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Autor Thema: Lyrikübersetzungen  (Gelesen 2060 mal)

Lastalda

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Lyrikübersetzungen
« am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Wir haben ja hier einige gestandene Übersetzer (und solche, die es werden wollen ;)). Daher wollte ich mal fragen, ob sich irgendeiner von euch zutraut, Lyrik vom englischen ins Deutsche zu übertragen, udn zwar so, dass Sinn und Metrik erhalten bleiben...?

Ich habe nämlich im oment ein Problem. Meine Geschichte orientiert sich in Verlauf und Inhalt an einem (selbstgeschriebenen) Lied, immer schön ein kapiel für eine Strophe. Daher habe ich jedem Kapitel die entsprechende Strophe vorangestellt. Allerdings ist das Lied englisch und die Geschichte deutsche Fantasy, und das beißt sich.
Ich KANN aber keine Lyrik auf deutsch verfassen, ich krieg es einfach nicht hin. Und übersetzen gleich gar nicht... :(

Gibt es jemanden, der sich den Text wenigstens mal anehen und es versuchen würde? Es sind 12 Strophen a 5 Zeilen. Melodie ist vorhanden, falls das was hilft (für die metrik oder so) kann ich die als midi-Datei zur Verfügung stellen.

Jedem, der es versucht, bin ich ganz ganz doll dankbar...

Lastalda

Lomax

  • Gast
Re: Lyrikübersetzungen
« Antwort #1 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Tja, Lyrikübersetzungen sind das Härteste - eben deshalb suche ich ja gerade für den Andrew Marvell eine vorhandene Übersetzung. Na ja, und weil es komisch aussieht, wenn man selbst übersetzt, obwohl eine bestimmt Übersetzung mittlerweile im Deutschen zum "Klassiker" geworden ist ...

Metrik, Inhalt, Klang UND Atmosphäre gleichermaßen zu erhalten, ist meist beinahe unmöglich. An irgendeiner Schraube muss man drehen - und je reicher das Original ist, umso mehr. Letztlich ist es ein Kompromiss, deshalb gibt es gerade bei Lyrikübersetzungen oft viele Varianten (und die meisten davon sind eher unglücklich). Und eine Übersetzung zu finden, die dem Autor gefällt, ist nun mal noch schwieriger - weil der Autor meist auch an Kleinigkeiten hängt, die sonst wirklich niemanden interessieren. Das ist wie bei Lektoraten  ;)

Trotzdem, wenn du niemanden findest, der mehr Zeit hat, schaue ich mir das gerne mal an. Ansonsten sind Lyrikübersetzungen durchaus auch eines der wenigen Themen, bei denen selbst ich ein "Brainstormen" sinnvoll finde: Die erste Rohübersetzung muss man nicht nehmen, aber man kann damit arbeiten und schauen, ob andere zu einzelnen Passagen bessere Einfälle haben. Für meine Hilfe musst du dir allerdings wirklich Zeit nehmen - ich bin noch auf Monate so ausgebucht, dass ich mich derzeit nicht auf was Neues einlassen will - zumindest nicht auf was Neues, was so nah an meiner Arbeit liegt. Wenn, dann wäre die Melodie allerdings sehr nützlich; dann merkt man gleich, ob der Rhythmus der Übersetzung passt ...

Offline Linda

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Re: Lyrikübersetzungen
« Antwort #2 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Hi Lastalda,


mh, hört sich schon interessant an, allerdings kann ich überhaupt erst etwas dazu sagen, wenn ich es mal gelesen habe. Stimmungslylrik, Naturbeschreibungen, Ballade ... ist schon irgendwie ein Unterschied. Ansonsten Katze im Sack usw.
Bei Lyrik und Liedern ist es ja nun mal wichtig, dass Autor und Übersetzer ähnlich ticken, das heißt, dass ein Zugang zu der Metaphorik besteht usw.

Naja, ich habe früher Lieder/Gedichte auf Deutsch und manchmal welche auf Englisch geschrieben. Das war auch je nachdem. Einen Text habe ich vom Englischen rückübersetzt:
Auf meiner Homepage ist da  ein kleiner Auszug, als Beispiel, zu sehen. unter:

Dann wäre noch die Frage, wie wichtig dir der Inhalt ist. Manches bekommt man beim besten Willen nicht übersetzt, sondern muss auf andere Bilder ausweichen. Bei einem erzählenden Text ist das weniger tragisch als bei Stimmungslyrik.

Wenn du es mir einfach mal schicken möchtest:

linda@menhir.de oder per pn. ein MIDI wäre auch sehr hilfreich

Gruß,

Linda
“We like to think we live in daylight, but half the world is always dark, and fantasy, like poetry, speaks the language of the night.”

― Ursula K. Le Guin

Offline Arielen

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Re: Lyrikübersetzungen
« Antwort #3 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Lyriküberesetzungen sind wohl das schwierigste was es gibt und werden auch am wenigsten von den Lesern honoriert. Das haben mir auch schon erfahrene Übersetzer erzählt wie Rosemarie Hundertmarck, die leider viel zu früh verstorben ist - die hat schon mal ein Wochenende über einem Zweizeiler gegrübelt

Helfen würde ich dir gerne, aber ich habe leider kein Gefühl für Versmaß.
Alles liegt im Auge des Betrachters

Lastalda

  • Gast
Re: Lyrikübersetzungen
« Antwort #4 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Trotzdem danke für den guten Willen, auch an Lomax. ;)

Und ein riesen Dankeschön an Linda, meine Retterin! :D Ich bin sehr sehr gespannt auf die endgültige Fassung. ;)

Lastalda

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