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Amazons Herr-der-Ringe-Serie

Begonnen von Arcor, 02. Dezember 2017, 15:04:32

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Arcor

Am Anfang hielt ich das ganze ja für einen Joke (ähnlich wie das gefakte Harry-Potter-Serien-Plakat letztens), aber es ist ja ganz offiziell inzwischen bestätigt: Amazon dreht eine Herr-der-Ringe-Serie  :gähn:
Hier nur einer der zahllosen Artikel zum Nachlesen: Link

Ich persönlich bin in der Hinsicht waaaahnsinnig zwiegespalten. Auf der einen Seite glaube ich, dass eine Serie der Geschichte gut tun würde. Gerade Fellowship kann ich mir gut vorstellen, um nah am Buch zu bleiben und Episoden wie den langsamen Aufbruch aus dem Auenland, den Alten Wald, Tom Bombadil etc. passend zu verfilmen. Das könnte (mit großer Betonung auf könnte) wirklich gut werden. Ich mag die Filme von Peter Jackson, aber wie immer bei Buchverfilmungen gibt es viele viele Kleinigkeiten, die man kritisieren kann und die ich anders machen würde/gerne anders umgesetzt sehen würde.

Auf der anderen Seite: Die Trilogie ist schon gut. Klar, es gibt die erwähnten Kleinigkeiten, aber die Schauspieler sind gut und vor allem das Artdesign dank Alan Lee und John Howe und die Musik von Howard Shore sind schlichtweg phänomenal. Dagegen anzustinken wird schwer, gerade da die Filme noch nicht soooo alt sind und sich in meinen Augen ganz gut gehalten haben.

Wobei ja auch irgendwie nicht ganz klar ist, was da jetzt eigentlich verfilmt wird. Einige Artikel sprechen vom HdR, andere von Vorgeschichten und Spinoffs. Hier und da wird schon über Geschichten aus dem Silmarillion gemunkelt.

Und dann wäre da noch ein letzter Punkt. Es ist Amazon.  :darth: Ich bin sehr misstrauisch gegenüber diesem Konzern, der ja versucht, nahezu jeden Bereich unseres Alltags zu durchdringen und Angebote dafür zu machen. Dazu die ganzen schlechten Arbeitsbedingungen etc. etc. Ich boykottiere die, so gut es eben geht, und bin dafür auch bereit, mehr Geld zu zahlen. Dass ausgerechnet die jetzt HdR machen, schlägt mir ja schon aufs Gemüt. Und es würde mich nicht überraschen, wenn da ein ähnlicher Ansatz kommt wie bei Disney mit Star Wars - dass die Kuh gemolken wird bis zum Gehtnichtmehr.  :-\
Not every story is meant to be told.
Some are meant to be kept.


Faye - Finding Paradise

Antigone

Zitat von: Arcor am 02. Dezember 2017, 15:04:32
Wobei ja auch irgendwie nicht ganz klar ist, was da jetzt eigentlich verfilmt wird.

Ich hätte gelesen, dass es um Geschichten VOR der HdR Trilogie gehen soll....

Ich finde die Idee ganz fürchterlich. Mir scheint, hier soll die Kuh nicht gemolken werden, bis sie tot ist, sondern während sie bereits verwest.

Kaeptn

Zitat von: Antigone am 02. Dezember 2017, 15:17:55Ich hätte gelesen, dass es um Geschichten VOR der HdR Trilogie gehen soll....

So steht es auch in dem verlinkten Artikel
Zitat"new story lines preceding J.R.R. Tolkien's 'The Fellowship of the Ring,'"

Ich könnte mir da einiges vorstellen. Beispielsweise den Überfall der Orks auf Moria und den verzweifelten Kampf der Zwerge, oder Semagols Flucht aus Mordor uswusf.
Allerdings wird sich die Serie unweigerlich am Look and Feel der Filme messen lassen müssen. Ob dafür genug Geld da ist, nachdem schon allein 200 Mio $ für die Rechte verballert wurden, wird sich zeigen. Da New Line Cinema an der Produktion beteiligt ist, können aber vielleicht alte Assets wiederverwendet werden.

Also ich bin zwar skeptisch, lasse mich aber gern eines besseren überzeugen.
Jörg Benne
.....................
http://www.joergbenne.de

Tintenteufel

Ich bin auch skeptisch. Schon allein, weil mir dieses Franchising der letzten Jahrzehnte ziemlich auf den Keks geht. Wenn ich jetzt noch "Young Sheldon Legolas" sehen muss, fang ich zu schreien an.

Inhaltlich ist das Ganze noch etwas schwammig, soweit ich das einschätzen kann, vielleicht kommen sie ja tatsächlich mit guten Plots um die Ecke. Vielleicht bekommen sie das Gefühl richtig hin und konzentrieren sich auf eine weitläufige Welt mit vielen kaum verbundenen Geschichten, wie Kaeptn schon angedeutet hat.
Wahrscheinlich werden sie Aragorns verrückte Abenteuer durchgehen und ihn an allen Ecken von Mittelerde mitspielen lassen.

Cracked.com hatte dazu auch einen netten Artikel vor kurzem: How to keep the LotR Series from being an expensive flop.

Steffi

Da ich mir schon lange wünsche, dass zumindest einige Geschichten aus dem Silmarillion verfilmt werden, bin ich derzeit noch vorsichtig optimistisch. Was allerdings nicht passieren sollte ist das, was schlussendlich bei den fürchterlichen Hobbit-Filmen passiert ist: Düster weil düster gerade "in" ist, mit viel Gemetzel und viel zu viel CGI. Das hat Mittelerde nicht nötig.
Sic parvis magna


Alana

#5
Wenn es gut wird, also so wie Herr der Ringe, freue ich mich, wenn es schlecht wird, also so wie der Hobbit, werde ich es ingorieren. Was mir nicht ganz klar ist: Soll das auch das Design und die Musik der LOTR Filme haben? Also ist es eine Fortführung bzw. ein echtes Prequel? Wenn das nämlich ganz anders wird, fände ich das extrem schade. Wenn schon, dann bitte als echte Erweiterung des Franchise.

Zitatweil mir dieses Franchising der letzten Jahrzehnte ziemlich auf den Keks geht

Warum? Ich habe es früher so gehasst, dass nichts zusammenpasst, es ständig neue Versionen von irgendwas gibt und es nicht einfach ein einheitliches Design gibt. Ich liebe Frenchise, gesetzt den Fall, es ist gut gemacht. Und es spricht auch nichts dagegen, dass man damit Geld verdienen will. Immerhin kostet das auch ordentlich was. Und ohne den Wunsch, Geld damit zu verdienen, hätten wir keine einzige Serie.

ZitatEs ist Amazon.  :darth: Ich bin sehr misstrauisch gegenüber diesem Konzern, der ja versucht, nahezu jeden Bereich unseres Alltags zu durchdringen und Angebote dafür zu machen.

Ich bin auch kein Amazon-Fan, aber ich begrüße es sehr, dass es durch Konzerne wie Amazon und Netflix jetzt endlich die Möglichkeit gibt, Serien fortzuführen, die sonst nicht weitergegangen wären, obwohl die Zuschauer es sich wünschen. (Nach dem gelungenen Testballon mit der Mini-Serie wird Gilmore Girls jetzt zum Beispiel eine weitere Staffel bekommen.) Projekte umzusetzen, die man sonst nicht gemacht hätte. Amazon hat zudem gerade einige echt tolle Serien herausgebracht, die wirklich gut gemacht sind. (The Marvelous Mrs. Maisel möchte ich da mal erwähnen.) Und ich sehe auch nicht, wie eine weitere Serie das jetzt schlimmer macht. Kritisch sind in meinen Augen eher Produkte wie Alexa, denn damit startet Amazon endgültig die komplette Consumer-Überwachung.



Ich brauche jetzt kein Entenfett.

Solmorn

Zitat von: Steffi am 12. Dezember 2017, 15:56:18
Was allerdings nicht passieren sollte ist das, was schlussendlich bei den fürchterlichen Hobbit-Filmen passiert ist: Düster weil düster gerade "in" ist, mit viel Gemetzel und viel zu viel CGI. Das hat Mittelerde nicht nötig.

Zitat von: Alana am 12. Dezember 2017, 16:29:22
Wenn es gut wird, also so wie Herr der Ringe, freue ich mich, wenn es schlecht wird, also so wie der Hobbit, werde ich es ingorieren.

Warum eigentlich so ein Hass auf die Hobbit-Trilogie? ???
Klar, die war alles andere als perfekt, aber gerade die ersten beiden Filme (und die extended versions der ersten beiden Filme) fand ich eigentlich als Geschichte für sich und als Vorgeschichte zum Herrn der Ringe gar nicht mal schlecht. Wenn da nicht dieser unglaubliche dritte Teil gewesen wäre und man sich mehr auf die Charakterbögen der einzelnen Zwerge konzentriert hätte, dann hätten sich die Hobbit-Filme durchaus mit LotR messen lassen können.

Zitat von: Tintenteufel am 02. Dezember 2017, 16:56:13
Ich bin auch skeptisch. Schon allein, weil mir dieses Franchising der letzten Jahrzehnte ziemlich auf den Keks geht.

Ich bin ehrlich gesagt auch Fan davon, unabhängige Geschichten mit einer übergeordneten Rahmenhandlung zu verbinden. Wenn es das Franchising der letzten Jahrzehnte nicht gäbe, dann hätte man nie so einen Gänsehaut-Moment gehabt wie als der erste Trailer zu Infinity War rauskam... :d'oh:
ABer egal, das ist jetzt eher OT :zensur:
"Wenn Klugheit ein verwinkeltes Haus wäre, dann würden diese Leute außen vor der nackten Wand stehen und sich wundern, warum es innen so dunkel ist." - Babaduck, interdimensionaler Parasit (verkatert)

Alana

#7
Der Hobbit ist einfach schlecht und der dritte Teil ist besonders schlecht. Ja, man konnte sie sich anschauen, aber was da an Potenzial verschwendet wurde, bricht mir echt das Herz. Das hätte so toll werden können, wenn jemand ein ordentliches Drehbuch geschrieben hätte. Vielleicht hätte schon gereicht, dass irgendwem die Filme am Herzen liegen. Was war schlecht? Die Figuren waren einem egal, man wusste irgendwie nicht so recht, worum es geht und warum ein Kampf jetzt wichtig ist. Genau das, was an den ersten Filme so großartig ist (Figurenentwicklung, Mitleiden, tolle innere Konflikte) hat hier komplett gefehlt. Ein Moment wie der, wo Sam Frodo den Vulkan raufträgt, funktioniert einfach nur, wenn man die Geschichte dazu kennt. Im Hobbit gab es viele pathetische Bergrauftragemomente, die einem aber total egal waren, weil man die Figuren nicht wirklich interessant fand und nicht mitleiden konnte. Und von der Schlacht der fünf Heere will ich gar nicht anfangen. Worum wurde da noch mal gekämpft? Und warum sollte mich das interessieren? Mir egal wer da gewinnt, Hauptsache, keiner tut den Kampfschweinen weh. :P (Als Kontrast dazu muss man sich nur Helms Deep anschauen, wie großartig war das gemacht, wie sehr hat man da mitgelitten.)

Hier hat jemand vergessen, was in meinen Augen so großartig an Tolkiens Werk ist: die Gabe, unglaublich tolle Figuren zu erschaffen und ganz wunderbare, echte Charakterentwicklungen darzustellen, die noch lange nachwirken. Beim Hobbit wirkte nichts nach, außer der Eindruck, dass das Talent eines Richard Armitage an die eindimensionale Darstellung von Thorin vollkommen verschwendet war.

Upsi. Kleiner Verriss. ;D Na ja, ist meine ehrliche Meinung und davor habe ich auch bei der Serie etwas Angst.
Ich brauche jetzt kein Entenfett.

Kaeptn

@Alana: Was das Franchising angeht, New Line Cinema ist mit an Bord, es sollte also möglich sein, Assets wiederzuverwenden. Ob das auch gewollt ist...

Was den Hobbit angeht, bin ich der Meinung, dass er vor allem an der Entscheidung krankte, drei Filme draus zu machen. Teil 3 ist einfach ganz, ganz schwach und man merkt auch Teil 2 an, dass da manches aufgeblasen wurde, was man vielleicht auch hätte weglassen können. Dennoch finde ich Teil 1 und 2 durchaus gelungen, kein HdR-Niveau, aber ok-gut. Man darf dabei auch nicht außer acht lassen, dass die Vorlage eben viel weniger hergab als HdR, ich finde die Zwerge im Buch z.B. auch nicht viel besser ausgearbeitet.
Jörg Benne
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http://www.joergbenne.de

Franziska

Ich bin bei dem zweiten Hobbit-Film irgendwann eingeschlafen ... und erinnere mich an nichts mehr. Kann dir danur rechtgeben, Alana.

Aber die Serie sehe ich eigentlich ganz positiv. Wenn Amazon das machen will, werden sie sich das auch gründlich überlegt haben und wissen,  was das kostet. Und Serien werden ja immer von mehreren Leuten geschrieben und ich denke, das auch meistens gut. Da hoffe ich, das da was Gutes bei rauskommt. Ob das dann an die HdR-Filme ranreicht weiß ich nicht ... aber man könnte ja mal versuchen die ganzen Sets etc. aus den Museen wieder hervorzuholen.  ;D

Arcor

@Alana und Franziska
Ich bin da ganz bei euch, was den Hobbit angeht. Ich war so gehyped im Vorfeld und war so enttäuscht, besonders nach dem zweiten Film (der erste war noch ganz in Ordnung). Statt sich auf die vielen verschiedenen Zwerge zu konzentrieren (was im Filmmedium nötig ist, wenn sie auch im Buch bis auf Balin, Fili, Kili und Thorin ziemlich austauschbar sind) werden Figuren dazuerfunden, die niemand braucht, Stichwort Tauriel. Nicht dass ich die Figur per se Mist finde, aber sie gibt dem Hobbit nichts außer einer Love Story, die niemand braucht und die im Sinne Tolkiens auch völlig hanebüchern ist. Die Freundschaft zwischen Gimli und Legolas ist ein Highlight der Beziehung zwischen Elfen und Zwerge, eine Lovestory ist da völlig behämmert. Und dafür bleiben dann viele Zwerge auf der Strecke, was die Entwicklung angeht (Oin, Gloin, Bifur, Dori, Ori, Nori).
Ganz schlimm fand ich aber auch das viele CGI. Der Herr der Ringe ist besser gealtert und sieht immer noch besser aus als der Hobbit, weil sehr viel mehr davon real ist. Viggo Mortensen hat mal in einem Interview gesagt, dass ihm Fellowship am besten gefällt, weil Jackson damals aufgrund des knappen Budgets noch nicht so viel CGI einsetzen konnte wie in TTT und RotK, wo ihm immer mehr Geld für die Postproduction zur Verfügung stand. Mit dem Hobbit hat Jackson es dann endgültig übertrieben - ein bisschen wie George Lucas, aber das ist ein anderes Thema.


Zurück zur Serie :D: Ich bin mir nicht sicher, ob sie denselben Look wie die Filme bekommen wird. New Line Cinema produziert zwar wohl mit, aber ich habe nichts über das Art-Team gehört. Wenn ja, wäre das zumindestens schon mal eine Beruhigung, auch wenn ich nicht mit jedem Design im Film zufrieden bin (Minas Tirith und Pelennor :d'oh:) - unterm Strich war das schlicht phänomenal. Ob da ein neues Team rankommt, wage ich erst einmal zu bezweifeln.

Möglich wäre auch, fällt mir gerade so ein, eine "Young Aragorn"-Serie. Der hat ja schließlich genug erlebt vor dem Ringkrieg (für Rohan und Gondor gekämpft, Jahre der Wanderschaft, Jagd auf Saurons Geschöpfe, Jagd nach Gollum). Ob das jetzt gut oder schlecht wäre, stelle ich mal zur Diskussion, da bin ich mir selbst noch nicht so sicher.
Not every story is meant to be told.
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Faye - Finding Paradise

Tintenteufel

Zitat von: Alana am 12. Dezember 2017, 16:29:22
Zitatweil mir dieses Franchising der letzten Jahrzehnte ziemlich auf den Keks geht

Warum? Ich habe es früher so gehasst, dass nichts zusammenpasst, es ständig neue Versionen von irgendwas gibt und es nicht einfach ein einheitliches Design gibt. Ich liebe Frenchise, gesetzt den Fall, es ist gut gemacht. Und es spricht auch nichts dagegen, dass man damit Geld verdienen will. Immerhin kostet das auch ordentlich was. Und ohne den Wunsch, Geld damit zu verdienen, hätten wir keine einzige Serie.

Zitat von: Solmorn am 12. Dezember 2017, 17:37:15
Ich bin ehrlich gesagt auch Fan davon, unabhängige Geschichten mit einer übergeordneten Rahmenhandlung zu verbinden. Wenn es das Franchising der letzten Jahrzehnte nicht gäbe, dann hätte man nie so einen Gänsehaut-Moment gehabt wie als der erste Trailer zu Infinity War rauskam... :d'oh:
ABer egal, das ist jetzt eher OT :zensur:

Franchising bedeutet etwas anderes als Rahmenhandlung oder Weltenbau oder Serialisierung. Das MCU ist ein Franchise, nicht weil es uhm...viel zu viele Filme mit zusammenhängender Story hat, sondern weil es nebenbei noch ein paar fremdproduzierte Serien, Comics, Bücher und Videospiele gibt, die mehr oder weniger zur Marke "MCU" gehören. (Agents of Shield gehört zur Marke MCU, "The Avengers on Late Night with David Letterman" eher nicht.)

Ich habe etwas gegen die Tendenz, aus einem IP noch tausend andere rauszuschneiden und eine nette, hübsche Idee zu dreizehn Filmen, sieben Serien, zwölf Videospielen und siebenhundert Büchern aufzublasen. Ob man die jetzt alle konsumiert haben muss zum besseren Verständnis oder nicht ist dabei zweitrangig. Mich nervt das Aufblasen an sich - eine kleine Idee nehmen und sie überladen mit Mist, den es nicht braucht. Dieses Aufblasen ist auch der Grund, warum der Hobbit mittelmäßig ist - nicht einmal hassenswert, einfach nur mittelmäßig. Zu viele unsinnige Charaktere, Nebenhandlungen, Lovestories und Komplikationen, die der einfachen Geschichte die Show stehlen.
Die mussten aber natürlich rein, weil der Hobbit ja ein Film des New-Line-Cinema-Franchises "Herr der Ringe" ist und als solches müssen ein paar Kästchen einer Checkliste abgehakt werden, damit das auch eindeutig als Teil des Franchises identifizierbar ist und die Marke stärkt. So ein Herr der Ringe Film "braucht" natürlich epische Schlachten und es braucht Legolas und es braucht Sauron und es braucht eine ominöse Bedrohung und so weiter. Dass der Film für sich genommen besser gewesen wäre, wenn man den größten Teil davon rausgelassen hätte, geht dann unter.

Deswegen bin ich - wie Steffi ganz gut zusammenfasst - gegen das Franchising und skeptisch was die Serie angeht. Da wird dann haufenweise Krempel aus den Filmen reingedrückt, weil man das eben braucht für ein Herr-der-Ringe-Produkt. (Produkt im weitesten Sinne, nicht kapitalismuskritisch gemeint.)
Da kommt nichts neues bei rum, nur ein neuer Aufguss von Zeug, das wir schon haben. Siehe Star Wars.


Maria

Mir das Update hier untergekommen:
https://www.tvmovie.de/news/herr-der-ringe-serie-grosse-enthuellung-durch-casting-113093

Scheint, als kämen die Dreharbeiten nach dem Corona-Stopp wieder in die Gänge.

Amaryn

Ich wage es ja kaum zuzugeben, aber ich liebe die ersten beiden Teile der Hobbit-Trilogie...  :versteck: Bin ich zu anspruchslos? Wie auch immer - mir gefällt's.
Allerdings muss ich sagen, dass ich nach der Herr der Ringe-Trilogie und der Hobbit-Trilogie irgendwie "satt" bin, was "Filme aus Mittelerde" angeht. Trotzdem werde ich der Serie - wenn sie denn irgendwann einmal fertig gestellt sein wird - eine Chance geben. Abschalten geht ja immer...  ;)
"Der Weltraum ist dunkel, Genossen." (Juri Gagarin)