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Autor Thema: Satzzeichen bei wörtlicher Rede  (Gelesen 15396 mal)

Zealot

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #30 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
aaaeeeh....  ::) ::)
Sorry, aber sooo schwer ist das doch jetzt wirklich nicht und ein bisschen Deutsch wirst du doch wohl koennen!!

haesslich und breit beziehen sich beides auf das Gesicht.
Es sind AUFZAEHLUNGEN der Eigenschaften des Gesichtes, sie werden also mit einem Komma getrennt oder mit einem "und"...

Bei aller Nachsicht, verstehe ich nicht wo da das Problem ist und wie jemand in deinem Alter da Probleme mit haben kann....
solltest du nicht Deutscherstaatsbuergher sein, oder jemand der schon seit Jahren in Deutschland lebt, se es dir verziehen.
Aber hier geht es nunmal hauptsaechlich um stilistische und Literarische Fragen. Und nicht um Grammatik, dafuer ist es das falsche Forum.... ::)

Obrac

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #31 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Tut mir Leid, dass ich deinen Anforderungen nicht genüge. Ja, ich bin Deutscher und die Sache mit der Aufzählung habe ich schon seit mehreren Beiträgen verstanden, wie man meinen eigenen Beiträgen entnehmen kann. Und sorry, die Frechheit, hier eine Frage zu stellen, die mich beschäftigt (ob es sich dabei jetzt um Grammatik, Stilistik oder Rechtschreibung handelt) nehme ich mir jederzwit heraus. Bei all deinen elitären Auswucherungen bist du im Übrigen offensichtlich dennoch nicht in der Lage, abgesehen von Äußerungen, die sich am Rande von Beleidigungen aufhalten, einen verständlichen Lösungsansatz zu liefern. Auch wenn du vielleicht die Regel schon im Kindergarten gelernt hast, nützt mir das in diesem Fall wenig. Sorry, schon dein erstes Posting in diesem Thread kam sehr arrogant rüber. Sowas kannst du mir wirklich nächstes Mal ersparen. Frohe Weihnachen.

PS: "Deutscherstaatsbuergher" wird ohne "h" geschrieben (und mit einem "ü" (und auseinander)).

Astrid

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #32 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Ein häßliches, breites Gesicht: die Wörter häßlich und breit drücken unterschiedliche Kriterien aus (Zusammensetzung und Form), sind aber gleichwertig. Also keins ist wichtiger als das andere. Wie Lomax sagte, kann das Komma durch "und" ersetzt werden.

Das Komma fällt weg, wenn das eine Wort das andere näher beschreibt, also zB bei "ein zwergenhaft kleiner Mann".

Bei deinem Beispiel "breites, häßliches Gesicht" würde ich deshalb immer ein Komma setzen. :)

Obrac

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #33 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Ja.. das habe ich ja verstanden.. hier wurde aber jetzt mehrfach der Fall erklärt, dass kein Komma hinkommt. Dabei wurde aber nicht das Wort "hässlich" benutzt, sondern ebenfallss "hässliches". Das ist das, was ich nicht verstanden habe.

Zitat
Anderes Beispiel:

Er hatte ein breites hässliches Gesicht.  

Das könnte etwa bedeuten, dass sein Nachbar auch ein breites Gesicht hat, dieses jedoch schön und nicht hässlich ist. Oder aber, dass der Nachbar ein schmales und hässliches Gesicht hat.

Gruß,

Linda

Termoniaelfe

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #34 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Zitat
Interessant, dieses Progrämmchen.. ist das denn auch wirklich zuverlässig? Ich frag mich, wie es die Satzstrukturen erkennt..  Setzt es auch manchmal Kommas, wo keine hingehören?


In der Tat, dass ist es. Und zuverlässig ist es auch. Ich bin super zufrieden, vor allen, weil ich der absolute Kommajunkie bin. ;D Und man hat eine Suchfunktion, mit der man alles Mögliche nachfragen kann. Die Erklärungen sind gut zu verstehen und es gibt eine Verknüpfung mit dem Internet.

LG
Termi

Offline Linda

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Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #35 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Zitat
Ja.. das habe ich ja verstanden.. hier wurde aber jetzt mehrfach der Fall erklärt, dass kein Komma hinkommt. Dabei wurde aber nicht das Wort "hässlich" benutzt, sondern ebenfallss "hässliches". Das ist das, was ich nicht verstanden habe.



Hallo,

dieses "hässlich" (breite Gesicht) als Alternative kam in diesem Falle ja von Termi, die sich um ein Komma drücken wollte ;-)
Wie sie schon sagte, ist das stilistisch nicht sehr schön.

In meinem Beispiel wird das "hässlich" im Text in der gebeugten Form "hässliches" (Gesicht) verwendet. In  meiner darüberstehenden Erklärung steht da "hässlich" im Sinne von "Grundform des Wortes".
Das ist der einzige Unterschied

Im Duden findet man übrigens viele andere Beispiele und dieses Nachschlagewerk ist für einen Autor eine gute Investition.

+++
Die Forumulierung "hässliches Gesicht" ist allerdings in meinen Augen auch schon etwas fragwürdig, da wertend.
Ich würde so etwas wahrscheinlich eher in einer wörtlichen Rede verwenden, wenn klar ist, dass hier ein Individuum redet.
Ansonsten würde ich es vermutlich dabei belassen, das Gesicht so zu beschreiben, dass der Leser eigene Schlüsse ziehen kann. ;-)

Aber das ist wieder ein gaaanz anderes Thema...

Gruß,

Linda
“We like to think we live in daylight, but half the world is always dark, and fantasy, like poetry, speaks the language of the night.”

― Ursula K. Le Guin

Obrac

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #36 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Zitat
In der Tat, dass ist es. Und zuverlässig ist es auch. Ich bin super zufrieden, vor allen, weil ich der absolute Kommajunkie bin.  Und man hat eine Suchfunktion, mit der man alles Mögliche nachfragen kann. Die Erklärungen sind gut zu verstehen und es gibt eine Verknüpfung mit dem Internet


Dann werde ich es mal ausprobieren.. danke für den Tipp!

@Linda: Bei mir beispielsweise sind die Kapitel zwar in der dritten Person geschrieben, aber sehr eng mit den Gedanken des jeweiligen Charakters verknüpft.. deshalb können auch schonmal Wertungen des Charakters vorkommen.
Prinzipiell hast du aber natürlich Recht.

Lomax

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #37 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Für diejenigen, die keinen Duden zur Hand haben, bringe ich jetzt auch mal die Beispiele von dort. Die sind nämlich, finde ich, schön aussagekräftig - vielleicht leichter verständlich, als das "hässliche, breite ...".
 Also, der Duden macht das am Begriff der "Gleichrangigkeit" fest. Zwischen zwei gleichrangigen Adjektiven steht ein Komma, aber mitunter bestimmt nur das Komma - und damit der Schreiber - ob eine Gleichrangigkeit vorliegt oder nicht.

"Ein Glas dunkles bayerisches Bier" -
hier wird das "bayerische Bier" als Einheit verstanden, die durch "dunkles" näher bestimmt wird. damit sind "dunkles" und "bayerisches" nicht gleichrangig, und es wird kein Komma gesetzt.

"höher liegende unbewaldete Hänge" - wenn hier kein Komma steht, wird impliziert, dass es auch tiefer liegende unbewaldete Hänge gibt.
"höher liegende, unbewaldete Hänge" - ... mit Komma impliziert hingegen, dass die tiefer liegenden Hänge bewaldet sind.

Und das hässliche, breite Gesicht kann man nun ähnlich verstehen: Ohne Komma - als "hässliches breites" Gesicht - ist nur dann sinnvoll, wenn du beispielsweise darauf hinweisen willst, dass es auch ein schönes breites Gesicht gibt und dieser Gegensatz betont werden soll.
 Wenn im Kontext ein solcher Kontrast nicht gebildet werden soll, wenn du also einfach nur ein Gesicht beschreibst, dass sowohl "hässlich" wie auch "breit" ist, ohne dass es eine Rolle spielt, ob das "hässlich" etwas mit dem "breit" zu tun hat - dann ist es nur eine Aufzählung gleichwertiger Adjektive und das Komma ist angebracht.

Übrigens würde ich in den meisten Fällen sagen, dass man im Zweifel mit dem Komma besser bedient ist und nur dann das Komma weglassen sollte, wenn man sicher ist, dass man damit einen speziellen Kontrast ausdrücken will. Denn gerade weil das Komma eine einfache Aufzählung ausdrückt, die ansonsten nicht mehr über die Bezüge aussagt, liegt man damit meistens richtig und sagt zumindest nichts falsches - auch dann, wenn man das Komma weglassen und damit noch mehr aussagen könnte.

Obrac

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #38 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Danke sehr.. das war echt informativ.. ich würde auch immer ein Komma setzen, bevor man zu lange überlegt, wie es denn nun ist.

Zealot

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #39 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
LOL wenn das der einzige Tippfehler ist den du bei mir findest, kann ich ja froh sein.
Ich schreibe, nunmal an einer int. Tastatur die fuer mich noch etwas gewoehnungsbeduerftig ist.
AUsserdem war das nicht arrogant gemeint, sondern eher verwundert. Da ich tatsaechlich davon ausgegangen bin, dass das setzen von Kommas bei Aufzaehlungen zu den Grundlagen der dt. Grammatik zaehlt.
Mit falschem Forum meinte ich, dass das vielleicht eher in ein anderes Unterforum gehoert haette. Aber vielleicht bin ja auch ich derjenige der etwas falsch verstanden hat.
Sei es drum
Erflehe deine Verzeihung, Aye das tue ich.
*die Hand rueber reicht*
Hoffe wir koennen nochmal von vorne Anfangen.
Peace on Earth and merrz Christhmas.

Roland

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #40 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Ein weiterer Kenner des dunklen Turms *g*
Lange Tage und angenehme Nächte! Ok, zurück zum Komma!;D

Zealot

  • Gast
Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #41 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Und moegen sie dir doppelt vergoennt sein!
Hoert mich an, hoert mich wohl an!
Sais und Lady-Sais.
Frohe Weihnachten :)
und nun lasst uns wieder die Lichtung am ende des Pfades betreten. (back to Topic)

Obrac

  • Gast
;)
« Antwort #42 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Zitat
LOL wenn das der einzige Tippfehler ist den du bei mir findest, kann ich ja froh sein.  


Nein, nicht der einzige  ;). Sogar in diesem deinem Satz; Stichwort: Relativsatz. Aber ernsthaft: Ich will mich nicht streiten; mir war nur einiges an meinen Fragen gelegen und ich glaube auch nicht, dass über diese Fragen gänzlich Klarheit herrschte hier im Forum. Du siehst ja, dass bei Aufzählungen nicht immer ein Komma dazwischenkommt.
Naja, Schwamm drüber.

Jau, der dunkle Turm ist genial.

Offline Moni

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Re: Satzzeichen bei wörtlicher Rede
« Antwort #43 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
@Lomax: danke für die ausführliche (und verständliche) Erklärung... bei solchen Dingen stolper ich auch manchmal - nämlich genau dann, wenn ich anfange, drüber nach zu denken...    ::)

Lg
Moni
Deutsch ist die Sprache von Goethe, von Schiller...
und im weitesten Sinne auch von Dieter Bohlen

Stefan Quoos, WDR2-Moderator
   »Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen,
ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.«

Johann Wolfgang von Goethe

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