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Autor Thema: Hilfe beim Konjunktiv  (Gelesen 3911 mal)

Offline Linda

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Re: Hilfe beim Konjunktiv
« Antwort #15 am: 22. Juni 2006, 23:55:50 »
Na ja, das mit dem Bann kann ich so nicht nehmen - Bannen ist in der Welt (in der es auch keine Magie gibt) völlig unbekannt. Wie klingt dieses Amalgam?:

Dann gibt es bei dir also auch keine Flaggen (Banner?) und keine Räuber (Banditen) ;-)  Kein Mann ist im Banne einer schönen Frau?

 Bann(en) hat viele Bedeutungen. Nicht unbedingt die magische (bannen technisch gesehen nach guter alter Rollenspielmanier.) Es kann auch Ge-/ Verbot heißen und noch ein halbes Dutzend andere Sachen.
Schlag mal im Duden / (Herkunftswörterbuch) oder einem vergleichbaren Werk nach.

Unsere ganze Sprache ist Amalgam! Wer weiß wieviele europäische Zungen haben ihre Worte darin hinterlassen, who cares?

Wenn du so streng danach gehst, (strenger als Linguist Tolkien), dann dürftest du deine Romane eigentlich nur in einer komplett eigen und selbst entwickelten Sprache verfassen.  :snicker: Weil nur diese ist garantiert porentief rein von anderen Einflüssen  :innocent:


Ob es Magie in unserer Welt gibt, ist nicht unumstritten. Trotzdem gibt es den Bann und das Wort wäre nicht ohne eine Bedeutung so verbreitet.
  Unabhängig davon: Ich als Autorin würde damit argumentieren, dass ich Bann synonym für Zwang verwende, aber den Bann nehme, weil er einfach besser klingt, mehr dabei mitschwingt.
Aber das ist wie immer nur meine persönliche Ansicht.

In meinen Romanen gibt es keine Uhren und trotzdem vergeht die Zeit ;-) Ja, ich verkneife mir Angaben wie Minuten oder Sekunden, aber mehr aus Gewohnheit, denn aus Konsequenz.
Denn im Zentrum steht für mich ja die Vermittelung der Geschichte, einer Stimmung, eines  Gefühls ... an einen Leser. Als Vehikel dient die Sprache. Ähm, verquatscht.


“We like to think we live in daylight, but half the world is always dark, and fantasy, like poetry, speaks the language of the night.”

― Ursula K. Le Guin

Geli

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Re: Hilfe beim Konjunktiv
« Antwort #16 am: 23. Juni 2006, 07:39:28 »
just  my two cents:

eine Passivkonstruktion "gezwungen sein" ist aus der Perspektive der aktiv handelnden Erzählstimme generell so eine Sache.

Dröseln wir mal den Sachverhalt auf:
da liegt der tote Vater des Protagonisten.
Dieser kriegt den Blick nicht vom dem toten Gesicht weg.

Mir wäre in diesem Fall lieber:
... wie unter Zwang musste ich immer wieder in dieses tote Gesicht blicken

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