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Marktforschung für Manuskripte?

Begonnen von Feuertraum, 01. Januar 1970, 01:00:00

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Feuertraum

Es gibt im Netz eine Agentur, die sich darauf spezialisiert hat, Manuskripte auf deren Tauglichkeit zu prüfen.
Dabei geben sie einerseits Gernlesern ein Teil eines Manuskriptes, die dieses dann bewerten.
Gleichzeitig bieten sie an, Verbesserungsvorschläge zu machen.
Diesen Service bieten sie auch Verlagen, um eine Entscheidungsfindung zu erleichtern.

Vielleicht ist das für Verlage ja sinnvoll, aber für Autoren?
Zumal wir ja hier unsere Betaleservermittlung haben.
Wen es trotzdem interessiert:

[Modedit_Wölfin] Toten Link entfernt! [/Modedit]

In meinen Augen Geldschneiderei. Aber wer es bezahlen mag...

Gruß

Feuertraum
Für das Lesen dieser Signatur wird keine App benötigt :-p

Maja

#1
Ganz ehrlich?
Ich halte nicht viel von solchen Agenturen, die Geld dafür nehmen, anderleuts Bücher zu lesen. Das geht mir zu sehr in die Richtung der unlauteren Agenten.
Natürlich sind 150 EUR nicht soviel Geld wie das, was diese Agentin seinerzeit von mir haben wollte - aber das ist nur für die ersten 30 Seiten plus Exposé. Soll ich da meine Spinnwebstadt hinschicken - das Buch hat immer noch gut 800 Seiten, auch wenn es kontinuierlich schrumpft. Die Intensivierung, von der dort gesprochen wird, kann tief ins Portemonnaie gehen - ich lasse da lieber die Finger von.

Diese Art von Marktforschung und Massentest bekommen wir hier auch kostenlos, im Tintenzirkel. Bei uns gibt es auch Ottonormalleser. Womit ich beim Thema wäre - ich brauche in ca. zwei bis vier Wochen jemanden, der mein Manuskript (dann fertiggekürzt) und mein dann fertiges Exposé mal kritisch unter die Lupe nimmt ... Gesonderter Aufruf foilgt aber später noch.

BTW, für Verlage halte ich das für ein deutlich besseres Angebot, wenn man bedenkt, wieviele Bücher komplett am Leser vorbei gehen - ich sag nur "Monica Lewinsky - ihre wahre Geschichte" und "Für immer Casablanca" ...
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Astrid

Im Federfeuer machen wir das auch, und zwar kostenlos. Die Seite habe ich vor ein paar Tagen schon mal besucht - ich glaube, es war eine Werbung im Tempest. Ich finde ja, daß der Tempest so etwas nicht veröffentlichen sollte, weil es wirklich Geldschneiderei ist.

TheaEvanda

#3
Hallo Maja,

Ich melde mich schon mal freiwillig - am 15.7. laeuft mein Vertrag aus, dann habe ich zwei Wochen und ein bisschen laenger Zeit fuer Textarbeit. Ich kann dir allerdings nicht in Sachen Rechtschreibung helfen, ich bin jetzt so ausser Uebung, dass ich selber nicht mehr weiss, wann ein sz kommt...

Zum Thema:
Da zitiere ich mal Holly Lisle: ||: Writers get paid to write :|| da capo al glauben. Und so ganz ehrlich: Wofuer hat der Wunschverlag denn Erstleser? Den Service sollte man nutzen, auch wenn's dauert.

Marktforschung fuers eigene Manuskript geht eigentlich ganz leicht: Ausdrucken, Ringbinden, und diversen Bekannten geben, deren literarische Vorlieben man kennt. Und sich dann drei Wochen spaeter warm anziehen und die Kritiken abholen. Schon weiss man, wem's gefallen hat. Kostet in jeder Uni-Stadt vielleicht 40 Euro fuer's Kopieren und binden lassen. Unvergleichlich billiger und vor allem hat man dann soviele Meinungen wie Leser. Das ist ja wohl der Sinn der Marktforschung, oder?

--Thea
Shin-Yokohama, Japan


Manja_Bindig

Soll ich ganz ehrlich und ungeschönt sagen, was ich davon halte oder wede ich dann wegen Rufmord verklagt?

Maja

Mach, solange es eindeutig als deine private Meinung erkenntlich ist. Unterlaß es, zu pauschalisieren, vermeide Schimpfworte und Kraftausdrücke, und du sollst ungestraft davonkommen.
Behalte im Hinterkopf, daß
a) der Service sich auch an Verlage richtet
b) nicht jeder Autor so nette Leute kennt wie wir
c) niemand gezwungen wird, dort sein Geld zu lassen
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Aneirin

Aber wer es bezahlen mag...

Genau das ist es. Wer es bezahlen mag, der soll es tun und sich hinterher nicht beschweren. Es gibt im Internet genug Foren und Mailgruppen, wo genau das ordentlich und gewissenhaft erledigt wird.

Interessanter wäre es gewesen, sie hätten Infos geliefert, wie man bei ihnen Testleser werden kann.

Liebe Grüße
Aneirin