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Autor Thema: Worauf es beim Überarbeiten sprachlich/stilistisch ankommt  (Gelesen 6371 mal)

Offline Angela

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Re: Worauf es beim Überarbeiten sprachlich/stilistisch ankommt
« Antwort #30 am: 10. Mai 2018, 10:18:21 »
Ab und zu habe ich das auch, dass ich alles schlecht geschrieben finde, dann seh ich es mir später noch einmal an und finde es nicht mehr. Wobei ich sehr häufig überarbeite, bis es stimmig für mich klingt.
Ansonsten lass es doch andere lesen und frage sie gezielt danach, damit sie sich auch trauen, dir das zu sagen.

Online Araluen

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Re: Worauf es beim Überarbeiten sprachlich/stilistisch ankommt
« Antwort #31 am: 10. Mai 2018, 10:23:53 »
Klar muss man das Problem angehen und noch einmal jemand anderes drüber schauen lassen, ist auch eine gute Idee. Trotzdem ist Abstand erst einmal gut, um wieder objektiv zu sein. Wenn man länger an einem Manuskript arbeitet, verkopft man leicht und sieht plötzlich Dinge, die gar nicht da sind.

Offline Christopher

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Re: Worauf es beim Überarbeiten sprachlich/stilistisch ankommt
« Antwort #32 am: 10. Mai 2018, 11:11:46 »
Ich würde auch zu Abstand raten. Beim Überarbeitungsmodus ist man überkritisch und versucht alles irgendwo irgendwie besser zu machen. Um wirklich erkennen zu können, wo man etwas verbessern müsste, braucht man aber den Lesermodus. Den kriegt man aber erst wenn das Schreiben des Textes in Vergessenheit geraten ist. Erst dann kann man den Text auf sich wirken lassen und das große Ganze erkennen und wo der Text hakt.
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Offline Schneerabe

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Re: Worauf es beim Überarbeiten sprachlich/stilistisch ankommt
« Antwort #33 am: 10. Mai 2018, 11:36:10 »
Ok danke für eure Antworten. Ich denke ich werde mir mal ein paar kritische Stellen raussuchen und einen meiner Betas gezielt danach fragen. Wenn er die Stellen auch komisch findet funkioniert mein Gefühl wohl noch einigermaßen und wenn er die Stellen ganz normal findet lege ich das Manuskript wohl besser erstmal beiseite.
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Offline Trippelschritt

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Re: Worauf es beim Überarbeiten sprachlich/stilistisch ankommt
« Antwort #34 am: 10. Mai 2018, 12:12:48 »
Wahrscheinlich stimmt Dein Gefühl. Und Dein Text ist suboptimal. Aber bedenke bitte, bevor Du alles aus dem Fenster wirfst, dass man als Autor auch manchmal ein gnz besonders kritisches Sprachempfinden hat. Und was nutzt es mir, wenn ich mir plötzlich eingestehen muss, dass es auch besser geht. Besser geht immer. Abe rman muss erst einmal besser können. Der Vorschlag meiner Vorposter ist gut. Pause machen. Abstand schaffen. Auf normale Zeiten warten ;) Ein Dichter wirst Du noch früh genug.

Ich kann Dir voab schon mal empfehlen:
Roy Peter Clark: die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben. Autorenhaus

Damit lässt sich ganz prima der eigene Still verbessern. Und jedes der 50 Werkzeuge rechtfertigt einen eigenen Überarbeitungsschritt. Also ruhig Blut.

Liebe Grüße
Trippelschritt

Schreiben ist nichts anderes als seine Ideen zu Tisch zu bitten

Offline Gizmo

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Re: Worauf es beim Überarbeiten sprachlich/stilistisch ankommt
« Antwort #35 am: 10. Mai 2018, 16:13:40 »
Ich würde auch empfehlen, den Text erst einmal ein wenig beiseite zu legen. Ich habe mein Manuskript auch sicher vier oder fünf mal gelesen, bevor es (vorläufig) fertig war. Einige Stellen kamen mir immer öder und schwerfälliger vor, aber meine Testleser hatten da ein völlig anderes Bild. Ich glaube, man selbst ist am Ende in dieser Hinsicht auch nicht mehr objektiv, wenn man den Text beinahe auswendig kann.
Nach drei oder vier Wochen Pause habe ich jetzt ausreichend Abstand, um mir Szene für Szene noch einmal vorzunehmen, und diesen Abstand habe ich wirklich gebraucht. Trotzdem habe ich mir zuvor Stellen markiert, mit denen ich Schwierigkeiten hatte, und meine Zweifel festgehalten. Manchmal ist der Instinkt eben auch richtig.  :)
"Appears we just got here in the nick of time. What does that make us?"
"Big damn heroes, sir!"
- Joss Whedon's "Firefly", Episode 5, "Safe"

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