte ich auch schon mal angedacht, allerdings kommen darin keine Figuren aus der Geschichte selbst vor, sie werden nur in Legenden erwähnt und die Geschichte spielt in derselben Welt, allerdings 1000 Jahre später.
Mal sehen, eventuell schreibe ich irgendwann mal die im Roman nur angedeutete, sehr bösfiese Hintergrundgeschichte von Feuersängers Seelenbruder auf. Damit wäre dann die Nithyara-Reihe geboren....  ;D
Einfach mal machen. Könnte ja gut werden.

Coppelia

Böse Mädels! Jetzt hab ich wieder total Lust drauf. ;D

Ary

*grins*  :knuddel:
Ich auch. Ich sollte aber langsam mal mit meinem Arena-Teil starten, statt mir gedanken zu machen, über wen ich noch alles Geschichten schreiben will. Mein Wüsten-Heiler-Elf hat auch gerade um die Eck gelinst. *Najaro schnapp und mit Jhamal ins Bett steck* Stell dich gefälligst hinten an!
Einfach mal machen. Könnte ja gut werden.

Romy

Zitat von: felis am 17. August 2009, 22:50:05
Meine Spin offs funktionieren umgekehrt.
Eine Hauptfigur aus meinen "Magiern von Khargad" vtaucht als Nebenfigur in der "Vierten Macht" auf. Und die Hauptfigur der Vierten Macht taucht als Nebenfigur in meinem aktuellen Projekt auf.  ;)

Ähnliches passiert mir auch ständig und ganz "versehentlich" ;)

Wirklich geplant habe ich das nur für meine auf 8 Teile ausgelegte Khyrun-Chroniken. Die weibliche Hauptfigur aus Teil 1 und 2 taucht in den späteren Teilen noch häufiger als mehr oder weniger wichtige Nebenfigur auf.
Mit der männlichen Hauptfigur aus Teil 1, beginnt das erste Kapitel und er ist in dem Teil quasi auch der Hauptprota. In den Teilen 2 und 3 wird er einige größere "Gastauftritte" haben, die mir (soweit ich sie fertig geschrieben habe) riesigen Spaß gemacht haben. In Teil 4 wird er den Status der dritten Hauptfigur haben. In den Teilen 5 und 6 wird er voraussichtlich einige Mini-Gastauftritte kriegen. Dann Teil 7 ist glaube ich der Einzige Teil des Zyklus, wo er gar nicht vorkommt. Aber sicherlich schaffe ich die Erwähnung seines Namens, schließlich ist er eine echte Berühmtheit  ;D
In Teil 8 dann ist er mittlerweile über 100 Jahre alt, aber er darf trotzdem mal wieder wieder in der Hauptfiguren Riege mitspielen und ich plane, dass er auf der letzten Romanseite dann das "Schlusswort" haben wird, ebenso wie Teil 1 meiner Chroniken ja auch aus seiner Perspektive begonnen haben.
Hach ja, ohne meinen Nico geht's halt nicht!  :D

Oder ist das von mir geschilderte Verfahren doch eher ein Sequel? Ich würd vermuten, es ist eine Mischung aus Spin-Off und Sequel ... :hmmm: