Tintenzirkel - Das Fantasyautorenforum

Allgemeines => Tintenzirkel => Thema gestartet von: Aryana am 13. Februar 2007, 13:50:57

Titel: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 13. Februar 2007, 13:50:57
Hi Leuts,
ich hoffe, ich bin hier richtig mit dieser Frage, sonst bitte verschieben!

Wie funktioniert das eigentlich mit den Künstlernamen? Soweit ich weiß, veröffentlichen ja auch einige Tintenzirkler unter Pseudonymen (Aneirin, Rei). Was ich schon immer wissen wollte:
Wie geht das? Muß man sich einen Künstlernamen in den Personalausweis eintragen lassen (ich habe von einem Bekannten gehört, daß das sehr aufwändig und teuer ist)?
Oder kann man sich "einfach so" einen Namen aussuchen und unter diesem Namen veröffentlichen? Irgendwie muß man sich da doch auch rechtlich absichern, oder?
Wenn man ein Buch veröffentlicht, verdient man ja eventuell auch was daran, und das Geld soll ja auch zum Autoren fließen, der ja wahrscheinlich nicht sein Bankkonto unter dem Künstlernamen laufen hat.

*neugierig*
Aryana
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Duana am 13. Februar 2007, 14:09:27
Würde mich auch mal interessieren.
Aber ich denke (soweit ich das beurteilen kann) gibt es den Künstlernamen nur für den Leser, also auf dem Buch und der Verlag kennt dann schon den wahren Namen.
So denke ich, läuft das auch mit dem Bankkonto.

Den Künstlernamen in den Personalausweis eintragen lassen?
Ich habe mal von einem Autoren gehört, der 28 Künstlernamen hatte. Wenn das stimmt (die Eintragungspflicht), dann musste der ja einiges zahlen.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 13. Februar 2007, 14:17:48
Den Künstlernamen trägt man in den Personalausweis ein und darf damit sogar Verträge rechtsgültig unterschreiben.

Das Pseudonym kann man ganz einfach mit dem Verlag vereinbaren und es steht auf dem Buchdeckel, der richtige Name steht im Vertrag. Dabei hat man gewisse Pflichten, kann sich also z.B. nicht Marion Wimmer Bradley nennen, weil es Verwechslungsgefahr gibt. Das darf man nur, wenn man wirklich so heißt (was kann man denn dafür, wenn der eigene Name dem einer Berühmtheit ähnlich ist?).

Andere Möglichkeit: Viele von uns wurden von den Eltern mit einem zweiten oder dritten Rufnamen gesegnet, die auch im Perso eingetragen sind; "Anja Mallefizia Hortensie Gluck" z.B., dann kann man ganz legal den Zweitnamen verwenden und auf dem Buch steht "Mellefizia Gluck". Soweit ich weiß, darf man mit dem dann sogar Verträge unterschreiben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rei am 13. Februar 2007, 14:45:15
Diese Seite http://www.bauchtanzinfo.de/tipps-tricks/eintragung-kuenstlername.htm (http://www.bauchtanzinfo.de/tipps-tricks/eintragung-kuenstlername.htm) ist zwar für Tänzer gedacht, aber was da steht, gilt sicherlich auch für Autoren.

Ich hab meinen Künstlernamen nicht in den Perso eintragen lassen (sonst würde ich inzwischen mit zweien herumlaufen  ;D) und bisher gab es auch noch keine Probleme. Den Vertrag unterzeichnet man mit seinem richtigen Namen, das Buch kommt dann unter dem Pseudonym heraus. So einfach ist das  ;)

Ich habe dem Verlag einfach mitgeteilt, unter welchem Namen ich den Text veröffentlichen möchte und schon hat das geklappt. Im Hintergrund haben die ihre Datenbanken laufen, in denen der Künstlername mit dem richtigen Namen verknüpft ist, so daß alles seinen richtigen Gang geht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 13. Februar 2007, 18:25:05
Ahja, das ist ja interessant. Hm. Ich habe Ursula als zweiten Namen, und mein Geburtsname ist Weiß, also könnte ich theoretische in Buch unter dem Namen "Ursula Weiß" veröffentlichen. Gut zu wissen. :)

Mir war auch nicht ganz klar, daß es diesen Unterschiedt zwischen Pseudonym und Künstlernamen gibt.

Danke für die Infos!

Aryana (der gerade einiges an Ideen für Pseudonyme im Kopf herumschwirren)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 13. Februar 2007, 20:05:38
Hallo,

das klingt wirklich interessant hier.
Ich hatte bisher nur bei anthologien mitgemacht und da ging das einfach nur über: Bei Pseudonym einfach angeben, wird dann so gedruckt, aber es war natürlich auch nicht mit Vertrag usw.usf.
Was genau ist denn der Unterschied zwischen einem Künstlernamen und einem Pseudonym?

Bye
caity
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Möchtegernautorin am 13. Februar 2007, 20:18:26
Kann man davoin ausgehen, dass das, was für Vornamen gilt auch für Nachnamen gültig ist?
Als verheiratete Frau, die den Streit um den Nachnamen verloren hat, dachte ich mir nämlich, dass ich was das Schreiben angeht zumindest gerne bei meinem Geburtsnamen bleiben würde :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kalderon am 13. Februar 2007, 20:42:06
Hi,

auf ->Andreaseschbach.de (http://www.andreaseschbach.de/) beantwortet Andreas Eschbach (wer sonst?) einige Fragen zu diesem Thema. Er ist zwar kein Rechts-Experte, aber vielleicht findet man Antworten.

Zu finden unter:
Übers Schreiben/Wann und wie man ein Pseudonym verwendet


Liebe Grüße: Kalderon
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rei am 13. Februar 2007, 20:50:50
Als verheiratete Frau, die den Streit um den Nachnamen verloren hat, dachte ich mir nämlich, dass ich was das Schreiben angeht zumindest gerne bei meinem Geburtsnamen bleiben würde :)
Das habe ich so gemacht. Meine Homepage trägt weiterhin meinen Geburtsnamen und wenn ich eines schönen Tages mal eine gelesene Autorin bin, dann unter meinem Geburtsnamen... Mit dem jetzigen gäbe es sicherlich nur Verwechslungen, weil der Künstlername der Cousine meines Mannes mein Name ist...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Termoniaelfe am 13. Februar 2007, 20:58:04
Ich befolge gerade einen guten Rat einer Autorenfreundin.
Also bei meiner Kurzgeschichte, die ich zu einem Wettbewerb geschickt habe, war dieses Thema für mich von großer Bedeutung. Da diese Geschichte nix, aber auch gar nix mit Kinderbuch oder Jugendfantasy zu tun hat, sondern in eine völlig, sagen wir mal nicht ganz jugendfreie Richtung geht ;), ist es mir wichtig, im Gewinnfalle, nur unter Pseudonym zu veröffentlichen. Schließlich liegt mein Hauptaugenmerk nach wie vor im Kinder und Jugendbuch - Bereich. Und da ich mir als Renate Doms gerade ein Image in diesem Genre aufbaue, wäre es nicht so toll eine Geschichte mit richtigem Namen zu veröffentlichen, die in eine solche Richtung geht.

Der Verlag sagte nach Anfrage, dass es kein Problem sei.

LG
Termi
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Darkstar am 04. März 2007, 16:26:31
Der Unterschied zwischen Pseudonym und Künstlername ist - meines Wissens - dass du ein Pseudonym jederzeit für gewisse Dinge (siehe oben) verwenden kannst.

Einen Künstlernamen lässt man eintragen, er kann (ist?) sogar markenschutzrechtlich geschützt und du darfst damit unterschreiben.
Achtung! Dafür kostet der natürlich auch Geld!

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 22. März 2007, 23:45:11
Ich habe mir meinen Künstlernamen Pandorah eintragen lassen. Das kostet kein Geld, nur das Geld zur Neuerstellung eines Ausweises (aktuell 8 Euro) und damit verbunden natürlich die Photos (die billigsten [und hässlichsten] im Automat für 6 Euro). Ich musste beweisen, dass ich tatsächlich unter diesem Namen agiere und bekannt bin. Bei mir war das einfach, da ich bereits drei Bücher darunter veröffentlicht habe und seit 7 Jahren eine Homepage unter diesem Namen führe. Ich habe die Verträge der Bücher mitgenommen und auf die Verlagsseiten verwiesen, da war das kein Problem.

Wer sich allerdings den Künstlernamen noch eintragen lassen will, sollte sich beeilen. Die nette Dame vom Amt meinte, dass es diese Möglichkeit nicht mehr lange gäbe, aber was man hätte, hätte man.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Chuck am 23. März 2007, 07:51:19
Ich habe ne ganze Zeit darüber nachgedacht, ob ich so etwas auch will, weil ich auch jahrelang nicht damit gerechnet habe mit meinem Namen weit zukommen. Mittlerweile merke ich, wie dumm ich eigentlich war.
Allerdings ein netter Zwischenname, wie Hugo Sauron wäre schon klasse!  :)

@Pandorah: Hast dir übrigens einen sehr schönen Namen ausgesucht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 23. März 2007, 08:32:24
Danke. ^_^ Ich mag ihn auch gerne - haha, sonst hätte ich ihn mir ja nicht ausgesucht. Und eine Eigenschaft teilen Pandora und ich uns gewiss: Neugierde... ^^;

Bei mir hat sich der Künstlername als Autorenname mehr oder weniger ergeben. Ich war halt Pandorah im Internet, habe unter diesem Namen von Anbeginn der (Internet-)Zeit geschrieben und wurde damit auch in meinem Genre bekannt. Da bot es sich natürlich an, den auch auf das erste Buch zu setzen. Sollte ich das auch noch in ein anderes Genre (bzw. in das Genre Fantasy ohne Yaoi) schaffen, werde ich über meinen Real-Namen nachdenken. Aber da ich im Moment zu gerne Yaoi schreibe, steht das erst mal in weiter Ferne.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Darkstar am 23. März 2007, 21:51:42
@Pandorah:

Künstlername umsonst auf dem Ausweis?!
Das wundert mich dann doch!
Ist das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich?

Ich würde ja eigentlich *fast* meine Hand ins Feuer legen, dass das Eintragen etwas kostet - und zwar nicht zu knapp! Mein Freund hatte sich erkundigt, der benutzt beruflich einen Künstlernamen.

Wobei natürlich zu beachten ist, dass Künstlername und Pseudonym NICHT das gleiche ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 23. März 2007, 22:29:37
Ich kann dir nur sagen, wie das bei mir war. Anruf beim Stadtamt, mit den Verträgen vorbei, kostenloser Eintrag ins Melderegister, Ausstellen einer Bestätigung, zum Passamt, Ausweis beantragt, 8 Euro für die Neuausstellung gezahlt, fertig. Hat sich dein Freund wirklich nach dem kleinen Namen auf der Rückseite des Ausweises erkundigt?

Sobald mein Ausweis fertig ist, wird hinten in dem Feld Künstler- oder Ordensname "Pandorah" stehen. Für die 8 Euro Neuausstellungsgebühr.

Pseudonym war Pandorah so lange, so lange niemand wusste, wer dahinter steckt. Ist es schon längst nicht mehr.

*ratlos*
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 26. März 2007, 17:59:02
Wobei sich mir die Frage aufdrängt: ist der Künstlername, sobald er auf dem Ausweis steht, auch quasi als Marke geschüzt? Würde mich jetzt mal aus aktuellem Anlass interessieren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 26. März 2007, 21:32:23
Ich glaube, um ihn als Markenname schützen zu lassen, muss man viel Geld zahlen. *g* Ich denke eher, es funktioniert wie ein richtiger Name. "Lieschen Müller" können auch 2.000.000 Leute heißen, und niemand muss deswegen seinen Namen aufgeben oder anderen Geld zahlen.

@Darkstar
Hat dein Freund noch mal was gesagt in der Richtung? Vielleicht wolte er ja in der Tat, dass niemand außer ihm den Namen nehmen kann.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 27. März 2007, 15:09:24
Mist... ich muss also fleißig sparen... v_v
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 27. März 2007, 15:53:02
Kannst ja erst mal damit anfangen, deinen Künstlernamen kostenlos eintragen zu lassen. ^_^ Das ist schon mal etwas. Und dann mit dem Sparen beginnen. :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Laus am 02. Mai 2007, 15:38:29
Geht es euch auch so?
Ihr habt eine tolle Geschichte geschrieben und einen treffenden Titel gefunden. Ja und nun hat man einen stink gewöhnlichen Namen und der passt überhaupt nicht. Also muss ein neuer Name her. Wie finde ich nun einen gut klingenden Namen, der sich auch noch leicht merken kann?  :hmmm:

LG
Laus
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miu am 02. Mai 2007, 15:43:04
Hallo,

ich halte von Pseudonymen nicht viel, denn ich bin der Meinung, dass der Leser wissen möchte, wer hinter dem Buch steht und nicht im Endeffekt erfahren will, dass der Name gar nicht der eigentliche des Autors ist...

Ein paar, die ich kenne, nehmen einfach Namen die sie schön finden, die gut klingen und irgendeinen Nachnamen, der ihnen gefällt (von einem Vorbild z. B.). Dann setzen sie es schön zusammen und wenn es gut klingt, haben sie ihr Pseudonym.

Liebe Grüße,
Bine
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rei am 02. Mai 2007, 15:58:14
Da ich einen recht ungewöhnlichen Mädchenname hatte, ist mir nie in den Sinn gekommen, mir ein wirkliches Pseudonym auszudenken... (ich veröffentliche unter meinem Mädchennamen) Bis zu dem Tag, an dem ich meine erotische Novelle als ebook veröffentlicht habe. "Julia Hrdina" als Autorin anzugeben, klang mir zu banal, etwas französisches mußte her... Und so wurde Danielle Rénaud geboren. Der Name paßte besser zum Genre...

Aber so richtig darüber nachgedacht habe ich nicht. Der name war einfach so da.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Laus am 02. Mai 2007, 16:01:11
Bei einem Sachbuch würde ich meinen bürgerlichen Namen verwenden.

Ich kenne einige Autoren, die unter anderem Namen veröffentlichen, wenn sie sich zum Beispiel einen völlig anderem Thema zuwenden.
Im Bereich Fantasy gibt es nicht wenige erdachte Biographien. Warum nicht?

LG
Laus
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Artemis am 02. Mai 2007, 17:16:13
Bei Fantasy-Büchern hat man ja meistens englische/ amerikanische Namen im Ohr.
Tad Williams, Terry Pratchett, C.S. Lewis, Anne McCaffrey, Marion Zimmer Bradley...

Deutsche Autoren sind da selten vertreten, deshalb verbindet man die Fantasy stets mit amerikanisch klingenden Namen.

Anfangs hatte ich auch vor, mir ein Pseudonym zuzulegen, hab die Idee aber verworfen. Wenn ich ein Buch in der Hand halte, das ich geschrieben habe, aber nicht mein Name draufsteht - was soll ich dann damit?
Ich meine, wenn man mit so einem Buch dann zu Freunden rennt und sagt, man hat dieses Buch hier geschrieben, grinst jeder nur und wedelt mit dem weißen Jäckchen...
Wenn man nicht seinen Namen benutzt, wie soll man dann sich und anderen beweisen, dass man das Buch auch geschrieben hat?
Das wäre dann einfach nicht mehr mein Buch, sondern irgendein fremdes.

Deshalb nehme ich meinen eigenen Namen, und wenn er auch total normal klingt.
Was ist da dran so schlimm? Es gibt so viele Autoren mit normalen Namen!
Ist Nora Roberts zum Beispiel so spektakulär? Nein, und sie hat trotzdem Erfolg!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Laus am 02. Mai 2007, 17:29:03
Hallo Artemis,

deine Argumente sind nicht von der Hand zu weisen.

LG
Laus
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 02. Mai 2007, 17:39:15
Ich würde ein Pseudonym dann wählen, wenn der Name

a) zu verwechlslungsanfällig ist. Wer einen Nachnamen wie "Müller, Maier, Schmidt" hat, der wird bei einer Recherche nicht gefunden vor lauter Namensvettern.
b) es bereits eine Berühmtheit gleichen Namens gibt. Felsenkatze hat das Problem einer gleichnamigen und nicht unbekannten Schlagersängerin umgangen, indem sie den Namen ihres Mannes angenommen hat. Ich würde eventuell meinen zweiten Namen wählen, da es in der Schweiz eine Snowboarderin gleichen Namens gibt.
c) ich zwei völlig unterschiedliche Genres bedienen wollte, also Fantasy und Polit-Thriller oder so. Dann würde ich allerdings auch kein absolutes Pseudonym nehmen, sondern Für das eine Genre den einen und für das andere den anderen Vornamen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Chuck am 02. Mai 2007, 17:46:41
Bei den aufgezählten Gründen würde ich zumindest auch mal drüber nachdenken. Aber mein Name ist ziemlich einzigartig auf der Welt. Kommen auch nur 2 Google Seiten bei der Suche!
Das ist ganz praktisch.

Ansonsten überlege ich mir immer gerne Künstlernamen und nenne mich im Netz bei Spielen so... z.B. Dinkel Spirelli!  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 02. Mai 2007, 17:59:17
(Le)Chuck ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Immortal am 02. Mai 2007, 18:10:54
Also ich persönlich würde auch eher meinen 'echten' Namen wählen. Das ist dann einfach meins.

Wenn nämlich der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass man wiklich berühmt wird, bereut man das dann nicht ein bisschen, dass der reale Name, dann nicht als eine der besten Autorinnen/Autoren angezeigt wird?

Natürlich ist das Utopie. Aber nach meinem persönlichem Geschmack würde ich den echten nehmen.

Wenn ich meinen vollen Namen im Internet eingebe kommt lauter Zeug's von mir. Wahh, mein Blog, ein Theaterstück in dem ich mitgeworben habe, ein Forum in dem ich mich registriet habe... das Internet ist verdammt klein...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Deyourah am 02. Mai 2007, 18:19:41
Ich weiß nicht, ob man ein Pseudonym nehmen sollte.
Einerseits, wenn der Name zu unauffällig,zu häufig vertreten oder zu grausam ist, kann man das durchaus machen, finde ich, aber andererseits, will man dann ja auch mit den Werken in der Verbindung gebracht werden.
Wenn jemand aber zwei (oder mehr) Vornamen hat und dann nicht seinen alltäglichen benutzt, find ich das nicht schlecht. ^^
Ich für meinen Teil würde für mich selbst überlegen ein Pseudonym zu nehmen, da mein Nachname ziemlich schrecklich ist. (Seit Jahren machen sich meine Mitschüler darüber lustig, obwohl.. umso besser wäre es, wenn sie den Namen eines Tages auf einem Buch lesen. ;))
Aber wenn man ersteinmal richtig berühmt ist, dann klingt jeder Name auf einmal gut  ;D
Wenn man ganz unterschiedliche Dinge veröffentlichen will (wie Rei es schrieb), dann kann man natürlich auch unter zwei Namen veröffentlichen, zum Beispiel, damit der eine Name nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, auf grund von unterschiedlichen Geschmäckern der Leser, oder ähnlichem.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 02. Mai 2007, 21:40:27
Hm... ich hätte meine "Elfen" unter Pseudonym veröffentlichen sollen, hätte mir Peinlichkeiten erspart... *grins* Nein, nein...

Ich halt ebenfall nciht viel von Pseudonymen. Wenn ich nciht gerade "Erotische Literatur"(in diesem Zusammenhang eine nette Umschreibung für Porno) schreibe und gleichzeitig gefeierte Kinderbuchatorin bin, ist es was anderes. Aber gut, Erotik-Autoren veröffentlichen selten und richtigem Namen.

Aber da ich weitgehend jugendfrei schreibe - meine Charas praktizieren Enthaltsamkeit - kann ich darauf verzichten. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 02. Mai 2007, 22:31:21
Ich veröffentliche unter meinem Künstlernamen, weil ich darunter bekannter bin. *lol* Zuerst war es ein Pseudonym, dann ein Nickname und schließlich habe ich ihn zum Künstlernamen gemacht. Unter Pandorah schreibe und veröffentliche ich im Internet nun schon seit Jahren, wohingegen meinen Realnamen kaum jemand kennt.

Sollte ich irgendwann einmal außerhalb dieses Genres veröffentlichen (also außerhalb Yaoi), werde ich mir das mit dem Realnamen noch mal überlegen. Na ja, kommt dann auch immer darauf an, was der Verlag lieber hätte.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Laus am 03. Mai 2007, 08:05:48
Ich denke, es gibt gute Argumente die dafür sprechen und andere wiederrum, die man in die Überlegung einfließen lassen sollte, ob man es lieber sein läßt.

Gute Argumente für mich persönlich wäre zum einen, da ich einen so "gewöhnlichen" Namen jetzt trage, der in der Zusammensetzung aus Vor- und Zunamen wer weiß wie viel mal gibt. Da wäre die Möglichkeit auf meinen Mädchennamen zurück zugreifen wahrscheinlich die bessere Alternative. Obwohl man da denken könnte, es handelt sich um einen "verarmten polnischen Landadel". Oder was würde euch bei LAUSZAT einfallen, außer LAUS?
Aber der Gedanke gefällt mir immer besser!

Dagegen spricht für mich, dass auch mir bekannte Menschen mein Werk mit mir in Verbindung bringen sollen.
Es ist aber auch so, dass Autoren einem bestimmten Genre zugeordnet werde ob er will oder nicht z.B. Krimmi. Schreibt er dann einen Frauenroman oder Horror, dann werden Stimmen laut, die fragen, ob er sich nicht entscheiden kann. Ich persönlich möchte mich in keiner Schublade sehen.

LG
Laus
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 15. Juli 2007, 00:22:32
Ich würde auf jeden Fall unter einem Pseudonym veröffentlichen. Erstens finde ich es toll, sich einen Namen aussuchen zu können und mein echter Name ist nicht so toll. Wenn man einen furchtbaren Namen hat sollte man sich auf jeden Fall ein Pseudonym zulegen. Ich würde auf jeden Fall eher ein Buch kaufen von Anne Rice (nur als Namensbeispiel) als von Hannelore Rindfleisch. Ich glaube, bestimmt die Hälfte der erfolgreichen Schriftsteller benutzen ein Pseudonym.
Wenn der Name schwer zu merken ist, sollte man auch darüber nachdenken, z.B. kann ich mir  Pablo Neruda besser merken als Neftali Ricardo do Reyes-Basoalto.
Der zweite Aspekt ist natürlich , dass man anonym bleibt. Vielleicht will man nicht unbedingt, dass die Oma die ausführlichen Liebesszenen im ersten Roman liest.

Einige Argumente kann ich hier überhaupt nicht verstehen. Wieso soll denn das Werk nicht mehr das eigene sein, nur weil man einen anderen Namen benutzt?
Wenn man seinen Namen wirklich ändert wird man dohc auch nicht zu einer anderen Person! Und wenn die Freunde einem nicht glauben, dass man das Buch geschrieben hat, würde ich stark an den Freundschaften zweifeln. Wenn man unbedingt selbst berühmt werden will, kann man ja auch ein Foto in das Buch drucken lassen.
Ich sehe mir immer in Namen im Fimabspann an und finde es toll mir Pseudonyme auszudenken!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 15. Juli 2007, 10:08:08
Ganz ehrlich? Für mich war der Name des Autors noch NIE, also wirklich nie ein Kriterium dafür, ob ich mir ein Buch kaufe oder nicht ...  :hmhm?:

Also ich mag meinen Namen eigentlich ganz gern. Sicher gibt es auch noch zig andere Anikas, aber ich fürchte, um ein Pseudonym zu benutzen, habe ich einfach ein zu großes Geltungsbedürfnis.  :omn:


Das sieht dann innerlich doch eher so aus:

*hüpf* *spring* *mit den Armen wedel*
Ich!!! Hier!!!! Hier bin ich! Ich habe das geschrieben! Lest das! Sofort!!!  ;D ;D ;D

Und was soll ich da mit einem falschen Namen? ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rune am 15. Juli 2007, 10:22:26
Ich habe auch lange überlegt, wenn dann unter Pseudonym zu veröffentlichen. Das lag aber daran, das ich mit meinem Mädchennamen ziemlich viel negatives verbinde und nicht sonderlich stolz war, ihn zu tragen.
Jetzt bin ich allerdings verheiratet und habe den Namen meines Mannes angenommen und würde auch unter diesem veröffentlichen. Obwohl ich mir auch vorstellen kann, bei einem Genrewechsel oder zb. erotischen Geschichten trotzdem ein Pseudo zu benutzen, zb. um andere Genres auszuprobieren, ohne das jeder gleich weiß, das die Geschichte von mir stammt.

LG
Rune
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coppelia am 15. Juli 2007, 10:26:26
Ich hab einen Allerweltsnamen, aber ich mag ihn. Ich weiß, dass es viele Leute gibt, die so heißen wie ich, aber das ist mir egal. Ich finde meinen RL-Namen optimal. Er passt zu mir, klingt gut, ist weder zu lang noch zu kurz.
Mein Künstlername ist ja Coppelia, und das hat auch seinen Sinn, aber unter diesem Namen würde ich nicht veröffentlichen, auch wenn ich darunter im Netz eher bekannt bin.
Brauche ich aber mal ein Pseudonym, dann würde ich mich Elena Kracher nennen.  ;D ;D ;D Das habe ich mir schon überlegt. Aber ich glaube nicht, dass das für mich infrage käme. Denn unter Pseudonym zu veröffentlichen, würde für mich bedeuten, dass ich nicht erkannt werden will (denn gegen meinen Original-Namen gibt es ja nichts einzuwenden). Und ich möchte nichts veröffentlichen, wozu ich nicht dauerhaft (!) stehen kann.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: MarkOh am 15. Juli 2007, 10:49:01
Sehe ich eigentlich auch so. Mein Name ist zwar auch eher etwas öde, aber ich muss mich für das was ich schreibe nun auch nicht unbedingt schämen. Denke ich zumindest mal.
So habe ich neben meinem Lieblingsgenre "Fantasy" durchaus auch schon im Bereich "Sachbuch" und "RealLife" gewildert. In einigen Jahren werde ich vielleicht über Teile des von mir Geschriebenen auch lachen, oder mit dem Kopf schütteln über den verzapften Stuss. Aber egal - man wächst ja bekanntlich mit seinen Werken...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 15. Juli 2007, 10:50:31
Das einzige Mal, daß ich ein Buch unter Pseudonym schreiben wollte, war mein Vampirkrimi "Wie eiskalt ist dies Hälschen" - der entstand unter dem Namen M. Schembra. Das ist der Name des Vaters meines Vaters (mein Vater hat die Familie seines Vaters erst vor zwei Jahren ausfindig machen können, nachdem der Mann meine Großmutter im Krieg sitzen gelassen hatte und heim zu Frau und Kindern gegangen war). Warum den Namen? Weil ich ihn schön finde. Und weil alles, was ich zu diesem Zeitpunkt über diesen Großvater wußte war, daß er aus Transsylvanien kam - passend zu einer Vampirgeschichte... Letztenendes habe ich es dann aber gelassen und das Buch auch nicht zuende geschrieben. Und wenn ich es nochmal neu aufziehe, kommt da auch wieder mein richtiger Name drauf.

Ich bin viel zu egoman, um sowas nicht unter meinem richtigen Namen zu machen. Ich hatte schon genug damit zu tun, mich an ihn zu gewöhnen - bis ich sechs Jahre alt war, hieß ich noch Schroer, Maja Schroer - kein guter Autorenname. Dann haben meine Eltern aufgrund neuer Gesetzgebung den Muttersnamen zum Ehenamen gemacht, und plötzlich hieß ich Ilisch - was für eine Umstellung! Eben heißt man noch wie eine kaputte Türklingel, und plötzlich hat man etwas schlesisch-exotisches, das kein Mensch richtig aussprechen kann! Also habe ich mir diesen Namen zueigen gemacht und werde ihn in jedem Fall behalten, auch in der Ehe und als Autorin.

Ein Pseudonym habe ich schon, wenn ich Musik mache. Da bin ich dann Thesilée. Aber der Name ist wirklich exklusiv für Musik, damit  mein richtiger Name nicht durch zuviel Kreativität abgenutzt wird. Und ich würde nie Bücher darunter schreiben. Nein, wenn ich wirklich mal ein Pseudonym brauchen sollte, hole ich wieder mein geschlechtsneutrales M. Schembra aus dem Keller.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lavendel am 15. Juli 2007, 11:36:50
Dito.
Ich wäre auch nicht für ein Pseudonym - es sei den vielleicht, ich schaffe es irgendwann, zu einer bekannten Autorin zu werden und will mich an einem komplett anderen Genre versuchen, als das für das ich bekannt geworden bin (einfach, um ein Unterscheidungsmerkmal für die Leser/innen zu schaffen. Allerdings würde ich es dann so handhaben wie John Banville, der auf der Verleihung des Booker Price öffentlich verkündet hat, dass er ab sofort auch Krimis unter dem Pseudonym Benjamin Black veröffentlichen wird. ;D
Erstens eine gute Marketingstrategie, zweitens wissen die Leser/innen dann, dass sie etwas anderes als einen 'typischen' Banville bekommen, wenn sie was von Benjamin Black kaufen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 15. Juli 2007, 12:18:09
Ich hatte auch schon länger das Gefühl, daß Autoren, deren Werke vielleicht nicht mehr so gut gehen oder die schlechte Kritiken bekommen, von ihrem Verlag ein Pseudonym bekommen und schwupps als tolle Debütanten gefeiert werden können - oder warum schreibt Megan Lindholm seit einigen Jahren als Robin Hobb?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: FeeamPC am 15. Juli 2007, 23:21:33
Falls ich je auf die Idee kommen sollte, etwas völlig Abgefahrenes zu veröffentlichen, würde ich es unter Pseudonym tun. Sachbücher finden meine Kunden bei einer Apothekerin gut, Fantasy würden sie vermutlich als kleine Marotte tolerieren, und bei schrägeren Sachen müßte ich mir gut überlegen, ob es das Vertrauen meiner Kunden untergraben könnte, wenn ich es unter eigenem Namen veröffentliche.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Elena am 16. Juli 2007, 00:47:10
Also, ich könnte mir gut vorstellen, unter Pseudonym zu veröffentlichen - ganz einfach, weil ich zweigleisig fahre. Die Hälfte meiner Manuskripte sind Fantasy, die andere Hälfte nicht, da würde ich im Fall einer Veröffentlichung auf ein Fantasybuch einen anderen Namen draufpacken wollen als auf ein Nicht-Fantasybuch - das ist bei Verlagen auch lieber so gesehen, und Lesern erspart es Kuddelmuddel.
Allerdings würde ich sonst immer meinen richtigen Namen nehmen, ich trage ihn mit einer gewissen Anhaftung von Familienehre, außerdem wird er in der Bibek erwähnt (mein Nachname, wohlgemerkt!).  ;D

Einen Pseudonymsnamen habe ich natürlich auch schon, schließlich trage ich den Namen "Elena" nicht umsonst: Elena Eggert. Ich mag die Alliteration, außerdem ist "Eggert" der Familienname meiner Mutter, das bot sich an.

Wobei "Ludewig" oder "Schlott" noch altehrwürdiger wäre ... Hm, das muss ich mir noch mal überlegen.  :hmmm:

Liebe Grüße,

Elena
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Chuck am 16. Juli 2007, 07:15:01
Also ich finde, dass es ähnlich jedem anderen Produkt/Gut/selbstgemachten Ding etc. auf der Welt ist...
Ich würde gerne beim Konsum auch feststellen können, woher es stammt.
Allerdings bezieht sich das im Fall von Büchern stark auf Sachbücher, bei denen dies sehr wichtig ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: saraneth am 12. September 2007, 14:28:12
Nunja... für mich wäre ein Pseudonym nur sinnvoll, wenn ich a) meinen Marktwerk in einem anderen Genre ausprobieren wollte, ohne, dass man meine neuen Werke mit den alten vergleicht, b) aus einem ungenannten Grund unerkannt bleiben möchte [nicht mit a) zu vergleichen] oder ich c) davon ausgehe, dass mein Pseudonym besser zu der Art Genre passt. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 12. September 2007, 19:02:11
Ich würde wahrscheinlich erotisch angehauchtes Geschriebenes unter Pseudonym veröffentlichen. Meine "normal-verrückt-fantasymässigen" Romanprojekte sollen auch unter meinem realen Namen auf die Öffentlichkeit losgelassen werden, aber wenn jemand, der am Wochenende brav in der Kirche Orgel spielt, Dark Fantasy schreibt, dann doch liber mit Pseudonym, damit die alten Tanten nicht mit einem Herzklabaster von der Kirchenbank fallen oder mein lieber Kirchenboss nicht doch darüber nachdenkt, sich eine andere Organistin zu suchen...*grins*
Eine Idee habe ich auch schon - mein zweiter Vorname ist Ursula, mein Geburtsname ist Weiß, auf lateinisch albus/alba - Taraaaa: Ursula Alba. Daß das ganze dazu noch "die weiße Bärin" bedeutet, hat für mich noch eine ganz persönliche Bedeutung.
Mein Pseudonym "Aryana" ist genau wie Majas "Thesilée" der Musik vorbehalten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: zitatus am 13. September 2007, 18:15:24
Eitel und egoman wie ich bin veröffentliche ich unter meinem eigenen Namen. Ich finde das im deutschsprachigen Raum sowieso schon zuviel denglisch und sprachlicher Schindlunder betrieben wird. Dann soll wenigstens mein Name "sauber" bleiben. Selbst wenn ich Schmitz hieße...

PS: Naja, ein Internetpseudonym haben wir ja fast alle...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 14. September 2007, 13:27:12
Hm...

ich glaube, wenn ich ein Pseudonym verwenden wollten, dann eher für meine "schwule" Fantasy und die Romane, die damit zusammenhängen... mit anderen Worten, alle Manairing-Romane (lacht nicht, die Welt heißt so! Ich bin unkreativ dabei!) und wahrscheinlich auch die "Verlorenen worte" - was so ziemlich alle romane wären, die ich bisher zustande gebracht habe. bis jetzt hab ich noch keinen allzu großen Genre-Wechsel vollzogen, was das betrifft.
...
sollte ich je wieder veröffentlichen, werde ich es garantiert unter Pseudonym tun und zusehen, dass meine holde Verwandtschaft keinen wind davon bekommt. Mir war das ganze Theater nach meinem Erstling peinlich genug, ne Neuauflage kann wer anderes bieten.
...
allerdings würde ich den Namen so wählen, dass man ihn mit ein bisschen Logik mit mir in Verbindung bringen kann - bzw. ein Anagramm meines Internet-Nicks "Siberianchan" wäre ganz praktisch, da ich mit diesem Nick nizwischen wirklich schon meine Schreiberei verbinde... ich hab zu viele FF's unter dem Namen veröffentlicht, als dass das anders sein könnte. ;)

Allerdings - soltle ich es jemals schaffen, was zu schreiben, worüber meine familie NICHT die Nase rümpft(sprich, keine fantasy, keine Homo-Halbelfen ;) keine erotischen Anwandlungen) - DAS käme wohl unter "Manja bindig" raus.

...
...
ich werd immer unter Pseudonym veröffentlichen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dorte am 14. September 2007, 13:47:36
Ich habe letztens per Anagrammgenerator nach einem Pseudonym gesucht und mich schlappgelacht. Oder würdet ihr Bücher kaufen, die von "Rose Decke-Unecht" geschrieben werden? ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 14. September 2007, 13:57:57
Geil...

Kannst du mir den Link mal geben oder steht der hier schon?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sarina am 30. Oktober 2007, 10:10:28
Also ich habe mir schon ein Pseudonym ausgedacht. Es ist quasi die Koseform meines Namens und mein Mädchenname in Englisch. Das heißt, die, die mich kennen, werden mich erkennen.

Warum ein Pseudonym?
Ganz einfach: man weiß nicht, wo man mal beruflich landet. Z.B. wird ein Anwalt oder ein Richter, der Fantasyromane schreibt eventuell nicht mehr ernst genommen. Oder jemand in der Führungsebene einer großen Firma.
Ich weiß noch nicht, wo ich einmal landen werde und will einfach keine Angriffsfläche bilden.

Aber gegen ein Foto auf dem Cover hätte ich nichts...   ;D

Es kann auch sein, dass ich - wenn mein Buch erstmal fertig ist und ich tatsächlich einen Verlag finden sollte, der es veröffentlichen will - da meine Meinung noch ändere und unter meinem wirklichen Mädchennamen veröffentlichen. (Mein jetziger Name in Verbindung mit meinem Vornamen ist leider nicht so selten)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 30. Oktober 2007, 10:30:08
Hm, würdet ihr Bücher kaufen von Lisa Jamich? Das wäre nämlich ein Anagramm von mir.
Ebenso wie "Islam? Ja, ich!"
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Solatar am 30. Oktober 2007, 10:50:47
Maja, ganz ehrlich?

Nö  ;D

Aber von Holly V. Freeya vielleicht schon...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kalderon am 30. Oktober 2007, 12:26:51
Es gibt doch ganz viele Autoren, die unter ihrem Pseudonym groß geworden sind - "Konsalik" beispielsweise. Kennt jemand seinen richtigen Namen? Interessiert es jemanden?

Ich habe auch schon überlegt unter Pseudonym zu schreiben. "Kalderon" liest sich leichter von der Hand als "Björn Dalladas". ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Duana am 30. Oktober 2007, 12:28:15
@ Kalderon

Aber dein Nachname klingt so schön!  :innocent:
Vielleicht Kalderon Dalladas? ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kalderon am 30. Oktober 2007, 12:29:12
Aber dein Nachname klingt so schön!  :innocent:

Findest du? Ich habe immer das Problem, dass ihn jeder falsch ausspricht oder Dallas sagt. Die Leute können sich das nicht merken.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Duana am 30. Oktober 2007, 12:32:03
Ich weiß ja nicht, ob ich ihn richtig ausspreche, ich versuche es mal mit Lautsprache: DAhlladass
So etwa?
Auf jedenfall würde ich nicht Dallas sagen, das ist doch .. nein *kopf schüttel*
Bei einem Pseudonym würde ich trotzdem an deinem Namen festhalten, die Leute vergessen so oder so den Namen ab und an ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kalderon am 30. Oktober 2007, 13:14:38
Ich weiß ja nicht, ob ich ihn richtig ausspreche, ich versuche es mal mit Lautsprache: DAhlladass
So etwa?

Betonung liegt auf dem Doppel-L. DaLLadas (So wie Kall Dall vermengt mit Adidas :gähn:)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: BTSV67 am 01. November 2007, 08:54:58
Weiß jemand Pseudonyme wie

Archie Tekt
Anna Nass
Mel Ohne

?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 01. November 2007, 16:35:43
Peter Sylie ?

Hm... ich weiß, unter welchem Pseudonym ich veröffentliche. Unter dem nämlich, unter dem ich mir im Netz in der FF-szene einen Namen gemacht habe.

...
Fall ein Verlag mein Zeug nimmt. Ich habe jetzt schon die böse Ahnung, dass ich alles, was ich jetzt so schön, liebevoll und detailreich beschreibe, rauskürzen muss... oder ich find eine Möglichkeit, Reihen zu veröffentlichen, als Reihe ginge es.

Wenn ich gute Chliffhangerstellen finde... -_____________-

Das Leben als Schreiberling ist hart.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 01. November 2007, 16:55:38
Bei Pseudonymen wie Archie Tekt und Peter Sylie muß man aufpassen, wenn man als Autor ernstgenommen werden möchte. Mit Namen, die gewollt komisch oder strunzdämlich klingen, kann man - vielleicht - versuchen, ein Witzbändchen zu veröffentlichen. Ich als Leser würde aber da schon einen weiten Bogen drum machen und davon ausgehen, daß man weder Werk noch Autor ernstnehmen kann. Es sollte sich auch heute kein Autor mehr Peter Panther oder Theo Tiger nennen. Als Tucholsky das tat, war es genial, aber damit ist die Idee und der Witz durch.

Manja, du meinst nicht etwa Siberianchan, oder? Nicht alle Namen, unter denen man etwas im Netz oder im Fanbereich veröffentlichen kann, sind zum Publizieren geeignet.

Es geht in diesem Thread nicht um besonders schöne Forennicknames oder lustige Spitznamen, sondern um Pseudonyme zwecks Veröffentlichung. Bitte laßt diesen Thread nicht abdriften.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 01. November 2007, 17:03:05
Ich hab nicht vor, den Namen genauso zu verwenden - allerdings eine Anlehnung, die sich leicht assoziieren lässt - der Name gehört nun einmal zu mir und meiner Schreiberei, und er ist das einzige Pseudonym, das ich mir für mich vorstellen kann(man sollte hierbei auch bedenken, dass ich eine sehr große Abneigung gegen meinen richtigen Namen habe). Vor allem, da niemand aus meiner Familie mich damit in Verbindung bringen könnte(sehr wichtiger Punkt bei der Pseudonym-Wahl, jedenfalls für mich.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 01. November 2007, 18:14:33
Ich denke, dass Maja recht hat, das Pseudonym sollte kein Witzname sein. Auch wenn man sich einen ausländiscchen Namen gibt, obwohl man keine ausländischen Vorfahren hat, finde ich das albern. Vor allem wenn der richtige Name und Person dann bekannt wird. Es gibt da einen Autoren, der unter dem Pseudonym Virginia Doyle schreibt, obwohl jeder weiß, dass es ein Mann ist. Da scheint mir der einzige Sinn zu sein Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich finde so etwas einfach albern
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: BTSV67 am 02. November 2007, 06:12:23
Naja, andererseits kann man sich den Namen wahrscheinlich deutlich besser merken, vor allem als meinen jetzigen Namen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aneirin am 02. November 2007, 06:19:07
Ich habe mein Pseudonym danach gewählt, dass es gut klingt, einfach zu merken und nach dem Hörensagen gut zu schreiben ist. Das waren meinen wichtigsten kriterien nachdem ich mich entschieden hatte, ein Pseudonym zu verwenden.

Grüße
Aneirin
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 02. November 2007, 07:35:59
Es gibt da einen Autoren, der unter dem Pseudonym Virginia Doyle schreibt, obwohl jeder weiß, dass es ein Mann ist. Da scheint mir der einzige Sinn zu sein Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich finde so etwas einfach albern

Tatsächlich ist der Literaturmarkt, und funktioniert die Leserschaft, so, daß manche Genres geschlechtsgebunden sind. Es kommt nicht selten vor, daß Männer unter Frauennamen schreiben, weil unter ihrem richtigen Namen die Werke unverkäuflich wären. So zum Beispiel im Bereich der Mystery-Thriller-Groschenhefte. Umgekehrt, Actionthriller will man von Männern lesen.
Und George Elliott  und George Sand waren Frauen...

Wenn ich mir mal ein Pseudonym zulegen sollte, wird das etwas geschlechtsneutrales ohne Vornamen, wie B. Traven oder P.D. James - das hilft vielleicht beim Kampf gegen die stereotypen Vorurteile.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sarina am 02. November 2007, 07:56:29
Was ist denn so schlimm, wenn man sich einen Ausländischen Namen gibt?

Ich habe meinen Mädchennamen ins Englische Übersetzt. Ich möchte, dass der Name mich nicht sofort outet, aber mit ein wenig Überlegung doch mit mir in Verbindung steht. Und als Vornamen habe ich mein Kosenamen Sarina.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lennard am 04. November 2007, 11:53:02
In Sachen Pseudonym bin ich noch unentschlossen. Falls ich einen Verleger für meine Romane finde, werde ich in dieser Frage wahrscheinlich auf dessen Rat hören. Oder hält sich der Verlag da ausnahmsweise raus?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Duana am 04. November 2007, 12:13:02
@ Lennard
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Verleger sagt: "Du, bei dem Namen brauchen wie ein Pseudonym."
Außer du heißt zufällig so, wie ein ganz berühmter Mensch.
Aber Erfahrung habe ich damit nicht. Dennoch, ich glaube, die meisten Verlage nehmen lieber den Originalnamen. 
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dilian Cortex am 04. November 2007, 19:53:43
@ Lennard
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Verleger sagt: "Du, bei dem Namen brauchen wie ein Pseudonym."

Doch, bei mir schon. Mein Nachnahme ist nämlich einfach *******.
Ich bin verzweifelt auf der Suche nach einem Pseudonym. (Und nach einem Buchtitel für mein Erstlingswerk.)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: zDatze am 04. November 2007, 23:30:32
wenn es bei mir mal soweit ist und ich meinen ersten roman fertig habe, werd ich mir den kopf über ein pseudonym zerbrechen ...

ich kann es mir einfach nicht vorstellen, ein buch zu sehen auf dessen rücken mein richtiger name steht. das passt irgendwie nicht so recht.  ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 05. November 2007, 12:59:36
Es ist insofern albern, Sabrina, wenn du keine nahen ausländischen Wurzeln hast, da bin ich Majas Meinung. Wenn deine Großmutter keine Asiatin ist, macht ein "chan" als Nachname wenig Sinn, also fällt eine einfache Trennung meines Nicks als Pseudonym flach.
Falls man Wurzeln außerhalb des deutschen Sprachraumes hat, ist es was anderes, ein Pseudonym kann da durchaus Stolz auf die eigenen Wurzeln ausdrücken -entsprechend werd ich mir wohl ein Anagramm basteln, das leicht russisch klingt, das trifft bei mir sehr gut zu.
Aber unter dem Namen "Manja Bindig" werde ich mich weigern, Romane zu veröffentlichen, da bin ich strikt. Ich muss auch an meinen eventuellen zukünfitgen Brotberuf denken, wie auch immer der aussehen mag. Und so ein Theater wie mit der Großenhainer Seite in der Sächsischen Zeitung will ich auch nicht noch mal erleben, nur weil ich zu doof war, mir ein anständiges Pseudonym zu basteln. (das war mir wirklich peinlich. Hätt ich ein Pseudonym gehabt, hätt mein Onkel nie was davon gemerkt, er hätte nicht die Redakteurin bequatscht und mir wäre sehr viel erspart geblieben.)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sarina am 05. November 2007, 13:15:43
Ich heiße nicht Sabrina  ;)

OK, dein Beispiel seh ich ein. Aber ob der Namen nun auf Englisch übersetzt ist, damit man noch nachvollziehen kann, dass ich das bin, aber es nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, finde ich z.B. nicht schlimm. Andere Erfinden sich einen kompletten Namen, was ich wiederum nicht so toll finde (aber jeder wie er will)

Anagramm bringt mir leider nichts...Oder wer kauft ein Buch von Fata Ohres, Arosa Heft oder Harte Sofa?  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 17. November 2007, 15:35:51
Ohje, bei dem Thema komme ich aber spät dazu. Hoffe ist nicht so schlimm.

Also ich habe auch ein Pseudonym. Aus dem einfachen Grund, weil ich meinen Namen "hasse". Mein Vorname geht ja noch einigermaßen ... obwohl  ... Aber mein Nachname ist sowas von ätzend :( Habe ihn schon immer nicht leiden können. So nichtssagend, nervig und langweilig.

Ich habe mein Pseudonym danach ausgewählt, was mir selbst gefällt. Es sollte weder besonders auffallend sein, noch übersehbar. Überall sollte es gut aussprechbar sein und leicht zu merken. Ich fühle mich üfr den Namen entschieden habe sehr wohl damit. Jetzt steht jedoch meine erste Einsendung eines Manuskriptes seit der Namensentscheidung bevor und ich weiß nicht ob ich den mit reinschreiben soll oder nicht ... *grübel* Was denkt ihr denn?

DF**
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lomax am 17. November 2007, 15:50:12
Jetzt steht jedoch meine erste Einsendung eines Manuskriptes seit der Namensentscheidung bevor und ich weiß nicht ob ich den mit reinschreiben soll oder nicht ... *grübel* Was denkt ihr denn?
Über Pseudonyme kannst du noch bei der Vertragsverhandlung reden, wenn es dazu kommt. In der Regel kannst du das Pseudonym auch noch "nachreichen", wenn ansonsten schon alles geregelt ist. Bei der Manuskripteinsendung würde ich von solchen Themen nicht schon anfangen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 17. November 2007, 15:56:57
Prima!!
So wollte ich das auch.
DANKE DIR
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 17. November 2007, 18:21:32
@Manja
Aber du *hast* doch schon ein Buch unter deinem richtigen Namen veröffentlicht! Das kannst du nicht mehr unveröffentlicht machen - wär es dann nicht besser, den Rest auch unter dem Namen zu veröffentlichen, damit die Welt Manja Binding nicht abhakt und feststellt "Hey, die hat sich echt weiterentwickelt!"?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: SemSimkin am 08. Dezember 2007, 21:46:40
Hmm, wegen der Geschlechterbindung: Selbst die gute Rowling hat ja zunächst nur mit J.K. veröffentlicht, da ihr Verleger meinte, kleine Jungs wollen nichts von Frauen lesen  :vibes: ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Warlock am 21. Dezember 2007, 15:15:11
...Auch wenn man sich einen ausländiscchen Namen gibt, obwohl man keine ausländischen Vorfahren hat, finde ich das albern. 

Aber einige deutsche Namen sind wirklich bescheuert. Ich würde nie unter Pseudonymen wie Peter Franz, Gerhard Schmidt oder so veröffentlichen wollen. Dann lieber Namen, die eher nicht bekannt, aber dennoch nicht zu exotisch sind.

Es gibt da einen Autoren, der unter dem Pseudonym Virginia Doyle schreibt, obwohl jeder weiß, dass es ein Mann ist. Da scheint mir der einzige Sinn zu sein Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich finde so etwas einfach albern

Ich habe eine gute Freundin, die sich pseudonymisch als Mann ausgegeben hat, einmal weil sie ihrer Meinung nach wahrlich "im falschen Körper steckt" und ein weiterer Grund ist, dass ihr keine Frauennamen gefallen.
Das finde ich überhaupt nicht albern, dass ist Geschmacks- und Gefühlssache. Wenn man sich eben unter einem anderes geschlechtlichen Namen besser fühlt, ist das seine Sache.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lord Bane am 21. Dezember 2007, 15:24:37
Ich wüsste nicht, was es mir bringen sollte, ein Pseudonym zu verwenden. Ich muss mich für mein Schreiben nicht verstecken und mit meiner Verwandtschaft habe ich seit Jahren kein Wort mehr gewechselt (die einen sind tot, die anderen kann ich nicht leiden  ;)).

Der einzige Grund wäre, wenn Verlag oder Agentur denken sollten, dass sich evtl. das Buch unter einem englischen bzw. amerikanischen Namen besser verkauft, aber das ist ja schon seit Jahren nicht mehr so.


Viele Grüße,
Lord Bane
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sarina am 07. Januar 2008, 17:58:52
Ach ja: Bei mir kommt auch noch hinzu, dass mein eigentlich einfacher Nachname (nach meiner Hochzeit) grundsätzlich falsch ausgesprochen wird...Und das muss ich nicht haben, wenn ich ein Buch veröffentlichen sollte...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 26. Oktober 2008, 15:45:30
Wie lauten eigentlich eure ganzen Pseudonyme und nach welchen Kriterien habt ihr sie gewählt? Wie seid ihr auf die jeweiligen Namen gekommen? Haben sie eine bestimmte Bedeutung? Wo habt ihr die Namen her? Wie habt ihr sie gefunden? Fragen, über Fragen... ::)

Ich überlege ebenfalls mir ein Pseudonym zuzulegen, aber es will mir einfach nicht gelingen eins zu finden, dass a) zu mir passt und b) gut klingt. :seufz:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tenryu am 26. Oktober 2008, 20:28:16
Ich habe mehrere Künstlernamen, die mir spontan eingefallen sind. Wie ich genau dazu kam, kann ich heute gar nicht mehr nachvollziehen. Allzu viel Sorgfalt habe ich darauf aber auch nicht verwandt, weil ich meine Werke ja nicht kommerziell verwerte.
Im allgemeinen halte ich es so, daß ich für jedes Genre oder Kategorie einen anderen Namen verwende.
Darüberhinaus gibt es noch einen Namen, den ich für Geschäfte im Internet benutze, wenn ich meine Identität schützen möchte.
Meine Lieblingsnamen sind Stefan Rohmann, (abgekürzt ergibt das St.Rohmann.  ;D) und Klaus B. Trüger  ;)
Céline de Montmarteuil (Diesen Namen verwende ich nur für meine Erz11! und die Fortsetzung Erz16!),
Céleste (für Erz1! bis Erz3! sowie Erz22! bis Erz24!)
Meine erste Geschichte, die ich für eine Schülerzeitschrift verfaßt hatte, stand unter dem Namen G. Owen.

Mittlerweile ist mir mein richtiger Name schon fast fremd geworden.  :schuldig:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 26. Oktober 2008, 20:32:43
Erstaunlich. Es ist vielleicht gar keine so schlechte Idee sich mehrere Pseudonyme zuzulegen. Da müsste man den Leser schon mit der Nase drauf stoßen, damit der kapiert, dass "Lieschen Müller" und "Hans Grete" ein und derselbe Autor sind. :dollars:

Eines musst du mir noch sagen, Tenryu: was bedeutet "Erz(beliebige Zahl)"? :-[ Steht das vielleicht für "Erzählung"?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Luisa am 26. Oktober 2008, 20:44:30
@Tastentänzerin
Jep, alles Bücher, soweit ich weiß.

Also Pseudonyme können praktisch sein, wenn man zum Beispiel Musiker ist und nicht von jedem Depp im Telefonbuch gefunden werden will. Einer meiner Verwandten macht das so.

Aber was das Schreiben angeht habe ich nie verstanden, warum man Bücher unter "falschem" Namen veröffentlichen sollte. Man hat ein Buch geschrieben, es überarbeitet, sich wahrscheinlich endlos beworben, man hat so viel Zeit und Arbeit hineininvestiert und am Ende steht nicht mal der eigene Name drauf? Ich kapiers nicht. :-\
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: maggi am 26. Oktober 2008, 20:45:40
Zitat
Ich wüsste nicht, was es mir bringen sollte, ein Pseudonym zu verwenden. Ich muss mich für mein Schreiben nicht verstecken und mit meiner Verwandtschaft habe ich seit Jahren kein Wort mehr gewechselt (die einen sind tot, die anderen kann ich nicht leiden  Wink).

Also dafür kann's ganz praktische Gründe geben. Mein Vater ist Sachbuchautor und hat daher schon über zig verschiedene Themen geschrieben. Da potenzielle Käufer eventuell irritiert wäre (so nach dem Motto: "Von dem hab ich doch gerade erst ein Buch über Blumen gelesen, jetzt schreibt der auf einmal über Flugzeuge, da kann doch was nicht stimmen"), benutzt er für verschiedene Themengebiete verschiedene Name. Meistens zussammengewürfelt aus Namen von Großvätern, Lehrern oder anderen Dingen, die ihm etwas bedeuten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 26. Oktober 2008, 21:16:14
Also dafür kann's ganz praktische Gründe geben. Mein Vater ist Sachbuchautor und hat daher schon über zig verschiedene Themen geschrieben. Da potenzielle Käufer eventuell irritiert wäre (so nach dem Motto: "Von dem hab ich doch gerade erst ein Buch über Blumen gelesen, jetzt schreibt der auf einmal über Flugzeuge, da kann doch was nicht stimmen"), benutzt er für verschiedene Themengebiete verschiedene Name. Meistens zussammengewürfelt aus Namen von Großvätern, Lehrern oder anderen Dingen, die ihm etwas bedeuten.

Ganz Recht! Zum einen das, zum anderen erfüllt es mich mit mehr als genug Stolz und Freude, wenn ich weiß, dass meine Bücher (gerne und viel) gelesen werden. Mehr der Ehre braucht es nicht, zumindest nicht für mich. Ich bleibe lieber anonym und beobachte und belausche die anderen dabei, wie sie meine Bücher diskutieren und Freue mich, dass sie es überhaupt tun. Wenn sie wüssten, dass ich es bin, der sie geschrieben hat, würden sie das vielleicht nicht tun, während ich daneben sitze. Das wäre doch äußerst schade! :snicker:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 26. Oktober 2008, 22:01:43
Hm... inzwischen hab ich mich auf mein Pseudonym für meine Babys geeinigt, mit dem ich doch recht gut leben kann.
Fakt ist - es HAT was mit meinem üblichen Internet-Nick zu tun. Ich verwende die ersten zwei Silben als Nachnamen. Ich behalte meinen Vornamen, es klingt interessant, aber nicht vollkommen bescheuert, ich habe den Namen, auf den ich höre, quasi beibehalten - doch, mit dem Pseudonym bin ich ganz zufrieden.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tenryu am 27. Oktober 2008, 01:05:07
Eines musst du mir noch sagen, Tenryu: was bedeutet "Erz(beliebige Zahl)"? :-[ Steht das vielleicht für "Erzählung"?

Ja, Erzählung, wobei ich dazu auch Romane zähle. Meine geplanten (und wohl nie fertiggestellten Theaterstücke) heißen Dra1! und Dra2!  :)
Ich kann mich halt schlecht auf einen Titel festlegen. Und dank der Kürzel behalte ich die Übersicht.

@ Kiira: ich kann nicht verstehen, wieso man seine Bücher (Romane) unter seinem richtigen Namen drucken läßt. Das bringt doch nur Nachteile:

1. wenn man erfolgreich ist, wird man von Fans und Neidern belästigt. (Ob Frau Rowling noch ohne Leibwächter aus dem Hause geht, weiß ich nicht. Aber bei dem vielen Geld müßte sie sich nicht wundern, wenn sie oder eines ihrer Kinder entführt würde.)

2. wenn man erfolglos ist, hängt einem das ewig an.

3. Als Romanautor ist man noch weniger wohl gelitten, denn als Schauspieler. Da rangiert man irgendwo zwischen Harlekin und Staubsaugervertreter.  ;D

4. wird man doch gerne in eine Schublade gesteckt: einmal Kinderbuchautor-immer Kinderbuchautor, oder dgl. Zumindest kenne ich wenige Schriftsteller, die auf vielen veschiedenen Gebieten erfolgreich sind. Das ist wie bei Musikern, oder Schauspielern. (Kennt ihr einen, der sowohl Volksmusik als auch Rock verkauft?)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sarina am 27. Oktober 2008, 07:31:52
Dazu kommt auch, wenn man neben der Schriftstellerei einen Arbeitsplatz sucht, der nichts mit Schreiben zu tun hat. Wenn dann beim Gespräch die Frage kommt: Sind sie nicht die Autorin XY? Kann das negativ wirken, weil der potentielle Arbeitgeber denkt: Oha, wird die mit elan hier arbeiten oder nur lala weil sie eigentlich mit Herz und Gedanken bei irgendeinem Buchprojekt ist. Auch kann es sein, dass man für solche Berufe einfach nicht mehr für voll genommen wird.
Das ist mein Hauptgrund, warum ich nicht unter meinem Namen veröffentlichen würde.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 27. Oktober 2008, 09:14:12
Ich bin mittlerweile auch sehr froh, dass ich ein passendes Pseudonym für mich gefunden habe. Genau wie Tastentänzerin beobachte ich gerne von Außen abegesehen davon liebe ich meinen bürgerlichen Namen nicht wirklich ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Falckensteyn am 27. Oktober 2008, 09:29:56
Auch ich habe für mich selbst einen Künstler-Namen gefunden und werde ihn verwenden, wenn ich es eines Tages zu einer Veröffentlichung schaffe. Mir geht es vor allem darum, dass mein berufliches Umfeld nicht erfährt, was ich in meiner Freizeit tue. Das geht niemanden was an. Und auch im privaten Umfeld binde ich es nicht allen auf die Nase. Ausserdem gefällt mir mein Pseudonym ganz gut. Mein richtiger Name ist sowieso nicht einzigartig, alleine in der Schweiz tragen ihn etwa 30 Männer.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 27. Oktober 2008, 09:31:36
@Tenryu: Der Vergleich mit der Musik hinkt ein bisschen. Bei Literatur kannst du in fast jedem Genre deine Neigungen einfließen lassen - es ist vielleicht so, dass du eine Grundmelodie bekommen hast, aber Arrangements und Text darfst du selbst oder wenigstens mitbestimmen. Bei Musik gibt das Genre vor, welche Arrangements, teilweise auch Inhalt UND Machart der Texte - und ein Rockmusiker oder Punker wird dich wohl eher lynchen, wenn du ihn zu Schlager aufforderst, als ein Horror-Autor bei Kinderliteratur. Das Beispiel hier ist jetzt vielleicht ein bisschen krass - vorn Horror- zu Kinderliteratur ist ein Pseudonymwechseln nicht das dümmste. Aber ansonsten ist es nicht allzu tragisch, das Pseudonym zu wechseln.
Ich fänd das sogar ziemlich bescheuert, um ehrlich zu sein. Ich habe zwei Pseudonyme. Meinen Internet-Nick und den Autorennamen, den ich mir davon abgeleitet habe. Auf beide höre ich wie aus dem FF wenn man mich anspricht(versuchs mal, wenn wir uns über den Weg laufen - ruf mich "Frau Siber" ;) ). Das heißt, es müssen Namen sein, mit denen ich mich identifizieren kann, die zu mir gehören - aber je mehr Namen es sind, desto schwieriger wird das. Und irgendwann verliert man den ÜBerblick.
"Sind sie nicht Autor ABC vom Buch DEF?" - "Nein, ich bin Autor XYZ vom Buch DEF. ABC hat GHI geschrieben..."
Zu viele Namen verwirren - und eventuell wirkt man auf Verlage zu sprunghaft.


Manja.

PS: Ich mag meinen Vornamen inzwischen, deshalb hab ich ihn behalten... Allerdings in anderer Schreibweise.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Koriko am 27. Oktober 2008, 09:54:53
Hm... ich vertrete eher die Meinung, dass ich kein Pseudonym haben will und es mir auch nciht zulegen möchte. Ich weiß nicht wieso, aber ich kann mich schwer mit einem Kunstnamen identifizieren, sondern möchte schon meinen Namen auf dem Buch gedruckt sehen, wenn es denn mal dazu kommt. Ich stehe hinter dem was ich geschrieben habe, und das möchte ich auch dadurch vermitteln. Bei mir hält sich das Gefühl, dass man ansonsten den Eindruck vermittelt nicht hinter einem Werk zu stehen, da man sich ja irgendwie "versteckt".

Ist schwer zu beschreiben und ich glaube viele kommen mit meiner Erklärung nicht klar, aber ich versuche meiner Linie treu zu bleiben: Was ich veröffentliche soll meinen Namen tragen...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Herr Hazel am 27. Oktober 2008, 10:12:39
Ich würde gerne ein Pseudonym haben, sollte ich jemals vor der Frage stehen. Zum einen mag ich meinen Namen nicht sonderlich. Dann habe ich keine Lust auf ewige Diskussion mit meiner überfrommen Tante, die mich vermutlich als rettungslos verloren sehen würde, wenn sie wüsste, was in meinen Geschichten vorkommt. Wir hatten vor Jahren mal eine Diskussion über Magie ... mir graust es noch immer bei der Erinnerung daran.

Ich habe noch nicht so recht einen geeigneten Namen gefunden, vielleicht noch am ehesten der Geburtsname meiner Mutter, weil ich mich sehr stark als Mitglied der Familie empfinde. Das klingt dann allerdings nicht wirklich nach Fantasyautorin, ist aber dafür kurz und gut zu merken. Einen zweiten Vornamen habe ich nicht, mit dem ich mich schmücken könnte.

Sollten mein Vater und ich unser gemeinsames Sachbuchprojekt in Gang bringen, würde ich wohl bei meinem Realnamen bleiben.

Es geht mir nicht darum, mich hinter meinem Werk zu verstecken, auch wenn ich den Einwand sehr gut nachvollziehen kann, aber ich finde, es muss auch nicht jeder wissen. Ich würde mich freuen, wenn meine Werke einmal ins Gespräch kommen, aber für mich selber muss ich das nicht haben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sarina am 27. Oktober 2008, 10:23:25
Ich kann auch den Einwand, man würde sich verstecken und nicht hinter dem Werk stehen, völlig nachvollziehen.

Daher habe ich einen Namen gewählt (sollte es jemals zur Veröffentlichung kommen), wo die Menschen, die mich gut kennen, selber darauf kommen können. Mir ist es vorallem wichtig, für spätere Arbeitgeber nicht erkennbar zu sein. In dem Beruf, den ich lerne, ist nämlich Seriösität sehr wichtig. Fantasy zu schreiben wirkt dem leider entgegen...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 27. Oktober 2008, 17:04:47
Ich bin mittlerweile auch sehr froh, dass ich ein passendes Pseudonym für mich gefunden habe. Genau wie Tastentänzerin beobachte ich gerne von Außen abegesehen davon liebe ich meinen bürgerlichen Namen nicht wirklich ;)

Mein Vorname für sich genommen gefällt mir eigentlich sehr gut! Allerdings ist mein Nachname ziemlich unspektakulär, um nicht zu sagen langweilig. Aber das ist, wie gesagt, nur einer von vielen Gründen, warum ich mich pro Pseudonym entschieden habe. :innocent:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Luisa am 27. Oktober 2008, 18:42:38
@Tenryu
Ich glaube nicht, dass ich irgendwann ein Buch veröffentliche, dass so erfolgreich ist, dass ich das Haus nicht ohne Bodyguard verlassen kann. Und wenn es nicht erfolgreich ist, dann ist es halt so. Ein persönlicher Rückschlag ist es allemal, ob nun unter dem eigenen Namen oder unter einem fremden.
Wenn ein Autor Kinderbücher schreibt, ist er für mich ein Kinderbuchautor, solange er nicht auch in anderen Genres etwas veröffentlicht. Damit muss jeder Autor leben, der nur in einem Genre schreibt, also die meisten. In Schubladen wirst du mit und ohne Pseudonym gesteckt, wenn du das vermeiden willst, hilft nur eins: in verschiedenen Genres schreiben und das unter einem Namen und am besten gut.

Von außen beobachten bedeutet für mich, weder positive noch negative Kritik erhalten zu wollen und nicht mit genug Selbstvertrauen an die Veröffentlichung heranzugehen. Braucht man ein Pseudonym sind im Normalfall zwei Dinge passiert: man hat ein Buch geschrieben und ist von einem Verlag angenommen worden. Und darauf kann man meiner Meinung nach schon stolz sein.

Allerdings muss ich auch sagen: Meine Meinung ist eine Momentaufnahme und wahrscheinlich werde ich in nächster Zeit nicht vor der Entscheidung Pseudonym oder nicht? stehen.
Denn zumindest in Sachen Job kann ich nicht mitreden: Ich habe keine Erfahrung mit Arbeitskollegen, Chefs und notwendiger Seriösität... Keine Ahnung also, wie ich in 30 Jahren zu Pseudonymen stehen werde.  :hmmm:

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sarina am 27. Oktober 2008, 18:55:07
Bezüglich Job kommt es halt auf die Arbeit drauf an.
Arbeitest du in einem Buchladen, Verlag oder ähnliches, braucht man denke ich keinen Pseudonym.
Sitzt du irgendwo an der Kasse oder so bestimmt auch nicht. (Wobei ich das nicht abwertend gemeint habe)

Studiert man Jura, Medizin oder ähnliches, sieht man sich selber im Managementbereich einer großen Firma oder so,  sieht es leider anders aus. Einfach weil man da als Autorin von Fantasy nicht ernst im Beruf genommen wird.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 27. Oktober 2008, 21:30:57
@Koriko: Deswegen habe ich mir mein Pseudonym von dem Namen abgeleitet, den ich im Internet habe und mit dem ich mich genauso sehr identifiziere, wie mit meinem realen. Auf der einen Seite hab ich meine Ruhe, auf der anderen aber verstecke ich mich aber nicht. Oder habe wenigstens nicht das Gefühl...

Naja - und Leute, die mich kennen, erkennen den Namen eventuell wieder, assoziieren mich damit - und... ^^°

(sollte ich aber wirklich jemals Heftromane schreiben, kommt da ein weiteres Pseudonym. Was, ist mir da auch egal.)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Koriko am 28. Oktober 2008, 06:54:29
@ Manja:
Irgendwie weiß ich nicht genau, was ich von dem spektajulären Namen "Juliane Seidel" ableiten könnte... ich würde einen Künstlernamen nur annehmen, wenn der Verlag wirklich dazu raten würde, ansonsten bleibe ich lieber ich ^^;
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 28. Oktober 2008, 10:07:53
Naja... es kommt drauf an, wie sehr man inzwischen auf Nicknames hört. In der Uni achte ich darauf, wenn wer "Frau Bindig!" ruft. Auf meinen Vornamen reagiere ich nur bedingt. Mein ganzer Freundeskreis ruft mich "Sibi" oder wer weniger faul ist "Siberianchan" - he, sogar mein Mentor weiß inzwischen, mit welchem Ruf er sich meiner Aufmerksamkeit vollkommen sicher sein kann ;D Identifikationsprobleme sind da das letzte, was ich hab.

Aber ich hatte mit 17 eine eher unglückliche Veröffentlichung hinter mir, die unter meinem Realnamen lief - und die ich, wenn ich könnte rückgängig machen würde. Dass der Verlag inzwischen nicht mehr existiert, hilft nicht gegen das flaue Gefühl im Magen, das ich hab, wenn ich überlege, wie sich das mal auf meine Zukunft auswirkt. Das Buch war sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schlecht.
 
1: ein Mensch von der Lokalzeitung hat das rausgefunden
2: ich bin dank dieses Artikels den rest des Schuljahres Spießruten gelaufen in der Schule.
3: gab es schon etliche Auseinandersetzungen mit Kommilitoninnen, die meinten, über ungemochte Personen(wie mich) googeln zu müssen und rat mal, was sie gefunden haben. So lächerlich-amüsant das im Nachhinein ist, es frisst Nerven.
Ich will so was nicht noch mal erleben. Absolut nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 28. Oktober 2008, 10:57:02
Kann ich verstehen, Manja, das muss wirklich fies sein.
Ih habe lange übrlegt, was ich mit feuersänger mache, aber ich habe mich entschlossen, nicht unter "Aryana" zu veröffentlichen, sondern mit meinem namen hinter dem Buch zu stehen. Es ist meins, ich finde es gut und das ist mein Stil, so schreibe ich. Und dafür stehe ich auch mit meinem richtigen Namen. Aus Filkfandombekanntheitsgründen würde ich vielleicht als Kristina "Aryana" Siers veröffentlichen, wenn ich das bei den Blitzen durchkriege.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 28. Oktober 2008, 11:59:59
@ Manja:
Irgendwie weiß ich nicht genau, was ich von dem spektajulären Namen "Juliane Seidel" ableiten könnte... ich würde einen Künstlernamen nur annehmen, wenn der Verlag wirklich dazu raten würde, ansonsten bleibe ich lieber ich ^^;


Wie wär's denn z.B. mit:

Zitat
GILL   f   English
GILLIAN   f   English
GIULIA   f   Italian
GIULIANA   f   Italian
GIULIETTA   f   Italian
IÚILE   f   Irish
IULIA   f   Romanian
IULIANA   f   Romanian
JILL   f   English
JILLIAN   f   English
JILLIE   f   English
JILLY   f   English
JOOLS   m & f   English
JOVITA   f   Spanish, Portuguese
JOWITA   f   Polish
JULES (2)   f & m   English
JULI   f   Hungarian
JÚLIA   f   Portuguese, Hungarian, Slovak
JULIA   f   English, German, Scandinavian, Dutch, Spanish, Polish, Finnish, Ancient Roman, Biblical
JULIANA   f   Dutch, German, English, Spanish, Portuguese, Ancient Roman
JULIANNA   f   Hungarian, Polish, English
JULIANNE   f   English
JULIE   f   French, English
JULIENNE   f   French
JULIET   f   English
JULIETTE   f   French
JULIJA   f   Slovene, Croatian, Lithuanian
JULIJANA   f   Slovene
JULISKA   f   Hungarian
JULITA   f   Polish
JULITTA   f   History
LIANA   f   Italian, Portuguese, English
LIANE   f   German
ULIANA   f   Russian
YULIA   f   Russian
YULIANA   f   Russian, Bulgarian
YULIANNA   f   Russian
YULIYA   f   Russian, Bulgarian

Und als Nachname: Brewer oder einfach Seidel beibehalten?


Ist doch eine ganz hübsche Auswahl? ;) Wobei "Juliane Seidel" meiner Meinung nach ja auch schon so autorenmäßig genug klingt. Sei froh, dass du so einen verwendbaren Namen hast! :jau: Ich hingegen bin mit meinem überdimensionalen 0815-Nachnamen echt angesch...miert. :happs:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Koriko am 28. Oktober 2008, 14:48:39
Hey eine nette Sammlung.. aber wo ist mein Name bitteschön Autorenmäßig? Also ich kann Juliane weniger leiden... aber ich werde es im Hinterkopf behalten, danke.

Man, jetzt will ich aber wissen wie du heißt... mit vollständigem Namen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Herr Hazel am 28. Oktober 2008, 15:56:12
Ich mag Juliane Seidel.

(O.k., würde ich den Namen Juiane nicht mögen, hätte ich wohl kaum meine Tochter so genannt. :) )

Aber auch Seidel finde ich nett.

Vielleicht ist es einfach so, dass man selten den eigenen Namen mag. Scheint ja vielen so zu gehen. Ich habe irgendwann als Kind mich bei meinem Vater beschwert, dass ich meinen Namen nicht mag. Hat ihn etwas überrascht. Aber zu ändern ist da halt nichts.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 28. Oktober 2008, 20:30:51
Der Name klingt sowohl normal, als auch extravagant, Koriko. Zwei recht bekannte und verbreitete Namensteile, kombiniert.
Aber es klingt nicht gewöhnlich.
"Juliane" klingt immer irgendwie königlich. Und "Seidel" - assoziiert man als Normalmensch mit Seide.
Ein sehr luxuriöser Name, wenn man so will - und darüber auch ein wenig extravagant, ohne abgehoben zu klingen. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 28. Oktober 2008, 20:47:10
Man, jetzt will ich aber wissen wie du heißt... mit vollständigem Namen.

Meinst du mich, Koriko? :innocent: Falls ja, glaub mir... du willst meinen vollständigen Namen ganz bestimmt nicht wissen! :rofl: Nein, aber im Ernst. Aus Gründen der Privatsphäre ziehe ich es vor, meinen richtigen Namen in Foren und dergleichen unerwähnt zu lassen. Ich könnte jedoch einen Vergleich anbieten! Mein Name ist in etwas vergleichbar mit "Veronika Bloch". Nur, mein Nachname ist noch schlimmer... :nöö:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Thea am 28. Oktober 2008, 20:58:09
(Hans) Seidel war der Name des Bürgermeisters einer Stadt, in der ich recht lange gelebt habe, also assoziiere ich "Seidel" mit einer Amtskette und einem Bierkrug. Aber das ist wohl eher eine Import-Fränkische Lesart des Namens.  :P

Ich für meinen Teil habe einen sehr langen Namen... in der Gesamtheit fast 30 Buchstaben nur für einen Vor- und Nachnamen, und ich warte mit angehaltenem Atem auf das Entsetzensgeschrei eines potentiellen Cover-Gestalters. Mit meinem "Realnamen" über/unter meinen Schreibwerken habe ich kein Problem, aber ich bin mir recht sicher, dass eine "Abkürzungsanfrage" kommt.

Vom beruflichen her habe ich wenig Sorge, dass eine Tätigkeit als Autor mir das Geschäft verdirbt - eher weniger. Aber ich bin als Hand-Weber und Hand-Sticker sowieso mehr im künstlerischen Bereich des Kunsthandwerks unterwegs. Dort ist Kreativität eher positiv belegt.
Für eine Büro- oder Verwaltungskarriere kann ich mir durchaus vorstellen, dass Veröffentlichungen unter dem Namen, den man auch auf der Arbeit trägt, hinderlich sein können.

--Thea
Regensburg, Germany
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Koriko am 29. Oktober 2008, 12:05:27
Wow.. danke, ich hätte gar nicht erwartet, dass mein richtiger Name so positiv aufgefasst wird... ist ja der Wahnsinn  :o Na dann werde ich wohl bei meinem königlich-extravaganten Namen bleiben.

@ Tänzerin:
Bringt nichts den geheim zu halten... da meine Homepage www.juliane-seidel.de lautet, werde ich wohl kaum ein großes Geheimnis daraus machen können  ;D

@ Thea:
Oh ja.. das ist ein langer Name... den könntest du kürzen in Thea Lang, das klingt schön und ist leicht zu merken... und viel umaändern tust du ja nicht.
Das jeder beim Namen Seidel eher an den Bierkrug denkt, weiß ich, deswegen mag ich ihn ja auch nicht so...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Herr Hazel am 29. Oktober 2008, 12:34:14
Koriko, ich denke da nicht an Bierkrug - eher an den Film "Anna", also Tanz, wegen Silvia Seidel. (Hieß doch so, oder? Bin geistig gerade etwas ausgeknockt.)

Ich mag Namen ohne harte Buchstaben. Deswegen mag ich Claudia nicht - so ein harter Anfang. Juliane ist melodischer, weicher.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 29. Oktober 2008, 22:06:57
Wow.. danke, ich hätte gar nicht erwartet, dass mein richtiger Name so positiv aufgefasst wird... ist ja der Wahnsinn  :o Na dann werde ich wohl bei meinem königlich-extravaganten Namen bleiben.

Tu das, denn ich bin Winterkinds Meinung. ;) Und ja, "Anna" wurde gespielt von Sylvia Seidel. :innocent:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 29. Oktober 2008, 22:37:39
Verwunderlich, dass ein Argument in der Pseudonymdiskussion noch nicht aufgetaucht ist, aber das liegt vielleicht an der Unterzahl an Bibliothekaren in diesem Thread: Auf dem Signaturschild in der Bib stehen meistens nur die ersten 3 Buchstaben des Nachnamens!
Habe ich zufällig beim Krimieinräumen bemerkt, weil ein Autor die selben ersten 3 Nachnamensbuchstaben trägt wie ich und ich mir jetzt überlege, ob ich ernsthaft möchte, dass da bei mir "Boo" steht  ;D   ("Go for thee Eyes, Boo! Go for thee Eyes!")
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Koriko am 30. Oktober 2008, 06:41:55
Naja.. ich glaube ein so gravierender Grund für ein Pseudonym ist das nicht... wirklich direkt bekomme ich selten mit, was für Buchstaben dort verwendet werden (ich bin eher ein Buchkäufer, als ein Ausleiher :P )
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Linda am 30. Oktober 2008, 11:51:53
Verwunderlich, dass ein Argument in der Pseudonymdiskussion noch nicht aufgetaucht ist, aber das liegt vielleicht an der Unterzahl an Bibliothekaren in diesem Thread: Auf dem Signaturschild in der Bib stehen meistens nur die ersten 3 Buchstaben des Nachnamens!
Habe ich zufällig beim Krimieinräumen bemerkt, weil ein Autor die selben ersten 3 Nachnamensbuchstaben trägt wie ich und ich mir jetzt überlege, ob ich ernsthaft möchte, dass da bei mir "Boo" steht  ;D   ("Go for thee Eyes, Boo! Go for thee Eyes!")

nimms mir nicht übel, Wölfin, aber das Argument finde ich eher putzig :-)
Und so sehr ich auch Büchereien mag, ich glaube, ich könnte damit leben, wenn die Abkürzung auf Signaturschildern komisch klingt. Bei mir lautet sie wie die für ein amerikanisches Bier (das bei mir durch immerhin lustige Frosch-Werbespots einen winzigen Sympathiebonus erworben hat, trinken würde ich es nicht).

Viel wichtiger ist tatsächlich das Alphabet. Buchregale werden gemeinhin von oben nach unten (und von links nach rechts) eingeräumt und mit "B" bin ich gut in Sichthöhe platziert.
Ein Xerxes hats da schwerer.

Gruß,

Linda Budinger
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 30. Oktober 2008, 22:04:59
 :hmmm: Augenhöhe sagst du? Du hast recht. "Boo" steht bei unseren Krimis wirklich in direkter Zugriffshöhe.

War auch mit Augenzwinkern gemeint, dieser Pseudonymgrund. So lange ich keine Erotikromane schreibe, werde ich mich sicher nicht umbenennen. Meine Chefin stört das schreiben nicht. Die war heute Abend sogar auf meiner Lesung  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tenryu am 30. Oktober 2008, 22:22:57
Viel wichtiger ist tatsächlich das Alphabet. Buchregale werden gemeinhin von oben nach unten (und von links nach rechts) eingeräumt und mit "B" bin ich gut in Sichthöhe platziert.
Ein Xerxes hats da schwerer.

Das kommt darauf an, wie viele Bücher mit A es gibt. Vielleicht fängt B dann auch im untersten Regalbrett an.

An Bibliotheken habe ich wahrlich auch nicht gedacht. Aber das bringt mich auf die folgende Frage:
Was geschieht mit Büchern von verschiedenen Autoren gleichen Namens? Werden die untereinender vermischt oder getrennt?

Ein anderer Gedanke:
Was haltet ihr davon, Bücher ganz ohne Verfasserbezeichnung zu verkaufen? Bei einem Einzelband merkt man sich doch ohnehin eher den Titel als den Namen des Autors.

Weiß jemand, ob es für Bücher auch so ein Sammelpseudonym gibt, wie für Filme?
Wenn ein Regisseur seinen Namen nicht nennen mag (meist wegen Unstimmigkeiten mit dem Produzenten) darf er sich Allen Smithee nennen. (Blöd nur, wenn er zufällig wirklich Allen Smithee heißt (wie in der Satire "Brenn Hollywood, brenn!)  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 30. Oktober 2008, 22:25:40
Weiß jemand, ob es für Bücher auch so ein Sammelpseudonym gibt, wie für Filme?
Wenn ein Regisseur seinen Namen nicht nennen mag (meist wegen Unstimmigkeiten mit dem Produzenten) darf er sich Allen Smithee nennen. (Blöd nur, wenn er zufällig wirklich Allen Smithee heißt (wie in der Satire "Brenn Hollywood, brenn!)  ;D

Ich hoffe nicht! Ich wäre nämlich dagegen (würde es nicht benutzen). Das bisschen Individualität, bzw. diese kleine aber feine Freiheit möchte ich mir dann doch erhalten, dass ich mir selbst einen maßgeschneiderten Namen für mich aussuchen kann, der niemand sonst gehört. ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 01. November 2008, 11:54:57
Das kommt darauf an, wie viele Bücher mit A es gibt. Vielleicht fängt B dann auch im untersten Regalbrett an.
Im Schnitt ist "B" immer auf Augenhöhe, auch große Bibliotheken haben für Fantasy oder Krimi einen eigenen Bereich und nicht solche MAssen an Werken, dass "A" ein gesamtes Regal beherrscht. Bei den Kinderbüchern könnte man mit einem "C" im Nachnamen durch Brezina allerdings sehr weit nach unten verdrängt werden  ;D

An Bibliotheken habe ich wahrlich auch nicht gedacht. Aber das bringt mich auf die folgende Frage:
Was geschieht mit Büchern von verschiedenen Autoren gleichen Namens? Werden die untereinender vermischt oder getrennt?
Kommt auf die Bib an. Bei uns wird alles gemischt (Clancy mit Clarke; Grisham mit Grimes), was mich fürchterlich ärgert, aber damit zusammen hängt, dass wir nicht das Personal haben, um das jeden Tag zu sortieren. In manchen Orten wird geradezu manisch darauf geachtet, dass die Autoren innerhalb der drei Buchstaben getrennt sind, bei den Kinderbüchern mischt sicht manchmal alles innerhalb des ersten Buchstabens (Dann klebt nur z.B. ein "D" hintendrauf) oder innerhalb einer Reihe (Alle Leselöwen in einem Regal).

Ein anderer Gedanke:
Was haltet ihr davon, Bücher ganz ohne Verfasserbezeichnung zu verkaufen? Bei einem Einzelband merkt man sich doch ohnehin eher den Titel als den Namen des Autors.
Wenn es keine Reihe ist: Doofe Idee! Verlage kaufen keine Einzelromane, sie kaufen Autoren, die sich oft erst nach einigen Büchern lohnen. Die Leute suchen nicht "Der Katalane", sie suchen "Den neuen Gordon", Mal abgesehen davon muss man dich irgendwo ins Alphabet schieben. Wenn, dann mach eine Abkürzung zur Marke, wie "-sky" (oder so ähnlich ... kann den Typ aufgrund seines blöden Pseudonyms nicht recherchieren).[/quote]

Weiß jemand, ob es für Bücher auch so ein Sammelpseudonym gibt, wie für Filme?
Normalerweise für Reihen, Heftromane und Co.

Man kann übrigens davon ausgehen, dass die Leser einen nicht mehr finden, wenn man ein anderes Genre bedient. Gestern hat eine Leserin bei uns verzweifelt zwei Grisham-Bücher gesucht, die bei "Krimi" nicht zu finden waren, weil sie bei "Moderne Autoren" standen.
Eine gute Bücherei, die gute Fremddaten hat, findet bei der Suche nach dem Realnamen übrigens auch automatisch die Pseudonyme mit, wenn man für jedes Genre ein Pseudonym hat ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Steffi am 09. März 2009, 19:39:52
*thread herauskramt*

Andere Frage--wieviele verschiedene Pseudonyme haltet ihr für noch vertretbar?

Ich mache mir da gerade ernsthaft viele Gedanken drum. Ich werde wohl im Laufe dieses Jahres einen Brotberuf erfassen, und ich jetzt noch nicht absehen kann, ob "Fantasyschreiberei"  förderlich oder rufschädigend für was auch immer ich mich bewerben werde sein könnte, möchte ich vorläufig unter Pseudonym veröffentlichen (sollte ich es zu einer Veröffentlichung bringen). Dabei habe ich das Problem, dass ich es in verschiedenen Sparten versuchen möchte, sogar vielleicht aus Jux und Dollerei etwas im Ausland einreiche.  Da fängt schon das erste Problem an: in Deutschland wäre es natürlich sinnig, ein deutsches Pseudonym zu haben. Aber, sagen wir mal in den USA? In einer Anthologie eines anderen Genres? Wäre da ein weiteres Pseudonym nicht sinniger?

Sollte ich je bei einem Publikumsverlag unterkommen, würde ich schon meinen eigenen Namen nehmen wollen. Vielleicht. Aber so lange es spezialisierte Kleinverlage sind möchte ich das lieber trennen. (Wie gesagt, falls ich da je unterkomme.)

Wäre ich also schon bei zwei Pseudonymen. Und wenn ich demnächst hobbymäßig in einem Fantasymagazin Artikel schreiben möchte, würde ich das auch lieber unter einem Pseudonym tun. Da ich aber zumindest das irgendwann in den Lebenslauf packen könnte, je nachdem, wäre es natürlich gut wenn das Pseudonym separat von meiner anderen Schreiberei wäre. Dann käme ich schon auf drei Pseudonyme plus eventuell irgendwann meinem eigenen Namen.

Wird das nicht ein bisschen viel?  :hmmm: Aber was tun?  (Ich möchte da mit meinem echten Namen einfach nichts riskieren, mein zukünftiger Arbeitgeber muss ja nicht sofort erfahren, dass ich postapokalyptische Szenarien mit religiösen Untertönen und Schüssen von Homoerotik entwerfe...) Und ja, vielleicht bin ich etwas paranoid bei der Sache aber nachdem letztens in verschiedenen Fandoms Autoren immer wieder am Arbeitsplatz "geoutet" wurden bin ich lieber vorsichtig.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 09. März 2009, 21:14:03
hi

ich würde an deiner Stelle nicht zu viele Pseudonyme verwenden. Wenn du in wirklich ganz GEgensätzlichen Genre veröffentlichen willst, wie Kinderbücher und Erotik würde ich zwei Pseudonyme nehmen. Es gibt einige Autoren, die  z.B.  unter einem Pseudonym Krimis schreiben und unter einem anderen Liebesromane. Dass finde ich persönlich aber nicht so schön, denn wenn man den Stil eines Autors in Krimis mag, gefallen einem vielleicht auch seine Liebesromane. Sowas würde ich dann auf jeden Fall auch mit dem Verlag besprechen. Such dir doch ein Pseudonym, dass man deutsch und englisch aussprechen kann, wenn du auch etwas in Englisch veröffentlichen willst. ( z.B: Melanie Meyer ) Es gibt in den USA ja aber auch viele mit deutschem Namen. Da sollten die dran gewöhnt sein.
Warum willst du dann deine Rezensionen nicht unter deinem sonstgen Pseudonym veröffentlichen. Wenn du das dann in einer Bewerbung angibst, kannst du doch sagen, dass es unter einem Pseudonym veröffentlicht ist.
Ich würde dann aber nicht noch mal auf deinen echten Namen wechseln. Da solltest ud dich shcon entscheiden.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tenryu am 10. März 2009, 00:53:48
Was Pseudonyme betrifft, so sollte man tunlichst zwischen Werken der Fiktion und solchen wissenschaftlicher oder journalistischer Art unterschieden. Natürlich ist es nicht verboten, Zeitungsartikel oder Aufsätze, Rezensionen oder wissenschaftliche Abhandlungen unter einem Pseudonym zu veröffentlichen. Es macht aber einen sehr schlechten Eindruck. Denn es insinuiert, daß der Autor als Person nicht zu seiner veröffentlichten Meinung steht, oder anderweitig etwas zu verbergen hat.

Bei litterarischen Werken spricht durchaus einiges dafür, unterschiedliche Genres unter verschiedenen Autorenbezeichnungen zu veröffentlichen. Man wird als Künstler nun einmal sehr gerne in eine Schublade gesteckt. Und gerade große Verlage wollen ihre Autoren gern als Marke mit einem klaren Profil aufbauen. Da kann es dann durchaus kontraproduktiv sein, wenn man Kinderbücher, Krimis und Liebesschnulzen unter der gleichen Marke herausgibt. Allerdings fragt es sich, ob der Verlag auch bereit ist, den selben Autor unter verschiedenen Namen zu propagieren. Denn es ist einfacher und billiger, wenn man auf einen bekannten Namen verweisen kann, als einen ganz unbekannten anzupreisen.

Auf der anderen Seite ist es nun einmal nicht leicht, bei einem anderen Verlag unterzukommen. Von daher kann es leicht passieren, daß man selbst als millioneschwerer Bestsellerautor, wenn man sich unter einem anderen Namen bei einem anderen Verlag bewirbt, in der runden Ablage landet. Wenn es einem aber doch gelingt, kann man wunderbar ein litterarisches Doppelleben führen, wie es einige große Schriftsteller getan haben, deren Pseudonyme erst nach Jahren oder sogar posthum offenbart wurden.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 10. März 2009, 01:30:51
Über das Thema Pseudonym hab ich mir auch schon (völlig unnötigerweise bisher) den Kopf zerbrochen. Mittlerweile denke ich, dass ich unter meinem realen Namen veröffentlichen würde und vielleicht noch von meinem zweiten Vornamen den Anfangsbuchstaben ganz stylisch dazwischenschieben würde. Theoretisch würd ich ja auch gern meinen zweiten Vornamen als Pseudonym nehmen, allerdings waren meine Eltern diesbezüglich sehr unkreativ. Ich heiße mit zweitem Vornamen so wie meine Mutter mit ihrem normalen Vornamen und mein Bruder mit zweitem Vornamen so wie mein Vater mit seinem Rufnamen (und der wiederrum muss ein 'Junior' hintenanhängen, weil mein Opa auch so heißt. Wie gesagt, sehr kreative Familie  ;) )
Ähm ja und falls ich irgendwann (in ferner, ferner Zukunft) mal heirate, würde ich trotzdem unter meinem Mädchennamen veröffentlichen, was ja dann auch quasi ein Pseudonym wäre. Der Name an sich ist dafür schon geeignet, würde ich sagen. Weder zu gewöhnlich, noch zu ungewöhnlich ...
Ich hatte früher mal gedacht, dass ich etwas völlig anderes nehmen müsste und frage mich auch manchmal, was meine zukünftigen Arbeitgeber sagen könnten, aber da die meisten Bibliothekare, die mir bisher begegnet sind, ziemlich Schreib-affin sind und die jüngere Generation auch gerne Fantasy mag (soweit wie ich das bei meinen Kommilitonen überblicken kann) würde ich sagen, ich könnte ruhig unter meinem echten Namen veröffentlichen - sobald es dann hoffentlich mal irgendwann soweit ist  :) Und den echten Namen später auf dem Cover gedruckt zu sehen, stelle ich mir sowieso viel schöner vor, als jeden erfundenen  ;)

Eigentlich würde ich dazu raten, wenn man ein Pseudonym nimmt, dann nur eins zu verwenden. Nur bei zwei völlig unterschiedlichen Genres - z.B. Kinderbuch und Thriller - würde ich möglicherweise zwei nehmen. Oder eins für Sachtexte und eins für Belletristik. Und warum sollte man sich für Sachtexte kein Pseudonym zulegen? Gibt ja auch sehr erfolgreiche Sachbücher, deren Autoren ihren Namen vielleicht nicht öffentlich bekannt machen wollen.
Aber zu viele Pseudonyme würde ich nicht verwenden, letztlich wäre es doch nicht schlimm, unter demselben Namen zugleich Belletristik verschiedener Genres und Sachtexte zu veröffentlichen. Das zeigt doch, dass man vielseitig ist. Als Leser würde ich sowas eher positiv zur Kenntnis nehmen, selbst wenn ich vielleicht nur das eine Genre des Autors lesen würde.
Aber letztlich muss das natürlich jeder für sich entscheiden.  :D


Auf der anderen Seite ist es nun einmal nicht leicht, bei einem anderen Verlag unterzukommen. Von daher kann es leicht passieren, daß man selbst als millioneschwerer Bestsellerautor, wenn man sich unter einem anderen Namen bei einem anderen Verlag bewirbt, in der runden Ablage landet.

Das würde ich nun nicht so sehen. Der eigene Verlag muss doch auch den Realnamen kennen und weiß dann, ob er es mit einem Bestsellerautoren zu tun hat. Der Verlag braucht doch die Adresse seines Autoren - und nicht zu vergessen die Bankverbindung mit dem Realnamen, um das Honorar überweisen zu können.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Steffi am 10. März 2009, 10:11:22
Allerdings fragt es sich, ob der Verlag auch bereit ist, den selben Autor unter verschiedenen Namen zu propagieren. Denn es ist einfacher und billiger, wenn man auf einen bekannten Namen verweisen kann, als einen ganz unbekannten anzupreisen.


Die sind sogar dafür. Denn Verlage befürchten, dass nemand einer Liebeschnulze von, sagen wir, Dan Brown  kaufen würde, weil Dan Brown nunmal den Stempel "Verschwörungsthriller" trägt. Selbst Iny Lorentz, die ja in Deutschland bei den historischen Namen wirklich sehr populär ist, veräffentlicht Fantasy unter einem Pseudonym.

Ich finde nicht unbedingt, dass man für journalistische Tätigkeiten seinen Namen darunter schreiben muss. Wichtig ist doch, was drin steht und nicht, was drunter.

@Romilly: ich wünschte ich hätte einen zweiten Vornamen, den ich nehmen könnte.  Leider steht es aus privaten Gründen für mich auch außer Frage, den Mädchennamen meiner Mutter zu verwursten. Bleibt also nur das komplette erfinden eines neuen Namens.

@Franziska:
Zitat
Ich würde dann aber nicht noch mal auf deinen echten Namen wechseln. Da solltest ud dich shcon entscheiden.

Ist bei mir leider keine wirklich Entscheidung, die ich treffen kann...im Moment ist es mir einfach viel zu riskant, meinen echten Namen zu nutzen. Es wäre schön, wenn ich beruflich irgendwo landen würde wo Fantasyschreiberei zumindest akzeptiert wird, aber das ist jetzt einfach noch nicht abschätzbar.

Ich danke euch allen für euren Input, werde darüber nachdenken :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 12. März 2009, 00:12:57
hi

ja, ist natürlich deine Entscheidung. Ich würde meinen echten Namen auch nicht verwenden. Mach es einfach so: nimm erst einen anderen Namen, und wenn du dann richtig erfolgreich bist, und dich jeder kennt, nimmst du deinen echten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Wilpito am 12. März 2009, 17:02:03
Ich finde das ganze Pseudonymgetue etwas übertrieben. Liegt vielleicht daran, dass ich Beruflich sowieso am Ende meiner Aufstiegschancen angekommen bin.

Wenn schon ein Pseudonym, dann maximal einen pro Genre(Gruppe)

Ich selbst habe bisher lediglich darüber nachgedacht ein Pseudonym  zu verwenden,  wenn Inhalte des Buches negative Auswirkungen auf meinen Kinder haben könnten. ( Z.B.  bei Verwendung von Pornografisch dargestellten Szenen)  Wenn ich das machen sollte, dann würde ich den Namen so wählen, das unklar ist ob ein Mann oder eine Frau das Buch geschrieben haben. ( Z.B Vorname Ulli)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Hanna am 12. März 2009, 23:02:05
Ich finde das ganze Pseudonymgetue etwas übertrieben.

Das so pauschal zu sagen ...

Ich selber benötige kein Pseudonym, da ich beruflich gar nichts bin und in meinem Umfeld jeder weiß, dass ich schreibe. Aber ich habe fest vor, unter meinem Mädchennamen zu veröffentlichen, selbst wenn ich mal verheiratet bin.

Zu Steffis Ausgangsfrage: Ich habe schon von Schriftstellern gehört, die für jedes Buch einen anderen Namen verwendet haben. Mir fällt die Quelle gerade nicht ein und ich bin leider auch nicht zuhause um nachsehen zu können, aber es gibt da schon ein paar Leute, die zwischen 10 und mehreren 100 Pseudonyme haben.

Wenn du mit einem Verlag zusammen arbeitest, würde ich mich einfach dort beraten. Die haben davon vermutlich mehr Ahnung.

Liebe GRüße, Hanna
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 23. März 2009, 16:43:56
Andere Frage--wieviele verschiedene Pseudonyme haltet ihr für noch vertretbar?

Für mich persönlich, muss ich sagen, fände ich drei bis (aller!) höchstens sieben verschiedene Pseudonyme im Rahmen des Machbaren. Zum einen fände ich alles, was darüber hinaus ginge als verwirrend und unübersichtlich. Zum anderen gibt es beinahe kaum so viele Genres, als das ein einzelner Autor unbedingt mehr als zehn verschiedene Pseudonyme bräuchte. Und selbst mit "nur" sieben verschiedenen Pseudonymen könnte der betreffende Autor schon ein ziemlich breites Spektrum an Gattungen abdecken.

Zum Thema Pseudonym allgemein. Ich selbst würde, im Fall einer Veröffentlichung, wohl ziemlich sicher eines benutzen. Mein richtiger Name klingt einfach zu sehr nach "unscheinbarer Masse" und "0815". ::) Wobei ich mit meinem Vornamen ziemlich glücklich bin. Nur leider zählt mein Nachname neben Müller und Meier mit zu den häufigsten deutschen Nachnamen. :zensur: Und ich kann mir einfach keinen Fantasyroman vorstellen, auf dessen Cover dieser Name draufsteht. Das sähe einfach komisch und unpassend aus. Von daher bin ich schon ganz froh, dass ich die Möglichkeit habe mir ein (oder scheinbar ja sogar problemlos auch mehrere) Pseudonym(e) zuzulegen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 23. März 2009, 19:56:14
Also, ich hab jetzt zwei und liebäugle grade mit dem dritten...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 23. März 2009, 20:01:20
Also, ich hab jetzt zwei und liebäugle grade mit dem dritten...

*lach* Wenn man einmal angefangen hat, ne? :rofl: Ich glaub so wird's mir auch gehen. ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Steffi am 23. März 2009, 20:25:35
Ich hab mittlerweile auch drei, wobei eins für die homoerotische Schiene reserviert ist, sollte es denn dazu kommen ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 23. März 2009, 20:27:25
*lach* Wenn man einmal angefangen hat, ne? :rofl: Ich glaub so wird's mir auch gehen. ::)

*gg* Fast ;) Die sind eher aus der Notwendigkeit heraus geboren. Genau wie Steffi hab ich eins für meinen homoerotischen Kram, eins für meine Erotiksachen und ab udn an darf ich dann auch mal unter eigenem Namen schreiben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 23. März 2009, 20:33:22
Ah, ich sehe. :hmmm: Coole Sache. Und wofür wäre dann jetzt das dritte Pseudonym?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 23. März 2009, 20:48:55
Öh, das erzähle ich lieber per PN, das geht sonst echt OT hier und dann krieg ich wieder die  :pfanne:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 23. März 2009, 20:57:30
Oh stimmt, mach das. Das ist glaube ich besser. Bevor wir hier beide :pfanne: :pfanne:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 23. März 2009, 21:59:03
Ihr könnt euch auch gegenseitig die Pfanne überziehen. Das erspart uns viel Arbeit. :innocent:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Khell am 28. März 2009, 19:39:17
Na ja, sollte es so weit kommen, dass ich tatsächlich was veröffentlichen kann, dann werd' ich mir ein Pseudonym suchen. Das hat nix mit meiner Arbeit oder so zu tun (die wissen, dass ich spinne, seit ich meine knapp 70 cm große Asian Ball-Joint Doll mal dabei hatte, weil eine Kollegin die unbedingt sehen wollte ...). Ich finde meinen Namen schlicht marketing-technisch nicht so wirklich gelungen. Etwas Klingenderes wäre definitiv schöner ...  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 29. März 2009, 23:51:44
Ich finde meinen Namen schlicht marketing-technisch nicht so wirklich gelungen. Etwas Klingenderes wäre definitiv schöner ...  ;D

Besser kann man es wohl auch in meinem Falle nicht ausdrücken. :rofl: Wobei ich meinen Vornamen, wie gesagt, eigentlich mag. Uneigentlich auch. ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 30. März 2009, 00:01:50
Zitat
Das hat nix mit meiner Arbeit oder so zu tun (die wissen, dass ich spinne, seit ich meine knapp 70 cm große Asian Ball-Joint Doll mal dabei hatte, weil eine Kollegin die unbedingt sehen wollte ...).

OT: Okay, JETZT bin ich neidisch...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 30. März 2009, 00:05:35
Sorry, ich weiß das ist OT, aber: was bitte um alles in der Welt ist eine "Asian Ball-Joint Doll"?! :gähn:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Koriko am 30. März 2009, 07:24:30
OT: Okay, JETZT bin ich neidisch...

Nicht nur du.... ich bin ebenfalls neidisch ohne Ende...

@ Tastentänzerin:
BJD-Dolls sind soetwas wie "Edel"-Puppen, mit Kugelgelenken, die man wenn man viel Geld und Zeit hat selbst gestelten kann (mit Haaren, Augen, Kleidung). Schau mal unter:
http://www.dreamofdoll.com/

Das ist einer der Hersteller... insgesamt gibt es wohl mehrere Hunderte verschiedener Firmen...

Die Preise schwanken von 300 (für kleine Dolls) bis hin zu mehreren tausend Euro, je nachdem ob es limitierte Sonderdolls sind. Das ist interessant für alle die, die ihre Charakter mal als Puppe haben wollen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 30. März 2009, 08:57:19
Oh ja ... von diesen Puppen hätte ich auch gerne ... so 20 Stück. Mindestens. Eher 50. ;D

Wenn ich reich und berühmt bin. Jawohl.

Was Pseudonyme betrifft: Ich werde mir auf keinen Fall mehr eins zulegen, seit ich "Stark" von Stephen King gelesen habe. Ich hätte viel zu viel Angst. :gähn:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 30. März 2009, 10:07:50
Puppen - ich nähe die selber. Ich brauch keine.

ansonsten... Pseudonyme.... ich hab gestern gemerkt, warum sie praktisch sind.
Im Laden war nix los, Chefin hatte spaß, die freche kleine Aushilfe mal zu googlen...
sie hat ein, zwei Rezensionen entdeckt, von mir kam vorbeugend ein: "Ich war 15, als ichs geschrieben hab, inzwischen schreib ich besser und ich hab nix mehr damit zu tun - ach ja, man bekommt es auch nirgends mehr."

Danach war ich unten Lager aufräumen... *hüstel* Kam hoch...
Chefin grinste trocken: "Ich wills trotzdem mal lesen."

*seufz*
warum hab ich den Schund von Erstling damals unter meinem Namen veröffentlicht? Warum?!
Ja, weil ich dachte, es kriegt eh keiner mit. Schön wärs gewesen.

Womit dann wieder einmal klar wär, warum ich in zukunft nur noch unter Pseudonym veröffentlichen werde, so ich es denn mal so weit bringe. Falls jemnd grad bei meiner trilogie nachfragt, wieso ich die gleichen Namen, Charaktere und Grundideen wie Manja bindig habe, kann ich es gerne erklären - aber ansonsten hätt ich das gern auseinander gehalten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 30. März 2009, 12:36:59
Was Pseudonyme betrifft: Ich werde mir auf keinen Fall mehr eins zulegen, seit ich "Stark" von Stephen King gelesen habe. Ich hätte viel zu viel Angst. :gähn:

Warum...? Will ich das überhaupt wissen? Sonst sag's mir besser nicht. :P

Und, ich weiß, dass ich mir dafür jetzt wahrscheinlich hier ganz doll Haue einfange, aber... ich finde diese Puppen GRUSELIG! :gähn:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Jara am 30. März 2009, 13:11:37
Zitat
ich finde diese Puppen GRUSELIG!
Dito. Kennt ihr Chucky, die Mörderpuppe . . .

Mich würde auch interessieren, was Herr King so schreibt.
Ich möchte mir nämlich gerne einen Künstlernamen bzw ein Pseudonym zulegen.
Zumindest für meine etwas expliziteren (Homo)Erotiksachen.
Am Besten, ohne dass mir dafür ganz böse Horrorsachen a la King passieren :gähn:.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Leon am 30. März 2009, 13:11:51
Ich würde mir höchstwahrscheinlich ein Pseudonym zulegen. Um einfach nur Beruf von Privat zu trennen. Was zudem auch den Vorteil hätte, sollte ich jemals sehr erfolgreich sein, die Absender der Bettelbriefe würden meine private Adresse nicht kennen, und ich hätte meine Ruhe.

@ Tastentänzerin
Du bist nicht alleine! Mir gefallen diese Puppen auch nicht.

@ Grey
Das mit Stephen King verstehe ich jetzt nicht so recht?

Gruß
Leon
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 30. März 2009, 13:30:30
Na ja, grob gesagt geht es in dem Roman um einen Schriftsteller, dessen Pseudonym (unter dem er Horrorromane geschrieben hat) aufgedeckt wird, und der es deshalb symbolisch beerdigt. Das gefällt dem Pseudonym aber nicht, es macht sich selbständig und fängt an, im Bekanntenkreis des Schriftstellers zu morden ... :gähn:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 30. März 2009, 14:04:56
Naja, aber das Pseudonym bzw. Mr Stark ist eiegntlich auch nur ein armer unverstandener Autor  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Leon am 30. März 2009, 14:36:21
@ Grey

Ach so! Den Roman kenne ich als Stephen King-Fan natürlich. Von der Seite her gesehen hast Du natürlich recht. Ich stand halt etwas auf dem Schlauch, weil ich es mit dem King selbst in Verbindung bringen wollte, und war von daher etwas ratlos.

Gruß
Leon
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: steffen_bs am 13. Mai 2009, 12:39:57
Nach langer Abstinenz möchte ich mich hier auch mal wieder zu Wort melden. *schäm*

Ich habe mir ein Pseudonym zugelegt, unter dem ich fortan schreibe und unter dem meine Agentur mich bei Verlagen vertritt.
Natürlich kennt die Agenturchefin meinen richtigen Namen und spricht mich auch damit an, aber ich hatte ähnliche Gründe wie Leon.

Ich möchte berufliches und privates voneinander getrennt halten.

Gruß
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 17. Mai 2009, 01:22:49
Hmm, mal 'ne ganz blöde Frage... aber wie ist das dann eigentlich, wenn man ein Pseudonym wählt, weil man quasi unerkannt bleiben will? In vielen oder sogar den meisten Büchern sind doch heutzutage auch Fotos vom jeweiligen Autoren (entweder im Einschlag oder auf einer der ersten/letzten Seiten). Was macht man denn dann? Gar kein Bild? Sich unkenntlich machen, indem man sich verkleidet, eine Perücke aufsetzt, oder ähnliches? Oder hat man dann einfach Pech gehabt? :hmhm?:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Artemis am 17. Mai 2009, 09:42:40
Ich nehme an, dass der Verlag den Autor nicht zwingen kann, sich ablichten zu lassen. Angenommen, man ist als Autor entstellt oder so unansehnlich, dass ein Foto fast schon einem An-den-Pranger-stellen gleichkäme, wäre das nicht grade förderlich für das Ansehen in der Öffentlichkeit.

Und dass sie das Buch nicht veröffentlichen, wenn der Autor sich weigert, wäre etwas übertrieben. Nicht umsonst stehen Fotos unter dem Persönlichkeitsrecht. Im schlimmsten Fall könnte der Verlag zivilrechtlich verklagt werden.

Es gibt ja auch Autoren, die so medienscheu sind, dass sie sich nie blicken lassen. Als konkretes Beispiel nenn ich Süßkind - sein letztes Foto stammt aus den 80er Jahren. Und jene Reporter, die seinen Wohnort ausfindig machen konnten, scheiterten bei der weiteren Recherche an den Einwohnern, die zu dem Autoren halten und seine Existenz im Ort verleugnen  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Leon am 17. Mai 2009, 10:21:24
Sicher, ein Bild ist schon mal ein kleiner Hinweis auf den Autor. Aber ich finde, nur mit dem Bild alleine, ist es dennoch extrem schwer herauszufinden wo der Autor wohnt. Wenn außer dem Bild, keinerlei weiteren Angaben über den Wohnort des Autors zur verfügung stehen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: JulyRose am 17. Mai 2009, 10:32:41
Man könnt's auch machen wie Thomas Pynchon, wurde der nicht mal mit einer Papiertüte überm Kopf abgelichtet? Weitere bekannte Beispiele sind Walter Moers (da weiß man gar nichts, und angeblich kennt ihn im Verlag nur sein Lektor) oder auch Peter Licht (oder gibt's von dem inzwischen ein Foto?)

Es ist also theoretisch möglich. :) Und ich vermutlich einfach Verhandlungssache. Es gibt ja auch Buchverträge, in denen bereits steht, der Autor stellt dem Verlag ein Foto zur Verfügung ... da muss man dann eben noch mal in Nachverhandlung gehen, wenn man das nicht will.

Liebe Grüße
Juliane
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Jara am 17. Mai 2009, 10:37:40
Worüber ich mir auch Gedanken gemacht habe, um das Thema mal fortzuführen:

Lohnt sich ein Pseudonym überhaupt, wenn man bei einem "bekannteren" Verlag veröffentlicht?
Oder auch bei einem kleineren, der aber ziemlich gute Publicity macht.
Ich meine, wenn dann so etwas wie eine Autorenlesung ansteht, sieht den Autor sowieso jeder, oder?

Oder kommt hier jetzt die von Tastentänzerin erwähnte Perücke oder auch eine Papiertüte zum Tragen? ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Artemis am 17. Mai 2009, 11:22:11
Ich meine, wenn dann so etwas wie eine Autorenlesung ansteht, sieht den Autor sowieso jeder, oder?

Jeder in der Lesung, klar, aber das ist normal eine überschaubare Menge. Und solange man mit seinem Buch keinen weltweiten Bestseller landet, muss man auch keine Angst haben, dass einen auf der Straße jeder anhaut: "Ey, bist du nicht der Autor von XYZ?"  ;)
Dass einen die Stammleser durch die Lesung kennen, finde ich persönlich nicht schlimm. Man kann auch so unter seinem Pseudonym weiterleben, ohne dass es heikel wird.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Cailin am 17. Mai 2009, 11:55:03
Lohnt sich ein Pseudonym überhaupt, wenn man bei einem "bekannteren" Verlag veröffentlicht?

Ich muss gestehen: Das versteh ich nicht ganz. Warum sollte sich ein Pseudonym mehr oder weniger 'lohnen' nur weil du bei einem großen / größeren Verlag bist?

Ob jetzt einer der Top Ten oder einer, dessen Namen keiner kennt. Letztlich genügt ein Artikel im Internet und Dank Google (und all den anderen) kennt den Namen (und potentiell auch das Bild dazu, so es das gibt) die ganze Welt. Oder hab ich da irgendwas missverstanden?

Und nochwas: Was meint ihr, wieviele Leser ihre Lieblingsautoren auf der Straße erkennen würden?
Denn: man macht sich doch für ein Foto 'zurecht', oder? Der Fotograf leuchtet das ganze dann noch optimal aus und - das Gefühl hab zumindest ich immer - man sieht auf einem Foto ganz anders aus, als man es tut, wenn man morgens z.B. noch halb verschlafen zum Bäcker tappt oder grad mal schnell in den Supermarkt huscht, weil Milch fehlt.

(Reales Beispiel: Frankfurter Buchmesse: Wahnsinnig bekannter (Fantasy-)Bestsellerautor saß direkt unter / vor dem Banner mit seinem Bild, vertieft in ein Gespräch mit einem Lektor. Ein paar Meter weiter stand eine Gruppe Fans, die sich ein Autogramm holen wollten, sobald er an den Stand kam ... Nur dass er ja schon da war.
Ihr seht, was ich meine, oder?) 

Meiner Meinung nach gibt es unter den Autorennamen mehr Pseudonyme, als wir Leser ohnehin jemals vermuten würden - und bei denen wir gar nicht auf die Idee kämen, dass es Pseudonyme sind.

Aber eine ganz andere Frage: Würdet ihr euch als Leser auf den Arm genommen fühlen, wenn sich irgendwann herausstellt: Ein Autor heißt gar nicht so, wie er die ganze Zeit behauptet hat, sondern sein Name ist ein Pseudonym und seine Biographie (ganz oder teilweise) 'gefaket'?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Jara am 17. Mai 2009, 12:14:13
Zitat
Ob jetzt einer der Top Ten oder einer, dessen Namen keiner kennt. Letztlich genügt ein Artikel im Internet und Dank Google (und all den anderen) kennt den Namen (und potentiell auch das Bild dazu, so es das gibt) die ganze Welt. Oder hab ich da irgendwas missverstanden?

Nein, du hast schon recht. Aufgedeckt werden kann ein Pseudonym wirklich durch einen einzigen Artikel im Internet.
Ich meinte eben, dass große Verlage doch auch mehr Werberummel betreiben, z.B. mit Autorenlesungen, Diskussionsrunden oder auf irgendwelchen Veranstaltungen (Buchmessen) und dass es da eventuell eher hinderlich sein kann, wenn der Autor unerkannt bleiben will.

Zitat
Aber eine ganz andere Frage: Würdet ihr euch als Leser auf den Arm genommen fühlen, wenn sich irgendwann herausstellt: Ein Autor heißt gar nicht so, wie er die ganze Zeit behauptet hat, sondern sein Name ist ein Pseudonym und seine Biographie (ganz oder teilweise) 'gefaket'?

Ich denke, es ist das gute Recht eines Autors, wenn er unerkannt bleiben will. Wie du oben gesagt hast, wissen wohl eh nur die wenigsten bei welchem Autor es sich nur um einen Künstlernamen handelt und wer als "richtige" Person an den Start geht.
Bei der Biographie fände ich es nicht gut, wenn man sie so hindreht, dass sie dem Leser oder vielleicht besonders Verlagen gefällt. Wieso sollte man so etwas tun? Um sich eine Qualifikation anzudichten, die man nicht vorweisen kann? Oder um seine Person einfach interessanter zu machen?
Naja, wer es nötig hat!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Cailin am 17. Mai 2009, 12:37:34
Bei der Biographie fände ich es nicht gut, wenn man sie so hindreht, dass sie dem Leser oder vielleicht besonders Verlagen gefällt. Wieso sollte man so etwas tun? Um sich eine Qualifikation anzudichten, die man nicht vorweisen kann? Oder um seine Person einfach interessanter zu machen?
Naja, wer es nötig hat!

Da wir (also ich zumindest  ;) ) von Belletristik reden, glaube ich nicht, dass es bei sowas darum geht, sich eine 'Qualifikation' anzudichten, interessanter zu machen oder dem Verlag einen Gefallen zu tun (wobei ich mir das auch gut vorstellen könnte, dass da vielelicht sogar solche 'Wünsche' geäußert werden - und ganz ehrlich: Die Profis sitzen nun mal da.), sondern vermutlich eher darum, um die Biographie auf den als Pseudonym verwendeten Namen abzustimmen. Jemand der Schwedenkrimis schreibt, wird sich vielleicht einen schwedischen Namen zulegen. Und wenn dann da steht, er stammt aus einem Münchner Vorort, ging dort zur Schule und hat beim Buchhändler um die Ecke seine seine Ausbildung gemacht, kann er sich das Pseudonym eigentlich direkt sparen, oder?  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Leon am 17. Mai 2009, 12:58:14
Ich kann mir nicht vorstellen, dass durch ein Pseudonym sich ein Fan auf den Arm genommen fühlt. Warum auch? Ein Pseudonym ist im Grunde nichts anderes als ein Künsternahme. Viele Schauspieler, Sänger oder Künstler kennt man nur unter ihrem Pseudonym, und keiner ist deswegen böse oder sauer auf sie.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Jara am 17. Mai 2009, 13:19:56
Zitat
Da wir (also ich zumindest  ;) ) von Belletristik reden, glaube ich nicht, dass es bei so was darum geht, sich eine 'Qualifikation' anzudichten
Mit "Qualifikation" habe ich genau das gemeint, was du beschrieben hast ;).
Also jemand der Schwedenkrimis schreibt, der von sich behauptet jahrelang dort gewohnt zu haben und sich mit Gepflogenheiten und so weiter auszukennen, aber in Wirklichkeit nie aus seinem Münchner Vorort rausgekommen ist.
Vielleicht stimmt es und Verlage möchten dann wirklich so etwas hören und auch als Biographie veröffentlichen und es gibt sicher viele Autoren, die es so handhaben würden, wenn es hilft.
Ich hätte dabei trotzdem ein sehr ungutes Gefühl :-\.
Künstlername schön und gut; aber muss ich mir dazu gleich ein neues Leben aufbauen?
Viel mehr würde ich im obigen Beispiel wirklich Zeit in Schweden verbringen und mir allerlei Wissen aneignen über Kurse, Studium ect, auf die ich dann in der Vita verweisen kann und die sich genau so gut lesen.
Aber das ist sicher nur mein subjektiver Eindruck. Ich bin da eben etwas eigen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Cailin am 17. Mai 2009, 13:40:22
Viel mehr würde ich im obigen Beispiel wirklich Zeit in Schweden verbringen und mir allerlei Wissen aneignen über Kurse, Studium ect, auf die ich dann in der Vita verweisen kann und die sich genau so gut lesen.

Moment: Reden wir jetzt von der Vita, mit der du dich beim Verlag 'bewirbst' oder von der Autorenbiographie, die dann auf, im oder sonst wo am Buch zu finden ist. Ich war bisher bei letzterem. Und ganz ehrlich - mich interessiert bei letzterem nicht, ob einer 50 Kurse in Slavistik (oder wie das heißt) belegt hat. (O.K. wenn ich ehrlich bin, interessieren mich diese Dinge allgemein eigentlich gar nicht. Gewöhnlich gehe ich nur nach Autorenname und 'Schreibe  gefällt mir'.) Mich interessiert eigentlich überwiegend das Buch und nicht der Autor. Zumindest in der Belletristik. Wenn's an Sachbücher geht, ist das wieder was anderes, aber ich glaube, das stand hier nicht zur Debatte, oder?

Mal ganz abgesehen davon, dass dein 'Weg' ziemlich kostspielig ist, oder?  :dollars:  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 17. Mai 2009, 14:10:19
Künstlername schön und gut; aber muss ich mir dazu gleich ein neues Leben aufbauen?
Viel mehr würde ich im obigen Beispiel wirklich Zeit in Schweden verbringen und mir allerlei Wissen aneignen über Kurse, Studium ect, auf die ich dann in der Vita verweisen kann und die sich genau so gut lesen.
Aber das ist sicher nur mein subjektiver Eindruck. Ich bin da eben etwas eigen.

Das ein Leser böse ist, weil man sich ein Pseudonym zugelegt hat, glaube ich wirklich nicht, aber wenn man sich eine falsche Vita zulegt und das kommt irgendwann raus, dann glaube ich schon, dass der Leser sich betrogen fühlt. Zumindest mir würde es so gehen und als Schreiber wäre mir da auch nicht wohl bei.
Ich meine, wenn man unerkannt bleiben will, kann man in seiner Vita ja z.B. die Orte weglassen. Also z.B. statt: Hans Meyer wuchs in xy auf und begann dort auch mit 16 seine Ausbildung zum Schuster. Schreibt man dann: Hans Meyer begann mit 16 Jahren eine Ausbildung zum Schuster in seinem Heimatort, wo er schon sein ganzes Leben verbracht hatte.
Klar kommt es gleich autentischer rüber, wenn der historische Autor auch Geschichte studiert hat, aber wenn man diese "Qualifikation" nun mal nicht hat, würde ich sie auf nicht dazu dichten. Und wenn man nun mal ein deutscher Autor ist, warum sollte man für seinen "Schwedenkrimi" dann vorgeben, Schwede zu sein? So was will mir nicht in den Kopf. Für mich persönlich käme so was nicht in Frage!
Wenn die Romane dann trotzdem gut recherchiert sind, glaube ich auch nicht, dass ein Leser sich groß Gedanken darum macht, dass der Autor das ja nicht studiert hat oder nie dort gelebt hat etc. :hmhm?: Einen Urlaub in Schweden sehe ich mal als Teil der Recherche, man braucht ja nicht gleich Jahre dort zu verbringen.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Steffi am 17. Mai 2009, 14:39:30
Ich kann mir nicht vorstellen, dass durch ein Pseudonym sich ein Fan auf den Arm genommen fühlt. Warum auch? Ein Pseudonym ist im Grunde nichts anderes als ein Künsternahme. Viele Schauspieler, Sänger oder Künstler kennt man nur unter ihrem Pseudonym, und keiner ist böse oder sauer auf sie.

Eben. Ich nehme es ja auch Creedence Clearwater Revival nicht übel, dass ihr Leadsänger John Fogarty und nicht John Clearwater heißt ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 17. Mai 2009, 15:09:56
Eine Frage: muss man, wenn man ein Pseudonym benutzt, seinen richtigen Namen eigentlich auch bekannt geben, oder kann man den wirklich geheim halten?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Jara am 17. Mai 2009, 15:15:36
Zitat
Eine Frage: muss man, wenn man ein Pseudonym benutzt, seinen richtigen Namen eigentlich auch bekannt geben, oder kann man den wirklich geheim halten?

Also es sollte kaum möglich sein deinen Namen vor dem Verlag geheim zu halten, schon letztendlich deshalb nicht, weil du da ja einen Vertrag unterschreibst ;).
Ansonsten muss der Verlag akzeptieren, dass du nur unter dem Pseudonym in die Öffentlichkeit treten möchtest.
Wenn dann nicht irgendein Hard - core - Fan herausfindet wer du bist und das preisgibt, sollte es gehen, denke ich. :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tastentänzerin am 17. Mai 2009, 20:28:07
Sicher, ein Bild ist schon mal ein kleiner Hinweis auf den Autor. Aber ich finde, nur mit dem Bild alleine, ist es dennoch extrem schwer herauszufinden wo der Autor wohnt. Wenn außer dem Bild, keinerlei weiteren Angaben über den Wohnort des Autors zur verfügung stehen.

Na ja, wenn du Pech hast liest jemand den du kennst dein Buch und stellt fest: "Ach guck mal an! Das ist doch die/der..." Der würde dann zumindest schonmal deinen richtigen Namen wissen und eventuell sogar wo du wohnst. Und wenn du ganz großes Pech hast ist diese Person eine fiese publicity-geile Labertasche und informiert die Presse von deiner "wahren" Identität. Ja, ich weiß, ich bin paranoid...! ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: steffen_bs am 18. Mai 2009, 07:27:03
Ach iwo...  :D

Die Presse interessiert sich kaum dafür, außer natürlich, du bist die neue Joanne K. Rowling oder Stephenie Meyer, dann evtl.

Und wenn du dann so berühmt bist, wie die beiden, dann ist es auch egal, ob der an die Zeitung rantritt, da dich dann jeder unter deinem Pseudonym kennt, also warum sollte ein kleines Blättchen dann deinen richtigen Namen veröffentlichen?

PS: Auch die richtigen Namen der Stars (Madonna, 50 Cent, etc.) sind doch bekannt, nur interessiert sich da niemand für. So wird es, denke ich mal, auch hier sein.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Leon am 18. Mai 2009, 09:44:55
@ Tastentänzerin

Na klar, wenn unbedingt jemand mit aller Gewalt meine wahre Identität heraus bekommen möchte, dann schafft er es auch. Ist halt nur eine Frage, wie schwer, kann ich es demjenigen machen.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coppelia am 18. Mai 2009, 10:47:38
Eine Wahrheit, die mir immer wieder begegnet, ist, dass sich kein Mensch für einen interessiert - auch nicht, falls man ein Buch veröffentlicht. Man kann auch mit einem Rührtopf auf dem Kopf in der Innenstadt herumrennen - Ignorieren ist die Reaktion der Umwelt. Das klingt jetzt sarkastisch, hat aber auch seine Vorteile. *g*
Kurz gesagt: Auch wenn dein Name auf dem Buch steht und ein Foto von dir im Buch ist, ist es eher unwahrscheinlich, dass das irgend jemanden kümmert. Unter Pseudonym und ohne Foto ist die Aussicht meiner Meinung nach gleich Null, dass es jemandem gelingt, deine Identität herauszufinden. Sehr unwahrscheinlich. Vor allem unwahrscheinlich, dass überhaupt jemand anfängt, danach zu suchen. Da müsste man, wie Leon sagt, schon sehr berühmt sein. Ich sage das jetzt nicht auf dich gemünzt, sondern generell. Unpraktisch natürlich, wenn man durch ein Buch bekannt werden WILL ... ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 18. Mai 2009, 11:39:20
Wobei man sagen muss - wer schreibt um berühmt zu werden, hat den Beruf verfehlt. Zum einen, weil er mit der falschen Motivation rangeht, zum andern, weil man beim schreiben angenehm nonym bleibt(meistens).
Wer berühmt werden will, mit Talkshow-Auftritten und dererlei sollte aber doch überelgen, ob ein Pseudonym da nicht arg... deppert ist. Durch die Medienpräsenz ginge der Sinn eines selbigen ja doch arg verloren...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Leon am 18. Mai 2009, 12:30:40
Wer berühmt werden will, mit Talkshow-Auftritten und dererlei sollte aber doch überelgen, ob ein Pseudonym da nicht arg... deppert ist. Durch die Medienpräsenz ginge der Sinn eines selbigen ja doch arg verloren...

Warum?  ???
Also, das verstehe ich jetzt nicht so recht. Danach müssten ja Clint Eastwood, Madonna, Russel Crow und all die anderen, die ein Pseudonym benutzen und in der Öffentlichkeit stehen, bedeppert sein.  ;D  Eine sehr gewagte These.

Zumal ein Pseudonym nicht nur zum Schutze des Privatleben eines Autor dient. Sondern mit einem Pseudonym hat ein Autor auch die Möglichkeit, sich einen schöneren, geheimnissvolleren oder auch werbewirksameren Namen zu zulegen, wenn der eigene nichtssagend oder gar unschön ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 18. Mai 2009, 14:50:58
Okay, dass ich es nicht vor dem Verlag geheim halten kann, war mir klar, aber nur mal angenommen, ich will für die Öffentlichkeit wirklich komplett anonym bleiben, in einem kleinen Dorf leben können, ohne, dass dort jemand weiß, dass ich ein Buch veröffentlicht habe, das sagen wir schon relativ bekannt wird: im Prinzip müsste ich dann doch auch auf Lesungen usw. verzichten. Kann ich mir das denn leisten? Als Neueinsteigerin? Wohl eher nicht, oder?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Cailin am 18. Mai 2009, 15:02:35
im Prinzip müsste ich dann doch auch auf Lesungen usw. verzichten. Kann ich mir das denn leisten? Als Neueinsteigerin? Wohl eher nicht, oder?

Wenn du nicht lesen willst, um dein Pseudonym nicht aufzudecken, musst du nicht. Kein Verlag kann dich zwingen.

Und mal ganz abgesehen vom Pseudonym: Stell dir vor du hast einen Autor, der vor einer Gruppe, die aus mehr als zwei Personen besteht vor lauter Lampenfieber kein Wort vernünftig rausbekommt, der (das ist jetzt nicht abwertend gemeint) lispelt, stottert oder soooo undeutlich redet, dass kein Mensch ihn versteht. Den wird auch keiner zum Lesen zwingen. (Da wäre vermutlich eine Lesung der Graus eines jeden Buchhändlers )

Wie das bei einem kleinen Verlag ist, bei dem der Autor selbst die Werbtrommel rühren muss, weiß ich nicht. Da ist das möglicherweise etwas anderes. Für die Großen ist es vermutlich ein schönes Werbenistrument, wenn der (auch entsprechend bekannte / nachgefragte) Autor bereit ist für sie auf Lesereise zu gehen, aber wirklich zwingend nötig ist es vermutlich nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coppelia am 18. Mai 2009, 16:19:21
Auch Lesungen bekommt man gar nicht so einfach - man muss sich schon aktiv dafür einsetzen, es wird einem nicht nachgeworfen, und meist kommt man nur um Umwege ran. Also ich denke, wer nicht will, muss nicht lesen. Und meine Erfahrung mit Lesungen ist eigentlich auch, dass es niemanden interessiert.
Ja, ich hatte schon Lesungen - auch mit anderen Autoren - aber ich glaube, wenn man alle Freunde und Verwandte abzieht, die da waren, ist der Saal bis auf die Veranstalter komplett leer. ;)  Ich frage mich ... aber das ist ein anderes Thema.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tenryu am 18. Mai 2009, 20:08:26
Wer sagt, daß man seinen Namen nicht auch vor dem Verlag geheim halten kann? Die werden wohl kaum bei der Vetragsunterzeichnung einen amtlichen Lichtbildausweis sehen wollen. Und ein Vertrag ist auch dann gültig, wenn du ihn mit "Micky Maus" unterzeichnest, sofern, du gewillt bist ihn einzuhalten. (-> Falsa demonstratio non nocet. Wie der Jurist dazu sagt.)

Wenn du einen Agenten oder Anwalt hast, brauchst du noch nicht einmal persönlich den Vertrag zu unterschreiben, sondern kannst einen Vertreter schicken.

Es gibt Autoren, wie B. Traven, von denen man erst viele Jahre nach ihrem Tod den richtigen Namen erfahren hat. (Ich weiß nicht, wie der mit seinem Verleger anonym verhandelt hat, aber anscheinend ging das irgendwie.)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manja am 18. Mai 2009, 20:45:50
Künstlernamen sind keine Pseudonyme - ich persönlich trenne da jedenfalls.
Beides dient zwar dazu, den Künstler von der Privatperson zu trennen, aber ein Pseudonym ist etwas, das jeglichen Hinweis auf die Privatperson verdecken soll. Veröffentliche ich unter Pseudonym, will ich nicht, dass mein Realname entdeckt wird. Wohingegen ein Künstlername eher eine "Marke" ist, bei der man sehr problemlos die realen Personen dahinter rausfinden kann. Genauso wie man bei einer Plattenfirma oder einem Verlag leicht rausfinden kann, wer in der Geschäftsleitung sitzt, findet man per Google schnell raus, wie Madonna in Echt heißt.

Ein Pseudonym hingegen ist eine nicht existente Person, hinter der ich verschwinde und mich verstecken kann, um leichter agieren zu können(Film: "Who is Mr. Cutty?") oder um meinen Hals zu retten(siehe etliche Schriftsteller zur Hitlerzeit)

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 03. März 2011, 11:30:00
Hallo ihr Lieben,

ich schlage mich jetzt schon länger damit rum. Noch während der Entstehung meines ersten Romans habe ich über ein Pseudonym nachgedacht. Ich wollte ganz gerne unter einem Pseudonym schreiben, weil ich meinen eigenen Namen wenig klangvoll als Autorenname finde.

Eine Kurzgeschichte von mir erscheint jetzt in einer Anthologie unter meinem gewählten Pseudonym (Eileen Raven Scott). Jetzt überlege ich ob ich überhaupt dabei bleiben soll. Gut, es steht ja eh in den Sternen, ob mein Manuskript genommen wird, aber nur für den Fall das...

Wie viele von Euch schreiben denn unter Pseudonym und wieso? Das interessiert mich jetzt mal.

lg
moonjunkie
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 03. März 2011, 11:35:56
Da ich im öffentlichen Dienst im naturwissenschaftlichen Bereich (auch in der Lehre) arbeite und mich wohl auch spätestens Mitte des Jahres wieder mal auf Jobsuche begeben muss, habe ich mich schon sehr früh entschieden, meine eher... hm... düsteren/erotischen Sachen unter Pseudonym zu veröffentlichen. Die "harmlosen" Dinge werde ich wohl unter meinem echten namen an den Leser zu bringen versuchen, aber sobald zu viel Phantastik und gerade auch Erotik im Spiel ist, setze ich auf mein Pseudo. Nicht, dass ich mich von meinen Geschichten distanzieren will oder mich für sie schäme. Mein "Autorinnen-Ich" ist einfach was ganz anderes als mein "Biologinnen-Ich" - da möchte ich ganz bewusst ein Doppelleben führen und scharf trennen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sprotte am 03. März 2011, 11:39:58
Bislang läuft alles unter meinem Namen. Ob er klangvoll ist - keine Ahnung, Mama hat sich Mühe gegeben  :knuddel: Kurz und einprägsam und nicht zu kompliziert ist er auf jeden Fall.

Aber ich möchte auch Kurzromane für Heftserien (Gaslicht, Irrlicht, eben diese "Schmonzetten" am Kiosk) veröffentlichen. Und das definitiv nur unter Pseudonym, um diese relativ kurzlebige Fließbandarbeit von meinen größeren Projekten zu trennen.
Omas zweiter Vorname und der Mädchenname ihrer Mutter klingen für mich okay.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sanne am 03. März 2011, 11:45:38
Hallo Moonjunkie,

ich habe auch von Anfang an unter Pseudonym geschrieben - schon allein weil ich mir verschiedene Genre offen halten wollte. (Außerdem finde ich meinen Namen auch nicht so "schön", dass ich ihn verwenden wollte.)

Der dritte Grund ist, dass mein Arbeitgeber das nicht unbedingt wissen muss - ich bin immer vorsichtig, weil es schon sehr seltsame Bestimmungen gibt, was man in seiner Freizeit machen "darf" und was nicht. Ich habe keine Lust, mich mit irgendwelchen Paragraphen und Anwälten herumzuschlagen, weil da plötzlich jemand einen Verstoß wittert - alles schon da gewesen, damals ging es zwar um etwas anderes, aber ich mag mir da nichts vorschreiben lassen, wenn ich nicht muss. Den Ärger hat man trotzdem immer - selbst wenn man später Recht bekommt (und das habe ich damals, weil ich mich vorher schon bei einem Anwalt abgesichert hatte).

Viertens: Ich finde es ganz witzig - warum nicht?  ;)

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Steffi am 03. März 2011, 11:48:45
Für mich war relativ früh klar, ein Pseudonym zu wählen. In erster Linie weil ich mich eigentlich auch wie Aryana ständig auf Jobsuche befinde und Schreiben und mein "seriöses" Leben trennen möchte :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nycra am 03. März 2011, 12:01:14
Hm, jetzt hast du dich getraut, und gemacht, worüber ich schon eine ganze Weile nachdenke, aber bisher noch nicht aufgerafft habe: Diesen Fred eröffnet.

Ich habe noch nicht veröffentlicht, bin aber auch der Meinung, mein Name ist nicht "einprägsam" genug, um ihn auf einem Cover gedruckt sehen zu wollen. Mein Menne ist dazu zwar ganz anderer Meinung, aber ich werde vermutlich doch zu einem Pseudonym greifen. Vermutlich eine Abwandlung des Vor- und Nachnamens meiner Mutter mit einem B. in der Mitte (Bianca muss halt doch irgendwo auftauchen  ;D ).

Nicht, weil es beruflich Konsequenzen gäbe, die werden nämlich nicht automatisch durch das wählen eines anderen Namens ausgeschlossen. Wenn in dem Vertrag drin steht, du darfst keinen Nebenerwerb haben, nützt dir das Pseudo auch nix. Aber diesen Fall habe ich intern im Büro geklärt.

Trotzdem ist es wie ihr schon geschrieben habt: Man bewirbt sich irgendwo, der Name wird gegoogelt und dann steht da "Autorin für erotische Fantasy-Romane". Als Chef würde ich davon dann auch die Finger lassen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 03. März 2011, 12:07:56
[...] und mein "seriöses" Leben trennen möchte :)

So handhabe ich das auch. Möchte das auch trennen. Ich arbeite ja auch im öffentlichen Dienst und ich will Job und Schreiberei einfach komplett getrennt haben.

Ich mag das Pseudonym, welches ich mir vor Jahren ausgedacht habe. Obwohl ich manchmal Zweifel habe, es sehr englisch ist.

Habs nicht schon mal einen thread dafür?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dani am 03. März 2011, 12:10:25
Also ich würde nur ein Pseudonym nehmen, wenn mir ein Verlag die Pistole auf die Brust setzt und sagt: Muß so... weil... Marketing, verschiedene Genres, was weiß ich. Ihr liefert ja hier auch diverse gute Gründe für Pseudonyme.
Aber solange ich nicht muß, will ich meinen Namen über meinen Texten stehen haben. Ich verstehe total, wenn Aryana sagt, daß sie in beruflicher Hinsicht trennen möchte, aber ich für mich würde das gar nicht wollen. Das gehört alles zu mir und das darf auch jeder wissen. Sollte irgendein zukünftiger Arbeitgeber irgendein Problem mit meiner größten Leidenschaft haben... ja... dann passen wir wohl generell nicht zusammen ;) Ich brauch auch nicht alles.
Aber das ist eine total persönliche Entscheidung und da gibt's kein Richtig oder Falsch.
Ansonsten habe ich das Glück, einen ganz brauchbaren Namen für ein Buchcover zu besitzen und da soll der dann auch hin.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 03. März 2011, 12:18:06
Ich bin mittlerweile bei Pseudonym Nummer vier. Daher kann ich gut verstehen, wenn man sich ein Pseudonym zulegt, weil man Schreiben und sein restliches Leben trennen will bzw. wenn Verlage auf ein Pseudonym bestehen.
Was ich allerdings nicht verstehe sind Pseudonyme die man sich zulegt, weil der eigene Name angeblich nicht so klangvoll ist. Das ist eine verschenkte Chance und man wird sich später sehr darüber ärgern. Der eigene Name ist eine Marke, die man (gerade als Autor!) aufbauen und pflegen muss. Und wann immer man seinen eigenen Namen nicht unter seine eigenen Geschichte setzen kann ist das eine Schädigung für diese Marke.
Ich würde jedem raten: Wenn man wirklich ein Pseudonym haben will, sollte man es sich dennoch nicht ohne guten Grund zulegen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Luna am 03. März 2011, 12:19:10
Davon einmal abgesehen, das es bis zu einer Veröffentlichung bei mir sicher noch ein langer weiter Weg sein wird, wenn überhaupt, würde ich mein Werk auch unter einem Pseudonym einreichen. Ich arbeite auch im öffentlichen Dienst und ich habe einfach keinen Bock darauf, das meine Chefs oder Kollegen erfahren, sollte mein Buch dann je die nötige Verbreitung und Bekanntheit erreichen, was ich in meiner Freizeit so treibe. Vor allem, da in meinem Projekt sicher so einige pikante sexuelle Sachen drin sein werden. Und auf Klatsch und dumme Sprüche kann ich echt verzichten, die hab ich so schon genug.
Außerdem, mein Name klingt ebenfalls ziemlich unspektakulär und würde sich auf dem Buchtitel nicht so gut machen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dani am 03. März 2011, 12:32:46
Vor allem, da in meinem Projekt sicher so einige pikante sexuelle Sachen drin sein werden. Und auf Klatsch und dumme Sprüche kann ich echt verzichten, die hab ich so schon genug.
Da hab ich eine völlig andere Meinung. Wenn ich sowas schreibe, dann steh ich da auch zu, und zwar ohne Einschränkungen (außer vielleicht bei reinen Erotikromanen, da fürchte sogar ich den Kleingeist der Leute). Wer meint, darüber dumme Sprüche machen zu müssen... ja, sein Problem, nicht meins. Ganz ehrlich.
Wir können uns ja nicht auf der einen Seite darüber aufregen, daß viele unser Hobby/unsere Leidenschaft (je nachdem) nicht verstehen und auf der anderen Seite haben wir selbst nicht den Mut, dazu zu stehen. (Das ist jetzt nicht persönlich gemeint, sondern generell - über deine Ansicht zu den Thema weiß ich ja gar nix.)
Ich warte auch auf den ersten, der mir für meinen Thriller vorhält, ich hätte einen Knall. Das ist aber einkalkuliert. Ich jedenfalls habe es ziemlich satt, fürs Schreiben doof angeguckt zu werden. Deshalb denk ich mir: Jetzt erst recht!

Davon abgesehen @ Kerimaya: Doch, manchmal gibt's echt Namen, die sehen auf einem Buchcover blöd aus. Wobei man andererseits auch gucken sollte, daß man kein Pseudonym nimmt, dem man sofort ansieht, daß es eins ist!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: KaPunkt am 03. März 2011, 12:34:06
Tja, schwierig.
Bis jetzt habe ich alles (nur kleine Sachen) unter meinem Namen veröffentlicht. Horror oder Fantasy. Das bin ich und da steh ich zu, sag ich immer.
Wenn jemand meinen Namen googelt, landet der sowieso auf den ersten zwei Seiten erstmal bei einer Shiatsu Therapeutin in Hamburg.  ;D
Mein Auftritt im MeinVZ ist reichlich neutral und bezieht sich deutlich mehr auf meine Ausbildung als auf meine Hobbies.

Allerdings war ich neulich tatsächlich ein wenig erschrocken:
Auf meinem Blog war jemand gelandet, nachdem er meinen Namen + meinen Beruf (nicht schreiben, sondern den, mit dem ich gerade mal wieder auf Jobsuche bin) gegoogelt hatte. Das war dann plötzlich ein direkt Link ausgerechnet zu meinen Veröffentlichungen.  :o Dabei dreht sich dieses mein Blog nur sehr am Rande mit meinem Beruf.

Jetzt weiß ich natürlich nicht, welche Schlüsse der Google User gezogen hat, aber ich hab mich schon gefragt, ob da jetzt irgendwo ein Chef meine Bewerbungsmappe auf den 'Wir wünschen ihnen bei ihrem weiterem Berufsweg viel Erfolg'-Stapel geschoben hat.  :bittebittebitte:
In dem Moment habe ich auch gedacht: Pseudonym wäre schon gut.
Aber dann denke ich wieder: Ich opfere keine kleinen Kinder, ich habe ein kreatives Hobby, das sich super auch mit den schlechtesten Arbeitszeiten und dem größten Berufsstress vereinbaren lässt.
Dann klettert mein kleiner Trotzkopf nach oben und sagt: Hör mal Chef, wenn du zu blöd bist, dass zu kapieren, sollte eigentlich ich deinen Job haben. Und ich würde dich nicht einstellen. :darth:

Nun ja, mal schauen, wie lange ich das noch durchhalte.

Ich kann aber auch verstehen, dass man Sachen wie Groschenroman, erotische Literatur etc. von seinen anderen Arbeiten trennen möchte. Oder das der Verlag sagt: 'Wäh, muss aber!'
In solchen Fällen würde ich als Nachnamen den Mädchennamen meiner Großmutter nehmen, als Vornamen entweder eine Abwandlung des Namens meiner anderen Oma oder einen, der mir einfach gut gefällt.

Ansonsten stimme ich Kerimaya zu: Das der eigene Name nicht klangvoll genug ist, halte ich für ein zweifelhaftes Argument. Wir haben doch eigentlich alle gelernt, dass nicht der Name den Charakter formt sondern der Charakter den Namen. Sprich: Tolle Geschichten und der Name klingt auch toll.

Liebe Grüße,
Kirsten

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sonnenblumenfee am 03. März 2011, 12:38:20
Ich habe da auch schon drüber nachgedacht. Zwei kleine KGs hab ich ja schon veröffentlicht, und zwar unter meinem richtigen Namen. Aber da war ich erst 14 und 15 und habe mir keine Gedanken darum gemacht.
Grundsätzlich würde ich es eigentlich schön finden, meinen richtigen Namen auf einem richtigen Buch gedruckt zu sehen. Ich finde ihn zwar auch nicht besonders "klangvoll" und erfahrungsgemäß bereitet es vielen Menschen Schwierigkeiten, sich ihn zu merken. Aber das wäre für mich jetzt kein Hinderungsgrund.
Etwas anderes aber schon: auch wenn ich selber jetzt kein Problem hätte, keine klare Trennung zwischen Privatem und Beruflichem zu machen, heißt das ja nicht, das zum Beispiel meine Kinder (falls ich mal welche haben sollte) das auch wollen. Oder mein sonstiges Umfeld. Wenn ich mir vorstelle, dass ich irgendwann mal eine erfolgreiche Autorin werde, dann möchte ich nicht, dass meine Kinder ständig darauf angesprochen werden. Wenn ich berühmt werden sollte (also berühmt à la Rowling), dann wäre das ja noch schlimmer. Klar, die Chancen, dass das passiert, sind ungefähr eins zu eine Million, aber es könnte ja sein.  :innocent:
Ich hoffe, es ist klar geworden, was ich meine - es fällt mir schwer, das vernünftig auszudrücken
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Luna am 03. März 2011, 12:43:29
@ Runaway
Das hat nichts damit zu tun, das ich mein Hobby, das Schreiben nicht ernst nehmen würde oder nicht dazu stehe oder mich dafür schäme. Es gibt halt leider Leute, die, wie ich, nicht so einfach über dumme Sprüche der Leute, die das nicht ernst nehmen, drüberstehen können.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 03. März 2011, 12:47:49
Ich habe ja auch gerade unter Pseud meine erste Romanveröffentlichung hinter mich gebracht. Ich habe mich dazu aber nicht bewusst entschlossen, sondern es ging um das, was Keri auch schon angesprochen hat: Die "Marke Autor".
Eigentlich hatte ich die Vampire schon abgeschrieben und deswegen viel Energie in die Obsidianstadt gesteckt, die auch schon bei den Verlagen angekündigt war - als die Vampire dann doch noch verkauft wurden. Weil die Vampire aber schon eine etwas andere Zielgruppe bedienen als die Stadt, und weil Verlage gern "ihren Autor" aufbauen, war schnell klar, dass ich mir für einen der beiden Verlage ein Pseudonym suchen muss. Und da habe ich mich für die Vampire entschieden, weil ich mir von der Stadt noch mehr Reichtum und Ruhm verspreche - und natürlich soll da dann mein echter Name draufstehen. ;D

Ein Pseudonym zu nehmen, weil ich meinen Namen doof finde, das wäre mir allerdings nie eingefallen. Auch nicht, weil ich nicht will, dass mein Umfeld davon erfährt. Im Gegenteil erzähle ich immer allen davon, was ich tue - das habe ich auch schon gemacht, als ich noch an der Uni gearbeitet habe, jedem, ob es sie nun interessiert oder nicht. Jetzt bin ich ja selbstständig, da ist es wurscht, aber ganz im Ernst, ich bin stolz auf meine Geschichten! Dumme Sprüche kratzen mich überhaupt nicht. Ich würde mich viel mehr vor mir selbst schämen, wenn ich meine größte Leidenschaft für so peinlich halte, dass mein Umfeld nichts davon wissen darf ...
Andererseits weiß ich auch, dass ich bisher großes Glück hatte, weil alle, denen ich es erzählt habe, bisher meinen Beruf ziemlich cool fanden. Traurigerweise gibt es ja immer noch viele Menschen, die so etwas nicht ernst nehmen und blöd darüber herziehen, und deswegen verstehe ich schon, wenn sich jemand mit einem Pseud dagegen schützen möchte. Nur für mich selbst käme das nicht in Frage.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maganius am 03. März 2011, 13:06:28
King schreibt ja auch unter einem Pseudonym. ;D
Aber ich will unter einem Pseudonym schreiben und veröffentlichen, weil ich nicht möchte, das bestimmte Leute wissen das ich das bin. Ich schäme micht nicht für meine Geschichten, aber ich will meine Privatssphäre aufrecht erhalten.   
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sanne am 03. März 2011, 13:07:26

Ich kann nur sagen, dass man sich natürlich über alle anderen (mehr oder weniger mit betroffenen) Leute hinwegsetzen kann, aber ich bedenke auch dabei, dass mein Name nicht nur von mir alleine getragen wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Mann oder mein Sohn das so lustig finden würden, wenn sie im Außendienst auf mein "Geschreibsel" angesprochen werden würden, mit dem sie sich nicht mal identifizieren können, weil das nicht "ihr Ding" ist. Hätte ich darauf wirklich ein Recht? Vom Gesetz her sicher, aber sonst?

Hinterher kann man nichts mehr ändern, wenn es einem "zuviel" wird, was da möglicherweise die Runde macht.

Die wichtigen Menschen in meinem Leben kennen meinen richtigen Namen - trotz des Pseudonyms. Für die anderen ist es meiner Meinung nach nur ein Name - ob echt oder nicht? Oder würde jetzt jemand Harry Potter wegwerfen - nur weil die Autorin vielleicht nicht ihren richtigen Namen verwendet hat?

Es ist auch eine ganz persönliche Sache, ob einem der eigene Name gefällt oder nicht. Dazu stehe ich zum Beispiel. Ich habe schließlich den Mann geheiratet - der Name war nur das Beiwerk und muss mir nicht gefallen. 

Vielleicht bin ich auch zu übervorsichtig, mag sein.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nycra am 03. März 2011, 13:32:03
Es ist auch eine ganz persönliche Sache, ob einem der eigene Name gefällt oder nicht. Dazu stehe ich zum Beispiel. Ich habe schließlich den Mann geheiratet - der Name war nur das Beiwerk und muss mir nicht gefallen. 

Amen.

Was das Thema klangvolle Namen angeht, muss ich dazu doch nochmal kurz Stellung nehmen:

Mein Nachname ist fast so originell wie Meier, Müller, Irgendwas. Genau das ist der Grund, warum ich ihn für wenig klangvoll halte. Ich habe aber grundsätzlich kein Problem damit. Dazu kommt, wenn ich ihn google, bekomme ich etwa 300 Treffer  :(

Sicher könnte ich meinen Mädchennamen verwenden, aber da der eher selten ist und Teile meiner Romane tatsächlich in meiner Region spielen, habe ich die gleichen Skrupel wie Sanne. Denn meine Familie ist groß und der Ort aus dem wir kommen, ziemlich klein. Ergo dürften sich die Familienmitglieder auf Kommentare gefasst machen. Ich schäme mich übrigens nicht dafür, was ich schreibe. Wer damit nicht klarkommt, soll es nicht lesen. Aber ich kenne meine Mutter sehr gut. Da gibt es Dinge, die würden sie einfach umhauen...

Jedenfalls wollte ich deshalb auch ein Pseudonym wählen, dass zwar einen gewissen Bezug zu mir herstellt, es aber nicht allzu offensichtich macht.

Dass Verlage auch auf ein Pseudo bestehen (können), war mir beispielsweise gar nicht bewusst.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Steffi am 03. März 2011, 13:48:28
Ich muss noch was hinzufügen: ich finde auch einfach, dass ich "freier" schreiben kann, wenn ich weiß, dass niemand das mit meinem Namen in Verbindung kriegen kann. Es würde mir schwer fallen über psychisch gestörte Vampire und schwule Feen und Dystopien zu schreiben, wenn ich wüsste: mein Papa kann das lesen. und meine Oma. Und meine Verwandten. Und meine Freunde. Und was die dann von mir denken...

Nee. Das brauch ich nicht. Und ja, ihr habt das richtig verstanden. Ich werde es meiner Familie eventuell verschweigen, wenn ich tatsächlich je richtig veröffentlicht werden sollte. Von der Vampiranthologie weiß bisher aus meiner Familie niemand etwas, und das soll auch so bleiben. Zumindest werde ich mein Pseudonym nur an ausgewählte Freunde weitergeben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 03. März 2011, 13:53:08
Wenn ich mal was veröffentlichen darf, dann unter Pseudonym. Ich habe auch seit einiger Zeit ein ganz schickes, das mir sehr gefällt und mir auch was bedeutet. Ich möchte das erstens, weil ich meinen echten Namen zwar eigentlich mag, aber mir nicht vorstellen kann, dass er wirklich gut klingt. Er ist sehr hart. Viele r´s und t´s. Ich weiß nicht, ich mag ihn, aber ich mag ihn nicht als Namen, unter dem ich meine Geschichten an den Mann bringe (Das Pseudonym ist übrigens einfach die englische Übersetzung meines echten Namens.  ;)) Der zweite Grund ist, dass ich auch nicht möchte, dass wirklich jeder weiß, dass ich das war. Ich liebe meine Geschichten und Leuten, die mich mögen und mein Hobby respektieren, würde ich sofort erzählen, dass ich das bin. Aber ich habe schon sooo viele Leute kennengelernt, die Fantasy nach wie vor als stumpf und oberflächlich ansehen. Lehrer, die beim Wort "schreiben" erfreut sind und beim Wort "Fantasy" gucken, als wäre das ein Verbrechen. Ich möchte wegen eines Hobbys einfach keine Nachteile bei späteren Professoren/Arbeitgebern haben.

Steffi: Das ist bei mir genauso. Manchmal sagt mein Papa Dinge wie: "Sowas denken sich doch nur merkwürdige Leute aus", wenn im Fernsehen eine Werbung für Fantasy oder Horror kommt. Ich habe ihm auch schonmal gesagt, dass ich sowas gern lese/schaue/schreibe und das darf er auch wissen, aber er soll´s nicht lesen, weil ich weiß, dass er es nicht mögen wird.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lomax am 03. März 2011, 14:00:35
Ich für meinen Teil würde vermutlich ein Pseudonym nehmen, wenn ein Verlag mir das aus Gründen der "Markenabgrenzung" nahelegt - aber auch nur dann und nie aus eigenem Antrieb. Für geschäftliche Gründe bin ich ja immer sehr zugänglich, und ich weiß schon, dass meine Themen ein weites Spektrum überspannen und möglicherweise Leser sich da fehlgeleitet fühlen könnten, wenn ich irgendwann auch was anderes veröffentliche als reine Fantasy. Möglicherweise auch schon von den Kontrasten innerhalb meiner Genrewerke. Andererseits denke ich auch, dass ich subgenreübergreifend meine typischen Leitmotive, Themen und "Subtexte" haben, die sich durch alle Geschichten ziehen, so dass ich meinen Namen durchaus auch als Marke für eben diese Dinge machen möchte und die Leser mitnehmen, denen die Themen und Perspektiven wichtiger sind als das äußerliche Genre.
  Das verhindert man ja, wenn man seine eigenen "Märkte" durch ein Pseudonym abschottet, und darum bin ich in dieser Frage auch ein wenig zwiegespalten und lasse das wohl einfach mal auf mich zukommen, wie es sich ergibt ...

Völlig unzugänglich bin ich allerdings bei Einmischungen in meine Privatsphäre. Schon den bloßen Gedanken, mir Gedanken darüber machen zu müssen, was ein Arbeitgeber davon halten könnte, würde ich mir verbitten. Ich kenne die Probleme im öffentlichen Dienst, und genau solche Dinge sind es, weswegen ich den öffentlichen Dienst schon immer als absolute Zumutung und höchste Steigerung moderner Sklaverei empfunden habe. :no: Wenn ich da eine Stelle hätte, könnte ich vielleicht damit leben, solange keiner mich drauf anspricht und die theoretischen Hürden kein praktisches Problem sind - aber ich muss zugeben, meine Kompromissbereitschaft ist gleich null.
  In der Privatwirtschaft sind die Konfliktmöglichkeiten ein wenig geringer, aber meine Lust zu Kompromissen genauso wenig ausgeprägt. In der Praxis hat das bei meinen bisherigen Beschäftigungen allerdings selten eine Rolle gespielt - ich habe überhaupt die Erfahrung gemacht, dass man umso weniger Probleme hat, je aggressiver man seine Grenzen zieht. Da habe ich so oft erlebt, dass Leute dumm angemacht wurden für irgendwas, was sie schamhaft zu verstecken suchten und was dann doch auffiel, während andere, die imselben Umfeld ähnliches gemacht haben, aber mit einer "Ja klar, hast du ein Problem damit?"-Attitüde, eher die Kollegen und Chefs dazu gebracht haben, das Thema tunlichst zu vermeiden.
  Aber vermutlich hat es seinen Grund, dass ich sehr glücklich über meine freiberufliche Tätigkeit bin und meine Motivation zur Rückkehr in unfreie Arbeitsverhältnisse wenig ausgeprägt ist.

Mein Fazit wäre also: Pseudonym für den Buchverkauf ... oookay. Wenn's denn sein muss.
  Pseudonym in vorauseilendem Gehorsam, weil andere sich was denken könnten ... :no:
  Was Dinge angeht, die einem vielleicht peinlich sind - da habe ich oft erlebt, dass einem umso weniger peinlich ist, je älter man wird. Teenager neigen dazu, dass ihnen alles peinlich ist und sie sich wunders Gedanken machen, was andere denken könnten. Aber von da an lässt die Schmerzgrenze schrittweise nach. Das ist eigentlich bei den meisten Menschen zu beobachten, und darum muss man sich auch überlegen, wenn man heute ein Pseudonym beispielsweise für erotische Geschichten wählt, dann versteht man vielleicht in zwanzig Jahren selbst nicht mehr, warum man das eigentlich getan hat. ;) Aber das Pseudonym, wenn es erst mal etabliert ist, kann man auch nicht so leicht ablegen.
  Mir persönlich war immer vieles peinlich. Und meine Peinlichkeitsgrenze hat sich im Laufe der Jahre auch verschoben, aber ich habe immer noch das Gefühl, dass mir zu viel peinlich ist. Aber ich denke mir dann trotzdem, dass diese Peinlichkeit eher eine Schwäche ist, an der man arbeiten sollte, weil man halt nur gute Bücher schreiben kann, wenn man alles schreiben kann und die Grenzen der eigenen Person dabei überschreitet. Ich habe also immer versucht, lieber meine Schmerzgrenze zu senken, als der Schwäche nachzugeben und mich etwa deswegen hinter einem Pseudonym zu verstecken.

P.S.: Ja, meine Eltern haben meine Bücher auch irgendwann in der Buchhandlung entdeckt, und mein Vater war beleidigt, dass ich vorher nichts dazu gesagt habe. ;) Auch ein Freund von mir war letztens empört, weil er nur zufällig ein Buch von mir bei einem anderen Bekannten gesehen hat ... und an der Uni hat auch kaum jemand mitbekommen, dass ich mich für Fantasy interessiere. Ich denke halt, es gibt eine Möglichkeit, unter seinem Namen zu schreiben und dazu zu stehen, ohne damit hausieren zu gehen. Ich rede mit anderen Leuten nur über (mein) Schreiben, wenn es sich ergibt und wenn sie sich auch thematisch dafür interessieren.
  Aber so weit, mich selbst aktiv zu verstecken, möchte ich dann doch nicht gehen.
  Wenn ich mitunter aktiv mit einem Pseudonym liebäugele, dann wirklich nur unter dem Gesichtspunkt, dass mein Name so arg auffällig nicht ist und es durchaus auch Vorteile hätte, wenn der Leser schon am Namen sehen könnte, ob ein Buch von demselben Autor kommt.  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Luna am 03. März 2011, 14:01:26
@ Steffi
Genau das ist auch noch mit ein Grund für mich, ein Pseudonym zu bevorzugen. Du hast mir aus der Seele gesprochen. Ich mache mir, bei meinen gestörten Gestalten, einfach Gedanken, was andere von mir denken.
Alle, die sich für das Schreiben interessieren und das Hobby Schreiben betreiben, dürfen gerne davon wissen, da weiß ich, ich werde verstanden, nicht schief angeguckt, aber bei den anderen? Sehr gute Freunde von mir, die sich nicht fürs Schreiben interessieren, wissen natürlich davon, nicht aber meine Eltern, meine Stallkollegen, Bekannte etc.
Und zum Namen: Meine Name ist ein Allerweltsname, gegen den ich nichts habe, ich mag es nur gerne etwas spektakulärer und exotischer.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rune am 03. März 2011, 14:03:49
Pseudo: ja.

Es gibt einem eine ganze Menge Freiheit, Dinge zu tun. Erotik zu schreiben, ohne gefragt zu werden, ob man das alles selbst probiert hat, zb. oder blutrünstige Horrorgeschichten. Und niemand muss es mit dem Namen in Verbindung bringen, der irgendwann einmal auf DEM Roman stehen wird :)
Und es nimmt einfach eine Menge Druck. Jeder in meinem Umfeld weiß, das ich schreibe, aber nur wenige, was ich schreibe. Und wenn ich mir doofe Kommentare sparen möchte, dann werden die Texte eben unter dem Pseudo fortgegeben. Wenn ich irgendwann reich und berühmt bin, kann ich immer noch wie Hohlbein meine Jugendsünden beichten ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: JulyRose am 03. März 2011, 14:08:52
Markenabgrenzung, okay.
Aber ein Pseudonym zulegen, damit bestimmte Leute nicht wissen, wer dahinter steckt oder weil man Kommentare fürchtet - nö. Das ist Schwachsinn. Diesem vorauseilenden Gehorsam sollte man vielleicht noch entgegenstellen, was passiert, wenn es dann doch jemand rausfindet.

Das hat so etwas ... tja, wie sag ich's diplomatisch ...
Man kann sich auch zu viele Sorgen machen.
Letztlich interessiert's kaum jemanden, ob man im großen Publikumsverlag veröffentlicht. Das ist wie mit dem Sack Reis, nur nicht so sprichwörtlich.

LG, Jules
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Steffi am 03. März 2011, 14:15:35
Ich möchte einfach nicht, dass meine ehemaligen Schulkollegen oder meine Verwandten genau wissen, was in meinem Kopf vorgeht.  ::) *schulternzuck* Vorsicht ist besser als Nachsicht.  Und mir ist piepegal, ob da nun "mein" Name drauf steht oder nicht, ich weiß ja, dass ich es geschrieben habe.  ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Felsenkatze am 03. März 2011, 14:26:07
Ich hab das mal mit dem alten Pseudonymthread zusammengeführt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 03. März 2011, 14:29:03
Danke, Felsi!
ich trau mich das ja immer nicht...

/OT off
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 03. März 2011, 14:32:15
Ich hab das mal mit dem alten Pseudonymthread zusammengeführt.

Da hatte ich es dcoh richtig in Erinnerung.


Also es ist doch auch hier so: Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Und die, die ein Pseud benutz schämen sich gewiss auch nicht für ihr Tun. Jeder hat einen anderen Grund.

Ich mochte meinen Namen nie, aber durch meine Heirat hat sich das ja geändert. Aber mein Pseud behalte ich trotzdem. Warum? Weil ich es liebe. Ich mag es einfach und generell stehe ich total aus Künsternamen. Das hat was geheimnisvolles.

Dazu kommt auch bei mir die Arbeit im Öffentlichen Dienst. Luna hatte es ja bereits erwähnt.
Meine Arbeit geht dabei auch sehr in die Politik hinein. Wenn ich das dann mit der Fantasy mixe, hmm. Nein.

Mit oder ohne wirklichen Grund: Ich mag mein Pseudonym und werde es, soweit es geht auch beibehalten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 03. März 2011, 15:11:56
Da haben mir wieder einige hier aus der Seele gesprochen. Mir sind meine Geschichten auch nicht peinlich, aber trotzdem muss nicht jeder wissen, dass ich sie geschrieben habe. Leute, die mir wichtig sind, wissen sowieso, dass ich schreibe und einige auch genau, was.

Und genau wie Drachenfeder es schon treffend formuliert hat: ich stehe auch auf Künstlernamen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dani am 03. März 2011, 16:59:40
Lomax, du bringst es wie so oft auf den Punkt!  :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lomax am 03. März 2011, 18:46:06
Lomax, du bringst es wie so oft auf den Punkt!
Nun ja, ein Punkt hätte die Ausdehnung Null. An dieser Eigenschaft meiner Punkte arbeite ich noch. :innocent:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alia am 04. März 2011, 11:50:08
Ich habe mir bislang eigentlich nie einen Kopf darum gemacht, ob ich meinen Namen auf einem Buch möchte, oder ob ich mich "verstecken" soll. Ich würde wohl ein Pseudonym wählen, wenn meinen Name schon irgendein anderer Autor verwendet, um etwas eigenes zu haben. Ansonsten ist es mir egal, was andere denken. Wie schon geschrieben: Mit 14-15 Jahren hätte das anders ausgesehen. Aber jetzt: Was kümmert denn, was andere denken?! Es gibt immer irgendwen, dem etwas nicht passt, jemanden der das selbe toll findet und wieder andere, die es absolut uninteressant finden und deshalb gar keine Meinung dazu haben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Judith am 05. März 2011, 11:32:26
Ich seh das eigentlich wie Lomax.

Vorstellen könnte ich mir ein offenes Pseudonym, um eben bestimmte Bereiche abzugrenzen. Obwohl ich momentan eine Doktorarbeit schreibe, glaube ich nicht, dass ich eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen werde, aber falls doch und falls ich dann auch jemals Romane veröffentlichen sollte, dann könnte ich mir vorstellen, da mit einem Pseudonym zu arbeiten. Um eben die wissenschaftlichen Veröffentlichungen von Romanen abzugrenzen, aber wie gesagt: als offenes Pseudonym.
Was Freunde, Bekannte und Verwandte vielleicht denken, ist mir sowieso schon mal egal. Ich schreibe keine Erotik und keinen Blutorgien-Horror-Splatter; es ist also nicht so, dass ich irgendwen mit demselben Nachnamen in "Schwierigkeiten" bringen würde.
Und Leute, die von mir denken "mein Gott, was denkt die sich für Fantasy-Schmarrn aus" oder "huh, was schreibt die denn da?", sollen das halt denken. Ich hab keine Lust, mich vor denen zu "verstecken".

Probleme mit Arbeitgebern sind halt eine schwierige Sache. Eine Veröffentlichung wirklich mit Hilfe eines Pseudonyms zu verheimlichen, würde mir allerdings noch mehr Kopfzerbrechen bereiten als mit offenen Karten zu spielen. Denn sowas kann extrem schnell auffliegen, und dann ist es vermutlich noch blöder, wenn man es vorher verheimlicht hat, anstatt es einfach offen zur Sprache zu bringen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 05. März 2011, 11:37:42
Falls mich mal ein Arbeitgeber darauf ansprechen sollte, würde ich es natürlich zugeben. Aber ich denke auch, dass kein Arbeitgeber ein Problem damit hat, wenn ich meine etwas "härtere" Phantastik unter Pseudonym weiter mache und strikt zwischen meinem Arbeits-Ich und dem Fantasy-Ich trenne.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Hanna am 15. März 2011, 18:02:26
Ich habe mich tatsächlich für ein Pseudonym entschieden, weil ich ja eigentlich Kinderbücher und Jugendromane schreibe, aber nebenbei der Erotik nicht abgeneigt bin. Das passt nun nicht wirklich gut zusammen und da wünsche ich auch keine Vermischungen.

Mal eine andere Frage: haltet ihr es für sinnvoll, für ein Pseudonym ein Facebook-Profil einzurichten? Ich denke nämlich gerade darüber nach, um meinen Heftroman ein bisschen zu vermarkten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 15. März 2011, 18:27:16
Warum denn nicht?
Ich möchte Tina Alba demnächst auch eine eigene Webseite basteln.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Hanna am 15. März 2011, 18:30:17
Na, im Webseitenbasteln kenne ich mich nicht aus, aber facebook erreicht ja nun wirklich jeden. Hmm. Mal sehen. Vielleicht mach' ich das wirklich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aryana am 15. März 2011, 18:32:53
Ich finde einfach Facebook gruselig, deswegen habe ich das nie gemacht und plane eher die Webseiten-Option. Aber solange man bei FB keine Realdaten benutzt, geht's vielleicht.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Telas am 15. März 2011, 18:54:14
Ich bin der allgemeinen Meinung, dass berühmt sein nicht unbedingt erstrebenswert ist. Viele Filmsstars und so haben ja kein Privatleben mehr vor all den Paparazzi und Fans. Gut sicher, mit Autoren kann man das sicher nicht vergleichen, aber wer berühmt ist, dem wird unter Umständen aus jedem Fehler ein Strick gedreht, sie auch zu Guttenberg. Klar war sein Handeln falsch aber ich könnte nicht mit dem Umstand leben ständig im Rampenlicht zu stehen, wenn ich zum Beispiel eine neue Freundin habe oder so.
Deshalb würde ich wohl Pseudonyme bevorzugen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Calysta am 15. März 2011, 19:02:24
Sorry, wenn ich jetzt deine Träume zu nicht mache, aber in deinem Sinne "berühmt" wird kein Autor. Ein Pseudonym soll nur dein "normales Leben" schützen, wenn du beispielsweise Homoerotik schreibst.. oder einfach nur Erotik.

Falls meine "schlüpfrigen" Weiber mit Knarren mal velegt werden sollten, werde ich dann auch ein Pseudonym wählen. Weil eigentlich wollte ich in die Jugendsparte.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 15. März 2011, 20:21:05
Manchmal nicht mal das. Manchmal ist ein Pseud auch nur ein "Markenname", und es ist ganz offen, wer dahintersteckt. Habe ich bei meinen Vampiren ja auch so gemacht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sanne am 15. März 2011, 20:51:37
Jo - so seh ich das auch ^^

Warum nicht für jedes Genre einen eigenen Namen?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 24. Juli 2011, 19:59:11
Hallo zusammen! :) *Thread hochschieb*

Man muss also, wenn ich euch richtig verstehe, bei der Wahl eines Pseudonyms nichts weiter beachten - Verwechslungsgefahr und ernstzunehmender Name mal ausgenommen?!

Ich habe im März an einer Ausschreibung für erotische Kurzgeschichten teilgenommen und habe nun die Zusage - und möchte unter einem Pseudonym veröffentlichen. Weil ich ja vorwiegend Kinder- und Jungendtexte schreibe. Das ansich ist bereits vom Verlag abgesegnet - aber muss das noch irgendwo "bekannt" gegeben werden?
Ich habe bereits meinen Autorenblog umbenannt, denn die Verbindung zwischen meinen beiden Namen darf man durchaus ziehen. Oder ist das albern? *seufz*
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sprotte am 24. Juli 2011, 20:01:16
Die Umbenennung würde ich nicht machen. Du hast einen Eintrag dazu geschrieben, dafür gibt es einen Tag, das sollte reichen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 24. Juli 2011, 21:07:45
Ok, ich hab es nun untergeordnet angegeben. :)
Dachte, dass das irgendwie geregelt werden müsste. *g*
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sprotte am 24. Juli 2011, 21:10:09
Meines Wissens - aber da kennen sich andere besser aus - muß es nirgendwo bekannt gegeben werden. Der Vertrag geht natürlich auf Deinen Realnamen. Es ist ja nur ein Pseudonym und kein Künstlername. Da sieht es anders aus, aber ich habe da auch keine Ahnung.  :versteck:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 24. Juli 2011, 21:47:03
Doch, solltest du dich bei der VG Wort anmelden (was jedem Autor mit irgendeiner Art von Vertrag nur sehr zu empfehlen ist!), fragen die dich auch nach deinen Pseudonymen.

In Sachen Erotik kann ich dir empfehlen, einen eigenen Blog augzumachen, falls du das Pseudonym und das Genre zukünftig weiter betreibst (neben allem anderen) ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 24. Juli 2011, 22:34:25
Danke, Keri. :)

Was ist denn VG Wort? Ich stöbere da gerade - werde aber auf Anhieb nicht schlau draus.

Ich habe schon vor den Namen in diesem Genre weiterzubenutzen, wobei ich noch nicht einschätzen kann, inwieweit ich mich weiterhin mit Erotik beschäftigen werde. Ein eigener Blog.. *seufz*
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 27. Juli 2011, 21:44:01
Sorry, ich hatte deine Antwort übersehen :( Also, die VG Wort ist eine Verwertungsgesellschaft, die Autoren beispielsweise ihren Anteil an durch Bibliotheken verliehene Bücher auszahlt. Wir haben zum Thema auch einen Thread: http://forum.tintenzirkel.de/index.php/topic,1763.0.html

Wenn du erstmal nichts größeres bzw. viele Kurzgeschichten in Sachen Erotik geplant hast, belass es erst einmal bei einem Blog, sonst wird es für dich zu stressig und für deine Leser zu verwirrend ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 28. Juli 2011, 06:08:48
Ich habe zur Zeit auch große Zweifel am Pseudonym, dass ich mir vor 5 Jahren (aus Spaß und Freude) zugelegt habe. Erst mal war es wirklich nur Spaß, doch dieser wurde ernster, als ich mir sicher war, dass ich nicht nur Fantasy schreiben möchte. Ich gehe immer intensiver in die historische Sparte und in die Dramatik. Daher, will ich mir für meine phantastische Seite den Namen behalten.

Meine erste Kurzgeschichtenveröffentlichung habe ich sogar unter diesem Namen veröffenticht. Die nächste KG die es nun geschafft hat ist historisch und wird unter meinem richtigen Namen erscheinen.

Nun plagen mich schon lange Zweifel. Man bekommt ja so einiges mit und ich glaube, dass Amy Craven einfach nicht mehr geht  :-\ Zu amerikanisch? Zu Undeutsch? Sollte ich ihn lieber ablegen oder ist es generell albern, sich solch einen "Künsternamen" auszusuchen, wenn man noch gar nichts groß mit der Schreiberei erreicht hat?


Drachenfeder
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sanne am 28. Juli 2011, 06:59:02
Das ist immer eine persönliche Entscheidung.

Ein Leser hat seine Vorlieben - er liest gern Krimis, oder Fanatsy und sucht sich seine Autoren aus, die nach seinem Geschmack schreiben. Damit hat er aber eine bestimmte Erwartungshaltung gegenüber dem Autor. Und wenn die nur einmal nicht erfüllt wird ... es gibt viele Autoren und viele Bücher.

Von daher halte ich es für nicht verkehrt, unterschiedliche Genre unter verschiedenen Namen zu schreiben. Ist natürlich trotzdem kein "Muss". Manch einer schreibt nur in einem Genre. Kinderbücher und Erotik zum Beispiel passen nunmal nicht zusammen. Je nachdem, wo man Erfolg hätte - die andere Seite würde vermutlich nicht mal mehr bei dem Autor suchen?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 28. Juli 2011, 09:03:18
Es kommt ja auch immer darauf an, was man will. Ich für meinen Teil würde mir kein englisch klingendes Pseud zulegen, weil ich eine deutsche Autorin bin und es sowieso schon doof finde, dass im Phantastik-Bereich die Ami-Autoren die deutschen im Handel so unterdrücken. Das will ich nicht noch unterstützen, indem ich mir auch noch ein Ami-Pseudonym aussuche.


Generell ist es natürlich sinnvoll, für verschiedene Genres verschiedene Namen zu benutzen, das wurde hier ja schon ausführlich besprochen. Wie es konkret mit deinem aktuellen Pseud ist, und ob du es ändern solltest, das musst du vom Gefühl selbst entscheiden. Ich denke, es ist vor allem wichtig, dass man sich mit dem Namen identifizieren kann, und dass er nicht zu außergewöhnlich klingt. Ein Name, den man sich leicht merken kann, und der nicht auffälliger ist als das Buch selbst. Das trifft für dein Pseud ja im Grunde zu, nur klingt es halt Englisch, und ob du das möchtest, darüber solltest du dir klar sein. Manche Autoren sind da ja ganz pfiffig und suchen sich gleich Pseuds aus, die man so und so sehen kann, wie "Sarah Lark" zum Beispiel? Englisch oder deutsch? Wer weiß ...? ;)
Es ist jedenfalls definitiv nicht zu spät, es noch zu ändern, wenn du das möchtest.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 28. Juli 2011, 09:52:13
@Grey ich weiß noch das wir über dein Pseudonym hier im Zirkel geredet und gesucht haben. Darum noch eine Frage: Bestimmen die Verlage nicht mit?

Im Grund sehe ich das ja genauso. So viele Ami Autoren, so viele Englische Namen. Ein deutscher Name wäre mir momentan lieber. Aber ich habe mich so an Amy gewöhnt. Total seltsam. Dabei war es damals nur ein Spaß.
Weiterhin ist unter dem Namen ja etwas schon erschienen. Aber meine KG war ja winzig und nur in einer Zeitschrift. Das sollte mich nicht behindern oder?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Schommes am 28. Juli 2011, 10:15:50
Zitat aus meinem Vertrag: "... ein etwaiges Autorenpseudonym werden in Abstimmung zwischen Autor und Verlag festgelegt, wobei der Autor dem Stichentscheid des Verlages zu widersprechen berechtigt ist, soweit sein Persönlichkeitsrecht verletzt wurde. Das Pseudonym gehört dem Autor."
Es ist also Einigkeit herzustellen, wobei der Verlag das letzte Wort hat, es sei denn, der Autor kann z.B. eine Verunglimpfung oder ähnliches geltend machen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 28. Juli 2011, 10:20:22
Danke Schommes.

naja, von einem Verlag bin ich ja auch noch recht weit entfernt.
Aber für mich persönlich ist es wichtig. Wegen meinen Kurzgeschichten und halt meine Zukunft. Bin ich extremster "UmDenTraumKampfLaune".
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 28. Juli 2011, 10:22:19
Also es wird so laufen, dass du dir ein Pseud aussuchst und es dem Verlag vorschlägt, der dann entweder okay sagt oder eben nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Schommes am 28. Juli 2011, 10:26:40
Also es wird so laufen, dass du dir ein Pseud aussuchst und es dem Verlag vorschlägt, der dann entweder okay sagt oder eben nicht.
Spartanische Vorfahren?  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 28. Juli 2011, 10:34:27
Äh, mmh, nein. Aber eine tiefe innere Bindung zu Kampfkunst. :P
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Shin am 28. Juli 2011, 16:24:24
Hallo miteinander!

So, nachdem ich hier schon eine Weile lese, wollte ich mich auch mal mit am Gespräch beteiligen.

Ich selbst möchte mir eigentlich auch ein Pseudonym zulegen. Das hat wohl ehrlich gesagt eher etwas mit Wunschdenken zu tun. WENN du mal einen guten Roman veröffentlichst, dann soll das niemand direkt mit dir in Verbindung bringen.
Gut, zur Verstärkung der deutschen Front könnte ich allerdings auch nicht wirklich beitragen. Mein realer Nachname ist nämlich persisch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 28. Juli 2011, 20:08:01
Zitat
WENN du mal einen guten Roman veröffentlichst, dann soll das niemand direkt mit dir in Verbindung bringen.

Wieso soll das keiner in Verbindung mit dir bringen? Schreibst du verruchte Erotik-Romane, dass du dich schämst oder deinen Ruf schützen willst? ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 28. Juli 2011, 20:26:20
Ach Kinners...jetzt macht euch doch mal keine Sorgen um ungelegte Eier. Ihr solltet eure Marke, also euren Namen, solange benutzen, wie es geht. Wenn ihr etwas schreiben UND veröffentlichen (wichtig!) wollt, mit dem ihr nicht in Verbindung gebracht werden möchtet (Boys Love, Erotik, harte Folterszenen), dann könnt ihr euch ein Pseudonym zulegen, aber zu dem Zeitpunkt wird das ohnehin mit dem Verlag abgesprochen.
Ich habe mittlerweile vier Pseudonyme und kann euch daher wirklich nur raten: Nutzt euren Namen solange es geht, macht euch selbst zur Marke. Und legt euch erst ein Pseudonym zu, wenn es akut nötig wird und macht auch das zur Marke.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Shin am 28. Juli 2011, 21:15:35
Wenn ihr etwas schreiben UND veröffentlichen (wichtig!) wollt, mit dem ihr nicht in Verbindung gebracht werden möchtet (Boys Love, Erotik, harte Folterszenen), dann könnt ihr euch ein Pseudonym zulegen, aber zu dem Zeitpunkt wird das ohnehin mit dem Verlag abgesprochen.

Etwa das schreibe ich, ja.

Zit, meiner Oma zum Beispiel würde ich das nicht zeigen wollen, deshalb lieber Pseudonym.  ;) Es geht nicht darum, dass ich mich schäme, oder einen Ruf zu wahren hätte, aber meinen Familiennamen bringe ich da wirklich nicht gerne mit in Verbindung. Meine engen Freunde allerdings wissen sowieso, was ich so verzapfe.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 29. Juli 2011, 06:06:16
Nutzt euren Namen solange es geht, macht euch selbst zur Marke. Und legt euch erst ein Pseudonym zu, wenn es akut nötig wird und macht auch das zur Marke.

Ach Keri, dass war gestern mein letzter Standpunkt. Ich verabschiede mich schwer von meinem Spaßpseudonym und schau mal ob ich irgendwann einen Geistesblitz habe und der Spaß am anderen Namen deutscher wird  :D
Ein klein wenig ärgere ich mich, dass ich die Shortstory im April unter dem Pseudonym veröffentlicht habe. Vielleicht hatte das auch etwas mit Mut zu tun, der fehlte.
Und durch meine Hochzeit habe ich ja einen ganz netten Nachnamen erhälten. Mein Mädchenname hätte ziemlich doof geklungen, auch wenn es nur eine Kurzgeschichte war.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Adalia am 10. August 2011, 11:04:58
Und durch meine Hochzeit habe ich ja einen ganz netten Nachnamen erhälten. Mein Mädchenname hätte ziemlich doof geklungen, auch wenn es nur eine Kurzgeschichte war.

Darum habe ich als Pseudonym für meine ersten Kurzgeschichten gleich den Nachnamen meines Lebensgefährten genommen. Der ist auch so schön kurz und prägnant.
Jetzt muss er mich nur noch heiraten, dann ist es gar kein Pseudonym mehr  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dealein am 10. August 2011, 13:49:22
Meint ihr, dass Leute eher ein Buch kaufen, wenn der Name englisch ist/klingt? Ich habe in meinem Umkreis so das Gefühl, dass an erster Stelle englische Namen, dann deutsche und dann vielleicht spanische bevorzugt werden. Oder kommt mir das nur so vor?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 11. August 2011, 14:22:02
Dealein, ich denke, das liegt daran, dass es eben mehr amerianische / englische Autoren gibt als Deutsche - was wiederum daran liegt, dass es eben auch deutlich mehr Amerikaner gibt als Deutsche.

Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass auch Deutsche tolle Bücher schreiben können und dass wir selbstbewusst genug sein sollten, unsere eigenen Namen aufs Cover und im deutschen Sprachraum verbreitete Namen im Text zu verwenden - okay, bei High Fantasy albern, aber wenn das Setting in unserer Welt spielt, darf es auch von Hans und Barbara aus Castrop-Rauxel handeln!

Was Pesudonyme angeht, würde ich dann eines verwenden, wenn ich ein anderes Genre bediene und sich diese nicht vertragen (Kinderbuch und Erotik wären die stärksten Extreme). Ich finde meinen Namen jetzt auch nicht ach so toll und ausgefallen, aber er ist fast einzigartig (meines Wissens kommt er in der Vorname-Nachname-Kombination in Deutschland dreimal vor), so dass wenig Verwechslungsgefahr besteht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 11. August 2011, 16:14:41
Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass auch Deutsche tolle Bücher schreiben können und dass wir selbstbewusst genug sein sollten, unsere eigenen Namen aufs Cover und im deutschen Sprachraum verbreitete Namen im Text zu verwenden - okay, bei High Fantasy albern, aber wenn das Setting in unserer Welt spielt, darf es auch von Hans und Barbara aus Castrop-Rauxel handeln!

Prinzipiell unterstütze ich das. Das Probelm ist nur, dass die Verlage dabei nicht immer mitspielen. Bei Heyne wollte ich kein Pseudonym, da musste ich es aber nehmen. Die Gründe kann ich mittlerweile nachvollziehen, aber schade ist es nach wie vor.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Darielle am 01. November 2011, 05:48:34
Guten Morgen euch Schlafnasen,

ich habe hierzu mal eine Frage, die mir auch Google nicht so richtig erleutern konnte.
Und zwar habe ich in der Szene in der ich lebe, einen Namen, den ich schon seit Jahren nutze und ich bin auch nur unter diesem Namen bekannt. Jetzt kommt hinzu, dass ich in einem deutlich bekannter werdenden Verein im Vorstand bin, welcher sich über die Grenzen der Szene hinaus sozial engagiert. (Mancher kann sich vielleicht denken, von welchem Verein die Rede ist, aber das ist ne andere Geschichte...)
Jedenfalls ist ja nun mein Szenename auch mein Künstlername, da ich zB. Kurzgeschichten im Internet auch mit diesem veröffentlicht habe und zu dem in etlichen szenespezifischen Foren unter diesem Namen agiere. Hinzu kommt, dass mein Name nicht ganz selten vorkommt, mein Bruder zum Beispiel wurde nach einem Unfall beim Arzt glatt mit einem Namensvetter verwechselt, und das in der gleichen Stadt. Ja, Zufälle gibts. Aber nun ja, ich lebe ja auch eher ein unbekanntes Leben. Beispielsweise habe ich keinen Berufsabschluss oder kein tolles Studium vorzuweisen, was ja bei Autoren generell so vorrausgesetzt zu werden scheint, wenn man sich gerade jüngere Leute mal so ansieht. Da gibt es keine tolle Vita, abgesehen davon, dass ich Praktika gemacht und eine Ausbildung abgebrochen habe, das Schreiben kommt bei mir auch erst seit ein paar Jahren vor. Alles was mich abtreibt ist Neugierde und der Wunsch sich alles wichtige anzueignen. Ich möchte auch nicht, dass meine Familie von meinen Veröffentlichungen erfährt (außer denen, die es von mir persönlich gesagt bekommen). Es gibt da grade auch Leute in meinem Umkreis, die weder meine Adresse noch meine Telefonnummer kennen sollen.
Ich habe halt genug Gründe, im Verborgenen zu bleiben.

Tja, die Frage ist nun, reichen diese Gründe aus, um den Namen auch für die spätere Karriere als Künstlernamen eintragen zu lassen? Immerhin, bisher las ich nur davon, dass man entweder mindestens eine eigne Homepage unter diesem Namen vorweisen muss oder eben als Autor bereits Verlagsverträge beispielsweise. Ich weiß ja aber noch nichtmal, ob ich zu einem Verlag oder einer Agentur gehe, die Veröffentlichung ist ja noch ein Weilchen hin. Und trotzdem ist es mein Wunsch, auch bei Verlagen im Vorhinein schon mit dem bestimmten Künstlernamen - und nur diesem - aufzutreten. Den Wunsch wie ihr ihn hier schreibt, dass ihr unbedingt als Beweis eurer Schaffenskraft den eigenen Namen haben wollt, hege ich nicht. Zudem ist dieser Künstlername nur ein einziges Wort. Dafür aber ein absolut einzigartiges. Und um dieses Wort für mich zu beanspruchen, ist mir das schon Geld wert. Ich muss nämlich jetzt sowieso meinen neuen Perso beantragen (Kostenpunkt nicht 8€, sondern 23€ - da kommt es mir dann auf einige Euronen mehr oder weniger nicht an, denn das hält ja dann wieder 10 Jahre).
Also könnte ich jetzt trotz der nicht vorweisbaren schriftlichen Beweise (außer die Homepage des Vereins wo ich auch mit bürgerlichem Namen stehe) einfach den neuen Perso mit Künstlernamen beantragen? Oder müsste ich zwingend mehr in der Hand haben?

Ich finde das ziemlich kompliziert. Ich meine, ich habe eine klare Vorstellung, wie dieser Name lauten soll, und da mich meine Freunde und wichtige Leute (Prominenz) unter diesem Namen eben wegen dem Verein bereits kennen, wird der auch nicht geändert. Hoffentlich kann mir da jemand von euch etwas dazu sagen.

Und, weil es grade noch mit raus muss. Ich würde bei absolut jedem Buch das ich rausbringe, meinen Künstlernamen verwenden, denn ich bin stolz auf das was ich mache und jeder soll sehen, dass ich vielseitig schreiben kann (wenn auch nur thematisch bedingt). Außerdem ist es mein Ziel, sowieso nur in der Szene als Autor bekannt zu werden. Ich will gar nicht sooo viele Normalos ansprechen.

LG, Darielle
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sanne am 01. November 2011, 07:15:57
Hi Darielle,

ich glaube - wenn es sich nicht wieder geändert hat - dass Du im Moment Deinen Künstlernamen, egal ob der nun geht oder nicht, sowieso nicht eintragen lassen kannst. Das haben sie irgendwann abgeschafft. Ist vielleicht nicht für immer, aber schon eine Weile jetzt - also hast Du insofern sicher noch Zeit ...

Liebe Grüße
Sanne
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 01. November 2011, 08:12:19
Hallo Darielle,

in der Wikipedia findest du einen sehr ausführlichen Artikel zum Künstlernamen und auch zur rechtlichen Seite. Seit November 2010 scheint mir der Einführung des neuen Personalausweises wieder möglich sein, sich den Künstlernamen eintragen zu lassen. Das Eintragen erfolgt in der Regel weniger, um den Namen zu schützen (Wenn er genügend verbreitet ist, dann ist er das oft automatisch, bzw., dann ist es eher ein reines Pseudonym), sondern um damit rechtsverbindlich unterschreiben zu können.

Wenn du ohnehin nur in der Szene veröffentlichen möchtest und deinen Lebensunterhalt nicht mit dem Schreiben verdienen willst, ist es letztendlich wahrscheinlich egal, ob du den Namen eintragen lässt, oder nicht. Es geht aber wieder.

Ansonsten brauchst du als Schriftsteller weder einen Beruf, noch ein Studium. du brauchst "einfach" gute Texte, Zähigkeit und Kritikfähigkeit. Den Begriff "Normalos" empfinde ich übrigens als sehr abwertend anderen Menschen gegenüber. Jeder ist in seinem Umfeld normal, hält sich an die dortigen Normen und Standards, die von anderen Szenen wieder als "Einheitsbrei" und "Massengeschmack" wahrgenommen werden. Den "Normalo" gibt es nicht.

Grüße,
Nadine
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lomax am 01. November 2011, 10:35:28
Jeder ist in seinem Umfeld normal, hält sich an die dortigen Normen und Standards, die von anderen Szenen wieder als "Einheitsbrei" und "Massengeschmack" wahrgenommen werden.
Hm, klingt mir nach einer jener Vereinfachungen, die eine Wahrheit ansprechen sollen, aber so weit vereinfacht ist, dass jeder sich nur umschauen muss, um in seiner Umgebung gleich den Gegenbeweis zu finden. Ich denke mal nicht, dass das der Wahrheit dient, für die man eintreten möchte. Ich denke mal, jeder kennt einzelne Personen, die auch in ihrem eigenen Umfeld mal mehr, mal weniger den dortigen Normen entsprechen; jeder kann aus dem Stehgreif -zig Szenen aufzählen, deren Standards garantiert von niemandem als "Massengeschmack" aufgefasst werden.
  Natürlich ist jeder Mensch ein Individuum, und jeder gehört unterschiedlichen Kreisen an, vor deren Umfeld er mal mehr, mal weniger "normal" wirkt; genau wie diese Kreise selbst im gesamtgesellschaftlichen Umfeld mal mehr, mal weniger randständig sind. Aber das Wesen der Kategorisierung ist es nun mal, über individuelle Schwankungen hinwegzusehen, und solange man sich der jeweils begrenzten Reichweite einer Kategorisierung bewusst ist, sind diese Kategorisierungen nicht falsch, sondern durchaus nützlich, aussagekräftig und werden weder durch individuelle Unterschiede widerlegt noch dadurch, dass man unter einem anderen Blickwinkel dasselbe Objekt anders kategorisieren kann.
  Jeder Tisch sieht anders aus, trotzdem ist es ein Tisch. Und die gibt es wirklich ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 01. November 2011, 10:47:59
Hm, klingt mir nach einer jener Vereinfachungen, die eine Wahrheit ansprechen sollen, aber so weit vereinfacht ist, dass jeder sich nur umschauen muss, um in seiner Umgebung gleich den Gegenbeweis zu finden.
Natürlich ist es vereinfacht. Die Diskussion geht auch um Pseudonyme. ich wollte nur anmerken, dass ich den Begriff abwertend finde und es kurz erläutern.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 01. November 2011, 10:56:46
@ Darielle: Wenn du einmal etwas veröffentlichen solltest, dann kannst du das auch so unter einem Pseudonym tun - das muss dafür nicht in deinem Perso stehen. Ich bin gerade auch dabei, mich ein bisschen schlau zu machen, und so wie es aussieht, ist es umso besser, je mehr Gründe man in der Hand hat. Das müssen aber Dinge sein, die belegen, dass man künstlerisch tätig ist - nicht, dass man im Verborgenen bleiben möchte. Das sind zwei paar Schuhe und ich denke, dass es schwierig werden könnte, wenn du die Eintragung beantragst.

Ich spiele gerade mit dem Gedanken, es bei meinem Antrag ebenfalls zu versuchen, aber ich weiß nicht, wie doof das ist. Mein Nachname kommt ja aus dem Tschechischen und ich habe mir angewöhnt, ihn mit den Sonderzeichen zu schreiben. Was ihn auch nicht viel komplizierter macht, als er bereits ist.  :)

Immerhin hab ich jetzt auch drei Beiträge in Anthologien unter dieser Schreibweise. Aber kann ich mir überhaupt was mit Sonderzeichen in einen deutschen Perso eintragen lassen? Oder muss ein Künstlername total anders sein als der echte? Ich hätte ihn halt so gern in dieser Schreibweise irgendwo auf einem offiziellen Dokument, aber eine Namensänderung ist mir da zu krass - zu teuer, zu viel Papierkram, und durch käme ich damit wahrscheinlich eh nicht, selbst wenn ich das Geld hätte.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Darielle am 01. November 2011, 19:14:45
Huhu Malinche,

nun zum einen verstehe ich da nicht ganz, warum ein Künstlername nichts mit "verborgen bleiben" zu tun hat. Ich meine, er ist ja offensichtlich nicht der bürgerliche Name, also verbirgt er ja Informationen über den Künstler. Warum wählt jemand einen solchen Namen, wenn er nicht verdeckt bleiben will? Also was ich bisher in diesem Thread heraus gelesen habe, gehts ja um die Unterscheidung von zB. Genre, wie es eben schon krass beschrieben wurde, dass man von Kinderbüchern auf Erotik umsteigt. Naja, ich befasse mich damit noch nicht sooo lang.

Beim Verlag wird, wenn es hinhaut, natürlich auch der spezielle Namen für die Veröffentlichung gewählt, aber mir wäre es lieber, wenn ich mit diesem Namen offiziell unterschreiben könnte und den also auch für Geschäftliches nutzen könnte. Das kann man doch ohne irgendwelche Eintragungen nicht, oder?
Was die Veröffentlichungen anbelangt - ich habe Prosa und Lyrik bereits unter diesem Namen im Internet veröffentlicht. Aber das reicht auch wieder nicht, nehm ich an. Schade. Naja es ist ja noch ein bisschen hin mit der Verlegung, aber man sollte sich ja gut vorbereiten und dann nicht alles überstürtzen. Zuerst einmal finde ich keinen Verlag, der meinen Ansprüchen entspricht und es sieht irgendwie so aus, als müsste ich meine Ansprüche in einem eigenen Projekt verwirklichen. Ziemlich heftig...

Wegen der Sonderzeichen bei dir, ist halt die Frage. Wenn dein bürgerlicher Name eigentlich diese Zeichen enthält (ich kenne die tschechischen Akzente durchaus), dann müssten die ja auch mit eingetragen werden. Das Amt, was dir den Perso gibt, kann doch nicht einfach entscheiden wie dein Name geschrieben wird. Das kannst höchstens du selbst. Also ich kann mir gut vorstellen, dass du nicht die einzige bist, die Sonderzeichen im Namen hat. Das muss eigentlich gehen. Stell dir mal vor, du bist (gesponnen) eine gebürtige Tschechin und hättest auch bis du meinethalben 30 bist, da gelebt. Aber dann kommst du wegen Job o.ä. nach Deutschland, bekommst die Staatsbürgerschaft usw, dann muss dein Name doch auch beibehalten werden, auch wenn er nachweislich ausländisch ist. Denke ich jedenfalls.

Ach ja, mein Freund hat vorhin dazu gesagt, er habe vor ca. 4 Jahren beim Beantragen des neuen Persos gefragt, ob er seinen Künstlernamen (er ist Musiker) eintragen lassen kann, formulierte das aber anders. Er nannte es wohl "Zweitname" oder so und da hieß es, dass ihn das 300€ kosten sollte. Das wollte er dann partout nicht ausgeben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 01. November 2011, 19:51:40
nun zum einen verstehe ich da nicht ganz, warum ein Künstlername nichts mit "verborgen bleiben" zu tun hat. Ich meine, er ist ja offensichtlich nicht der bürgerliche Name, also verbirgt er ja Informationen über den Künstler. Warum wählt jemand einen solchen Namen, wenn er nicht verdeckt bleiben will? Also was ich bisher in diesem Thread heraus gelesen habe, gehts ja um die Unterscheidung von zB. Genre, wie es eben schon krass beschrieben wurde, dass man von Kinderbüchern auf Erotik umsteigt. Naja, ich befasse mich damit noch nicht sooo lang.

Damit hast du recht, aber ich meinte etwas anderes. Was du nennst, sind die Gründe, die dich (bzw. einen beliebigen Autoren) ganz persönlich dazu bringen, unter Künstlername zu veröffentlichen. Und diese Gründe sind nachvollziehbar und legitim. Wenn du den Künstlernamen beantragst, reichen diese Gründe aber nicht, die sind dem Amt eher sogar egal - das möchte nur wissen, ob du künstlerisch tätig bist. Das dann aber wohl sehr genau. (Internetveröffentlichungen sind da vielleicht etwas mager - aber warum versuchst du es nicht?

Zitat
Wegen der Sonderzeichen bei dir, ist halt die Frage. Wenn dein bürgerlicher Name eigentlich diese Zeichen enthält (ich kenne die tschechischen Akzente durchaus), dann müssten die ja auch mit eingetragen werden. Das Amt, was dir den Perso gibt, kann doch nicht einfach entscheiden wie dein Name geschrieben wird. Das kannst höchstens du selbst.

Na ja, das Ding ist: Das tschechische Wort, das meinem Namen zugrunde liegt, enthält diese Zeichen. Weder mein Vater noch mein Großvater (von der Seite hab ich den Namen) haben ihn aber jemals mit den Sonderzeichen geschrieben. Ich werd wohl auch einfach mal mein Glück versuchen und schauen, was man mir erzählt. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rigalad am 01. November 2011, 19:57:58
nun zum einen verstehe ich da nicht ganz, warum ein Künstlername nichts mit "verborgen bleiben" zu tun hat. Ich meine, er ist ja offensichtlich nicht der bürgerliche Name, also verbirgt er ja Informationen über den Künstler. Warum wählt jemand einen solchen Namen, wenn er nicht verdeckt bleiben will? Also was ich bisher in diesem Thread heraus gelesen habe, gehts ja um die Unterscheidung von zB. Genre, wie es eben schon krass beschrieben wurde, dass man von Kinderbüchern auf Erotik umsteigt.

Nun ja, du gibst dir die Antwort zum Teil doch schon selbst. Es gibt viele Gründe, ein Pseudonym zu verwenden. Wenn jemand Erotik schreibt und als Erzieherin arbeitet, ist das vielleicht nicht so förderlich für den Beruf. Wenn der Verlag eine eigene Marke mit dir aufbauen möchte, die dich von der Zusammenarbeit mit anderen Verlagen unterscheidet. Wenn du somit in unterschiedlichen Genre schreibst. Private Gründe.

Den Wunsch wie ihr ihn hier schreibt, dass ihr unbedingt als Beweis eurer Schaffenskraft den eigenen Namen haben wollt, hege ich nicht.

Ich habe nicht den Eindruck, dass "wir hier" alle diesen Wunsch hegen. Im Gegenteil, hier sind einige Autoren mit Pseudonymen unterwegs. ;)

Zuerst einmal finde ich keinen Verlag, der meinen Ansprüchen entspricht und es sieht irgendwie so aus, als müsste ich meine Ansprüche in einem eigenen Projekt verwirklichen. Ziemlich heftig...

Ohwei. Tut mir leid, aber ich finde, das klingt etwas hochnäsig.

Generell arbeite ich aber in einer Behörde, die unter anderem das Einwohnermeldeamt beherbergt. Ich werde mich morgen mal schlau machen, was man nun eintragen lassen kann und was nicht, und welche Voraussetzungen dafür nötig sind.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Darielle am 01. November 2011, 21:25:31
Hei Rigalad,

Nun ja, du gibst dir die Antwort zum Teil doch schon selbst. Es gibt viele Gründe, ein Pseudonym zu verwenden. Wenn jemand Erotik schreibt und als Erzieherin arbeitet, ist das vielleicht nicht so förderlich für den Beruf. Wenn der Verlag eine eigene Marke mit dir aufbauen möchte, die dich von der Zusammenarbeit mit anderen Verlagen unterscheidet. Wenn du somit in unterschiedlichen Genre schreibst. Private Gründe.
Aber diese privaten Gründe habe ich ja auch. Ach, ich hab irgendwie grad das Gefühl mich da ein bisschen im Kreis zu drehen.^^

Zitat
Ich habe nicht den Eindruck, dass "wir hier" alle diesen Wunsch hegen. Im Gegenteil, hier sind einige Autoren mit Pseudonymen unterwegs. ;)
Ich nenne nur als Beispiel Maja. Ein paar Beiträge weiter vorn kannst du das lesen. ;) Soll auch nicht allgemeingültig oder gar anklagend klingen, sondern einfach darstellen, dass meine Gründe eben in meinen Augen sehr spezielle sind, da ich noch nie von einem Autoren gehört habe, der unter einem Namen schreibt, das ein Kunstwort ist, wenn du so willst. Bisher habe ich zu fast jedem Autor im Buch eine Vita gefunden, wo drin stand, wie er lebt, wo er lebt und was er alles für Berufsabschlüsse hat...

Zitat
Ohwei. Tut mir leid, aber ich finde, das klingt etwas hochnäsig.
Ja, kann durchaus sein. Das will ich auch nicht schönreden oder so. Allerdings habe ich klare Vorstellungen und versuche diese mit dem Wissenerwerb in Sachen Buchbranche zu kombinieren. Mal einen unkonventionellen Weg gehen und mein Leben ganz an der Szene ausrichten. Mir ist wichtig, wer mein Buch verlegt, also nicht welcher Verlag, sondern welche Person. Diese Person muss für mich einfach ein Szeneangehöriger sein. Aber das ist ja wieder ein bisschen off topic hier.

Zitat
Generell arbeite ich aber in einer Behörde, die unter anderem das Einwohnermeldeamt beherbergt. Ich werde mich morgen mal schlau machen, was man nun eintragen lassen kann und was nicht, und welche Voraussetzungen dafür nötig sind.
Wow, das wäre der Hammer, wenn du das machen könntest! Allein dafür bete ich dich jetzt an. :D

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 02. November 2011, 11:29:47
Zitat
Bisher habe ich zu fast jedem Autor im Buch eine Vita gefunden, wo drin stand, wie er lebt, wo er lebt und was er alles für Berufsabschlüsse hat...

Bei Vitas sollte man vorsichtig sein wie bei Namen, auch die können nur angepasst oder ganz erfunden sein. Muss ja hinten und vorne stimmen mit dem Autoren-Image, ne. :) Aber das sind marketingtechnische Gründe und darüber entscheidet eben der Verlag.
Sonst schreibst du so eine Kurzvita ja selbst bevor du überhaupt irgendetwas irgendwo hinschickst.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rigalad am 02. November 2011, 13:41:28
Ich nenne nur als Beispiel Maja. Ein paar Beiträge weiter vorn kannst du das lesen. ;) Soll auch nicht allgemeingültig oder gar anklagend klingen, sondern einfach darstellen, dass meine Gründe eben in meinen Augen sehr spezielle sind, da ich noch nie von einem Autoren gehört habe, der unter einem Namen schreibt, das ein Kunstwort ist, wenn du so willst. Bisher habe ich zu fast jedem Autor im Buch eine Vita gefunden, wo drin stand, wie er lebt, wo er lebt und was er alles für Berufsabschlüsse hat...

Maja ist aber in 18 Seiten nicht wirklich repräsentativ, wie dir selbst schon aufgefallen ist. ;)
Die Vita eines Autoren ist aber nicht immer unbedingt korrekt. Bei einigen Pseudonymen, wo ich wusste, welcher "echte" Autor sich dahinter verbirgt, ist mir schon aufgefallen, dass sich die Vita nicht mit der "echten" deckt. Inwieweit das Praxis ist, weiß ich aber nicht.

Jedenfalls mal zu meinen Resultaten von heute:
Den Künstlernamen im Perso kann man nur eintragen lassen, wenn man einen Bescheid vom "Deutschen Patent- und Markenamt" vorliegen hat. Hier ist die Homepage (http://www.dpma.de/) dazu.
Ohne den entsprechenden Bescheid trägt das Einwohnermeldeamt keinen Künstlernamen ein. Die Sachbearbeiterin, mit der ich gesprochen habe, meinte, sie hätte solch einen Fall noch nie gehabt, weil das wohl sehr teuer sei. Künstlernamen an sich nutzen auch eher Bands etc. als Autoren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Darielle am 02. November 2011, 21:40:54
Hei,

Zitat
Die Vita eines Autoren ist aber nicht immer unbedingt korrekt. Bei einigen Pseudonymen, wo ich wusste, welcher "echte" Autor sich dahinter verbirgt, ist mir schon aufgefallen, dass sich die Vita nicht mit der "echten" deckt. Inwieweit das Praxis ist, weiß ich aber nicht.
Ok, also das ist mir neu. Das beruhigt mich aber auch gewissermaßen, weil ich denke, dass man sowas dann ja mit dem jeweiligen Verlag besprechen kann, die wissen ja garantiert, wie man werbetechnisch da am besten agieren kann.

Ansonsten wegen der Eintragung danke ich dir, schön, dass wir jetzt quasi Gewissheit haben. Die Homepage werde ich mir mal anschauen und mal sehen was da noch draus wird. ;) Auf jeden Fall hast du glaube ich nicht nur mir sehr geholfen.  :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kerimaya am 03. November 2011, 09:01:33
@Darielle In den meisten Faellen ist es dem Verlag relativ schnuppe, was du fuer eine Vita fuer dein Pseudonym benutzt. Es geht den Verlagen in erster Linie darum, einen Namen zu haben. Meine Pseudonyme haben alle einen Punkt gemeinsam, der sich mit meiner richtigen Vita deckt, aber ich haette auch schreiben koennen, dass ich aus Kolumbien komme und dort bisher Kokain angebaut habe, ehe ich zum Schreiben gekommen bin ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 28. Februar 2012, 14:19:35
Hallo,

ich mache mir im Moment auch ziemliche Gedanken um die Pseudonymfrage. Nicht, dass gerade eine Veröffentlichung anstehen würde, aber für den Fall, dass ;) Denn es ist so, dass ich meinen richtigen Namen schon für allerlei Fandom-Zeug verwendet habe und nun wohl auch noch weiter verwenden werde. Wenn man ihn bei Google eingibt, erscheinen massig Interviews und Berichte von mir mit und über andere Autoren, auch ein paar Rezensionen sind dabei. Mich ärgert es inzwischen, dass ich das unter meinem richtigen Namen gemacht habe, ich habe mir da von einem Dozenten reinquatschen lassen, der meinte, dass das 'ne gute Referenz im Lebenslauf wär... Naja, ist es vielleicht auch je nachdem (und je nachdem auch gar nicht....) und an sich bereue ich die Veröffentlichungen auch nicht, trotzdem frage ich mich -  Fandom und selber Autor sein, wie gut passt das zusammen? Klar, viele Autoren gerade in Kleinverlagen kennt man auch von zahlreichen Online-Magazinen, aber mir wäre es lieber, da wenigstens eine symbolische Trennlinie zu ziehen, indem ich etwa meinen Vornamen + den Mädchennamen meiner Mutter verwende. Würde auch schöner klingen, dann hätte ich einen sehr italienischen Namen :) Wobei ich auch meinen "richtigen" Namen gern mag, außergewöhnlich genug dürfte er auch sein.

Und andererseits würde ich ja eher ungerne ein Pseudonym verwenden. Geltungsdrang und so  :P

Was meint ihr - wäre hier ein Pseudonym ratsam?

Sorry, wenn das Thema schon hier irgendwo angesprochen wurde, ich habe die letzten Seiten im Thread nur noch überflogen...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 28. Februar 2012, 14:34:28
Hallo Ryadne,

ich kann das gut nachempfinden. Bei mir ist es zum Glück nur ein Text, der unter meinem richtigen Namen veröffentlicht wurde, aber auch das ist einer zu viel. Nicht, weil ich mich dafür schäme, sondern weil ich die Trennlinie zwischen "Autor" und "eigentlichem (späteren) Beruf" gerne sehr klar gezogen  haben möchte.
Aber das Problem scheint sich bei dir gar nicht so sehr zu stellen, oder?

Ist es bei dir denn alles miteinander "vereinbar"? Oder anders gefragt: Reden wir hier ausschließlich von Fantasy-Geschichten, die du später veröffentlichen willst?
Meiner Meinung nach ist es bei Fantasy nicht so sehr das Problem. Da kommt es vielleicht sogar erfrischend ehrlich rüber, wenn ein Leser sieht, dass du nicht nur auf dich selbst fixiert bist und nur am "großen Durchbruch" arbeitest und nichts anderes haben willst. Jeder hat mal klein angefangen. Die wenigsten Autoren fallen vom Himmel.
Und umgekehrt tut es deinem Kleinvieh vielleicht auch gut, später möglicherweise ( ;) ) dadurch aufgewertet zu werden, wenn du eben auch eine etwas größere Publikation vorweisen kannst.

Wenn du bislang Fanatsy-Geschichten veröffentlicht hast und deine erste "große" Publikation etwas ganz anders sein soll, dann solltest du dir denke ich eher überlegen, ob du das so möchtest. Aber es ist eine Gefühlsfrage, finde ich.

Ansonsten: Lass es erst einmal auf dich zukommen. :) Google-Ergebnisse sollten nicht ausschlaggebend sein. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 28. Februar 2012, 18:32:20
Es handelt sich bei den Internetveröffentlichungen ja nicht um Geschichten, da findet sich glaube ich gar keine mehr unter meinem richtigen Namen. Sondern Interviews, die ich mit Autoren oder Verlagsleuten geführt habe, Reportagen zu Events und andere Berichte, fast alles zum Phantastikbereich. Denke, wenn ich einen Roman veröffentlicht bekäm, wäre das auch was Phantastisches. Naja, wahrscheinlich sollte ich mir mehr Gedanken drüber machen, dass das nicht potenzielle Arbeitgeber oder Verlage/Agenturen abschreckt, die ohnehin meinen Namen kennen werden. Ich frag mich nur, ob dieses Fandom-Zeug nicht den Eindruck erweckt, ich würde zu beeinflusst sein von anderen Autoren.

Ich schätze, ich muss einfach bekannt genug werden, dass das beim Googeln erst auf den hinteren Seiten auftaucht ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 29. Februar 2012, 15:23:02
Fandom-Arbeit ist doch super! Das zeigt, dass du nicht einfach mal so einen Fantasy-Roman schreibst, sondern auch in der Materie verwurzelt bist und dass du nicht zu denen gehörst, die mit dem Schreiben reich werden wollen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Mogylein am 29. Februar 2012, 16:06:30
Ich denke das erste Mal darüber nach, ob für mich ein Pseudonym nicht ebenfalls sinnvoll wäre. Bisher habe ich, muss ich gestehen, immer ein bisschen darauf hinabgesehen und dachte mir "Da will jemand wer anderes sein", aber dann habe ich mal etwas genauer darüber nachgedacht und es gibt zahlreiche Argumente, die dafür sprechen...
Ich für meinen Teil habe vor, irgendwann auch wissenschaftlich zu veröffentlichen. Ich glaube, es käme nicht so gut an, bei Amazon neben einer politischen Theorie eine Romantasy zu entdecken..

Glaubt ihr, es würde reichen, den Vornamen in einer anderen Form zu verwenden? "Rachel Fernandez" für die wissenschaftlichen Arbeiten und "Raquel Fernandez" für meine kreativen? Oder liegt das zu nah beieinander, um noch als Pseudonym zu gelten und seinen Zweck zu erfüllen?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Valaé am 29. Februar 2012, 16:18:23
Wenn du irgendwann mal wissenschaftlich arbeiten willst, würde ich dir auf jeden Fall ein Pseudonym empfehlen. Ein offenes, wenn du dich nicht verstecken willst. Dann stehst du zu dem, was du geschrieben hast, aber der Verlag kann den Autorennamen ausbauen wie er will, ohne dass sobald jemand, der nach deinen wissenschaftlichen Publikationen sucht, gleich deine Romane sieht. Das ist auch der Grund, warum ich mir ein Pseudonym zugelegt habe  ;).

In wie weit eine Abwandlung des Vornamens da schon hilft, kann ich dir aber nicht genau sagen. Ich denke schon, dass wenn man nach dem einen Namen sucht, auch der andere sofort angezeigt werden würde, weil der Unterschied nicht so groß ist ... Also mir persönlich wäre es zu wenig ein "eigener" Name, als dass ich so noch sehen könnte, wo der Sinn des Pseudonyms liegt, wenn ich ehrlich bin. Ich würde am besten den Nachnamen ändern, weil es ja meistens dieser Name ist, der hängen bleibt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Mogylein am 29. Februar 2012, 16:47:58
Nein, es ist kein eigener Name, da hast du wohl recht. Ich bin die ersten zehn, zwölf Jahre meines Lebens aufgewachsen mit dem Glauben, mein Name würde "Raquel" geschrieben. Vielleicht sollte ich dann auch einfach meinen alten Nachnamen dafür verwenden.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 29. Februar 2012, 17:06:40
Hm, das wär für mich auch noch ein weiterer Grund, über ein Pseudonym nachzudenken. Wobei ich grundsätzlich nicht sagen würde, dass man zwischen wissenschaftlichem und fiktivem Schreiben unbedingt eine namentliche Trennung machen muss; einer meiner Philosophiedozenten veröffentlicht auch Romane unter seinem normalen Namen und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm das Probleme verursacht.

Allerdings, politische Theorien vs. Romantasy ist schon ein recht extremer Fall. Wenn da jemand deinen Namen googelt und beide Bücher findet, würde er wahrscheinlich gar nicht davon ausgehen, dass sich ein und dieselbe Person verbirgt ;)

@Zitkalasa
Stimmt, so herum betrachtet erscheint das sogar eher als Vorteil  :) Ich hab nur immer auch ein wenig die Befürchtung, dass das eher belächelt wird, aber vielleicht, hoffentlich irr ich mich da auch. Habe hier ein wenig den Bezug zur Außenperspektive verloren...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 29. Februar 2012, 20:00:09
Ach, belächeln. Das ist Engagement, Hingabe! ;) Da musst du dich nicht verstecken.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alessa am 22. März 2012, 07:15:45
Als ich im vergangen Jahr 'wieder' angefangen habe zu schreiben, setzte sich unweigerlich irgendwann auch die Frage in meinen Kopf Pseudonym ja/nein. Die Frage war für mich schnell beantwortet. Da eine relativ bekannte deutsche Schauspielerin den gleichen realen Namen wie ich besitzt, habe ich beschlossen, unter einem Pseudonym zu veröffentlichen, wenn es denn irgendwann dazu kommen sollte.  :versteck: Ich möchte einfach nicht, das es da in der Hinsicht zu Verwechslungen kommt.

Außerdem finde ich meinen Namen ziemlich langweilig. Es ist zwar nicht unbedingt ein Allerweltsname, aber mir hat er noch nie so richtig gefallen.  ::)

Klar ist es auf der einen Seite sehr schön, irgendwann einmal seinen eigenen Namen auf einem Buch zu lesen und zu sagen, da seht, das bin ich,  :engel: aber irgendwie erschreckt mich der Gedanke auch.

Als ich wegen eines Pseudonyms nachgeforscht habe, habe ich auch irgendwo/irgendwann gelesen, das man ihn schützen kann. Dabei meine ich nicht, in den Ausweis eintragen ect. Ich glaube mich zu erinnern, das man ihn auf eine Inernetseite eines Schriftstellerverbandes eintragen kann, bin mir da aber sehr unsicher.  ??? Wisst ihr da etwas drüber?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 22. März 2012, 10:39:55
Soll auch nicht allgemeingültig oder gar anklagend klingen, sondern einfach darstellen, dass meine Gründe eben in meinen Augen sehr spezielle sind, da ich noch nie von einem Autoren gehört habe, der unter einem Namen schreibt, das ein Kunstwort ist, wenn du so willst.

Ich weiß nicht, in welcher Szene genau Du Dich herumtreibst, aber ich kann Dir versichern, dass zum Beispiel in der SM-Szene so gut wie kein Autor unter seinem echten Namen veröffentlicht. Und da wird dann nicht unbedingt nur aus einem Hans Müller ein Klaus Meyer, sondern da wird unter Namen wie "Cagliostro", "Andras" etc. veröffentlicht. Insofern ist es einfach nur eine Absprache mit Deinem Verlag, dass Du unter dem Namen veröffentlichen möchtest, unter dem Du in Deiner Szene, für die Du ja auch schreibst, bereits bekannt bist. Das ist letztendlich ja sogar dem Verlag zuträglich, weil dann manch einer, der mit Deinem Namen bereits etwas anfangen kann, eher zu dem Buch greift, als wenn da plötzlich "Lieschen Müller" als Autorin steht.

Was die Vitae angeht: Ein mir persönlich bekannter Autor hat nicht nur seinen Vornamen in zwei Teile gesplittet und einen Künstlernamen draus gemacht, sondern auch eine komplett erfundene, sehr schräge Vita im Buch stehen. Im echten Leben hockt er mehr oder weniger schon sein ganzes Leben im gleichen kleinen Kaff in Österreich und hat irgendwas bodenständiges gelernt. ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 24. März 2012, 01:01:52
Ich glaube mich zu erinnern, das man ihn auf eine Inernetseite eines Schriftstellerverbandes eintragen kann, bin mir da aber sehr unsicher.  ??? Wisst ihr da etwas drüber?

Davon weiß ich nichts. Es gibt Titelschutzlisten für Werke, aber Namen?  :hmmm: mediafon meint, "Künstlernamen sind automatisch geschützt" (http://mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=40e18fccc76e0&view=&si=4f6d0d47160be&lang=1). (Auf die Detailinformationen zum Schutz von Künstlernamen kann ich nicht zugreifen, weil ich das Buch nicht habe. Wäre sicherlich deshalb mal eine Kaufüberlegung wert.)

Zitat
Klar ist es auf der einen Seite sehr schön, irgendwann einmal seinen eigenen Namen auf einem Buch zu lesen und zu sagen, da seht, das bin ich,  :engel: aber irgendwie erschreckt mich der Gedanke auch.

Warum erschrickst du bei dem Gedanken?
Mir schmeckte es letztlich bitter, meinen bürgerlichen Namen auf einem Cover zu sehen. Ich bin ein Mensch, der gern sortiert und die Dinge so klar wie möglich trennen mag. Als ich meinen Namen las, merkte ich, dass sich da zwei Dinge vermischten, die nicht zusammen gehören. Mein bürgerlicher Name bleibt in Zukunft für bürgerliche Anliegen, also das stupide Leben. Für meine Schriftstellerpersönlichkeit hätte ich lieber einen anderen Namen; und da sogar vll. je nach Genre etwas anderes. (Da ich bisher nur Fantasy-Sachen produzierte, wird mich das aber so schnell nicht belästigen.) Letztlich ist es auch einfach so, dass mein bürgerlicher Name durch einen weniger gut angesehenen Verlag auch verbrannt ist. Habe mich also selbst dazu genötigt, zum Pseudonym zu greifen. ;D

Zitat
Außerdem finde ich meinen Namen ziemlich langweilig. Es ist zwar nicht unbedingt ein Allerweltsname, aber mir hat er noch nie so richtig gefallen.  ::)

Ich bin bisher noch keinem Menschen begegnet, der seinen eigenen bürgerlichen Namen supi-dupi-obertoll fand. Liegt aber vll. auch daran, dass der eigene Name so selbstverständlich ist wie die allmorgendlichen Schauergestalten im Spiegel. Da vergisst man schnell wie persönlich so ein Name doch ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alessa am 24. März 2012, 10:18:15
Hallo Zitkalasa,

vielen Dank für deine Antwort.

Davon weiß ich nichts. Es gibt Titelschutzlisten für Werke, aber Namen?  :hmmm: mediafon meint, "Künstlernamen sind automatisch geschützt" (http://mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=40e18fccc76e0&view=&si=4f6d0d47160be&lang=1). (Auf die Detailinformationen zum Schutz von Künstlernamen kann ich nicht zugreifen, weil ich das Buch nicht habe. Wäre sicherlich deshalb mal eine Kaufüberlegung wert.)
Danke für den Tipp. Das Buch ist sicherlich eine Kaufüberlegung wert.

Warum erschrickst du bei dem Gedanken?
Mir schmeckte es letztlich bitter, meinen bürgerlichen Namen auf einem Cover zu sehen. Ich bin ein Mensch, der gern sortiert und die Dinge so klar wie möglich trennen mag. Als ich meinen Namen las, merkte ich, dass sich da zwei Dinge vermischten, die nicht zusammen gehören. Mein bürgerlicher Name bleibt in Zukunft für bürgerliche Anliegen, also das stupide Leben. Für meine Schriftstellerpersönlichkeit hätte ich lieber einen anderen Namen; und da sogar vll. je nach Genre etwas anderes. (Da ich bisher nur Fantasy-Sachen produzierte, wird mich das aber so schnell nicht belästigen.) Letztlich ist es auch einfach so, dass mein bürgerlicher Name durch einen weniger gut angesehenen Verlag auch verbrannt ist. Habe mich also selbst dazu genötigt, zum Pseudonym zu greifen. ;D
Deine Gedanken zu dem Lesen des bürgerlichen Names auf einem Buchcover entsprechen den meinen. Mein realer Name gehört zu einer ganz alltäglichen Person, die ich aber beim Schreiben nicht bin, bzw. nicht sein will. Sicher, beides verbindet sich auch, das Schreiben gehört schließlich auch zu mir, aber ich lasse mich darin fallen, etwas was ich als 'normale' Person selten tu.
Deshalb möchte ich lieber mit einem Pseudonym veröffentlichen, um beides zu trennen. Es ist für mich wichtig, klare Grenzen zwischen beiden Dingen zu ziehen.
Ich schließe dabei im Augenblick aber auch nicht aus, dass ich vllt. auch einmal (in 100 Jahren oder so) unter meinem realen Namen veröffentlichen würde. Aber es gibt da eben diese bekannte deutsche Schauspielerin die den gleichen Namen wie ich trägt und ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken, das ist irgendwie nicht meine Art.

Ich bin bisher noch keinem Menschen begegnet, der seinen eigenen bürgerlichen Namen supi-dupi-obertoll fand. Liegt aber vll. auch daran, dass der eigene Name so selbstverständlich ist wie die allmorgendlichen Schauergestalten im Spiegel. Da vergisst man schnell wie persönlich so ein Name doch ist.
*lach* ... Das kann ich nur unterstreichen. Klar, man identifiziert sich mit seinem Namen und merkt am Ende gar nicht mehr, wie persönlich er doch ist. Deshalb ist die Verwendung eines Pseudonyms für mich so faszinierend.

LG
Alessa
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 24. März 2012, 10:28:25
Das mit dem eigenen Namen kann ich unterschreiben! Ich hab ja gerade eine Namensänderung meines Gewerbes hinter mir (Firma klingt so hochtrabend und passt nicht recht), und mein Logo-Designer rief mich irgendwann an und sagte: "Wissen Sie eigentlich, wie toll ihr Name ist? Damit müssen wir arbeiten!" - Ich war erst gar nicht begeistert, schließlich hab ich den Namen schon mein ganzes Leben lang und finde ihn zwar nicht doof, aber eben auch nicht so besonders.
Inzwischen gefällt mir mein Name als Teil meines Firmennamens aber sehr gut! :)

Wenn ich irgendwann veröffentliche, möchte ich das unter meinem Namen machen, auch wenn es dann natürlich sowohl Kosmetik als auch Romane mit meinem Namen gibt, aber hey, kommt beides von mir, darf beides meinen Namen tragen! Sollte ich irgendwann in die Hardcore-Prono-Ecke abdriften, wird das dann aber doch lieber unter einem Pseudonym veröffentlicht. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 24. März 2012, 12:31:24
Zitat
Aber es gibt da eben diese bekannte deutsche Schauspielerin die den gleichen Namen wie ich trägt und ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken, das ist irgendwie nicht meine Art.

Das Schöne ist ja: Wenn es dein eigener Name ist, kann dir keiner was. Die Schauspielerin hätte vll. das Nachsehen, wenn es nicht ihr echter ist. (Ändern würde sie ihn nicht, aber klagen wäre unnütz, denke ich.)
Aber natürlich möchte man nicht mit jemanden in Verbindung gebracht werden, der man nicht ist. Ich stell mir gerade eine Rosamunde-Pilcher-Schauspielerin vor, so C/D-Promie, und Autor gleichen Namens schreibt aber politische Satiren ... Passt ned. ;D

Hast du denn schon mal geschaut, was alles an Pseudonymen für dich in Frage kommt? Ich muss ja gestehen, dass ich, wenn ich nix zu tun habe, immer mal im Kopf verschiedene Name durchgehe oder mir aus verschiedenen persönlichen Dingen welche zusammenbastel ... Aber gefunden habe ich bisher immer noch nichts. Bzw. taugt Juni Kaefer nur für Kinderbücher und die schreibe ich nicht. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 24. März 2012, 12:40:54

Ich schließe dabei im Augenblick aber auch nicht aus, dass ich vllt. auch einmal (in 100 Jahren oder so) unter meinem realen Namen veröffentlichen würde. Aber es gibt da eben diese bekannte deutsche Schauspielerin die den gleichen Namen wie ich trägt und ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken, das ist irgendwie nicht meine Art.

Für Leser kann das recht irritierend sein, das muss ich schon sagen. Zum Beispiel gibt es eine Autorin namens Heather Graham und ich dachte, das wäre die gleichnamige Schauspielerin, aber es ist wohl eine andere Person.

Aber wenn es ein recht geläufiger Name ist, bei dem man sich leicht vorstellen kann, dass es mehrere Personen dieses Namens gibt, sehe ich das nicht so als Problem an und generell würde ich das nicht als ein ausschlaggebendes Argument sehen. Also wenn du meinst, dass du eine Trennung vornehmen willst zwischen deinem bürgerlichen und deinem "kreativen" Namen -  das würde ich an deiner Stelle mehr ins Gewicht nehmen, wenn dir diese Trennung wirklich viel bedeutet.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 22. Juni 2012, 01:08:18
Ich hab auch ein Pseudonym für meine Antho-Sachen gewählt, da unter den wissenschaftlichen Mitarbeitern zumindest meiner Uni das schon ziemlich übel war. Ein fertiger Kollege hat einen Roman veröffentlicht, der auch direkt mit seinem Fachbereich zu tun hat - kann man ja eigentlich nicht meckern, oder?
Holla die Waldfee. Die Reaktionen, die man so (außerhalb seiner Anwesenheit) mitbekam, haben mich dann dazu bewegt, mir für Fantasy ein Pseudonym auszusuchen.
Das vorher genannte Argument mit dem Verstecken (ja, ich hab von Seite 1 an alles gelesen  ;D) kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Ich benutze es in Autorenkreisen als "Namen" (außer ich darf mal einen Vertrag unterzeichnen oder es wird ausdrücklich vorher nach einem Klarnamen gefragt). Ich schreibe grundsätzlich alle Emails diesbezüglich unter meinem Autorenpseudonym, das ist praktisch meine literarische Identität. D.h. wenn sich jemand wegen was auch immer denkt "Boah die ... ist aber ne ganz doofe Schnepfe" weiß der auch genau bzw. kann ganz schnell herausfinden, was ich so Kleines schon mit dem Namen veröffentlicht damit gemacht habe. Meinen Realnamen zu benutzen für Emails etc käme mir in diesem Kontext wie ein Verstecken vor, damit man als Autor/Kleinverlag/Blogger ja nicht erfährt, was für Dinge ich gemacht habe.
Irgendwie ist mein Autorenpseudonym meine literarische Identität. Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, mich damit zu verstecken, da die Leute deren Meinung zählt (andere Autoren, Kleinverlage, Blogger) mich eben unter Pseudonym kennen.

____

Eigentlich wollte ich mein Pseudonym sowohl für Fantasy als auch Historisch bebehalten. Ich finde ohnehin, dass die beiden Genres einiges gemeinsam haben, auch von der Arbeitsweise. Solange keiner protestiert (bei Kleinverlagen unwahrscheinlich) benutze ich für beides denselben Namen.

Sollte ich jemals soweit kommen, dass ich einen Fantasyroman veröffentliche (ich halte meine Ideen nicht für markttauglich, andererseits hab ich ja keine richtige Ahnung und probiere es mal) und sollte es dann nochmal so weit kommen, dass ich was Historisches veröffentlichen darf - würde ich EIGENTLICH gerne für beides denselben Namen nehmen.
Habe allerdings schon festgestellt, dass das vermutlich nicht geht.

Naja, solange ich weder Schritt 2 noch Schritt 3 geschafft habe, mache ich mir darüber wenig Gedanken, außer ich stolpere über eine Diskussion wie diese hier  :)

___

Einige meiner Autorenfreunde haben übrigens kürzlich gesagt, sollten sie mal was längeres in einem größeren Verlag veröffentlichen dürfen, würden sie extra den Realnamen / ein anderes Pseudonym nehmen, um das abzutrennen.
Das sehe ich ganz anders. Wenn ich es schaffe, mich da "hoch zu arbeiten", darf man das auch gerne sehen.

Und dann wollte ich hierzu nochwas sagen:
Die Vita eines Autoren ist aber nicht immer unbedingt korrekt. Bei einigen Pseudonymen, wo ich wusste, welcher "echte" Autor sich dahinter verbirgt, ist mir schon aufgefallen, dass sich die Vita nicht mit der "echten" deckt. Inwieweit das Praxis ist, weiß ich aber nicht.
Das würde ich jetzt nicht so sagen. Ich denke vielmehr eher, dass es bei diesen "falschen" Vitas um eine selektive und unvollständige Darstellung geht.
Schreibt beispielsweise ein Verlag "Frau/Herr sowieso studierte Dingswissenschaften und lebt heute in Sowiesostadt", dann entsteht natürlich der Eindruck, der Autor habe a) einen Abschluß in dem Fach und b) arbeite in diesem Beruf. Wer also mal google anwirft oder auf dem Blog des Autors gestöbert hat und feststellt, dass der Autor tatsächlich etwas ganz anderes arbeitet, denkt sich: "Na super. Falsche Vita".
Dabei kann es doch tatsächlich sein, dass der Autor x Jahre dieses Fach studiert hat und da einiges an Fachwissen mitgenommen hat, dann jedoch vor dem Abschluß umgesattelt hat. So gesehen ist die Vita ja nicht falsch, sie legt dem Leser nur irreführende Schlüsse nahe.


Aber ich glaube, ich bin bei Autorenviten sowieso sehr sensibilisiert, da mir dort oft diese "falsche Suggestion" auffiel (betrifft Sachbücher).
Ich würde deswegen bei "falschen Viten" von Romanautoren auch nicht an bewusste Falschinformation, sondern zweideutig dargebrachte Teilinformation denken.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 22. Juni 2012, 01:12:13
Jedenfalls mal zu meinen Resultaten von heute:
Den Künstlernamen im Perso kann man nur eintragen lassen, wenn man einen Bescheid vom "Deutschen Patent- und Markenamt" vorliegen hat. Hier ist die Homepage (http://www.dpma.de/) dazu.
Ohne den entsprechenden Bescheid trägt das Einwohnermeldeamt keinen Künstlernamen ein. Die Sachbearbeiterin, mit der ich gesprochen habe, meinte, sie hätte solch einen Fall noch nie gehabt, weil das wohl sehr teuer sei. Künstlernamen an sich nutzen auch eher Bands etc. als Autoren.

Ich weiß, der Beitrag ist schon ein paar Monate alt ... :versteck: Aber: Ist das wirklich bundesweit so?

Ich habe gerade einen entsprechenden Antrag bei meinem zuständigen Bürgeramt laufen, und auf deren Homepage heißt es, dass ein formloser Antrag und entsprechende Nachweise für die Prüfung ausreichen, also kein Wort vom Patentbescheid. Wie sie darüber entscheiden, ist natürlich eine andere Sache. Langsam würde ich mich auch mal über einen Bescheid freuen, aber die Mühlen der Bürokratie sind ja bekanntlich recht langsam, und mein Bürgeramt ist da nicht eben für fehlende Arbeitsauslastung bekannt.  :-\
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Bianca Jones am 22. Juni 2012, 12:28:39
Hallo zusammen,

ja, ich frag mich das auch immer: Will ich lieber unter einem Pseudonym veröffentlichen? Auf der einen Seite finde ich es auch einen ganz berauschenden (und wie ihr schon schriebt: auch beängstigenden Gedanken) mal seinen "Realnamen" auf einem Cover zu sehen... Aber dann denke ich auch wieder, wenn dann alle meine Kollegen (die wirklich gar nix mit Schreiben am Hut haben) das wüssten, mhm, dann habe ich auch wieder den Impuls mich schützen zu müssen. Und nicht so als Freak dazustehen...

Aber ich weiß auch gar nicht, wie die Verlage das so am Liebsten haben - es kommt sicher auch immer darauf an, wie erfolgreich man ist. Stephen King hat ja am Ende seinen Richard Bachman dann auch an "Pseudokrebs" sterben lassen  ;) ...

Grüßle,
Bianca
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Cairiel am 09. August 2012, 15:18:38
Ich bin so frei und frage ganz frech hier herein. Diese Formulierung auf der Seite des Deutschen Patent- und Markenamtes ist mir neu und hat mich irritiert:
Zitat
Während der urheberrechtliche Schutz allgemein 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers endet, erlischt das Urheberrecht bei anonym oder unter Pseudonym veröffentlichten Werken bereits 70 Jahre nach der Veröffentlichung.
(Quelle (http://www.dpma.de/amt/aufgaben/urheberrecht/registeranonymerundpseudonymerwerke/index.html))

Trifft das auf Literatur-Autoren bzw. ihre unter pseudonym veröffentlichten Werke auch zu? Ich hoffe, ich habe irgendetwas falsch verstanden oder übersehen ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 09. August 2012, 15:26:08
@ Cairiel:

Das greift dann, wenn der reale Name des Künstlers bzw. seine Identität (und somit auch sein Todesdatum) nicht zu ermitteln ist. Das ist damit gemeint. Nachzulesen hier: Link (http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__66.html).

Edit: Das steht so aber auch in deiner Quelle: "Wird der wahre Name [...]"
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Cairiel am 09. August 2012, 15:32:50
Vielen lieben Dank, Aphelion!  :vibes: Mir fällt ein dreiviertelter Berg vom Herzen. Ich dachte mir schon, dass ich etwas überlesen habe, nachdem alle so locker mit dem Thema Pseudonym umgehen und keinen Gedanken ans Urheberrecht verschwenden.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 12. August 2012, 15:44:24
Es wurde hier schon mal kurz angeschnitten, aber ich würde gerne nochmal diese Sache vonwegen "Geschlechtsumwandlung" beim Pseudonym rauskramen,

Für einen Roman, in dem ich aus der Ich-Perspektive eines Mannes schreibe, der rückblickend aus seinem Leben erzählt, habe ich zwischenzeitlich mal (nicht sehr ernsthaft) überlegt, dessen Namen als Pseudonym zu wählen - also dass es dann so aussehen würde, als sei er der Autor. Ich glaub, in den Vampirchroniken hat Anne Rice das auch gemacht, allerdings hat sie ihren Namen da als Pseudonym von Lestat ausgegeben oder sowas.
Naja, ich fand die Idee ansprechend  ;), habe mich aber erstmal schnell dagegen entschieden.

Trotzdem bleibt aus ganz anderen Gründen die Idee, wenn Pseudonym, warum dann nicht auch ein männliches? Inzwischen habe ich den Eindruck, dass Frauen von Verlagsseite in der Fantasy recht festgelegt werden auf bestimmte Genres - Romantasy, jugendkompatible Fantasy (All Age), höchstens mal High Fantasy. Wenn eine Frau nun z.B. einen nicht-romantasylastigen Vampirroman veröffentlicht, könnte das vielleicht schon mal für Vorurteile sorgen, die nicht oder weniger auftreten, wenn es scheint, als hätte ein Mann den Roman geschrieben.

Deshalb mal so als rein hypothetische Frage - würdet ihr in so einem Fall darüber nachdenken, ein männliches Pseudonym zu wählen (bzw. würden die männlichen Zirkler für ihren romantischen Vampirthriller ein weibliches wählen ;) )? Sollte man sich solchen Klischees beugen? Um ein Extrembeispiel zu nennen - hätte Wolfgang Hohlbein seine Barbie-Bücher nicht unter weiblichem Pseudonym veröffentlicht, es wäre schon ein Image-Bruch für Barbie gewesen. Andererseits - wären nicht gerade solche Brüche auch mal wünschenswert?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 12. August 2012, 17:10:16
Gute Frage.

Eine Freundin von mir benutzt ein männliches Pseudonym, aber auch ein weibliches. Ihr ging es dabei vor allem darum, beides sehr deutlich voneinander abzugrenzen. Natürlich hätte sie auch zwei weibliche (oder zwei männliche) Pseudonyme verwenden können; aber für sie war es konsequenter, zumal sie das männliche Pseudonym ausschließlich im Selbstverlag verwendet.

Der "Anschein von Kompetenz" hat dabei auch eine Rolle gespielt, so weit ich sie verstanden habe. Man kann argumentieren, dass Klischees sich eben ändern sollten; wenn du aber auf die Wirkung des ersten Eindrucks angewiesen bist, dann bedeutet eine solche Haltung eben auch, dass man nicht alle (legalen und moralisch vertretbaren ;)) Strategien nutzt. Das ist eine zwiespältige Angelenheit, dient aber letztlich *auch* dem Zweck, die richtige Zielgruppe zu finden und anzusprechen.

Ich weiß nicht, ob Markus Heitz so erfolgreich wäre, wenn er eine Frau wäre. Ich behaupte: nein, wäre er nicht. Wenn Frauen so etwas schreiben, dann finden es immer noch sehr viele Menschen "abartig" und "widernatürlich". Bzw. sie denken sich, wenn sie einen weiblichen Namen auf dem Cover sehen: Das ist nicht, was versprochen wird, sondern *natürlich* eine Schnulze, die nur zum Beispiel in ein Fantasy-Setting gepackt worden ist. (Seien wir mal realistisch: Ja, wir haben alle entsprechende Erwartungen, wenn wir einen geschlechtsspezifischen Namen in Kombination mit einem Cover und einem Genre und einem Buchumfang sehen. Davon kann sich niemand frei sprechen, auch wenn wir es gerne anders hätten und auch, wenn noch so viele Menschen behaupten, es sei anders. Aber auch das ist Bestandteil solcher Phänomene...)

Deshalb kann ich besagte Freundin auch gut verstehen und ich finde ihr Vorgehen richtig. Zudem ist es bei ihr so, dass für sie ein Autorenname mehr ist, als ein Etikett - wie es bei vielen Musikern der Fall ist, die nicht nur sich selbst als Person darstellen, sondern teilweise auch eine Kunstfigur schaffen, in deren Rolle sie schlüpfen. Das hat nichts mit Lügen zu tun - es ist ein Bestandteil der Kunst und wiederum Ausdruck eines Individuums.

Ich bin nicht der Meinung, dass man es so machen *muss*; aber ich finde die Art und Weise, wie das meine Freundin macht, sehr reizvoll. Sie schafft ein Gesamtpaket - und das hat einfach Stil und ist in sich vollkommen konsequent, gleichzeitig aber auch sehr authentisch. Sie verstellt sich nicht, sie lügt nicht - sie behauptet noch nicht einmal, ihr (männliches) Pseudonym sei ihr echter Name oder sie sei biologisch männlich. Das ist nur eine Suggestion und wenn man so will der Ausdruck bestimmter Persönlichkeitsfacetten, die nun einmal zu ihr gehören und 100%ig echt sind.

Für mich selbst kann ich mir auch sehr gut ein geschlechtsneutrales Pseudonym vorstellen. Da darf dann jeder das hineininterpretieren, was ihm grade in den Sinn kommt. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 12. August 2012, 17:41:42
Sachen, die ich schreibe, sind auch frauenuntypisch, trotzdem würde ich niemals auf die Idee kommen, ein männliches Pseudonym zu nehmen. (Natürlich sieht das anders aus, wenn eine Agentur oder ein Verlag das vorschlagen sollte).


Bei Vampiren ist das natürlich etwas anders als bei "Kriegs-Fantasy".
Was ich für eine gute Lösung für Dich halten wuerde: Initialen. Ich hab bei P. N. Elrod zuerst gedacht, sie wäre ein Mann. Ein etwas gemeiner Gedanke, aber ich hab ihre Bücher während des Twilight-Hypes entdeckt, also evt verständlich :)



EDIT 27.08.2012:
Rechtschreibung
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 12. August 2012, 17:55:26
Man kann argumentieren, dass Klischees sich eben ändern sollten; wenn du aber auf die Wirkung des ersten Eindrucks angewiesen bist, dann bedeutet eine solche Haltung eben auch, dass man nicht alle (legalen und moralisch vertretbaren ;)) Strategien nutzt. Das ist eine zwiespältige Angelenheit, dient aber letztlich *auch* dem Zweck, die richtige Zielgruppe zu finden und anzusprechen.

Genau das ist für mich der Zwiespalt an der Sache. Wie viel Idealismus kann man sich als unbekannter (Debüt-)Autor leisten?
Allerdings muss man auch bedenken, wenn man die männliche Pseudonym-Identität aufrecht erhalten will, bekommt man schnell ein Problem, was Lesungen angeht  ;D

An Markus Heitz musste ich auch denken, vor allem an die Judaskinder-Trilogie. Vielleicht hätte man sie unter anderen Gesichtspunkten gesehen, wenn eine Frau sie geschrieben hätte; zum Beispiel sind da diese komisch verwurschtelten Liebesgeschichten in Band 1 und Band 2, die Heitz gerade von der männlichen Leserschaft leicht hätten übler genommen werden können, wenn er eine Frau wäre.

@Fianna und Aphelion
Mit Initialen und geschlechtsneutralen Vornamen zu arbeiten, ist eine Idee. Dann muss man noch die Biographie anpassen, aber meist ist es ja ohnehin erstmal der Name der zählt - die Biographie gucke zumindest ich mir nicht als erstes an.

[
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 12. August 2012, 18:07:08
Also, meine Sachen sind i.d.R. mit vollkommen untergeordneten oder fehlendem Liebesplot.
Und ich sehe nicht ein, ein männliches Pseudonym zu wählen, falls ich das mit den "falschen" Themen kombiniere. Die üblichen Romantasy-Paranormal-Romance-Zutaten (gibts da eigentlich nen Unterschied oder sind die Begriffe austauschbar?) kommen bei mir nicht vor, also sehe ich nicht ein, dass ich als Frau sowas nicht schreiben darf.
Die meisten Leser lesen ja Rezensionen (Amazon) oder fragen den Buchhändler. Das kombiniert mit dem Erwähnen bzw. Fehlen bestimmter Dinge im Klappentext sollte entsprechende Vorurteile aus dem Weg räumen.



EDIT 27.08.2012:
Rechtschreibung
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 12. August 2012, 18:23:49
Die ueblichen Romantasy-ParanormalRomance-Zutaten (gibts da eigentlich nen Unterschied oder sind die Begriffe austauschbar?) kommen bei mir nicht vor, also sehe ich nicht ein, dass ich als Frau sowas nicht schreiben darf.

Von nicht schreiben dürfen kann keine Rede sein, das wäre ja noch schöner. Ich denke auch nicht, dass ich bei einem Debüt wirklich auf ein männliches Pseudonym zurückgreifen würde, allein schon, weil ich dann Probleme hätte, dieses Buch wirklich mit mir zu verbinden. Aber es wäre denke ich ein interessantes Experiment, vielleicht auch mal zu sehen, ob die Bücher anders ankommen, wenn man sie schon unter Pseudonym bei einem Verlag anbietet... aber das geht über die eigentliche Pseudonyms-Diskussion hinaus.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 12. August 2012, 18:39:09
Zitat
Aber es wäre denke ich ein interessantes Experiment, vielleicht auch mal zu sehen, ob die Bücher anders ankommen, wenn man sie schon unter Pseudonym bei einem Verlag anbietet...

Nur unter Pseudonym, ohne die Nennung des eigenen Realnamens und sogar noch Adresse, wäre wohl ... unklug. Zumindest im Geschäftsleben. Und ich denke auch, dass Verlagen das Geschlecht der Autoren egal sein sollte (und ist).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 12. August 2012, 18:41:59
Fianna: Natürlich darfst du sowas schreiben, darum geht es ja gar nicht. Das Problem ist eher, dass viele Männer tatsächlich ein Buch mit einem weiblichen Namen drauf nicht einmal aus dem Regal nehmen, weil sie sofort etwas darunter erwarten: Meistens Liebesgeschichten und Kitsch. Nehmen wir mal von Markus Heitz "Judassohn". Steht ein Männername drauf, wird gleich Action und so erwartet. Stünde auf dem Buch aber Lisa Müller, bei gleichem Inhalt, würde es wohl von vielen gar nicht angeguckt werden. Ist traurig, aber kein Geheimnis. Und selbst, wenn sie es sich ansehen, würden bestimmte Handlungsteile ganz anders beurteilt werden. Von einem Mann wird eine starke Vampirin bestimmt hingenommen, schreibt eine Frau eine solche Figur ist es natürlich gleich eine Emanze.

Ich kann daher gut verstehen, wenn Frauen männliche Pseudonyme, oder welche, bei denen es nicht klar ist, wählen, um die Chance zu haben, auch Männer damit anzusprechen. Für mich käme es aus dem einfachen Grund nicht in Frage, dass ich tatsächlich "Frauenbücher" schreibe oder was eben unter diesem Label verkauft wird. Aber ich kann verstehen, wenn Frauen das machen. Da darf man wohl auch keine Emanzipationsgedanken vorschieben und sagen, man hätte gern den eigenen, weiblichen Namen auf dem Cover stehen, weil man damit eh nichts erreicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 12. August 2012, 18:51:27
Vielleicht sehe ich das undramatischer: fantasylesende Männer, die ich kenne, lesen eigentlich alle irgendwann mal Rezensionen (ich glaube, seit es Amazon gibt, macht das jeder) reden mit Leuten o.Ä. Vielleicht gehörten die also nicht zu denen, die sofort im ersten Monat in der Buchhandlung auf der Matte stehen oder nehmen es beim Stöbern mit - aber so geht mir das bei Vampirbuechern. Trotzdem habe ich fuer "Ich mag keine Vampirbücher (*denkt an die Buchhandel-Auslage bei diesem Satz)" ganz schön viele zu Hause.
Ich denke, frueher oder spaeter erreucht ein Buch seibe Leser.

Das hat ja sogar bei den Schwerttänzern geklappt - und da hat Heyne ein himmelblaues und ein quietschpinkes Cover *würg*



EDIT 27.08.2012:
Rechtschreibung
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Erdbeere am 12. August 2012, 19:03:11
Zu dem Thema kommt mir Nora Roberts in den Sinn, die ihre "In Death"-Reihe unter dem Pseudonym J. D. Robb veröffentlicht hat. Die Initialen lassen keinen Schluss auf die Person und deren Geschlecht hinter dem Buch. Natürlich steht mittlerweile auf jedem der Bücher, dass es sich bei J. D. Robb um Schnulzen-Schreiberin Roberts handelt, aber um die Serie ungekünstelt zu etablieren, finde ich das Pseudonym gut gewählt.


Aktuell stelle ich mir die Frage nach einem Pseudonym auch wieder. Diese Woche wurde meine erste KG veröffentlicht - unter meinem richtigen Namen. Natürlich bin ich stolz wie Brot, dass da mein Name steht, aber aus meinem Familien- und Bekanntenkreis wissen nur wenige, dass und vor allem was ich schreibe. Vor den Fragen und schiefen Blicken habe ich etwas Bammel, obwohl ich voll und ganz dazu stehe, dass ich Fantasy schreibe.
Auf einer Seite möchte ich als ich selbst schreiben und veröffentlichen, nicht einmal unter dem Namen und einmal unter einem anderen. Andererseits wird man als Fantasy schreibende Frau schnell stigmatisiert, die meisten denken, man schreibe Vampir-Liebesschnulzen mit Elfengeglitzer. ::) Ich musste bestimmt schon ein halbes Dutzend Mal erklären, was genau ich schreibe.

Zum Glück habe ich Freunde, die es unglaublich cool finden, dass ich eine KG veröffentlichen konnte. ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alana am 12. August 2012, 19:16:34
Ich habe eigentlich gar keinen Drang, meinen echten Namen irgendwo drauf zu sehen, obwohl das sicher auch was hat. Und vielleicht wäre das auch anders, wenn er klangvoller wäre. Keine Ahnung.
Es ist völlig klar, dass in manchen Genres das Autorengeschlecht ein Hinderniss sein kann. Bevor ich selbst mit dem Schreiben angefangen habe, hätte ich zum Beispiel einen historischen Liebesroman von einem Mann durchaus kritisch beäugt. Weswegen die wenigen Männer, die das Genre bedienen, auch unter weiblichem Pseudonym veröffentlichen. Gerade bei Liebesromanen finde ich das ganz extrem. Wenn der Name der Autorin irgendwie "hart" und unmelodisch klingt, schreckt mich das ab, ohne dass ich sagen könnte, warum. Natürlich würde ich am Ende sowohl einem Mann als auch einer Frau mit ungünstigem Namen eine Chance geben, aber früher hätte ich das wohl nicht gemacht, das gebe ich zu.
Dabei ist das gar keine bewusste Entscheidung und das ist wohl auch das Vertrackte daran. Das soll aber nicht heißen, dass ich dafür bin, sein Geschlecht zu verstecken. Wenn weniger Leute das tun, fördert das hoffentlich die Akzeptanz. Aber natürlich muss man sich überlegen, ob man dafür den Erfolg des eigenen Buches riskieren will.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 12. August 2012, 19:43:48
@Erdbeere
Schief angeguckt? Dann schreib mal überwiegend negative Enden etc.

Lustig war auch das Gespräch mit meiner Schwester, dass ihr das Buch (Historische KG-Sammlung) bisher gut gefällt. Fianna ist erstaunt: "Fandest Du das nicht eklig oder komisch... Also mich?" - Schwester (erstaunt): "Nein." - Fianna: "Auch nicht die Stelle, wo sich die Axt im Halswirbel verhakt?!" Schwester:"?!?!?!?!"

Ist der Ruf erst ruiniert... :D

Ich schaue nur auf den Autorennamen, um zu sehen ob ich ihn kenne und nicht mag. Das Geschlecht ist mir egal.



EDIT 27.08.2012:
Rechtschreibung
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 12. August 2012, 20:58:34
Nur unter Pseudonym, ohne die Nennung des eigenen Realnamens und sogar noch Adresse, wäre wohl ... unklug. Zumindest im Geschäftsleben. Und ich denke auch, dass Verlagen das Geschlecht der Autoren egal sein sollte (und ist).

Natürlich, ich meinte das jetzt auch wirklich nur, wenn man das Experiment und keine tatsächliche Veröffentlichung im Sinne hätte.

Dass den Verlagen das Geschlecht immer egal ist, davon würde ich nicht zwangsläufig ausgehen. Beim Heyne-Schreibwettbewerb wurde z.B. den Juroren ja nicht verraten, welches Alter und Geschlecht der Verfasser des jeweils vorliegenden Texts hat und ich denke, das hatte schon seinen Grund... Die Verlage wissen ja auch um die Erwartungshaltung, die mit Geschlechtern und Subgenres einhergeht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 12. August 2012, 21:11:35
Ich weiß nicht. Es gibt Verlage, die wollen ihre Einsendungen anonymisiert, anderen ist es egal. Aber vor allem war es ein Wettbewerb. Bei einer normalen Manuskripteinsendungen ist das Anonymisieren zu viel Aufwand und ich denke, dass da mehr der Pitch zieht als der Autorenname. Auch weil der Verlag dem Autor ein Pseudonym vorschlagen kann. Also, wenn der Rest gut ist, dürfte der Name das kleinste Übel sein. (Hoffe ich.) Aber mittlerweile läufts ja vermehrt über Agenturen und da wär der Verlag ja doof, wenn er zu einer Agentur, von der er bisher recht viele gute Autoren/Stoffe bekommen hat, sagt: "Nee, sry, nehmen wa nich'; mit dem Namen können wa keenen Blumenpott jewinnen."

Und, ganz ehrlich, ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich von Menschen gelesen werden will, die mich wegen meines Geschlechts ablehnen. ::)
Aber hängt wohl auch viel vom (Unter-)Genre ab. Bisher habe ich in nichts geschrieben, was mir als "Männerdomäne" vorgekommen wäre.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 03. September 2012, 17:45:43
An diese Diskussion musste ich vorhin denken. Ich hab eine Autorenseite gegoogelt (sowas mache ich ja gerne) und die Autorin schrieb, sie habe unter anderem Namen einen Krimi veröffentlicht.

Unter Männernamen. Vermutlich nur weil der Detektiv schwul ist :( aber das scheint ja gängig zu sein, ich "kenne" vom Lesen eine Autorin, die dafür 2 Initialen statt Vorname benutzt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alana am 03. September 2012, 17:56:45
Dass es etwas mit der sexuellen Orientierung zu tun hat, glaube ich eher nicht. Gerade Geschichten um homosexuelle Protagonisten werden sehr, sehr häufig von Frauen geschrieben und auch von Frauen gelesen. Ich würde eher vermuten, dass der Krimi mehr für Männer gedacht war. Aber gerade im Krimi-Bereich kann ich so etwas nicht nachvollziehen, da gibt es doch gleichermaßen erfolgreiche Männer und Frauen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 03. September 2012, 18:00:32
Also, der andere Autor ist eher an Frauen adressiert - schreibt aber unter geschlechtsneutralem Pseudonym. Ich glaube, sie hats in einem Autorenforum auch so begründet - das müsste ich aber suchen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alana am 03. September 2012, 18:02:01
Ah, interessant. Ich würde das in dem Genre für unnötig halten, andererseits bin ich auch kein Krimi-Leser.
Das mit den Intialen ist natürlich ein Klassiker. Nutzt nur nichts, wenn man z.B.: einen provinziellen Nachnamen hat, der sich auf Romantasy einfach nicht gut macht. ;D Aber Krimis, das ginge vielleicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manu am 03. September 2012, 19:14:46
Nutzt nur nichts, wenn man z.B.: einen provinziellen Nachnamen hat, der sich auf Romantasy einfach nicht gut macht.

Obermeier zum Beispiel *Pesti deutet auf sich selbst*  ;D
Der Name engt die Genres in meinen Augen ziemlich ein, die sich für den "Klarnamen" eignen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 03. September 2012, 22:07:05
Die Dame, die ich ergoogelt habe, hat einen sehr genialen Namen für (Mittelalter-)Histo-Romane - und da er auch Impressum steht, ist der wohl echt!
Auf den bin ich etwas neidisch ^^
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 15. September 2012, 19:21:51
So, ich kann jetzt noch ein bisschen was zu der behördlichen Dimension des Künstlernamens sagen, zumindest dazu, wie das hier in Berlin geklappt hat. Ich habe ja einen Nachnamen, der aus dem Tschechischen kommt und darum eigentlich mit entsprechenden Sonderzeichen geschrieben werden muss, damit man ihn korrekt ausspricht. Seit einer Weile verwende ich ihn in dieser Schreibweise, vor allem eben für Veröffentlichungen.

Vor ein paar Monaten habe ich mich beim Bürgeramt informiert, wie ich die Eintragung in den Personalausweis beantragen kann, und das entsprechend gemacht: ein formloser Antrag, ein paar begründende Zeilen und diverse Nachweise, dass der Name mit meiner Person verbunden ist. Da war es natürlich gut, dass ich diverse Autorenverträge für Anthologiebeiträge und die anstehende Romanveröffentlichung beilegen konnte (auf meine Artikel bei Suite101 habe ich bei der Gelegenheit auch verwiesen).

Das Bürgeramt hat dann vor ein paar Wochen noch einmal nachgefragt, ob ich Dokumente wie Geburtsurkunden habe, wo der Name in der tschechischen Schreibweise eingetragen ist. Hab ich nicht (ich vermute mal, dass sie mir dann vielleicht eine kostspielige Namensänderung nahegelegt hätten). Ich habe geantwortet und jetzt gerade den Bescheid bekommen, dass mein Antrag durch ist. Wenn ich jetzt einen neuen Perso beantrage, kann ich mir den Künstlernamen eintragen lassen.

Ich hatte befürchtet, dass sie den Antrag ablehnen, weil es ja "nur" um eine alternative Schreibweise geht. Insgesamt war der ganze Vorgang wirklich ziemlich reibungslos, es hat halt ein paar Monate gedauert (ich hab den Antrag im April oder so gestellt), aber vom bürokratischen Aufwand her war es nicht schlimm. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alana am 28. Dezember 2012, 16:09:44
Ich wollte euch mal fragen, was ihr von fremdsprachigen Pseudonymen haltet. Ich überlege, mir ein englisches Pseudonym zuzulegen, bin mir aber nicht sicher, ob ich mich damit wohl fühle. Irgendwie hätte ich das Gefühl, die Leser damit hinters Licht zu führen. Wahrscheinlich ist das bescheuert, denn das tut man ja eigentlich mit jedem Pseudonym.
Wie seht ihr das? Was haltet ihr als Leser von einem Autor, der sich eine andere Nationalität anheftet als seine eigene?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 28. Dezember 2012, 16:18:50
Ich finde Pseudonyme am besten, die man in mehreren Sprachen gut aussprechen kann. Mir fällt jetzt natürlich kein Beispiel ein, aber für mich wäre es wichtig, dass man mein Pseudonym z.B. auch in englisch gut aussprechen kann, denn da meine Geschichten oft in Großbritannien spielen, liebäugele ich mit der Möglichkeit, dass sie irgendwann auch dort erscheinen könnten...

Oh, mir fällt gerade auf, dass ich bereits ein englisch klingendes Pseudonym verwendet habe für eine Kurzgeschichte. Wobei der Vorname tatsächlich ein realer Vorname von mir ist (Eileen, mein dritter Vorname). Von daher passte dazu einfach gut ein englischer Nachname.

Mich stört es also grundsätzlich nicht, wenn deutsche Autoren englische Pseudonyme verwenden. Aber es kommt schon vor, dass ich explizit nach deutschen Autoren suche, weil ich ein deutsches Buch im Original lesen möchte. Da wäre ein englisch klingendes Pseudonym natürlich irreführend und möglicherweise würde ich vermuten, dass dahinter also eine Übersetzung steckt.

Im Prinzip mag ich gerne klangvolle Pseudonyme, ob englisch oder deutsch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 28. Dezember 2012, 16:23:44
Also ich finde es etwas albern, wenn man sich ein englisches Pseudonym nimmt, oder ein italienisches, wenn man das nur macht, damit es toll klingt. Vor allem, wenn die Namen dann auch so etwas albern klingen. Andererseits gibt es schöne englische Namen und z.B. bei Romantasy oder Erotik scheinen englische Pseudonyme fast Standard zu sein.
Es kommt also auf das Genre an, würde ich sagen. Aber wenn der Leser sich für den Autor interessiert merkt er ja schnell, dass es eigentlich eine Deutsche ist, da das Buch ja keine Übersetzung ist. Wenn man dann auch noch eine Vita erfindet, finde ich das schon übertrieben und ich ärgere mich über sowas als Leser.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 28. Dezember 2012, 16:25:33
Alana: Ich finde das überhaupt nicht schlimm. Ich habe mich auch für ein tschechisches Pseudonym entschieden, zum einen um den Teil meiner Familie hervorzuheben und zum anderen, weil mein eigener richtiger Name mir nicht gut genug gefällt. Ich habe mal gelesen (vielleicht war es sogar hier?), dass ausländisch klingende, besonders englische, Namen eher gekauft werden. Was ich natürlich beachten würde: Wo spielen deine Bücher? Wenn sie alle in Deutschland spielen, würde ich mir das englische Pseudonym nochmal überlegen. Hast du aber internationale Orte dabei, kann ein englisches Pseudonym gleich in die richtige Richtung schubsen, was den Inhalt angeht und beim Leser die richtigen Erwartungen wecken. Von Jane Doe erwarte ich zum Beispiel, dass das Buch nicht auf einem Dorf in Bayern spielt und käme mir schon etwas hintergangen vor. Bei Martina Mustermann hingegen würde mich das nicht stören. Und bei Lisl Böhm müsste ich zweimal hinschauen, wenn das Buch in New York spielen sollte. Aber vielleicht ist das bloß mein Problem.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 28. Dezember 2012, 16:31:31
Ich habe bei Personal Novel als Alexandra Férrea veröffentlicht und könnte mir durchaus vorstellen, das Pseudonym noch mal anderweitig zu verwenden - tatsächlich ist Alexandra mein zweiter Vorname, und Férrea ist nichts anderes als die spanische Übersetzung meines realen Nachnamens. Es ist aber gleichzeitig auch gut auszusprechen und stimmig, weil meine Projekte ebenfalls meistens im spanischsprachigen Raum spielen. Sollte ich also mal in Verlegenheit kommen, mit Pseudonym zu arbeiten - generell veröffentliche ich lieber unter meinem echten Namen -, könnte ich mir dieses hier schon vorstellen.

Ansonsten ist das für mich so ein etwas zweischneidiges Schwert, das muss ich ehrlich sagen. Ein Pseudonym, das an einen fremdsprachigen Kontext erinnert (egal, ob Englisch oder eine andere Sprache), kann stimmig und nachvollziehbar sein, auch aus Marketinggründen - wenn man sich z.B. in einem Genre bewegt, in dem Autoren bestimmter Nationalitäten sich gut verkaufen. Ich denke da z.B. an skandinavische Krimis und meine, dass es da auch deutsche Autoren gibt, die unter nordisch angehauchtem Pseudonym veröffentlichen, leider habe ich kein Beispiel parat (und irre mich vielleicht auch). Gerade in solchen Fällen würde ich mich als Leser aber vielleicht auch ein wenig veräppelt fühlen, wenn hinter dem Pseudonym eine doch sehr offensichtliche Marketingstrategie steht. (So sehr ich mein spanisches Pseudonym mag, so unsicher bin ich mir eben andererseits auch, wie gut ich das als Leser finden würde.)

Letztlich geht es mir ein wenig wie moonjunkie: Pseudonyme, die sich in mehreren Sprachen aussprechen lassen, vielleicht auch in mehreren Sprachen Bedeutung offenbaren, gefalllen mir gut. Es gibt ja beim "Exotisieren" dann auch noch mal ziemlich viele Nuancen, denke ich.

[EDIT, OT] Kati, jetzt hast du mich mit meinem tschechischen Nachnamen neugierig gemacht, wie dein Pseudonym lautet!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christian am 28. Dezember 2012, 16:37:00
Aber vielleicht ist das bloß mein Problem.  ;)
Nein, das "Problem" teile ich mit dir. ;) Ich sehe es ziemlich ähnlich: Das "Gesamtkonzept" muss stimmen. Passt es zur Geschichte? Passt es zum (Sub)-genre? Und so weiter...  Bei der Wahl meiner eigenen Pseudonyme versuche ich das immer ein bisschen vorherzusehen. Was will ich und kann ich noch unter diesem Namen schreiben? Deswegen habe ich so viele. ;) Für mich persönlich letztlich entscheidend: Fühle ich mich damit wohl?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 28. Dezember 2012, 16:46:47
Malinche: Ich werde wohl meinen echten Vornamen mit "Čapek" kombinieren. Den Nachnamen meines tschechischen Urgroßvaters konnte ich nicht herausfinden, da den nur meine Oma kennt und die sich von der Familie völlig abgespalten hat. Čapek gefällt mir aber schon seit geraumer Zeit sehr gut, ich mag einfach, wie der Name aussieht. So hübsch. Und mit Katharina kombiniert, ist er glaube ich auch nicht zu ausgefallen oder zu "undeutsch".  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 28. Dezember 2012, 17:54:32
Kati: Das gefällt mir in der Tat sehr gut und hat Klang.  :vibes: Lass uns mit tschechischen Nachnamen den Buchmarkt revolutionieren!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 30. Dezember 2012, 21:43:23
@Kati
Das klingt mir ein bisschen zu sehr wie eine weibliche Form von Karel Čapek, wenn ich das sagen darf (eine meiner Lieblingsautoren!). Vielleicht ein anderer tschechischer Name? ES gibt ganz tolle, die man auch aussprechen kann.

Ich habe früher mal überlegt, den Familiennamen meinen Großvaters väterlicherseits als Pseudonym zu benutzen, er hieß Schembra, was ich für einen tollen Namen halte. Aber jetzt hat mein Vater seine Familie gefunden, und ich weiß nicht, wie seine Halbgeschwiister reagieren würden, wenn ich einfach ihren Namen benutze. Sie verstehen sich mit meinem Vater eigentlich ganz gut, auch wenn es natürlich nicht so toll ist, zu erfahren, dass der Vater die Mutter während des Kriegs mit einer anderen Frau betrogen hat, aber ich habe das Gefühl, kein Anrecht auf diesen Namen zu haben. Schade. "M. Schembra" sah einfach toll aus.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 01. Januar 2013, 22:00:40
Zitat
Das klingt mir ein bisschen zu sehr wie eine weibliche Form von Karel Čapek, wenn ich das sagen darf (eine meiner Lieblingsautoren!). Vielleicht ein anderer tschechischer Name? ES gibt ganz tolle, die man auch aussprechen kann.

Ach nein, das hatte ich befürchtet.  :-\ Am liebsten wäre mir natürlich der Name meines Urgroßvaters, aber den werde ich wohl nicht mehr herausfinden. Dann muss ich jetzt mal schauen. Mir gefiel auch immer Šarić sehr gut, aber der ist kroatisch und ich hätte viel lieber einen, der auch etwas mit meinen Wurzeln zu tun hat. Čapek ist eigentlich mein Liebster. Mit einem anderen Vornamen vielleicht, der nicht wie Karel mit Ka beginnt? Es ist schließlich bloß ein Nachname, der wie ich gerade rausgefunden habe, besonders in den USA, gar nicht so selten ist. Ich wollte gerade Anna vorschlagen, aber die Seite sagt mir, dass Anna der Name ist, der in Verbindung mit Čapek am meisten vorhanden ist.  ;D Wenn ich muss, hänge ich auch den Hatschek ab, obwohl es natürlich sehr schön aussieht.

Ein Problem wäre allerdings auch, dass die weibliche Form anscheinend eh Čapková ist, was ich nicht besonders hübsch finde. Ich kenne mich da nicht so aus, weiß jemand, ob es völlig falsch wäre, einfach bei der männlichen Version zu bleiben? Geht das?

Maja: Kannst du deine Verwandten nicht einfach fragen, ob sie das schlimm fänden? Schließlich war es ja auch dein Großvater, es ist ja nicht so, als würdest du den Namen völlig fremder Menschen nehmen. Bei so seltenen Namen ist es natürlich schwerer als bei Müller oder Schneider, aber ich denke, du könntest deine Verwandten doch fragen? Der Name ist nämlich wirklich sehr schön.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 01. Januar 2013, 22:04:27
Ein Problem wäre allerdings auch, dass die weibliche Form anscheinend eh Čapková ist, was ich nicht besonders hübsch finde. Ich kenne mich da nicht so aus, weiß jemand, ob es völlig falsch wäre, einfach bei der männlichen Version zu bleiben? Geht das?

Na ja, strenggenommen ist es natürlich nicht korrekt, aber ich mache das ja auch so und benenne mich nicht in Železná um, was eigentlich die richtige weibliche Form zu meinem Namen wäre. Von daher: Das passt schon.
(Aber bloß nicht den Hatschek weglassen! Der ist doch wichtig für die Aussprache. ;D)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ratzefatz am 07. Januar 2013, 23:47:14
Zitat
Ein Problem wäre allerdings auch, dass die weibliche Form anscheinend eh Čapková ist, was ich nicht besonders hübsch finde. Ich kenne mich da nicht so aus, weiß jemand, ob es völlig falsch wäre, einfach bei der männlichen Version zu bleiben? Geht das?

Ich schätze, es kommt darauf an, wo du wohnst. Viele Namen, die heute als typisch österreichisch gelten, sind tschechischen (Novotny, Kratky, Svoboda ...) oder ungarischen Ursprungs (Nemeth, Horvath ...), und in Österreich wendet man dann nicht die Namensregeln aus der ursprünglichen Sprache an, sondern es heißt "Herr Novotny" und "Frau Novotny". Ich schätze, in Deutschland genauso wenig (siehe auch Malinches Posting).

Wobei ich persönlich von einem Namen mit einem Hatschek darin abraten würde, allein schon für den Fall, dass du dir dazu eine E-Mail-Adresse zulegen möchtest. Ebenso würde ich Umlaute und Akzente meiden. Kaum jemand macht sich die Mühe, in der Korrespondenz all die Sonderzeichen einzufügen, und außerdem wissen meiner Erfahrung nach auch nicht so viele Leute, dass man zB ein "c" mit einem Hatschek als "tsch" ausspricht.

LG
Ratzefatz
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Mogylein am 07. Januar 2013, 23:56:14
Also meine Mutter sagte mir, dass ich, wenn ich ein Junge geworden wäre, nicht Sukopova sondern Sukopov gehießen hätte. (Den Nachnamen trage ich mittlerweile eh nicht mehr, also nicht so relevant.) Das klingt ganz furchtbar. Aber scheinbar wird in Deutschland doch (teilweise?) verändert.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ratzefatz am 08. Januar 2013, 00:02:11
Für Deutschland weiß ich es nicht.

Und für Österreich weiß ich nicht, ob es die Möglichkeit gäbe, die Namensregeln anzuwenden, wenn man will. Es ist aber bei uns eben so, dass viele "österreichische" Namen ursprünglich aus anderen Sprachen stammen und nicht jeder, der Novotny heißt, Tschechisch kann. Daher hätte ich mit "Herr Capek" und "Frau Capek" überhaupt kein Problem (aber wie gesagt, man sollte sich daran gewöhnen, den Namen auch in dieser Form - ohne die Sonderzeichen - zu sehen).

LG
Ratzefatz
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: der Rabe am 08. Januar 2013, 00:10:37
Ich glaube, in Deutschland wird inzwischen versucht, die Namensregeln des Herkunftslandes so weit wie möglich zu beachten. Also dass etwa Kinder aus bestimmten Ländern den Namen des Vaters übernehmen und die Mutter entsprechend anders heißt usw. Insofern könnte ich mir vorstellen, dass die tschechischen oder russischen Regeln, die in Deutschland ja nicht so unbekannt sein sollten, durchaus angewandt werden können. Oder dass man das auf dem Meldeamt so geltend machen kann.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 08. Januar 2013, 00:25:11
Hm, ich musste im Stadtarchiv mal die Daten russischer und polnischer Einwanderer kurz vor, während und nach des 2. Weltkrieges erfassen. Da wurden die Namensregeln weitestgehen beachtet. Ob das heute noch so ist - keine Ahnung.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 08. Januar 2013, 00:30:39
Katharina Čapková finde ich total schön! Ich bin mir aber recht sicher, dass in Deutschland beides möglich ist und ggf. danach entschieden wird, ob der Name schon länger in der männlichen Form unverändert vererbt wird, oder ob die Familie bisher im Herkunftsland gelebt hat und daher die unterschiedlichen Namensformen eher bevorzugt werden.

Ihr habt mich aber gerade auf eine gute Idee gebracht, ich suche ja auch hin und wieder mal nach einem Pseudonym, für den Fall, dass ich irgendwann mal eines brauche. Da ich nur einen Vornamen habe, dieser auf Hebräisch aber "Lilie" bedeutet, kann ich mir gut vorstellen, als "Lily" zu veröffentlichen. Muss ich nur mal schauen, was ich mit dem Nachnamen anstelle ...
Wenn ich meinen Nachnamen durch den Thesaurus jage, bleibt eigentlich nur "Nu(h)r" als sinnvolle Lösung, das ist mir aber zu besetzt durch Dieter Nuhr.
Wenn ich den Mädchennamen meiner Mutter leicht verändert nehme, könnte ich "Haupt" nehmen, oder ich nehme den Mädchennamen meiner Oma und schreibe als Lily Rabe. Das finde ich ziemlich hübsch!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alana am 08. Januar 2013, 13:38:49
Lily Rabe gefällt mir auch wirklich gut, Chaos!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Mogylein am 08. Januar 2013, 13:44:41
Ich finde, Lilly klingt sehr jung (Teenager) und als würdest du unbedingt amerikanisch/englisch wirken. Meiner Meinung nach keine so passende Wahl für einen ernstzunehmenden Autoren. :/
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 08. Januar 2013, 13:51:04
Lily Rabe gefällt mir gut. Und ich finde den Namen auch nicht "zu" jung. Jung, ja, aber nicht zu sehr. Obwohl mir Raabe (also mit Doppel-a) noch mehr gefallen würde, glaube ich.
Wenn ich übrigens meinen Nachnamen durch den Thesaurus jage werde ich gefragt, ob ich nicht zufällig Rosacea meinte ... Neee, meinte ich nicht.   ::)

Ich habe mich für Yalda Lewin als Pseudonym entschieden.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 08. Januar 2013, 13:53:22
Ich finde "Lily" ebenso wie "Lilith" etwas zu klischeehaft, der Name wird so in der Fantasyliteratur verwendet.
Falls du an dem Namen festhältst, würde ich dir zur Schreibweise "Lilly" raten; ich finde, es sieht schöner aus, wenn der Vorname fünf Buchstaben hat und der Nachname vier.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: zDatze am 08. Januar 2013, 15:29:51
Ohne hier jemandem sein Pseudonym madig machen zu wollen, aber bei Lilly Rabe muss ich sofort an die Autorin Lilith Saintcrow bzw. Lili St. Crow denken.

Yalda Lewin gefällt mir, macht neugierig woher die Dame kommt. :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 08. Januar 2013, 16:11:45
Zitat
Katharina Čapková finde ich total schön!

Ich fange auch an, den wirklich zu mögen und die Problematik mit dem von Maja erwähnten Autor ist dann auch nicht mehr gegeben. Gut, es sind Umlaute drin, aber ich finde, es sieht auch als Capkova noch sehr nett aus und auf einem Cover wird es doch wohl mit Umlauten stehen. Ich habe mich auf den Namen im Moment ziemlich festgefahren, ich will den.  ;D Aber der Verleger hat ja soweit ich weiß dann auch noch ein Stück mitzureden.

Aqua: Yalda Lewin finde ich großartig und es passt zu deinen Geschichten.  :jau:

Chaos: Ich muss mich leider einreihen, dass ich Lily Rabe nicht besonders gut finde. Nicht wegen Lily, ich liebe den Namen, sondern eher wegen dem Rabe. In der Fantasy wirkt der doch langsam echt gebraucht und oft, besonders bei düsterer Fantasy, auch ein wenig albern. Lily finde ich sehr schön (obwohl ich es nie Lilly schreiben würde. Wenn es deutscher wirken soll, fände ich Lili angebrachter), aber Rabe nicht. Lily Haupt hingegen fände ich toll, weil Lily dann durch das harte Haupt weniger weicht wirkt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 08. Januar 2013, 16:52:57
Freut mich, dass euch der Name gefällt. Es waren noch ein paar andere Ideen im Rennen, aber eher so unter "Ferner liefen" ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 08. Januar 2013, 20:30:00
Bei Yalda Lewin würde ich Geschichten erwarten, die in Moskau spielen bzw. Russland.
Aber nach einer kurzen Internetrcherche muss ich feststellen, dass ich da kulturell voll daneben gegriffen habe. :D Was mich aber auch dazu führt, dass ich etwas zweifle, ob ein  persischer und ein deutscher Name so zusammen passen. Aber letztlich ist es auch egal, wenn es sich für dich einfach richtig anfühlt. Yalda als Autorenname ist jedenfalls ungewöhnlich, was heißt, so gut wie unbesetzt und kann nicht verwechselt werden.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 09. Januar 2013, 10:33:59
Hm. Ich kenne Lilys (auch Lilli und Lilly), die halt einfach so heißen, also nicht Lilian/Lilith. Das bleibt logischerweise, auch wenn sie erwachsen sind.
Klingt tatsächlich recht jugendlich, aber das wäre eh dann mein Pseudonym für Jugendbücher, passt also. Raabe mit zwei a stimmt sogar, wenn ich den Mädchennamen meiner Oma nehme, da ist mir eines durchgerutscht. ;)
Alternativ könnte ich auch ihren echten Vornamen nehmen (ohne den Zweitnamen), den fand ich immer hübsch: Lissy. Wie klingt Lissy Raabe?

Amerikanisch finde ich den Namen (also Lily Rabe) nicht unbedingt, das wäre für mich eher ein Ausschlusskriterium, weil ich eben nicht in den Bereich "deutsche Autoren verkaufen sich nicht so gut und müssen daher unter amerikanischem Pseudonym veröffentlichen" fallen will.

Na, ich hab ja noch Zeit, bis ich mir ernsthafte Gedanken machen muss. ;)

Aqua, Yalda Lewin klingt - sicher absichtlich! - sehr jüdisch. Wenn das so soll und zu Deinen Texten passt (die ich nicht kenne), dann finde ich den Namen gut. Er hat einen schönen Klang, weich und melodisch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 09. Januar 2013, 11:22:14
Hm, Lissy klingt für mich jünger als Lily und mehr nach einem Pseudonym. Aber an sich auch nicht schlecht. Mit welcher Fassung fühlst du dich denn wohler?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 09. Januar 2013, 15:14:42
Ich würde auch Lilly Haupt bevorzugen. Wenn du Rabe nimmst, vielleicht eher einen normaleren Vornamen, damit es nicht so nach Pseudonym klingt. Lissy? Ehrlich gesagt denke ich da an Lassy und es klingt für mich auch eher nach einem Spitznamen.

Ich überlege schon seit Ewigkeiten, welchen Nachnamen ich nehmen könnte. Vorname nehme ich meinen echten: Charlotte.
Es gibt leider viele Autorinnen, die das als Pseudonym nehmen oder auch so heißen. Link, Stern oder Fries fallen daher schon mal aus.
Ich bin bisher bei Färber (oder Ferber) oder Ried. Wie findet ihr das? Ich will einen Namen, den mans ich gut merken kann und wo man nicht überlegen muss, wie man den schreibt am besten.


Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Chizuru am 09. Januar 2013, 15:22:17
Hm, also mir gefällt Charlotte Ried besser, als Färber (Ferber).
Auch vom Klang her klingt es flüssiger, finde ich.
Ich weiß auch nicht, meine Intuition findet Ried in Verbindung mit dem Vornamen jedenfalls gut  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 09. Januar 2013, 15:30:02
Ich finde "Charlotte Ried" auch sehr klangvoll. Muss dabei an "Oliver Reed" denken, aber ich glaube, davon solltest du dich nicht abhalten lassen.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ratzefatz am 09. Januar 2013, 17:19:36
Meine erste Assoziation zu "Lissy" (http://www.lissy.de/).

Wenn du also Pferdegeschichten schreibst ... :-)

LG
Ratzefatz
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Chizuru am 09. Januar 2013, 22:29:11
Hm, Oliver Reed kenne ich nun eher nicht  ???

Und ja, der Name Lisa erinnert ja des Öfteren schon an ein Pferd - wobei das keinesfalls negativ gegen irgendwelche Lisa's gerichtet sein soll  :-[
Aber Lissy heißt ja auch die Pferdezeitschrift(?), was nicht heißen muss, dass einen das abschrecken sollte. Immerhin kennt Lissy ja heutzutage nicht mehr jeder, denke ich. Ich glaube, die Hefte gibt es sogar nicht mehr, oder? Zumindest bei uns beim Kiosk im Kaufland nicht, weil's mir sonst wohl nochmal aufgefallen wäre.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: der Rabe am 10. Januar 2013, 00:12:27
(Oliver Reed (http://img82.imageshack.us/img82/1139/baadb98eb4f744cb830c148cf8367b.jpg) - alter Schauspieler, mir als erstes bekannt aus den alten Musketier-Verfilmungen, starb glaube ich, während der Dreharbeiten zu Gladiator.)

Ich wollte nur mal kurz anmerken, dass ich vor etwa zwei Jahren auch über ein Pseudonym nachgedacht hatte, und dabei (natürlich) den Raben als Nachnamen mit im Blick hatte. Da mir der aber zu "ausgelutscht" war, sowohl auf deutsch als auch auf englisch, hab ich ihn mir in verschiedenen Sprachen angesehen, und bin schließlich zu einem Vornamen gekommen, in dem der Rabe noch drinsteckt, ohne dass er zu viel auffällt. Bei FB kennt man mich nur so: An Brenach. :engel:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 10. Januar 2013, 11:01:38
danke für eure Meinungen. Ich bin mir trotz eurer Favorisierung noch nicht ganz sicher. Nun ja, irgendwann muss man sich entscheiden.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ratzefatz am 10. Januar 2013, 21:08:42
Zitat
Aber Lissy heißt ja auch die Pferdezeitschrift(?), was nicht heißen muss, dass einen das abschrecken sollte. Immerhin kennt Lissy ja heutzutage nicht mehr jeder, denke ich. Ich glaube, die Hefte gibt es sogar nicht mehr, oder? Zumindest bei uns beim Kiosk im Kaufland nicht, weil's mir sonst wohl nochmal aufgefallen wäre.
Komischerweise bin ich mir sicher, die Hefte nie gelesen zu haben, aber trotzdem war das meine erste Assoziation.

LG
Ratzefatz
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 11. Januar 2013, 14:23:02
Ich dreh am Rad! Ich habe gerade mal gesucht und siehe da: Es gibt eine relativ bekannte Sachbuchautorin mit dem Namen Katerina Čapková. Dann kann ich mir mein Katharina Čapková wohl abschminken, das ist einfach zu ähnlich. Und wieder bin ich auf Pseudonymsuche. Ein Nachname der mir auch sehr gut gefällt ist Knightley, bloß trägt den bereits eine bekannte Schauspielerin und ich weiß nicht, inwiefern das durchkommen würde. An Čapková beziehungsweise Čapek hänge ich immer noch, aber ich denke, wenn ich das nicht mit meinem realen Vornamen verbinden kann, möchte ich den nicht. Und egal was ich mache: Katharina, Kate, Katie, das klingt alles zu sehr nach Katerina.

Ich habe auch leider keine ausgefallenen Mädchennamen von meiner Mutter oder meinen Großmüttern auf Lager und das einzige, was ich mir im Moment noch vorstellen könnte, wäre Fingal. Das mag ich vom Klang her sehr, sehr gern, es ist nur eben ein County in Irland. Ich mag aber, dass man es Deutsch und Englisch aussprechen kann und ich finde, es sieht auch schön aus. (Und es ist der zweite Vorname von Oscar Wilde.) Ich könnte mich also auch mit Katharina Fingal anfreunden. Was haltet ihr davon?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ratzefatz am 11. Januar 2013, 16:00:51
Zitat
An Čapková beziehungsweise Čapek hänge ich immer noch

"Katharina Capek" ginge doch, oder?

LG
Ratzefatz
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rosentinte am 11. Januar 2013, 16:04:44
Also ich finde Katharina Fingal sehr schön. Wobei ich mit dem Namen Vögel assoziiere, weil der Klang dem englischen "Nightingale" ähnelt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 11. Januar 2013, 16:47:38
Ratzefatz: Das war meine erste Idee, aber es klang zu sehr nach dem Schriftsteller Karel Capek.  ;)

Rosentinte: Das ist ja nicht die schlechteste Assoziation. Und "Nightingale" war der Nick, mit dem ich hier im Zirkel angefangen habe, da schließt sich dann der Kreis.   :rofl: Ich bin auch ganz zufrieden mit dem Klang und denke, dabei bleibe ich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 12. Januar 2013, 01:15:07
@Kati
Tscheschische Namen und ihre Bedeutung findest du hier: http://members.chello.at/geisler/whois.htm
Nicht aufgeführt ist die Nachtigall, die heißt Slavík. Wäre Katharina Slavík eine Lösung? Würde allerdings beim Vornamen dann auch zu der tscheschischen Schreibweise Katerina tendieren, das passt besser zusammen.

@chaos
Lily Rabe klingt mir arg zu sehr wie eine Eindeutschung von Lynn Raven. Ich würde auf den Raben daher auch verzichten.

Ich hoffe sehr, dass ich meinen Namen behalten kann, auch wenn ich auf die Dauer noch in einem anderen Verlag veröffentlichen sollte (was durchaus wünschenswert ist). So sehr ich auch meine designierten Pseudonyme mag, Lisa Jachim und Achim Silja (und, wenn auch mehr im Scherz gesagt, Jasia Milch), würde ich doch am liebsten alles unter meinem richtigen Namen machen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 12. Januar 2013, 01:41:05
Maja, ich mag die Anagramme :) Ich hoffe aber trotzdem zusammen mit dir, dass du deinen richtigen Namen behalten kannst, er klingt so schön.

@chaos: Lily Rabe wirkt wirklich zu klischeehaft, da muss ich den anderen zustimmen. Lily Haupt hingegen gefällt mir vom Klang ziemlich gut.

@Franziska: Ich wäre auch für Charlotte Ried.

Ich habe mich selbst auch sehr schwer getan mit der Pseudonym-Findung. Alles, was mir gefallen hätte, war schon auf irgendeine Weise vergeben - wäre nicht unbedingt tragisch gewesen, wenn nur nicht so viele Künstler darunter gewesen wären, denen ich nicht den Namen stehlen wollte.

Mit Freya Greyley bin ich dann aber doch endlich auf einen nicht-besetzten Namen gestoßen und habe ihn direkt behalten. Freya wollte ich ja generell haben, weil ich so ein Nerd bin, was die nordische Mythologie angeht. Greyley ist dann international nutzbar - und nein, der Trend, dass deutsche Autoren sich aus werbe- und verkaufstechnischen Gründen einen englischen Nachnamen zulegen, hat damit nichts zu tun, es ist eine persönliche Präferenz. Und nochmals nein, die drei Ypsilon in dem Namen stören mich nicht, ich sehe sie eher als kleine Hommage an meinen Finnland-Tick.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 12. Januar 2013, 01:44:37
Nimm es mir nicht übel, Naudiz, aber Freya Greyley leidet für mich an einer Yberdosis Ypsilons. Nichts gegen einen Finnland-Tick, aber dann nimm doch einen finnischen Namen - das klingt einfach zu sehr nach Pseudonym, als dass ich mir einen lebenden Menschen dahinter vorstellen könnte, und es passt auch irgendwie nicht zu dir. Und ich liebe finnische Namen - der einzige Grund, warum ich jedes Jahr das Skispringen schaue!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 12. Januar 2013, 01:49:56
Also ich kenne Leute, die eine Überdosis egal welchen Buchstabens in ihrem Namen haben ;) Ich möchte ehrlich gesagt ungern wechseln, weil ich den Namen persönlich wirklich schön finde... und ein finnischer Name meiner Meinung nach auch nicht in die Fantasy passt. Es gäbe auch viel zu viele, die ihn nicht korrekt aussprechen könnten. Finnisch ist sehr tricky mit den Betonungen.

Hm. Aber vielleicht denke ich noch mal drüber nach. Eine Veröffentlichung ist eh nicht in Sicht. Und bei FB werde ich eh immer Freya Greyley bleiben, ich bezweifle, dass ich da noch mal wechseln kann (wär das 4. Mal), davon mal ganz abgesehen, dass mir meine gesamte F-List dann an die Kehle gehen würde  ;D

EDIT: Wo du die Skispringer erwähnst, Maja... ich mag ja den Nachnamen Ahonen sehr, aber da gibt es ja leider schon den netten Herrn Janne Ahonen  :schuldig:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 12. Januar 2013, 02:00:31
Ich denke, es ist ein Unterschied, ob ich mich bei Facebook unter falschem Namen anmelde, oder ein Pseudonym wähle, das vor allem helfen soll, meine Bücher zu verkaufen. Ich wollte früher alles unter dem Namen Jerry Morgan machen, hatte mich sogar schon erkundigt, wie man das in den Personalausweis eintragen kann (ich war fünfzehn, und es war mein erster Perso...). Ein Pseudonym ist immer auch ein Marketinginstrument.

Deswegen würde ich immer etwas wählen, was nicht auf zehn Meter Entferung "Pseudonym" schreit - was immer die eigentlichen Gründe für den Autor sind, ein Pseudo zu wählen, viele Leser interpretieren es so, dass der eigentliche Autor nicht mit seinem Buch in Verbindung gebracht werden möchte, weil es sich deswegen schämt. Wir wissen es besser, aber wir wollen, dass auch diejenigen unsere Bücher kaufen, die vom Buchwesen und Autorenleben noch keine Ahnung haben. Ein Buch, bei dem der Autor nicht klingt wie ein lebendes Wesen, nehme ich in einer Buchhandlung eher nicht in die Hand. Deswegen ist für mich bei Künstlernamen die Plausibilität ein ganz wichtiges Argument.

Ich fühle mich als Leser auch getäuscht, wenn ein Autor z.B. einen englischen Namen verwendet und sich beim Lesen rausstellt, dass er in Wirklichkeit Deutscher ist - dann denke ich, aha, der versucht, auf irgendeiner Welle mitzureiten, weil er denkt, dass Bücher von deutschen Autoren nicht gekauft werden. Das ist auch mein Problem mit tschechischen, finnischen, baskischen, irischen, japanischen Namen von Leuten, die eben keine Finnen, Basken, Tschechen, Iren, Japaner sind. Es wirkt immer irgendwas zwischen vermessen und verlegen, als schämen sich die Autoren ihrer Herkunft oder Identität.

Was die Überdosis an Buchstaben in einem Namen angeht, das ist der Grund, warum ich nach der Hochzeit meinen Namen behalten habe und keinen Doppelnamen gewählt. Ich finde, Ilisch-Rullich oder Rullich-Ilisch haben einfach viel zu viele L's und I's. Abgeshen davon, dass man es nur im Suff aussprechen kann.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilargi am 12. Januar 2013, 02:04:35
Kaixo,

Also Freya Greyley klingt für mich nicht wie ein Name sondern wie ein das finnische Funkalphabet. :versteck: Tut mir leid aber das war mein erster Gedanke.

Was Lily Rabe betrifft muss ich MAja recht geben, das war auch mein erster Gedanke, der zweite war... nicht jugendfrei ;D

Ich würde ja mit meiner Vorliebe Baskisch zu einem Baskischen Namen tendieren, da gefällt mir Miren Aritza recht gut. Miren ist die Baskische Variante meines Vornamens und Aritza ist mein Lieblingsbaum ;D (Naja zumindest einer davon, dann hätte ich noch die Esche und den Ahorn, aber Eiche, ich weiß auch nicht, da gefällt mir das Wort am besten, auch im baskischen)

lg

Ilargi

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 12. Januar 2013, 02:36:38
Ich fühl mich gerade irgendwie reichlich blöde, weil ich trotz sehr viel Nachdenken über das Pseudonym immer noch Denkfehler hatte. Danke für's Kopfzurechtrücken, Maja.

Ehrlich gesagt, hätte ich ja meinen Vornamen gern behalten, nur ist Sabrina leider nicht sonderlich selten, und in Verbindung mit Müller kann man das komplett vergessen :seufz: Mit deutschen Nachnamen habe ich es schon versucht, entweder war es schon vergeben, oder es gefiel mir nicht.

Ein finnischer Nachname wäre jetzt wenigstens kein Mitschwimmen im Trend-Strom, sofern ich nicht anfange, Thriller zu schreiben  ;D

Deine Argumente haben mich jedenfalls zum Nachdenken gebracht, deswegen habe ich jetzt mal mit finnischen Nachnamen herumexperimentiert. Das kann ja nicht schaden, ich muss es ja nicht nehmen. In die engere Auswahl kämen

Freya Koskinen, Freya Virtanen und Freya Siltala

Was meint ihr? Ich selbst tendiere zu Freya Siltala.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 12. Januar 2013, 02:52:06
@Naudiz
Wenn du unter dem Namen Herta Müller den Literaturnobelpreis bekommen kannst, musst du dich als Sabrina Müller deines Namens nicht schämen. Ansonsten wäre die Frau Sirtala auch mein Favorit.

Es geht ja nicht darum, den seltensten Namen der Welt zu haben, sondern etwas, das Leser sich merken können und auch aussprechen, wenn sie das Buch in der Buchhandlung bestellen müssen. Wobei Buchhändler natürlich schmerzfrei sind mit den ganzen Autoren aus aller Welt, die man auch erstmal aussprechen lernen muss. Aber gerade, wenn man noch nicht so bekannt ist, hilft es, wenn man den Namen aussprechen kann. Noch wichtiger: Der Buchhändler weiß vermutlich, wer gemeint ist, wenn der Kunde nach Dankwart Drost fragt. Aber wenn man einen Namen, den man von einem Freund empfohlen bekommen hat, danach bei Amazon in die Suchmaske eingibt, dann probiert man nicht vierzig verschiedene Schreibweisen, und das, was Amazon einem im Zweifelsfall vorschlägt, ist auch nicht sehr hilfreich.

Ich leide ja schon darunter, dass die wenigsten meinen Namen spontan richtig aussprechen und ich allzu oft falsch geschrieben werde, aber so heiße ich nunmal. Wirklich so heißen ist für mich immer ein Argument, einen Namen zu verwenden. Ich würde mir kein Pseudonym nehmen, nur weil jemand meinen Namen nicht aussprechen kann, das käme einer Niederlage leid, nachdem ich den Namen schon fast mein ganzes Leben lang verteidige. Was die wenigsten wissen, ist, dass ich die ersten fünf Jahre meines Lebens lang einen anderen Nachnamen hatte, da hieß ich Maja Schroer. Meine Eltern haben den Namen geändert, nachdem es möglich wurde, den Namen der Frau zum Familiennamen zu machen, und sie fanden Ilisch schöner. Es ist auch ein seltener Name, der nicht aussterben soll. Aber ich habe mich einmal an einen neuen Namen gewöhnt, da will ich das nicht nochmal tun. Einer der Gründe, warum ich nicht den Namen meines Mannes annehmen wollte.

So oft ich meinen Namen auch verflucht habe, wenn er wieder mal falsch geschrieben worden ist - ich weiß nicht, ob ich lieber als Maja Schroer publizieren würde. Aber ich weiß nicht, vielleicht wäre das ein besseres Pseudonym als die ganzen Anagramme?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 12. Januar 2013, 03:03:22
Ich schäme mich ja gar nicht für meinen Namen. Nur gibt es tausendundeinen Autor, der Müller mit Nachnamen heißt, auch in der Fantasy. Es gibt auch schon eine Fantasy-Illustratorin mit diesem Namen. Davon mal abgesehen, dass ich viel zu nahe an der guten Ina Müller dran bin.

Siltala, nicht Sirtala. Mit L. Kommt von silta, "Brücke". Grob übersetzt bedeutet der Name ungefähr "von der Brücke".

Wie sprechen sie deinen Namen denn aus, Maja? Mit Doppel-L? Oder gar ähnlich wie den zweiten Namen des Herrn Tschaikowski? Ich spreche ihn eigentlich so aus, wie man ihn schreibt, mit langem I und kurzem L. Richtig so?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 12. Januar 2013, 03:17:10
Die richtige Aussprache ist mit langem I und kurzem L. Aber die Leute machen leicht Illisch draus, mit kurzem I und Doppel-L, und wo sie dann dabei sind, geben sie mir noch ein T dabei und machen Illitsch draus. Ich fürchte aber, sie denken dabei nicht an Tschaikovski (der ja noch ein J da drin hatte), sondern an den Schlagersänger Bata Illic (latinisierte serbische Schreibweise: Ilić), mit dem ich auch weder verwandt noch verschwägert bin.

Ilisch ist ein Name slavischen Ursprungs und geht vermutlich auf das polnische "ulica" zurück, was Straße, Gasse bedeutet - vermutlich waren meine Vorfahren also keine reichen Leute, sondern haben eher als Hausierer oder Wanderarbeiter gearbeitet. Die frühere Vorstellung, der Name hätte etwas mit Eulen zu tun, ist wohl eher unhaltbar, weil in der Gegend, in der dieser Name entstanden ist, die Eulen nicht mit Uhl bezeichnet wurden (das polnische Wort für die Eule ist sowa, was so gar nicht wie mein Name klingt).

Für mich muss ein Pseudonym kein Name sein, der sofort seine Bedeutung verrät, wenn man die jeweilige Sprache spricht. Im Gegenteil, ein zu eindeutiger Name wie Rabe, Stein, Erbswurst ist für mich immer ein Hinweis, dass es sich um ein Pseudonym handelt, weil die meisten Leute einen Namen haben, der sich über die Jahre entwickelt hat - so wie eben ulica zu Ilisch wird. Deswegen ist unter meinen Pseudos der Milch-Name auf der, den ich am unwahrscheinlichsten nutzen werde - er klingt am wenigsten echt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 12. Januar 2013, 03:39:59
An Bata Illic hab ich jetzt überhaupt nicht gedacht. Deswegen habe ich Tchaikowski zum Vergleich genommen.

Die meisten finnischen Nachnamen sind tatsächlich sprechend, dank der 'Finnisierung' auch die der schwedischen Minderheit. Die drei Hauptstränge kommen aus dem West- und Ostfinnischen sowie eben dem schwedischen Strang, damals eingeführt von der schwedischen Königsfamilie, als Finnland noch unter deren Fittichen stand.

Die westfinnischen Nachnamen basieren, ähnlich wie damals die nordischen, auf der Herkunft des Namensträgers, nur dass hier nicht der Name des Vaters, sondern der Name des Ortes, an dem derjenige wohnte, genommen wurde. Wenn die Person umzog, änderte sich meist auch ihr Name. Aus Siltala, "von der Brücke", konnte also mit einem Wechsel des Wohnortes schnell mal Mäkelä werden, "vom Hügel".

Noch näher am nordischen Usus waren die Ostfinnen: Dort wurde die Familie meist nach dem Oberhaupt benannt.

Und diejenigen, die es zu einem gewissen Status gebracht haben, übernahmen während der Herrschaft Schwedens einen schwedischen, deutschen oder lateinischen Nachnamen, welche wiederum meistens vom Familienwappen abgeleitet wurden. So hieß man dann schnell mal "Rabe", obwohl man vielleicht ursprünglich den Namen Koskela ("von den Stromschnellen") trug.

*lufthol* Auf jeden Fall ist es im Finnischen nicht wirklich ungewöhnlich, einen Nachnamen mit Bedeutung zu haben, der sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert hat, im Gegensatz zu deinem "ulica", das zu Ilisch wurde. Siltala würde also eigentlich gar nicht so dermaßen nach Pseudonym schreien, jedenfalls nicht für einen gebürtigen Finnen oder Finnlandschweden.

(etwaige Inkorrektheiten meiner Ausführungen zur finnischen Namensbildung bitte ich zu entschuldigen, ich habe das alles aus dem Kopf niedergeschrieben, und die Zeit, in der ich mich intensiver damit auseinandergesetzt habe, ist schon ein Weilchen her)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 12. Januar 2013, 05:03:04
Ich bezog mich vor allem auf deutsche Namen. Gerade weil eben Deutschland so vielen verschiedenen kulturellen Einflüssen ausgesetzt war, haben sich hier viele Namen durch Eindeutschung gebildet und per mündlicher Überlieferung (der Ahn, den es aus dem Osten nach Westfalen verschlagen hat, konnte nicht unbedingt schreiben und gibt den Namen so wieder, wie er ihn kennt, der örtliche Schreiber notiert das ganze, wie man es auf Plattdeutsch würde) haben wir eine sehr große Namensvielfalt und eben sehr viele Namen, die ihre Bedeutung nur noch erahnen lassen.

Finnland als Gegenpol ist ein sehr geschlossenes Land mit wenig Einfluss von Außen - außer Finnisch und Schwedisch gibt es da nicht viel, wo die Namen herkommen können, ich glaube, sogar der Nachbar Russland hat nicht viele Spuren in den finnischen Namen hinterlassen.

Was ich mich aber gerade frage - Bibliothekarinnen an die Front! - wenn ein deutscher Autor unter einem isländischen Pseudonym schreibt, sortiert das Buch dann nach deutschem Namensrecht unter dem Nach- oder nach Isländischem unter dem Vornamen? (ich kenne die Antwort, aber ich will wissen, ob noch jemand darauf kommt).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 12. Januar 2013, 09:21:04
Was ich mich aber gerade frage - Bibliothekarinnen an die Front! - wenn ein deutscher Autor unter einem isländischen Pseudonym schreibt, sortiert das Buch dann nach deutschem Namensrecht unter dem Nach- oder nach Isländischem unter dem Vornamen? (ich kenne die Antwort, aber ich will wissen, ob noch jemand darauf kommt).
Mit nur einem Semester RAK zu je zwei Wochenstunden, glänze ich hier nur durch Unwissen. Werden Isländer nach RAK mit dem Vornamen angesetzt? Dann müsste das auf das Pseudonym ja auch zutreffen. Oder erkenne ich so, dass es sich um ein Pseudonym handelt und habe wieder dazugelernt?  :hmmm:

"Freya Greyley" klingt für mich kein bisschen finnisch, eher britisch oder eben nach Pseudonym.
"Sabrina Siltala" dagegen finde ich sehr schön. Vor allem sieht man nicht sofort, dass er aus dem Finnischen kommt und Deutsche können ihn sich einigermaßen merken und aussprechen, wenn natürlich auch mit anderer Betonung. Oder ein anderer finnischer Nachname, der auch Deutsch sein könnte und keine Alliteration erzeugt?
Aber so lange noch keine Veröffentlichung ansteht ist das auch noch nicht sooo wichtig. Bei mir hat es sich der Pseudonymwunsch in den letzten 15 Jahren von Irisch zu Finnisch gewandelt und schließlich bin ich bei meinem zweiten Vornamen gelandet. ;)
Mittlerweile bin ich froh, kein irisches Pseudonym zu haben, denn wenn ich einen irischen (Nicht englischen!) Namen lese, dann erwarte ich irgendwelche Besonderheiten, die jemand unbewusst in den Roman einbaut, weil er Ire ist und nicht Deutscher mit Irland-Tick (Ich hatte selbst lange einen und weiß, wie groß die Versuchung ist.).

"Lily Rabe" finde ich eigentlich in Ordnung. Persönlich denke ich da allerdings an "Lili Marleen", "Hexe Lili" und "Lilifee". Es gibt ja auch "Max Raabe", den Sänger. Allerdings werden solche sprechenden Nachnamen momentan ja viel in der Urban Fantasy und Erotik genutzt.

Wo ihr die Anagramme hier leicht anwärmt, fällt mir auf, dass ich da einige richtig brauchbare habe: Sina Bondeo, Sabine Dono, Anni/Nina Obosed
Momentan besteht für mich allerdings kein Pseudonymbedarf. Wobei ich mich absolut nicht wehre, sollte ich in diesem Jahr einen Krimi oder ein Buch für junge Erwachsene verkaufen und ein Pseudonym brauchen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 12. Januar 2013, 11:06:13
Was Lily Rabe betrifft muss ich MAja recht geben, das war auch mein erster Gedanke, der zweite war... nicht jugendfrei ;D

Die Tochter meines Nachbarn heißt Lilly Nagel - ich hätte jetzt gerne Dein Kopfkino dazu. ;D

Hm. Ich finde ja, dass es reichlich "sprechende" Namen im Deutschen gibt, gerade die häufigsten gehören ja dazu: Meier, Müller, Schulze, Schuster, Fischer, Förster etc. Sind halt alle nach den Berufen benannt worden.

An meiner Lilly oder ggf. auch Lilian, um es erwachsener klingen zu lassen, würde ich gerne festhalten, eben wegen der Namensbedeutung meines Vornamens. Raabe (inzwischen hab ich das zweite a ja wiedergefunden ;)) könnte ich ggf. austauschen. Lily/Lilly/Lilian Haupt wäre halt eine Alternative, wobei Lilian Haupt vermutlich am wenigsten nach Pseudonym klingt.

Wie gesagt: Ich eile sehr voraus, weil ich bisher nur unter meinem Nickname und meinem Realnamen veröffentlicht habe, und das waren Kurzgeschichten in Zeitschriften. Meinen Realnamen würde ich halt gerne für All Age-Literatur verwenden, das Pseudonym für Jugendliteratur. Aber brauchen werde ich das eh erst in ein paar Jahren, vermute ich.

Freya Greyley klingt für mich auch eher nach GB als nach Finnland. Siltala wäre für mich automatisch kein deutscher Nachname, lässt sich aber gut aussprechen und hat einen schönen Klang.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Mogylein am 12. Januar 2013, 11:45:09
Ich breche meine Lanze für Sabrina Virtanen. Gefällt mir sehr gut.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 12. Januar 2013, 15:21:57
Maja: Danke für´s Raussuchen, aber ich hänge momentan wirklich bei Katharina Fingal. Schon allein, weil es auch deutsch ausgesprochen werden kann und an sich viel vereint, was mir gefällt. Ich weiß nun nicht, ob es stark nach Pseudonym aussieht, ich persönlich finde nicht, aber ich bin da vielleicht etwas geblendet. Jedenfalls sieht es hübsch aus und ist auch einfach zu buchstabieren.

Naudiz: Ich finde auch Sabrina Siltala sehr schön, auch, weil man nicht gleich darauf kommt, dass es finnischen Ursprungs ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 12. Januar 2013, 16:59:14
Haha, eigentlich dachte ich an Freya als Vornamen  ;) Wobei Sabrina Siltala wirklich gar nicht mal so schlecht klingt  :hmmm: Ich denk mal drüber nach. Und sammle noch Meinungen, so es noch welche gibt  ;D

zum Thema Freya Greyley: Der sollte auch nach GB klingen  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Janika am 12. Januar 2013, 18:00:07
Ich persönlich fände es seltsam, Romane zu veröffentlichen, eventuell irgendwann einmal erfolgreich damit zu sein (:vibes:) und gleichzeitig Kurzgeschichten bei zahlreichen Wettbewerben einzureichen. Da ich bei letzteren dieses Jahr gerne versuchsweise mal einsteigen würde, suche ich hierfür ein Pseudonym und jongliere derzeit ein bisschen mit Namen herum.
Mein Erstling wird unter meinem richtigen Namen veröffentlicht werden. Zwar trage ich den Nachnamen meines Vaters, mit dem ich absolut nichts mehr zu tun haben will, aber an den neuen nachnamen meiner Mutter könnte ich mich allgemein zwar durchaus gewöhnen, nicht jedoch für meine Bücher, keine Ahnung, warum.
Also: Bücher -> Originalname, ich schreibe momentan eh ausschließlich Fantasy-Romane, ein Name reicht also; und KGs -> Pseudonym. Dieses will nur noch gefunden werden! ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 12. Januar 2013, 20:28:50
Ich würde alles unter demselben machen.
Ich habe auch mit Erstaunen festgestellt, dass eine Debutautorin in zahlreichen Anthologien vertreten ist, und da ich ihr Buch mochte, sind Anthologien mit ihr automatisch auf der langen Anthologie-Kauf-Liste hochgerutscht.

Umgekehrt mag ich sehr die Kurzgeschichten eines Autors und würde einen Roman sofort auf "Kaufen ja-nein?" untersuchen (normalerweise kaufe ich keine brandneuen Bücher und lese vorher die ersten Rezensionen in Blogs und Portalen).


Solche Mitzieh-Effekte verhinderst Du, wenn Du unter 2 verschiedenen Namen machst.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Gwee am 19. Januar 2013, 23:15:20
Ich möchte mich mal in die Diskussion einmischen. Ich habe ja schon länger überlegt unter Pseudonym zu veröffentlichen, da mein Nachname 'Schmidt' einfach kein Name ist, mit dem ich gerne veröffentlichen würde. Nun möchte ich ein paar Kurzgeschichten für Ausschreibungen einreichen und wollte fragen wie ihr das handhabt. Beim Überfliegen des Threads habe ich leider keine Antwort darauf gefunden, sollte ich es überlesen haben, bitte ich um Entschuldigung. Auf jeden Fall wüsste ich gerne wie ihr das macht. Schreibt ihr einfach euer Pseudonym rein oder erwähnt ihr auch, wie euer normaler Name ist oder wie macht ihr das? Ich hab da nämlich leider gar keine Ahnung.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Janika am 19. Januar 2013, 23:27:42
Also, dass der Vertrag unter Realnamen abgeschlossen wird/werden muss, denke ich schon. Das hatte ich dir aber vorhin auch schon gesagt, bevor auch ich mit meinem Latein am Ende war :P

Ansonsten schließe ich mich der Frage aus selbigem Grund mal an!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 19. Januar 2013, 23:33:07
Soweit ich weiß, macht ihr alles unter eurem Realnamen und sagt dann dazu, dass ihr aber gern unter Pseudonym XY veröffentlicht würdet. Da der Realname im Ausweis steht, müsst ihr den natürlich angeben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 20. Januar 2013, 00:39:34
Genau, unter Realnamen einreichen, wenn es an eine Veröffentlichung geht, mitteilen, unter welchem Pseudonym man gerne veröffentlichen will.

Solche Mitzieh-Effekte verhinderst Du, wenn Du unter 2 verschiedenen Namen machst.

Der einzige Grund für mich, warum ich nach einem Pseudonym suche: Ich schreibe sowohl Jugendbücher / young Adult als auch Bücher für erwachsene Leser. Und da würde ich gerne trennen, weil ich finde, dass Jugendliche nicht unbedingt mitbekommen müssen, dass eine Autorin, deren Bücher sie mögen, auch deutlich expliziter schreiben kann. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Jammy am 20. Januar 2013, 13:00:52

@Gwee: Bislang habe ich eine KG unter Pseudonym veröffentlicht. Sowohl in der Mail an den Verlag als auch im Verlagsvertrag steht mein richtiger Name. In der Mail habe ich noch dazugeschrieben, dass ich das Pseudonym XY verwenden möchte, und auch im Vertrag steht sinngemäß, dass ich unter diesem Namen veröffentliche.
Wie Kati schon schrieb: Mein Pseudonym steht nicht im Ausweis, also kann ich damit auch keine Verträge unterschreiben. Und der Verlag muss wissen, mit wem er es zu tun hat.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 20. Januar 2013, 13:14:54
Emailanfragen mache ich manchmal unter Pseudonym. Meine Emailadresse lautet so, und nur für eine piefige Frage muss ich ja nicht extra aufdröseln, welcher Name wofür ist... Das interessiert keine Sau (wie man hier so schön sagt).

Bei den meisten Ausschreibungen muss man ja schon Adressdaten beifügen, da schreib ich einfach "Pseudonym: ..." in die Zeile nach den Namen und vor der Adresse.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: TomDaut am 25. Januar 2013, 11:56:59
Ich handhabe das wie meine Vorschreiberinnen:
Für alles Vertragliche im Hintergrund muss der Realname herhalten, aber ich bitte um eine Veröffentlichung unter meinem Pseudonym.

Um mit meinem Pseudonym geschäftsfähig zu werden, lasse ich es mir dieses Jahr als Künstlernamen in den Personalausweis eintragen.
Dann kann ich damit Unterschriften leisten und der Realname braucht nicht mehr aufzutauchen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 26. Januar 2013, 13:44:37
Was ich mich aber gerade frage - Bibliothekarinnen an die Front! - wenn ein deutscher Autor unter einem isländischen Pseudonym schreibt, sortiert das Buch dann nach deutschem Namensrecht unter dem Nach- oder nach Isländischem unter dem Vornamen? (ich kenne die Antwort, aber ich will wissen, ob noch jemand darauf kommt).
Ich weiß jetzt nicht, was dazu in den RAK steht, aber vom Gefühl her würde ich sagen, dass ich auch einen isländischen Namen (und auch echte isländische Autoren) unter dem Nachnamen einsortieren würde. Die Leser sollen das Buch ja möglichst schnell finden und die wissen oft ja gar nicht, ob der Autor nun aus Island oder sonstwo herkommt und wie ein Name dort angesetzt wird und die hiesigen Leser sind es nun einmal gewohnt, dass in der Bib nach Nachnamen sortiert ist. Oft genug finden sie das Buch nicht mal dann, aber das ist ein anderes Thema ...  :omn:

@ Naudiz: Sabrina Siltala gefällt mir auch richtig gut!  :jau:
 
@ Gwee: Ich schließe mich den anderen an. Selbst wenn die KG dann unter Pseudonym erscheint, musst Du dem Verlag schon Deinen echten Namen mitteilen. Schon allein, damit die Dir Dein Belegexemplar schicken können. Sonst steht der Postbote vielleicht an der richtigen Adresse und weiß nicht, wohin mit dem Päckchen. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Smaragd am 26. Februar 2013, 23:23:55
*thread nach oben zerr* Ich glaube, ich brauche ein bisschen Hilfe. Ich bin auf der Suche nach einem Pseudonym. Der Vorname steht schon fest, das wird Amalia. Mir fällt nur nichts Brauchbares als Nachname ein - meinen echten mag ich nicht verwenden, für Anagramme eignet er sich auch nicht, also muss ein bisschen Kreativität her. Ich hätte gerne einen deutschen, allgemein leicht aussprechbaren Namen, der nicht so "klassisch" ist wie Müller, Schmidt etc.. Fällt jemandem dazu spontan etwas schönes ein, das zu Amalia passt?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Janika am 26. Februar 2013, 23:26:57
Mir schoss adhoc "Schuchert" bzw "Schuchart" in den Kopf! ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: der Rabe am 27. Februar 2013, 00:38:18
STein. Amalia Edela Stein. :versteck:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 27. Februar 2013, 00:44:15
Stein war auch mein erster Gedanke. Mein zweiter war Grünstein.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Adam_Charvelll am 27. Februar 2013, 01:03:46
Amalia Hauch wäre mir eingefallen, klingt aber je länger ich darüber nachdenke immer weniger gut :/

Wofür willst du den Namen denn verwenden? Nur für Texte eines speziellen Genres oder allgemein? Vielleicht könnte das ja bei der Namensauswahl helfen (Amalia Düsentrieb würde ich auf jeden Fall eher für SciFi als für Gartenratgeber-Texte empfehlen :D )
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 27. Februar 2013, 01:09:46
Ich weiß jetzt nicht, was dazu in den RAK steht, aber vom Gefühl her würde ich sagen, dass ich auch einen isländischen Namen (und auch echte isländische Autoren) unter dem Nachnamen einsortieren würde. Die Leser sollen das Buch ja möglichst schnell finden und die wissen oft ja gar nicht, ob der Autor nun aus Island oder sonstwo herkommt und wie ein Name dort angesetzt wird und die hiesigen Leser sind es nun einmal gewohnt, dass in der Bib nach Nachnamen sortiert ist. Oft genug finden sie das Buch nicht mal dann, aber das ist ein anderes Thema ...  :omn:
Nadine hat mich drauf hingewiesen, dass ich das bis heute nicht aufgelöst habe. Also: Es gilt das sogenannte Staatsbürger-Prinzip, sprich, der Name wird so angesetzt, wie es in dem Land gemacht würde, dessen Staatsbürger der Autor ist. Das heißt, der isländische Autor Haldor Laxness sortiert unter H wie Haldor, weil Isländer nach Vornamen sortieren (der Einfachheit halber kann man einen Nebeneintrag unter dem Nachnamen anlegen, weil nur die wenigsten Benutzer etwas vom Staatsbürgerprinzip verstehen). Schreibt aber einer deutscher Staatsbürger unter isländischem Pseudonym, wird das angesetzt wie ein deutscher Name, also unter dem Nachnamen. Freya Sigurdsdottir wäre also unter S zu finden, wenn sich dahinter eine deutsche Autorin verbirgt.
 
Noch lustiger wird es, wenn jemand im Laufe des Lebens eine andere Staatsbürgerschaft annimmt - in diesem Fall wird geschaut, unter welcher Staatsbürgerschaft das hauptsächliche Wirken stattgefunden hat. Wernher von Braun, als Deutscher unter "Braun, Wernher von" anzusetzen, wandert nach USA aus, wo der Name unter "Von Braun, Werner" sortiert. Der Großteil der Publikationen ist nach der Einbürgerung erfolgt. Ein Nebeneintrag unter Braun ist angebracht.

Unabhängig davon gibt es Bibliothekare, die Pseudonyme anders behandeln als "richtige" Namen, und das Pseudonym als ein in sich geschlossenes Konstrukt behandeln - sie haben insofern recht, als dass natürlich der vermeintliche Familienname gar keiner ist. Manche Pseudonyme kommen ganz ohne Vornamen aus (z.B. Klabund), und bei anderen Pseudonymen gibt es anstelle von Vornamen nur ein Initial (P.D. James, B. Traven). Soweit ich weiß, war die Ansetzung von Pseudonymen As Is die Regel bei den Preußischen Instruktionen, dem Vorgänger der RAK, und auch wenn die PI lange nicht mehr gebraucht werden, gibt es noch genug Bibliotheken, wo zumindest die älteren Bücher noch die entsprechende Signatur haben und da stehen, wo sie nach PI hingehört hätten - das heißt, B. Traven unter B.

Nicht korrekt ist jedoch, beim Katalogisieren, damit alles schön einheitlich aussieht, Vornamen zum Initial zu erfinden. Lacht nicht! Die Stadtbibliothek Leverkusen katalogisierte hartnäckig B. Traven unter dem Namen "Traven, Benno". Und aus "P.D. James" wurde "Phyllis Dorothy James" - nun sind Phyllis und Dorothy zwar tatsächlich die Vornamen der Autorin, aber auch nur im Zusammenhang mit ihrem richtigen Nachnamen, Wilson. Schreibt sie als James, heißt es tatsächlich nur P.D.


@Smaragd
Meine erste Assotiation war Karcher.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Smaragd am 27. Februar 2013, 12:23:22
Danke, ihr Lieben! :knuddel: Da habt ihr mir ja schon einiges zum Nachdenken gegeben - Amalia Düsentrieb scheidet aber aus, davon kriegt ich Lachkrämpfe :rofl: Das Genre ist Fantasy.

Ich glaube, bisher gefällt mir Amalia Stein am besten :hmmm: Kurz und klar. Ich denke, das nehme ich. Vielen Dank an alle! :knuddel:

Diese Katalogisierungsprobleme erinnern mich an Der Name des Windes, genauer gesagt an die Szene, in der die nette Bibliothekarin versucht, Kvothe zu erklären, warum das mit der Katalogisierung alles gar nicht so einfach ist. Langsam beginne ich zu staunen, dass ich in Bibliotheken überhaupt irgendwas finde!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Serena am 27. Februar 2013, 12:36:47
Wow Maja! Ich hab grad Deinen Beitrag gelesen (zugegeben mehrmals und werd es gleich nochmal tun  ;D  )
Danke für die Erklärung! Ich find das Ordnungsprinzip zwar logisch, aber dennoch kompliziert.   :o
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Joel am 30. Juni 2013, 08:57:16
Da ich schon länger darüber nachdenke unter einem offenen Pseudonym anstatt unter meinem Realnamen zu schreiben, dachte ich, dass ich diesen Thread wieder zum Leben erwecke   :)
Vielleicht könnte der ein oder andere von euch mir sagen, was er von den Namen "Daniel Wyk" bzw. "Daniel Wyke" halten würde? Die geistern mir schon seit einiger Zeit durch den Kopf, aber leider sehe ich dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Das Ziel wäre ein einfach zu merkender, klangvoller Name, dem man seine Künstlichkeit nicht anmerkt und der sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch passt (obwohl Wyke schon definitiv mehr ins Englische abdriftet...). Was sagt ihr dazu?  ::)

Liebe Grüße, Joel
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Arcor am 30. Juni 2013, 10:57:47
Meine Laienmeinung verordnet beide Namen instinktiv eher in Richtung Niederländisch als zu Deutsch oder Englisch. Einfach zu merken finde ich den Namen aber auf jeden Fall, wobei meine ersten Genre-Assoziationen eher in Richtung Krimi oder Thriller gehen und nicht unbedingt in die Fantasy-Richtung.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sprotte am 30. Juni 2013, 11:00:50
Mir kommt natürlich eine norddeutsche Assoziation: http://de.wikipedia.org/wiki/Wyk_auf_F%C3%B6hr
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 30. Juni 2013, 11:11:19
"Daniel Wyke" gefällt mir klangmäßig gut. Ich hab auch zuerst niederländische Assoziationen gehabt, aber gerade gelesen, dass ein britischer Ort so heißt. Würde aber nicht sagen, dass das irgendjemanden stören würde, auch wenn ich nicht sagen kann, was ein englischer Muttersprachler vielleicht noch so mit dem Namen assoziiert.

"Daniel Wyk" wäre mir zu abgehackt vom Klang des Nachnamens her. Und da muss ich an diese Hustenbonbons und Medi Nait, das Medikament des Teufels, denken.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Joel am 30. Juni 2013, 11:21:13
Heyhey,

die "Grundidee" stammt tatsächlich aus dem Niederländischen bzw. aus dem südafrikanischen Afrikaans, wobei ich den Namen aber in beiden Sprachen nur mit dem Namenszusatz "van" - also "van Wyk" - kenne, was mir im Deutschen aber ein bisschen zu hochgestochen klingt.
Sowohl auf Englisch als auch auf Afrikaans wird der Name meines Wissens gleich ausgesprochen.
Die norddeutsche Assoziation kam mir bekannt vor, darum wäre Wyke (englisch ausgesprochen) auch meine zweite Alternative gewesen  ;)

Auf jeden Fall schon einmal vielen Dank!  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Amberle am 30. Juni 2013, 11:23:02
"Daniel Wyke" könnte für mich sowohl englisch als auch niederländisch sein. Aber ich glaube so oder so nicht, dass es jemanden stören würde.

Aber ich muss Arcor zustimmen, dass ich den Namen erst mal nicht in der Fantasy einordnen würde.

Darf man hier auf der Namenssuche auch um Hilfe bitten?
Ich suche nach einem passenden Nachnamen für meinen zweiten Vornamen Amberle. Mein richtiger Nachname will nicht so recht passen und wäre mir auch zu offen. Irgendwelche Vorschläge? :bittebittebitte:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 30. Juni 2013, 11:30:52
@ Amberle:
Schau mal hier:
Zitat
http://neubert-volmar.de/neubert/genealogy/Database/index1/k.htm
Bzw. ich finde irgendwie "K" würde gut dazu passen
Amberle Klaas / Kehl
Frag mich nicht warum, mein erster Gedanke "Amberle K."

@ Joel:
Was spricht denn dagegen, deinen echten Nachnamen zu behalten? Ich weiß ja jetzt auch nicht, für welches Genre du das gedacht hast, aber gerade für historisches und/oder phantastisches finde ich deinen richtigen Nachnamen eigentlich ziemlich passend. Wenn würde ich aber auch eher zu "Wyke" als zu "Wyk" tendieren.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 30. Juni 2013, 11:32:13
Ich suche nach einem passenden Nachnamen für meinen zweiten Vornamen Amberle. Mein richtiger Nachname will nicht so recht passen und wäre mir auch zu offen. Irgendwelche Vorschläge? :bittebittebitte:

Tja, da ist die Auswah groß. ;) Ich bin bei meinen Pseudonym-Überlegungen immer erstmal die Nachnamen durchgegangen, die irgendwas mit mir zu tun haben. Wie steht es zum Beispiel um den Mädchennamen deiner Mutter?

Generell würde ich dir dazu raten, keinen allzu fantasylastigen Nachnamen zu wählen, da "Amberle" ja schon recht phantastisch klingt (aus "Shannara" war das, nicht wahr?) und ich fände es schön, wenn beim Pseudonym implizit durchkäme, dass du wirklich so heißt, indem der Nachname eben relativ "realistisch" klingt. Ähm, das klingt jetzt total seltsam, weißt du, was ich meine? Also es gibt zum Beispiel eine Autorin, die sich "Elena Melodia" nennt, so etwas empfinde ich als ein wenig zu klischeehaft.

Caitys "K"-Assoziation kann ich teilen :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Amberle am 30. Juni 2013, 11:36:40
Frag mich nicht warum, mein erster Gedanke "Amberle K."

Caitys "K"-Assoziation kann ich teilen :)
Seid ihr beiden in der TiZi-Skypegruppe? Wenn ja, dann könnte es das erklären.

Hm, doch meinen echten Nachnamen nehmen? Der fängt mit K an und ist so gar nicht fantasylastig. :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Serafina am 30. Juni 2013, 11:38:38
@Joel
Ich schließe mich Ryadne an. "Daniel Wyke" gefällt mir ein wenig besser, weil "Wyk" meiner Meinung nach ein wenig abgehackt aussieht. Und ich finde auch, dass der Name durchaus für einen Fantasyautor geeignet ist, obwohl ich ihn jetzt nicht auf den ersten Blick mit einem bestimmten Genre assoziieren würde.

@Amberle
Ich würde auch zu einem relativ "normalen" Namen raten, mit dem du irgendetwas verbindest. Vielleicht könntest du zum Beispiel den Anfangsbuchstaben deines richtigen Nachnamens beibehalten?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 30. Juni 2013, 11:47:40
Zitat
Seid ihr beiden in der TiZi-Skypegruppe? Wenn ja, dann könnte es das erklären.

 :versteck: Da war was ...  :versteck:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Joel am 30. Juni 2013, 12:14:32
Zitat
Was spricht denn dagegen, deinen echten Nachnamen zu behalten? Ich weiß ja jetzt auch nicht, für welches Genre du das gedacht hast, aber gerade für historisches und/oder phantastisches finde ich deinen richtigen Nachnamen eigentlich ziemlich passend. Wenn würde ich aber auch eher zu "Wyke" als zu "Wyk" tendieren. 

Wie gesagt soll es auch kein geschlossenes Pseudonym werden hinter dem ich mich "verstecken" will oder so, sondern ein offenes.
Ich habe aus dem Grund an ein Pseudonym gedacht, damit zumindest die klare Trennung besteht, dass mein Schreiben und meine eigentliche "Arbeit" nicht miteinander in Verbindung stehen, bzw. dass klar wird, dass das, was ich schreibe, nichts mit der Arbeit zu tun hat. Wenn mir also ein Patient später einmal irgendetwas erzählt, dann soll er wissen, dass er sich mit dem Therapeuten unterhält - und nicht mit dem Autor  ;) Ist das nachvollziehbar?!  ???

@ Amberle: Da schließe ich mich Ryadne an. Irgendein Name, zu dem du einen Bezug hast ... nur zu welchen Namen hast du einen Bezug?  :P
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Janika am 30. Juni 2013, 13:45:37
Eine Freundin von mir (aus Südafrika, ja ;D ) heißt van Wyk mit Nachnamen! ;D

Also ich wäre eher für Wyk als für Wyke, aber irgendwie muss ich sagen, dass der mir persönlich nicht soooo gefällt ... ich stimme aber auch zu, dass es nach Krimiautor klingt. :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Joel am 30. Juni 2013, 14:46:04
Zitat
Eine Freundin von mir (aus Südafrika, ja ;D ) heißt van Wyk mit Nachnamen! ;D

 Aus Südafrika habe ich diese Namensidee auch mitgebracht!  ;D

Euch auf jeden Fall allen schon einmal vielen Dank!  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lemonie am 07. Juli 2013, 13:58:54
Ich bräuchte mal eure Hilfe....

Ich bin schon seit Wochen am Überlegen, weil ich mir ein Pseudonym zulegen will, aus zwei Gründen: Einmal will ich mein "Schreib - Ich" irgendwie von meinem "Real - Ich" trennen (nicht, weil ich anonym bleiben will, sondern einfach, weil ich das vom Gefühl her gerne so machen würde), und zweitens klingt mein Name meiner Meinung nach einfach nicht sooo toll für Fantasy... ("Lea Hohmann").

Meinen Vornamen "Lea" will ich aber behalten, weil er mir eigentlich ziemlich gut gefällt, nur suche ich dafür einen Nachnamen. Ich überlege schon seit Ewigkeiten, und eine Freundin von mir hat gemeint, zu mir würde etwas "hart klingendes" passend (mit K oder C oder so), was auch irgendwie stimmt so von meinem Typ her auch. Andere Vorschläge gehen natürlich auch, aber ich will eben auf keinen Fall, dass der Name zu extravagant klingt und "Pseudonym" schreit und eigentlich wollte ich auch keinen "typisch" englischen Namen, sondern einen, der deutsch ausgesprochen gut klingt...

Nur fällt mir das grade ziemlich schwer und deshalb bin ich froh über Vorschläge.  :bittebittebitte:

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 08. Juli 2013, 09:27:17
Hi Lemonie,

suchst du denn jetzt einen englischen Nachnamen, den man deutsch gut aussprechen kann oder einen komplett deutschen?

Ein paar "echte" deutsche Nachnamen, die ich passend fände wären (querbeet alles mögliche, es ist nichts allzu ausgefallenes dabei, das wolltest du ja auch nicht):

Lea König
Lea Fink
Lea Stark
Lea Sturm
Lea Freitag
Lea Rothe
Lea Prinz
Lea Klinger
Lea Korte
Lea Eckstein (finde ich irgendwie cool...)
Lea Sommerfeld
Lea Holzapfel
Lea Miller (klingt nicht hart, den Namen gibt es aber sowohl im deutschen als auch im englischen als Nachnamen)

So richtig englisch aussprechen kann man da keinen, aber Lea ist auch nicht der typische englische Vorname, dort ist die Schreibweise Leah verbreiteter (besonders in Irland wohl derzeit recht beliebt).

Als englische Nachnamen, die man als Deutscher gut aussprechen kann, fielen mir ein:

Lea Cook
Lea Collins
Lea Mills
Lea Jones
Lea Wilson
Lea Parker
Lea Sullivan

Ganz am Ende: ich finde Lea Hohmann eigentlich ganz klangvoll, auch für Fantasy. Gut, für Krimis passt es möglicherweise besser. Die Bedeutung von Hohmann laut Internet ist wohl "Mann", abgeleitet von Human. Ob man daraus noch irgendwas machen kann? Naja, ich weiß nicht, ob bei den Beispielen irgendwas dabei ist, aber vielleicht inspiriert es dich irgendwie.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lemonie am 08. Juli 2013, 14:37:55
Oh, wow, danke, sind ja ziemlich viele Vorschläge! Danke!  :knuddel:

Also wegen dem Englischen Namen: Ich liebe Englisch, auch die Sprache, aber ich schreibe nunmal auf Deutsch und es gibt ja schon so sehr viele Englische Pseudonyme (Englisch ist ja vor allem bei Fantasy ziemlich "in", der Buchmarkt stark) und ich wollte nicht, dass das so nach "Englischen Bestsellerautoren nacheifernd" klingt. Ein englisch angehauchter Name, den man aber auch deutsch aussprechen kann, wäre völlig okay, wenn der Klang überzeugend ist...

Mir gefallen deine Vorschläge wie Sturm und Stark (an T hab ich noch gar nicht gedacht, das klingt auch "hart"), ich habe halt das Gefühl, dass das relativ "bedeutungsbeladen" klingt... ist das jetzt irgendwie schwer zu verstehen?

Ich hatte auch, was mir klanglich total gut gefallen hat, die Idee:
Lea Sander
Aber das klingt halt alles eher "weich" (was an sich schön ist. Vielleicht überlege ich mir doch, sowas zu nehmen, auch wenn es nicht so zu mir passt wie ein harter Name).

"Lea Fink" hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn es ein bisschen kurz ist, aber ich mag den Namen irgendwie.

Falls jemandem noch etwas einfällt, weitere Vorschläge nehme ich gerne...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 08. Juli 2013, 14:39:57
Lea Sander gefällt mir supergut. :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 08. Juli 2013, 17:09:39
Also, mir gefällt Lea Sander auch sehr, sehr gut!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 08. Juli 2013, 20:17:24
Ich finde den Namen auch hübsch, aber er sollte natürlich auch zu dir passen.
Mir war spontan Lea Kling eingefallen. Klinger wäre wieder weicher. Das ist ziemlich kurz und prägnant.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Serafina am 08. Juli 2013, 20:31:06
Ich finde Lea Sander vom Klang her auch sehr schön, aber Franziskas Vorschlag gefällt mir ebenfalls ziemlich gut. Lea Kling ist auf jeden Fall etwas härter.

Mir würden spontan noch Lea Koers, Lea Kaiser und Lea Thaler einfallen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lemonie am 08. Juli 2013, 22:06:37
Oha, Lea Sander scheint ja besser anzukommen, als ich gedacht habe...  :versteck:

Ich mag den Name auch total, und ich denke, zum Großteil meiner Geschichten würde er auch wirklich passen...

Lea Kling/Klinger/Kaiser hat auch was. Aber so wie's aussieht, könnte ich mich doch zu Lea Sander hinreißen lassen. Welche Assoziationen weckt das eigentlich, also schreibtechnisch? Weil ich hier öfter gelesen habe, dass Leute geschrieben haben "klingt mehr nach Krimi", ich hab mir um sowas noch nie groß Gedanken gemacht (auch ein Grund, warum ich hier gefragt habe).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 08. Juli 2013, 22:11:39
könnte ich mich doch zu Lea Sander hinreißen lassen. Welche Assoziationen weckt das eigentlich, also schreibtechnisch?
Klingt für mich tatsächlich nach Krimi oder allgemeiner Belletristik. Kann man aber sicherlich für alles mögliche verwenden. Allerdings gibt es eine "Lea Sanders", wenn ich kurz bei Amazon reinschaue. "Lea Korte" gibt es ebenfalls.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lemonie am 10. Juli 2013, 15:42:53
Oha, und so wies aussieht, schreibt Lea Sanders esoterisch angehauchte Bücher... ist ja genau meine Richtung.  :hmhm?:
Vielleicht sollte ich das doch mal überdenken.

Woran macht ihr das eigentlich fest, wenn ihr sagt "klingt noch Krimi"? Ich meine, ich habe auf Fantasybüchern schon Namen gesehen, bei denen ich gedacht habe, dass sie auch nach Fantasy klingen, aber sowas schreit dann auch oft "Pseudonym" (zumindest meinem Gefühl nach). Und wie klingt ein Name, hinter dem man Fantasy vermuten würde?
Klar kann man sich relativ gut denken, was bei "Rosamunde Pilcher" zu erwarten ist, aber bei unverfänglicheren Namen (wie zB auch Lea Sander) habe ich eigentlich überhaupt keine solchen Assoziationen...
Und das würde mich einfach mal interessieren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 10. Juli 2013, 19:33:27
Skandinavische Namen bringt man leicht mit Krimis in Verbindung.
Lea Sander klingt für mich bodenständig und alltäglich. Daher Krimi, könnten auch Liebesromane sein.
Fantasynamen, da denkt man, sie müssten episch klingen.
Ich kann auch nicht genau sagen waurm, aber z.B. Monika Felten klingt für mich episch.
Vielleicht ist das auch Gewöhnung. Kai Meyer klingt ja eigentlich ziemlich gewöhnlich, aber für mich irgendwie episch.
Oder Christoph Harderbusch. Wolfgang Hohlbein, Oliver Plaschka, Markus Heitz ...
Der letzerer ist ja eigentlich auch ein recht gewöhnlicher Name. So Verbindungen von altmodischen langen Vornamen mit klangvollen langen Nachnamen sind für mich da typisch. Oder ein Nachname der eine Assoziaton mit epischen Dingen weckt oder geheimnisvoll klingt.
Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich denke bei den Namen: Heitz=Feuer, Felten=Welten.
Ich würde aber auch unterschieden, Urban Fantasy muss für mich eher nicht episch klingen. Romantasy romantisch. Da könnte Lea Sander wieder passen.

Ich würde mich da aber auch nicht verrückt machen. Es gibt wie gesagt auch einige Autoren mit ganz gewöhnlichen Namen, die erfolgreich sind. z.B eben Kai Meyer, Boris Koch, Kerstin Gier ... klingen für mich auch nicht unbedingt nach Fantasy.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lemonie am 10. Juli 2013, 19:37:53
Also das mit den skandinavischen Namen kann ich nachvollziehen, die meisten skandinavischen Autoren, deren Bücher auch in Deutschland sehr bekannt sind, sind ja tatsächlich Krimiautoren...

Ich verstehe auch ein bisschen, was du mit episch meinst, aber das würde ja eher zu High Fantasy passen und das ist eigentlich gar nicht mein Ding, aber zumindest erklärt es mal Einiges... Ich habe aber das Gefühl, manche dieser Assoziationen kommen daher, dass die Leute einfach schon so bekannt sind. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 10. Juli 2013, 22:27:42
Ich muss auch mal wieder. Da ich in letzter Zeit ziemlich durch die Genre springe, muss ich mir wohl ein Zweitpseudonym anlegen  :d'oh: Eigentlich hätte ich gerne irgendeinen Bezug zu meinem Namen oder zu meiner Familie, tja und dabei kommen jetzt gerade folgende Überlegungen zustande:

Sarah Benz (ist mir eigentlich ein bisschen zu kurz)
Sarah Gießer
Sarah de Guise

Isabella Gießer
Isabelle de Guise

Also Benz, Gießer oder de Guise könnte ich mir als Nachnamen vorstellen, weil ich dann "im Schema" bleiben würde, meine Mama hieß Benz, ihre Mama hieß Gießer, bzw. vor Verkauf des Adelstitels entsprechend de Guise. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Adelstitel nicht zu protzig wirkt. Und entweder mein Erstname "Isabella" oder mein Zweitname "Sarah", wobei ich mir da auch Abwandlungen vorstellen kann, ich dachte z.B. an "Sarai" statt "Sarah", bin aber - mal wieder - total unentschlossen und bräuchte entsprechend mal einen Denkanstoß von außen  :bittebittebitte:

Das Pseudonym ist übrigens für eine seichte Romanze mit "Zwanziger Jahre Berlin"-Setting gedacht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Merlinda am 10. Juli 2013, 22:34:07
Sarai de Guise ...  :hmmm: Ich weiß nicht ... der Name an sich gefällt mir, aber ich glaube kaum, dass man sich den wirklich gut merken kann als Leser.
Warum nicht Sarai Guise? Den find ich irgendwie toll. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Churke am 10. Juli 2013, 22:34:45
Also ich finde Sarah de Guise für eine seichte Romanze im beschriebenen Setting durchaus passend.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 10. Juli 2013, 22:43:57
Isabelle de Guise ist ein wunderschöner Name... aber um ehrlich zu sein klingt der für mich stark nach Erotikliteratur.  :-X Also bei dem Nachnamen würde ich eher die Kombi mit "Sarah" nehmen, ich stimm da Churke zu, dass das durchaus nach seichter Romanze klingt ;).
So vom Lesefluss gefällt mir insgesamt allerdings "Sarah Gießer" am besten.

Kleines OT: Meine Schwester hat dieselbe Namenskombi, finde ich irgendwie bemerkenswert.  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 10. Juli 2013, 22:52:05
Schon einmal vielen herzlichen Dank! Das ist echt toll, wie schnell einem hier geholfen wird  :knuddel:

@ Merlinda: nur "Guise" klingt für mich, von dem, was ich bisher weiß, einfach ein bisschen falsch. Das war ein Adelsgeschlecht, hieß also entsprechend "de Guise" ...

@ Churke und Ryadne:
Sarah de Guise also, mmh ... ich finde das schön, wenn man das Sara(h) hinten betont - kann man das irgendwie mit Akzent kenntlich machen? Bzw. kennt sich jemand zufällig im Französischen aus? Meine Nachforschungen ergaben aber bisher, dass da kein Akzent hinkommt :(

@ Ryadne:
Zitat
Isabelle de Guise ist ein wunderschöner Name... aber um ehrlich zu sein klingt der für mich stark nach Erotikliteratur.

 :rofl: Ja, du bist nicht die erste, die das anmerkt. Also, sollte ich jemals (was seeehr unwahrscheinlich ist) ins Erotikgenre wechseln, weiß ich aber ja, welche Kombi ich da nutzen kann  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: der Rabe am 10. Juli 2013, 23:23:15
Jetzt, da ich das ausgeschrieben sehe, finde ich übrigens Sarah Benz eigentlich auch ganz hübsch, nicht zu kurz, sondern kurz und knackig. Und du musst ja auch im Hinterkopf behalten, dass du, wenn denn irgendwann reich und berühmt bist, den Namen in eine Unzahl von Büchern und auf mindestens ebenso viele Bildchen von dir pinseln musst. Das heißt, ein kurzer Name kann da nur von Vorteil sein. ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nika am 10. Juli 2013, 23:48:11
  Bzw. kennt sich jemand zufällig im Französischen aus? Meine Nachforschungen ergaben aber bisher, dass da kein Akzent hinkommt :(


Auskennen (mehr oder) weniger. Ein Akzent hat auf dem Namen allerdings wirklich nichts verloren. Ich glaube aber, im Französischen wird Sarah ohnehin auf dem zweiten A betont. So wurden meine Mitazubinen mit dem Namen zumindest von unserer Französischlehrerin (Muttersprachlerin) ausgesprochen.

Eine evtl. Alternative, wenn es ausgefallener sein darf, wäre vielleicht Saraa.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Arcor am 11. Juli 2013, 09:59:18
Ich schließe mich mal Rabe an. Sarah Benz finde ich auch wunderbar griffig und sehr eingängig.  :) Glaube kaum, dass den ein Leser mal vergisst, wenn er mit der Geschichte einverstanden war.

Sarah de Guise hat auch einen schönen Klang (wobei ich es ausgeschrieben als Sara de Guise noch schöner fände), aber ich würde das spontan eher zu einem mittelalterlichen Historienroman verordnen und nicht zu einer seichten 20er Jahre Romanze.  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 11. Juli 2013, 11:14:13
Mir gefallen auch Sarah Benz und Sarah de Guise total gut. Für eine seichte Romanze finde ich Sarah de Guise noch ein bißchen passender. Hübsch klingen sie aber beide und man kann es sich auch gut merken.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 11. Juli 2013, 12:18:12
(wobei ich es ausgeschrieben als Sara de Guise noch schöner fände)

In Frankreich ist Sara ohne h meines Wissens auch gebräuchlicher. Wenn der Name französisch betont werden soll, wäre es also ohne h auch passender.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 11. Juli 2013, 13:42:07
Vielen Dank  :knuddel:

So ganz entschieden bin ich noch immer nicht. Spontan fühle ich mich mit "Sarah Benz" tatsächlich wohler. Allerdings frage ich mich, ob es sinnvoll ist, zwei Pseudonyme mit dem gleichen Nachnamen zu nutzen  :d'oh: Mit "Sara de Guise" könnte ich mich aber auch gut anfreunden und ihr habt definitiv Recht: ohne "h" sieht das tausendmal besser aus  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 11. Juli 2013, 13:48:24
Ich finde "Sara de Guise" sehr schön und passend für das Setting. Bei mir erweckt der Nachname die Assoziation zum englischen "disguise", was ich sehr hübsch finde.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Snöblumma am 11. Juli 2013, 17:19:36
Wenn ich noch eine Meinung hinzufügen darf, um dich vollständig zu verwirren...

Mir gefällt Sarah Benz deutlich besser, das klingt etwas normaler und bodenständiger. Sara de Guise klingt für mich irgendwie so exaltiert, und definitiv nach Pseudonym.  Wenn du nun einen 20er-Jahre Romane mit Erotik schreiben würdest und ganz viel Glamour, dann fände ich Sara de Guise besser, aber für eine ganz normale Liebesgeschichte gefällt es mir nicht so.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Serafina am 11. Juli 2013, 18:27:44
Mir gefallen ja auch beide Namen, aber ich muss Snöblumma zustimmen. Sara de Guise ist eigentlich ziemlich schön, klingt für mich jedoch ein wenig zu extravagant und eindeutig nach Pseudonym. Deshalb wäre ich auch eher für Sarah Benz.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 12. Juli 2013, 19:40:37
Danke, ihr Lieben.

Zitat
Sara de Guise klingt für mich irgendwie so exaltiert, und definitiv nach Pseudonym.

Das stimmt auf jeden Fall. Aber ich weiß nicht, ob es mir bei dem Pseudonym nicht egal wäre, dass es halt wie ein Pseudonym klingt ...

Ich tendiere trotz dem "erotischen Touch" gerade eher zu "de Guise", weil ich einfach denke, dass zwei verschiedene Pseudonyme mit gleichem Nachnamen eventuell komisch sind ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Steffi am 28. Juli 2013, 19:15:34
Ich habe mir tatsächlich einen kleinen Übersetzungsauftrag geanglelt (mit Werwölfen und Magier-Lehrlingen  :wolke: ) und es besteht die Möglichkeit, unter Pseudonym zu übersetzen. Grundsätzlich bin ich dafür, bin mir aber gerade nicht sicher, welches Pseudonym Sinn macht - kann ich mein "allgemeines" Autorenpseudonym Romy Wolf nehmen oder soll ich lieber etwas ganz neues wählen, das dann "genrespezifisch" ist (in diesem Fall M/M Romance) und das ich auch nochmal verwenden kann, falls ich in dem Genre mal schreibe? Oder ist das allgemeine Pseudonym, so lange ich noch keinen Verlagsvertrag habe, sinniger? Erfahrungswerte? Educated guesses? Irgendwer? ;)

EDIT: Hat sich erledigt, hab ein schönes Pseudonym gefunden :-)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Eliyanor Aruval am 01. August 2013, 14:30:31
Ich hätte auch eine Frage bezüglich Namen. Bei mir kommt ja eventuell irgendwann der Punkt, wo ich mir einen weiblichen Namen für mich aussuchen muss und ich habe ja in meinem Vorstellthread schon gesagt, dass dieser "Lillith Eliyanor Aruval" wäre und meine Freunde nennen mich auch alle schon Elly. Ich habe überlegt, ob ich nicht jetzt schon unter diesem Namen veröffentlichen will, damit die Leute sich nciht später fragen warum die Romanreihe plötzlich von jemand anderem weitergeschrieben wird oder so. Allerdings kommen alle drei Namensteile auch im Buch selbst vor, aber jeder bei einer anderen Person. Lillith ist die Göttin der Nacht, Eliyanor ist die gütige Urmutter der Menschheit (sozusagen meine Eva) und Aruval ist der Nachname des Hauptantagonisten. Ich wollte mich später so nennen, weil diese Charaktere Eigenschaften verkörpern, die mir sehr wichtig sind (und weil sie schön klingen ;D ). Meint ihr, das käme komisch, wenn der Name des Autors auch in der Geschichte vorkommt? Früher habe ich mich noch immer genau so genannt, wie der Hauptantagonist im Buch heißt und da wäre es definitiv komisch gewesen, wenn der Name dann als Autorenname auf dem Buch gestanden hätte, aber bei dem neuen Namen bin ich mir jetzt unsicher. Was haltet ihr davon?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Cairiel am 01. August 2013, 15:00:35
Um ehrlich zu sein, würde ich es komisch finden, wenn Figuren in dem Buch Namensbestandteile des Autors hätten. Sehr komisch. Unabhängig davon, wie du selbst heißt, warum veröffentlichst du die ganze Reihe nicht gleich unter einem ganz anderen Pseudonym? Dann hättest du auch nicht das Problem, dass du die Reihe mittendrin mit einem anderen Namen weiterschreiben "müsstest".

Nachtrag: Um vielleicht ein bisschen konkreter zu werden, was ich mit "komisch" meine: Wenn ich lese, dass eine Figur in irgendeiner Weise den Namen des Autors trägt, schießen mir (je nach Kontext) verschiedene Szenarien durch den Kopf. Nur so ganz allgemein gemeint, nicht auf dich bezogen, ich kenne ja durch deinen Beitrag - vermutlich im Gegensatz zu vielen anderen deiner Leser - den Hintergrund.
1. Wie in Darren Shan (?) ein ein wenig verrückter Beigeschmack (im negativen Sinne) - der Autor meint so quasi (entweder scherzhaft oder, was wirklich psycho wäre, wirklich) er hat die Geschichte schon selbst durchlebt und nur die Erinnerung daran verloren bzw. in seinem Buch aufgearbeitet.
2. Der Autor hatte scheinbar keine fantasievollere Idee für sein Pseudonym und/oder für seine Figuren.
3. Der Autor kommt mir ein wenig selbstverliebt vor.

Mir als Leser gefiele es wie gesagt in jedem Fall eher nicht so gut, wenn der Autor/die Autorin genauso hieße wie seine Figur(en).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nirahil am 01. August 2013, 15:15:21
Darren Shan schreibt über Darren Shan. Das ist so ziemlich das erste, was mir zu dem Thema einfällt und ich muss sagen, das fand ich erst wirklich merkwürdig. Ich habe die Bücher noch nicht gelesen, die treffen erst noch bei mir ein, aber ich habe den Film gesehen und mich danach etwas schlau gemacht. Und ich fand es wirklich komisch, dass der Autor tatsächlich genauso hieß, wie sein Protagonist. Bei Namensstücken fällt das eventuell nicht sofort so ins Auge, aber es wird auffallen. Die Frage ist, ob du diesen Effekt erzielen willst.

Was ich aber nicht so ganz verstehe: Du überlegst, unter Lillith Eliyanor Aruval zu veröffentlichen, das klingt für mich - zwar nicht ganz eindeutig - aber doch weiblich. Wenn du nicht unter diesem Namen veröffentlichen möchtest, weil die Namen in deinen Geschichten vorkommen, warum suchst du dir nicht gleich ein weibliches Pseudonym? Dann käme gar nicht infrage, die Reihe irgendwann unter anderem Namen weiter schreiben zu müssen. So wie ich es verstehe, willst du ja definitiv dann unter weiblichem Namen veröffentlichen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 01. August 2013, 15:58:31
Unabhängig von deiner eigtl. Frage, Eli, finde ich deinen favorisierten Namen als Autorennamen recht lang und künstlich. Er wirkt auf mich auch nicht harmonisch, sondern zusammengesetzt (was er auch ist). Aber vor allem weiß ich nicht, ob ich mir den Namen wirklich merken könnte. Wenn ich mir vorstelle, dass ich ein Buch mit so einem Autor verkaufen müsste, wie sollte ich dem Kunden klar machen, dass das ein echter Mensch geschrieben hat, welche Vita soll ich dem Kunden verkaufen? Extravaganter Autorenname und dann steht in der Vita etwas von Bäckerin mit heimlicher Schreibleidenschaft? :D Wenn du die Künstlichkeit völlig ausschöpfen willst und deine Vita entsprechend phantastisch gestaltest, wäre das Buch als Gesamtpaket harmonisch. Wäre aber fraglich wie das vom Käufer honoriert wird.

Auch wenn ich deiner Intension zustimme, Eli, (weil ich mehr oder weniger bei einem meiner Projekte vor einer ähnlichen Frage stehe) würde ich ein, doch zwar exotisches, dafür jedoch real klingendes, Pseudonym deiner Idee vorziehen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fynja am 01. August 2013, 16:56:47
Ich muss dann mal meinen Vorrednern widersprechen. ;) Ich persönlich würde mich nicht daran stören, wenn deine Figuren Namensbestandteile von deinem Namen hätten. Bei einer Figur mit dem ganzen Namen des Autos käme mir das eventuell vor, als würde der Autor eben davon schreiben, was er als besagte Figur am liebsten selbst durchleben würde, beziehungsweise als ob der Autor sich eben sehr stark mit dieser Figur identifiziert. Das wäre ungewöhnlich, stimmt, aber schlimm fände ich es als Leser eigentlich gar nicht. Und wenn es nur um Namensbestandteile geht, noch weniger.

Ich bin mir allerdings gerade nicht sicher, ob ich deinen Post richtig verstanden habe: Du willst den Namen "Lillith Eliyanor Aruval" (den ich übrigens sehr schön klingend finde) irgendwann als richtigen Klarnamen beantragen, oder? In dem Sinne wäre der Name ja dann kein Pseudonym, sondern dein echter Name? Dann müsstest du eben nur darüber nachdenken, ob du unter einem Pseudonym oder unter deinem späteren richtigen Namen veröffentlichen willst. (Korrigier mich, wenn ich das falsch verstanden habe.) So interessant ich den Namen dann auch finde, kann ich Zitkalasas Argument nachvollziehen, dass für Leser/Verkäufer ein kürzeres/einfacheres Pseudonym "praktischer" wäre.

Ich fände es aber so oder so am besten, wenn du deine Reihe von Anfang an unter dem gleichen Namen veröffentlichst, das wäre sonst womöglich tatsächlich zu verwirrend für die Leserschaft.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 03. August 2013, 12:40:27
Also was Darren Shan angeht: Als ich "Mitternachtszirkus" gelesen habe, fand ich es ziemlich gelungen, dass es gewirkt hat, als habe die Hauptfigur selbst das Buch geschrieben. Hab auch überlegt, das bei meinem eigenen Roman ähnlich zu machen, habe mich dann aber aus Eitelkeitsgründen und weil ich nicht dauernd das Pseudonym wechseln möchte, dagegen entschieden.
Komisch finde ich allerdings, dass dann auch Shans andere Bücher unter diesem Pseudonym erschienen sind...

Wenn man das macht, sollte meiner Meinung nach aber die Geschichte auch aus Sicht der Figur geschrieben sein, deren Namen man als Pseudonym gewählt hat. Ein aus mehreren Fantasynamen zusammengesetztes Pseudonym anzutreffen, empfände ich aus Lesersicht als seltsam, zumal ich "Lillith Eliyanor Aruval" wie Zitkalasa auch als zu lang und einen Tick zu konstruiert empfinde. Abgesehen davon ist der Name "Lilith" im Fantasysektor so abgenutzt. Für Figuren ist er wegen der Assoziationen sicher geeignet, aber bei einem Pseudonym würde ich darauf verzichten, außer ich wäre mit dem Namen auf sehr persönliche Weise verbunden. Klingt mir zu sehr nach Klischee, auch wenn es ohne Zweifel ein schöner Name ist.

Mal eine Frage an die Leute, die mehrere Pseudonyme nutzen:
Denkt ihr euch da eigentlich jedesmal eine eigene Biographie zu aus? Und lehnt ihr die an eure reale Biographie an oder lasst ihr da komplett eure Fantasie spielen?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Cairiel am 03. August 2013, 19:15:58
Also was Darren Shan angeht: Als ich "Mitternachtszirkus" gelesen habe, fand ich es ziemlich gelungen, dass es gewirkt hat, als habe die Hauptfigur selbst das Buch geschrieben. Hab auch überlegt, das bei meinem eigenen Roman ähnlich zu machen, habe mich dann aber aus Eitelkeitsgründen und weil ich nicht dauernd das Pseudonym wechseln möchte, dagegen entschieden.
Komisch finde ich allerdings, dass dann auch Shans andere Bücher unter diesem Pseudonym erschienen sind...
So sind die Geschmäcker verschieden. Ich bin mir ziemlich verar**** vorgekommen, als ich das gelesen habe. Das hat mir rückwirkend irgendwie die ganze schöne Buchreihe verdorben. Ich habe sie auch seither nicht mehr gelesen, obwohl ich normalerweise die meisten meiner Bücher mehrmals lese. Von daher würde ich persönlich raten, so etwas sehr gut zu überdenken. Es kommt offensichtlich nicht bei jedem gut an.

Mal eine Frage an die Leute, die mehrere Pseudonyme nutzen:
Denkt ihr euch da eigentlich jedesmal eine eigene Biographie zu aus? Und lehnt ihr die an eure reale Biographie an oder lasst ihr da komplett eure Fantasie spielen?
Das würde mich auch sehr interessieren.  :hmmm:  Wobei mir das - bei mir selbst, bei anderen stört es mich seltsamerweies nicht - immer wie ein Schwindel bis eine Lüge vorkommt, und ich möchte grundsätzlich nicht lügen. Aber dieselbe Biografie ist auch blöd und gar keine wirkt immer so leer ...  :d'oh:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coppelia am 03. August 2013, 20:16:29
Nein, ich benutze meine wirkliche Biografie. Sehr allgemein gehalten.
Aber ich war wohl auch gar nicht angesprochen, hab ja nur ein Pseudonym. Ich würde es aber auch bei mehreren nicht anders machen. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 03. August 2013, 21:26:15
Aber ich war wohl auch gar nicht angesprochen, hab ja nur ein Pseudonym. Ich würde es aber auch bei mehreren nicht anders machen. :)

Mich interessiert es natürlich auch, wenn jemand nur ein Pseudonym hat. ;) Ich hab in dem Moment nur gerade Leute mit mehreren Pseudonymen im Kopf gehabt, weil ich an Joy Chant denken musste, eine Autorin, die für jedes Genre eine andere Lebensgeschichte gewählt hat ("Joy Chant" ist auch eines ihrer Pseudonyme). Und Joanne K. Rowling hat ihrem Pseudonym ja irgendeine Story mit Militärhintergrund angedichtet.

Als ich bei Joy Chant festgestellt habe, dass ihre Biographie in den Büchern, die ich von ihr gelesen habe, im Grunde wenig mit ihr zu tun hat, war ich schon etwas enttäuscht, weil sie zu meinen Lieblingsautoren gehört und ich hatte durch ihre Biographie halt ein Bild von ihr gewonnen, das mit der Realität dann wohl wenig zu tun hatte. Deshalb bin ich selbst nicht so der Freund davon, da etwas völlig aus der Luft zu greifen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 04. August 2013, 10:12:02
Die Biographie meines Pseudonyms ist definitiv auch meine Biographie. Ich würde mir merkwürdig dabei vorkommen, etwas völlig aus der Luft zu greifen. Und da ich mein Leben mag habe ich auch kein Problem damit, das so zu kommunizieren. :vibes:

Es könnte sein, dass ich früher oder später im Thriller-Bereich zu einem Pseudonym greife, das nicht sofort erschließen lässt, ob das Buch von einer Frau oder einem Mann geschrieben wurde. In diesem Fall würde ich die Biographie aber wahrscheinlich dennoch an mein wirkliches Leben anlehnen. Eventuell einfach kürzer halten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Arcor am 04. August 2013, 10:42:33
Die Frage habe ich mir auch letztens gestellt. Ich würde tendenziell auch zu meiner wahren Biographie oder zumindest einer sehr ähnlichen greifen, selbst wenn ich einmal mehr als ein Pseudonym brauchen sollte.
Ich hätte einfach Bammel davor, mir eine völlig frei erfundene Biographie zu geben, mit anderem Beruf/Studienfach etc. und dann irgendwann in einer Lesung eine Frage gestellt zu bekommen, die in den Bereich abzielt und keine Ahnung zu haben.  :versteck: Oder das gewählte Berufsfeld taucht in einem Roman auf und man baut Fehler ein, die einem so nicht passieren dürften. Da würde das ganze dann in sich zusammenfallen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 04. August 2013, 10:47:07
Die Biographie meines Pseudonyms ist definitiv auch meine Biographie. Ich würde mir merkwürdig dabei vorkommen, etwas völlig aus der Luft zu greifen. Und da ich mein Leben mag habe ich auch kein Problem damit, das so zu kommunizieren. :vibes:

Gibt es das wirklich? Autoren die aufgrund ihres Pseudonyms eine fiktive Biographie haben? Wusste ich gar nicht. Wenn das so ist, habe ich mich schon öfter ins Bockshorn jagen lassen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Eliyanor Aruval am 06. August 2013, 17:40:39
So, jetzt bin ich auch mal wieder da :D
Also es ist schon so, dass ich irgendwann "Lillith Eliyanor Aruval" als richtigen Namen haben möchte. Das hat alles eine persönlicher Geschichte, ich habe mir den Namen nciht von heute auf morgen gegeben, sondern meine Freudne haben da auch mitgewirkt. Somit wäre es dann irgendwann schon mein richtiger Name,d er da steht. Ich würde den aber nicht komplett auf's Buch schreiben lassen, sondern entweder "Lillith Aruval", oder "Eliyanor Aruval" oder sogar "L. E. Aruval" (ohje,d ann bin ich nachher nur noch als Lea bekannt xD).
Ursprünglich wollte ich wie gesagt unter Nathanaél Aruval veröffentlichen, wie ich mich selbst nenne solange ich noch ein Junge bin und wie auch mein Hauptantagonist heißt, was aber auch passt, da der Roman im Prinzip eine verschlüsselte Autobiografie ist, dann wird halt zB aus einer besiegten Krankheit ein besiegter Dämon oder der Stiefvater, der einem immer ins Leben pfuschen will wird zu einer feindlichen Nation, die immer wieder das Heimatland des Helden angreift und die einzelnen Feldzüge stehen jeweils Symbol für eine Art von Mist, die besagter Stiefvater gebaut hat. Insofern ist es schon meine eigene Geschichte, die ichd a erzähle, nur halt in Gleichnissen.

Zu der Biographiesache, ich selbst würde da auch nur meine eigene Biographie angeben wollen. Das einzige, wo ich EVENTUELL "schummeln" würde, ist, je nachdem wie es von dem Zeitpunkt der Umwandlung her möglich ist, einfach so tun als sei ich schon immer in einem weiblichen Körper gewesen. Das hatte mir mal ein Freund empfohlen, weil mir das angeblich viel Ärger ersparen könnte und es ja auch nur mich was angeht. Aber ich überlege auch, es wirklich so zu machen, dass zwar kein großes Trara gemacht wird, aber die Leser trotzdem was von der Umwandlung mitbekommen, weil so etwas ja auch immer die Toleranz für sowas stärken kann und Leuten hilft, die sich das nicht so richtig trauen. Mal schauen. Aber ich würde mir nicht eine komplett andere Person ausdenken, die das dann geschrieben hat. Sollte ich was schreiben, was irgendwie "peinlich" ist, (zB so oft angesprochene "erotische Literatur") würde ichd as eher, um Verbindungen zu vermeiden, komplett ohne Biographie und sowas veröffentlichen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 06. August 2013, 18:15:01
erstmal: viel Erfolg bei deiner Umwandlung, wenn man das so sagen kann. Das ist sicher kein Schritt, der einem leicht fällt.
Was ich mich gerade frage: bist du sicher, dass dieser Name akzeptiert wird? Ich kenne mich da nicht so aus, es gibt ja auch Mädchen, die Arwen oder so heißen. Wenn ich den Namen höre, denke ich allerdings als erstes an ein Pseudonym. Wenn du dir allerdings hundert Prozent sicher bist, dass du diesen Namen annehmen möchtest und du auch sicher bist, dass du unter deinem echten Namen veröffentlichen willst, würde ich ihn auch nehem. Auf keinen Fall würde ich den Namen innerhalb eines Genres wechseln, es sei denn die Verlage wollen es so.
Sich eine künstliche Biographie auszudenken finde ich auch etwas bescheuert. Da lese ich dann, Autor XY hat die Welt bereist und hier und da gelebt und diese und jene spannende Berufe gahabt und dann ist das alles erfunden. Mir ist das schon mehr als einmal begegnet.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Manu am 06. August 2013, 18:26:01
Gibt es das wirklich? Autoren die aufgrund ihres Pseudonyms eine fiktive Biographie haben?

Ist zum Beispiel gerade bei Erotik-Autoren gar nicht so selten - insbesondere dann, wenn es etwas heftiger "zur Sache" geht. Manche treten bei Lesungen zum Beispiel gar nicht selbst auf sondern lassen von Dritten lesen, damit sie weiterhin unerkannt bleiben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Eliyanor Aruval am 06. August 2013, 23:48:14
Also das mit den Erotik-Leuten kann ich gut verstehen. Ich oute mich jetzt hier mal dass ich selbst auch sowas schreibe, weil... äh, so ein paar Jungs meine Geschichten ganz toll finden xD
Aber das mache ich dann natürlich auch unter einem ganz anderen Namen, der auch absichtlich überhaupt nichts mit den Namen, die ich mir sonst ausdenke gemeinsam hat (ich verrate ihn euch auch nicht ;D ). Aber wie gesagt, ne ganze Biografie dazu erfinden... wäre mir ehrlich gesagt auch zu anstrengend, für so etwas profanes :D

@ Franziska: Also den Namen Lillith gibt es auf jeden Fall auch so, da kenne ich eine. Aruval ist zumindest auch die Bezeichnung für ein Schwert und der Name einer Stadt, daher könnte man das durchbekommen. Bei Eliyanor müsste ich wohl behaupten, dass das eine Variation von Eleonore ist oder so. Mal schauen, und wenn es nicht klappt, nur Lillith reicht mir auch. Solange ich nicht meinen Jungennamen behalten muss xD
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 29. November 2013, 22:26:41
Gibt es das wirklich? Autoren die aufgrund ihres Pseudonyms eine fiktive Biographie haben? Wusste ich gar nicht. Wenn das so ist, habe ich mich schon öfter ins Bockshorn jagen lassen.

Mir sind schon mehrere begegnet. Ein bekanntes Beispiel dürfte etwa Joanne K. Rowling sein, die ihrem männlichen Krimi-Pseudonym meines Wissens auch irgendeine Biographie angedichtet hat (ich wollte es eigentlich gerade genauer nachprüfen, finde aber die ursprüngliche Bio des Pseudonyms nicht mehr).

Ich stehe im Moment auch vor der Frage, ob ich ein Pseudonym nutzen soll oder nicht. Eigentlich würde ich mich damit bei dem betreffenden Werk sicherer fühlen, weil es zwar Phantastik ist, aber... naja, eine etwas trashige Auftragsarbeit, nicht, was ich sonst schreibe. Andererseits würde ich ein offenes Pseudonym wählen wollen und dann ist die Frage, wozu überhaupt ein Pseudonym... Hm, langsam muss ich da Nägel mit Köpfen machen, aber die Entscheidung fällt mir nicht leicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alana am 29. November 2013, 23:21:45
Ein offenes Pseudonym macht in meinen Augen eigentlich nur Sinn, wenn der eigene Name so furchtbar ist, dass man ihn nicht auf dem Buch haben will, oder nicht zum Genre passt. Oder wenn man mehrere Genres schreibt, und der Leser sofort anhand des Pseudonyms wissen soll, welches Genre er da jetzt in Händen hält. In deinem Fall würde ich daher eher zu der Ansicht tendieren, dass ein offenes Pseudonym nicht viel bringt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coehoorn am 29. November 2013, 23:54:48
Ich denke ich würde auch unter Pseudonym veröffentlichen, wenn auch ohne neue Biographie. Ich habe mal mit dem Namen "John Preston" geliebäugelt (Hauptcharakter aus dem eher unbekannten Film "Equilibrium"). Ich finde den Namen einprägsam, einfach und vor allem mit einer gewissen Ausstrahlung.
Allerdings gab es laut Google schonmal einen Autoren mit dem Namen und der hat männliche Homoerotik geschrieben... :no:
Naja, darüber brauch ich mir ja noch sehr lange (und wer weiß ob überhaupt mal) noch keine ernsthaften Gedanken machen  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 30. November 2013, 09:41:26
Also, meinen Erfahrungen nach ist es so, dass selbst bei einem offenen Pseudonym am Großteil der Leser vorbeigeht, dass es ein Pseudonym ist. Auf meiner Homepage stehen ja sogar beide Namen im Header, trotzdem erzähle ich selbst regen Buchbloggern meist etwas neues, wenn ich sage, dass ich auch dystopische Vampirromane veröffentlicht habe, die nicht für Jugendliche sind. Bei mir dient es ja auch vor allem der Genreabgrenzung - na ja, und man bedient Verlagsbefindlichkeiten. Ab 2015 werde ich ja noch ein zweites Pseud haben, das auch offen ist, aber ganz ehrlich: Die allermeisten Leser, die in einer Buchhandlung nach einem Buch greifen, interessieren sich nicht wirklich für den Autoren, der hinter dem Namen steht, und gerade wenn es verschiedene Genre sind und man in einem von beiden nicht schon megabekannt ist, fragt da auch keiner nach. Von daher ist ein geschlossenes Pseudonym m.E. nur dann sinnvoll, wenn du wirklich unter gar keinen Umständen und auch nicht aus Versehen privat mit dem Buch in Verbindung gebracht werden möchtest.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pintana am 30. November 2013, 19:39:58
Da kommt's auch immer stark darauf an, was man neben dem Schreiben noch so tut. Genau
aus dem Grund habe ich mich für ein Pseudonym entschieden, auch wenn ich nichts dagegen habe,
das mein privates Umfeld (Mini-Dorf) vielleicht dahinter kommt wer sich unter dem Pseudonym
versteckt, aber da ich nicht damit rechne in nächster Zeit vom Schreiben leben zu können
muss ich meinen Beruf nicht beeinträchtige. Es gäbe nichts unangenehmeres als tatsächlich einen
Kunden vor mir zu haben der sagt: "Ach ja, von ihnen habe letztens diesen seltsamen Text gelesen,
irgend' so'n Fantasy scheiß halt. Hat ihr Kollege vielleicht Zeit?" Ich will wirklich in keinem meiner
beiden Tätigkeitsfelder unseriös wirken, deshalb: besser mit Pseudonym. Was den Genrewechsel
betrifft macht das natürlich auch Sinn, wie Grey ja schon beschrieben hat. 
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 01. Dezember 2013, 12:22:49
Aus demselben Grund wie Pintana werde ich für meine zukünftigen Kleckswerke auch ein Pseudonym verwenden. Bei mir kommt allerdings hinzu, dass mein echter Name, unter dem meine bisherigen Kleckswerke erschienen sind, nun untrennbar mit diesem einen Genre in Verbindung steht und es mir nicht gefallen würde, auf einmal Dinge zu hören wie: "Ach, die hat eine Liebesromanze geschrieben - meine Güte, wie will die denn Fantasy/einen Krimi/ein Sachbuch schreiben? Das kann ja gar nicht funktionieren!"  ::)

Sowas höre ich von Nichtschreibern aus meinem Umfeld nämlich ständig. Ich habe nichts dagegen, wenn Nichtschreiber ein gewisses Bild von Autoren und von mir als Klecks haben, und wenn sie von einem Autorenklischee überzeugt sind, dann sollen sie es meinetwegen sein, schon in Ordnung. Die meisten können ja ohnehin nicht nachvollziehen, dass es eventuell Spaß machen könnte, zu klecksen. Aber solche Kommentare - der oder die hat Fantasy geschrieben, da lese ich doch jetzt nicht seinen Krimi, der muss ja fürchterlich sein - nein, damit möchte ich mich lieber nicht konfrontieren lassen.  :wums:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 01. Dezember 2013, 13:15:20
 :wache!:

Liebe Pintana,

ein kleiner moderativer Hinweis zur besseren Leslichkeit deiner Beiträge: Bitte benutze die Umbruch/Return-Taste nur dann, wenn du wirklich einen Absatz machen möchtest! Normale Zeilenumbrüche macht das Forum von allein. Danke! :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ryadne am 01. Dezember 2013, 13:27:34
Da kommt's auch immer stark darauf an, was man neben dem Schreiben noch so tut.

Eben und mein Problem an der Sache ist vor allem, dass ich noch nicht weiß, welchen Beruf ich mal ausüben werde. Deshalb war ich auch vor der Veröffentlichung meines Debütromans sehr unsicher, ob ich nicht besser ein Pseudonym wählen sollte. Inzwischen bin ich froh, meinen richtigen Namen verwendet zu haben (auch wenn ich im Nachnamen das "ß" hätte rauslassen sollen).
Im letzten Bewerbungsgespräch kam das auch zur Sprache und im ersten Moment dachte ich so "Oh je!", aber es wurde dann positiv bewertet, was mich doch sehr erleichtert hat. Trotzdem ist es natürlich immer Glückssache, ob man an jemanden mit Verständnis gerät.

Wenn es nur nach meiner eigenen Entscheidung ginge, hätte ich kein Problem damit, unter meinem Namen in verschiedenen Genres zu veröffentlichen. Für mich ist eher ein "Stil"-Wechsel das Problem. Ich will das im Moment mal ausprobieren, und ich will auch, dass man weiß, dass es von mir kommt, wenn man es unbedingt wissen will - aber ich würde glaube ich lieber eine zumindest symbolische Abgrenzung vornehmen.

Ist dann nur die Frage, welches Pseudonym in Frage kommt, weil ich es gerne irgendwie an meinen Namen oder die Verwandter anlehnen würde.
Wenn ich mal gerade einen Pseudonymvorschlag in den Raum werfen darf (wir brauchen einen Pseudonym-TÜV ;D): Wie klingt "Kassandra Petris" für euch? Zu lang? Zu klischeehaft (wär in dem Fall eigentlich gar nicht so unpassend ;))? Okay? Könnte mir auch einfach eine Verkürzung meines Namens als Vornamen vorstellen, "Alessa" oder so. Schade, dass ich keinen Zweitnamen hab.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pintana am 01. Dezember 2013, 14:39:58
:wache!:

Liebe Pintana,

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Entschuldige, und danke für den Hinweis. Ich gelobe Besserung  ;D

Im letzten Bewerbungsgespräch kam das auch zur Sprache und im ersten Moment dachte ich so "Oh je!", aber es wurde dann positiv bewertet, was mich doch sehr erleichtert hat. Trotzdem ist es natürlich immer Glückssache, ob man an jemanden mit Verständnis gerät.

Wenn es nur um das Verständnis des Chef ginge, dann wäre mir das ehrlich gesagt egal, aber da ich weiß, wie die meisten auf den Begriff Fantasy reagieren hat man eben schnell diesen unseriösen Beiklang, würde ich beispielsweise Sachbücher oder Wirtschaftskrimis schreiben würde ich mir keinen Sorgen machen, aber für Elfen und Orks haben die wenigsten Verständnis, die einem ihr Geld anvertrauen ;-)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 02. Dezember 2013, 07:00:14
@Pintana:  :seufz: Das sind mal wieder die typischen Vorurteile gegen Fanasy-Schreiber. Traurig.

Darauf ist der Klecks allergisch. Das tut ihm gar nicht gut.  :gähn:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Robin am 02. Dezember 2013, 18:09:34
Ich habe mittlerweile eine klare Trennung zwischen meinem echten Namen und meinem Pseudonym festgelegt. Das ist allerdings nur aufgekommen, weil mein Gedanke war, dass mein Familienname (der mit "Kn" beginnt) wohl falsch ausgesprochen werden würde, wenn ich drüben in den Staaten veröffentliche. Mittlerweile ist es lediglich so, dass ich englische Geschichten unter Robin White veröffentliche, und alle deutschen Veröffentlichungen werde ich unter Realnamen machen.

Und ich mache auch kein Geheimnis aus meinem Pseudonym. Ich stehe zu dem, was ich schreibe. Vielleicht werde ich es in zehn Jahren nicht mehr so toll finden, aber das kann ich mir nicht überlegen, wenn ich jetzt was weiterbringen will. ;)

Aber es könnte durchaus verschwimmen. ;D Es ist also auch irgendwo eine... Launensache. Ich weiß auch nicht. Jedenfalls, die zwei Namen. Und die sind einfach zusammengewachsen, irgendwie.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 13. Dezember 2013, 12:37:01
Hallo Tintenzirkler!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich hier eigentlich richtig bin. Wenn nicht, dürft ihr den Thread gerne verschieben.

Da ich ähnliches nicht gefunden habe, zumindest nicht mit der Fragestellung, würde ich gerne diese Frage in den Raum werfen:

Sollte man als "Anfänger" unter einem Pseudonym veröffentlichen? Was spricht dafür, was dagegen?

Ich mache mir schon länger Gedanken über diese Frage, finde aber für mich keine zufriedenstellende Antwort. Wenn ich unter einem Pseudonym veröffentliche, könnte es sein, dass ich nicht "erkannt" werde. Wenn ich aber unter meinem richtigen Namen veröffentliche, habe ich Angst, von meinem Bekanntenkreis negative Kritik zu bekommen, wenn das Buch gelesen wurde. Andererseits würde der Bekanntenkreis nach zwei Veröffentlichungen sicher sowieso dahinter kommen, vor Allem, weil mein Pseudonym für mich spricht und man sicher schnell dahinter kommen kann. Ich bin mir unsicher, ob ich ein fertiges Projekt nun unter meinem richtigen Namen bei einer Agentur/einem Verlag bewerbe, oder aber mit einem Pseudonym zusammen.

Was haltet ihr davon?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 13. Dezember 2013, 13:40:49
Hallo Phea,

da wir schon verschiedene Threads zu Pseudonymen haben, habe ich deine Frage mal hier angehängt. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 13. Dezember 2013, 14:03:01
Dankeschön! tut mir leid, ich hab den Thread nicht gefunden!  :schuldig:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christopher am 13. Dezember 2013, 15:03:05
Ich persönlich tendiere zum Pseudonym. Warum?
Weil ich nicht von Leuten, die nicht mögen was ich schreibe, belästigt werden will. Weil ich etlichen Fragen zu dem Thema aus dem Weg gehen will. Weil ich "Ich wollt auch mal ein Buch schreiben, hab aber nicht mal angefangen, hast du da Tipps??" aus dem Weg gehen möchte. Weil es mein Umfeld nichts angeht.
Und vor allem: Weil ich ziemlich introvertiert bin und das schreiben meine Privatsache ist. Wer liest, liest meine Gedanken, meine Träume. Und ich möchte nicht, dass jeder weiss, wie es in mir aussieht.

Im Zweifelsfall kann ich immer noch den Perso zücken, mit dem Finger auf den Künstlernamen tippen und sagen: "Da! Ich bin das!" Kann mir aber schwer vorstellen, dass ich das irgendwann mal will/muss.


Das Problem mit dem "erkannt werden" verstehe ich nicht so ganz. Wenn du als Autor auftrittst, dann doch eh unter Pseudonym, oder nicht? ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nika am 13. Dezember 2013, 15:21:56
Die Frage ob du von dir aus ein Pseudonym wählst oder nicht (weil es ja später auch vorkommen kann, dass ein Verlag möchte, dass du ein Pseudonym nutzt), kann man immer nur selbst beantworten.

Du schreibst, dein Bekanntenkreis käme spätestens nach zwei Büchern ohnehin dahinter, dass du es bist und dass dein Pseudonym sehr für dich spricht. Wenn dein Pseudonym so offensichtlich wäre, wieso dann überhaupt eines nehmen, bzw. wieso dann dieses?

Willst du das Schreiben komplett von deinem privaten Leben trennen, also mit versteckten Pseudonym arbeiten? Dann musst du bedenken, dass du auf allen Fotos dein Gesicht versteckt halten musst, keine Lesungen selbst abhalten kannst, etc.
Oder soll es offener sein, zum Beispiel zur Abgrenzung, damit man mit deinem richtigen Namen keine Bücher in Verbindung bringt (wenn dein Arbeitgeber dich z. B. googlet), du aber mit deinem „Gesicht“ und deiner Person an sich trotzdem bekannt bist?

Weshalb fürchtest du negative Kritik von deinem Bekanntenkreis? Aufgrund des/der Genre, die du schreibst? Oder wegen des Schreibens als solches?

Ich denke, damit, ob du Anfänger bist oder nicht, hat es weniger zu tun, ob du dir ein Pseudonym zulegen solltest oder nicht. Du kannst dich mit einem Pseudonym schließlich genauso aufbauen, wie mit deinem richtigen Namen. Wenn du natürlich überlegst, irgendwann doch deinen richtigen Namen zu benutzen, kann es sein, dass du dann wieder „von vorne“ anfängst, es sei denn, deine Leser wissen, dass du und dein Pseudonym die gleiche Person seid.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rhiannon am 13. Dezember 2013, 15:30:35
Also ich bin mir sicher, dass ich, so ich zu einer Veröffentlichung kommen sollte, unter Pseudonym veröffentlichen werde. Nicht, weil ich später nicht mit meinen Anfängerwerken in Verbindung gebracht werden möchte, sondern weil das, was ich schreibe, nicht unbedingt einem möglichen Arbeitgeber in die Hände fallen soll, wenn er mich z.B. googlet. Bei einem Beruf im therapeutischen Spektrum sollte man vielleicht nicht mit Fantasy oder gar bösen Dystopien in Verbindung gebracht werden, wie ein arbeitgeber das auffasst, will ich nicht unbedingt testen.
Aber niemand kann erwarten, dass ein neuer Autor keine Luft nach oben hat, weil schon der Höhepunkt erreicht wurde, von daher würde ich die Frage Anfänger und Pseudonym verneinen.
Was deinen Bekanntenkreis angeht, frage ich mich, was genau du fürchtest. Ein "Mir gefällt dein Buch nicht!" oder eine Ausgrenzung, weil du überhaupt Fantasy veröffentlichst? Ersteres wirst du im Laufe der Jahre wohl noch öfter Mal zu hören bekommen, einfach weil die GEschmäcker verschieden sind. Letzteres ist doof, aber letzten Endes wirst du das wohl auch nicht ewig verbergen können. Und wenn man durch dein Pseudonym ohnehin auf dich schließen kann, warum dann die Mühe?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 13. Dezember 2013, 15:36:48
Als Anfänger ein Pseudonym zu verwenden impliziert, dass man seinen späteren Stil nicht direkt mit dem früheren in Verbindung gebracht bekommen möchte... Aber mit 25 schreibt man nunmal ganz anders als mit 35, 45 oder 55 Jahren. Es ist normal, dass die Schreibe sich ändert.
Man sollte eben erst Dinge veröffentlichen, von denen man wirklich überzeugt ist. Die meisten Leute veröffentlichen nicht das erste, sondern das dritte oder vierte Manuskript, weil erst da der schreiberische Reifeprozess so weit fortgeschritten ist.

Pseudonyme machen Sinn, um Arbeitsleben und Autorenleben zu trennen, ode wenn man in verschiedenen Genres schreibt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Witch am 13. Dezember 2013, 16:24:29
Ich würde auch von Anfang an unter Pseudonym veröffentlichen, aus demselben Grund wie Rhiannon. Nicht nur der mögliche Arbeitgeber, sondern z.B. auch Leute im weiteren Bekanntenkreis (solche, die einen zwar kennen, aber nicht direkt Freunde sind) sollten mich nicht ohne Weiteres mit meinen Geschichten in Verbindung bringen können. Bei mir kommt noch hinzu, das mein Realname einfach nur katastrophal und sperrig klingt und ihn ohne Erklärung kaum jemand richtig aussprechen kann. Sowas möchte man ja nicht auf dem Buchcover haben.

Bewerben tue ich mich allerdings mit meinem realen Namen, da sehe ich keinen Grund dagegen. Ich würde dann erst im Falle einer Annahme den Verlag auf das Pseudonym ansprechen.

Als Anfänger ein Pseudonym zu verwenden impliziert, dass man seinen späteren Stil nicht direkt mit dem früheren in Verbindung gebracht bekommen möchte...

Das Problem sehe ich nicht, wenn ich beabsichtige, mein Pseudonym auch in 10 Jahren noch zu verwenden.

Wieso ist es ein Problem, wenn du nicht erkannt wirst, Macpheanna? Möchtest du bei jeder privaten Korrespondenz gleich als die Autorin erkannt werden? Je nach Name besteht diese Gefahr. Mich hat z.B. in meinem Alltagsjob ein Bekannter anhand einer E-Mail erkannt, weil es meinen Namen so in der Schweiz genau einmal gibt. ;) Das fand ich dann eher unheimlich, dass der plötzlich wusste, wo ich arbeite. Mit dem Autorendasein hätte ich da ähnliche "Bedenken" (wenn man es so nennen will), nur natürlich auf einer etwas anderen Ebene.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 13. Dezember 2013, 16:33:59
Witch,
es klang so, als ginge es um ein Pseudonym für den Anfang und ein anderes für später...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 13. Dezember 2013, 18:09:23
Vielen Dank erst einmal für eure Antworten!

Warum Pseudonym - warum nicht wird mir jetzt ein wenig klarer. Dass der Arbeitgeber mich googlen könnte, war mir bisher nicht bewusst bzw. habe ich erfolgreich verdrängt. Ich habe zwar bereits ein Bus veröffentlicht, allerdings ist das Buch ... Naja, es ist eigentlich noch in der Rohfassung gewesen. Der Verlag hat es einfach veröffentlicht, ohne es wirklich zu lesen. Für Zusatzleistungen hätte ich zahlen müssen (Lektorat, schönes eigenes Cover ...) - und dieses habe ich mit meinem vollständigen Namen veröffentlicht. Ich möchte mit diesem Buch nicht in Verbindung gebracht werden, da es, wie gesagt, eigentlich eine Rohfassung war und von meiner lieben Mutter zum Verlag geschickt wurde. Nicht lange nachgedacht, wurde der Vertrag unterschrieben und hätte ich noch irgendetwas geändert, hätte ich wieder zahlen müssen, da der Vertrag ja bereits unterschrieben war. Das wusste ich nicht und jetzt lässt es sich nicht mehr ändern, die Rohfassung an die Öffentlichkeit gelangt und ich fühle mich damit nicht wohl. Während der drei-jährigen Sperre (Es ist ein drei-Jahres-Vertrag) schreibe ich das Buch komplett neu und werde es bei einem anderen Verlag noch einmal bewerben.

Wieso ich mich fürchte? Das weiß ich eigentlich selbst nicht ... Mir wurde von vielen Personen gesagt, dass sie es toll finden, dass ich schreibe und veröffentlichen will. Mir wurde von vielen gesagt, sie wollen mein bereits veröffentlichtes Buch lesen. Es gekauft haben sie aber nie, die Enttäuschung meinerseits war groß, da immerzu leere Versprechungen gemacht wurden. Meine Mutter untersützt mich dabei dafür sehr und ich bin ihr sehr dankbar dafür, auch wenn sie es manchmal ein wenig übertreibt. Das Buch bei dem Verlag unterzubringen war ein voreiliger Entschluss, den ich sicher nicht noch einmal tun werde.

Zudem kann ich sagen, dass mein Name viel zu lang für ein Cover ist - finde ich  :rofl: Ich habe einen ziemlich langen Doppelnamen, dann noch einen gewöhnlichen und langweiligen Nachnamen und da ich vor habe zu heiraten und meinen Namen ändere, möchte ich nicht, dass von mir drei verschiedene Namen auf den Büchern stehen (Alter Name, Neuer Name, Name ohne Doppelnamen, Name mit Doppelnamen ... Was man eben für Fehler bei einem langen Namen machen kann). Das Pseudonym, welches ich wählen würde, wäre Macpheana, weil ich mich bei diesem Namen einfach am Wohlsten fühle.

Eigentlich ist es mir ja ziemlich egal, was mein Bekanntenkreis mir zu den Büchern sagt. Es kommt mir oft so vor, als sagen sie nur "Wow, toll", um irgendwas zu sagen. Und ständig kommt dann auch dieses "Ich will ein Buch schreiben ..." wirklich tun, tun sie es nie. Mein Freund ist das beste Beispiel, er sagt ständig "Ich will das auch machen", findet meine Schreiberei aber überflüssig. (das gehört hier nicht hin, entschuldigt)

Andererseits sieht man ja auch, dass man sich verbessert, wenn man nicht unter einem Pseudonym veröffentlicht. Ich weiß jedoch nicht, ob man es sich noch einmal holen würde, weil man die Geschichte doch schon kennt. Ich will es einfach neu schreiben, weil ich mich damit dann wohler fühle, wenn es durch ein Lektorat gegangen ist, mit mir die Überarbeitung überstanden hat und ich es wirklich für Druckreif empfinde. Wenn ich dies allerdings unter einen Pseudonym raus bringe, will ich nicht, dass es heißt "Da hat sich jemand die Mühe gemacht deine Geschichte neu aufzusetzen. Und es ist viel besser geworden." Dann wäre da noch die Alternative, dieses Buch als "ich" rauszubringen und "alle anderen" als Macpheana - auch wenn da ein und dieselbe Person drunter zu verstehen ist. Ich fühle mich mit den Gedanken eigentlich ganz wohl - so erinnert mich mein erstes Buch immer an den Fehler, den ich damals begann.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 14. Dezember 2013, 17:43:39
Zum Arbeitgeber-Aspekt:

Es geht dem potentiellen Arbeitgeber immer (auch) darum, wie man sich verkaufen kann. Wenn man selbstbewusst zu seinem Schreiben steht und klar macht, dass man kein Träumer ist und das Schreiben nicht den Beruf beeinträchtigt, hat kein *vernünftiger* Arbeitgeber etwas dagegen, dass man schreibt. (Bei den "unvernünftigen" will man eh nicht arbeiten, weil das auch die sind, bei denen Entlassungen aus nichtigen Gründen und Arbeitsrechtsverletzungen ganz hoch im Kurs stehen.) Wenn man keinen gar zu exotischen Namen hat, muss der Arbeitgeber außerdem immer in Betracht ziehen, dass es sich um einen Namensvettern handelt und nicht um die selbe Person. Das gilt vor allem in "qualifizierteren" Berufen. Bei Hilfstätigkeiten etc. ist es ohnehin i.d.R. nicht von Interesse für den Arbeitgeber.

Das gilt auch für Therapeuten jeglicher Art. Eine befreundete Psychologin hat ihr erstes Buch mit 16 oder 17 heraus gebracht (bei einem richtigen Verlag, aber eben trotzdem mit entsprechend "jugendlich-korrekturbedürftigem Stil"), das sehr düster ist und wo Ende alle sterben; sie hatte noch nie Probleme, dass ihr ein Strick daraus gedreht worden wäre.

Ein Problem kann bei Selbstständigen entstehen - wenn jemand nämlich den Namen in eine Suchmaschine eingibt und erstmal nur Einträge über den Autor findet, wird man als Selbstständiger hinter dem Autor nahezu unsichtbar oder man stiftet damit unnötig Verwirrung. Deshalb möchte ich das z.B. durch ein Pseudonym trennen - mache aber auch kein Geheimnis daraus, dass ich schreibe.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Snöblumma am 14. Dezember 2013, 18:22:46
Zum Arbeitgeber-Aspekt würde ich anmerken: Hängt vom Genre und der Branche ab. Aber das weiß wohl jeder selbst am besten,  ob er aus diesem Grund ein Pseudonym braucht ;).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: RaphaelE am 14. Dezember 2013, 18:46:11
Bei mir kommt noch hinzu, das mein Realname einfach nur katastrophal und sperrig klingt und ihn ohne Erklärung kaum jemand richtig aussprechen kann.
Challenge Accepted!  :snicker:

Ich gedenke auch, ein Pseudonym zu verwenden, aber mir fallen(im Gegensatz zu meinen Figuren) einfach keine passenden Namen ein. Ich war ja schon so kreativ, dass mein Nick hier im Zirkel meinem Realnamen entspricht. :wums:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: RockSheep am 14. Dezember 2013, 18:50:36
Ich gedenke auch, ein Pseudonym zu verwenden, aber mir fallen(im Gegensatz zu meinen Figuren) einfach keine passenden Namen ein. Ich war ja schon so kreativ, dass mein Nick hier im Zirkel meinem Realnamen entspricht. :wums:

Ich hab genau das "andere Problem". *g* Ich hätte einen Namen, unter dem ich gerne Veröffentlichen würde (der Mädchenname meiner Mutter, der mit dem Tod meiner Grosseltern in der Schweiz aussterben wird, und den ich so irgendwie gerne erhalten würde). Aber andererseit fände ich es schon toll, wenn man mich als Autor auf dem Buchdeckel erkennen würde. Beruflich gibt es da bei mir keinerlei Bedenken, in der Informatikbranche haben doch eh alle ein bischen ein Rad ab. ;)

Aber um ehrlich zu sein steht das Thema so oder so noch ausser Frage  :P
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: RaphaelE am 14. Dezember 2013, 20:23:35
[...]in der Informatikbranche haben doch eh alle ein bischen ein Rad ab. ;)
Auch wenn ich nur hobbymässig programmiere, kann ich sagen, wer in der Informatikbranche tätig ist, lebt in einer andern Welt.
Als ich am Wochenende relativ viel Code geschrieben habe, bin ich am Montagmorgen aus einem sehr skurrilen Traum aufgewacht: Meine Protaginistin war eine Klasse. Mir schwirrten dann Gedanken im Kopf rum wie: "Aber diese Property wird ja aus der Basisklasse weitervererbt. Dann kann ich das Ganze ja darauf zurückcasten und die Property dort abgreifen." oder "Jetzt implementiert diese Klasse dieses Interface. Soll ich jetzt meine Protagonistin über das Interface ansprechen, oder mache ich mir eine Struktur dazu?". Sowas am Montagmorgen macht einem schon ein wenig Angst. :o
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 15. Dezember 2013, 08:44:57
Mir macht dein Post Angst, weil der Klecks in Informatik nämlich immer ganz schlecht war und nichts von dem verstanden hat, was du sagen wolltest. Was genau hast du denn gemacht? :versteck:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: RaphaelE am 15. Dezember 2013, 15:20:58
Dann beruhige ich mal unseren Klecks: Ich war so stark auf das Programmieren fokussiert, dass ich sogar in der Nacht davon geträumt habe. Als ich dann aufwachte, war ich immernoch in diesen Überlegungen meines Traumes verwickelt, bis ich merkte, dass der Wecker läutete und ich aufzustehen hatte. :D
Das war so gruselig, dass ich das Programmieren für ein paar Wochen sein liess und mich Anderem widmete. :gähn:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 15. Dezember 2013, 16:00:17
D-d-danke für das b-b-beruhigen.  :gähn:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: RaphaelE am 15. Dezember 2013, 16:35:53
Naja, ein Versuch war es wert ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Thea am 15. Dezember 2013, 20:52:24
OT: Raphael, kennst du Rick Cooks Bücher? Wizard's Bane, The Wizardry Cursed und The Wizardry Consulted?
In den Romanen kommt ein Programmierer in eine andere Welt und programmiert dort Zaubersprüche auf Fortran/Forth - Basis. Einfach nur zum Schießen.

OnTopic:
Ich hatte kein Pseudonym, bevor ich Kinder hatte - ich habe nur meinen Namen etwas abgekürzt. Dann habe ich für unsere Kinder den Namen der Kinnings und meines Mannes angenommen und hatte ein Pseudonym. Ganz einfach, legal und erklärbar. Ich mache da kein großes Geheimnis draus, aber wenn jemand meinen (aktuellen) bürgerlichen Namen durch eine Suchmaschine jagt, bekommt er heraus, dass ich Websiten verwalte und Quilts nähe. Von Büchern keine Spur. Auf der Gegenseite hat die Bergermann nix ausser Büchern, einem Bakongarten und ein paar Stickereien zu bieten. Es kann also auch ganz einfach sein. :D

--Thea
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christopher am 16. Dezember 2013, 16:42:26
Wo das Thema gerade wieder hochkam hab ich mir auch mal ein paar Gedanken gemacht. Dass ich ein Pseudonym wollen würde, hab ich ja schon gesagt darum:

Was haltet ihr von "Chris Anders" als Pseudonym? Natürlich für Fantasy, High-Fantasy bis Grim&Gritty würde es gehen...

Ich bin schon bei Namen für meine Figuren schlecht, und dann ein Name für mich selbst?

Immerhin gibt es 1-2 Dinge, die mir daran gefallen:
- Vorname nur abgekürzt
- Nachname ist ein Akronym
- Lässt lustige Wortspiele zu "Ist das ihr richtiger Name? Nein, mein Name ist Anders ;D "


Was ich nur nicht beurteilen kann ist, ob denjenigen welche die Bücher dann in der Hand haben ebenfalls damit leben könnten. Oder wie ein Verlag oder eine Agentur das sehen würden. Oder, oder, oder...

Darum frag ich einfach mal hier ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 16. Dezember 2013, 17:23:32
Das klingt nicht schlecht, unaufdringlich, man kann es sich gut merken, und es klingt nicht nach Pseudonym. Aber ich bin jetzt schon neugierig, wofür "Anders" ein Akronym ist. Vielleicht "Auch Noch Dringend: Einen Roman Schreiben!"? :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christopher am 16. Dezember 2013, 18:11:33
Argh!  :wums:

Ich meine natürlich Anagramm! ANAGRAMM nicht Akronym  :wums:

Da hat das liebe Großhirn mal wieder Mist gebaut bei den Verknüpfungen  :omn:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 16. Dezember 2013, 18:14:38
Ahh. Schade. ;D Aber mit diesen ganzen A-Wörtern komme ich auch ständig durcheinander. Ich habe das Gefühl, es gibt einfach besonders viele Fremdwörter und Fachbegriffe, die mit A anfangen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rosentinte am 17. Dezember 2013, 00:24:54
Prinzipiell finde ich den Namen nicht schlecht... Aber bei "Anders" muss ich persönlcih an die gleichnamige Buchreihe von Hohlbein denken (so ziemlich das einzige Werk von ihm, das mir gefallen hat), das wirkt vielleicht "geklaut".
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Grey am 17. Dezember 2013, 00:35:54
Na ja, aber "Anders" ist doch ein ganz normaler Nachname ... Der Vormieter meiner Wohnung z.B. hieß so. Und gerade weil er so normal klingt, glaube ich nicht, dass da jemand denkt, der Name wäre geklaut. Da passiert höchstens sowas wie "Oh guck mal, der heißt genau wie ...!"

So wie eine Klassenkameradin von mir, die hieß Melitta. Die ganze Kindheit über war das für uns ein total normaler Name, bei dem wir uns gar nichts gedacht haben. Das fanden wir erst urkomisch, als wir ins Kaffeetrinkalter kamen und eine Filtertüte entdeckten, die auch so hieß ... ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 17. Dezember 2013, 01:22:43
Ich würde das Pseudonym nicht als normalen Namen oder Akronym, sondern als Wort auffassen (Anders sein, Anderswelt) und fände es daher nicht sehr sympathisch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coppelia am 17. Dezember 2013, 05:52:24
Ich fände es aus demselben Grund gerade sympathisch. ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Mogylein am 17. Dezember 2013, 07:02:40
An sich find ich das Pseudonym in Ordnung, aber sowohl Vor- als auch Nachname sind sehr kurz, ich denke, mir würde "Christopher Anders" mehr zusagen, weil der Name dann eine angenehme Länge hat.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Thaliope am 17. Dezember 2013, 09:04:38
Ahh. Schade. ;D Aber mit diesen ganzen A-Wörtern komme ich auch ständig durcheinander. Ich habe das Gefühl, es gibt einfach besonders viele Fremdwörter und Fachbegriffe, die mit A anfangen.

Und das ist nämlich so, weiiil dem Menschen, der das Fremdwörterbuch geschrieben hat, am Anfang noch ganz viele Sachen eingefallen sind, und später ist ihm dann die Puste ausgegangen.

Ich muss bei dem Nachnamen Anders immer an Thomas Anders denken, und das wär jetzt nicht die allerpositivste Assoziation. Aber das ist vielleicht auch eine Generationsfrage *nach dem Krückstock tast*

Christopher Anders finde ich aber auch sehr schön klangvoll.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: RaphaelE am 17. Dezember 2013, 09:10:31
Ich muss bei dem Nachnamen Anders immer an Thomas Anders denken, und das wär jetzt nicht die allerpositivste Assoziation.
Oh. Ich habe noch eine unangenehmere: Anders Behring Breivik. :happs:
Aber ich will mal nicht gleich den Teufel an die Wand malen. "Chris Anders" finde ich voll okey, auch wenn ich "Christopher Anders" angenehmer finde. Der geh so leicht über die Lippen. :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Luna am 17. Dezember 2013, 09:33:32
Ich habe bei Anders als erstes an Anders und Sir Lancelot (Sir Pounce a lot) (http://dakkita.deviantart.com/art/DA-II-The-mage-and-the-cat-208366042):wolke: aus dem Fantasy-Rollenspiel Dragon Age denken müssen. Von daher passt der Name Anders ja zu einem Fantasyautor. Christopher Anders finde ich auch viel klangvoller als Chris Anders.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 17. Dezember 2013, 09:40:33
Ich finde Chris Anders kurz und knackig und hatte keine Assoziationen zu diesen Namen. Anders hat mich zwar an irgendetwas in der Richtung erinnert, aber wirklich schlimm war das auch nicht. Christopher Anders klingt auch rund, wäre für mich aber zu lang. *Pfeift*
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 17. Dezember 2013, 09:47:33
Ich habe sehr viele Assoziationen zu dem Namen und finde deshalb, dass er "abgekupfert" wirkt.

(Meinungen sind halt verschieden.)

Zudem gehört "Anders" neben "Schwarz" zu den deutschen Namen und Begriffen, die wohl am häufigsten für Fantasy-Pseudonyme verwendet werden (oder gewünscht werden, aber nicht immer beim Verlag durchkommen ;) ). Auch da gibt es eindeutig Moden und Trends. Ob es gut oder schlecht ist, in eine Mode zu passen, muss jeder für sich selbst wissen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 17. Dezember 2013, 10:56:48
Ich kann mich mit dem Chris nicht so anfreunden, weil nicht eindeutig ist, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Autor handelt. Davon ab, dass es sich für mich englisch "anfühlt" und gerade mit dem Anders dann nicht so passt. (Bei Anders muss ich zuerst an Modern Talking denken...) Schließlich kommt noch das Gefühl, dass es kein vollständiger Name ist, sondern nur ein Rufname.

Warum bleibst du nicht bei Christopher? Finde ich so schon einen sehr schönen Namen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 17. Dezember 2013, 11:21:05
Christoper Anders klingt in meinen Ohren auch besser als einfach nur Chris. Allgemein assoziiere ich als Erstes die Hohlbein-Reihe damit, und als zweites kommt dann der von Luna angesprochene Anders aus Dragon Age. Also nicht sehr viel. Ich finde das Pseudonym nett.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 17. Dezember 2013, 12:49:03
Ich musste auch an Modern Talking denken, wenn ich ehrlich bin. ;D

Chris ist geeignet, angenehm kurz, aber über den "Nachnamen" würde ich mir wirklich nochmal Gedanken machen. Damit werden eine Menge Assoziationen geweckt.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nirahil am 17. Dezember 2013, 13:01:17
Ich mag den Nachnamen irgendwie, aber Christopher Anders ... ich kann mir nicht helfen und ich weiß nicht, wieso, aber mir schwirrte immer eine Ahnung an einen früheren Schriftsteller durch den Kopf. Nachdem ich jetzt angefangen habe, zu tippen, ist er mir sogar eingefallen: Hans Christian Andersen. Ich habe keine Ahnung, wieso ich gerade auf den (den ich bis auf den Namen nicht kenne) komme, wenn ich Christopher Anders lese. Aber ich denke, lieber diese Assoziation, als mit Modern Talking. ;) Die hatte ich übrigens nicht. Mir gefällt der Name, würde aber auch zu Christopher statt Chris tendieren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coehoorn am 17. Dezember 2013, 13:12:06
Wie findet ihr dass den generell?
Ist es schlimm wenn ein Autor unter Pseudonym veröffentlich, wenn es den Namen bereits gab? Bei einem bekannten auf jeden Fall ja aber was ist mit Autoren die wirklich kein Mensch zu kennen scheint und der noch dazu was völlig anderes schreibt? Was ist wenn der Autor schon seit Jahrzehnten nicht mehr lebt?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 17. Dezember 2013, 13:29:39
Also einen ähnlichen Namen finde ich nicht schlimm - anders wäre es bei einem gleichen Namen. Ich denke, das würde auch der Verlag nicht wollen, es seidenn, es ist dein richtiger Name. Es gilt immerhin immer noch das Persönlichkeitsrecht (oder so).

Wie sieht das mit einem Vor- und Nachnamen aus? Muss ein Pseudonym diese beinhalten? Oder kann es auch nur ein einfacher Name sein?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nika am 17. Dezember 2013, 13:35:45
Wie findet ihr dass den generell?
Ist es schlimm wenn ein Autor unter Pseudonym veröffentlich, wenn es den Namen bereits gab? Bei einem bekannten auf jeden Fall ja aber was ist mit Autoren die wirklich kein Mensch zu kennen scheint und der noch dazu was völlig anderes schreibt? Was ist wenn der Autor schon seit Jahrzehnten nicht mehr lebt?

Mir persönlich würde es nicht gefallen, wenn jemand absichtlich den Namen eines anderen Schriftstellers (oder auch einer anderen Person aus der Öffentlichkeit) - egal wie wenig oder viel berühmt - nimmt. Es kann natürlich immer vorkommen, dass man ein Pseudonym wählt und hinterher feststellt, dass es einen Autoren gleichen Namens bereits gibt, das kann einem schließlich auch mit dem eigenen, also dem richtigen Namen passieren, aber darauf anlegen wollte ich es nicht. Aber für mich muss mein Pseudonym auch etwas bedeuten, etwas, mit dem ich mich identifizieren kann und das ich auch in zehn, fünfzig oder mehr Jahren noch als mein Pseudonym vertreten kann. Da würde ich einfach keinen Namen wollen, der schon einmal als Autor aufgetaucht ist. Also, wenn Google oder Amazon Buchergebnisse zu dem Namen finden, wäre das für mich persönlich ein No-Go.

Wie sieht das mit einem Vor- und Nachnamen aus? Muss ein Pseudonym diese beinhalten? Oder kann es auch nur ein einfacher Name sein?

Sagt dir Janosch etwas? ;) Tun kann man es sicher, ob man es sollte, ist eine andere Frage.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christopher am 17. Dezember 2013, 16:06:14
Huch, da kam ja seit gestern Abend noch einiges zusammen...

Also, allgemein ist es mir relativ ob der Nachname irgendwo schon mal vorkommt, sofern er nicht ZU bekannt ist. Abgesehen von reinen "Fantasienamen" hat es bei quasi allen Namen bestimmt schon mal jemanden mit genau diesem Namen geben, oder es gibt eine Buchreihe, ein Kochrezept oder eine Hautcreme die so heißt. Wenn es danach geht, sollte man gar keinen Namen mehr verwenden.

Daher sind die diversen Assoziationen nicht allzu schlimm. Sollte mir jemals jemand damit kommen: "Ihr Pseudoynm haben sie aber nach dem und dem gewählt!" kann ich ja ganz locker kontern, dass das nicht stimmt. Es ist einfach ein Anagramm zu meinem realen Nachnamen. So, das darf man dann erst mal entkräften.
(einzig die Assoziation mit Modern Talking muss ich noch mal schwer überdenken  :gähn: )

Ob Chris oder Christopher wäre Geschmackssache. Da lässt sich streiten, aber es ist ja schon mal gut, dass ich da erste Meinungen zu habe und beides möglich wäre ;D

Danke auf jeden Fall für die Hilfe und die Rückmeldungen! Ich denk mal, da ich so verdammt schlecht bei Namen bin werd ich das erst mal so ins Auge fassen und sollte es dann dazu kommen, dass ich ein Pseudonym brauche/haben will/soll werd ich das dann im direkten Richten mit dem Verlag klären ob das so in Ordnung geht oder ob die einen besseren Vorschlag haben  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Thaliope am 17. Dezember 2013, 16:38:40


Daher sind die diversen Assoziationen nicht allzu schlimm. Sollte mir jemals jemand damit kommen: "Ihr Pseudoynm haben sie aber nach dem und dem gewählt!" kann ich ja ganz locker kontern, dass das nicht stimmt. Es ist einfach ein Anagramm zu meinem realen Nachnamen. So, das darf man dann erst mal entkräften.


Man kann natürlich auch nicht immer auf alle eventuellen Assoziationen Rücksicht nehmen, da hast du recht.
Das Problem sind aber nicht diejenigen, die zu dir kommen und es dir vorhalten, sondern diejenigen, die aufgrund einer blöden Assoziation oder dem Gedanken, der Name ist doch "geklaut" an dem Buch vorbeigehen. Die meisten Leute werden dir nicht die Gelegenheit zum Kontern geben, sondern sich einfach ihr Urteil bilden, egal wie gut die Argumente bzw. Erklärungen in deiner Hinterhand sind. Wie gesagt, man kann nicht alles Eventualitäten berücksichtigen, aber den Raum für Erklärungen würde ich eher nicht einkalkulieren ;)

LG
Thali
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christopher am 17. Dezember 2013, 16:43:28
Das ist natürlich ein berechtigter Einwand... Ich werd wohl noch mal drüber nachdenken  >:(

Das Problem entfällt natürlich nur, wenn ich einen reinen Fantasienamen wähle (was auch ein negatives Urteil zur Folge haben kann) oder einen sehr unbekannten Namen, der wenig Asoziationen weckt... Aber da muss man erst mal was finden. 
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coppelia am 18. Dezember 2013, 13:18:54
Das Problem sehe ich bei einem Namen wie "Anders" aber wirklich nicht. Wenn ich nicht wüsste, dass es ein Pseudonym ist, würde ich es für einen realen Namen halten.
Bei meinem Pseudonym ist der Nachname (Evert) übrigens der Geburtsname meiner Oma, der Geschichtenerzählerin unserer Familie. Wobei ich allerdings meinen wirklichen Namen lieber mag. :p
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Minhael am 18. Dezember 2013, 16:02:34
Ich musste bei deinem Pseudonym auch sofort an Hans Christian Andersen denken, Christopher. Insofern hat er erstmal eine positive Assoziation ausgelöst. Bei der Frage ob Chris oder Christopher, würde ich auch für zweiteres stimmen. ;)

Was ich hier schon ewig mal ansprechen wollte, sind euch Fälle bekannt, in denen der Verlag auf ein Pseudonym bestanden hat? Im Bezug auf KGs war das bisher noch kein Problem, aber ich denke das könnte bei einer Romanveröffentlichung nochmal anders aussehen, oder?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: FeeamPC am 22. Juli 2014, 10:17:53
Ich möchte diesen Thread mal wieder aus der Versenkung holen mit einer Frage:
(der neue Thread zur Frauenunterhaltung brachte mich darauf)
Was haltet ihr davon, ein gegengeschlechtliches Pseudonym zu nutzen?
Z.B. ein Mann nutzt ein weibliches Pseudonym für einen Liebesroman oder für Romantik-Fantasy, eine Frau nutzt ein männliches Pseudonym für einen Thriller oder Schwert-und-Zauberei-Fantasy.
Oder ein geschlechtsneutrales Pseundonym (abgekürzte Vornamen, oder Vornamen, die es bei beiden Geschlechtern gibt.
Oder, noch extremer, das Ganze auf Englisch (weil sich englische Autoren mit zum Genre passenden Geschlecht am besten verkaufen)
Würdet ihr so etws machen, wenn euer Verlag das wünscht? oder würdet ihr das von euch aus machen (z.B. auch bei self-publishern)?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 22. Juli 2014, 10:25:27
Klingt jetzt vielleicht abgebrüht, aber: Ja. Würde ich machen, bzw. werde es machen, sobald mein Chick-Lit-Roman fürs Selfpublishing fertig ist. Ich glaube, man darf die Kraft eines Pseudonyms, in Kombination mit der Erwartungshaltung von Lesern aufgrund des Autorennamens, nicht unterschätzen. Und wenn es dem Buch dient, warum nicht?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 22. Juli 2014, 10:38:37
Ich würde sogar weiter gehen und eine maßgeschneiderte Biografie anfertigen, wenn es hilft und sich nicht zu sehr von dem wegbewegt, was ich auch darstellen/ "schauspielern" kann. ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Moni am 22. Juli 2014, 10:42:34
Ich sehe da auch kein Problem mit. Wenn ich unter Pseud veröffentliche, steht da ja eh nicht mein Name auf dem Buch. Und ob nun männlich oder weiblich spielt bei mir dann keine so große Rolle. Ich muß mich ja nicht verbiegen, es ist ja eben "nur" das Pseudonym. Nicht, dass ich da schon angekommen wäre, aber mit dem Gedanken an sich habe ich nun wirklich kein Problem.  8)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Witch am 22. Juli 2014, 10:52:12
Ich fühle mich da immer so betrogen als Leser, wenn ich dann herausfinde, wer wirklich dahinter steckt. Und als Autor möchte ich meine Leser eigentlich nicht betrügen... Vor allem auch dieses Verenglischen von allem finde ich nicht so toll, ich finde das schade. Warum sollte ein deutschsprachiger Autor nicht mit seinem deutschen Namen Erfolg haben können? Aber ich weiss, ich denke da anders als die meisten Leute. Ich finde das schade, das deutsche Autoren ihre Identität sozusagen vertuschen, weil die Käuferschaft offenbar lieber englische Namen hat. Ich bin die erste, die es versteht, wenn man das tut, aber ich finde es einfach schade, dass wir der Maschinerie namens Buchmarkt so sklavisch unterworfen zu sein scheinen. Und da schliesse ich mich selbst nicht aus. Ich weiss nicht, was ich machen würde, wenn es darauf ankäme.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 22. Juli 2014, 10:56:25
Klasse finde ich es auch nicht, bitte nicht falsch verstehen. Aber es scheint wirklich so zu sein, dass bestimmte Pseudonyme Buchverkäufen nicht gerade förderlich sind. Andere hingegen schon. (Dass immer eine gute Geschichte und ein guter Stil dazugehören, um einem Buch bessere Chancen auf dem Markt zu geben, setze ich als bekannt voraus ;) Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel ...)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coppelia am 22. Juli 2014, 11:07:05
Ja, ich würde das machen. Ich nutze ja eh ein Pseudonym, und ich hätte auch kein Problem damit, ein gegengeschlechtliches oder ein englsiches zu nutzen. Für mich stehen die Geschichten im Vordergrund, nicht ich als Autor. Wenn es dazu beiträgt, dass das Buch erfolgreicher ist, sofort.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 22. Juli 2014, 11:13:26
Ich würde es auch machen und habe es fest vor. Ich fühle mich als Autorin betrogen, wenn jemand irgendein Buch nur nicht kauft, weil er denkt: "Ach, eine deutsche Autorin, nee, die kann nicht gut sein" oder "Ach, der Splatter-Krimi ist von einer Frau, nein, das können Frauen nicht so gut". Ich finde es absolut legitim, diese ungerechtfertigten Vorurteile mit einem männlichen und/oder englischen Pseudonym zu umgehen.  :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilargi am 22. Juli 2014, 12:07:24
Kaixo,

angesichts der Geschlechteraufteilung hier im TiZi frage ich mich immer wieder, wie viel von dem was wir in den Regalen stehen haben ist in Wirklichkeit von einer Frau und was ist von einem Mann. Besonders wenn der Autor kein Foto für den Vorstellungstext beisteuert stellt sich diese Frage dann besonders.

Ich würde es auch machen, aber eher so: das man nur meinen Vornamen Abkürzt und einen anderen Familiennamen benutzt, ich würde vermutlich einfach meinen anglisieren. Oder einen meiner Vorfahren nehmen, ist einfacher zu merken ;D

lg

Ilargi
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: pyon am 22. Juli 2014, 13:14:29
Ich würde es auch machen!

Ich erwische mich manchmal selbst dabei, dass ich Frauen doch manchmal unterstelle, in ihren Romanen das Romantische immer wieder mehr in den Vordergrund zu stellen, als mit lieb ist.
Selbst in meinem Regal finden sich mehr Bücher von Männern, als von Frauen. Dennoch bin ich der Meinung, dass Frauen Männer im Bezug auf das Schreiben in nichts nachstehen! Es sind einfach diese Vorurteile, die man nicht so einfach und schnell wieder ablegen kann. Aus diesem Grund würde ich mir auch ein Pseudonym zulegen, wenn es dabei hilft sich mehr auf mein Buch zu konzentrieren und es nicht bereits wegzulegen nur, weil ich eine Frau bin.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 22. Juli 2014, 13:57:27
Hm, gegen englische Pseudonyme habe ich nichts. Beim Geschlecht finde ich das etwas kritisch. Wenn Frauen immer weiter männliche Pseudonyme wählen, ändert sich die Ansicht, Frauen könnten nur Romance schreiben ja nie. Gut, ich kann verstehen, wenn jemand nicht aus Idealismus auf Verkäufe verzichten möchte.
Ich habe mich bei meinen gay Romance-Sachen bewusst entschieden, kein männliches Pseudonym zu wählen. Zum einen ist langsam bekannt, dass zu 90 % Frauen in dem Genre schreiben und auch lesen, zum anderen würde ich mich etwas komisch fühlen, wenn ein männlicher Leser glauben würde, ich hätte das vielleicht selbst erlebt oder so. Das würde mir irgendwie anmaßend vorkommen. Wenn der Verlag sagt, ich müsste aber ein anderes Pseudonym wählen, würde ich den Namen höchstens in Initialen setzen.
Wenn es allgemein um Romance geht, kann ich verstehen, wenn ein männlicher Autor ein weibliches Pseudonym wählt. Aber bei High Fantasy gibt es wirklich genug erfolgreiche weibliche Autoren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Snöblumma am 22. Juli 2014, 14:03:47
Franziska, die Haltung kann ich voll und ganz verstehen  :jau:. Und eigentlich sollten das alle so machen.

Aber leider hat man gerade bei Großverlagen diese Handhabe nicht. Namen sind auch Marktinginstrument, und Frauen schreiben einfach keine blutrünstigen Romane. Punkt. Und schon gar keine High Fantasy Epen!  ::) Ich frage mich ja immer, wieso nicht irgendein Verlag mal zum Marketingmittel "Schock" greift ("Frau schreibt blutiges Schlachtenepos"), aber irgendwas werden sich die Marketingabteilungen hoffentlich dabei denken...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 22. Juli 2014, 14:30:16
Hm, ja leider ist es so. Aber wurde Harry Potter weniger gekauft, nachdem bekannt wurde, dass J.K. eine Frau ist? Wohl nicht. Es ist irgendwie schade, dass sich da nichts ändert. Aber die Diskussion würde hier jetzt auch zu weit führen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christopher am 22. Juli 2014, 14:37:48
Hm, gutes Beispiel. Gerade deswegen sollte man vielleicht ein "Genrekonformes" Pseudonym wählen und bei Erfolg dann der Welt die Wahrheit ins Gesicht klatschen  :pfanne:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Leann am 22. Juli 2014, 14:42:59
Mir fällt da als Beispiel Mo Hayder ein. Viele meiner Bekannten haben ungläubig bis schockiert reagiert, als sie erfahren haben, dass es sich um eine Autorin handelt. Offenbar ist es für einige schwer zu glauben, dass eine Frau derart schonungslos über Grausamkeit und Gewalt schreibt. Der Name ist allerdings geschlechtsneutral, und ich glaube nicht, dass sich Mo Hayder jemals als Mann ausgegeben hat. Wäre es so gewesen, hätte mich das als Leserin enttäuscht.
Ich finde es nicht gut, wenn Frauen ein männliches Pseudonym wählen, weil sie sich dadurch den gängigen Klischeevorstellungen der Leser anpassen, obwohl ich verstehen kann, wenn viele Autorinnen es aus Erfolgsgründen tun. Die Alternative, ein geschlechtsneutrales Pseudonym zu wählen, birgt einen gewissen Reiz, weil die spätere Aufdeckung einen Beitrag dazu leisten könnte, die vorgefasste Meinung der Leser ins Wanken zu bringen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Jenny am 22. Juli 2014, 17:45:24
Ich bezweifle, dass ich soweit gehen würde, mich als Mann auszugeben. Vielleicht mal zum Ausprobieren bei einem Roman, über ein zweites Pseudonym, aber nicht dauerhaft. Ein geschlechtsneutrales könnte ich mir dagegen gut vorstellen.
Ich habe mal darüber nachgedacht, die keltische Version meines Namens zu wählen, dann hieße es eh nur: "Das Buch von Dingens."  ;D Diese Idee habe ich aber wieder verworfen.  ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 22. Juli 2014, 17:48:13
Ich frage mich auch, wie man das machte, wenn man Lesungen halten möchte, dann kommt es ja sowieso raus. Auch wenn man kein Foto veröffentlicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: FeeamPC am 22. Juli 2014, 19:15:27
Ich sehe das so:
bei den meisten Erfolgs-Büchern gibt es diese wirklich wirksamen Marketinginstrumente, die direkt bemerkbar sind:
-bekannter Verlag
-bekannter Autor
-(oft bezahlte) Auslage in Buchhandlung
-klasse Cover
-genrekonformer Titel (wahrweise auch ein besonders ausgefallener Titel)
-klasse Blurb

Alles andere im Marketing ist reine Geldsache (meistens): Je mehr ein Buch beworben wird, desto mehr wird es (meist) verkauft.

Kleinverlage und Self-Publisher sind da größtenteils außen vor. Punkte 1-3 gehen aus der Natur der Sache nicht, Punkt 4 wäre viel zu teuer (und ist auch bei Großverlagen nicht selbstverständlich), bleibt Punkt 5 als halber und Punkt 6 als einziger ganzer übergreifender Punkt. Was bleibt als Erfolgsmittel?

-genrekonformes gutes Cover
-genrekonformer Titel
-genrekonformer Autorenname
-klasse Blurb

Man beachte: Nicht die Qualität des Covers entscheidet über Verkäuflichkeit eines Buches, sondern die Genre-Konformität. Ein Pseudonym, das zum Genre passt und damit das Cover für den Leser auf Signalwirkung bringt,  kann da unter Umständen den Unterschied machen zwischen viel und wenig Verkäufen (oder zwischen wenig und gar keinen Verkäufen).

Will damit eigentlich nur sagen, dass ich auf jeden Fall für Pseudonyme bin. Unabhängig davon, ob sie objektiv  "nötig" sind (z.B. für Erotik-Schreiber) oder nicht. Lieschen Müller klingt nun mal auf einem Liebesroman sehr viel weniger gut als Amanda Glenraven  (Ich hoffe, die Autorin gibt es nicht wirklich  ;) )
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Jenny am 22. Juli 2014, 20:06:02
@ FeeamPC: Google sagt, die Autorin gibt es nicht ... zumindest nicht den Namen.  ;D

Ich würde auch auf jeden Fall unter Pseudonym veröffentlichen wollen, aus diversen Gründen, die nichts mit der Vermarktung zu tun haben. Aber, wie gesagt, ich würde nicht unbedingt als Mann auftreten wollen.

Ich frage mich auch, wie man das machte, wenn man Lesungen halten möchte, dann kommt es ja sowieso raus. Auch wenn man kein Foto veröffentlicht.
So ->  :versteck: Und Stimmverzerrer.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aleya Sihana am 22. Juli 2014, 23:24:00
Ich glaube, ich würde auch unter einem Pseudonym veröffentlichen wollen, vorzugsweise einem geschlechtsneutralen. Einerseits hat das seinen Reiz, weil ich oft recht empfindlich auf Kritik reagiere, auch wenn ich weiss, dass das alles Geschmackssache ist. Aber ich gehöre nun mal zu der Sorte Menschen, die es am liebsten allen recht machen würde. Eine schwierige Aufgabe in diesem Beruf ;)
Andererseits würde es mich reuen, nicht meinen wahren Namen angeben zu können/dürfen. Man will ja schliesslich auch ein wenig Anerkennung abbekommen.

Ich glaube aber, am Ende würde diese Entscheidung vermutlich sowieso nicht bei mir liegen (eben aus den Marketing-Gründen), also warum sich den Kopf darüber zerbrechen?  ::)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: FeeamPC am 23. Juli 2014, 11:19:25
Wo ist das Problem mit dem wahren Namen? Sobald das Buch unter Pseudonym läuft wie geschnitten Brot und man die Bestseller-Listen anführt, spricht überhaupt nichts mehr dagegen, das Pseudonym offenzulegen.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Witch am 23. Juli 2014, 11:27:25
Wo ist das Problem mit dem wahren Namen? Sobald das Buch unter Pseudonym läuft wie geschnitten Brot und man die Bestseller-Listen anführt, spricht überhaupt nichts mehr dagegen, das Pseudonym offenzulegen.  ;D

Wenn man davon leben kann, dann nicht, nein. Aber wenn es nicht zum Leben reicht und man in einem Beruf arbeitet, in dem so etwas wie Fantasy tendenziell eher kritisch beäugt wird, hätte ich dann evtl. ein Problem, wenn ich eine andere Arbeitstelle suchte. Je nach Chef hätte ich auch ein Problem, wenn der es erfahren würde. Es ist traurig und ich gebe es nicht gerne zu, denn ich bin jemand, der eigentlich für seine Sache einsteht. Aber in meinem Fall könnte der Stempel "Fantasy-Autorin" mir das Leben im Brotjob zur Hölle machen... Im Moment habe ich das Glück, dass es nicht so ist und ich offen damit umgehen kann. In meinem vorherigen Job war das schon ein wenig anders. Insofern spricht etwas dagegen, finde ich.

Und verschiedene Subgenres sind für mich auch ein Grund. Ich ertappe mich ja selbst bei dem Gedanken: Was? Der/die hat doch immer nur High Fantasy gemacht, was will der jetzt mit Urban? Dabei ist das natürlich Quatsch, denn die meisten können ja mehrere Sachen. Und trotzdem ist da dieses unbewusste Vorurteil, vor dem ich mich auch würde schützen wollen (wenn es so weit kommt, dass ich jemals mit zwei Genres veröffentlicht werde  ;D).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Antigone am 23. Juli 2014, 11:30:49
Plötzlich kann ich hier auch was beitragen zu dem Thema!  ;D

Ich habe bisher ja unter Realnamen meine Fantasy-Sachen veröffentlicht (also meine bisherigen 2 Kurzgeschichten). Weil mich der Zufall aber in das Liebesromangenre verschlagen hat, wollte ich dafür unbedingt ein Pseudonym. Nicht, weil ich mich für meinen Liebesroman schäme, aber ich fand eben einfach, dass mein echter Name eben für Fantasy reserviert ist und bleiben sollte. Und wenn ich dann schon bei der Namenssuche war, wurde es auch prompt ein englischer. Hauptsächlich, weil er eben zum Roman (Regencyzeit in England spielend) passt, aber auch, weil der Verlag meinte, ein englischer Name würde sich besser verkaufen.

Und als Erschwernis kam dann noch dazu, dass es zwar ein anderer Name sein sollte, aber ich wollte dennoch, dass er meinem Realnamen irgendwie ähnlich ist.

Sollte nun freilich der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ich als Liebesromanautorin eine steile Karriere mache, mich aber plötzlich zu knallharten Agententhrillern hingezogen fühle, würde ich mir dafür wohl wieder einen neuen Namen suchen. Einfach, um die Leser nicht vor den Kopf zu stoßen.

lg, A.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lamarie am 23. Juli 2014, 13:39:06
Erstmal Glückwunsch zum Liebesroman, Antigone ;)

Ich denke, so geht es tatsächlich vielen - die Anzahl an Autoren, die in unterschiedlichen Genren auch unter unterschiedlichen Namen schreiben, wächst schließlich stetig. Auf der einen Seite natürlich weil ein Name teilweise eben auch zu einem Genre gehört und auf der anderen Seite werden einige sicherlich auch von Seite des Verlags dazu gedrängt, einen außergewöhnlicheren oder einfach passenderen Namen zu nehmen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malachit am 23. Juli 2014, 14:11:57
Ich muss gestehen, dass mich der Name eines Autors erst interessiert, wenn ich schon ein Buch von ihm oder ihr gelesen und für gut befunden habe und weitere lesen will.
Es interessiert mich nicht, ob ein Mann Liebesschnulzen schreibt oder eine Frau Splatter. Darum fühle ich mich als Leser auch nicht vom Autor betrogen, wenn er mir seinen wahren Namen nicht mitteilen möchte.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es für Autoren einfacher ist, unter Pseudonym zu schreiben, weil man dann sein "normales" Leben weitestgehend weiterleben kann. Immerhin ist das oft der Teil des Lebens, aus dem man die Ideen bezieht. Das würde ich mir nicht kaputt machen wollen. Und das Beispiel mit Lieschen Müller und ihrem Liebesroman find ich auch recht passend.  ;D

Allerdings würde ich mein Pseudonym geschlechtsneutral basteln, denn letztendlich spielt es keine Rolle, ob Mann oder Frau ein Buch schreibt - zumindest sollte das irgendwann mal so sein.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Herr Hazel am 25. Juli 2014, 14:21:14
Ich würde eh unter Pseudonym veröffentlichen wollen, weil ich den Namen meines Ex-Mannes wegen meiner Kinder noch trage - und die Familie muss echt nicht in die Verbindung mit meinen geistigen Kindern gebracht werden. Klare Trennung da. Und meinen realen Namen mag ich eh nicht. Der fühlt sich nicht wie mein Name an.

Das Geschlecht - ich finde einen geschlechtsneutralen oder gegengeschlechtlichen Namen absolut okay, aber nicht wegen äußerer Faktoren, sondern wenn es zu dem eigenen Empfinden passt. Klar ist die Frage, wie man dann das drum herum gestaltet, wie man dann Lesungen "verkauft" etc.. Aber ich finde es absolut in okay. Wenn es aus einem inneren Gefühl entsteht, finde ich da auch keinen Betrug oder ähnliches.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 29. Juli 2014, 18:59:22
Ihr Lieben,
ich habe da mal eine Pseudonymfrage in eigener Sache. Welches Genre assoziiert ihr mit Alice Green? Ganz spontan?

Danke und liebe Grüße
*Aquamarin
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Linda am 29. Juli 2014, 19:01:32
Familienromane mit heiteren Verwicklungen - wegen des ruhigen Dahinfließens der Buchstaben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 29. Juli 2014, 19:02:21
leichte Unterhaltung? Nichts konkretes. Ich finde es etwas klanglos.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Atra am 29. Juli 2014, 19:07:59
Ganz spontan. Ein Krimi mit Witz, lockerer Krimi, der keine ersten Themen behandelt ... wenn das irgendwie verständlich ist? Was ramschiges, nicht anspruchsvolles.

LG Atra
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 29. Juli 2014, 19:08:54
Ich finde den Namen sehr schön und würde ihn vorrangig zur Fantasy (aber bitte nur zur High und Urban Fantasy und auf keinen Fall Dark) ordnen.
Unterhaltung oder Kinderbücher kämen bei mir erst an zweiter Stelle, danach tippe ich auf etwas Naturorientiertes. Green und Natur passt einfach sehr gut zusammen.

Für welches Genre ist der Name denn möglicherweise gedacht?

Viele Grüße
Mieze
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 29. Juli 2014, 19:12:17
Irgendwie assoziiere ich damit wenig. So einen Ramschtitel, der das Programm füllen soll und schnell übersetzt wurde. Einen Frauenroman, eine Familiengeschichte. Irgendwas, das an der US-Ostküste spielt. Eine Frau, die aus der Stadt zu den Wurzeln der Familie flieht und alte Geheimnisse entdeckt (und Omas Blaubeerkuchenrezept). Also das, was gerade in Massen auf den Tischen in der Buchhandlung liegt und in einem halben Jahr vermutlich in der 2,99-Kiste mit Stempel endet.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 29. Juli 2014, 19:13:47
Bei mir löst der Name auch nichts aus.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 29. Juli 2014, 19:16:30
 ;D Danke euch!

Leichte Chick-Lit, gut runterzulesen, nicht besonders anspruchsvoll. Dafür ist es gedacht. Ich glaube ich nehme das. Mir gehts nicht um Nobelpreise, sindern um einen leicht erinnerbaren Namen ohne Ecken und Kanten. Die hat dafür mein anderes Pseudonym genug ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 29. Juli 2014, 19:29:07
Mein erster Gedanke war Chick-Lit, von daher denke ich, der Name löst die passenden Assoziationen aus :) Ich find ihn übrigens sehr hübsch!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 29. Juli 2014, 19:33:42
Wie wäre es mit Alicia Green? Das klingt für mich etwas melodiöser.

Ach und ich wollte Green auch für chick-lit nehmen. Von daher passts. ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 30. Juli 2014, 10:39:49
Danke euch :-) Hm, Alicia gefällt mir persönlich nicht so gut. Eine Alternative wäre vielleicht noch Ally Green. Oder Carrie Green? Klingt ein wenig nach Sex & The City ;) Aber auch nach Cary Grant. Also ... nein. Ich denke, ich bleibe bei Alice. Und schwinge mich jetzt mal schnell wieder ans Buch, damit es rasch fertig wird.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Serafina am 30. Juli 2014, 11:27:58
Also ich muss bei Alice Green irgendwie an Twilight denken. :versteck: Da gibt es doch eine Alice und die wird von einer Schauspielerin namens Ashley Greene gespielt. Kann aber sein, dass da sonst keiner drauf kommen würde. Bin mir selbst nicht sicher, warum mein Gehirn mich jetzt ausgerechnet mit Twilight quälen muss.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 30. Juli 2014, 11:30:36
"Ally" klingt in meinen Ohren jedenfalls eher nach der hochhackigen Schwester der braven Alice. Und vor allem: Leichter merkbar, weil irgendwie dynamischer und nicht so blass.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 30. Juli 2014, 12:04:31
Hm :hmmm: Lustig, denn für mich ist Ally irgendwie "blasser" als Alice ;D Aber ich denke da nochmal drüber nach. Die Twighlight-Assoziation hatte ich übrigens nicht, weil ich weder die Bücher noch die Filme kenne.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Norrive am 30. Juli 2014, 17:05:27
Serafina: Das gleiche habe ich mir auch gedacht ;D Alice ist allerdings auch einer der wenigen coolen Charaktere in Twighlight.


Ich muss sagen, mir gefällt Carrie Green auch ganz gut, aber die Assoziation mit Cary Grant hats verdorben  :hmhm?:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Korahan am 30. Juli 2014, 20:03:04
Huhu,

ich wollte auch mal um Meinungen bitten. :-)
Und zwar habe ich, wie in meiner Vorstellung ersichtlich, einen der wohl häufigsten Namen im deutschsprachigen Raum. Falls ich doch noch einmal in die Verlegenheit komme, etwas zu veröffentlichen, wäre ein Künstlername wahrscheinlich unumgänglich.

Ich habe vor einigen Jahren mehrere professionelle/kommerzielle Guides für ein MMO geschrieben und zwar unter dem Namen "Stefan Brody". (Brody ist mein Spitzname - mich nennt außerhalb des Internets bis auf meine Eltern jeder so). Das hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Was denkt ihr? Wäre das zu gewöhnlich für einen Fantasyautor? So ganz ohne zweiten Vornamen und Zweideutigkeit? Stört der Sprachmix?

Liebe Grüße,
Korahan
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 31. Juli 2014, 00:08:55
Ja, mich stört der Sprachmix. Davon abgesehen, dass er zusammen recht... ungelenk klingt, dass er schon auf 300 Meter nach Pseudonym schreit. Eher unglücklich.

Davon abgesehen bin ich mir nicht sicher, ob es dir wirklich hilft, wenn man deine eigenständigen Sachen mit deinen Guides in Verbindung bringen kann.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 31. Juli 2014, 08:37:52
Mich stört der Sprachenmix auch sehr. Wie wär's mit Steven Brody oder Stephen Brody, wenn es diesen Namen noch nicht gibt? Der wäre deinem Vornamen ziemlich treu, nur eben auf Englisch.  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 31. Juli 2014, 10:18:01
Ich finde den Sprachenmix allgemein gar nicht so übel, aber ich würde Klecks und Zitkalasa darin zustimmen, dass man beim Lesen doch irgendwie stolpert. Die von Klecks vorgeschlagene Alternative Stephen klingt meines Erachtens nach eindeutig besser, weil man den Namen sowohl mit dem Englischen als auch mit dem Deutschen assoziieren kann. Er passt auch gut zum Nachnamen.
Ob du vielleicht doch noch einen zweiten Vornamen anhängen solltest ... Hm. Ich würde sagen, mach das, was am besten zu dir und deinen Büchern passt. Wenn du irgendwann sagst: Gut, ich möchte mich an ein anderes Genre heranwagen und in diesem auch veröffentlichen, dann würde ich mir entweder einen anderen ersten oder einen neuen zweiten Vornamen suchen, ansonsten erst einmal nicht. Einfach aufgrund der Tatsache, dass "Brody" immer noch zu dir gehört, während der Vorname sich den Büchern anpassen könnte.

Viele Grüße
Mieze
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Leann am 31. Juli 2014, 10:40:47
Was den Sprachmix angeht, schließe ich mich den anderen an. Ein englisch klingender Vorname passt besser zum Brody. Aber warum muss ein Fantasyautor einen Zweitnamen mit Zweideutigkeit haben? Mir fällt jetzt auf Anhieb überhaupt kein Fantasyautor ein, der so einen Namen hat.

Googlet ihr eigentlich eure Pseudonyme vorher um herauszufinden, ob es wirkliche Personen mit diesem Namen gibt? Für Alice Green dürfte es da ja ein paar Treffer geben. Könnte das nicht zu Problemen führen? Oder ist es egal, solange die Personen keine Autoren sind?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aquamarin am 31. Juli 2014, 10:46:02
Hm ... ich denke nicht, dass es Probleme gibt, nur weil es den Namen schon gibt. Wichtig wäre, dass man nicht einen Autorennamen "übernimmt" - und dann z.B. auch noch das gleiche Genre bedient. Das stelle ich mir schwierig vor. Notfalls, um sicher zu gehen, dass man niemandem auf die Füße tritt, könnte man vielleicht noch einen zweiten Vornamen einfügen. In meinem Fall also sowas wie Alice P. Green, oder so.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 31. Juli 2014, 10:51:32
Ich denke bei Brody übrigens gar nicht zuerst an Englisch oder überhaupt an Sprachmix - wie kommt ihr alle darauf, wegen Adrien Brody eventuell? Ich habe mir jetzt mal den Spaß gemacht und gegoogelt, und offenbar kommt der Name ja eher aus dem Jiddischen. Als Orts- und als Nachname ist er auch im osteuropäischen Raum sehr stark verbreitet. Okay, das macht ihn nicht zwangsläufig weniger exotisch, im Telefonbuch finden sich unter Brody aber auch tatsächlich ein paar Einträge.

Mir gefällt Stefan Brody eigentlich sehr gut. Griffig, hat Klang, kein Allerweltsname, aber vor allem schreit es auch nicht zu laut "Sieh her, ich bin ein Pseudonym".
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Korahan am 31. Juli 2014, 15:37:09
Mich hat es auch ein bisschen erstaunt. Auf Facebook gibt es zum Beispiel 10 Stefan Brodys. Das ist zwar nicht viel, aber ein völlig unmöglicher Name ist es dann auch nicht.
Bei den englischen Pendants gibt es fast schon wieder zu viele Namensvettern.
Das man mich mit meinen Guides "in Verbindung bringt", würde mich auch weniger stören, die Dinger sind mir sehr gelungen. Ich bezweifle, dass der Anbieter nach mir nochmal so gute Guides hatte.  ;D

Andererseits, wenn sich hier schon so viele daran stören, ist es wahrscheinlich besser mir einen anderen Namen einfallen zu lassen ... 

Danke für eure Hilfe,
Brody Korahan  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 31. Juli 2014, 15:47:51
Also, ich finde den vermeintlichen Sprachmix auch nicht schlimm. Mir geht es da nämlich wie Malinche, ich ordne den Namen "Brody" eher nach Osteuropa als in den englischsprachigen Raum. Mich würde er also nicht stören, wenn ich ihn irgendwo lesen würde.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 31. Juli 2014, 16:09:14
Das ist zwar nicht viel, aber ein völlig unmöglicher Name ist es dann auch nicht.

Klar ist der Name nicht unmöglich. Es ging ja darum, wie er auf eventuelle Leser wirkt, oder?  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Joren am 11. November 2014, 13:48:25
Ich überlege gerade hin und her, weil ich mir meines ausgedachten Pseudonyms nicht mehr sicher bin, unter dem ich meinen Krimi im Laufe des nächsten Jahres als Selfpublisher veröffentlichen möchte.

Was haltet ihr von Mark Enfo?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ginger am 11. November 2014, 13:59:35
Mark ist cool,
ich habe aber automatisch "Mark Info" gelesen. :-)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lamarie am 12. November 2014, 16:40:18
Ich hab tatsächlich auch "Mark Info" gelesen - könnte aber auch etwas sein, was gerade deshalb im Kopf bleibt. Auf einem Krimi könnte ich es mir auf jeden Fall gut vorstellen ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: heroine am 12. November 2014, 16:45:09
Mir gefällt der Nachname nicht so gut. :( Tut mir leid. Enfo hat für mich einen merkwürdigen Klang, finde ich auch schwer irgendwo zuzuordnen. Mark finde ich gut, aber zusammen mit Enfo bekomme ich einen komischen "Marken fo" Übergang.

Edit: Tut mir auch leid, dass es jetzt nicht sonderlich konstruktiv ist, ist leider einfach mein Eindruck.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nirahil am 13. November 2014, 08:19:21
Ich mag das F ehrlich gesagt nicht so ganz in dem Namen. Klingt es vielleicht besser als Envo oder Enwo?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Thaliope am 13. November 2014, 08:28:07
Ich bin über den Nachnamen auch erst dolle gestolpert. Aber dann ... aber einem Thriller-Cover könnte ich ihn mir glatt vorstellen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ginger am 13. November 2014, 08:46:48

Mark Enwo...

...ist klasse. Guter Vorschlag, @Nirahil. Phonetisch und optisch sehr eingängig. Dürfte sich auf einem Cover gut machen.

Schönen Tag,

Ginger

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Anja am 13. November 2014, 09:00:17
Beim Erstellen des Covers bin ich über den Namen Mark Enfo gestolpert. Optisch macht er sich nicht so gut, weil Vor- und Nachname gleich lang sind. Ich hatte damit gespielt, ihn über die ganze Seite gezogen und einen fetten Blutstropfen dazwischen gemalt, aber sah nicht gut aus.

Ein guter Name muss eingängig und doch individuell sein. Da "Mark" ein sehr häufig vorkommender Name ist, sollte er mit etwas Individuellem kombiniert werden. Auch wenn englische Pseudonyme schon fast inflationär verwendet werden, so würde es zumindest zu einem Buch, das in Cornwall spielt, gut passen. Aber eine Idee habe ich spontan auch nicht ...

Zu lang sollte er nicht sein, damit er so aufs Cover passt, dass man ihn auch lesen kann, wenn du bekannt wirst. Zu kurz ist auch nichts. Schön ist, wenn Vor- und Nachname unterschiedlich lang sind, sieht einfach besser aus. Er muss leicht zu merken sein und doch etwas Besonderes.

Soweit meine unstrukturierten Gedanken zum Thema.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Joren am 14. November 2014, 11:07:29
Lieben Dank für die vielen Rückmeldungen!  :vibes:

@Ginger und Lamarie: Dass "Enfo" als "Info" gelesen werden könnte, war sozusagen einkalkuliert. Meine Gedanken gingen da in die gleiche Richtung wie bei Lamarie.  ;)

@heroine: Der merkwürdige Klang von Vor- und Nachnamen zusammen ist etwas, das mir mehrfach "um die Ohren" gehauen wurde, was schließlich auch Grund für meine Anfrage hier war. Also Danke für deinen Eindruck, ich kann dir versichern, du befindest dich mit deinem Feedback in bester Gesellschaft.  :knuddel:

@Nirahil: Danke für den Vorschlag, Enwo klingt wirklich besser.   :jau:   

@Thali: Hm, das mit dem Stolpern ist ja so eine Sache... kann gut sein, weil damit vielleicht hoher Wiedererkennungswert, könnte aber auch zur sofortigen Disqualifikation beim potentiellen Leser führen. Auf jeden Fall danke für die Rückmeldung!  :)

@Carolina: Du bringst da wichtige Layout-Aspekte ins Spiel, der Leser nimmt den Autorennamen ja in erster Linie optisch wahr. Sonst wären die Buchhandlungen voll von Menschen, die ständig irgendwelche Autorennamen vor sich hin murmeln...  ;D

Ich habe über euer Feedback nachgedacht, Google konsultiert und Buchstaben durcheinandergewürfelt...
Was haltet ihr von Mark Marazion?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Thaliope am 14. November 2014, 11:11:53
Neee, jetzt hab ich mich an den Namen gewöhnt, jetzt will ich meinen Mark-Enfo-Thriller lesen! ;D in meinem Kopf ist das schon ne Marke geworden.

Aber im Ernst, dass ein Leser den Autor wegen seines Namens disqualifiziert, kann ich mir nur in ganz ganz wenigen Fällen vorstellen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 14. November 2014, 14:30:46
Nachdem ich ein wenig darüber nachgedacht habe, muss ich Thali recht geben. Gerade weil der Name ein wenig merkwürdig klingt, aber trotzdem kurz und eingängig ist, bleibt er gut im Gedächtnis hängen. Das sind doch gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Marke. ;)
Wobei ich den Namen für z.B. eben einen Thriller auch besser geeignet fände, als für z.B. High Fantasy.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 14. November 2014, 20:43:46
Ich finde Mark Enfo super, und außerdem besser als Mark Enwo. :)

Darf ich auch um einen Rat bitten? Wenn man etwas einreicht (z. B. bei Kurzgeschichten-Wettbewerben) ist ja häufig gefordert, ein Pseudonym (falls vorhanden) schon beim Einreichen anzugeben.

Was haltet ihr von Livia Kirsch und welches Genre assoziiert ihr damit?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilva am 14. November 2014, 20:49:07
Bin hin und hergerissen... Einerseits gefällt mir der Name vom Klang her sehr gut, aber andererseits, Livia Kirsch tönt für mich nach Erotik, sorry. :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Atra am 14. November 2014, 20:51:39
Für mich schreit der Name ebenfalls nach Erotik. Livia gefällt mir zusätzlich persönlich nicht so gut  :-\

LG Atra
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 14. November 2014, 20:52:36
Also ich finde Mark Enfo merkwürdig. Enfo klingt einfach nicht wie ein Nachname. Eher wie eine Telefongesellschaft.  ;) Da würde ich Envo auch besser finden. Mark Marazion klingt wieder so, dass man sich dabei die Zunge verknotet.
Wie wäre es mit:
Mark Marizon?

Ansonsten empfehle ich immer das Telefonbuch durchzugehen auf der Suche nach einem Nachnamen.


@Mieze: Mit dem Namen assozier ich Liebesromane oder Chick-Lit.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 14. November 2014, 20:52:56
Stimmt, jetzt, wo du es sagst, klingt's auch für mich sehr nach Erotik.

Ich war erst bei Livia Bald, aber meine Patentante hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Bald das englische Wort für glatzköpfig ist ...
Und mein richtiger Name ist nicht so wirklich Fantasy-geeignet, damit könnte ich wahrscheinlich eher Sachbücher, Krimis und Thriller schreiben und das ist nicht so mein Genre. :( Na ja ... Findet ihr es schlimm, dass Bald das englische Wort für glatzköpfig ist? Klingt es dann immer noch nach Erotik?

@Atra: Livia war eine spontane Eingebung und an der halte ich nun schon recht lange fest ... Eventuell könnte man es anders schreiben (Lyvia, Livya, Lyvya), aber ich habe Angst, dass das den Namen verfälscht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Atra am 14. November 2014, 20:56:47
Also Livia Bald klingt für mich nicht mehr nach Erotik, aber dennoch merkwürdig. Abgesehen vom Englisch, hat bald im deutschen ja ebenfalls eine Bedeutung ...  :hmmm: Bald was?
Rein persönlich gefällt mir die Schreibweise Lyvia am besten, weil es sich weicher liest, doch dir muss der Name ja zusagen und wenn du Livia lieber magst, dann ist das gut so.

LG Atra

EDIT: Kirsch selbst finde ich ebenfalls nicht schlimm, nur die Kombination ist eben eher Erotik.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rosentinte am 14. November 2014, 20:57:24
Für mich schreit Livia auch sehr nach einem Pseudonym. Als hätte jemand von seinem Realnamen nur das "O" vorne weggelassen. Kirsch als Nachnamen finde ich gar nicht so schlimm, aber in der Kombination klingt es für mich auch nicht nach Fantasy.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 14. November 2014, 20:59:21
Vorher hatte ich auch noch überlegt, meinen realen Vornamen, aber einen anderen Nachnamen zu nehmen. Anna + Bald? Kirsch? Zu Kirsch passt es nicht, finde ich.
Aber Anna passt eben auch nicht so zur Fantasy, finde ich, und alle Nachnamen die auch "-mann" enden meines Erachtens nach auch nicht unbedingt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rosentinte am 14. November 2014, 21:01:28
Anna Kirsch finde ich jetzt gar nicht so schlecht. Aber das klingt für mich leider auch wieder nicht nach Fantasy. Ich habe mein Wunschpseudonym mal gefunden, indem ich Übersetzungen meines Vornamens gesucht habe. Vielleicht kommst du ja darüber weiter?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sunflower am 14. November 2014, 21:02:34
@Mieze, warum willst du eigentlich ein Pseudonym? Nur weil dein realer Name nicht fantasygeeignet ist? Oder weil du dein reales Ich von deinem Schreib-Ich abgrenzen willst?  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 14. November 2014, 21:04:14
@Sunflower: Sowohl als auch. Ich finde, dass mein Name nicht zur Fantasy passt (was aber natürlich Ansichtssache ist), und gleichzeitig möchte ich nicht unbedingt, dass man bei jeder Google-Suche sofort herausfindet, wer ich bin und was ich am liebsten mache. (Autorin - schreiben) Hat natürlich alles seine Vor- und Nachteile, aber ich bin im Moment eher zu einem Pseudonym hingezogen.

Tante Edith macht mich darauf aufmerksam, dass auch Olivia nicht schlecht klingt, wie von Rosentinte vorgeschlagen.
Danke für eure ganzen Anmerkungen, ich schlafe dann erst einmal eine Nacht drüber!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sunflower am 14. November 2014, 21:09:37
Alles klar. Ich denke nämlich, dass es (wenn es der reale Name ist) gar kein Pseudonym sein muss, nur damit der Name zur Fantasy passt. Aber wenn man diese beiden Leben voneinander trennen will, ist das für mich wiederum sehr gut nachvollziehbar. Dann mach dir mal Gedanken, Olivia finde ich auch gut  :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 14. November 2014, 21:21:08
Was heißt denn, passt zu Fantasy? Die meisten Fantasyautoren haben auch gewöhnliche Namen. Markus Heitz? Ralf Isau? Kerstin Gier?

Also Livia finde ich einen schönen Vornamen und auch nicht ausgedacht klingend, weil diese L-Namen ja gerade total in sind bei der Generation der in den 90ern und 2000er geborenen.
Dazu würde ich aber nicht unbedingt einen englischen Nachnamen nehmen.
Zum Beispiel:
Livia Lehmann
Lennert
Leonard
Lenze
Kehr
Kahn

oder Kirschner. Das klingt eher deutsch. Nur ist der damit bezeichnete Beruf nicht so schön für mein Empfinden.

PS: es macht echt Spaß, das Telefonbuch durchzugucken. Geht auch online. Es gibt echt die genialsten Namen.  Kaltwasser, Kupfernagel, Magersuppe, Lustberger ... da bin ich ja noch froh über meinen Nachnamen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 14. November 2014, 21:24:29
Also ich finde Mark Enfo merkwürdig. Enfo klingt einfach nicht wie ein Nachname. Eher wie eine Telefongesellschaft.
Ich muss gestehen, dass meine Assoziation da ähnlich war, also ein Firmenname. Im Kopf lisple ich das "f" jedenfalls und ich finde die Namenskombi beim Aussprechen nicht klangvoll.

@Miezekatzemaus: Also ich dachte zuerst an eine Sachbuchautorin oder an einen ernsten, historischen Roman, weil "Kirsch" für mich nicht nach Erotik klingt, sondern einen eher konservativen, bzw. bodenständigen Beiklang hat. Ich würde etwas Seriöses erwarten. "Livia" finde ich selbst sehr schön und ein wenig adlig, da eben römisch, aber durch das "i" am SChluss auch ein wenig frech und energiegeladen. Auch hier klingt für mich wenig Erotik durch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ginger am 14. November 2014, 22:48:17

Wen gar nichts mehr hilft: http://www.wort-satz-buch.de/kuenstlernamen-generator/ (http://www.wort-satz-buch.de/kuenstlernamen-generator/)

 :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 03. Dezember 2014, 12:22:44
Wenn ihr hier schon so fleißig über die Genre-Assoziation von Namen diskutiert, würde mich mal interessieren, in welche Sparte ihr Ý. Variée einsortieren würdet.

Olivia finde ich auch schöner als Livia, das klingt für mich auch eher nach Kosenamen. Vielleicht ja wirklich Olivia Kaltwasser? Klingt für mich jedenfalls eher in Richtung Fantasy.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 12:30:28
Nur Ý., ohne Vornamen, dafür mit Akzent? Das würde ich einsortieren unter "unverkäuflich" :) Nein, im Ernst, ich komme aus dem Buchhandel. Ein richtiger Mensch darf einen Namen haben, den man nicht aussprechen kann. Unsere Malinche zum Beispiel ;D - aber wenn es ein Pseudonym ist, muss man sich auch Gedanken um die Aussprechbarkeit machen. Immerhin sollen die Kunden in der Buchhandlung danach verlangen können. Vornamen mit Ypsilon, wie Yasmin oder Yvonne oder Yolanda, gehen, aber wenn du das abkürzt, machen die Kunden da ein würdeloses "Yps" draus. Oder "Yppes". Und "Yppes Variée" klingt dann nach ziemlich miesem Porno. Da würde ich mich auf die Suche nach etwas anderem machen. Selbst mit ausgeschriebenem Vornamen klingt das so unecht, dass man es höchstens auf einem Groschenheft vermuten würde. Nicht alles, was als Forennick taugt, ist auch ein guter Künstlername,
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christian am 03. Dezember 2014, 12:49:30
Maja hat es ziemlich auf den Punkt gebracht. Ich würde weitersuchen.

Und "Yppes Variée" klingt dann nach ziemlich miesem Porno.
Der war echt gut und treffend. Danke für den Lacher.  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 03. Dezember 2014, 12:52:29
Wir brauchen einen weglaufenden Heulsmily. Wobei das ý für mich im Namen drin sein MUSS ... das hat für mich einfach eine tiefergehende Bedeutung. Und im Normalfall wird es als I ausgesprochen- zumindest in den Sprachen, in denen es das ý gibt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 13:15:00
Und im Normalfall wird es als I ausgesprochen- zumindest in den Sprachen, in denen es das ý gibt.
Das wissen aber die Leser nicht. Die machen da trotzdem Üppes draus.
Malinche hat auch ein ý im Nachnamen, aber am Schluss, wo man es erwartet. Generell sind Akzente (grave und aigu) auf Großbuchstaben problematischer als auf Kleinbuchstaben, weil sie enger an den Buchstaben gequetscht werden und das die Lesbarkeit verschlechtert. Mir ist das Ypsilon mit Acent Aigu noch nie am Wort- oder Namensanfang untergeokmmen, außer (glaube ich) in der Vietnamesischen Sprache. Du kombinierst es aber mit einem französischen Nachnamen. Im Französischen gibt es kein Ypsilon mit Akzent.

Wenn Künstlernamen zu künstlitch klingen, schreckt das Leser ab. Es wirkt kalt und unpersönlich und nicht einladend - der Autor kann viele Gründe haben, unter Pseudonym zu arbeiten, aber in den Fällen, wo der Autorenname den Leser anspringt und schreit "So heiß ich nicht!", denkt der Leser leicht, dem Autoren wäre das Buch peinlich, und was dem Autor peinlich ist, möchte der Leser dann lieber doch nicht lesen. Deswegen muss man immer mit ein bisschen Leserpsychologie an die Wahl von Künstlernamen rangehen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christopher am 03. Dezember 2014, 13:53:28
Ich mag das schon beim handelsüblichen Roman nicht, wenn die Figuren gleich 3 oder mehr Buchstaben im Namen haben, von denen kein Normalsterblicher weiß, wie man das überhaupt ausspricht. Bei dem Autorennamen geht sowas, wenn der Name klar aus einem Sprachraum stammt, wo ich sowas erwarte. Kurzum: Ein russischer/chinesischer o.ä. Name. Da muss es aber auch schlüssig sein. Mit einem Ý kann ich nichts anfangen, so schön und tiefgründig die Herkunft auch sein mag.

Da würdest du dich entscheiden müssen, zwischen griffigem Pseudonym oder der tiefgründigen Bedeutung.

Aber dazu gibt es sicher noch mehr Meinungen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Witch am 03. Dezember 2014, 14:11:30
Wenn Künstlernamen zu künstlitch klingen, schreckt das Leser ab. Es wirkt kalt und unpersönlich und nicht einladend - der Autor kann viele Gründe haben, unter Pseudonym zu arbeiten, aber in den Fällen, wo der Autorenname den Leser anspringt und schreit "So heiß ich nicht!", denkt der Leser leicht, dem Autoren wäre das Buch peinlich, und was dem Autor peinlich ist, möchte der Leser dann lieber doch nicht lesen. Deswegen muss man immer mit ein bisschen Leserpsychologie an die Wahl von Künstlernamen rangehen.

Oder man durchschaut auf den ersten Blick, dass es eine Marketing-Masche ist und nimmt es nicht richtig ernst.

Nur der Anfangsbuchstabe anstelle des Vornamens finde ich auch nicht so gut, das wirkt auf mich erstens nicht einprägsam genug und zweitens wichtigtuerisch. Nicht, dass ich jetzt irgendjemandem etwas unterstellen möchte, aber ich neige dazu, solche Bücher einfach ungesehen im Regal stehen zu lassen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lamarie am 03. Dezember 2014, 14:14:01
Ich muss ehrlich sagen, dass ich es mag, wenn Autoren nur den Anfangsbuchstaben ihres Vornamens anführen. Vielleicht bin ich da einfach noch von J.K. Rowling geprägt ;) Ich finde durchaus, dass es professionell klingt, und gerade bei Krimis und Thrillers macht es für mich den Roman gleich geheimnisvoll.

Liebe Grüße,
lamarie
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Anja am 03. Dezember 2014, 14:18:21
J.K. Rowling, B.C. Schiller … also mit Abkürzungen gibt es schon, aber das Ypsilon finde ich ebenfalls sehr unglücklich. Wichtiger als das, was dem Autor gefällt, ist, was der Leser akzeptiert, auch wenn es weh tut!

Nimm lieber zwei Buchstaben und so, dass man es aussprechen kann. BeZee Schiller, JayKay Rowling klingt gut. Ypsilon ... ist sperrig.

Also den Smiley eine Runde weinen lassen und noch mal neu nachdenken. Es darf ruhig ein wenig exotisch sein (es gibt unglaublich viele Winters unter den Autoren, Laura Winter, Claudia Winter, Anna Winter ...), aber man muss es sich merken können und es auch aussprechen.

Ich hatte zuerst meinen eigenen Namen auf französisch genommen, mich dann aber wieder von der Idee getrennt, weil "Dusart" (Düsart gesprochen) bei den meisten zu "Duhsaahrt" geworden wäre, was grauenvoll klingt. Idee begraben …

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 14:23:51
J.K. Rowling wurde durch ihren Verlag gezwungen, ihren Vornamen abzukürzen mit dem Argument, "dass Jungen Bücher von einer Frau nicht lesen wollen". Das würde ich jetzt nicht als Positivbeispiel verwenden. Namen wie P.D. James klingen immer noch wie Namen (selbst wenn die Frau eigentlich Wilson hieß). Das Problem mit "Ý. Variée" ist, dass es wie alles klingt, aber nicht wie ein Name.

Bitte entschuldige, dass ich da derart drauf beharre, aber wenn du fragst, wie ein Pseudonym klingt, musst du damit rechnen, dass die Antwort lautet "Nicht gut". Und es wird auch nicht dadurch ein besseres Pseudonym, dass du mit dem Fuß stampfst und sagst "Ich will aber". Du hängst an dem Yps mit Akzent. Du schreibst Fantasy. Benutz es in deinen Geschichten, da stört es niemanden. Aber Leser interessiert sich, welche Beziehungen ein Autor zu welchem Buchstaben hat, selbst wenn es der 29. des isländischen Alphabets ist. Leser sind sehr viel simpler. Die sagen "Das spricht mich an" oder "Das spricht mich nicht an". Oder auch "Das kann ich nicht aussprechen". Der Name wirkt künstlich, falsch, gestelzt, bemüht und affektiert. Er ist wirklich der letzte Name, den ich als Künstlername in Betracht ziehen würde.

Als ich 15 war, wollte ich mich Jerry Morgan nennen. Gut, dass ich es nicht gemacht habe. Aber es wäre wenigstens ein Name gewesen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Alana am 03. Dezember 2014, 14:27:17
Ich stimme Maja zu. Wenn ich mir schon ein Pseudonym zulege, dann sollte es eins sein, das die Leser im Buchladen nennen können, ohne "aber mit drei h, einem y, stummem S am Ende und so einem Strich über dem e" sagen zu müssen. Es ist schön, wenn du ein Pseudonym findest, das für dich eine Bedeutung hat, aber letztendlich ist es viel wichtiger, dass es zum Genre passt, nicht zu abgedreht ist und sich leicht merken lässt. Leicht ausgefallen darf es ruhig sein, aber man sollte es den Lesern nicht unnötig schwer machen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Entropy am 03. Dezember 2014, 14:33:04
Ich muss ehrlich sagen, dass ich es mag, wenn Autoren nur den Anfangsbuchstaben ihres Vornamens anführen.

Ich finde, wenn nur der Anfangsbuchstabe angeführt wird, dann sollten mehrere Vornamen und damit mehrere Anfangsbuchstaben vorhanden sein. Das hat auf mich dann wieder eine gewisse Wirkung, wie bei J. K. Rowling, was bereits genannt wurde oder G. R. R. Martin. Wenn es dagegen nur ein Buchstabe ist wirkt es irgendwie belanglos. Ich finde es ist allerdings keineswegs wichtigtuerisch. Man muss nur darauf achten, dass die Buchstaben gut miteinander und mit dem Nachnamen harmonieren, auch klanglich. Eine Kombination wie z.B. C. H. Z. Donova wirkt dagegen komisch und zusammengesetzt.

Da würdest du dich entscheiden müssen, zwischen griffigem Pseudonym oder der tiefgründigen Bedeutung.

Meiner Meinung nach kann man da eigentlich einen guten Kompromiss eingehen. Es lassen sich auch normale Namen finden, die für einen selbst eine Bedeutung besitzen, auf irgendeine Weise eine Brücke zu Persönlichkeit, Herkunft oder Autoren-Biographie besitzen. Da muss man nur ein bisschen probieren und in sich gehen und ich denke gerade das ist ein sehr schöner Teil am Pseudonym-Suchen.

Als ich 15 war, wollte ich mich Jerry Morgan nennen. Gut, dass ich es nicht gemacht habe. Aber es wäre wenigstens ein Name gewesen

Bei diesem Namen hätte wahrscheinlich das Problem bestanden, das man nicht genau anhand des Vornames sagen könnte, ob es eine Autorin oder ein Autor ist. Ich weiß nicht genau inwieweit das wichtig ist, aber ich habe es lieber, wenn ich nicht erst durch einen Haufen Seiten blättern muss, um die Bio des Autoren zu finden, um zu sehen ob er männlich oder weiblich ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 03. Dezember 2014, 14:42:18
Bei diesem Namen hätte wahrscheinlich das Problem bestanden, das man nicht genau anhand des Vornames sagen könnte, ob es eine Autorin oder ein Autor ist. Ich weiß nicht genau inwieweit das wichtig ist, aber ich habe es lieber, wenn ich nicht erst durch einen Haufen Seiten blättern muss, um die Bio des Autoren zu finden, um zu sehen ob er männlich oder weiblich ist.

Außer, das ist genau der Trick bei der Sache ;)

In der Psychologie gibt es eine recht bekannte Autorin, die zu Aggressivität bei Jugendlichen forscht und mit Vornamen "Terry" heißt. Es passiert regelmäßig, dass man die (Mit-)Studenten oder Dozenten darüber aufklären muss, dass das eine Frau ist - bei dem Thema und in der Forschung allgemein rechnet damit nämlich keiner. Da kann man den Leser dann schön an seinen eigenen Vorurteilen oder Stereotypen packen ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 14:48:15
Bei diesem Namen hätte wahrscheinlich das Problem bestanden, das man nicht genau anhand des Vornames sagen könnte, ob es eine Autorin oder ein Autor ist. Ich weiß nicht genau inwieweit das wichtig ist, aber ich habe es lieber, wenn ich nicht erst durch einen Haufen Seiten blättern muss, um die Bio des Autoren zu finden, um zu sehen ob er männlich oder weiblich ist.
Das war genau der Grund, warum ich den Namen wollte. Ich war mit 15 sehr androgyn und hatte immer Spaß daran, die Leute rätseln zu lassen, was ich bin (gab dann immer den Hinweis: ein Mensch?). Ich würde auch heute noch ein genderneutrales Pseudonym in Betracht ziehen, wenn ich nicht will, dass die Leute mit einer "Frauen schreiben so, Männer schreiben so"-Erwartungshaltung an die Lektüre rangehen. Mein Genie ist absolut und immer großartig, egal mit welchem Chromosomensatz ich es geschrieben habe. ;)

Ich habe in den 90ern ein Praktikum gemacht in der Stadtbibliothek Leverkusen. Die Bibliothekarin, die damals die Katalogisierung gemacht hat, hatte den Tick, dass der erste Vorname immer ausgeschrieben sein musste - egal, ob der Autor einen hatte oder nicht. Es gibt ja Pseudonyme mit abgekürztem Vornamen, zu denen keine aufgelöste Form gehört. Aber auf den Katalogkarten war das "Totenschiff" dann von "Traven, Bruno" statt "B. Traven", und für P.D. James hat sie auf die echten Vornamen der Frau Wilson zurückgegriffen und daraus "James, Phyllis D." gemacht. Was falsch ist. Entweder P.D. James oder Phyllis Dorothy Wilson. Nix dazwischen (hat mich aufgeregt, stand vor ein paar Tagen auch so in einem Nachruf).

Wobei ich gerade schwanke, ist die Frage, ob ich unter einem männlichen Pseudonym publizieren sollte - nicht, dass es akut ist, aber ich habe eine Schwäche für anagrammatische Pseudonyme, also solche, die ein Anagram des Realnamens bilden. Mein Name gibt da zum Glück viel her, aber meine Favoriten sind im Moment Achim Silja (für Krimis) und Michail Jas (vielleicht High Fantasy). Leser lassen sich ungern täuschen, und das erst recht nicht übers Geschlcht. Neutral geht ja noch, aber eine spontane Geschlechtsumwandlung fassen Leser als Lügen auf. Sie dulden es bei George Eliot und George Sand, wegen der harten Zeiten für Frauen auf dem Buchmarkt. Aber nach allem, was ich erlebt habe, sollten sich Frauen keine männlichen Pseudonyme geben - zumindest keine offenen. Und ich bin narzistisch veranlagt. Alle meine Bücher sind MEINS, und ich will auch die Lorbeeren dafür ernten können, egal unter welchem Namen sie erschienen sind. Und wenn man eine Lesung mit Michail Jas ankündigt, und herein kommt diese dicke Tante - ich wünschte, ich wäre noch so androgyn wie mit 15. Oder so dünn. Aber das ist eine andere Geschichte.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Valkyrie Tina am 03. Dezember 2014, 15:01:25
Um noch mal kurz zum Ausgangspunkt zurückzukommen: du willst mit einem Künstlernamen ein bestimmtes Bild schaffen, eine bestimmte Erwartung vermitteln. Und die krieg ich bei dem Namen nicht hin.
Das Y mit dem komischen Akzent ... klingt für mich isländisch, hab ich sofort eine blonde Frau mit sehr heller Haut im Kopf.
Variee klingt französisch, da denke ich an eine sehr gut gekleidete, modische Frau, das Wort Variee klingt wie Zirkus, Variete.
Die französische Frau mit der isländischen in Einklang zu bringen, würde ich noch hinkriegen, ich hätte da einen etwas spröderen Amanda Palmer-Typ im Kopf.
ABER: so eine Frau würde niemals ihren Vornamen abkürzen. Die will dass man jede Silbe von ihr kennt.

Und das ist jetzt mal nur der Name selbst. Wie schaut es mit dem Genre aus? Bei dem Namen würde ich eindeutig Erotik vermuten. Ich würde keinen High oder Urban Fantasyroman ernst nehmen von einem Autor mit dem Pseudonym Y Variee.
Und dann ist da noch die Frage, ob du selbst zu dem Namen passt. Bist du ein eleganter französischer Typ, oder ein herzlicher aber spröder Isländischer Typ, mit einer extremen Präsenz? Wenn nicht, passt der Name nicht zu dir. Ich hätte auch gern Carmen Sandiego als Pseudonym. Aber ich bin nun mal blass, und abgebrochene 1,60m und niemand der mich sieht, denkt "oh ja, das ist eine Carmen"
Und das der Name eine tiefere Bedetung hat... interessant, aber wenn der Name an sich nicht funktioniert, hilft die Geschichte dahinter auch nicht.
Mein Vorschlag an dich wäre, noch mal genau zu überlegen, was zu dir und deiner Arbeit als Name passt, wenn du das y unbedingt haben willst, kannst du dich bei den Isländischen Namen umsehen. Wenn es bei dem französischen Namen bleiben soll, nimm einen komplett französischen (und denk dran, dass dann bei jeder Lesung der Lidstrich hundertprozent sitzen muss). aber dieser Mischmasch? ne, gefällt mir leider gar nicht.  :knuddel:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 03. Dezember 2014, 15:05:06
Und wenn man eine Lesung mit Michail Jas ankündigt, und herein kommt diese dicke Tante - ich wünschte, ich wäre noch so androgyn wie mit 15. Oder so dünn. Aber das ist eine andere Geschichte.
:rofl: Aber vielleicht würdest du deinen Lesern genau deswegen in Erinnerung bleiben, Maja ;)

Ich hatte übrigens auch schon mal daran gedacht, WENN es mal soweit kommt, meinen Nano-Roman (der ja in die Grim'n'Gritty-Richtung geht) unter einem männlichen Pseudonym anzubieten (frei nach dem Motto: "Frauen können nicht über Sex, Drogen und Gewalt schreiben")  - aber hab's aus den gleichen Gründen verworfen, die du schon aufgeführt hast, Maja. Der Leser will sich ja nicht veräppelt vorkommen ... Und EIGENTLICH sollte es ja egal sein, ob man von einem Autor oder einer Autorin liest, was zählt, sind ja Inhalt und der Stil.

Aber das schweift jetzt schon etwas vom Thema ab...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Entropy am 03. Dezember 2014, 15:18:12
In der Psychologie gibt es eine recht bekannte Autorin, die zu Aggressivität bei Jugendlichen forscht und mit Vornamen "Terry" heißt. Es passiert regelmäßig, dass man die (Mit-)Studenten oder Dozenten darüber aufklären muss, dass das eine Frau ist - bei dem Thema und in der Forschung allgemein rechnet damit nämlich keiner. Da kann man den Leser dann schön an seinen eigenen Vorurteilen oder Stereotypen packen ;)

Stimmt, da kommt es eigentlich immer auf das Buch an und die Absicht des Autors. Ich finde es ist eine interessante Idee, wenn einige Autoren ihre Leser auf diese Weise "verarschen", aber dann muss es zum Inhalt passen, wie es bei deinem Beispiel der Fall ist.

Ich würde auch heute noch ein genderneutrales Pseudonym in Betracht ziehen, wenn ich nicht will, dass die Leute mit einer "Frauen schreiben so, Männer schreiben so"-Erwartungshaltung an die Lektüre rangehen.

An so etwas könnte ich mich auch aufhängen. Ich habe irgendwann mal in einer Blogdiskussion gelesen (Beitrag war von einem Mann verfasst), dass er Fantasy-Bücher von weiblichen Autoren grundsätzlich nicht anrüheren würde, weil bei diesen die (weiblichen) Hauptfiguren eher einen schwachen, oberflächlichen Charakter haben.

Leser lassen sich ungern täuschen, und das erst recht nicht übers Geschlecht. Neutral geht ja noch, aber eine spontane Geschlechtsumwandlung fassen Leser als Lügen auf. Sie dulden es bei George Eliot und George Sand, wegen der harten Zeiten für Frauen auf dem Buchmarkt. Aber nach allem, was ich erlebt habe, sollten sich Frauen keine männlichen Pseudonyme geben - zumindest keine offenen. Und ich bin narzistisch veranlagt. Alle meine Bücher sind MEINS, und ich will auch die Lorbeeren dafür ernten können, egal unter welchem Namen sie erschienen sind. Und wenn man eine Lesung mit Michail Jas ankündigt, und herein kommt diese dicke Tante - ich wünschte, ich wäre noch so androgyn wie mit 15. Oder so dünn. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich fürchte da hast du leider recht, Leser mögen solche "grundsätzlichen" Täuschungen nicht. Ich habe auch schon überlegt, dass ich mir lieber ein männliches Pseudonym zulege, einfach weil ich es hasse mit oben genannten Vorurteilen in Verbindung gebracht zu werden. Vor allem wenn die meisten Fantasy-Bestseller einen männlichen Namen auf dem Cover stehen haben und der Plot bei "Lily Winters" dann eben doch aus einer seichten Dreiecks-Beziehung besteht. Androgyn war ich früher übrigens auch. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blackhat am 03. Dezember 2014, 15:20:58
@Ginger

habe mir mal den Spaß gemacht den Pseudonym-Generator auszuprobieren  ;D
Ist ja teilweise sehr abenteuerlich, was der so ausspuckt. Bei Geschlecht männlich kamen recht bald:

Kimi Fett
Shawn Süß
Helmut Heitz

... und dann bin ich ausgestiegen.  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 15:22:30
Kimi Fett
Shawn Süß
Helmut Heitz
Keinem dieser Herren würde ich ein Buch abkaufen wollen. Bestenfalls noch dem Heitz, aber da ist für mich der Nachname schon belegt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blackhat am 03. Dezember 2014, 15:25:16
Habe immer noch Tränen in den Augen ... köstlich.
Es zeigt aber auch, wie schwierig es ist einen auch zum Genre wirklich passenden und gleichzeitig einprägsamen Namen zu finden.  ???
Übers Knie sollte man das jedenfalls nicht brechen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 15:32:44
Ich kann auch sagen, warum ich heute ab bin von Jerry Morgan. Zum einen finde ich, ein deutscher deutschsprachiger Autor sollte nicht unter englischem Namen veröffentlichen - es impliziert, dass der Titel als Auslandslizenz eingekauft wurde und es sich bei dem Buch um eine Übersetzung handelt, oder es ist einfach zu affektiert. Aber der Hauptgrund ist, der Name ist unglaublich beliebig und nichtssagend. Da kann "Morgan" noch so sehr von einem Piratenkapitän inspiriert sein und "Jerry" aus dem Film "Manche mögen's heiß" stammen - in der Kombination wird er zu Blah.

Dann durchbreche ich lieber die Vierte Wand und nenne mich Lioba Demming. Der Name ist einem Romanfragment von mir entlehnt - in "Die Welt in der Wühlkiste" (nicht über zehn Seiten hinausgekommen) tritt eine Autorin dieses Namens auf, die ihren Roman "Das gefälschte Siegel" in der Wühlkiste gefunden hat und nun verlangt, dass die Buchhändlerin gefälligst ihre Welt vor dem Untergang rettet. War ein blödes Buch. Aber ich mag den Namen. Und langsam bin ich auch alt genug für seinen Klang.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 03. Dezember 2014, 15:34:55
Maja, keine Sorge, ich habe gefragt und da erwarte ich eine ehrliche Meinung. ;) Ihr habt mir auf jeden Fall sehr weitergeholfen und nun weiß ich, dass der Name nicht funktioniert. Ich werde den Rat beherzigen, mich nach etwas aussprechbaren umzusehen, aber auch mal die isländischen Namen durchgehen bzw. Namen mit einem ý darin - wobei das ja auch ein Nachname sein könnte. Man wird sehen, was daraus wird. :) Ich hatte ja auch schon überlegt Nadine Variée zu nehmen, war mir aber nicht sicher, ob das nicht auch seltsam klingt?

LG
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 03. Dezember 2014, 15:46:27
Bei Nadine Variée fände ich den Zusammenhang mit der französischen Sprache schon wesentlich konsistenter, allerdings würde ich nach wie vor eher an Romance oder ChickLit denken als an Fantasy  :versteck:

(eigentlich auch blöd, als könnten französische Frauen keine Fantasy schreiben ...)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 15:50:48
Ich muss sagen, bei einem isländisch klingenden Namen würde mich ein abgekürzter Vorname um so mehr irritieren. Das isländische Namensrecht sieht vor, dass der Vorname der wesentliche Bestandteil ist und sogar die Telefonbücher sind nach Vornamen sortiert. Würde ein Isländer den Vornamen abkürzen? Das kann ich mir schlecht vorstellen. Aber ein schöner isländischer Name mit ausgeschriebenem Vornamen stelle ich mir schön vor. Würde mich nur in große Bedrängung bringen - sortier ich das Buch dann unter Vor- oder unter Nachnamen ein?*

*Keine Bange, auch das ist durch Katalogisierungsregeln geklärt. Es gilt nicht die Herkunft des Namens, sondern das Staatsbürgerprinzip, sprich die Staatsangehörigkeit des Autors zum Zeitpunkt der Publikation. Ach ja, und nach einer älteren Regel (ich weiß nicht, ob die noch gültig ist) sortieren Pseudonyme grundsätzlich unter dem Vornamen, weil es sich nicht um einen Namen, sondern einen Kunstbegriff handelt, der als Ganzes zu betrachten ist. Take that, B. Traven!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 03. Dezember 2014, 16:03:13
Isländer haben wirklich sehr schöne Namen. Aber die Nachnamen? Da finde ich nur so seltsame wie Jónsdóttir weil es bei denen ja keine Familiennamen wie bei uns gibt und das finde ich gerade ganz ganz schrecklich. :x
Aber es gibt auch schöne lateinische Namen, wie Emilýa oder eben etwas färöisches .... Mal schauen, noch habe ich ja etwas Zeit ... so ungefähr 10 Tage =/ Es sollte eben kein Name sein, bei dem der Verlag sofort ans Wegrennen denkt. =/

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 03. Dezember 2014, 18:20:27
Es sollte eben kein Name sein, bei dem der Verlag sofort ans Wegrennen denkt. =/
Wenn es für eine Verlagsbewerbung ist, würde ich das Pseudonym ganz weglassen und darüber reden, wenn es um eine Veröffentlichung geht.
Ansonsten: Schau dir an, unter welchen Namen erfolgreiche Bücher deines Genres laufen. Namen haben - nicht erst heutzutage - viel mit Marketing und dem Aufbau einer Marke zu tun.

Mich würde beispielsweise ein Buchstabe als Vornamen nicht stören, aber spätestens in Kombination mit einem französisch klingenden Nachnamen, würde ich sehr viel Romantik und/oder Erotik im Buch erwarten oder eine schockierende Enthüllung. Ein so abgekürzter Vorname, vor allem ohne Punkt dahinter, wirkt auf mich verhüllend, erotisch, geheimnisvoll - also nix für schwertschwingende Barbaren oder Noir-Krimi.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 03. Dezember 2014, 18:26:23
Ich habe mal ein wenig rum experimentiert und stehe nun bei L. K. Jarledottir .... wobei ich diese -dottir-Endungen im isländischen merkwürdig finde und das L stünde in diesem Falle für Lyra und das K für Kristný (der Name wird wirklich mit ý geschrieben!) ... ich bin gerade am Überlegen, ob ich mich nicht doch von meinem ý verabschiede und lieber einen Namen wähle, der eben "nur" ein y hat und vllt. ein é =/ Ich finde aber auch keine gescheiten isländischen Namenslisten....
 Wobei das alles ausgesprochen (Lyra Kristný Jarledottir gar nicht so schlecht klingt, wie ich finde ..) gar nicht mal so schlecht klingt, wie ich finde.

Nadine, na ja, es geht um eine Ausschreibung und da soll das Pseudonym direkt angegeben werden ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 18:42:58
Blöde Frage - wenn du das Isländische Namenswesen nicht magst, bei dem die Frauennamen auf -dottir enden und die Vornamen wichtiger sind als die Nachnamen, warum willst du dann ausgerechnet einen isländischen Namen benutzen? Nur, weil es im Isländischen ein ý gibt? Ich muss sagen, ich empfinde das gerade als etwas respektlos gegenüber der isländischen Kultur, weil du dich über genau das mockierst, was hier das Individuelle und die Tradition ausmacht, und sie auf das Vorhandensein eines einzigen Buchstabens reduzierst.

Schau dir mal turkmenische Namen an. Die haben auch ein ý. Ebenso tschechische und slovakische. Hier sind zB gebräuchliche [ulr=http://www.tschechischblog.de/kurioses/die-top-ten-tschechischer-nachnamen/]Tschechische Nachnamen[/url] - darunter zwei mit ý. Und klingt wie Namen. Und hat kein Dottir. Fünf Minuten Suche bringen bestimmt noch mehr zutage. Nur Železný solltest du dich nicht nenne. Der ist schon vergeben. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 03. Dezember 2014, 18:43:16
Kristný ist ein sehr hübscher Name, er klingt irgendwie sehr ätherisch.  :D  Den könnte man gut als ausgeschriebenen Vornamen verwenden. Jarledottir empfinde ich vom Klang her nicht passend, und auch nicht harmonisch genug. Vor allem, da Jarle nicht in Island vorkommt, sondern vor allem in Norwegen - laut allen Vornamenseiten, die ich kenne, zumindest. Jarle ist nach meinen Recherchen kein isländischer Vorname und kann deshalb auch nicht als isländischer Nachname auftauchen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 18:47:33
Es gibt in Island, wegen des besonderen Namensrechts, auch nur eine ganz begrenzte Liste an Namen, die als Vornamen an ein Kind vergeben werden dürfen - eben nur traditionelle isländische Namen. Ich erinnere mich, vor ein paar Jahren über einen Prozess gelesen zu haben, wo Eltern ihrem Kind einen anderen (ich glaube, amerikanischen) Namen geben wollen. Von allen Ländern, die das ý verwenden, hat keines ein so komplexes, reglementiertes Namenssystem wie die Isländer. (Habe den Artikel gefunden: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/maedchen-in-island-darf-nicht-harriet-heissen-13096022.html).
Außerdem gibt es nur ca. 250.000 Isländer. Ich denke nicht, dass man sich als nicht-isländischer Autor dann da bei den Namen bedienen sollte - sonst gibt es am Ende mehr Nicht-isländische Autoren mit isländischen Namen als Isländer. Was ja auch irgendwie doof ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Guddy am 03. Dezember 2014, 18:48:08
Jarledottir taucht sehr wohl in Verbindung mit Island auf. Hier in der rechten Spalte  (http://www.oebv.at/flippingbook/9783209079237/files/assets/basic-html/page58.html)zB.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 18:52:28
Jarl steht in der Liste der erlaubten Männernamen.

Mein isländischer Name wäre übrigens Maja Diðriksdottir. Aber ich glaube, mit dem Sonderzeichen käme ich nie durch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 03. Dezember 2014, 18:59:14
Jarle taucht trotzdem auf keiner Vornamensseite auf, die ich kenne, und in keiner Kombination mit "dottir" oder "son". Auf die wenigen Ergebnisse, die eine Suche nach Jarlesdottir gibt, würde ich mich nicht verlassen.

Ich verweise mal auf Majas Link zu dem Artikel. Der hat einen weiteren Link mit den anerkannten männlichen Namen in Island, und da steht nichts von einem Jarle, sondern nur von einem Jarl. Und das wiederum, als Jarlsdottir, würde wieder zu den isländischen Regeln der Namensbeugung beim Nachnamen passen.

Edit: Maja war schneller.  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Guddy am 03. Dezember 2014, 19:02:59
Dann gibt es in Island keine Zugezogenen? Und in Restwelt keine Isländer, die ausgezogen sind, um anderswo Autor zu werden und dort seit Generationen verweilen?
(edit: Die Frage ist echt ernst gemeint :) )

*schulterzuck* Kommt mir einfach zu deutsch vor alles, aber ich kenne mich im Bereich Pseudonyme ja auch nicht aus und glaube tendenziell euch und nicht mir ;D . Ich selber würde einen simplen deutschen Namen wählen, hätte aber einfach keine Probleme damit, wenn ein Name einer anderen Autorin nicht 110%ig in ein Namensschema passt, da es für mich(!) immernoch eine Art Künstlername ist. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 03. Dezember 2014, 19:31:11
Danke Maja, ich hatte mir die Finger wund gegoogelt, aber auf der Seite bin ich nicht gelandet =/ Vielleicht google ich auch falsch. Das mit dem Nachnamen finde ich jetzt gar nicht mal sooo störend, zumindest das -son klingt schön melodisch, aber ich bin eben kein Mann ;) Ich schaue mir dann mal die ganzen anderen Links an! Vielen, vielen dank, ihr helft mir sehr.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 03. Dezember 2014, 19:41:43
Ich denke nicht, dass man sich als nicht-isländischer Autor dann da bei den Namen bedienen sollte - sonst gibt es am Ende mehr Nicht-isländische Autoren mit isländischen Namen als Isländer. Was ja auch irgendwie doof ist.
Joa. Wobei das ja auch einfach eine Geschmackssache ist, bzw. eine Modeerscheinung wäre. Wenn ich mir anschaue, wie viele schottische oder irische Pseudonyme es gibt: So viele Iren und Schotten kann es auch fast nicht geben. Ich persönlich läme mir etwas albern vor, einen fremdländischen Namen zu wählen, wenn ich oder mein Roman nichts mit dieser Kultur zu tun hätten oder das Genre einen solchen Autorennamen bedingt.
Anekdote am Rande: Islandpferde gibt es weltweit auch weitaus mehr, als auf Island selbst.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 03. Dezember 2014, 19:44:05
Danke Maja, ich hatte mir die Finger wund gegoogelt, aber auf der Seite bin ich nicht gelandet =/ Vielleicht google ich auch falsch.
;D Bibliothekarinnen studieren sechs Semester lang Googlen. Mich schlägt hier so schnell keiner. Außer unsere anderen Bibliothekarinnen, natürlich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 03. Dezember 2014, 20:03:54
Pseudonyme zu finden, egal in welcher Sprache, ist immer eine Herausforderung - vor allem, weil Geschmäcker eben immer subjektiv sind.  :d'oh:  Du findest bestimmt etwas, das dir gefällt, La Variée.  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 04. Dezember 2014, 18:15:09
So, jetzt bräuchte ich auch einmal den Rat der geballten Tintenzirkelpower für ein Pseudonym.

Ich äugele gerade wirklich intensiv mit dem Pseudonym Kay T. Caffari für meine Gay-Romance-Sachen. Kay Cottee, Tania Aebi und Dee Caffari sind alles drei Soloseglerinnen, Powerfrauen, die die Welt einhand umrundet haben. Also im übertragenen Sinne echt ein Vorbild für mich. Dazu gefällt mir Kay als Vorname, weil er schön geschlechtsneutral ist. Frage ist, kann ich das machen?

Und alternativ, wenn jetzt gleich ein "auf keinen Fall!"-Entrüstungsschrei losbrechen sollte - ich bin seit 14 Jahren als Pandorah im Netz. Lohnt sich das, wenn ich mir dafür einen Nachnamen zurechtlege? So etwas wie Pandorah Nox? (Kurz, weil Pandorah schon so lang ist) Dass das nicht mein Geburtsname ist, dürfte ja ohnehin klar sein.

Oder sollte ich etwas ganz und gar anderes nehmen?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Thaliope am 04. Dezember 2014, 18:20:22
Ich finde die Kombination Kay T. nicht sooo schön, weil sich das wie Kaity ausspricht, und das wirkt auf mich irgendwie wie ein albernes gewolltes Pseudonym. Außerdem wird es, wenn man drüber spricht, wahrscheinlich meist falsch verstanden .... und dann muss man immer eine betont lange Pause machen, um klarzustellen, was man meint, und so.
An sich finde ich die Namen aber schön und klangvoll. Vielleicht lässt sich das anders kombinieren?
Pandorah Nox - da hab ich erst gestutzt, es mir dann aber auf nem Cover vorgestellt. Und jetzt klingt es für mich irgendwie nach einem recht passenden, typischen Namen für das Genre.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Siara am 04. Dezember 2014, 18:21:47
Also mir gefällt Kay T. Caffari. Der Vorname klingt zwar wieder, als würdest du aus dem amerikanischen Raum stammen, aber mich persönlich stört das nicht. Außerdem mag ich, dass so eine Bedeutung dahintersteckt.

Pandorah + Nachnahme halte ich für schwieriger. Zum einen, weil ich persönlich mit dem Namen "Pandorah" trotz anderer Schreibweise den Mythos verbinde und es für mich einfach nicht wie ein "richtiger" Name klingt. (Wobei das sicher reine Geschmackssache ist). Zum anderen passt Kay T. Caffari in meinen Ohren im Gegensatz zu Pandorah auch einfach noch ein ganzes Stück schöner zum Genre.

Huch, hat sich mit Thaliope überschnitten - lustig, wie verschieden die Wahrnehmungen sind. ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 04. Dezember 2014, 18:23:46
*g* Okay, bisher steht es 1:1.

Zu "Kaity" muss ich sagen, dass genau das mir eben auch sehr gut gefällt.

Edit sagt: Ich hab mein Cover von Weltenwächter mit beiden Namen versehen, damit man es mal bildlich vor sich hat.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 04. Dezember 2014, 20:22:18
Also ich würde Kay T. nehmen, Pandorah ist für mich einfach kein Name, tut mir leid.

Ich schwanke inzwischen zwischen den Namen:

Emilý Steinfjorden
Justýna Zeman
Lea J. (Jolana) Vaselý
Cecílie J. (Justýna) Zeman
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 04. Dezember 2014, 20:27:18
Justýna Zeman
Lea J. (Jolana) Vaselý

Die beiden haben für mich den besten Klang. Bevorzuge den ersten etwas mehr, weil dann die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass der Leser in der Buchandlung steht und sagt "Der Name war so ähnlich wie Vaseline".
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 04. Dezember 2014, 20:38:24
oh, auf die Assoziation bin ich noch gr nicht gekommen, danke!. Wobei jetzt noch eben Emma J. Rosenthal dazu gekommen ist (J. für Justýna, ich weiß, der Rest ist alles andere als tschechisch.) Und mein eigener Name ... da ist aber immer noch dieses doofe Poth =/
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 04. Dezember 2014, 20:45:57
@Pandorah
Den (seltenen) Nachnamen eines Profisportlers würde ich niemals als Pseudonym nehmen. Es ist eine Sache, selbst inspiriert zu sein, und einer andere, nach außen hin ein Verwandtschaftsverhältnis anzudeuten, das nicht existiert. Ich würde auch nicht mögen, wenn jemand, selbst wenn es als Hommage gemeint ist, Ilisch als Pseudonym wählen würde. Dafür sind wir Namensträger zu wenige und eben alle miteinander verwandt. Problematisch kommt bei Caffari auch noch dazu, dass es - hier kommen wieder die Leserassoziationen ins Spiel - zu sehr nach Kaffeefahrt klingt. Und Kaity Kaffeefahrt ist jetzt nicht der beste Name, unter dem die Kunden in der Buchhandlung nach dir fragen sollten.

Pandorah Nox ist in der Hinsicht verzeihlicher, aber dafür wieder so ein Holzhammer-Pseuodnym. Auch wenn du unter dem Namen seit Jahren im Netz unterwegs bist und ihn dir in den Ausweis hast eintragen lassen: Ich würde mir ein Buch von dir kaufen, weil ich dich kenne. Aber wenn nicht, und ich würde deine Bücher in der Buchhandlung oder online entdecken, würde mich in beiden Fällen der Name vom Kauf abschrecken. Sie klingen beide so falsch und unglaubwürdig, dass ich keine Sympathien dafür entwickeln kann.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 04. Dezember 2014, 21:13:45
Aber wenn nicht, und ich würde deine Bücher in der Buchhandlung oder online entdecken, würde mich in beiden Fällen der Name vom Kauf abschrecken. Sie klingen beide so falsch und unglaubwürdig, dass ich keine Sympathien dafür entwickeln kann.

Das kommt auf das Genre an, finde ich.
"Pandorah Nox" würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen, weil es für mich entweder ein Jugendbuch wie Percy Jackson/Garth Nix wäre oder leicht zu konsumierende Urban Fantasy mit den üblichen Zutaten - das Zielpublikum greift da meines Erachtens aber sowohl in der Bib, als auch im Buchhandel zu.

Bei "Kay T. Caffari" muss ich schon in Gedanken ein paar Mal Luft holen, um alles zu sortieren. Wirkt auf mich unharmonisch. Von Kay Caffari kann ich mir dagegen eine Bandbreite an realistischen Romanen vorstellen. Klingt nach Amerikanerin mit italienischen Wurzeln.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 04. Dezember 2014, 21:22:42
Bei Caffarie habe ich das Problem, dass ich an "Safari" denke ... ich finde beides eher unglücklich gewählt. Wie gesagt, Pandorah ist einfach kein Name ... und bei dem anderen hat es Maja ganz gut beschrieben

Ich hänge nun übrigens bei Emilie J. Zeman, wäre immerhin etwas, was man sich gut merken kann.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 04. Dezember 2014, 21:50:04
Pandorah: Was ist denn mit "Katie Caffari"? Das klingt wie ein ganz normaler Name, es hat einen tollen Klang, man merkt es sich gut und es hat denselben Klang, wie das, was du dir wünschst. Es sieht nur nicht so unecht und deutlich ausgedacht aus. Ich würde, wenn ich den Namen auf einem Buch lesen würde, nicht einmal drauf kommen, dass das ein Pseudonym ist.  :) Und es geht auch für jedes Genre.

EDIT: Ich habe gerade Majas Post dazu gesehen, dass der Name vielleicht zu selten ist und mit einer Sportlerin verknüpft ist. Kann man den Namen vielleicht anders schreiben?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 04. Dezember 2014, 22:47:35
Katis Vorschlag finde ich nicht so schlecht. Klang hat es auf jeden Fall. Allerdings denke ich bei Caffari auch an Kaffe oder kiffen. ;)
Aber man kann sich den Namen schon gut merken.
Pandorah Nox klingt natürlich künstlich, andererseits tun das die meisten Namen bei Gay Romance. Da die meisten Autorinnen da komische Pseudonyme benutzen. Da ist eigentlich schon jedem klar, dass der Name ein Pseudonym ist.


@L Variee:

Also ich wüde nicht unbedingt einen isländischen Namen nehmen. Die klingen für mich zwar schön, aber mit isländischen Namen verbinde ich vor allem anspruchsvolle nobelpreißträchtige Literatur. Nicht unbedingt Fantasy.

Cecílie J. (Justýna) Zeman
Den finde ich nicht schlecht. Allerdings würde ich Zeman anders schreiben, sonst weiß ich nicht, ob das e lang oder kurz gesprochen wird und das z scharf oder nicht.
Vorschläge:
Cecilia Zeeman
Emily Zeeman
Amelie Zeeman
Nadine La Variee
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Serafina am 04. Dezember 2014, 22:59:55
@La Variée: Ich habe jetzt nur kurz drübergelesen, aber Emilie J. Zeman finde ich bisher am schönsten, auch wenn mich das J. ein wenig stört. Nur Emilie Zeman (oder Emilý wenn du das ý so gerne haben möchtest) würde mir noch besser gefallen.
Allerdings muss ich Franziska bei ihren Bedenken zum Nachnamen recht geben. Man weiß nicht so recht, wie das ausgesprochen werden soll. Ich habe es jetzt irgendwie als Seemann gelesen. Was aber eigentlich auch nicht sooo schlimm ist, zumindest für mich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 04. Dezember 2014, 23:11:17
Was mir an all diesen Pseudonymen auffällt, La Variée, ist, wie gezwungen anders und außergewöhnlich und fremd sie klingen. Mich würde das Gezwungene, Gezielte daran eher abschrecken. An deiner Stelle würde ich den Namen Emilie als Vornamen nehmen, Zeman passt da meiner Meinung nach auch am besten dazu.  :)

@Pandorah: Kaity fände ich auch toll.  :D  Vielleicht könntest die Schreibweise vom Nachnamen in Caffary oder Kaffary oder so umwandeln, damit du dein Idol verewigt hast, es aber nicht so offensichtlich ist. Kaity Caffary, Kaity Kaffary - von der würde ich was kaufen, und als Gay-Romance-Leserin und -Autorin kann ich mir das auch gut vorstellen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 04. Dezember 2014, 23:12:26
Für mich klingt Zeman niederländisch, dann aber eben mit zwei e. Französisch bräuchte es dann einen Akzent auf dem e.
Soll das e kurz sein würde ich zwei n nehmen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 04. Dezember 2014, 23:43:43
Zeman habe ich jetzt eigentlich von der Seite, die mir Maja gegeben hat mit den häufigsten Nachnamen in Tschechien. ^^"

Ich denke, ich bleibe nun bei Emilie J. Zeman, der ist für mich bislang auch am harmonischsten :)

Edit: Oder einfach Emilie Zýman
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 04. Dezember 2014, 23:55:19
Den (seltenen) Nachnamen eines Profisportlers würde ich niemals als Pseudonym nehmen. Es ist eine Sache, selbst inspiriert zu sein, und einer andere, nach außen hin ein Verwandtschaftsverhältnis anzudeuten, das nicht existiert.
Dass es auf eine nicht existierende Verwandtschaft hindeuten könnte, der Gedanke kam mir nicht einmal. Hm. Hmhm.

Problematisch kommt bei Caffari auch noch dazu, dass es - hier kommen wieder die Leserassoziationen ins Spiel - zu sehr nach Kaffeefahrt klingt. Und Kaity Kaffeefahrt ist jetzt nicht der beste Name, unter dem die Kunden in der Buchhandlung nach dir fragen sollten.
Bei Caffarie habe ich das Problem, dass ich an "Safari" denke ... ich finde beides eher unglücklich gewählt.
Ganz ehrlich, das würde mich mal ungefähr gar nicht stören, ob es nach Kaffee oder Safari klingt. Das sind jetzt beides nicht so schlimme Assoziationen. Aber dein erstes Argument, Maja, hat mir gerade etwas den Boden unter den Füßen weggezogen, was diesen Namen betrifft. Und er ist damit mit fliegenden Fahnen untergegangen.

Wie gesagt, Pandorah ist einfach kein Name ... und bei dem anderen hat es Maja ganz gut beschrieben
Pandorah Nox ist in der Hinsicht verzeihlicher, aber dafür wieder so ein Holzhammer-Pseuodnym.
Exakt. Pandora - ohne h - ist ein existierender, echter Name, aber wer nennt sein Kind schon so? Mit H bin halt nur ich existent. Das schreit schon so nach Pseudonym, dass ich gedacht habe, wenn schon, denn schon. Mein Gedanke dahinter war echt der, dass ich halt schon lange als Pandorah schreibe und das mitnehmen könnte.

Das kommt auf das Genre an, finde ich.
"Pandorah Nox" würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen, weil es für mich entweder ein Jugendbuch wie Percy Jackson/Garth Nix wäre oder leicht zu konsumierende Urban Fantasy mit den üblichen Zutaten - das Zielpublikum greift da meines Erachtens aber sowohl in der Bib, als auch im Buchhandel zu.
;D Ich schreibe leicht zu Konsumierendes. Unter anderem auch Urban Fantasy. Und Percy Jackson mag ich. Von daher wäre das gar nicht so verkehrt. Aber als Pandorah schreibe ich keine Jugendbücher, sondern Gay Romance.

@Pandorah: Kaity fände ich auch toll.  :D  Vielleicht könntest die Schreibweise vom Nachnamen in Caffary oder Kaffary oder so umwandeln, damit du dein Idol verewigt hast, es aber nicht so offensichtlich ist. Kaity Caffary, Kaity Kaffary - von der würde ich was kaufen, und als Gay-Romance-Leserin und -Autorin kann ich mir das auch gut vorstellen.
Pandorah: Was ist denn mit "Katie Caffari"? Das klingt wie ein ganz normaler Name, es hat einen tollen Klang, man merkt es sich gut und es hat denselben Klang, wie das, was du dir wünschst. Es sieht nur nicht so unecht und deutlich ausgedacht aus. Ich würde, wenn ich den Namen auf einem Buch lesen würde, nicht einmal drauf kommen, dass das ein Pseudonym ist.  :) Und es geht auch für jedes Genre.

EDIT: Ich habe gerade Majas Post dazu gesehen, dass der Name vielleicht zu selten ist und mit einer Sportlerin verknüpft ist. Kann man den Namen vielleicht anders schreiben?
Caffari ist ausgeschieden. An Kay hänge ich noch. Mal sehen, ob mir dazu ein neuer Nachname einfällt.

Pandorah Nox klingt natürlich künstlich, andererseits tun das die meisten Namen bei Gay Romance. Da die meisten Autorinnen da komische Pseudonyme benutzen. Da ist eigentlich schon jedem klar, dass der Name ein Pseudonym ist.
Eben darum das Nox. Pandorah Schmidt hätte natürlich auch was. ;D

Vielen Dank für eure Hilfe. :D Ich denke weiter. Falls jemand richtig tolle Vorschläge als Nachnamen zu Kay hat, immer nur her damit.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 05. Dezember 2014, 13:30:54
Ich würde Kay an deiner Stelle vielleicht wirklich mit einem anderen Namen verbinden. Er klingt für mich ein wenig unharmonisch, einfach so Kay. Kaye fände ich zum Beispiel schöner. Länger und das Schriftbild ist netter. Kay als Frauenname ist ja meist nur eine Abkürzung für englische Vornamen wie Kate, Kathrin oder so. Kannst du dir von denen keinen vorstellen? Wenn du bei Kay T. bleiben wolltest, fände ich persönlich K.T. reizvoll. Gerade auch, weil es sich Katie liest (Das macht zum Beispiel die Sängerin K.T. Tunstall so). Es kann aber natürlich auch einfach persönlicher Geschmack sein, dass mir Kay zu kurz vorkommt. Was den Nachnamen angeht... in welche Richtung soll er denn gehen? Einfach irgendwas vorschlagen bringt uns glaube ich nicht weiter.  :-\ Kay / Kai ist ja eher ein nordischer Name, kannst du dir einen deutschen oder skandinavischen Nachnamen dazu vorstellen?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: WingScarlett am 05. Dezember 2014, 13:42:11
@Pandorah
Ich hab mir gerade mal ein paar Gedanken zu deinem Pseudonym gemacht und ein bisschen überlegt was zu Kay passen könnte.  :)
Angefangen habe ich mit der Überlegung was der Name "Kay" überhaupt bedeutet.
Mir hat gefallen, dass der Name so etwas wie "Pracht" oder "unverfälscht" und "rein" heißen kann. Auf der anderen Seite aber auch sowas wie "hitzig". Jetzt ist die Frage - möchte man einen Nachnamen haben, der diese Bedeutung noch stärkt oder einen Namen der einfach schön klingt? Und hast du eine bevorzugte Namensherkunft?

Da mir die Kombination (und auch der Klang) von Kay T. gefallen hat, bin ich einfach mal dabei geblieben  ::) Aber Katis Vorschlag mit dem K.T. find ich auch gar nicht so schlecht. Und auch Kaye ist auch eine Möglichkeit über die man nachdenken kann. Vielleicht ist ja was dabei:

Kay T. Flynn
Kay T. Kerrwood (kann aber sein, dass das zu sehr an die Küchenmaschine erinnert  ;D)
Kay T. Coloun oder Colhoun? (schottische Herkunft)
Kay T. Pury (abgeleitet von "pure", auch wenn das dann sehr auf dem "y"- Klang Endet :S)

Ich hab nur mal ein bisschen rumprobiert, ich überlege aber nochmal weiter, schließlich gibt es so viele Möglichkeiten  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 05. Dezember 2014, 17:17:00
*ächz* Hat wer gesagt, dass es einfach ist, Pseudonyme zu finden? Nein? Gut.

@Kati
Hm, Kaye gefällt mir auch sehr gut.
K.T. sieht zwar schön nach J.K. aus, ist aber nichts für mich. Ich mag einen ausgeschriebenen Vornamen haben. :)


@WingScarlett
Ich möchte einen Nachnamen, der gut vom Klang dazu passt. Am liebsten hätte ich etwas, das im Englischen und im Deutschen aussprechbar ist.
Kay T. Kerrwood gefällt mir, ebenso wie Kay T. Flynn, aber passt nicht für mich.


Also, ein neuer Versuch. Was haltet ihr von:

Kay Abendroth
Kay Andvari

Kaye Alden
Kaye Cavanagh (so viel zu aussprechbar)
Kaye Holden
Kaye Telfair


Und außer Konkurrenz, und ja, die Nachnamen gibt es beide:
Kaye Cockburn :rofl:
Kaye Tynte ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Siara am 05. Dezember 2014, 17:53:41
Kaye Cockburn :rofl:
Zum Glück habe hatte ich die Kaffeetasse nur auf halbem Weg zum Mund - das wäre eine Dusche geworden. :rofl:

"Kaye" gefällt mir vom Aussehen her, aber wie genau wird es denn ausgesprochen? Wie "Kai" nur mit e hintendran? Oder das y wie ein j und mit Betonung auf a? Aber das ist zweitrangig, der Name gefällt mir.

Zum Nachnamen:

"Abendroth" finde ich persönlich unschön. Zum einen verbinde ich das "th" zu stark mit der Sprechweise im Englischen, weil die Schreibweise im Deutschen so nicht mehr existiert. Ich war dann bei Aben-Droth. ;D Aber auch allgemein kommt der Name mir sperrig und irgendwie ... aufgeplustert vor.

Andvari gefällt mir besser, klingt allerdings sehr weit hergeholt und unbekannt und kaum noch wie ein Name. Jedenfalls kein real existierender - für ein Königshaus oder ein Volk im Fantasy-Roman wäre es schön.

Alden mag ich. Deutsch und Englisch aussprechbar, und dabei wirkt es natürlich. Mein persönlicher Favorit.

Cavanagh finde ich in Verbindung mit dem Vornamen schwer, weil ich allgemein keine (klanglichen) Alliterationen mag. Schwer auszusprechen kommt er mir aber eigentlich nicht vor.

Holden klingt in meinen Ohren eher nach High Fantasy oder Historischem, was vermutlich an der Assoziation mit "hold" liegt. Abgesehen davon aber mein Platz 2, weil er nicht stolpern lässt, leicht auszusprechen ist und auch in Kombination mit Kaye gut klingt.

Telfair erscheint wiederum sehr hart und lässt sich wegen des ai auch nur schwer anders als englisch deuten. Wirklich schön finde ich den Namen nicht, aber das ist ja Geschmackssache.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 05. Dezember 2014, 17:59:53
Kaye Alden finde ich wunderbar.  :D  Für mich passt das sowohl zu Fantasy, als auch zu Krimis, Liebesgeschichten, und so weiter. Außerdem kann er sowohl englisch, als auch deutsch ausgesprochen werden. Es klingt harmonisch und angenehm.

Edit @Siara: Sorry, ich habe nicht gesehen, dass du fast dasselbe geschrieben hast.  :d'oh:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 05. Dezember 2014, 18:17:27
Ich finde Kaye Alden auch am besten.
Ich mag Aliterationen ja.
Kaye Cassidy
Kaye Clark (klingt etwas hart)

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 05. Dezember 2014, 20:41:11
Zum Glück habe hatte ich die Kaffeetasse nur auf halbem Weg zum Mund - das wäre eine Dusche geworden. :rofl:
Ich freue mich, dass ich das mit dir teilen konnte und nicht allein damit war. ;D

"Kaye" gefällt mir vom Aussehen her, aber wie genau wird es denn ausgesprochen? Wie "Kai" nur mit e hintendran? Oder das y wie ein j und mit Betonung auf a? Aber das ist zweitrangig, der Name gefällt mir.
Ich spreche es wie Kay, mit einem absolut stummen E. Und ich spreche es englisch aus.

Alden mag ich. Deutsch und Englisch aussprechbar, und dabei wirkt es natürlich. Mein persönlicher Favorit.
Ich nähere mich dem Alden.

Kaye Alden finde ich wunderbar.  :D  Für mich passt das sowohl zu Fantasy, als auch zu Krimis, Liebesgeschichten, und so weiter. Außerdem kann er sowohl englisch, als auch deutsch ausgesprochen werden. Es klingt harmonisch und angenehm.
2:0 für Alden. ;D Danke. Auch von der Einschätzung, zu was der Name alles passt.

Ich finde Kaye Alden auch am besten.
3:0 für Alden. Also streiche ich meine sonstigen Vorschläge mal. ;D

Ich mag Aliterationen ja.
Kaye Cassidy
Jepp, die sind toll. Kaye Cassidy gefällt mir auch gut, aber schlägt nicht Alden.

Ich glaube, wenn jetzt nicht noch massive Einwände kommen, habe ich mich entschieden. :D Danke euch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 05. Dezember 2014, 21:23:11
Jetzt muss ich doch hier schreiben ... Ich hatte gehofft, dass du einen anderen Namen nimmst, da ich dabei irgendwie immer "alde" im.Kopf habe, was bei mir schnell zu "ey alde" wird. Demnach projiziere ich den Namen irgendwie auf eine alte Frau, oder auch einen alten Mann ... :versteck:

Letztendlich ist es natürlich deine Entscheidung. Ich würde dir aber raten etwas zu nehmen, was mehr nach Frau klingt  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 05. Dezember 2014, 23:41:03
Also ehrlich gesagt, mal abgesehen davon, dass "Ey Alda" kein sonderlich schmeichelhalter Ausdruck ist - dass es eher geschlechtsneutral daherkommt, wäre ein Pluspunkt. ;D Deswegen habe ich ja Kay auch so gern gemocht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 05. Dezember 2014, 23:45:10
Ich musste aber auch an "ey alde" denke und assoziierte damit eher grausige Jugendsprache. Wenn du es gerne englisch magst, wie wäre es denn mit der Abwandlung "Olden"?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 05. Dezember 2014, 23:49:36
Das wiederum assoziere ich mit old=alt. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 07:12:58
Auf "Ey, Alder!", wäre ich nie gekommen.  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 06. Dezember 2014, 07:43:32
Es kann natürlich sein, dass ich noch ein junges Kücken bin - oder schlicht und einfach im falschen Umfeld aufgewachsen bin  :rofl:

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Signy am 06. Dezember 2014, 10:24:12
Kay Abendroth

Bei dem Namen erscheint sofort bei mir Maggie Abendroth vor meinem inneren Auge und ich weiß nicht, ob das von dir beabsichtigt ist.
http://www.buechertreff.de/buchreihe/35408-maggie-abendroth-edda-lotte-minck-reihenfolge.html

Ich liebe die Bücher um M. A. - aber es sind ziemlich aufgedrehte Krimikomödien, nicht dass du da im komplett falschen Genre verortet wirst.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 06. Dezember 2014, 11:23:24
@Phea
Falsches Umfeld, genau. ;D Schieben wir es jetzt einfach mal da drauf. Ich habe noch mal an anderer Stelle nachgefragt - und Kleckschen bestätigt es hier auch noch mal - dass man im Leben nicht auf "Ey, Alde!" gekommen wäre. Also ist es jetzt Kaye Alden. Mensch, was eine Geburt. :rofl:

@Signy
Die dame kenne ich nicht, war also nicht beabsichtigt. :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 06. Dezember 2014, 11:28:33
Wie gesagt, ich habe es direkt damit assoziert. Und ich entschuldige mich jetzt schon mal, dass ich immer, wenn ich deine Romane kaufe, ein Grinsen im Gesicht habe  :rofl:

Wenn ich darf, würde ich auch gerne mal mein Problemchen äußern. Ich werde zu einhundert Prozent ein Pseudonym verwenden, da mein Erstling eine totale Katastrophe war. Hätte ich es damals doch nur besser gewusst  :omn:

Ich überlege, den Namen "Phea" in das Pseudonym einzubauen. Ich weiß aber nicht, ob es sinnvoll ist oder nicht. Meiner Meinung nach ist er leicht auszusprechen ("Fea") und zeigt meiner Meinung auch, dass ich eine Frau bin.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 11:31:17
@Pandorah: Ich bin froh, dass du diesen Namen gewählt hast, der kling toll.  :vibes:

@Phea: Was spricht gegen "Phea" oder "Pheana" als Vornamen? Ich finde den Klang hübsch und Pheana ist ein regulärer, wenn auch seltener Vorname.  :D  Für mich klingt das nach Fantasy, Erotik oder Liebesgeschichten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 06. Dezember 2014, 11:34:45
So soll er auch klingen. Ich nehme ja kein Blatt vor dem Mund, wenn es um Sexszenen geht - und ich bin eigentlich nur im Genre Fantasy unterwegs. Der Name soll zum Genre passen und ich glaube, dass habe ich damit auch geschafft.

Ich bin halt nur am Überlegen, weil Maja folgendes geschrieben hatte:
Zitat
Wenn Künstlernamen zu künstlitch klingen, schreckt das Leser ab. Es wirkt kalt und unpersönlich und nicht einladend - der Autor kann viele Gründe haben, unter Pseudonym zu arbeiten, aber in den Fällen, wo der Autorenname den Leser anspringt und schreit "So heiß ich nicht!", denkt der Leser leicht, dem Autoren wäre das Buch peinlich, und was dem Autor peinlich ist, möchte der Leser dann lieber doch nicht lesen. Deswegen muss man immer mit ein bisschen Leserpsychologie an die Wahl von Künstlernamen rangehen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 11:37:28
Pheana klingt harmonisch genug, dass es für mich nicht künstlich klingt, und auch genug nach einem echten Namen, für mein Empfinden.  :D  Es kommt auch auf die Schreibweise an, finde ich: Fee-Anna zum Beispiel, oder Feeánna, würde nochmal ganz anders wirken.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 06. Dezember 2014, 11:44:50
Ich warte mal ab, was die anderen dazu sagen. Mir fehlt ja auch noch ein passender Nachname. Bis jetzt sagt mir keiner wirklich zu ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 12:50:20
Da ein "Mac" in deinem Forum-Nick steht, wie wär's mit einem schottischen Nachnamen? "Pheana Mac..."?  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 06. Dezember 2014, 13:00:13
Auch daran habe ich schon gedacht  :rofl:

Allerdings möchte ich nicht, dass man denkt, dass ich dann nur schottische Geschichten schreibe. Ich bin mir da eben immer sehr unsicher ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 13:02:40
Darauf wäre ich nie gekommen, dass man sowas denken würde.  ;D  Ich würde einfach davon ausgehen, dass hier jemand mit schottischem Namen/Pseudonmym Fantasy, Erotik, Liebesromanzen, ... schreibt. Ich habe zum Beispiel auch nichts gegen offensichtliche Pseudonyme, so lange sie nicht - wie Maja schon sagte - künstlich oder übertrieben oder reißerisch klingen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 06. Dezember 2014, 13:11:19
Ich lasse mich ja schnell überzeugen  :P Ich schau mal, was mir im Kopf rumschwirrt und mir gefällt. Wie wäre es zum Beispiel mit:

Phea(na) Mac
... Nair?
... Kenzie?
... Laren?


Gerade gefunden: MacPhee - Phea MacPhee  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 13:12:21
Nair! Nair!  :vibes:  Ich habe sofort gedacht: "Japp, das passt perfekt".  :D

Edit: Pheana MacNair. Wo kann ich dein Buch kaufen?  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 06. Dezember 2014, 13:14:37
Jetzt ist nur noch die Frage: Pheana oder Phea? Ich tendiere ja zum zweiten. Also einfach "Phea MacNair" (Da muss ich übrigens immer an den Henker aus Harry Potter denken  :P Und da ich meine Charas quäle - er passt perfekt  :rofl: )

EDIT: Jetzt erst gesehen. Wenn der Name ansprechend ist, muss ich mir beim Schreiben ja keine Mühe mehr geben  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 13:15:34
Wenn du zu Phea tendierst, dann nimm Phea.  :vibes:  Ich finde Pheana hübscher, aber das ist deine Entscheidung.  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 06. Dezember 2014, 13:16:49
Ich lasse es mal offen stehen. Phea ist kürzer, knackiger. Ich weiß nicht, wie das auf ein Cover aussehen wird ...

Aber jetzt habe ich immer noch keine anderen Meinungen gehört  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 13:17:24
Ich bin gespannt!  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fynja am 06. Dezember 2014, 13:32:55
Phea und Pheana finde ich als Namen beides schön, und ich würde es auch mit Fantasy assoziieren. Da aber Phea wirklich knackiger und prägnanter ist, würde ich leicht mehr dazu tendieren.  :D Bei den Nachnamen, die du genannt hast, fände ich MacKenzie am klangvollsten, aber ich persönlich fände einen Nachnamen ohne "Mac-" als Vorsilbe, also nicht sofort mit irgendeiner Herkunft assoziiert, passender, gerade, wenn du das Pseudonym für Fantasy nutzen willst. Irgendwie assoziiere ich schottische Nachnamen gerade mit Krimis, das kann aber auch absoluter Quatsch und nur mein subjektives Empfinden sein.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Signy am 06. Dezember 2014, 13:33:19
Kennt ihr diese Seite?

http://de.fakenamegenerator.com/advanced.php

Gibt ein bisschen seltsame Konstellationen an den Eigenschaften wie Größe, Gewicht und Auto heraus, aber die Namen sind klasse und sehr echt.

Du könntest ja nur den Nachnamen der ausgeworfenen Person verwenden und mit dem von dir ersonnenen Phea (gefällt mir besser als Pheana, da sehe ich eine alte zittrige Dame vor mir, die Tee trinkt und Scones isst, vor mir) kombinieren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 06. Dezember 2014, 14:20:23
Ich kannte den Namen so nicht. Der Klang gefällt mir auch. Allerdings denke ich da an einen Kosmetikhersteller. Aber er ist gut zu merken. Guckt euch doch mal die Namen im Fantasy Genre an. Ivo Pala zum Beispiel.  Phea klingt noch weniger wie ein Name für mich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lamarie am 06. Dezember 2014, 15:28:02
Hallo Signy,

ich kannte sie noch nicht - aber witzig ist sie schon. Da fehlt uns Autoren doch nur noch ein Namengenerator, der das Genre mit einbezieht ;)

Liebe Grüße,
Marie
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Pandorah am 06. Dezember 2014, 15:34:27
Mir gefällt Phea besser. Rein vom Klang her würde ich dann aber auf einen Mc-Namen verzichten. Und das ist - Warnung - rein persönlicher Geschmack. Bei Pheana finde ich einen Mc wieder passender. Aber auch dies ist einfach nur mein Geschmack.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 06. Dezember 2014, 15:38:51
@Lamarie: Hier im TiZi sind ganz tolle, verschiedenen Generatoren verlinkt.  :D  Zum Beispiel hier für Fantasy:  http://forum.tintenzirkel.de/index.php/topic,1513.0.html
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 06. Dezember 2014, 15:59:13
Ich weiß auch nicht, aber das Phea sieht für mich wie ein verhunztes "Pia" aus, vor allem, da ich es auch genau so ausspreche. Pheana finde ich aber auch zu gekünstelt. Mir gefällt der Name so oder so nicht und ich hätte Probleme damit, solch einen Autorennamen ernst zu nehmen, tut  mir leid.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 06. Dezember 2014, 20:50:47
"Phea" finde ich für Fantasy durchaus passend - am besten mit einem dreisilbigen Nachnamen, das fände ich besonders rund. :)

In meinen Augen darf man ruhig sehen, wenn ein Name ein Pseudonym ist - ich betrachte Pseudonyme in dieser Hinsicht eher wie Band- und Bühnennamen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 07. Dezember 2014, 11:39:43
Jetzt habe ich sehr zweischneidige Meinungen gelesen. Die Mehrheit schreibt ja, dass Phea passend ist. Einige schreiben zwar auch, dass es nicht nach einem Namen klingt oder nach eine "Missgestalung" von Pia, aber ich denke, dass man mit vielen - ich wage sogar zu behaupten alle Namen - diese und andere Meinungen hört. Jeder Name ist reine Geschmackssache. Ich persönlich finde den Namen Phea aber sehr schön und werde ihn auch nehmen. Mir fehlt nur noch ein passender Nachname.

Ich bin jetzt wieder recht unentschlossen, was den Nachnamen angeht. Nehme ich jetzt was mit "Mac" oder nicht? Ich tendiere schon sehr dazu. Aber ich bin mir einfach nicht sicher was man dahinter setzt. Im Grunde genommen kannman ja eigentlich alles da hinter setzen. Nein , sagen wir lieber fast alles  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 07. Dezember 2014, 14:01:07
Phea, in welchen Regionen spielen denn deine Geschichten? Vielleicht kann man da ansetzen und einen Nachnamen nehmen, der damit harmoniert. Der Vorname ist wirklich sehr schön und kann englisch und deutsch, aber auch in anderen Sprachen gelesen werden. Wenn du einen Mac-Namen nimmst, würde ich voraussetzen, dass deine Geschichten im englischsprachigen Raum spielen. Nicht, wegen der Assoziation mit Schottland. Es gibt ja genug Amerikaner und Briten, die Mac oder Mc heißen und nicht über Schotten schreiben, ich denke, die Bedenken musst du dir nicht machen. Aber wenn du jetzt einen Mac-Namen nimmst, und deine Geschichten spielen ausschließlich in Deutschland, fände ich das komisch. Ich fände einen Mac-Namen allerdings auch ganz schön, weil Phea so kurz ist und ein längerer Nachname das ausgleichen könnte. McNair finde ich persönlich aber nicht so schön, muss ich ehrlich sagen. Das klingt in meinem Kopf irgendwie dissonant und ist in Verbindung mit Phea auch zu kurz. Von deinen Vorschlägen finde ich McLaren eigentlich am schönsten. Soll der Name denn eine besondere Bedeutung haben?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ginger am 07. Dezember 2014, 14:21:42
Hat hier jemand "Mac" gesagt?
Hehe. Ich mag schottische Namen. Ich mag Mac. Ich mag Schottland.  ;D

Für mich ist ein Name etwas sehr persönliches. Einen hat man sich nicht ausgesucht. Dann gibt es Namen, die einem gegeben werden. In Geschichten und mancher Mythologie spielt das ja eine große Rolle. Auch der innere Name, der wahre Name ist eine Legende, die ich sehr gut verstehen kann. Mein Pseudonym würde ich niemals nach seiner Markttauglichkeit auswählen sondern danach, wie sehr das bereits in mir ist, wie sehr es mir entspricht.

Wenn Du zu einem Namen kein inneres "Ja" hast und als Autorin diese pseudonyme Person nicht sein kannst, ist es nicht der richtige Name. Egal, ob er nun schick ist oder nicht.

Sicher kann man einen Namen auch über solch eine Diskussion herausfinden, sich ihm mit Hilfe von Freunden nähern - aber letztlich ist die Antwort in Dir und wenn Du unsicher bist, hast Du entweder ein Problem mit Sicherheit oder es ist noch nicht Dein Name dabei, oder beides.

Einen schönen, zweiten Advent

wünscht

Ginger McMillan

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 07. Dezember 2014, 17:47:30
Na ja, kommt drauf an, was man vom Pseudonym möchte. Es ist natürlich schön, wenn man sich mit dem Namen identifizieren kann. Wenn ich ein Pseudonym für Erotik suche, ist mir das aber eher egal.
Ich habe mein Pseudonym sehr spontan gewählt, als ich irgendwo einen Nachnamen brauchte. Eigentlich passen Vorname und Nachname überhaupt nicht zusammen. Aber jetzt habe ich mich shcon total daran gewöhnt und denke nicht, dass ich ihn noch mal ändern werde. Schließlich habe ich schon etwas unter dem Namen veröffentlicht und einen Blog unter dem Namen.
Auch wenn ein englischer Name wohl besser gewesen wäre, da mit skandinavischen Namen alle nur noch Krimis verbinden. ::)

@Phea:

Ich würde ja Pehana McLaren total schön finden.
Bei McNair müsste ich an eine Figur aus Being Human denken.
Aber wo stehen denn die Nachnamenvorschläge?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 07. Dezember 2014, 22:00:41
@Kati:
Es ist immer unterschiedlich. Mal spielen sie in Deutschland, mal in Frankreich, mal in England. Eine Geschichte spielt sogar in Schottland, eine andere in einem eigenen Fantasy Land.

@Ginger:
Ich fühle mich sehr wohl mit dem Namen. Er ist quasi schon mein ich, ich werde ja hier nur damit angesprochen.

@Franziska:
Viele Vorschläge waren das auch nicht.

Entschuldigt die kurze Antwort, aber ich bin mit dem Handy online.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Herr Hazel am 11. Dezember 2014, 11:39:16
Ich habe mir die Diskussion hier angeschaut und lange hin und her überlegt. Ich teile mal meine Gedanken dazu mit euch.

Namen sind Identität.

Ich spüre es täglich mehrfach, wenn ich mit meinem Namen angesprochen werde, den ich zwar trage, aber der nicht meiner ist. Meine Eltern haben mir einen Namen ausgewählt nach praktischen Gesichtspunkten, nicht danach, ob er zu mir passt. (Und ja, wenn man ein Baby sieht, dann kann man ein Gefühl haben, was für ein Mensch das kleine Wesen wohl ist und ob der Name passen könnte oder nicht. Klappt nicht immer, aber ich weiß, meine Eltern haben es nicht versucht.) Und mein Nachname ist der meines Ex-Mannes, den ich nur noch wegen der Kinder trage, es ist nicht meiner, wird nie meiner sein und ich mag ihn nicht. Aber so recht passt mein Geburtsname auch nicht mehr.

Wenn ich also ein Pseudonym wähle, dann ist es mir wichtig, dass es zu mir passt. Ich habe mich mein ganzes Leben an andere Menschen und deren Erwartungen angepasst. Wenn ich mir also einen Namen auswähle für eine Arbeit, die ich mit meiner Persönlichkeit fülle, die aus mir heraus entsteht, dann muss der Name darüber auch "ich" sein. Meine Geschichten sind ein Teil von mir. Und ich glaube, dass Authentizität extrem wichtig ist. Und die erreiche ich nur, wenn ich meine Wahrheit ausdrücke und lebe.

Bei manchen Realnamen fragt man sich, ob der Namensgenerator des Autors betrunken war. Manche von ihnen klingen so künstlich wie kein Pseudonym toppen könnte. Klar gibt es Pseudonyme, die einfach nur wie Kunstprodukt wirken, aber ich glaube vor allem deshalb, weil sie nicht von innen gewachsen und mit Identität gefüllt sind, sondern kreiiert, um einem Genre zu entsprechen, einer Zielgruppe zu gefallen, "toll" zu klingen - reine Kunstprodukte.

Es ist sicher nicht verkehrt, wenn man die Wahl hat, sich einen Namen zu suchen, den man aussprechen kann und auch schreiben. Allerdings gehen da die Meinungen sehr weit auseinander, wenn ich mir den Namen einer polnischen Freundin anschaue, dann sehe ich sehr deutlich, wie weit die Definition "aussprechbar nach anschauen" gehen kann. Und was macht jemand wie unser Malinche mit ihren Sonderzeichen? Es ist ihr Realname und ich finde, da darf keiner dran rumschrauben, weil irgendwer es dann leichter lesen oder schreiben kann. Und letztlich ist es mit einem Pseudonym, mit dem sich jemand wirklich identifizieren kann, auch nicht viel anders. Manche Namen sind einfach so.

Ich weiß, unter welchem Pseudonym ich bestimmte Geschichten veröffentlichen möchte, und ich weiß, welche Kritik ich bekommen kann und vermutlich werde. Aber es ist mein Name, er ist gewachsen, meine Realität, meine Identität, meine Wahrheit. Und das ist für mich ein sehr, sehr hohes Gut und ganz viel Authentizität. Und ja, es kann sein, dass ich unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichen möchte, weil es zwei oder vielleicht noch mehr Erzählstimmen in mir gibt, die unterschiedliche Geschichten erzählen, unterschiedliche Stile haben.

Vielleicht ist es mein Fehler, dass ich mich nicht um den Preis verkäuflich machen will, mich selber zu verraten. Aber ich habe in meinem Leben den Beschluss gefasst, mich nicht mehr benutzen, prostituieren oder zum Kunstprodukt degradieren zu lassen. (Und ich meine Prostitution nicht (nur) im sexuellen Sinne. Man kann sich auf vielfältige Weise prostituieren. Einen Job machen, um des Geldes wegen, den man hasst, eine Rolle ausfüllen, die nicht die eigene ist und die Psyche krank macht, ein fremdbestimmtes Leben führen...) Ich weiß, dass viele meiner Geschichten ihre Leserschaft finden können, "markttauglich" sind. Aber sie müssen für mich echt sein, ich muss echt sein dürfen. Und ein wichtiger Teil davon ist der Name, das Pseudonym.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 11. Dezember 2014, 22:09:06
Hazel, ich glaube, ich verstehe Prostitution eh nur noch im weitesten Sinne als etwas Sexuelles - das nur am Rande. ;)

Deine und auch Gingers Ausführungen zur Wahl des Namens finde ich unglaublich wichtig! Ich hab ja auch mal spaßeshalber überlegt, welches Pseudonym ich mir wohl zulegen würde, und als ich gerade eure Ausführungen gelesen habe, wusste ich plötzlich, welcher Vorname es werden könnte. Nachnamen werden überbewertet. ;D

Phea, ich verwirre jetzt mal wieder, indem ich sage, dass ich von der Auswahl Phea McNair am schönsten finde. In meinen Ohren klingt es weich und stimmig, und ein Buch dieser Autorin würde ich bestimmt neugierig in die Hand nehmen. :)

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Phea am 11. Dezember 2014, 23:06:50
Phea, ich verwirre jetzt mal wieder, indem ich sage, dass ich von der Auswahl Phea McNair am schönsten finde. In meinen Ohren klingt es weich und stimmig, und ein Buch dieser Autorin würde ich bestimmt neugierig in die Hand nehmen. :)

Ja, das stimmt. Ich bin verwirrt  :rofl:

Gerade wegen den Ausführungen von eurer Seite habe ich mich entschlossen genau diesen Namen zu verwenden. Ich verwende seit Ewigkeiten den Namen Macpheana, vor einem Jahr hat Janika mir dann den Spitznamen Phea gegeben, ich identifiziere mich mit dem Namen.

Mit Nachnamen tue ich mich sowieso immer schwer. Ach Mensch, welchen nehme ich denn nun?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Deven am 15. Dezember 2014, 06:04:53
Hallöchen! :)
Ich klink mich mal kackendreist ein um einen weiteren Nachnamen vorzuschlagen.  :winke:
Anbei möchte ich dir nochmal meinen Segen für Phea aussprechen, ich schaue gerade eine Serie in der eine junge Dame Thea heißt, also, warum nicht, nech?
Nun zum Nachnamen und ja, da habe ich mich auch inspirieren lassen.

Queen

Mag vielleicht sehr hoch gestochen klingen aber passen tut es und falls einem das Mac/Mc fehlt kann man das auch noch dranhängen, wobei das dann mehr an Cars erinnert.  :rofl:

Na dann, die Schule ruft, ich bin dann mal, bye!  :vibes:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Veldrys am 16. Dezember 2014, 11:06:14
Ich werde wohl  unter einem Pseudonym veröffentlichen, und zwar aus folgenden Gründen:

1)   Mein Nachname ist, wie ich festgestellt habe, besonders für Menschen aus dem englischen Sprachraum, kaum auszusprechen, und ich schreibe auch sehr viel auf Englisch.
2)   Den Namen, den meine Eltern mir einst gegeben haben, war für mich, weil weiblich, immer völlig unpassend. Ich habe keine Beziehung dazu.
3)   Ich will nach meiner Promotion in der Wissenschaft bleiben, publizieren und auch irgendwann an einer Universität unterrichten. Es gibt einige Punkte in meiner Biographie, die sich negativ auf meine Karrierechancen auswirken könnten. Wenn der (hoffentlich) zukünftige Herr Professor dann auch noch Vampirgeschichten und Fantasy mit leicht homoerotischem Einschlag schreibt, kommt das bei den Menschen, die die Entscheidungen treffen, leider vielleicht nicht so gut an.

Als Nachname werde ich  wohl „Fuchs“ bzw. „Fox“ wählen, das war der Nachname eines von mir sehr verehrten und leider schon verstorbenen Verwandten. Als Vorname nehme ich wahrscheinlich „Valentin“ (einer meiner Vornamen) oder „Valentine“ (für das, was ich auf Englisch schreibe) und James – oder eventuall auch Julian.

Das würde dann also Namen wie

Valentin Fuchs
Valentine James Fox
Valentine J. Fox
V. J. Fox

ergeben.

Wie hört sich das für euch an? Passt das auch zu einem Fantasyautor? Oder sollte ich lieber etwas ändern?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christopher am 16. Dezember 2014, 11:11:35
Mir fällt spontan nur auf, dass du auch Michael J. Fox heißen könntest ;D

Scherz beiseite: Valentine Fox hat einen seltsamen Klang, aber wenn es ins Englischsprachige geht, bin ich die falsche Person, das zu bewerten. Valentin Fuchs hingegen gefällt mir. Der Name wirkt etwas zahm, aber das ist ja nicht schlimm. Zur Fantasy passt er meiner Meinung nach zumindest.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Siara am 16. Dezember 2014, 11:17:32
Wenn es auch um die Aussprache im Englischen geht, würde ich "Fox" schöner finden als "Fuchs", da englischsprachige Menschen Letzteres vermutlich in der Aussprache verfremden würden. Mit dem "ch" haben sie ja so ihre Probleme. (Nachher wird daraus noch ein "Fucks" in englischer Aussprache - nicht so elegant).

Den schönsten Klang hat für mich Valentine J. Fox. Allerdings hatte ich dabei auch sofort Michael J. Fox im Kopf, und Fantasy würde ich damit nicht unbedingt assoziieren. Valentine James Fox ist hingegen sehr lang und mir gefallen die beiden scharfen Enden von "James" und "Fox" in Folge nicht so. Beide Vornamen abzukürzen allerdings macht es in Kombination mit einem so kurzen Nachnamen sehr auswechselbar.

Kannst es es nicht vielleicht umdrehen? "Julian V. Fox" zum Beispiel? Nach Fantasy klingt es in meinen Ohren zwar trotzdem nicht unbedingt, aber ansonsten gefällt es mir sehr gut.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Veldrys am 16. Dezember 2014, 11:27:27
An Michael J. Fox habe ich gar nicht gedacht! Danke für den Hinweis!

Ich habe "Zurück in die Zukunft" früher zwar recht gemocht, aber für das, was ich schreibe, ist eine Assoziation mit dem Namen dieses Schauspielers vielleicht nicht ganz passend.

Den Vorschlag, die Namen umzudrehen, finde ich gar nicht so schlecht. :)

Ich hatte vor, je nachdem in welcher Sprache ich schreibe, entweder eine englische oder deutsche Version des Namens zu nehmen. Oder ist das keine so gute Idee?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Anja am 16. Dezember 2014, 11:31:19
Valentin ist für mich ein Männername, Valentine, auch im Englischen, eher ein Frauenname. Ich hab jetzt nicht gegoogelt, ist nur mein Gefühl. Frage wäre, ob andere das auch so empfinden.

Julian V. Fox fände ich daher (und wegen Michael J.) auch geschickter.

Oder eben Valentine G. Fox, dann einen anderen Zweitnamen wählen. Giulian wäre ja eine alternative Schreibweise zu Julian, dann mit italienischem Einschlag.

Zu deiner letzten Frage, Veldrys: Würde mich an deiner Stelle für einen Namen entscheiden. Die Deutschen kommen mit englischen Namen gut zurecht, liegt sogar im Trend. Du willst den Namen ja als Autorenmarke aufbauen, und da kommt es besser, wenn man wirklich immer denselben verwendet.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 16. Dezember 2014, 11:59:31
Ich hatte vor, je nachdem in welcher Sprache ich schreibe, entweder eine englische oder deutsche Version des Namens zu nehmen. Oder ist das keine so gute Idee?
Ich stimme Carolina zu. Für mich ist das Hauptargument dagegen, dass Namen nun einmal nicht übersetzt werden. :) Insofern würde man wahrscheinlich eher an einen lustigen Zufall denken und nicht daran, dass der selbe Autor seinen Namen übersetzt.

Außerdem sollten Markttauglichkeit und -gefälligkeit auch ihre Grenzen haben, finde ich. ;) Alles in einem gesunden Rahmen... :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: FeeamPC am 16. Dezember 2014, 12:45:40
Es gibt viele Namen, die im Englischen genauso geschrieben und (beinahe genauso) gesprochen werden wie im Deutschen, z-B. Patrick, Philipp, Alexander. Warum nicht so etwas wählen?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 16. Dezember 2014, 15:29:52
Das finde ich auch eine gute Idee, auf keinen Fall würde ich den Namen je nach Sprache dann übersetzen und mal Fuchs und mal Fox nehmen. Fox kennt in Deutschland auch jeder und kann es aussprechen. Das mit dem J. Fox würde ich auch vermeiden, gerade wenn es nicht so passt. Valentine sehe ich auch eher als Frauenname. Julian Fox fände ich gut, muss da unbedingt noch ein zweiter Vorname sein? Dann würde ich auch am ehesten zu Julian V. Fox tendieren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 17. Dezember 2014, 02:50:12
Julian V. Fox klingt wie ein Pornoname. :rofl: Sry.

Valentin (ohne e) Fox finde ich eigentlich ganz schön. Vor allem klingt es normal genug, um echt sein zu können. :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Veldrys am 17. Dezember 2014, 07:00:26
Danke für eure Kommentare!

Ich hatte eigentlich  nicht vor, den Namen komplett zu ändern weil ich mich damit noch bis zu einem gewissen Grad identifizieren will, sondern vor allem den Nachnamen zu ändern, also sollte der Valentin oder zumindest ein V irgendwo drin sein.

Ich glaube, wenn ich z.B. als Patrick veröffentlichte, würde ich mich über die Veröffentlichung weniger freuen.

Ich will meinen Namen als Schriftsteller nur so weit verändern, dass Kollegen oder Arbeitgeber meine Fantasyliteratur nicht sofort mit meiner wissenschaftlichen Arbeit in Verbindung bringen.

Jedenfalls habt ihr recht, den Namen der entsprechenden Sprache anzupassen, ist keine so gute Idee. Es war auch nur ein kurzfristiger Gedanke meinerseits.

Und oh je, wie ein Pornostar will ich mich auch nicht anhören. Ich habe bei der Pseudonymfindung wirklich kein gutes Händchen.  :(

Vielleicht nehme ich Valentin Fuchs oder Valentin(e) Fox ohne zweiten Vornamen. Mal nachdenken. Zuerst muss ich das, was ich geschrieben habe, ohnehin überarbeiten. Momentan ist es noch nicht sehr präsentabel.

Weil ihr alle gemeint habt, Valentine wäre ein Frauenname, bin ich selbst unsicher geworden und habe Google bemüht. Dabei stieß ich unter anderem auf folgende Information:

Valentine is mostly a boys' name, but it is used for girls 1.49 percent of the time.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 17. Dezember 2014, 13:33:02
Naja, Maria gibt es auch als Jungennamen. Ändert trotzdem nichts daran, dass es vornehmlich ein Frauenname ist. Aber vll. kann dir letztlich auch ein späterer Verlag weiter helfen?
Über Pseudonyme denke ich nur nach, wenn ich Leerlauf habe oder mich vor anderen Schreibsachen drücken will. Ohne konkreten Anlass ist es, denke ich, nur Spielerei.

Zitat
Ich hatte eigentlich  nicht vor, den Namen komplett zu ändern weil ich mich damit noch bis zu einem gewissen Grad identifizieren will, sondern vor allem den Nachnamen zu ändern, also sollte der Valentin oder zumindest ein V irgendwo drin sein.

Das ist ein schöner Ansatz.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Veldrys am 17. Dezember 2014, 13:51:06
Du hast Recht, Zitkalasa. Ohne konkreten Anlass ist es wahrscheinlich nur Spielerei, also werde ich mich jetzt brav hinsetzen und weiter meinen Roman überarbeiten, damit ich bald einen konkreten Anlass habe. :)

Und dann werde ich wieder darüber nachdenken, unter welchem Namen ich veröffentliche und ob ich überhaupt wirklich ein Pseudonym brauche. Ich danke euch jedenfalls noch einmal für eure Kommentare in dieser Hinsicht!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 18. Dezember 2014, 11:12:19
In erster Linie sollte man selber sich mit dem Namen identifizieren können! Und das Argument, dass man sich über eine Veröffentlichung sonst nicht so freut, kann ich nachvollziehen. Wenn unter einer meiner vor Ewigkeiten veröffentlichten Geschichten "Lieschen Müller" gestanden hätte, hätte ich irgendwie nicht richtig geglaubt, dass das meine VÖ ist.

Valentine würde ich immer englisch aussprechen, weil der Name im Deutschen derzeit sehr ungeläufig ist - als Männernamen würde ich ihn dennoch identifizieren. Valentin gefällt mir persönlich allerdings besser und klingt etwas "echter".

Ich finde ja, dass diese Sitte, dass ein Pseudonym zwingend zum Genre passen muss, abgeschafft gehört. Hatte gestern eine Unterhaltung mit Hazel darüber, in der ich sagte, theoretisch bräuchte ich dann irgendwann locker drei Pseudonyme plus meinen Realnamen, weil ich halt Jugendbücher, Fantasy, Thriller und Erotik plotte (und teils auch bereits schreibe) und das halt alles irgendwie nicht zusammen passt. Mit meinem echten Namen würde ich am ehesten Jugendbücher oder Thriller in Verbindung bringen wollen, für Erotik hätte ich dann doch sehr gerne ein Pseudonym (wer weiß, wer später mal alles meine Bücher liest? ;)) und beim Rest - tja, an und für sich hab ich kein Problem damit, da auch meinen Realnamen zu verwenden, nur sehen wir ja auch hier im Zirkel, dass teils die Verlage darauf pochen, dass für ein anderes Genre auch ein anderer Name verwendet wird.
In meinen Augen schlecht, um als Autor bekannt zu werden - andererseits hat es Autoren wie Ruth Rendell auch nicht geschadet, und die hat sogar im fast gleichen Genre mit unterschiedlichen Pseudonymen gearbeitet (Krimi vs. Thriller).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 18. Dezember 2014, 12:14:49
Über Pseudonyme denke ich nur nach, wenn ich Leerlauf habe oder mich vor anderen Schreibsachen drücken will. Ohne konkreten Anlass ist es, denke ich, nur Spielerei.

Daran anknüpfend hätte ich ohnehin noch eine kurze Frage: Ist es wichtig, bei einer etwaigen Bewerbung (Verlag oder Agentur) schon mit anzugeben, dass man gerne unter einem Pseudonym schreiben würde bzw. wie dieses Pseudonym aussähe? Oder ist das eher etwas, dass man erst ausmacht, wenn es überhaupt zu einer Zusammenarbeit kommt? Ich nehme an, dass denen erstmal ziemlich schnuppe, oder?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 18. Dezember 2014, 19:16:26
Ich würde es nicht angeben, wenn du darunter noch nichts veröffentlicht hast. Darübet kann man imer noh reden. Es sei denn es besteht die Gefahr dass der Name schon veröffentlicht wird und man will fas nicht. Das hatte ich mal bei einem Wettbewerb.
Also ich brauche mich mit dem Namen nicht zu identifizieren Der Name ist eine Marke, das muss man sich kar machen. Mit vier Vornamen habe ich sber auch gut reden. Früher haben die mich mich nicht interessiert und seit ich die als Pseudonym benutze höre ich auch darauf.

Zu englischen Namen, man darf nicht vergessen  das ein Drittel der Amis deutsvhe Nachnamen hat. Damit kommen fie schon klar, auch wenn sie es lustig aussprechen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 20. März 2015, 23:35:50
Was mir gerade wieder einfällt, weil an einer andere Stelle das Pseudonym-Thema aufploppte:

In der Schule hat unsere Lehrerin erzählt, es gäbe so eine Art "Rolle", in die man sich mit Pseudonym und Realname eintragen lassen kann, um sich das Recht an dem Pseudonym zu sichern. Sonst könnte ja jeder behaupten, xyz zu sein und der erste, der das macht, kriegt den Zuschlag. Für mich klingt das so bescheuert, dass es schon wieder wahr sein könnte.* Allerdings habe ich davon noch nie etwas gehört. Wisst ihr da Genaueres?



*Ich werfe mal "The Walking Dead (TV)" in den Raum. Daryl gerät in ein paar Folgen ja auch in so eine Gruppe mit Anspruch-Regelung ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kashi am 21. März 2015, 19:25:12
Hm, du kannst mit entsprechenden Belegen deinen Künstlernamen im Pass/Perso eintragen lassen, dann kannst du auch zum Beispiel Verträge mit deinem Pseudonym unterschreiben. Aber meines Wissens nach brauchst du das nicht, solange du nachweisen kannst, dass du der Urheber deiner Werke bist (die du unter dem Pseudonym veröffentlicht hast).

Unter dem Begriff "Rolle" verstehe ich eher das Markenregister. Sicherlich kann man auch sein Pseudonym für viel Geld dort als "Marke" eintragen lassen. Vielleicht meinte deine Lehrerin das?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nika am 21. März 2015, 20:21:36
Sonst könnte ja jeder behaupten, xyz zu sein und der erste, der das macht, kriegt den Zuschlag.

Genauso ist es ja aber. Sollte es tatsächlich zwei Personen geben, die ein identisches Pseudonym wählen, gehört es dem, der es zuerst verwendet, weil er die älteren Rechte daran hat. Wohlgemerkt nur, wenn beides ein Pseudonym ist. Die Verwendung des tatsächlichen eigenen Namens kann einem niemand verweigern, auch mit einer eingetragenen Marke nicht. Da gab es mal den schönen Fall, dass Ricky von Tic Tac Toe gegen einen Talkshow-Moderator von Sat.1 vorgehen wollte. Ein Blick in die Personalausweise hat den Fall dann ganz schnell geregelt: Sie hieß Ricarda (oder so, auf jeden Fall natürlich nicht Ricky als wirklich eingetragener Vorname), der junge Mann allerdings wirklich Ricky. Da hatte sie noch Glück, dass er nicht gegen sie vorgegangen ist.

Eine Marke einzutragen und diese auf alle Waren- und Dienstleistungsklassen zu erstrecken, die mit dem Schreiben/Printmedien/Lesen ... zu tun haben, ist natürlich eine Option und die Benutzungsschonfrist erlaubt es in Deutschland, dass man die Marke erst 5 Jahre nach der Eintragung (oder war es schon Anmeldung) nachweislich benutzen muss, ehe sie wegen Nichtnutzung durch Dritte angegangen werden kann. Aber: Eine Markeneintragung schützt, wie gesagt, nicht gegen tatsächliche Namen, weil du niemandem verbieten kannst, seinen tatsächlichen Namen zu benutzen und eine Markeneintragung muss aktiv durch den Rechteinhaber geschützt werden, d. h. du musst sogar im Ähnlichkeitsbereich gegen die Nutzung durch Dritte vorgehen. Wenn du beispielsweise "Lieschen Müller" als Marke für alle passenden Waren eingetragen bekommst, musst du selbst darauf achten und gegebenenfalls dagegen vorgehen, dass nicht nur andere "Lieschen Müller", sondern auch keine "Lisa Müller" "Anton Müller" oder sonstige Müllers/Millers/Möllers in diesem Bereich tätig sind. Lässt du einige andere "Müller"/"Miller"/"Möller" zu, wird man dir im Fall der Fälle, dass dir ein solcher Gegner wirklich einmal zu nahe kommt, vorhalten, dass du nicht für Abstand zu deiner Marke gesorgt und alle anderen toleriert hast.
Dies natürlich vorausgesetzt, dass der Name als Marke eingetragen wird und nicht unter das Freihaltebedürfnis fällt (wenn an der Allgemeinheit ein zu großes Interesse am Namen besteht, Lady Diana wäre da ein Beispiel).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 21. März 2015, 21:01:30
Hm, nein, es war keine Marke. Es ging auch eher um geschlossene Pseudonyme. :hmmm: Ansonsten frage ich sie nochmal.

Zitat
Genauso ist es ja aber.

Nicht der Zuschlag ist das, was mich verwirrt. Sondern dass es diese ominöse Rolle geben soll, die dann im Streitfall als Nachweis herhält. Das klingt ziemlich seltsam.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 21. März 2015, 22:28:14
Das ist mir jetzt echt neu. Sobald jemand unter einem Pseudonym veröffentlicht darf niemand anders mehr das gleiche Pseudonym benutzen? Oder nur, wenn man es auch als Marke eintragen lässt? Das finde ich etwas unlogisch, weil es ja genauso gut sein könnte, dass jemand den tatsächlichen Namen wie das Pseudonym hat. Es sei denn es ist ein extrem ausgefallener Name.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nika am 22. März 2015, 00:49:23
Das ist mir jetzt echt neu. Sobald jemand unter einem Pseudonym veröffentlicht darf niemand anders mehr das gleiche Pseudonym benutzen? Oder nur, wenn man es auch als Marke eintragen lässt? Das finde ich etwas unlogisch, weil es ja genauso gut sein könnte, dass jemand den tatsächlichen Namen wie das Pseudonym hat. Es sei denn es ist ein extrem ausgefallener Name.

Pseudonyme sind genauso unter § 12 BGB geschützt, wie ein "normaler" Name:
Zitat
Wird das Recht zum Gebrauch eines Namens dem Berechtigten von einem anderen bestritten oder wird das Interesse des Berechtigten dadurch verletzt, dass ein anderer unbefugt den gleichen Namen gebraucht, so kann der Berechtigte von dem anderen Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen. Sind weitere Beeinträchtigungen zu besorgen, so kann er auf Unterlassung klagen.

Wenn du dir also ein Pseudonym aussuchst, das bereits als Autorenname existiert, kannst du von dem älteren Rechteinhaber des Namens verklagt werden, wenn eine sog. Namensanmaßung vorliegt [Ein Dritter gebraucht unbefugt den gleichen Namen, löst dadurch eine Zuordnungsverwirrung aus und verletzt schutzwürdige Interessen des Namensträgers]. Wenn du jetzt als "Iny Lorentz" Bücher veröffentlichen würdest, wäre das z. B. eine ziemlich deutliche Zuordnungsverwirrung und die schutzwürdigen Interessen des Ehepaars Klocke/Wohlrath würden deutlich verletzt. Wenn es zufällig der Name eines Metzgermeisters aus Neustadt ist, der im Vorort eine kleine Familienmetzgerei hat, sieht die Lage wohl wieder anders aus.

Bei Pseudonym gegen tatsächlichem Namen müsste der tatsächliche Namen im Recht sein. Wie gesagt, du kannst niemandem verbieten, seinen richtigen Namen zu benutzen. Ein Pseudonym kann aber Verkehrsgeltung erlangen, als Schriftsteller eben dadurch, dass man unter dem Pseudonym veröffentlicht. Dann kann es mit einem tatsächlichen Namen gleichrangig werden.

Und ganz ehrlich: Möchte man überhaupt ein Pseudonym benutzen, das schon "besetzt" ist? Immer erklären, dass man nicht Der/Die XYZ sondern eben der/die andere XYZ ist? Im schlimmsten Fall mit allen Negativschlagzeilen/Rezensionen/schlecht geschriebenen Büchern verglichen werden?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 22. März 2015, 01:12:14
Die Pseudonymsache wird dann eben interessant, wenn es um Entlohung geht bzw. die Dauer des Urheberrechts. Bei geschlossenen Pseudonymen bzw. wenn der Autor unbekannt ist, gilt der Schutz 70 Jahre nach Erscheinen des Buchs. Dabei kann der Autor noch leben, aber wenn er nicht öffentlich bekannt ist -- und dazu gehört nicht der Klarname im Verlagsvertrag -- woher will man dann auch wissen, dass der Autor tot ist ... Also gibt es diese ominöse Rolle, wo man dann einfach nachgucken können soll. *Schultern zuckt* Ich frage meine Lehrerin tatsächlich wirklich nochmal.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Umizu am 22. März 2015, 10:57:44
Bei Pseudonym gegen tatsächlichem Namen müsste der tatsächliche Namen im Recht sein. Wie gesagt, du kannst niemandem verbieten, seinen richtigen Namen zu benutzen. Ein Pseudonym kann aber Verkehrsgeltung erlangen, als Schriftsteller eben dadurch, dass man unter dem Pseudonym veröffentlicht. Dann kann es mit einem tatsächlichen Namen gleichrangig werden.
Wie sieht es mit dem eigenen Namen aus, den man teilweise in eine andere Sprache umgewandelt hat? Als Beispiel: mein realer Name lautet Julia Rosa [Nachname] und falls ich einmal ein Buch veröffentliche, würde ich gerne die Möglichkeit haben, unter dem Namen "Julia Rose" zu veröffentlichen. Falls es den Autorenname bereits gibt - wovon ich ziemlich überzeugt bin - hätte ich da die Möglichkeit, bei einem Rechtsstreit zu gewinnen oder sollte man solche Sachen lieber lassen?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nika am 22. März 2015, 11:32:19
Die Pseudonymsache wird dann eben interessant, wenn es um Entlohung geht bzw. die Dauer des Urheberrechts. Bei geschlossenen Pseudonymen bzw. wenn der Autor unbekannt ist, gilt der Schutz 70 Jahre nach Erscheinen des Buchs. Dabei kann der Autor noch leben, aber wenn er nicht öffentlich bekannt ist -- und dazu gehört nicht der Klarname im Verlagsvertrag -- woher will man dann auch wissen, dass der Autor tot ist ... Also gibt es diese ominöse Rolle, wo man dann einfach nachgucken können soll. *Schultern zuckt* Ich frage meine Lehrerin tatsächlich wirklich nochmal.
Soweit ich weiß, ist ein Pseudonym aber doch nur für Vertragsunterschriften geeignet, wenn es als Künstlername auf dem Perso vermerkt ist, in welchem Fall man eben doch auf die tatsächliche Person zurückschließen kann und zumindest der Verlag auch wissen würde, wenn der Autor verstorben wäre. Gut, es gibt Ausnahmen wie B. Travern, aber die dürften wohl nicht so häufig vorkommen.


Wie sieht es mit dem eigenen Namen aus, den man teilweise in eine andere Sprache umgewandelt hat? Als Beispiel: mein realer Name lautet Julia Rosa [Nachname] und falls ich einmal ein Buch veröffentliche, würde ich gerne die Möglichkeit haben, unter dem Namen "Julia Rose" zu veröffentlichen. Falls es den Autorenname bereits gibt - wovon ich ziemlich überzeugt bin - hätte ich da die Möglichkeit, bei einem Rechtsstreit zu gewinnen oder sollte man solche Sachen lieber lassen?

Da bin ich leider überfragt. Ich kann ja auch hier keine rechtsverbindliche Beratung abgeben. Das sind lediglich die Dinge, die ich mir selbst anhand von Gesetzestexten und Gerichtsurteilen zusammengelesen habe. Um eine wirklich stichfeste Beratung zu haben, müsste man wohl einen Anwalt für gewerblichen Rechtsschutz oder Medienrecht zu Rate ziehen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 30. Juni 2015, 10:55:03
Hallo ihr Lieben,

auch wenn im Moment eigentlich noch eine Spielerei ist, überlege ich schon eine Weile Richtung Pseudonym. Da ich im öffentlichen Dienst bin und auch wissenschaftlich publiziere, brauche ich spätestens für eine Romanveröffentlichung definitiv ein Pseudonym und denke im Moment darüber nach, auch KGs künftig unter diesem Namen zu schreiben, damit meine Geschichten nicht unter so vielen Namen kursieren.

In jedem Fall sollte der Name deutsch klingen, sonst hätte ich Sorge, dass die Namen meiner Figuren beim Lesen anglisiert werden. Überlegt hätte ich auch in Richtung eines geschlechts-neutralen Vornamens, sofern sich das bei deutschen Namen überhaupt realisieren lässt. Alternativ würde ich gerne nah an meinem Realnamen bleiben, damit sich der Klang vertrauter anfühlt (deswegen gefiele mir auch ein einsilbiger Nachname gut). ;)

Ich schmeiß mal ein paar Ergüsse in die Runde (meine derzeitigen Favoriten hab ich mal fett gedruckt).

Vornamen: Lian, Leah, Lena, Lia
Nachname: Frei/Frey, Wolff, Schwartz, Brandt, Bach, Coith, Klein, Cron, Rau, Sturm, Graf

Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen dazu? Oder ein paar Tipps, wie ich es nicht machen sollte?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: SLis am 30. Juni 2015, 11:08:26
Grundsätzlich gefällt mir deine Auswahl schon recht gut, ebenso deine Kriterien kann ich nur unterschreiben. Ich habe es mit meinem Pseudonym ähnlich gehandhabt, und kurz wie einfach lässt sich auch schnell merken.

Einziges, was ich für mich ausgeschlossen habe, du in deiner Auswahl aber auch nicht drin hast, sind Umlaute.

Mir gefällt 'Frey' etwas besser, als 'Frei' - aber das ist reine Geschmackssache.
Du musst dich mit deinem Pseudonym wohlfühlen und wenn der Vorname nicht allzuweit entfernt von deinem Realnamen ist, reagierst du auch gut drauf, wenn dich jemand damit anspricht. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 30. Juni 2015, 13:02:07
Wenn du etwas Geschlechtsneutrales willst, warum dann nicht L. [Nachname]?
Ich hätte sonst noch »Lei« - gerade auf einer Seite im Internet gefunden, wenn es unbedingt was mit L sein soll. :) Oder die typischen Namen, wo Eltern einen Zweitnamen zur Verdeutlichung des Geschlechts wählen müssen, Kim zB.
Als Nachname gefällt mir Schwartz am besten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 30. Juni 2015, 13:51:46
Wenn dir der deutsche Klang wichtig ist, würde ich von Lian weggehen, das klingt für mich nicht deutsch. Da würde ich Leah oder Lena bevorzugen. Für meinen Geschmack klingt ein Zweisilbiger Vorname mit Einsilbigen Nachnamen fast etwas kurz, aber wenn ich das ignoriere, würde ich auch Nuya zustimmen: Das "Schwartz" spricht mich am meisten an.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sascha am 30. Juni 2015, 14:05:26
Ich denke, ehrlich gesagt, bei "Schwartz" ausgerechnet an Gesa Schwartz, deren Stil ich jetzt nicht so berauschend finde.
Vielleicht ist es nicht verkehrt, sich auch noch zu überlegen, an welche (bekannten!) Autoren das Pseudonym erinnert? Klar, es kann immer noch schiefgehen, wenn kurz drauf jemand anderes mit dem Namen bekannt wird, aber ich würde, wenn ich ein Pseudo in Betracht zöge, schon drüber nachdenken, in wessen Nähe ich mich rücke. Jetzt mal unabhängig davon, daß mir selbst die Gesa Schwartz stilistisch nicht gefällt, das ist ja nun ganz persönliche Geschmackssache. Deinen Stil (ich kenn ja nur die eine KG) sehe ich aber eben doch woanders als ihren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Moni am 30. Juni 2015, 14:36:23
Also, mein Favorit wäre Leah Wolff. Das empfinde ich als stimmig und ungekünstelt. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Atra am 30. Juni 2015, 14:47:26
Ich muss mich Sascha anschließen, bei Schwartz kommen für mich keine besonders guten Assoziationen hervor, noch dazu schreit mich das Wort "Rechtschreibfehler" an ... wenn man diesen Nachnamen hat, okay, ihn sich aber extra zulegen ... ich weiß nicht.
Mein Favorit unter den Nachnamen ist Sturm.

Von den Vornamen hat Lian für mich ebenfalls keinen deutschen Klag. Leah noch weniger. Lena ist für meinen Geschmack zu sehr Allerweltsname. Dann bleibt noch Lia, welchen ich wirklich schön finde.

Dazu passt Sturm allerdings nicht, weswegen ich zu Wolff tendiere (trotz Allerweltsname und Rechtschreibfehler ;)). Bleibe ich bei dem Ausschlusskriterium, und wenn ich mir die anderen Nachnamen so ansehe, komme ich zu Cron. Lia Cron, was mir persönlich zu sehr nach Krone klingt, da ich das C aber bevorzuge, würde ich mir einen anderen Nachnamen suchen.

Falls das zu aufwendig ist, bliebe es bei Lia Wolff, wo der der Sprung zu Leah Wolff nicht weit ist, Allerweltsname zwar, aber stimmig  ;D

Tipp: Durchforste doch mal deine Familie nach Vor- und Nachnamen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rosentinte am 30. Juni 2015, 14:54:56
Ähm, also ich muss sagen, dass ich die Assoziation mit dem Rechtschreibfehler bei Wolff viel mehr als bei Schwartz habe. Sturm schreit für mich persönlich zu sehr nach einem Pseudonym und bei Frey/Frei fallen mir schon so einige andere Autoren ein.
Bei den Vornamen habe ich bei Lian die Meinung wie die meisten hier. Lia hingegen gefällt mir als Alternative am besten, weil es noch nicht so stark genutzt ist und deinem Wunschnamen ja auch sehr ähnlich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 30. Juni 2015, 15:12:04

Vornamen: Lian, Leah, Lena, Lia
Nachname: Frei/Frey, Wolff, Schwartz, Brandt, Bach, Coith, Klein, Cron, Rau, Sturm, Graf

Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen dazu? Oder ein paar Tipps, wie ich es nicht machen sollte?
Rein subjektiv, natürlich:

Lian finde ich schön, es muss ja nicht "urdeutsch" sein, sondern soll in deutscher Aussprache gut klingen? Jedenfalls hatte ich dich so verstanden. :)

Die erste drei Namen würde ich alle nicht nehmen. Davon findet man an jeder Ecke 10, die gerne "Nachname McCoolio" raushängen lassen (als Pseudonym - etwas völlig anderes ist es natürlich, wenn jemand nunmal so heißt!) ;) Gleiches gilt auch für Sturm und Graf, einfach zu gewollt.

Bach mag ich spontan, v.a. in Kombination mit Lian. Zu den anderen habe ich persönlich keine Meinung, ich finde sie neutral.

Wie gesagt, nur meine Meinung.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 30. Juni 2015, 15:14:31
Verdammt, jetzt hatte ich gerade einen tollen Post verfasst und das Forum hat mich gekickt. Mist. Also, neuer Versuch.

Erstmal danke für eure Einschätzungen!  :pompom:

Du musst dich mit deinem Pseudonym wohlfühlen und wenn der Vorname nicht allzuweit entfernt von deinem Realnamen ist, reagierst du auch gut drauf, wenn dich jemand damit anspricht. :)
Danke, genau das war auch meine Intention. Ich hoffe, es klappt. ;)

Wenn du etwas Geschlechtsneutrales willst, warum dann nicht L. [Nachname]?
Hm, das hatte ich noch gar nicht überlegt ... Aber irgendwie fände ich einen Vornamen schon schön. Das mit dem geschlechtsneutral war auch nur so eine Idee, ist aber auch kein Muss, denke ich. Über Lei bin ich gar nicht gestolpert, klingt auf mich aber ein bisschen "unfertig".

@Sascha : Hm, berechtigter Einwand. Zumal es ja auch noch Richard Schwartz gibt (u.a. "Geheimnis von Askir"), der auch noch in einem ähnlichen Genre schreibt. Da ist die Verwechlungsgefahr wahrscheinlich ziemlich hoch. Am Ende denkt man noch, wir wären verwandt (obwohl es bei Richard Schwartz auch nur ein Pseudonym ist ;) ). Obwohl, vielleicht käme mir das ja sogar entgegen ...  :hmmm:

@Atra und Rosentinte: Ich hab gerade noch mal nachgesehen, also sowohl Schwartz mit "tz" als auch Wolff mit "ff" sind durchaus häufige Nachnamen. Die "Fehler" hätte ich tatsächlich bewusst eingebaut, damit ein gewisser Wiedererkennungswert bleibt (der Name sollte sich ja auch irgendwie abheben). Falls das Blödsinn ist, sagt ruhig Bescheid. ;)

Lia gefällt mir auch sehr gut, wobei ich eher zu Lea(h) tendiere. Das klingt irgendwie authentischer (und dass es ein Allerweltsname ist stört mich tatsächlich wenig).

Zitat von: Aphelion
Die erste drei Namen würde ich alle nicht nehmen. Davon findet man an jeder Ecke 10, die gerne "Nachname McCoolio" raushängen lassen (als Pseudonym - etwas völlig anderes ist es natürlich, wenn jemand nunmal so heißt!)
Echt, findest du? ;D Ich muss sagen, mir kommen die so geläufig vor, dass ich da nicht mal drandenken würde, dass das ein Pseudonym sein könnte. Aber ich achte beim Buchkauf auch selten darauf, ob das jetzt ein Pseudonym ist oder nicht, muss ich zugeben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 30. Juni 2015, 16:14:45
Zitat
(und dass es ein Allerweltsname ist stört mich tatsächlich wenig).

Könnte aber gerade auch in sozialen Netzwerken zu Schwierigkeiten führen, wenn es den Namen schon tausendmal gibt (Facebook*) oder er belegt ist (Twitter), sich da dann noch eine einheitliche Online-/Offlinepräsenz aufzubauen.

Leah Wolff gibt es bspw. schon zehnmal dort, eben auch mit dem "Fehler".
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 30. Juni 2015, 17:40:03
Leah Brandt, Lia Sturm, Lena Frei - das sind Kombis, die hübsch klingen, finde ich.  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Chrikue am 30. Juni 2015, 19:00:59
Und mit Susan Schwartz hast du sogar noch eine weitere in der Pseudonymfamilie.   :D

Sorry, was sinnvolles beizutragen hab ich sonst nicht. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 30. Juni 2015, 19:59:49
Die Nachnamen die du nennst klingen alle etwas nach Pseudonym, weil sie häufig dafür benutzt werden. Man kann sie natürlich trotzdem nehmen, aber es sollte noch keinen Autor geben der den Namen benutzt.
Vorschläge:
Lia Rauch
Luca Brandt
Eike Frei

Ich mag ja kurze Namen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 01. Juli 2015, 21:38:15
Soo, jetzt bin ich noch mal in mich gegangen und hab überlegt, ob ich einen guten Mittelweg zwischen "klingt unaufdringlich" und "hat Wiedererkennungswert" finde.

Dabei bin ich noch auf den Vornamen Elena gekommen.

Um eure Favoriten aufzugreifen, werfe ich mal Elena Brandt, Elena Sturm und Elena Wolff ins Rennen.

Evtl. könnte ich mir auch noch eine Mittelinitiale vorstellen, damit sich der Name noch etwas mehr von anderen abhebt. Analog zu meinem "echten" Namen fände ich ein "C" schön, aber das wäre kein Muss.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christian am 01. Juli 2015, 21:50:00
Persönlich würde ich Elena Brandt oder Elena Sturm nehmen. Elena Wolff gefällt mir nicht. Das liegt aber an dem Nachnamen Wolff. Der weckt bei mir ungute Assoziationen. Lustigerweise kenne ich sowohl eine Elena Brandt, als auch eine Elena Sturm. ;D Sturm habe ich selbst mal für ein Pseudonym benutzt. Hach, die Welt ist so klein. ;)

Ein "C" als Mittelinitiale finde ich bei den genannten Namen eher komisch. Das klingt in meinen Ohren nicht so gut.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 01. Juli 2015, 22:20:48
Ich finde Sturm klingt schon sehr nach  Pseudonym, aber vielleicht stört dich das ja nicht. Es kommt auch auf das Genre an, für Fantasy darf es auch etwas epischer klingen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 01. Juli 2015, 22:24:34
Mein Favorit wäre Elena Brandt.  :D  Zu dem Buchstaben als Kürzel: Da geht es mir wie Christian, das klingt irgendwie nicht optimal in meinen Ohren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 01. Juli 2015, 22:42:25
Nee, ihr habt schon recht, die Mittelinitiale klingt irgendwie "unrund", auch in meinen Ohren.

Okay, Elena Brandt wird schonmal eingeloggt. ;) Produziert allerdings immer noch sehr viele Facebook-Treffer ...  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 01. Juli 2015, 23:11:29
Ela Brandt? Ela/Elena Brandner?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 02. Juli 2015, 05:16:49
Elena, Brandt und Sturm sind auch sehr typische, häufige Vor- bzw. Nachnamen, da überraschen mich die Treffer nicht. Nuyas Vorschlag Ela Brandt finde ich angesichts dessen toll, das dürfte weniger Treffer geben.  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Atra am 02. Juli 2015, 08:04:35
Elena ist wirklich toll, einer meiner Lieblingsnamen. :vibes: Elena Brandt finde ich sehr schön, Ela weniger, weil der mir zu kurz ist. Und bei Ela Brandt, denke ich an "Eile, es brennt!"

Ich persönliche finde Sturm immer noch am Besten. Eine andere Variante wäre Storm, aber das klingt dir vermutlich auch zu sehr nach Pseudonym (was ich bei Sturm persönlich überhaupt nicht empfinde).

Elea, Elia, Ella, Elle, Elli, Ellie, Elly, Eulalia, Eulalie, Eila, Elele, Elaia, Eloa, Elula, Eileen, Elaina, Elaine, Elana, Eleni, Elenie, Eliana, Eliane, Elin, Elina, Eline, Ellen, Elma, Elwine, Eleana
sind Namen, die man bei "ähnliche Namen" zu Ela und Elena trifft.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 02. Juli 2015, 09:58:18
@Klecks: Da hast du natürlich recht!

@Atra: Oohh, ein Larp-Charakter von mir hieß mal Elea. Vielleicht ist das ein Zeichen.

Elea Brandt oder Elea Sturm. Klingt das sehr nach Pseudonym?  :hmmm:

Wenn der Vorname weit genug entfremdet ist, käme auch mein echter Nachname Carl (ja, mit C ;) ) wieder in Frage. Elea Carl klänge auf jeden Fall sehr vertraut für mich. Aber das klingt irgendwie nicht so rund, oder?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tigermöhre am 02. Juli 2015, 10:35:21
Wenn du deinen Nachnamen gerne mit drin haben möchtest, könntest du dich auch Carla nennen.

Carla Sturm fände ich nett.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 02. Juli 2015, 11:39:21
Elea klingt für mich tatsächlich zu sehr nach einem Fantasynamen. :D Tigermöhres Vorschlag gefällt mir aber sehr gut. (Gibt es aber auch wie Sand am Meer. xD)

Muss es denn wirklich ein "urdeutscher" Nachname sein oder kann es auch einer sein, der durch Zuwanderungen nach Deutschland gekommen ist?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 03. Juli 2015, 05:57:42
Ich finde wie Zit, dass Elea zu sehr nach Fantasy klingt, und Elea Carl, wie du schon sagtest, Lothen, nicht ganz rund. Tigermöhres Vorschlag klingt super!  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Drachenfeder am 03. Juli 2015, 21:45:23
Elea Fantasy?
Elea ist doch ein ganz normaler Name, den man leider viel zu wenig hört.
Ich finde den sehr schön.
Elea Brandt hört sich für mich wie ein normaler, aber sehr wohlklingender Name, an.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: KaPunkt am 03. Juli 2015, 23:56:03
Wie wär's denn mit Ela C. Brandt?

Liebe Grüße,
KaPunkt
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 04. Juli 2015, 01:10:00
Carla E. Brandt? ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Imperius am 05. Juli 2015, 11:07:36

Elena Sturm hört sich gut an.

Ich finde Namen auch stimmig, wenn Vor- und Nachname den gleichen Anfangsbuchstaben haben, z.B.

Elena Engel
Elena Eichholz
Lia Laubinger
Sarah Sturm
Sanita Sturm
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 05. Juli 2015, 11:26:05
Huch, jetzt hab ich hier eine Weile nicht mehr reingeschaut, sorry.

Ich hab jetzt lange mit Carla überlegt, weil die Idee an sich schon ziemlich clever wäre, komme aber leider zu dem Schluss, dass mir der Name irgendwie nicht gefällt. :versteck: Ich kann nicht so richtig mit dem Finger drauf zeigen, aber irgendwie mag ich ihn nicht. Ich hoffe, ich trete da jetzt nicht vielen Carlas im Forum auf den Zehn.

Und mit Ela verbinde ich leider schon eine Person, die ich nicht mag, das ist auch irgendwie doof. ;D

Muss es denn wirklich ein "urdeutscher" Nachname sein oder kann es auch einer sein, der durch Zuwanderungen nach Deutschland gekommen ist?
Also es müsste kein urdeutscher Name sein, aber ich finde es irgendwie seltsam, sich einen Namen zu geben, der einen kulturellen Background andeutet, den man nicht hat. Klar könnte sich der Name über Generationen vererbt haben, sodass gar kein Bezug mehr zu dem Land besteht, aus dem er einmal kam, aber ein wenig merkwürdig käme es mir schon vor.

Bezüglich "Elea" hab ich gerade noch mal gegoogelt. Also der Name ist nicht erfunden, sondern die weibliche Entsprechung zu Elias. Es gibt sogar eine deutsche Schauspielerin, die Elea Geissler heißt.

Ich muss nämlich zugeben, dass Elea Brandt im Moment tatsächlich, rein vom Klang her, mein Favorit ist. Hat auch nicht einen Facebook-Treffer. :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 16. Juli 2015, 12:48:17
Ich bin auch noch immer auf der Suche. Und würde von euch gerne wissen, wie ihr diese namen hier vom Klang her findet, aber auch, welches Bild ihr damit assoaziert:

1. Rosalie J.(osta) de'Ann
2. Elena Isabel Sandjo
3. Rosalja C.(eline) (von) Enden

(Wichtig bei dem Namen ist mir, dass es ein Anagramm aus "Leander Jonas" ist, wobei es vorangig darum geht, dass der erst- und Nachname aus genau diesem Namen zusammen setzbar ist. der ZN ist nicht wichtig, das J. kann aber auch durch ein I ersetzt werden. Wenn ihr also weitere sinnvolle Namen habt, nur her damit.)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 16. Juli 2015, 13:01:12
Also ich muss sagen, dass ich alle drei Namen recht konstruiert finde. :versteck: Aber da du sie ja tatsächlich recht kompliziert konstruiert hast, lässt sich das vermutlich nicht vermeiden.

Vom Klang her könnte ich mit 2) am meisten anfangen. Klingt für mich sehr weich und getragen, am ehesten nach Romance oder Reiseromanen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 16. Juli 2015, 13:12:10
Da geht es mir ganz ähnlich wie Lothen. Am besten gefällt mir 2., wobei ich vom Klang her nur "Elena Sandjo" oder "Isabel Sandjo" noch angenehmer fände. Beides zusammen hat für mich schon wieder etwas Überladenes. Mit einem Namen fände ich es angenehm klar, aber noch immer weich und getragen, wie Lothen schreibt. Das würde für mich auch zu mehreren Genres gut passen.

1. und 3. sind mir beide ... zu verschörkelt und schreien mir zu sehr, dass sie konstruiert sind. Vor allem das "de'Ann" würde mich sehr irritieren, das klingt für mich mehr nach Fantasyname. (Ich muss dazu sagen, ich mag es eben bei Pseudonymen, wenn sie so klingen, als könnten es grundsätzlich auch echte Namen sein.)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 16. Juli 2015, 13:25:56
Also, wenn ich Sandjo google finde ich in erster Linie afrikanisch-stämmige Menschen. Weiß nicht, ob diese Verbindung von dir so beabsichtigt ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Atra am 16. Juli 2015, 13:28:20
Mir geht es auch wie Lothen. Und ich finde den 2. Namen ebenfalls am besten,  aber fehlt da nicht ein "r"? Wegen Leander mit r?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Arcor am 16. Juli 2015, 13:30:54
Ich bin da auch bei Lothen und Malinche. 1 und 3 klingen wie Namen von Charakteren in einer Fantasy-Geschichte. Das kann für ein entsprechendes Buch funktionieren, aber ich finde es ebenfalls zu verschnörkelt und konstruiert.

Aus der 2. Version könnte man noch etwas machen. Elena oder Isabel finde ich gut, aber Sandjo klingt ebenfalls schon wieder sehr ungewöhnlich. Wenn das gewünscht ist (z. B. eine afrikanische Assoziation wie Zit gezeigt hat, bei mir war es eher eine hispanische), dann ist das gut. Aber die Bindung an die Anagramm-Idee schränkt doch natürlich sehr ein, weil du bestimmte Buchstaben unterbringen musst, die das ganze etwas ungünstig zu lesen machen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tigermöhre am 16. Juli 2015, 13:32:04
Ich stimme Lothen und Malinche zu, sie sind mir zu verschnörkelt. Ich würde auch am ehesten an Romanzen denken.
Ist das Absicht, dass die Namen nicht deutsch wirken? Ansonsten kannst du einfach bei google mal ein Anagramm-Programm suchen und dich dadurch inspirieren lassen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kamen am 16. Juli 2015, 14:13:12
@Lothen: Elea Brandt klingt super! (Meine Tube Senf dazu)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 16. Juli 2015, 15:55:15
Hmmm, danke für eure Meinungen. Wenn ich die ZN weglasse, wird es dann besser?

Sandjo: ja, hier fehlt leider das R, das konnte ich aber einfach nicht sinnvoll unterbringen.

Ich kann noch ein "Sandra" basteln, allerdings bekomme ich aus den Buchstaben "Lenejon" keinen gescheiten Nachnamen ... Gegen Sandra hätte ich auch nichts, das klingt wenigstens "normal". Könnt ihr mir evtl. auf die Sprünge helfen und seht etwas in den Buchstuben?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tigermöhre am 16. Juli 2015, 16:17:00
Ich habe einfach mal nur Vornamen rausgesucht und dahinter geschreiben, welche Buchstaben übrig bleiben.

Sonja (Da bleibt sogar Leander übrig)
Lena (Derjonas)
Jana (Lenderos)
Jade (Laneronas)
Rose (Leandjn)
Jean (LderJonas)
Lara (Eandejons)

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 16. Juli 2015, 16:38:08
Ich schließe mich allen anderen an, es klingt einfach sehr gekünstelt. Und du musst dich fragen, ob du tatsächlich eine hispanische, afrikanische oder wie auch immer Assoziation wecken willst. Das macht tatsächlich nur dann Sinn, wenn dich auch etwas damit verbindet.

Was wäre denn mit:

Lena E. Jordans
Jara E. Londen
Ronja A. Eldens
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: La Variée am 16. Juli 2015, 16:59:20
Tigermöhre, so hatte ich mir das auch alles aufgeschrieben. Und die drei gefielen mir ann halt am Ehesten. Möglich sind auch Anne, Nena, Roselee, Anja, Selena, Elena ...
DAs Hauptprpblem ist wohl eher, dass ich keinen venrpnftigen Nachnamen aus den übrigen Buchstaben bekomme. In meiner Liste zu finden ist auch noch Anja Rose Lend, aber das klignt für ich auch wieder so kzusammengesetzt, selbst wenn man es Anja R. Lend schreibt. WObei mir gerade auffällt, dass auch "Elena Jordans" möglich ist, da ist dann halt die Assoazion wieder so englisch ....
 
Ich schließe mich allen anderen an, es klingt einfach sehr gekünstelt. Und du musst dich fragen, ob du tatsächlich eine hispanische, afrikanische oder wie auch immer Assoziation wecken willst. Das macht tatsächlich nur dann Sinn, wenn dich auch etwas damit verbindet.

Was wäre denn mit:

Lena E. Jordans
Jara E. Londen
Ronja A. Eldens

Danke, wegen dir fiel mir auf, dass ich aus dem Elena Sandjo ein Elena Jordans machen kann ;) Wobei mri auch "Leana Jordans" ganz gut gefällt ... ich weiß nur nicht, ob ich ganz aus dem europäischem raus will....
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 08. August 2015, 18:35:27
Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade auf der Suche nach einem Pseudonym für einen Liebesroman und bräuchte dabei eure Hilfe. Ich habe mir die Namen in den letzten Tagen so oft rauf und runter gesagt, dass ich selbst ein wenig das Ohr dafür verloren habe, was gut und passend klingt, und was eher nicht.

Als Vornamen sind meine Favoriten: Pia und Paula
Als Nachnamen: Korte, Kirchner, Ludwig, Nikolai

Am liebsten wäre mir eine P-K-Kombination, aber die anderen beiden Nachnamen klingen auch richtig schön. Welche Namenskombination würdet ihr denn eher mit einem Liebesroman assoziieren, und welche geht für euch gar nicht? Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe.  :knuddel:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christian am 08. August 2015, 18:42:57
Ich persönlich finde Pia um einiges ansprechender als Paula. Wenn ich bei den Vorgaben bleibe: Pia Kirchner oder Pia Ludwig klingt gut, finde ich. Jetzt habe ich aber natürlich keine Ahnung von Liebesromanen. ;D Was eher nicht geht, wäre Pia Korte. Das klingt mir zu sehr nach Lea Korte.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Thaliope am 08. August 2015, 19:06:31
Pia Nicolai kann ich mir gut auf einem Cover vorstellen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 08. August 2015, 19:10:17
Was eher nicht geht, wäre Pia Korte. Das klingt mir zu sehr nach Lea Korte.
Danke! Daran hatte ich überhaupt nicht gedacht. Du hast natürlich recht, also fällt Korte als Nachname schon einmal raus.

@Thaliope: Sieht so aus als zeichne sich "Pia" als Vorname ab.  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: flowrite am 08. August 2015, 19:26:59
Zitat
Pia Nicolai kann ich mir gut auf einem Cover vorstellen.
Ich habe in meinem Leben noch keine Liebesromane gelesen, aber dieses Pseudonym gefällt mir, es strahlt Wärme wie Bodenständigkeit gleichermaßen aus, verbunden mit einem Hauch Exotik. (Warum muss ich dass Wort jetzt mehrmals lesen, um sicher zu gehen, dass ich x schrieb? :D)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 08. August 2015, 20:46:47
Ich habe in meinem Leben noch keine Liebesromane gelesen, aber dieses Pseudonym gefällt mir, es strahlt Wärme wie Bodenständigkeit gleichermaßen aus, verbunden mit einem Hauch Exotik. (Warum muss ich dass Wort jetzt mehrmals lesen, um sicher zu gehen, dass ich x schrieb? :D)
Ach, ein wenig Erotik ist ja auch nicht verkehrt.  ;D Damit steht es 2:1 für Pia Nikolai. Und das, was du darin liest, flowrite, hört sich wunderbar an.  :vibes:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sascha am 08. August 2015, 21:03:17
Ich mag den Namen Pia ja recht gern, was unter Umständen daran liegen könnte, daß meine Frau so heißt. ;D
Allerdings gebe ich zu bedenken, daß es diesen Namen in beiden Variationen auch real gibt, sowohl Pia Nikolai (eine Turnerin) als auch Pia Nicolai. Einfach googeln.
Ich weiß ja nicht, ob das eine Rolle spielt …
Aber es klingt wirklich angenehm, da stimme ich zu.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 08. August 2015, 21:10:59
Wenn ich das richtig überblicke, ist es kein Problem, wenn es den Namen bereits gibt, problematisch wäre es nur, wenn diese Person eine Person des öffentlichen Lebens, also eine berühmte Person mit eigenem Wikipedia-Eintrag usw. ist. Nun ist Ruhm natürlich immer relativ, aber ich vermute in diesem Fall dürfte es tatsächlich in Ordnung sein. Hoffe ich zumindest.  :bittebittebitte:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Layka am 08. August 2015, 21:53:25
Pia Nikolai hört sich in meinen Ohren schön an, interessant, aber nicht abgehoben und für Liebesromane absolut passend. Ich glaube nicht, dass es ein Problem ist, dass es den Namen schon gibt, die Personen scheinen keine größere Bekanntheit zu haben. Die meisten Kombinationen, die sich angenehm anhören, werden sich schon irgendwelche Eltern ausgesucht haben, das wird kaum zu vermeiden sein, dann hat dein Pseudonym eben einen Namensvettern. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: flowrite am 08. August 2015, 22:31:01
Naja, ich denke, die Agentur / der Verlag hat da eh das letzte Wort, oder? @traumfängerin stünde, glaube ich, ziemlich auf dem verlorenen Posten, würde sie als Rosamunde Pilcher antreten wollen. Aber solange sich noch keine veröffentlichte Buchautorin Pia Nicolai nennt bzw. so wirklich heißt, ist doch alles in Butter – first come, first serve. Habe kurz auf Amazon recherchiert, nix zu finden.

Und ich könnte mir vorstellen, dass Agenturen Zugriff auf Pseudonymdatenbanken haben bzw. entsprechende Recherchen in Auftrag geben können. Das ist in der Wirtschaft Gang und Gäbe, ja ein Muss, dass man vor der Eintragung einer neuen Marke erst mal schaut (schauen lässt), ob sie sich auch genug von allen anderen existierenden Warenzeichen unterscheidet. Und da Künstlernamen gerne als Marken gelten ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 08. August 2015, 22:38:45
Danke dir fürs Nachschauen, @flowrite.  :knuddel:

Richtig, die Agentur / der Verlag hat das letzte Wort, solange ich nicht in Richtung Selfpublishing gehen will, und das ist momentan nicht meine Intention. Da das Votum hier ziemlich eindeutig für Pia Nikolai ist, wird es dieser Name dann vermutlich auch werden - es sei denn, es kommen noch irgendwelche entrüsteten Proteste.  :P

Edit: Gerade entdeckt: Es gibt eine Autorin namens Lea Nicolai.  :brüll: Pia Nikolai ist da wiederum so nah dran, dass das keine gute Idee für ein Pseudonym ist. Ich brauche also einen neuen Nachnamen.  :schuldig:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 09. August 2015, 10:52:20
Also ich finde Pia auch sehr schön!  :jau:

Wie wäre es denn mit einem Mittelnamen - oder ist dir das zu sperrig? Pia Sophie Nikolai zum Beispiel klingt, finde ich, ganz schön. Oder Pia Marie.

Ansonsten gefiel mir Pia Ludwig auch sehr gut.

Andere Namen, die mir bei Romance gut gefielen (ohne zu wissen, ob es sie schon gibt) wären: Pia Sommer, Pia Kaspar (das PK fandest du ja ganz gut) oder Pia Kirsch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sascha am 09. August 2015, 11:05:36
Zwei Vornamen haben nur inzwischen ein bißchen den Ruch der "prekären" Klasse. So in Richtung Jennifer Chantalle und so.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 09. August 2015, 11:11:10
Schön, dass dir Pia gefällt. Der Vorname zumindest scheint bei jedem gut anzukommen.  :)

Ein Mittelname wäre mir tatsächlich zu sperrig, auch wenn Pia Sophie Nikolai sehr schön klingt, nur eben nicht für mich. Schön, dass dir Pia Ludwig gefällt, ich schwanke gerade zwischen Pia Ludwig und Pia Kirchner. Pia Sommer gibt es tatsächlich schon (frag mal @Nuya  ;D), bei Kaspar sind mir zu viele "A"s im Namen, vor allem in Kombination mit Pia, da klingt es für mich runder, wenn im Nachnamen ein anderer Vokal dominiert, Pia Kirsch hingegen klingt wirklich schön, nur bin ich mir gerade unsicher, ob mir ein einsilbiger Nachname nicht vielleicht zu kurz ist.  :hmmm: Danke dir aber schon einmal für all deine Überlegungen.  :knuddel:

Edit: @Sascha: Wobei Pia Sophie Nikolai an sich schön rund klingt, ganz anders als Jennifer Chantalle Müller.  :P
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 09. August 2015, 11:16:16
Hallo Traumfängerin,

ich finde Pia Kirchner schöner als Pia Ludwig, einfach, weil Ludwig für mich stärker den Touch eines Männernamens denn eines Nachnamens hat. Bei Kirchner hast du vielleicht den Nachteil, dass er im Ausland nicht so gut ausgesprochen werden kann, aber ich weiß nicht, ob das wirklich ein Kriterium sein sollte? Ich mag den Namen, er klingt stimmig, v.a. auch von der Bedeutung her: Die fromme Kirche  ;D

Alles Liebe,
caity

PS: Ich setz mich gerade daran, meine Kindle-Kommentare endlich ins Dokument zu übertragen, du kriegst also hoffentlich bald Mail von mir  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 09. August 2015, 11:20:52
Ich stimme caity zu, ich finde Pia Kirchner wirklich besser. Allerdings, weil ich finde, dass sich das zusammen einfach harmonischer liest. Pia klingt auf jeden Fall schon Mal toll. :jau:

Ich hatte ja vor einiger Zeit überlegt, ob ich mir für eine Kurzgeschichtenveröffentlichung ein Pseudonym suchen soll (ich hatte auch schon eins gefunden), habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Selbst wenn mich mögliche spätere Arbeitgeber googlen und nicht damit einverstanden sind, dass ich (Fantasy-)Geschichten schreibe, dann ist das eben so. Ich verstecke mich bestimmt nicht wegen etwas, das ich sehr mag, weil andere Leute nicht damit klarkommen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 09. August 2015, 11:31:13
Ich finde Pia Kirchner auch einen Tick wohlklingender als Pia Nikolai, aber beides klingt gut.  :jau:

@Mieze: Es wird immer Leute geben, die mit irgendetwas, das man macht, nicht einverstanden sind und/oder nicht klar kommen.  :knuddel:  Wenn du dich mit deinem echten Namen wohler fühlst, ist das gut so. Und auch, wenn man vielleicht mal schräge Blicke bekommt, weil man (Fantasy) schreibt, wäre es von einem Arbeitgeber schön blöd, eine gute Bewerberin nur aus solchen Gründen abzulehnen. Was ich allerdings auch sagen muss: Ich habe damals auch mit meinem echten Namen veröffentlicht (ich wollte unbedingt meinen Namen auf dem Cover sehen) und wünschte inzwischen, ein Pseudonym gewählt zu haben. Einfach aus Gründen der Anonymität, und mit den Büchern oder dem Schreiben hat das nichts zu tun. Aber wie gesagt, du musst dich wohl fühlen mit der Entscheidung.  :pompom:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 09. August 2015, 11:42:04
Danke euch dreien.  :knuddel: Ich glaube, dann wird es tatsächlich Pia Kirchner, Kirchner fühlt sich für mich auch ein wenig runder an. Bezüglich des Aussprechens im Ausland habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, @caity, aber ich vermute, dass das tatsächlich weniger ein Problem ist, als ich befürchte. Schließlich heißt die argentinische Ministerpräsidentin auch Kirchner und das funktioniert irgendwie auch.  :)

@Miezchen: Das Pseudonym ist tatsächlich nur für meine Liebesromane gedacht. Für alles andere soll mein Realname dienen, da ich das sehr ähnlich wie du sehe. Allerdings gibt es auch Berufe, wo es einem zum Nachteil ausgelegt werden kann, wenn man schreibt, oder auch Genres, wo man doch lieber mit Pseudonym unterwegs ist. Außerdem kann ein Pseudonym auch die Gelegenheit dafür sein, einen ungeliebten Namen zumindest kurzfristig loszuwerden.  :P

PS: Ich setz mich gerade daran, meine Kindle-Kommentare endlich ins Dokument zu übertragen, du kriegst also hoffentlich bald Mail von mir  :)
Mach dir da bitte keinen Stress, ich habe noch genug anderes Schönes zu tun, auch wenn ich natürlich gespannt auf deine Kommentare bin.  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 09. August 2015, 15:38:31
Hallo ihr Lieben, ich bräuchte mal eure kreativen Köpfe.

Ich suche ein Pseudonym für mich, Genre Fantasy und Fantasy-Romance.

Als Vornamen liebäugele ich mit Helena, da so mal ein RPG-Chara von mir hieß. Nun suche ich einen passenden Nachnamen und habe keinen Plan.

Bin für alle Vorschläge offen.

Phoenix
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sascha am 09. August 2015, 20:07:25
Schlag mich, aber das Erste, was mich angesprungen hat, war "Helena Phönix". Zwei Sagengestalten, Troja und … naja, der Phönix halt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Layka am 09. August 2015, 20:51:50
@traumfängerin, Pia Kirchner gefällt mir auch!

@Phoenix, Helena Phönix klingt hübsch, würde auf mich persönlich allerdings zu künstlich wirken. In Anlehnung an den Feuervogel ist mir noch Helena Brand eingefallen. Hast du eine Tendenz, ob dir kurze oder lange Nachnamen besser gefallen? :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 09. August 2015, 21:14:04
@Miezchen: Das Pseudonym ist tatsächlich nur für meine Liebesromane gedacht. Für alles andere soll mein Realname dienen, da ich das sehr ähnlich wie du sehe. Allerdings gibt es auch Berufe, wo es einem zum Nachteil ausgelegt werden kann, wenn man schreibt, oder auch Genres, wo man doch lieber mit Pseudonym unterwegs ist. Außerdem kann ein Pseudonym auch die Gelegenheit dafür sein, einen ungeliebten Namen zumindest kurzfristig loszuwerden.  :P
Oh, ich wollte niemanden für die Verwendung eines Pseudonyms verurteilen. :knuddel: Meine (nur für mich geltende) Ansicht ist, dass das Schreiben zu mir gehört und dass ich deswegen nicht in einem Beruf arbeiten möchte, in dem das nicht Willkommen ist. (Wobei ich das so pauschal jetzt auch nicht sagen würde, schließlich kommt das auch immer auf die aktuelle Situation an. :))
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 09. August 2015, 21:24:56
So ganz pauschal einen Nachnamen zu finden, fällt mir auch schwer, Phoenix.

Gibt es eine Richtung, in die du gedacht hättest? Eine Assoziation, die dir gefällt? Oder möchtest du, dass der Name deinem echten Namen ähnlich ist?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 09. August 2015, 22:01:47
@Mieze: Ich habe mich keinesfalls angegriffen gefühlt. Also alles gut.  :knuddel:

@Phoenix: Ganz ins Blaue dir zu einem Nachnamen zu raten ist tatsächlich schwierig. Im Internet gibt es einige Datenbanken zu Nachnamen, z.B.  diese hier  (http://neubert-volmar.de/neubert/genealogy/Database/index1/r.htm). Mir hat es sehr geholfen, diese durchzuforsten, um eine Auswahl an Nachnamen zu finden, die mir persönlich gut gefallen. Dank den lieben Tintenzirklern habe ich daraus dann die perfekte Namenskombi für mich ausgewählt.  :)

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 10. August 2015, 17:12:40
Den Link werde ich mir mal zu Gemüte führen. Danke.

Tja, da liegt das Problem, glaube ich. Ich finde es muss zu Fantasy passen, sollte aber nicht zu fantastisch sein.

Ich denke, ich werde dem Rat von traumfängerin folgen und erst einmal selber suchen, um euch dann als Schiedsrichter zu befragen.  ;)

Helena Brand klingt schon vielversprechend.

Edit: Stehe bei Helena Jung.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 14. August 2015, 23:33:06
Habe mich nun für zwei Namen entschieden.

Helena Jung für Romance, wenn ich sie denn mal schreibe. Verwerfen muss ich ihn ja nicht.
Und Fee Lichtenstein für Fantasy und Fantasy-Romance.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 14. August 2015, 23:39:23
Helena Jung find ich gut. Klingt bodenständig, aber angenehm.

Fee Lichtenstein klingt halt schon sehr nach Pseudonym, finde ich. Aber solange dich das nicht stört ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 14. August 2015, 23:44:16
Danke Lothen!

Was Fee betrifft. Das soll so!  ;) Darum schreibe ich damit Fantasy. Ich persönliche finde es nicht schlimm, dass es auffällt. Mir ist wichtiger, dass der Name passt und sich gut anfühlt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 15. August 2015, 01:58:07
Hallo Ihr Lieben, Hallo Phoenix,
ich habe einen "Fee V Lichtenstein", aus Oberbayern, gefunden. Aber wenn es Dich nicht stört.  Und dieser hat ja auch noch für alle sichtbar ein "V" in seinem Namen. Also, ich weiß nicht, ob dieser dann mit Deinem "Fee Lichtenstein" eine Konkurrenz sieht. hmmm, ... ich weiß nicht ob es so gut ist?

LG
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 15. August 2015, 05:35:34
Danke A9, da muss ich dann nochmal drüber grübeln.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Christian am 15. August 2015, 08:41:59
...
ich habe einen "Fee V Lichtenstein", aus Oberbayern, gefunden.
Stimmt, es gibt einen Twitter- (https://twitter.com/infofee) und einen Facebookaccount (https://www.facebook.com/fee.v.lichtenstein) unter dem Namen "Fee v. Lichtenstein". Ich wage aber zu behaupten, dass das der Name des abgebildeten Hundes ist. Auch wenn FB Klarnamenpflicht hat, gibt es dieses Phänomen immer noch häufig. Fees Frauchen - so ich mich nicht irre - heißt jedenfalls Sonja und hat eine Homepage (www.hunde-begeistern.de) (http://www.hunde-begeistern.de/zur_person.php).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hund und/oder Mensch was gegen das Pseudonym haben. Im Zweifel könnte man ja fragen. Dann vielleicht auch direkt bei der Zuchtstätte, der Fee wahrscheinlich(!) entstammt. Die findet man unter Frankenelo.de (http://www.frankenelo.de/) - da kommen die "von Lichtensteins" nämlich her. Inwieweit eine Hundezuchtstätte Ansprüche auf ihren Namen hat und ggf. gegen ein Autorenpseudonym einschreiten könnte, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sascha am 15. August 2015, 10:07:07
Ich weiß, das ist OT, aber: Was noch viel affigeres, als Hunden "adlige" Namen zu geben, gibt's kaum, oder? :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 15. August 2015, 11:24:36
 ::) Es gibt auch Katzenzüchter, die ihren Tieren mehr als einen Namen geben; und dann noch einen adligen Zusatz. Besonders edle Tiere halt (im Preis).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 15. August 2015, 17:23:39
Um den Faden auf Pseudonyme zurückzuführen: Lieber eine "adlige" Katze als ein "adliges" Pseudonym - zumindest, wenn damit keine monarchistische oder sozial herablassende Haltung demonstriert werden soll. (Was ich nicht gut finde, aber das ist dann immerhin konsequent.)

Wie immer gilt: Für unglückliche reale Namen kann niemand etwas, aber bei Pseudonymen sollte doch berücksichtigt werden, was dahinter steckt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 16. August 2015, 04:07:59
Ja, natürlich, ... dieser "Fee v Lichtenstein" ist kein menschliches Wesen. Aber diesen Namen gibt es bereits und man weiß nicht, ob nun Phoenix sich "Fee Lichtenstein" nennen möchte, es liegt an ihr, wie sie sich entscheiden möchte.  Die Gefahr besteht dennoch, dass sie mit dem anderen Namen in Verbindung gebracht werden könnte.

Kann man sich eigentlich so einen Namen auch schützen lassen?

LG, A9
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 16. August 2015, 18:29:55
Also Fee würde ich schon gerne behalten oder zur Not Faye. Allerdings müsste da denn wieder ein englischer Nachname her. Hätte nie gedacht, dass das so schwer ist. Und ganz zur Not  eben doch meinen realen Namen. Süster klingt an sich ja schon schön. Nur Thomsen mag ich nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 16. August 2015, 18:56:23
Ja, natürlich, ... dieser "Fee v Lichtenstein" ist kein menschliches Wesen.
Das ist mir bewusst. (Mir geht es auch speziell um das "von" - nur, um Missverständnissen vorzubeugen.)

Ich wollte die Diskussion zum eigentlichen Thema zurückführen - was ich auch angemerkte. Wenn das nicht erwünscht ist, sollten solche Beiträge woanders gepostet werden, oder? :) Deshalb verstehe ich um ehrlich zu sein nicht, warum du es für nötig hältst, noch einmal auf das Haustier einzugehen.

@Phoenix:
Vielleicht "Fee" in einer anderen Schreibweise, wenn dich daran etwas stört? :) Vom Klang her passt es, finde ich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Greifenherz am 18. August 2015, 11:44:08
Hallo ihr Lieben,

ich zerbreche mir schon seit ein paar Wochen den Kopf über ein Pseudonym. Es soll in erster Linie zu historischen Romanen passen, gern aber auch für Fantasy brauchbar sein (und nicht auf den ersten Blick schreien:" Hallo, ich bin ein Pseudonym!")

Als Vornamen favorisiere ich Anna (weil es nah an meinem echten Rufnamen ist), nur beim Nachnamen schwanke ich noch zwischen Eichenbach und Falkenstein. Langsam bin ich wirklich an dem Punkt angelangt, an dem ich ein paar zusätzliche Meinungen und/oder weitere Anregungen gut gebrauchen könnte.

Schon mal Danke, für eure Mühe ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coehoorn am 18. August 2015, 11:56:33
Da finde ich Anna Eichenbach besser... ist auch melodischer

Falkenstein klingt irgendwie ein bisschen großkotzig  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sipres am 18. August 2015, 12:03:02
Ich stimme Coehoorn zu. Anna Eichenbach klingt wirklich melodischer. Falkenstein ist, meiner Meinung nach, irgendwie zu hart.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: traumfängerin am 18. August 2015, 12:11:34
Falkenstein klingt einfach auch sehr nach Pseudonym. Anna Eichenbach klingt eher so, als könnte jemand tatsächlich so heißen.

@Phoenix: Fee als Vorname finde ich tatsächlich sehr passend. Allerdings würde ich das dann eher mit einem "gewöhnlicheren" Nachnamen kombinieren. Anders gesagt: Wenn du einen ungewöhnlichen, nach Fantasy und Märchen schreienden Vornamen mit einem ebenso ungewöhnlichen, nach Fantasy und Märchen schreienden Nachnamen kombinierst, ist das für mich ein wenig zu viel.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Belle_Carys am 18. August 2015, 16:04:49
Ich wäre auch für Eichenbach. Schlichtweg weil ich bei Falkenstein an Falko und Alexander von Falkenstein aus Bibi Blocksberg denken muss und dann ists bei mir rum ums Eck  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Greifenherz am 18. August 2015, 17:46:03
Danke für eure Antworten, ihr Lieben :knuddel:

Falkenstein klingt irgendwie ein bisschen großkotzig  ;D

Das ist mir in meiner Betriebsblindheit gar nicht aufgefallen, aber irgendwie hast du Recht... Und @Belle_Carys  die Assoziation mit Bibi Blocksberg ist jetzt auch nicht unbedingt etwas, das ich mir wünsche ;)

Da bis jetzt noch niemand gegen Eichenbach protestiert hat, werde ich mir mal überlegen, ob es tatsächlich Anna Eichenbach wird. Danke schön :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 18. August 2015, 22:06:04
Anna Eichenbach klingt für mich persönlich nicht rund. Ich weiß nicht, kann sein, dass Eichenbach für mich seltsam klingt.
Etwas unglücklich finde ich es auch, dass da ein E auf ein A folgt. :hmmm: Anna Falkenbach ginge nicht? :engel:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Greifenherz am 19. August 2015, 14:35:44
@Zitkalasa dass ein E auf ein A folgt, stört mich gar nicht so (in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist das gar nicht so selten). Danke für deinen Vorschlag :) Falkenbach klingt wirklich gut, nur leider gibt es bereits eine Band, die so heißt (die spielen Viking/Pagan-Metal). Das finde ich nicht so optimal...

Was wäre denn mit Weidental?  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 19. August 2015, 15:03:12
Danke für eure Antworten, ihr Lieben :knuddel:
Da bis jetzt noch niemand gegen Eichenbach protestiert hat, werde ich mir mal überlegen, ob es tatsächlich Anna Eichenbach wird. Danke schön :)

Das ist jetzt von mir kein Protest, aber eine Anmerkung;
Eine "Anna (- R-) Eichenbach" gibt es bereits bei Fatzebook. Och Menno, ich hatte gehofft, Dir Deinen Namen nicht aus zu reden.  :hmhm?: Wobei ich gestehen möchte, dass ich "Anna Eichenbach" als Pseudonym sehr gut finde.

LG  :winke:

[edit]
http://www.myheritage.de/research?formId=master&formMode&action=query&exactSearch=0&qname=Name+ln.Eichenbach&oft&sab&utm_source=partner_linkpendium
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilva am 19. August 2015, 15:43:17
Anna Falkenstein hätte wirklich einen tollen Klang. :( Beim Nachnamen Falk, der mir dazu eingefallen wäre und den ich wunderschön finde, ist dir aber eine Kollegin aus dem Forum hier zuvor gekommen. ;)

Weidental finde ich zu "konstruiert" irgendwie, ich finde, es schreit viel mehr "Hier, ich bin ein Pseudonym" als Anna Falkenstein / Eichenbach, warum auch immer. Das ist aber vermutlich höchst subjektiv.

Eichenbach klingt in meinen Ohren etwas zu hart, weil zwei CHs drin sind. Vielleicht liegt das aber auch an meinem ausgeprägt kratzigen Schweizer-Akzent. :D

Im Gegensatz zu Zitkalasa gefällt mir E nach A gar nicht so schlecht.

So als Vorschlag: Du könntest den Baum auch austauschen: Anna Erlenbach zum Beispiel.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 19. August 2015, 15:53:35
Anna Eichenbach finde ich schön. Aber Erlenbach klingt auch sehr harmonisch.

@traumfängerin: Ja, das finde ich auch. Also Fee als Vorname. Gut, dann suche ich noch einen Nachnamen. ;-) Ich durchstöbere mal das Internet.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lynn am 19. August 2015, 16:02:14
Habe mich nun für zwei Namen entschieden.

Helena Jung für Romance, wenn ich sie denn mal schreibe. Verwerfen muss ich ihn ja nicht.
Und Fee Lichtenstein für Fantasy und Fantasy-Romance.

Es gibt eine Thea Lichtenstein. Schau mal bei z.B. Amazon. (Maliande- Trilogie)

Edit. Hat sich offenbar sowieso schon erledigt
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 19. August 2015, 16:05:47
Danke Lynn!  :knuddel:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Greifenherz am 19. August 2015, 17:27:56
Das ist jetzt von mir kein Protest, aber eine Anmerkung;
Eine "Anna (- R-) Eichenbach" gibt es bereits bei Fatzebook. Och Menno, ich hatte gehofft, Dir Deinen Namen nicht aus zu reden. 

Vielen Dank  für die Anmerkung :knuddel: ich hatte zwar schon geschaut, ob der Name bei  "Fatzebook"  viele Treffer generiert, aber keinen gefunden (vielleicht auch, weil ich gar keinen Account habe). Google zeigt mir, wenn ich "Eichenbach" suche immer "Reichenbach" als Verbesserungsvorschlag an, das müsste doch eigentlich ein Zeichen dafür sein, dass der Name nicht so oft vorkommt, oder?  :hmmm: den Link hatte ich auch gefunden, da diese Anna Eichenbach allerdings 1880 geboren wurde, dürfte das eigentlich kein  Problem sein ;)

@Ilva  Falk habe ich bewusst deswegen nicht genommen  - und weil es auch einen anderen Fantasy-Autor gibt, dessen Bücher ich liebe. ;) Erlenbach hört sich wirklich gut an, da gibt es aber leider sehr viele Suchtreffer.

Bleibe ich also doch bei Eichenbach? Oder Eibenbach? Ich hätte, wirklich nicht gedacht, dass das so schwierig ist...

@Phoenix das wollte ich dir eigentlich schon die ganze Zeit über schreiben, habe es aber irgendwie vergessen: Fee gefällt mir als Vorname sehr gut. Er klingt so warm und lieblich. Viel Erfolg bei der Suche nach einem passenden Nachnamen!

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 19. August 2015, 20:58:50
Anna gefällt mir selbstredend ziemlich gut - ich heiße selber so :engel: -, und ich finde Eibenbach sehr schön dazu. Weidental klingt für mich zu konstruiert, ebenso wie der Falkenstein.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 20. August 2015, 00:10:50
Ich bin es schon wieder.

Was gefällt euch besser?
Fee Engels oder Fee Morgenstern?

Laut google gibt es die beide nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 20. August 2015, 00:21:31
Fee Morgenstern klingt für mich auch wieder sehr stark nach Pseudonym, Engels nicht. Ich bin für Engels, allerdings auch, weil ein Morgenstern ja auch eine Waffe ist und ich die Assoziation irgendwie als seltsam empfinde. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 20. August 2015, 00:29:48
Ich finde Fee Engels deshalb schwierig, weil du da die ganzen E hast, aus denen du beim Aussprechen quasi gar nicht mehr rauskommst. Das klingt für mich etwas zäh.

Was Fee Morgenstern betrifft, bin ich ganz bei Mieze, das klingt schon sehr nach Pseudonym. Meine erste Assoziation ist da Christian Morgenstern; bei dem anderen Namen habe ich Friedrich Engels, das könnte auch noch unfreiwillig komisch wirken, wenn du da ja sogar die gleichen Initialen hast. In beiden Fällen könnte es verwirren, weil man mit den Namen eben auch bestimmte Inhalte/Stile assoziiert, die wiederum nicht unbedingt zu dem passen, wofür du das Pseudonym verwendest.

Ich würde als Nachnamen für Fee auf jeden Fall etwas mit zwei oder drei Silben empfehlen und am besten etwas, das mit einem Konsonanten anfängt, damit der Übergang vom Vornamen Fee zum Nachnamen klarer und sauberer ist, wenn das jetzt irgendwie verständlich ist. :) Und eben eventuell Namen, die im Literaturbereich nicht allzu stark durch andere berühmte Namensträger konnotiert sind.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 20. August 2015, 00:36:45
Ich hatte genau die gleichen Assoziationen wie Malinche. Würde da auch nochmal überlegen.
Ich finde deinen echten Namen übrigens toll, ich weiß nicht, was du dagegen hast, man kann ihn sich super merken. Aber wenn du ein Pseudonym willst, geht der natürlich nicht. Aber rein vom Klang her gefällt mir den echter Name besser.

@Greifenherz: Anna Eichenbach gefällt mir auch gut.

Das mit dem konstruiert klingen ist immer so eine Sache. Es gibt wirklich viele Namen, die wirklich als Nachnamen gebräuchlich sind, die aber trotzdem nach Psuedonym klingen. Letztens las ich zum Beispiel "Waffenschmied" auch ein schöner Name für einen Fantasyautor, klingt aber irgendwie auch nach Pseudonym, oder "von Drachenstein", gibt es auch wirklich.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 20. August 2015, 00:44:42
Mir ist beides zusammen irgendwie "too much" - Fee und Engel, Fee und Morgenstern -, wobei Letzteres zwar hübsch klingt, aber auch wieder übertrieben, gewollt fantasymäßig, pseudonymmäßig. Fee Engels würde ich vom Gefühl/Klang her definitiv nicht nehmen.  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 20. August 2015, 00:46:06
Danke für die Antworten. Also weiter suchen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 20. August 2015, 00:47:22
Keine Sorge, du findest bestimmt was Hübsches, das auch passende Assoziationen bei den Lesern weckt.  :pompom:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 20. August 2015, 00:49:17
Danke Klecks, so langsam verzweifle ich.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 20. August 2015, 00:52:53
Meine Lieblingsquellen für Namen sind ja immer noch Telefonbuch und Filmabspann.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 20. August 2015, 00:53:52
Gute Idee, Franziska!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 20. August 2015, 00:59:59
Und Landkarten! Jeder Dorfname kann auch ein Familienname sein (Städte auch, aber die werden primär mit den Städen assoziiert, während ide Dörfer oft nur in der direkten Gegend bekannt sind).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 23. August 2015, 18:19:00
Habe euren Rat beherzigt und ins Telefonbuch geschaut.

Bisher gefunden habe ich

Fee Christensen
 oder
Fee Matthiesen

Zu Matthiesen habe ich allerdings eine Druck-und Verlagsgesellschaft gefunden.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: KaPunkt am 23. August 2015, 18:47:24
Fee Christensen finde ich gut. Das rollt gut über die Zunge.

Liebe Grüße,
KaPunkt
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 23. August 2015, 19:10:07
Danke Klecks, so langsam verzweifle ich.  ;)

Neee, bitte, bitte nich verzweifeln,  ;)

Du, wie klingt das denn alles mit einem -von-. Also so wie "Fee von Stern" Nur mal so in die Diskussionsrunde geworfen. Einen Ortsnamen kannst Du auch verwenden. Könnte ja aus Deiner Geschichte heraus stammen. - vielleicht?

"Fee von Pandora" - aber das klingt zu hochgestochen. Es sollte irgendwie unauffälliger sein. "Fee von Karneol" z.B. Karneol ist ein Heil-. bzw. ein Edel- Stein. Das klingt zumindest in meinen Ohren gut.

Zitat von: autor google
Keine Ergebnisse für "Fee von Karneol" gefunden

LG, A9 :winke:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Layka am 23. August 2015, 21:54:15
"Fee von" hört sich für meine Ohren so an wie eine Burgfee :versteck: Fee Christensen gefällt mir dagegen sehr gut, klingt schön und nicht zu fantastisch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Moorhenne am 24. August 2015, 20:29:17
Gleich mal vornweg: Ich schließe mich Layka und den anderen an, "Fee Christensen" find ich am flüssigsten von den genannten Varianten :) Und hat irgendwie auch ein schönes Schriftbild, meiner Meinung nach.

Und ansonsten: Warum hab ich den Thread hier nicht schon viel, viel früher entdeckt? So simple Dinge wie 'soll sich nicht zu sehr wie ein Pseudonym anhören' hätten mir vor ein paar Jahren echt was gebracht  :rofl: Der Nachname den ich mir damals dann ausgesucht hab, der war/ist ja noch sinnvoll - 'Jakobs', einfach nur weil mein echter Name eine tschechische Verkleinerungsform von Jakob ist - aber der Vorname... 'Ivyane', dann war mir das zu fancy, bei der nächsten KG-Veröffentlichung wurde also 'Iviane' draus, und inzwischen ist mir auch das einfach ein bisschen zu... meh. Und darum steht jetzt auf meiner Facebook-Autorenseite nur I. Jakobs... das hätt ich mir alles ersparen können  :d'oh:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Greifenherz am 30. August 2015, 13:59:16
@Phoenix "Fee Christensen" gefällt mir wirklich gut. Der Name klingt richtig angenehm und fließend. Hast du dich denn dafür entschieden oder bist du immer noch auf der Suche?

Ich muss euch auch noch einmal bemühen (hoffentlich zum letzten Mal ;)): Mittlerweile habe ich mich gegen Anna Eichenbach entschieden (vor allem wegen der Anmerkung von @A9  , für die ich ihm wirklich dankbar bin :knuddel:) und den Namen minimal abgewandelt.

Was haltet ihr denn von "Anna Eibenbach"?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sipres am 30. August 2015, 14:01:46
@Greifenherz: Ist okay, aber mir hat Eichenbach besser gefallen. Das ist aber nur meine bescheidene Meinung und wenn dir Eibenbach besser gefällt, solltest du dich für den Namen entscheiden. Im Endeffekt muss er ja dir gefallen. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Moorhenne am 30. August 2015, 14:37:09
Grad testweise gegooglet und der zweite Eintrag ist schon von hier im Forum  :prost:
Ich find in schön - Eichenbach geht vielleicht minimal leichter von der Zunge als Eibenbach wegen der zwei Bs, aber ich find das stört nicht so schlimm.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Greifenherz am 30. August 2015, 14:47:23
@Sipres & @Moorhenne

Grad testweise gegooglet und der zweite Eintrag ist schon von hier im Forum  :prost:
Ich find in schön - Eichenbach geht vielleicht minimal leichter von der Zunge als Eibenbach wegen der zwei Bs, aber ich find das stört nicht so schlimm.

Danke schön :) Eichenbach gefällt mir eigentlich auch einen Hauch besser, wenn da nur nicht diese blöde Verwechslungsgefahr mit "Anna Reichenbach" (von Schloss Einstein) wäre...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 30. August 2015, 15:32:05
Ist deine Zielgruppe Schloss-Einstein-Gucker? Wenn nicht, dann kann dir das ja egal sein. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 31. August 2015, 04:38:46
Ich finde "Anna Eibenbach" besser wie "Fee Christensen". Das ist aber nur mein persönliches Empfinden. Aber was ist dann mit der -"Fee"- im Namen. Bei Deinem letzten Namenswunsch kommt dann keine Fee mehr vor?
LG,
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 31. August 2015, 08:07:06
@Greifenherz: Ich werfe noch mal kurz "Anna Eschenbach" in die Runde. Das geht leichter von der Zunge als "Eibenbach" mit seinen zwei Bs. Klingt auch weniger nach der Reichenbach von Schloss Einstein ;)

@A9: Das mit der Fee war Phoenix, nicht Greifenherz.

@Phoenix: Ich finde, Fee klingt im Fantasygenre generell ziemlich nach Pseudonym. Aber wenn du den Namen unbedingt haben möchtest, dann eher in der Kombi mit Christensen. Matthiesen ist beim Sprechen irgendwie umständlich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Greifenherz am 31. August 2015, 16:13:29
@Greifenherz: Ich werfe noch mal kurz "Anna Eschenbach" in die Runde. Das geht leichter von der Zunge als "Eibenbach" mit seinen zwei Bs. Klingt auch weniger nach der Reichenbach von Schloss Einstein ;)

"Eschenbach" ist mir zu nah an (Andreas) Eschbach, aber danke für den Vorschlag, Naudiz :)

@Zitkalasa
Ist deine Zielgruppe Schloss-Einstein-Gucker? Wenn nicht, dann kann dir das ja egal sein. ;)

Das ist eine sehr gut Frage  :rofl: Und nein, das ist nicht meine Zielgruppe (ich habe die Sendung selbst auch nie geschaut). Meinst du wirklich, dass das egal ist? Vielleicht mach ich mir auch einfach zu viele Gedanken...  :d'oh: Ich werde noch mal in mich gehen, das Für und Wider abwägen und mich dann hoffentlich für einen Namen entscheiden können. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 31. August 2015, 16:30:04
Ja, denke ich. Ich habe früher (= vor 15 Jahren) Schloss Einstein geguckt, aber der Name war mir natürlich trotzdem nicht geläufig. (Der Cast wechselt ja auch regelmäßig. Glaube, das war damals sogar Generation Null, die ich geguckt habe. :rofl:) Was ich damit sagen will: Wenn man den Chara nicht kennt, zieht man keine Verbindung. Außerdem finde ich auch, dass zwischen Reichenbach und Eichenbach nochmal Welten liegen, wenn das auf einem Buchdeckel steht; einfach aus dem Zusammenspiel von Cover, Titel und Medium.
(Bei Reichenbach muss ich ohnehin auch eher an Sherlock Holmes denken. ;D)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 31. August 2015, 16:31:02
@Greifenherz: Bei Eschenbach musste ich auch direkt an Andreas Eschbach denken, gerade weil Anna auch mit A anfängt. Muss es denn ein Baum mit "E" sein? Wie wäre es mit Erlenbach? Eibenbach fände ich okay, aber nicht ganz so rund wie Eichenbach, aber dass es gerade eine Anna Reichenbach gibt, finde ich auch ungünstig. Wenn auch andere Bäume gehen, vielleicht Ulmenbach, Weidenbach, Lärchenbach, Haselbach, Fliederbach, Lindenbach?

Muss es denn unbedingt "Bach" sein? Ansonsten ginge vielleicht noch "Berg" oder "Tal/Thal" als zweiter Namensteil? (Habe gerade gesehen, dass du ursprünglich auch über "Tal" nachgedacht hast, hmm, ich fände das aber auch gar nicht schlecht - Eichental oder Erlental z.B.

Falkenstein fände ich auch ein wenig "groß", wie wäre es aber mit Eichenstein oder eben einem der anderen Bäume in Verbindung mit Stein?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 31. August 2015, 16:32:43
Eins meiner liebsten Wörter ist ja auch "Hain" für Wald. :vibes: Eibenhain oder Ebenhain klingt auch gut, finde ich. (Bspw.)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 31. August 2015, 16:57:51
Oh, das klingt wirklich hübsch, so ein Hain im Namen! Ebenhain oder Elbenhain? Erlenhain fände ich auch hübsch. Aber da gab's ja auch noch andere Bäume, die auch gut klingen würden. Eibenhain erinnert mich jetzt beim Klang ein wenig an Eigenheim ...  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 31. August 2015, 22:37:04

@A9: Das mit der Fee war Phoenix, nicht Greifenherz.
uupps - Irrung vom Amt  :hmmm:

Aber bei "Eschenbach" wäre ich geneigt an --> Achtung keine(!) Werbung; "Eschebach-Küchen Fachgeschäft" zu denken.
Die machen hier in der Region eine nervige Werbung im Radio.  :hmhm?: Und das nervt wirklich, ähnlich wie "Seitenbacher"
Spoiler (click to show/hide)

LG
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Greifenherz am 06. September 2015, 14:22:04
@moonjunkie, @Zitkalasa

vielen Dank für eure Anregungen. Ich habe tatsächlich alle möglichen Bäume mit der Kombi -hain, -berg, -tal etc ausprobiert (Wie bin ich überhaupt auf den Trichter mit dem Naturnachnamen gekommen? :hmmm:) und habe über den Kombinationen gebrütet - bis mir aufgefallen ist, dass ich viel zu verkopft an die ganze Sache rangegangen bin. Es gab tatsächlich einen Namen, der sofort geschrien hat "Nimm mich! Nimm mich!". Bis jetzt bin ich immer gut damit gefahren, auf mein Bauchgefühl zu hören und das werde ich jetzt auch tun.

Ich habe mich jetzt doch für Anna Eichenbach entschieden (Frauen sind ja eh dafür bekannt, ihre Meinung binnen Wimpernschlägen zu ändern  :rofl:), weil er mir das beste Gefühl gibt und irgendwie... passt.

Vielen Dank an alle, die mich durch ihre Meinung und/oder Anregungen unterstützt haben  :knuddel: Ohne euch wäre ich sicherlich früher oder später verzweifelt. Ihr seid einfach die Besten  :-*
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kayla am 15. September 2015, 21:34:46
Danke für eure Meinungen und Tips.
Habe mich für Fee Christensen entschieden. Zumindest erst einmal.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Belle_Carys am 11. Januar 2016, 14:15:53
*schubst den thread ein bisschen nach oben*

Nicht das es bei mir schon an Veröffentlichungen oder so gehen würde, aber da ich im moment mit dem Gedanken spiele, meiner Schreiberei in diesem Jahr ein bloggendes zu Hause zu geben und das nicht unter Realnamen tun möchte, will ich mal kurz mein Pseudonym testfahren:

Jordis Laurin

Es gibt zwei Hintergedanken, und zwar wollte ich einen Nachnamen der in Schlesien vorkommt/vorkam (meine Großmutter mütterlicherseits stammt aus Schlesien) und einen Vornamen aus dem nordischen Raum, da ich mich im Herzen definitiv als Nordlicht verstehe.

Der Nachname Laurin fand sich im Schlesischen Namensbuch von Hans Bahlow, und ich finde ihn nicht nur schön sondern auch ganz passend (Bahlows Eintrag zum Namen lautet, in Auszug: "In diesem seltenen FN. des schlesischen Gebirges lebt der Zwergkönig des mhd. Gedichtes „Laurin“ (oder „der kleine Rosengarten“) aus der Tiroler Dietrichsage fort, so wie sich auch alte Belege für Rosengarten finden")

Jordis/Jördis ist dem isländischen entlehnt, ich fand es in der Form Jordis aber vor allem vom Klang her in Kombination schöner.

Meinungen erbeten  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 11. Januar 2016, 14:19:53
Hm, der Vorname Jordis gefällt mir sehr gut, Laurin hingegen kenne ich nur als Vorname, drum stört es mich als Nachname ein wenig. Dadurch wirkt das Pseudonym schon sehr ... pseudonym-ig. ;D

Ich hätte, wenn ich den Namen so lese, auch ein wenig Schwierigkeiten, ihn von der Aussprache her einzuordnen. Er könnte nämlich auch gut französisch sein (dann quasi Schordì Lorà mit nasalem "a" hinten) oder englisch, dann wäre es "Dschordis Lorin".

Mit "Jördis" wäre es klarer, aber das klingt wirklich nicht so schön ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Belle_Carys am 11. Januar 2016, 14:22:45
Hm, gut das geht mir aber mit etlichen Namen so, die spreche ich dann einfach aus wie's mir passt, bis mich jemand eines besseren belehrt  ;D

Von Laurin gibt es Varianten, es ist auch als Laurein, Lauryn und Laureyn belegt, aber Laurin gefällt mir klanglich halt eigentlich am besten. Laurin als Vorname kenne ich auch, hatte ich aber gar nicht auf dem Schirm als ich an dem Namen vorbei kam, das stimmt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: PinkPuma am 11. Januar 2016, 14:23:47
Wie Lothen finde ich den Vornamen klasse! Ich bin ja eh ein Skandinavien-Fan, also immer her mit isländischen Pseudonymen. ;D Ernsthaft, ich finde auch die leichte Abwandlung zu "Jordis" sehr schön und denken, das sollte jeder aussprechen können.

Auch einen Nachnamen aus Schlesien finde ich prinzipiell eine gute Idee, wenn du einen Bezug dazu hast. Bei "Laurin" habe ich aber ehrlich gesagt das Problem, dass ich sofort an Cairiels Pseudonym "Laurin Dahlem" denken muss.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 11. Januar 2016, 14:28:58
Jordis Laurin erinnert mich zu sehr an Jordis Lank. Der Vorname ist dabei so prägnant, dass dabei der Nachname schon fast egal wird, aber wenn du unbedingt daran festhalten möchtest, darf danach auf keinen Fall auch noch etwas mit L folgen. Grundsätzlich würde ich aber komplett vom Jordis abraten, der Name ist für mich belegt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lina Franken am 11. Januar 2016, 14:30:23
Ich fine die Namen sehr schön, fände es aber besser, wenn sie umgedreht wären. Ich finde Jordis hört sich mehr nach einem Nachnamen an.

Also:  Laurin Jordis
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Belle_Carys am 11. Januar 2016, 14:32:50
Maja, ich bin an ihr vorbei gekommen, habe vorher aber noch nie von ihr gehört oder gelesen. Hatte auch überlegt, ob das ein großes Problem darstellt oder nicht, was du mir jetzt ein wenig bestätigst.

Von dem Vornamen möchte ich eigentlich nur extrem ungern ab, einfach weil ich den auch schon recht lange mag, und auch in meinem Umfeld Personen mit dem Namen in der Jördis-Version kenne.

Nachdem das mit dem Nachnamen aber schon wirklich blöd ist, wenn es sich zu sehr doppelt, werde ich da nochmal drüber hirnen.

Ich fine die Namen sehr schön, fände es aber besser, wenn sie umgedreht wären. Ich finde Jordis hört sich mehr nach einem Nachnamen an.

Also:  Laurin Jordis

Lina, danke für deinen Input, aber das kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Laurin kenne ich nur als Männername, und ich möchte einen definitiv weiblichen Vornamen. Ob der dann für jeden, dem der Name etwas unbekannt ist, als Frauenname erkenntlich ist, sie mal dahin gestellt. Und so rum klingt es für mich auch a) nach anglo-amerikanischem Raum und b) irgendwie nach Chick Lit. (was keine Wertung ist, nur sehr weit weg von dem was ich schreibe).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Franziska am 11. Januar 2016, 21:16:42
Also ich kenne den den Jördis auch und finde ihn nicht so ungewöhnlich dass nicht zwei Autoren so heissen können.
Nur die Kombination finde ich nicht so  ganz ideal.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 11. Januar 2016, 21:35:06
aber da ich im moment mit dem Gedanken spiele, meiner Schreiberei in diesem Jahr ein bloggendes zu Hause zu geben und das nicht unter Realnamen tun möchte, will ich mal kurz mein Pseudonym testfahren
Aber Du musst doch ein Impressum haben. Nur eine Emailadresse oder die Adresse als Grafik ist nicht richtig und kann theoretisch abgemahnt werden.

Man wird auch durchaus bei Google über den Impressumseintrag gefunden, ich habe auf meiner Autoren-Emailadresse eine Nachricht von jemandem bekommen, wo ich den Kontakt extra vor 10 Jahren abgebrochen hatte.
Meine normale Adresse hat der theoretisch auch. Das sind alles Angaben, die man da machen muss.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Loki am 11. Januar 2016, 21:46:09
Nur mal ein Einwurf zu Laurin als Männername .. Ich kenne Laurin ausschließlich als Mädchenname  :versteck: Norddeutschland mal wieder anders als der Rest der Welt?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Trippelschritt am 11. Januar 2016, 21:49:25
Für mich ist Laurin ein dicker/stämmiger Zwerg. Aber das liegt wohl daran, dass ich ihn nur aus der Sage von dietrich von Bern kenne.

Liebe Grüße
Trippelschritt
(immer ein Kreuz mit den Assoziationen)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 11. Januar 2016, 22:02:35
Ich bin dem Namen Jördis / Jordis jetzt schon mehrfach im RL begegnet. Sooo ein Unikat ist er also nicht, vor allem nicht im Osten (es gibt zum Beispiel gleich zwei Jördis' mit einem Wikipedia-Eintrag, die aus Berlin kommen). Insofern finde ich nicht, dass Frau Lank ein Monopol auf den Namen hat, auch wenn die Tatsache, dass sie ebenfalls Fantasy schreibt (tut sie doch, oder? Ich kenne sie nur vom Hören her, also entschuldigt bitte, falls ich mich irren sollte), ein bisschen unglücklich ist. Vor allem, wenn der Nachname auch noch mit L anfangen soll, kann das da wirklich schnell zu Verwechslungen kommen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 11. Januar 2016, 22:06:14
Für mich ist ein Unterschied zwischen Jördis mit ö, das einfach ein Vorname ist, und der Variante Jordis mit o, die ich nur von Jordis Lank kenne. Gerade weil das ein Name ist, den es eigentlich so nicht gibt, würde ich das nicht überstrapazieren wollen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Naudiz am 11. Januar 2016, 22:11:35
Gerade weil das ein Name ist, den es eigentlich so nicht gibt, würde ich das nicht überstrapazieren wollen.

Da muss ich dir jetzt aber widersprechen. Ich bin mal in einem Praktikum einer Jordis mit O begegnet, außerdem heißt ein Huscarl in Skyrim so, und auf baby-vornamen.de habe ich spontan mehr als ein Dutzend Kommentare gesehen, wo entweder die Schreiberin selbst so heißt oder jemand sein Kind so genannt hat - und das nur im deutschsprachigen Raum, international gibt es ihn vermutlich noch ein bisschen öfter. "So nicht geben" trifft also nicht ganz zu ;)

Alternativ könntest du, @Belle_Carys, ja auch Hjordis nehmen? Ich weiß, eigentlich findet man den Namen eigentlich nur mit der H-Ö-Kombi, aber dann würde es nicht ganz so sehr an Frau Lank erinnern.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Belle_Carys am 13. Januar 2016, 14:33:13
Hey, erstmal danke euch für den vielen Input :)

@Fianna das ist ja nochmal eine ganz andere Frage, mir ging es in erster Linie um ein Pseudonym mit dem ich mich wohl fühle, weil ich weiß dass ich, wenn es mal der Fall sein sollte, nicht unter Realnamen veröffentlichen möchte. Was viel weniger mit Sehnsucht nach Anonymität zu tun hat (ich wage großen Ruhm eher zu bezweifeln) als damit, dass mir mein Name auf einem Buchcover schlicht weg nicht gefällt.   ;D

Was den Namen Jordis angeht, das ist definitiv keine Schöpfung von Frau Lank, ich kenne den Namen in der Form auch schon länger, wenn ich auch niemanden persönlich kenne mit dem Namen.

Von Nachnamen mit L werde ich aber definitiv Abstand nehmen, von daher habt ihr mir schon mal gut weiter geholfen, danke dafür :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Amberle am 01. Februar 2016, 00:52:52
Jetzt habe ich eine Frage:

Wie seht ihr das mit ausländischen Nachnamen? Wundern sich die Leute, weil sie erwarten, dass er/sie aus dem Land kommt, aus dem der Name stammt? Könnte das ein Grund zum Anstoß bei jemandem sein?


Edit: Danke Zitkalasa, ich hatte etwas vergessen. Und nein, ich beziehe mich auf niemanden direkt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 01. Februar 2016, 01:49:32
Beziehst du dich gerade auf einen Beitrag hier im Thread, oder ist dir im zweiten Satz etwas durcheinander geraten? (Mich irritiert das "sie" bei "dass sie aus dem".)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 01. Februar 2016, 06:15:45
Ich habe einen ausländischen Vor- und Nachnamen, definiere mich aber als Deutsche, weil ich hier lebe, seit ich denken kann. Also weiß ich aus eigener Erfahrung, dass ein ausländischer Name nicht bedeuten muss, dass man gefühlt aus einem bestimmten Land kommt bzw. sich mit diesem Land identifiziert bzw. dass man irgendeinen Bezug zu dem Land hat; den habe ich nämlich überhaupt nicht.  :hmmm:  Ich würde mich deshalb auch nicht über einen solchen Namen bei einer Autorin wundern, es könnte ja sein, dass sie einen ähnlichen Hintergrund hat wie ich und trotzdem diesen Namen hat. Entsprechend wäre es mir auch egal, ob die Autorin auch tatsächlich aus diesem Land kommt oder nicht; wenn sie sich den Namen unter diesen Umständen aussucht, wird sie sicher irgendeinen Bezug dazu haben, und dann, warum nicht?  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Scrivatore am 01. Februar 2016, 09:53:14
Aber die Frage ist schon interessant. Mein Pdeudonym klingt nämlich auch nicht wirklich deutsch  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilva am 01. Februar 2016, 10:31:13
Jetzt habe ich eine Frage:

Wie seht ihr das mit ausländischen Nachnamen? Wundern sich die Leute, weil sie erwarten, dass sie aus dem Land kommt, aus dem der Name stammt? Könnte das ein Grund zum Anstoß bei jemandem sein?
Nein, ich erwarte eigentlich nicht, dass die Person aus dem Land kommt.

Mit einer Ausnahme: Klingt dein Name englisch, gehe ich davon aus, dass das deutsche Buch eine Übersetzung ist und werde entsprechend nach dem Original Ausschau halten. Ich weiss, das ist ein seltsamer Gedankengang, aber ich lese gerne die Originalsprache, wenn ich sie verstehe, und wäre enttäuscht, wenn ich dann keine englische Ausgabe finden würde. Nicht immer ist es auf Anhieb ersichtlich, ob das deutsche Buch eine Übersetzung ist oder nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lothen am 01. Februar 2016, 10:50:36
Obwohl ich Klecks' Beitrag gut nachvollziehen kann, muss ich sagen, dass es mich vermutlich schon beeinflussen würde, zumindest dann, wenn eine Verbindung zwischen Pseudonym und Buch besteht.

Ilva hat ja schon ein Beispiel genannt: Ist der Name des Autors englisch, würde ich bei einem Fantasy-Roman zum Beispiel dazu tendieren, die verwendeten Namen auch englisch auszusprechen.

Oder wenn der Roman in Japan spielt und der Autor hat einen japanisch klingenden Namen würde ich davon ausgehen, dass die Person einen Bezug zu diesem Land hat. Umgekehrt muss das natürlich nicht heißen, dass jemand mit deutschem Namen nicht über Japan schreiben darf, aber ich würde eben annehmen, dass bei einem japanischen Pseudonym eine besondere Verbindung besteht. Das muss dann nicht unbedingt heißen, dass die Person in Japan geboren oder aufgewachsen ist, aber zum Beispiel, dass sie viel Zeit dort verbracht hat, sich mit der Kultur beschäftigt usw. Andernfalls käme es mir doch nur wie eine billige Verkaufsstrategie vor.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: JarlFrank am 01. Februar 2016, 12:04:47
Ich benutze kein Pseudonym sondern meinen richtigen Namen, und da ist der Nachname russisch... aber ich war bisher noch nie in Russland, auch wenn ich mich sehr für die slawischen Kulturen und meine dortigen Wurzeln interessiere. Ich denke, wenn ich ein Fantasy-Setting schreiben würde, das von slawischer Mythologie inspiriert ist, würde ein potentieller Leser des Namens wegen erwarten, dass es authentisch ist, obwohl ich darüber quasi auch nur aus zweiter Hand bescheid weiß (durch selbst lesen, recherchieren, und die Sprache im Erwachsenenalter lernen, während jemand der in einem slawischen Land aufgewachsen ist aus erster Hand, also durch Familie und Umfeld, darüber weiß und tiefer in der Materie drin ist).

Namen müssen also nichts heißen, aber sicher gibt es viele Leute, die sich Pseudonyme wählen, die zu ihren Werken passen. Viele nehmen sich englisch klingende Namen, weil die einfach "cooler" sind als deutsche (Bertrand Miller oder Bertram Müller: der erste klingt mehr nach Hollywood-Thriller, der zweite eher nach Provinzkrimi), oder wählen einen Namen der vom Klang her zu ihrem Genre passt. Für Romanzen nimmt man sich z.B. gerne weibliche Pseudonyme, weil ein männlicher Name innerhalb dieses Genres von einigen Leserinnen eher skeptisch beäugt wird.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Slenderella am 03. Februar 2016, 19:49:39
Kommt ganz drauf an.

Deutsche, die sich plötzlich japanische Pseudonyme geben, finde ich eher peinlich, weil das für mich so Anime-Kreischkinder sind, die das gerne machen.
Und ja, ich war auch mal ein Animekreischkind und trage mein japanisches Pseudonym immer noch spazieren, aber das hätte ich nicht als echtes Autorenpseudonym verwendet.

Oder "coole" Englische Namen: Steel, Power, wo man direkt hört, dass es nicht echt ist ... nääääh. Da stößt mich der Autorenname schon ab. Ausgefallen ja, aber nicht um jeden Preis und nicht krampfhaft, weils dann gestelzt klingt. Der Name muss sich einfach griffig anfühlen und nicht vollkommen von der Person abheben, die eigentlich dahinter steht. Wär ein bisschen albern, wenn die blonde Seichterotikautorin irgendwelche afrikanischen Namen hat.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilva am 14. März 2016, 22:44:43
Ich möchte diesen Thread mal wieder aufwärmen, denn die nächste KG, die ich einreichen möchte, verlangt nach einem Pseudonym. Bzw. die hat mich erst darauf gebracht, mir Gedanken zu einem Pseudonym zu machen. :) Für mich steht fest, dass ich nicht unter meinem realen Namen schreiben will, aber ich möchte auch nicht allzu weit davon weg.

Als Vornamen hätte ich gerne etwas Italienisches. Bisher gefallen mir: Isa, Adriana, Emilia. Fabia fände ich auch schön.
Nachnamen habe ich zwei, die eine persönliche Bedeutung haben: Bach und Wölflin.

Isa Wölflin, Emilia Wölflin oder Adriana Bach wären dabei meine Favoriten bisher. Wie findet ihr die? Klingen die zu sehr nach Pseudonym? Oder habt ihr andere Vorschläge?

Danke schön  :knuddel:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Asterya am 15. März 2016, 09:12:44
Die Vornamen sind alle total schön!  :wolke:
Mein Favorit wäre Adriana Bach, das klingt meiner Ansicht nach auch nicht zu sehr nach Pseudonym.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Araluen am 15. März 2016, 09:24:20
Mir gefällt Emilia Wölflin am besten. Adriana Bach klingt allerdings bodenständiger und damit weniger nach Pseudonym
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Puzzle am 15. März 2016, 10:44:58
Und ich wäre für Isa Wölflin  :rofl:

Wobei ich mich anschließen würde, Adriana Bach klingt am Wenigsten nach Pseudonym (und sehr bodenständig).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dino am 15. März 2016, 11:25:14
Ich schließe mich der Adriana Bach Fraktion an. Ein sehr schön klingender Name dem man nicht "ansieht" dass er ein Pseudonym ist.
Oder Emilia Bach (Emilia ist ein wirklich schöner Name!) der wenig auf Pseudonym schließen lässt und sich in meinem Kopf sehr melodisch anhört (wenn auch nicht unter Deinen Favoriten gelistet  :engel: ).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sonnenblumenfee am 15. März 2016, 11:57:00
Ich muss sagen, ich finde Adriana Bach überhaupt nicht bodenständig, weil für mich Adriana schon ein wenig extravagant/außergewöhnlich klingt. Aber sehr schön und auf jeden Fall nicht pseudonymmäßig. Emilie Bach fände ich ebenfalls schön.

Wölflin hat für mich schon einen Pseudonym-Klang, auch wenn es den Namen wirklich gibt. Das muss natürlich nicht schlecht sein. Mit Wölflin würden mir Fabia Wölflin oder Emilia Wöfllin am besten gefallen, Isa Wölflin klingt für mich ein bisschen altbacken bzw. ich würde das mit einer Frau von 60+ assoziieren (wobei ich überhaupt nicht sagen kann, woran das liegt  :hmmm:)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Waldhex am 15. März 2016, 14:02:32
Ich mag Wölfe, aber bei Wölflin gerade ich während dem Lesen irgendwie ins Stolpern.
Die vorgeschlagenen Namen Adriana Bach oder Emilia Bach würde ich deshalb auch besser finden. Ich persönlich stolpere da einfach weniger beim Lesen.

@topic: Ich habe bisher immer unter meinem echten Namen veröffentlicht und werde das wohl auch weiterhin tun.

Edith schreit noch hinterher: Es gibt allerdings nochmals jemanden meines Namens, die auch ein Buch über Amazon veröffentlicht hat. Anscheinend sogar ein "Bild-Bestseller". Allerdings etwas zum Grundrechte der Frau - so gar nicht mein Thema, da bin ich zu emanzipiert dazu  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilva am 15. März 2016, 20:59:14
Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Damit bin ich schon mal eine Spur weiter. :knuddel:

Zum Glück habe ich ja noch ganze 15 Tage Zeit. ;D
So ein Pseudonym soll ja schliesslich eine Weile herhalten. Ich glaube, ich muss die Namen noch ein paar Mal sagen und schreiben. Aber dank euch konnte ich die Vornamen schon mal eingrenzen. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: PinkPuma am 15. März 2016, 21:35:04
Vom Nachnamen her würde ich auch eher zu Bach tendieren. Wölflin klingt eher etwas gekünstelt und damit mehr nach Pseudonym. Außerdem gab es einen relativ bekannten Philologen namens Heinrich Wölfflin.

Ich persönlich fände Emilia Bach am schönsten (Emilia ist ein sehr schöner Vorname). :) Adriana Bach klingt auch gut. Soweit ich das sehe sind beide Namen aus Schriftstellersicht unbesetzt. Ich finde auf Anhieb lediglich ein Model namens Adriana Bach.

Andere Frage: Woher kommt dein Nick Ilva? Fände ich als Vorname nämlich auch schön und nicht allzu gekünstelt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilva am 15. März 2016, 21:57:30
Vom Nachnamen her würde ich auch eher zu Bach tendieren. Wölflin klingt eher etwas gekünstelt und damit mehr nach Pseudonym. Außerdem gab es einen relativ bekannten Philologen namens Heinrich Wölfflin.

Ich persönlich fände Emilia Bach am schönsten (Emilia ist ein sehr schöner Vorname). :) Adriana Bach klingt auch gut. Soweit ich das sehe sind beide Namen aus Schriftstellersicht unbesetzt. Ich finde auf Anhieb lediglich ein Model namens Adriana Bach.

Andere Frage: Woher kommt dein Nick Ilva? Fände ich als Vorname nämlich auch schön und nicht allzu gekünstelt.
Der besagte Wölfflin stammt ganz aus der Nähe meines Wohnortes. Ich tippe darauf, dass sein Name von dem gleichen Ursprung abstammt, von dem ich ihn geklaut habe. :D

Emilia ist wirklich schön.  :wolke:

Hihi, Ilva ist ein Teil meines tatsächlichen Vornamens - auch italienisch, deshalb dieser Wunsch. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: PinkPuma am 15. März 2016, 22:46:28
Zitat von: Ilva
Hihi, Ilva ist ein Teil meines tatsächlichen Vornamens - auch italienisch, deshalb dieser Wunsch. :)
Stimmt, jetzt wo du es sagst... ;D Dann wäre Ilva doch echt schön fürs Pseudonym. Aber wie gesagt, Emilia Bach finde ich super!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 16. März 2016, 00:56:08
Überleg mal, ob sich der Name schnell hinwischen lässt, falls du von Fans überrannt wirst, die alle ein Autogramm wollen. ;D Persönlich hätte ich da bei Namen mit B ein Problem, weil es sich nicht so schön im Schwung schreiben lässt. (Aber vll. fällt dir auch eine Art ein wie du es anders schreiben kannst und es dennoch nach einem B aussieht.)

Ansonsten finde ich Bach langweilig und bin mir gerade nicht mehr sicher, ob es zum Genre passt. Bodenständig wäre für mich eher Kategorie Leichter Liebesroman, nicht Fantasy. Aber das ist deine Entscheidung. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Waldhex am 16. März 2016, 18:57:15
@Zitkalasa: Da ist Wölflin, so mit W und dann ö aber auch nicht besser, von der schwungvollen Unterschrift her. Dann müsste sie sich schon Wolfer oder so nennen, das wäre ohne das 'ö' wahrscheinlich leichter zu schreiben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilva am 17. März 2016, 16:48:53
Danke für eure Meinungen! Allzu bodenständig soll der Name auch nicht sein und zum Genre sollte er schon passen. Aber ich glaube, ein italienischer Vorname würde das etwas abschwächen.

Hihi, ich finde es gerade niedlich, dass ihr euch Gedanken zu möglichen Signierstunden macht.  :rofl: Ich habe eine furchtbar hässliche, unregelmässige Handschrift ("Sauklaue" :D). Deshalb fallen viele Buchstaben schon einmal weg. Die kann man leider gar nicht lesen ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Waldhex am 17. März 2016, 19:01:44
Ein Autogramm muss man auch nicht lesen können.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 18. März 2016, 03:04:34
Genau, es muss nur schnell von der Hand gehen. Genau genommen muss es ja nicht mal der Name sein. Wenn du dir irgendein Zeichen auskennst, das nur du kannst, geht das ja auch. Zumal Signaturen, glaub ich, eh keinerlei rechtliche Relevanz haben also kann man da schreiben, was man will.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 01. Mai 2016, 22:12:52
Sagt mal, wie gefällt euch das Pseudonym:

Silke Felsenhherr?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aircaina am 01. Mai 2016, 22:25:33
Ich persönlich finde, dass der Nachname ein wenig zu grob für den Vornamen klingt. Irgendwie passen die vom Klang her nicht so gut zusammen. Aber das ist ja auch bei vielen "echten" Namen so.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 01. Mai 2016, 22:28:41
Wäre Mathilde Felsenherr besser?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Foxgirl am 01. Mai 2016, 22:47:22
Ja ich finde Mathilde Felsenherr auf jeden Fall besser, es wirkt auch stimmiger von der jeweiligen Wortlänge finde ich :). Gefällt mir gut!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aircaina am 02. Mai 2016, 00:21:52
Da stimme ich Foxgirl zu. Ich persönlich finde auch, dass es so harmonischer klingt.  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 02. Mai 2016, 00:24:56
Hm, was willst du denn darunter schreiben? :) Silke und Mathilde finde ich etwas altbacken und Felsenherr klingt sehr ausgedacht. Aber für historische Romane oder hochgestochene Literatur fände ich den gar nicht so schlimm. :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 02. Mai 2016, 00:36:28
Die Vornamen sind meine eigenen und der Nachname ist an meinen Realnamen angelehnt. Tierkrimis, Kurzgeschichten, sowas ist erst einmal irgendwann geplant, so in 100 Jahren oder so...  :rofl:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 02. Mai 2016, 00:43:57
Hehe, Fettnäpfchen olé. :versteck:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 02. Mai 2016, 00:52:37
 :knuddel:  Ach, Quatsch, ich hatte euch doch um eure ehrliche Meinung gebeten!  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Wallrabe am 02. Mai 2016, 08:18:59
Nun es ändert nichts am "Ersteindruck" des Namens. Ein Fremder weiß schließlich ebenfalls nicht, wie nah oder fern ein Künstlername am Original ist und entsprechend auch nicht wie "schön" der Originalname ist ;)

Insofern schließe ich mich auch ein Stück weit Zitklasas Ansicht an. Für einen Jugendroman-Zeltlager-Geschichte etwa fände ich den Namen per se etwas unpassend...vielleicht? Defacto stört mich sowas aber nicht wirklich. Manchmal habe ich eher das Gefühl, dass sich die Leute auf den Covern im Buchladen manchmal einfach nur viel zu reißerische, smoothe Pseudonyme haben als umgekehrt...

So oder so - grade für die Tiergeschichten und ähnliches könnte ich mir etwa "Silke/Mathilde Felsenherr" sogar ganz gut vorstellen. Vom Klang her würde ich da auch keinem der beiden den Vorzug über den anderen geben. Klingen verschieden, hat aber beides finde ich seinen Reiz.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 02. Mai 2016, 16:52:16
Ich finde auf den ersten Blick auch Mathilde Felsenherr schöner. Und ich finde man erkennt nicht, dass es ein Pseudonym ist, daher passt es auf jeden Fall zu Tierkrimis. Zu historischen Büchern auch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Waldhex am 02. Mai 2016, 17:37:03
Ich würde Mathilde auch besser finden.
Ich weiß ja nicht, wie nah/fern der Name an Deinem echten Namen sein soll. Ansonsten klingt für mich "Felsenmeer" weicher als "Felsenherr". Zu Felsenmeer würde dann allerdings wieder eher Silke passen.  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Coppelia am 02. Mai 2016, 18:21:58
Bei Silke Felsenherr muss ich den anderen zustimmen, das passst nicht. :) Zumal "Silke" ja auch an Seide erinnert und das mit Felsen meiner Ansicht nach nicht gut harmoniert.
Mathilde Felsenherr finde ich als Namen zwar schön und imposant, aber ich glaube, ich würde ihn auch nicht wählen. Er klingt in meinen Augen etwas altmodisch und hat (sorry) einen leichten Hang zur unfreiwilligen Komik. Zu einem so wuchtigen, auffälligen Namen wie "Felsenherr" würde ich eher einen harten, gängigen und ein- oder zweisilbigen Frauennamen nehmen, der die Auffälligkeit wieder ausgleicht. Katja/Thea/Petra Felsenherr oder so. Einsilbige Frauennamen sind ja eher selten.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kuddel am 29. November 2016, 15:08:52
Ich will nächstes Jahr ein paar Kinderbücher schreiben und wollte das unter Pseudonym machen. Es wird ein offenes werden, aber ich wollte mal fragen, was ihr davon haltet:
Juni Korn
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dämmerungshexe am 29. November 2016, 15:14:43
Also ich musste zweimal lesen, bevor ich "Juni" las und nicht "Juli(a)". Und dann dachte ich mir "Was ist Junikorn?"
Ich glaube mit Juli Korn würde ich besser klar kommen. Aber besonders klangvoll finde ich beides nicht. Für welches Genre willst du den Namen nutzen?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kuddel am 29. November 2016, 15:19:49
Für Kinderbücher wollte ich es benutzen. Juni Korn ist eine Lautschrift-Schreibweise vom englischen Unicorn. Einhorn konnte ich schlecht zu einem Namen umwandeln.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 29. November 2016, 15:20:05
Mein erster Gedanke war: da kann jemand Unicorn nicht schreiben  :rofl: Als Vorname fände ich "Juli" auch besser, aber Juli Korn fände ich tatsächlich ganz gut, knapp, gut aussprechbar ... ;)
EDIT: Ich glaube nicht, dass Kinder die Anspielung auf das englische Unicorn verstehen und ich persönlich finde es - tschuldige - eher etwas lächerlich  :versteck:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Michaela am 29. November 2016, 15:20:22
Ich will nächstes Jahr ein paar Kinderbücher schreiben und wollte das unter Pseudonym machen. Es wird ein offenes werden, aber ich wollte mal fragen, was ihr davon haltet:
Juni Korn

Hmm, ich finde Juni sehr schön, aber das Korn passt nicht wirklich zu Kinderbüchern und es klingt etwas holprig.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Amber am 29. November 2016, 15:21:02
Ich finde Juli auch besser als Juni.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tanrien am 29. November 2016, 15:23:50
"Juli Mais"? ;)

Ich finde es süß, aber eher in einem ebook-lastigeren Genre als bei Kinderbüchern? Bei Kinderbüchern wird der Autorenname ja öfter mal ausgesprochen, da klingt es dann doch ein bisschen zu aufgesetzt, weil es bei der Aussprache ja noch nichtmal mehr eine Anspielung ist sondern ganz offen da steht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: cryphos am 29. November 2016, 15:33:29
Juni Korn ist in Ordnung. Ich finde es je nach Stimmung erheiternd oder lächerlich. Wenn deine Zielgruppe Mädels zwischen 12 und 14 sind könntest du damit einen Treffer landen. Jüngere Kids werden die Anspielung nicht verstehen und ältere Kinder könnten es lächerlich finden.

Nichts desto trotz werden die Geschichten gelesen, wenn sie gut sind, wovon ich bei dir ausgehe. Wenn dir der Name gefällt, nimm ihn, solange nichts auftaucht was ihn kompromittieren könnte, wie z.B. die Typenbezeichnung MR2, welche in Frankreich fast wie "Merde" ausgesprochen würde und zu unterirdisch schlechten Absatzzahlen eines Automodells in Frankreich führte.  ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Kuddel am 29. November 2016, 15:43:43
Na ja, die Zielgruppe sollten sowohl Jungs als auch Mädchen so um die 8-12 Jahre sein. Mhm, dann muss ich noch mal überlegen, ob ich den Namen so lasse oder doch was anderes nehme.  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tigermöhre am 29. November 2016, 15:46:07
Meine erste Assoziation mit Korn war Alkohol.
Das Einhorn habe ich erst kapiert, als die anderen darauf aufmerksam gemacht haben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Berjosa am 29. November 2016, 16:10:08
Zitat
Meine erste Assoziation mit Korn war Alkohol.

Meine auch.
Erst recht, wenn der Vorname dazu schon von Weitem "erfunden" klingt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 29. November 2016, 16:48:08
Zum einen dachte ich auch an Alkohol und habe den Witz daran nicht verstanden. (Und ich denke auch, dass Kinder den nicht verstehen werden, auch wenn sie heutzutage scheinbar Englischvokabeln mit der Muttermilch aufsaugen.)
Ob Juni jetzt erfunden ist, lässt sich streiten. Ich hab zu viel japanische Popculture inhaliert, um mich an dem Namen zu stören. (Final Fantasy X, X/2 bspw.)
Korn hingegen finde ich tatsächlich zu hart für einen Kinderbuchautor, würde eher zu einem Detektiv in einem Hard-Boiled-Krimi passen. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 29. November 2016, 20:20:58
Ich finde Juni Korn total lustig und süß! :D Klar hört man, dass es ein Pseudonym ist, aber da es ja eh ein Offenes sein soll, sehe ich da kein Problem.
Und ebenso klar, dass kleinere Kinder die Anspielung auf das Unicorn nicht verstehen, aber denen ist der Autorenname eh egal und gekauft werden Bücher für die Zielgruppe von Erwachsenen nicht von den Kindern. Der Name wäre also ein Extra zum Schmunzeln für die Käufer. Fände ich einen guten Marketinggag. :D
Auch abseits von der Unicorn-Anspielung habe ich überhaupt nicht an Alkohol denken müssen, sondern an Getreide. So welches, aus dem z.B. Brot gebacken wird. ;) Und so was Grundsolides wie ein Lebensmittel als Namen für einen Kinderbuchautor zu nehmen, finde ich auch wieder sehr passend.

EDIT: Was mir gerade noch eingefallen ist: Juni Korn wäre schon ein Name, den man (bei Lesungen) mit einem gewissen Humor und Augenzwinkern rüber bringen müsste. Eher nicht für ein schüchternes Mauerblümchen geeignet, aber Kuddel könnte ich mir damit richtig gut vorstellen! :vibes:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 29. November 2016, 20:35:28
Juni Korn ist in meinen Augen ein Holzhammerpseudonym, von dem man die Finger lassen sollte. Wir hatten hier vor Jahren mal ein Mitglied, das wollte unter dem Namen "Archie Tekt" veröffentlichen - Juni Korn ist da keinen Schlag besser, getoppt nur von "Hans Wurst". Was auf den ersten Blick lustig wirkt, geht oft nach hinten los, und auf jeden, der darüber lacht, kommt einer, der es peinlich findet.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Evanesca Feuerblut am 29. November 2016, 20:43:02
Ich habe aus Spaß meine Schwester (17) gefragt, was sie von einer Kinderbuchautorin namens Juni Korn halten würde. Schwester war begeistert, fand es lustig und würde die Bücher nur wegen des Namens kaufen, obwohl sie mit 17 etwas alt für Kinderbücher ist.
Persönlich dachte ich bei dem Pseudonym aus irgendeinem Grund an die Einhornschokolade von Rittersport, an Pink, Glitzer und eine Prise Selbstironie. Den "Korn" zum Trinken hatte ich dabei gar nicht auf dem Schirm, ähnlich wie Romy denke ich bei dem Wort eher an Getreide. Und Kinder Country. (Was entweder für den Namen spricht, weil er so süß ist oder gegen mich, weil ich scheinbar so werbeverseucht bin, dass ich nur an Süßigkeiten denken kann.)

Und naja, wenn man nicht das Glück hat, mit einem sprechenden Namen wie "Karin Slaughter" gesegnet zu sein, darf man eben auch nachhelfen, finde ich :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 27. Dezember 2016, 16:42:24
Für mich ist es klar, dass ich unter einem Pseudonym schreiben werde.
Ich hatte einen Beruf und werde einen Beruf erlernen, der absolut nicht zum Schreiben passt, dazu möchte ich Beruf und Schreiben auch ganz klar voneinander trennen. Und dann ist da natürlich noch der Punkt, dass ich meinen Namen allgemein nicht besonders schön finde und als Person gerne etwas anonymer bleiben würde.

In Zukunft möchte ich für den Anfang an ein paar Ausschreibungen teilnehmen, deswegen muss ich mir so langsam Gedanken machen und mich auch festlegen. Und das ist gar nicht so einfach, wie ich dachte. Ich weiß nicht, welcher Nachname passend wäre, ich weiß nicht, ob ich meinen Vornamen beibehalten möchte oder ob ich nicht doch etwas ganz anderes nehmen mag. Oder sogar einfach geschlechtsneutrale Initialien nehmen soll. Momentan hänge ich sehr an dem Nachnamen "Wynter", aber manchmal kommt er mir auch sehr komisch vor.

Für mich ist Neutralität wichtig, aber auch, dass es nicht zu normal und nicht zu ausgefallen ist.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 27. Dezember 2016, 18:05:26
@Silberfuchs: Ich finde, Wynter ist ein ziemlich ausgefallener Nachname. Winter klänge genauso und ist gebräuchlicher. Wenn du also gern einen möglichst normalen Nachnamen als Pseudonym benutzen möchtest, solltest du vielleicht das Y austauschen, weil das so doch ziemlich nach einem Pseudonym und meiner Meinung nach auch recht gewollt klingt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Eluin am 27. Dezember 2016, 20:20:56
@Silberfuchs ich finde Wynter durchaus nett. Ist halt die Frage: Was hast du mit dem Namen vor? Was ist in dem Genre gebräuchlich? Amazon kann da auch hilfreich sein, wenn du mal die Top 100 durchsiehst. Auch der Vorname ist dann natürlich für mich noch die Frage, weil Nachname mit Vorname zusammen klingen sollte.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Faye am 27. Dezember 2016, 20:38:20
Ich habe in der letzten Zeit schon lange über eine Veröffentlichung nachgedacht und in diesem Zusammenhang auch über Pseudonyme. Bis jetzt bin ich mir noch nicht sicher, ob und wenn ja was für eins ich verwenden sollte. Ich habe daran gedacht, weil es mich stören würde, dass jeder meinen Namen suchen kann und meine Freunde direkt wissen würden, dass es von mir ist. Außerdem stört mich mein Name und ich kann ihn mir nicht auf einem Cover oder unter einem Text vorstellen. Ich würde gerne einen weicheren Klang haben.
Was haltet ihr eigentlich von Initialen, oder ist es besser den Namen ganz auszuschreiben? Also z.B. K.S. White oder Katherine White (ist nur ein Beispiel)

@Silberfuchs Ich stimme den anderen zu, ich finde den Nachnamen generell schön, hängt eben vom Vornamen und vom Genre ab.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 27. Dezember 2016, 22:53:33
Suchen bzw. finden kann es jeder ;) Im Impressum eines Buches / Ebooks muss der Klarname stehen. Wenn man einen Blog führt oder eine Facebook-Fanpage, gehören dazu noch eine Adresse und eine Telefonnummer.

K.S. White klingt sehr generisch für Fantasy von der Sorte, bei der es ein weisses Cover und eine (mit wallendem Mantel versehene) Figur typisch sind. Katherine White klingt für mich eher nach Literatur mit starkem Romantikbezug. Aber so etwas ist ja sehr subjektiv.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Slenderella am 27. Dezember 2016, 23:31:19
Ich hab ein S. im Pseudonym. Das ist vom Ursprünglichen übrig geblieben, nachdem meine Familie es mir ausgeredet hat (Klingt nach Nazi ... danke auch <.<)

K.S. White wäre für mich jetzt so gar nicht Fantasy. Eher so was wie Frauenthriller.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Eluin am 28. Dezember 2016, 13:32:06
Suchen bzw. finden kann es jeder ;) Im Impressum eines Buches / Ebooks muss der Klarname stehen. Wenn man einen Blog führt oder eine Facebook-Fanpage, gehören dazu noch eine Adresse und eine Telefonnummer.
Stimmt nicht. Ich habe bspw. für mein Erotik-Vornamen mein Pseudonym im Papyrus-Autoren-Club angegeben. Die kennen meinen Klarnamen und meine Adresse. Ergo kann ich das Pseudonym im Impressum (Buch, Webseite, Facebook ...) verwenden, wenn ich die Autoren-Club-Adresse dazu angebe. Dort ist die Ladungsfähige-Adresse für das Pseudonym hinterlegt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 28. Dezember 2016, 14:56:34
@Miezekatzemaus
Für mich liegt bei "Winter" das Problem, dass es mehrere Autoren mit diesem Namen gibt. Es ist durchaus ein schöner, nicht allzu ausgefallener Name, aber er wäre verbreitet und nicht meins. Der Name soll zwar nicht so klingen, als sei er krampfhaft ausgedacht worden, um besonders zu sein, aber er soll dennoch auf eine Art und Weise einzigartig sein. Wenn man den Namen liest, soll ich damit gemeint sein, und nur ich.

@Eluin
Ich schreibe momentan sehr viel Sci Fi in Richtung Postapokalypse, aber auch Urban Fantasy und seltener sogar einfache Belletristik mit gewöhnlichen Menschen und gewöhnlichen Handlungen. Kommt ganz darauf an, was mir gerade im Kopf herumschwirrt. Ich lege mich da - leider - überhaupt nicht fest, was ich schreiben möchte und werde.

Zitat von: Faye
Was haltet ihr eigentlich von Initialen, oder ist es besser den Namen ganz auszuschreiben? Also z.B. K.S. White oder Katherine White (ist nur ein Beispiel)
Ich persönlich mag Initialien vor allem, weil sie neutral sind. Man kann nicht direkt sagen, es ist ein Autor oder eine Autorin und anhand dessen über das Werk urteilen. Es heißt ja, dass Autoren in gewissen Genres ernster genommen werden, als Autorinnen. Und es kann auch nett klingen, wenn man an J.K Rowling, C.S Lewis oder J.R.R Tolkien denkt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 28. Dezember 2016, 15:00:00
Die Kombination aus dem Nachnamn "White" und nur zwei Initialen anstelle des Vornamens würde ich nicht verwenden, weil das schon zu viele andere gemacht haben. Spontan fallen mir da T.H. White und E.B. White ein, beide ziemlich bekannt. Dieses Feld ist beackert und sollte vermieden werden. Nichts gegen Initialen - aber bitte mit anderem, unverbrauchten Nachnamen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 28. Dezember 2016, 15:01:58
@Eluin Ja, klar, oder man darf den Stammverlag angeben oder bezahlt einen Autorenservice... Sowas ust eher die Ausnahme. Die meisten Autoren geben eben ihre Daten an. Ich wollte die Posterin jetzt auch nicht mit Informationen erschlagen, wenn nicht ganz klar ist, ob sie das meinte, was ich heraus gelesen habe.
Dialog ist schöner ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Eluin am 28. Dezember 2016, 16:24:49
@Fianna da helfen dann aber auch keine Falschinformationen, dass der Klarname drin stehen MUSS. Gerade bei der Suche nach einem Pseudonym, wenn man eben den Klarnamen vermeiden WILL. ;)

@Silberfuchs willst du denn alle Genres unter dem gleichen Namen bedienen? Ich bspw. schreibe Fantasy usw. unter meinem Klarnamen, werde aber Erotik (mir geht es da primär drum, dass Leute, die keine Erotik wollen (oder sollen - Alter), nicht plötzlich einen Erotikroman in der Hand haben, weil sie falsch geguckt haben) unter einem Pseudonym schreiben. Wenn du so viel unterschiedliches schreibst, kann ich mir auch vorstellen, dass du unter anderen Pseudonymen veröffentlichst. Aber ansonsten: Was könnte denn zu der breiten Masse deiner Genres passen? Mit den Initialen und einem "Standardnamen" stimme ich allerdings Maja zu.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 28. Dezember 2016, 16:51:29
@Eluin
Ich hatte gar nicht daran gedacht, einfach mehrere Namen zu nehmen. Das macht aber natürlich Sinn.

Laut Faye war das ohnehin nur ein Beispiel, oder nicht?  ???

Ich habe die letzte Stunde damit zugebracht, auf Amazon und anderen Seiten zu schauen, wie die Autoren so heißen. In Richtung Postapokalypse und Fantasy klingen die Namen auf jeden Fall anders, wie im Bereich Belletristik. Fantasy ist eher männlich angehaucht, Belletristik wird ganz klar von Frauen geführt. Und da ist eine "Jessica Winter", da kann ich Winter auf jeden Fall schon einmal vergessen.  ::)
Somit ist mir dann wichtig, dass ich zumindest im Bereich Fantasy einen Namen finde, der geschlechtsneutral ist. Ich muss mal schauen, was es so für Namen gibt, die zu beiden Geschlechtern passen. Im Bereich Belletristik bleibe ich dann beim weiblichen Namen.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Eluin am 28. Dezember 2016, 16:55:52
Du wolltest doch "Wynter" - und schau mal, wie viele andere Autorennamen durchaus häufiger vorkommen. Solange du nicht Jessica als Vornamen wählst, dürfte das doch kein Problem machen? Ich finde es aber auch spannend, wie viele Namen es so gibt.

Ich werde im Erotikbereich unter Talea Winther unterwegs sein. Bislang noch nichts direkt in der Richtung gefunden. Ähnlichkeiten wird es immer wieder geben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Faye am 29. Dezember 2016, 19:55:27
@Silberfuchs
Ja das war tatsächlich nur ein Beispiel. Ich wollte nur mal wissen, was ihr generell von Initialen haltet, da es im Bereich Fantasy nicht selten ist. Und ich denke, genauso wie Eluin, dass Wynter ja etwas anderes ist, ich denke nicht, dass es da zu Verwechslungen führen würde.

Ich habe jetzt noch ein bisschen überlegt und bin bei den Anfangsbuchstaben K und W geblieben, da es auch meine richtigen Anfangsbuchstaben sind.
Ich hatte erst den Nachnamen 'Weidenbach' ins Auge gefasst, dann aber direkt zwei Autoren mit diesem Namen gefunden. Nun bin ich nach längerem Suchen zu 'Weiers' gekommen.
Woran denkt ihr bei diesem Namen als erstes? Meint ihr für das Genre Fantasy wäre 'Kaira Weiers' oder 'K.S. Weiers' passend?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Smootch am 01. Januar 2017, 18:06:27
Für das Genre, in dem du dich bewegen möchtest, würde ich "Kaira Weiers" bevorzugen, weil mir der Vorname einfach sehr gefällt und es mich freuen würde, ihn auf einem Buchcover zu lesen. :)
"Kaira" lässt mich spontan an eine hochgewachsene, tapfere Elbenprinzessin denken. Aber wenn ich an den Nachnamen denke, habe ich ehrlich gesagt kein bestimmtes Genre im Kopf. Es könnte zu allem passen, was derzeit auf dem Markt im Umlauf ist; von Science-Fiction bis hin zu historischen Romanen wäre es überall angenehm zu lesen und nicht fehl am Platze.

Was mich angeht, würde ich mir auf jeden Fall ein Pseudonym zulegen. Ich mag meinen richtigen Nachnamen nicht besonders, weil er so gewöhnlich klingt und öfters zu hören ist. Und wenn ich mir vorstelle, ihn auf einem Buch lesen zu müssen ... nein, das würde ich nicht wollen.
Darüber hinaus mag ich es, mein wahres Wesen - ich drücke es jetzt mal so aus - hinter einer Maske zu verschleiern und in andere Rollen zu schlüpfen. :versteck: Dass ich später höchstwahrscheinlich in einem Beruf arbeiten werde, mit dem ich das Schreiben nicht in Verbindung bringen möchte, ist natürlich ein zusätzlicher Punkt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sonnenblumenfee am 03. Januar 2017, 22:24:36
Ich muss bei "Weiers" an den Weiher denken und habe damit gleich eine naturverbundene, leicht mystische Assoziation. Passt also durchaus zu Fantasy generell, finde ich. Dabei gefällt mir auch Kaira Weiers besser als K. S. Weiers. Bei letzterem stört mich, dass am Ende vom Vornamen und am Ende des Nachnamens beide male ein S steht - das klingt für mich nicht so gut.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Anjana am 04. Januar 2017, 07:13:48
Also bei Kaira Weiers habe ich sofort eine Assoziation zu Kay Meyer im Kopf, nur halt "falsch geschrieben". Das fänd ich persönlich jetzt eher etwas ungünstig, da Kay Meyer ja schon sehr bekannt ist.
Zudem empfinde ich Weiers als nicht wirklich stimmig, so dass ich da sofort an ein Pseudonym denken würde. Das muss nicht schlimm sein, aber der Name klingt für mich irgendwie einfach sehr künstlich. (Was nicht heißt, dass es den Namen nicht sogar gibt. Es gibt ja die absurdesten Namen^^)
Dasselbe wäre bei K.S. Weiers der Fall. Gerade im Krimi/Thriller-Bereich scheint mir das häufig der Fall zu sein, um das Geschlecht der Autorin zu verschleiern.

Allerdings denke ich auch, dass viele Leser sich darüber gar keine Gedanken machen. Und bei anderen Autoren besteht immer die Möglichkeit, dass sie etwas für ein Pseudonym halten und da wird auch jeder eine andere Meinung/Assoziation haben. Wenn dir der Name also (langfristig) gefällt, ist das die wichtigste Vorraussetzung, denke ich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 04. Januar 2017, 15:23:22
Mir gehts anders herum so: Kaira emfinde ich als künstlich, Weiers widerum geht (auch wenn mir unbekannt).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Laina am 04. Januar 2017, 15:54:09
Jemand aus meiner Schule heißt Weiers. Ich finde eher die Zusammensetzung aus Vor- und Nachname künstlich/ weniger schön, weil Kaira und Weiers so unterschiedlich klingen. Daher finde ich K.S. Weiers schöner. Bei der Variante denke ich auch eher an Fantasy.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 06. Januar 2017, 14:06:36
K.S Weiers finde ich persönlich ganz gut, auch für das Genre. Von Kaira Weiers bin ich allerdings nicht der große Fan, da die Zusammensetzung von Vor- und Nachname sehr künstlich klingt. Kaira ist ein durchaus schöner Name, aber er klingt auch fast schon zu sehr nach Pseudonym. Weiers hingegen ist ein ganz gewöhnlicher, meiner Meinung nach zu allem passender Nachname.

Ich selbst war die letzten Tage vermehrt auf der Suche nach geschlechtsneutralen Namen. Ganz normal wäre ja "Alex", aber ich kann mich mit dem Namen absolut nicht anfreunden. Ganz schön hingegen finde ich Chris, der in Amerika zumindest als neutraler Name gilt, sowie Chresten, der mir persönlich aber etwas zu fremd klingt. Und ich habe mich derweil gegen Wynter entschieden, da der Name schlichtweg schon zu oft verwendet wird. Ob es Winter oder Wynter oder Winther ist, es gleicht einander. Inspiration fand ich nun während einer Zugfahrt, doch kann man so einfach Ortsnamen als Nachnamen für ein Pseudonym nehmen?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 06. Januar 2017, 17:17:05
Ortsnamen als Nachname sind sogar ein natürlicher Prozess. ;D Mir fällt natürlich adhoc kein Beispiel ein, aber warum nicht. Borsdorf bspw. ist eine Stadt in Sachsen, ich kannte aber auch mal jemanden, der so mit Nachnamen hieß. Du kannst ja auch einen Kunstnamen draus machen (siehe Gisander) oder dir selbst etwas zusammenbasteln, das wie ein Ortsname klingt.
Sicherhaltshalber würde ich aber dennoch gucken, ob der Ortsname als Nachname auch tatsächlich Verwendung findet sonst musst du dich wohl wohl oder übel darauf einstellen, öfter gefragt zu werden, warum du diesen Ortsnamen als Namen gewählt hast oder wie es dazu gekommen ist (wenn die Leute davon ausgehen, dass es dein natürlicher Name ist). Oder sie fragen dich stupide, ob du aus dem Ort stammst. (Je nach Ortsgröße wäre das ja was womit man sich schmücken könnte, so eine berühmte/er Tochter/ Sohn der Stadt.)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 06. Januar 2017, 18:14:28
Spontan fallen mir aus dem Freundes- und Bekanntenkreis die Nachnamen Meschede und Mecklenburg ein, bzw. noch zwei weitere, die zu Tintenzirklern gehören. ;D Also ja, in der Realität gibt es häufig Ortsnamen als Nachnamen, also wüsste ich nicht, warum man die nicht auch für ein Pseudonym verwenden können sollte. :) Wobei Zits Gedanken zu dem Thema auch gut sind. Wenn man nicht wirklich so heißt, besteht natürlich die "Gefahr", das die Leute nachfragen, warum man sich ausgerechnet für diesen Ort als Namen entschieden hat ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: MynaKaltschnee am 24. Februar 2017, 10:50:32
Ein gutes Beispiel für einen Künstlernamen, der von einem Ort abgeleitet würde, wäre Theo Lingen (Fans alter deutscher Komödien dürften ihn kennen). Er hieß eigentlich Franz Theodor Schmitz, benannte sich aber nach dem Ort Lingen (Ems), der Geburtsstadt seines Vaters.

Ich schreibe unter zwei Pseudonymen, Myna Kaltsschnee (hauptsächlich) und Emma Escamilla. Die beiden Pseudonyme bedienen unterschiedliche Genres, Myna steht für Düsteres und Fantastisches, während Emma sich Liebe und Erotik widmet. Ich wollte da eine Trennung, deshalb arbeite ich mit zwei Pseudonymen. In meinen Personalausweis sind beide aber nicht eingetragen. Falls ich irgendwann mal erfolgreich sein sollte, kann ich mir das immer noch überlegen aber momentan finde ich es nicht sinnvoll.

Allerdings sind beide Pseudonyme offen, also ich weise sowohl auf Mynas als auch auf Emmas Blog auf das jeweils andere Pseudonym hin.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Trippelschritt am 24. Februar 2017, 11:20:10
Ich schreibe ja, wie einige von euch wissen, unter dem Pseudonym Wolf Awert, weil es eine schrulle von mir ist, Namen mit Geschichten zu verbinden. Das mache ich auch gern in meinen Büchern.

Wolf ist ein teil meines richtigen Namens
Awert soll associativ an avert oder avetere erinnern, einen alten Abwehrzauber

Awert hat auch den Vorteil, dass es in Regalen oben links steht, wo man zu suchen beginnt.

Wenn ich den Wolf rückwärts lese, kommt flow dabei heraus
Und wenn ich den Awert ein wenig mische wird er zu Water
Und Flow(ing) water war mein Forchungsschwerpunkt in meinem ersten Leben.

Any questions?  :ätsch:

Liebe Grüße
trippelschritt
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: MynaKaltschnee am 24. Februar 2017, 18:36:51
Wow, Trippelschritt, du hast dir bei der Wahl deines Pseudonyms ja richtig viele Gedanken gemacht. Das finde ich sehr cool.  :jau:

 Ich habe eigentlich nur auf den Klang geachtet und darauf, dass es noch keine anderen Autoren mit dem Namen gibt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 24. Februar 2017, 18:46:24
Bei mir war es aus einer Laune heraus und weil mein Forennick irischen Ursprungs ist. Dann kam die Welle mit den irischen Pseudonymen und ich hab mich geärgert. Aber ich bin stur und behalte "meinen" Namen weiter.

Als Thriller-Pseudonym habe ich meinen abgekürzten Real-Vornamen und den Mädchennamen meiner Oma genommen. Kann man gut aussprechen, hoffentlich gut merken plus: es ist eine Alliteration.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rabengetint am 31. März 2017, 01:38:22
Die Frage "Pseudonym oder kein Pseudonym" stellt sich mir allmählich auch. Erstens sind auf der Buchmesse meine Vorstellungen von Veröffentlichung ein ganzes Stück konkreter geworden. Zweitens werde ich mir eine neue Website basteln, da meine bisherige Impressums-Platzhalter-Seite prinzessinnenundraben.de down ist (gut, ich könnte die alte Domain wieder registrieren, aber früher oder später...). Drittens schreibe ich gerade Bewerbungen und weiß nicht, in welche RL-Jobs es mich noch so verschlägt.

Für meinen bürgerlichen Namen spricht:
- Er ist denkbar einfach (6 Buchstaben Vorname, 5 Buchstaben Nachname, keine Umlaute o.Ä.)
- Er ist international verwendbar, gaukelt aber keine andere Nationalität vor
- Ein männliches oder extra amerikanisches Pseudonym ergibt bei meiner Schreibe eh keinen Sinn
- Der Vorname ist in meinem Netzwerk (YT, Twitter, reales Leben...) schon ein paar Leuten bekannt
- Mit dem Vornamen kann man keine coolen Wortspiele machen, also kann ich gleich beim echten Nachnamen bleiben
- Es wirkt authentischer
- Es ist insgesamt weniger umständlich, Schreiben und Veröffentlichen ist Stress genug

Gegen meinen bürgerlichen Namen spricht:
- Er wird ständig falsch geschrieben, sowohl der Vorname als auch der Nachname
- Und gerade weil er so kurz und einfach ist, macht es das total schwierig, z.B. per Google gefunden zu werden
- Die Bücher wären für immer mit dem Realnamen verknüpft, egal, in welchem Kontext ich real auftrete
- Die Themen, über die ich schreibe, sind auch nicht ganz ohne (Psychiatrie, LSBTI, Rassismus, Sexualität aus weiblicher Perspektive...)
- Wenn das erste Buch floppt oder einen Skandal lostritt, ist nicht irgendein Pseudonym verbrannt, sondern der reale Name
- Ein Pseudonym kann auch etwas ausdrücken, ein Genre, ein Wortspiel, eine Verbundenheit mit irgendwas
- Spätestens wenn ich in mehreren Genres schreibe, brauche ich mehrere Namen

Aktuell überwiegt stark der Gedanke "Ist mir zu umständlich" und "Wenn ich mich mit [realer Vorname] vorstelle und mein Buch unter [Pseudo-Vorname] [Pseudo-Nachname] zu finden ist, verwirrt das doch alle".

Die Diskussion gab es bestimmt schon 1000x, aber ich mache mir gerade so meine Gedanken...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 31. März 2017, 02:46:41
:) Ersteinmal: Du gehst überlegt an die Sache ran und hast schon viele Punkte angesprochen, die nicht ohne sind. Wenn du im Thread zurück blätterst, wirst du erkennen, dass das auch die Fragen sind, die uns alle igrendwann mal bedrücken. (Das ist kein Vorwurf sondern soll dich eher beruhigen. ;) )

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ich mir anfangs keine Gedanken um ein Pseudonym gemacht habe und deswegen die erste VÖ unter meinem Realnamen publiziert wurde. Aber als ich da so den Namen auf dem Cover sah, gefiel mir das nicht. Ich weiß nicht, woran das lag, vielleicht, weil ich gerne zwischen mir als Schriftsteller und als 08/15-Bürger trenne. Was ich sagen will: Vielleicht machst du ein Experiment und druckst/ malst einmal beispielhaft ein Cover mit deinem Realnamen und einem Pseudonym und dann lässt du die Sache auf dich wirken als wäre das wirklich so ein finales Cover und völlig fremde Leute würden dich mit den Namen ansprechen, nach Autogrammen fragen oder dich auch beschimpfen und übelste Verisse schreiben oder gar bedrohen. Bereitet dir eine Variante davon besonders des Namens wegen Bauchschmerzen oder ist dir unangenehm? Oder kannst du bei einem Namen mit all den Fällen besser leben als mit dem anderen Namen?

Zitat
- Und gerade weil er so kurz und einfach ist, macht es das total schwierig, z.B. per Google gefunden zu werden

Je nachdem, was du beruflich anstrebst, kann das auch von Vorteil sein. Bei mir ist es leider so, dass der Verlag keine gute Reputation hat weswegen ich ganz froh bin, dass es meinen Nachnamen wie Sand am Meer gibt. Bzw. pflege ich auch meinen öffentlichen Namen auf keinerlei öffentlichen Seiten außer es muss gesetzlich sein, um bei meinem Brotberuf keinerlei Angriffsfläche zu bieten.

Zitat
"Wenn ich mich mit [realer Vorname] vorstelle und mein Buch unter [Pseudo-Vorname] [Pseudo-Nachname] zu finden ist, verwirrt das doch alle".

Wen verwirrt das konkret?
Deine Leser würden dich unter deinem Pseudonym kennen und du würdest auch unter Pseudonym im Zusammenhang als Autor auftreten (bei Lesungen o.ä.). Du stellst dich dann nicht mit realem Namen vor sondern behandelst das Pseudo wie einen realen Namen.

Zitat
- Es wirkt authentischer

Ich denke, dass sich viele Leser auch bewusst sind, dass Autorennamen nicht immer echt sind, und ob man authentisch ist hängt eher mit dem Auftreten und Agieren drumherum zusammen als mit dem Namen. (Wenn man jetzt nicht unbedingt Pseudonyme wie Kassandra Krähennest anpeilt. ;D Andererseits gibt es auch reale Namen, die nicht-real wirken. Karin Slaughter ist, glaube ich, kein Pseudonym.)

 
Zitat
Der Vorname ist in meinem Netzwerk (YT, Twitter, reales Leben...) schon ein paar Leuten bekannt
- Mit dem Vornamen kann man keine coolen Wortspiele machen, also kann ich gleich beim echten Nachnamen bleiben

Das ist ein Hindernis aber kein Grund. ;D Ich weiß nicht, wie viele nun "ein paar" sind – sofern du aber keine VÖ hast oder sonst medienwirksam in Erscheinung getreten bist, denke ich, dass sich der Name noch locker ändern lässt. Du kannst natürlich auch überlegen, ob du ein offenes Pseudonym führst, da hätte es dann keinerlei Einfluss, wenn Leute dich mit deinem privaten Vornamen ansprechen. Nagel dich nicht darauf fest, dass dein Vorname für deine öffentliche Person in Stein gemeißelt ist. Pseudonyme müssen ja auch keine coolen Wortspiele sein sondern im besten Fall zum Genre passen.

Zitat
- Es ist insgesamt weniger umständlich, Schreiben und Veröffentlichen ist Stress genug

Was ist an einem Pseudonym umständlich? Was ist daran stressig? Hier im Forum benutzt du doch auch einen Nickname, ohne dass es dir scheinbare Mühe bereitet?

Zitat
- Er wird ständig falsch geschrieben, sowohl der Vorname als auch der Nachname

Dann ist es doch kein so einfacher Name. ;) Ist er denn leicht auszusprchen und zu merken, also irgendwie melodisch?
Google ist aber auch lernfähig. Kann mir vorstellen, dass je nach Bekanntheitsgrad und Sprachregion die richtige Schreibweise auch als Suchvorschlag irgendwann auftaucht. Andererseits ist Google auch stark personalisiert (selbst ohne Google-Account) sodass ich denke, dass die Suchmaschine von selbst die richtige Schreibweise für bestimmte Nutzer filtert.
Andererseits werden Leser anfangs vermutlich nach dem Buchtitel suchen, und weniger nach dem Autorennamen. Leser interessieren sich idR. (und meiner Erfahrung nach) erst für Autoren, wenn sie mehrere Bücher vom selben Autor gelesen haben. Für den Anfang halte ich also einprägsame und "gut googlebare" Buchtitel für besser als einen zu simplen und eindeutigen Autorennamen.

Unabhängig davon: Für (High) Fantasy finde ich prinzesinnenundraben.de als Seitentitel sehr cool. ;D Im Grunde ist es egal wie deine Internetseite heißt. Meiner Meinung nach sollte sie nur allgemein gehalten sein und bspw. kein Buchtitel sein. Bei gutem Inhalt und Verlinkung macht Google dann den Rest und rankt die Seite auch hoch, wenn man nach deinem Pseudonym/ Namen sucht.

edit:

Das einzige, was meiner Meinung nach gegen ein Pseudonym spricht, ist die Beweisbarkeit, dass man auch die Person ist, die hinter diesem Pseudonym steht. Es also strittig sein könnte, wer ein Werk geschrieben hat.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rabengetint am 31. März 2017, 12:29:46
Hallo Zitkalasa!

Vielen Dank für deine Hilfe. Ja, die Gedanken sind an der Stelle wohl recht universell...

Wen verwirrt das konkret?

So richtig verwirrt es vermutlich nur RL-Leute. Also Familienangehörige und deren Bekannte, oder Leute, die mich noch von Literaturwettbewerben aus der Schulzeit kennen. Mögliche Opfer für Graswurzelmarketing wäre bei meinem aktuellen Roman auch ehemalige Therapiebekanntschaften und Therapeuten. Aber das ist natürlich nur ein Bruchteil der Zielgruppe.

Zu wie viel Verwirrung es auf YT und Twitter führt, weiß ich nicht. Da ich ja eh ein ganz kleines Licht bin, merken sich meinen Namen nur die Leute, die mit mir zu tun hatten, nicht aber deren Zuschauer ("und dann tagge ich noch Miriam vom Kanal prinzessinnenundraben"). Auf der Buchmesse habe ich mich laufend mit "Ich bin prinzessinnenundraben" bzw. mit "Ich bin das Rabengekraechz" vorgestellt. Ich denke halt, wenn die Leute in irgendeinem Kontext meinen Namen sagen würden, dann eher den, den sie schon kennen.

Andererseits: Bei den Lieblingsautoren gibt es einen, der als Vanessa Mansini (oder so ähnlich) schreibt und der saß auf der Leipziger Buchmesse auch bei mehreren Selfpublishing-Talkrunden dabei. Da denkt man sich ja, dass der gute Mann nicht in echt so heißt. Ich habe mir den echten Namen trotzdem nicht gemerkt.

Unabhängig davon: Für (High) Fantasy finde ich prinzesinnenundraben.de als Seitentitel sehr cool. ;D

Oh, danke!

Dann ist es doch kein so einfacher Name. ;) Ist er denn leicht auszusprchen und zu merken, also irgendwie melodisch?

Ich kann es ja auflösen: Ich heiße Miriam Debus. Man könnte meinen, das sei ein denkbar einfacher Name.

Das heißt, die Leute schreiben mit ungefähr 50%iger Wahrscheinlichkeit "Mirijam" (ich bin doch keine Marmelade, ey), sonst irgendeine Variante von Miriam/Mirjam/Myriam/Mariam (ok, das sind immerhin existierende Namen, aber man könnte ja mit der einfachsten anfangen). Aus dem Nachnamen wird dann Weber/Ebers/Debers ("Gut, Frau Ebers, dann haben Sie den Termin..." - "Nein, Debus, Deh, Eh, Beh, Uh, Ess" - "Frau Debers, Termin um 10Uhr" - *beißt in Tischkante*). Inzwischen bin ich dazu übergegangen, mit "Deh Eh wie Deutschland und Bus wie das Verkehrsmittel" zu buchstabieren. Aber wenn ich will, dass andere Leute meinen Namen per Mundpropaganda verbreiten, funktioniert das nicht.

- Und gerade weil er so kurz und einfach ist, macht es das total schwierig, z.B. per Google gefunden zu werden

Je nachdem, was du beruflich anstrebst, kann das auch von Vorteil sein. Bei mir ist es leider so, dass der Verlag keine gute Reputation hat weswegen ich ganz froh bin, dass es meinen Nachnamen wie Sand am Meer gibt. Bzw. pflege ich auch meinen öffentlichen Namen auf keinerlei öffentlichen Seiten außer es muss gesetzlich sein, um bei meinem Brotberuf keinerlei Angriffsfläche zu bieten.

Also, wenn man meinen Namen richtig schreibt, dann findet man mich schon. Es gibt außer mir noch so ein, zwei Leute mit der Vorname-Nachname-Kombi in meiner Altersgruppe, aber "wie Sand am Meer" ist das nicht.

Sprich: Der Personaler, der meine Bewerbung auf dem Tisch liegen hat, googelt "Miriam Debus" und findet Drachenkopfelfen mit Borderlinestörung - die potentielle Leserin, die meinen Namen nur gehört hat, googelt "Mirijam Weber" findet mich nicht. Hätte ich einen Namen mit 17 Buchstaben und die Leute schrieben drei davon falsch, dann würde der richtige Name eher vorgeschlagen. Plus, die Leute kämen vielleicht selbst auf die Idee, die Schreibweise zu variieren. Aber wenn sie überzeugt sind, "Wenn ich Weber höre, muss es Weber sein", dann... tja. Vielleicht nenne ich mich einfach Miriam Nichtweber...

(Wenn man jetzt nicht unbedingt Pseudonyme wie Kassandra Krähennest anpeilt. ;D Andererseits gibt es auch reale Namen, die nicht-real wirken. Karin Slaughter ist, glaube ich, kein Pseudonym.) [...] Pseudonyme müssen ja auch keine coolen Wortspiele sein sondern im besten Fall zum Genre passen.

Gut, wie das Pseudonym ggf. aussehen soll, ist die nächste Frage. Also ob es etwas sein soll, was ein normaler deutscher Name sein könnte, oder ob es ruhig albern sein darf. Mein Youtube-Aprilscherz letztes Jahr war, das Buch "Die Wesen" von Gina R.R. Tonick aus dem WAYNE Verlag vorzustellen. So macht man Fantasy-Bestseller!

A propos Bestseller: Mal angenommen, ich werde so richtig berühmt. So mit millionenschwerer Verfilmung und Übersetzung in jede lebende Sprache der Welt. Dann will ich doch, dass da mein realer Name draufsteht. Der Name, unter den meine Grundschullehrerin geschrieben hat, ich soll meine Figur nicht Herzog von Loch-im-Kopf nennen! Ha! - Aber ich glaube, für die Art von Karriere schreibe ich nicht die richtigen Bücher. Und selbst deutsche Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach oder Kai Meyer kennt ja außerhalb der lesenden Community niemand.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: MynaKaltschnee am 02. April 2017, 21:54:53
@Rabengetint

Ich weiß ja, dass viele Gründe für ein Pseudonym sprechen, aber Miriam Debus finde ich einen sehr schönen Namen. So heißt nicht jeder und ich könnte mir den Namen gut auf einem Buchcover vorstellen.

Dass man Miriam falsch schreiben kann, stimmt. Aber willst du dir dann wirklich einen "einfacheren" Namen als Pseudonym zulegen, obwohl du so einen schönen Realnamen hast? Mhmm.. fände ich irgendwie schade.

Auf der anderen Seite könnte ich es verstehen, wenn du deine Privatsphäre schützen möchtest und deshalb unter Pseudonym schreibst. Das tue ich ja selbst auch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Rabengetint am 03. April 2017, 21:39:38
@MynaKaltschnee: Schöner Name, da sagst du was. (Das ist eins dieser Komplimente, wo ich nie weiß, wie ich darauf reagieren soll. Danke? Ist ja nicht mein Verdienst.) Eigentlich ist es ein super Name für eine Fantasyautorin. Wenn nur die Leute nicht immer zu sehr an andere Namen denken würden...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dino am 28. April 2017, 10:58:30
Hallöchen ihr Lieben,

mir stellt sich so langsam (sehr langsam) auch die Frage, ob ich meinen Klarnamen nutzen möchte oder ein Pseudonym. Mal davon abgesehen, dass wie Rabengetint schon geschrieben, hat man gerne seinen eigenen Namen auf dem Bestseller sehen möchte ;D, tendiere ich aktuell zu einem Pseudonym. Stellt sich nur die Frage welches / was für eins und da hatte ein Kollege von mir eine Idee die ich wirklich schön finde: Julia Suricata
Zur Erklärung, Julia ist mein richtiger Vorname, Erdmann wäre der Nachname dazu und Suricata beschreibt die Familie der Erdmännchen *grins*. Den Klang finde ich schön, auch wie der Name aussieht nur hatte @Eluin  angemerkt, dass er ggf. schlecht einprägsam ist und als Abkürzung "Surica" vorgeschlagen, den ich nicht schlecht finde, aber auch nicht so schön wie Suricata.

Wie ist hier eure Meinung? Findet ihr den Namen ungeeignet und / oder schwer einzuprägen? Zumindest die Verwechslungsgefahr ist hier doch relativ gering gehalten :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 28. April 2017, 11:05:09
Hallo Dino,

ich würde Rabengetint zustimmen: Surica ist einprägsamer als Suricata. An sich klingt aber beides für meinen Geschmack etwas zu phantastisch. Ich persönlich finde "Allerweltsnamen" ja meist ansprechender. So spontan hatte ich überlegt, ob man aus "Erdmann" nicht recht leicht ein "Bauer/Baur" machen könnte, wobei ich auch verstehen könnte, wenn dir das dann wieder zuuu normal erscheint. Wikipedia sagt übrigens, dass der Name Erdmann ursprünglich von Ertmar kommt und Maar berühmt heißt, vielleicht wäre ja auch "Julia Maar" etwas für dich?
Nur als ein paar Gegenvorschläge, Begründung steht ja oben ;)

Alles Liebe,
caity
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Trippelschritt am 28. April 2017, 16:45:08
Mir gefallen als Leser immer die Pseudonyme, denen man nicht anmerkt, dass es Pseudonyme sind. Sonst kommt bei mir immer der Verdacht auf, dass dieser Autor versucht, sich mit seinem Namen interessant zu machen. Ich möchte aber, dass er sich durch seine Geschichten interessant macht. So wie Richard Cowper zum Beispiel. Da wäre ich ie auf die Idee gekommen, dass das ein pseudonym ist. Oder Robin Hobb. ei ihr habe ich erst beim Lesen vermutet, dass es sich um eine Autorin handelt.

Liebe Grüße
Trippelschritt
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 28. April 2017, 16:57:02
Oh, ich finde die Herleitung toll, das hat eindeutig was. :vibes: Ich wäre auch eher für Surica als für Suricata. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die Leute Surica auch mit K schreiben würden, weshalb man dann das C wahrscheinlich immer extra ansagen müsste. Das fände ich nicht so dramatisch, aber das ging mir als einziger Kritikpunkt durch den Kopf. "Maar", also caitys Vorschlag, finde ich übrigens auch sehr schön.

Ich schreibe gerade ein Buch, dass ich niemals unter meinem Realnamen veröffentlichen würde. Es steht zwar im Moment sowieso nicht zur Debatte, es irgendwo einzureichen, denn es ist noch nicht einmal beendet, aber ich denke gerade über die Pseudonymfrage nach und dachte, ich wende mich mal an euch.
Was das Genre angeht: Nun. Der Name sollte romantikkompatibel sein, aber nicht nur auf Romantik ausgelegt - da steckt noch Krimi mit drin, beim Rest, der nach dem Prequel kommt, außerdem ganz leichte Urban Fantasy-Elemente.
Ich habe gerade die letzten Seiten des Threads gelesen und bin dabei darauf gestoßen, dass ich offenbar mal Kirsch als Nachnamen gut fand - was in meinen Augen wohl zur Romantik passen würde, was für mich aber nicht recht mit Krimis geht, Kirsch ist also eigentlich raus. Als Nachnamen kam mir von Bargen in den Sinn. Den Namen habe ich mir nicht ausgedacht, den gab es bis vor drei Generationen in meiner Familie, ich finde ihn schön, klangvoll und ein bisschen besonders, aber trotzdem noch simpel genug aus aussprechbar. Da steckt allerdings ein von drin, klar - nur Bargen finde ich nicht so reizvoll, das klingt für mich nach einem Allerweltsnamen und das von ist auch im Ursprung dabeigewesen.
Was den Vornamen angeht: Dazu bräuchte ich aber wohl etwas zum Auflockern, denn von Bargen klingt doch recht ernst. Da bin ich unschlüssig. Grundsätzlich finde ich Namen wie Katharina oder Charlotte schön, aber die lockern den Nachnamen nicht in der Form auf, die ich da gerne hätte. Dann war ich bei Ida. Das mag ich abgekürzt nicht, das soll aber auch nicht abgekürzt werden.

Habt ihr noch andere, passende Vornamensideen, die auch zur Romantik passen? Richtig überzeugt bin ich von Ida nämlich selbst nicht. Was haltet ihr vom Nachnamen? Kann man das machen, ist das zu ernst?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dino am 28. April 2017, 21:29:19
Danke schon mal für eure Rückmeldungen.
@caity wie ein Allerweltsname klingt es tatsächlich nicht. Weder in der Urform, noch gekürzt und die Problematik mit der Schreibweise k statt c (oder umgekehrt) ist mir an der Stelle auch schon in den Sinn gekommen. Seufz. Ich hatte mir nie über die Namen von Autoren Gedanken gemacht, erst recht nicht ob sie dazu dienen Aufmerksamkeit zu generieren :gähn:

Der Vorschlag "Julia Maar" gefällt mir gut. Ein kurzer, einprägsamer Name der mich noch dazu an das Sams erinnert ;D. Danke für die schöne Idee, der kommt auf jeden Fall in die nähere Auswahl.

So zu @Miezekatzemaus :
Kirsch passt bei der Kombi wirklich nicht so toll, das klingt ziemlich blumig.
Bei "von Bargen" könnte es Probleme geben einen Vornamen zu finden, der wie du sagtest auflockert aber dabei nicht zu lang ist, da der Nachname schon eine gewisse Länge hat. Katharina oder Charlotte finde ich in dem Zusammenhang eher altbacken als auflockernd. Ida ist an sich ein schöner Vorname klingt in Kombination "Ina von Bargen" meines Erachtens aber irgendwie merkwürdig. Uff ich glaube ich finde die Kombi relativ schwierig. Als Vornamen finde ich Mia noch schön. Der klingt jugendlich und frisch. Ansonsten bin ich relativ ratlos.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Miezekatzemaus am 28. April 2017, 21:37:47
Ich habe gerade noch ein bisschen nach Namen geschaut. Was ich noch recht auflockernd finde: Lilo? Und ein Name, in den ich mich beim Lesen spontan verliebt habe: Nanna. Aber lockert das noch auf? Nanna wäre natürlich sehr nah an meinem Realnamen, Anna, was ich so aber nicht schlimm fände.
@Dino, mit Mia kann ich mich nicht recht anfreunden, aber danke für den Vorschlag. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Mailor am 28. April 2017, 21:49:40
@Dino : Julia Maar gefällt mir auch recht gut. Obwohl ich es fasst griffiger finden würde, wenn du nur die letzten 3 Buchsteben deines Vornamens nehmen würdest, also Lia Maar oder auch Lia Suricata (find ich auch nicht schlecht).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 28. April 2017, 22:07:35
@Mieze: Lilo und Nanna klingen für mich eher nach Kinderbuch.  :hmmm:  Bei van Bargen kann ich dir zustimmen, das klingt toll, finde ich. Wie wäre es mit Bergen statt Bargen, wenn dir Bargen nicht so gefällt?  :knuddel:

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 28. April 2017, 22:23:17
Suricata klingt für mich japanisch, wenngleich es vermutlich leitinischen Ursprungs ist.
Zu Maar: Gab es da nicht schon eine Fantasy-Autorin? (Abgesehen von Paul Maar.)

@Miezekatzemaus

"von Bargen" erinnert mich an "von Schirach" und würde ich daher eher in der Thriller-/Krimi-Ecke vermuten. So wirklich romantik-kopatibel scheint mir das nicht zu sein.
Wobei Anna von Bargen trotzdem passend klingt. Auf der einen Seite der weiche Vorname, auf der anderen das adelige Von-und-Zu, was alles und nichts bedeuten kann. Ich mein, hei, Adelsromane wären für den Namen doch super! ;)

Lilo erinnert mich stark an Lilo & Stitch, Nanna ist doch eher die englische Variante die eigene Oma anzureden, oder? Zu so einem deutschen Nachnamen wie "von Bargen" finde ich das nicht so passend. :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 16. September 2017, 22:02:55
Hallo zusammen,

ich möchte für Romance-Projekte gern ein englisches Pseudonym und habe mir als Nachnamen bereits Noble ausgesucht. Nur finde ich keinen Vornamen, der in der Verbindung nicht zu kitschig klingt. Meine bisherigen Überlegungen/Favoriten:

Rose Noble
Elisa Noble
Dina Noble
Nora Noble

Donna kommt nicht in die Tüte, falls jemand direkt daran denken muss. ;D

Hättet ihr ein bisschen Senf für mich?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 16. September 2017, 22:22:10
Da Noble sehr kurz ist, fände ich einen längeren Vornamen besser, weshalb mir Elisa auf Anhieb am Besten gefällt. Außerdem hab ich aus Dina direkt Diana gemacht und ich finde, Diana Noble klingt auch sehr schön, könnte aber schon zu sehr wie Donna klingen.

Edit: Ich habe gerade Slenderellas Post gesehen und ich finde, Catherine Noble hat etwas schön Elegantes.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Slenderella am 16. September 2017, 22:22:27
Von deinen finde ich Elisa am Besten.
Sonst würden mir noch Jane, Susan, Holly oder Catherine dazu gefallen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 16. September 2017, 22:47:05
Es gibt doch schon eine sehr bekannte englischsprachige Romance-Autorin, die bei Lyx veröffentlicht hat, Kate Noble.
Ich finde, am besten passt Elisa.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 17. September 2017, 22:23:18
Ach, na guck. Da war ich mit meiner Recherche wohl nicht besonders erfolgreich.  :-\

Elisa gefällt mir auch vom Klang. Mir geht es um den Bezug zu meinem Nachnamen, beim Nachnamen des Pseudonyms. König - Noble.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 18. September 2017, 00:47:44
Noble finde ich schwierig, die Bücher von ihr wurden auch übersetzt und sie ist ziemlich bekannt. Ich meine, hey, ich kannte sie! Und ich lese sehr wenig in dem Genre.

Mit King und Royal gibt es zumindest im englischsprachigen Kindle Autorinnen dieser Pseudonyme, sind eben relativ naheliegende pen names für Regency oder Ähnliches...  :-\
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dino am 18. September 2017, 07:59:08
Was ist denn mit Reign? Ich habe zumindest auf Anhieb keine Autorin gefunden die so heißt (nur eine Pornodarstellerin, falls das stört ;D)
Elisa Reign klingt ganz gut, finde ich.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 18. September 2017, 22:31:22
Reign ist mir gerade in Verbindung mit Elisa klanglich zu nah an Amelia Reyns von Nycra. :)

Hm, schwierig.. dann überlege ich mal weiter. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: criepy am 18. September 2017, 23:10:41
Wie wäre es sonst mit etwas mit "High"? Von Highness als Anrede? Ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 18. September 2017, 23:35:56
Wie wäre es sonst mit etwas mit "High"? Von Highness als Anrede? Ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt.
Klingt zu sehr nach Drogen. Kiffer-Literatur ist sicher das letzte, mit was Nuya assoziiert werden will.

Noble mit zweisilbigem Vornamen erinnert mich zu sehr an Donna Noble aus Doctor Who. Vielleicht ein bisschen um die Ecke gedacht - wie siieht es aus mit Stirling? In Stirling wurden traditioniell die schottischen Könige gekrönt, das hat für mich etwas sehr erhabenes (man denke nur Stirling Silber), ist aber noch nicht so abgenudelt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 19. September 2017, 00:09:01
Da denkt man direkt an Lindsay Stirling, aber mit e (wie Sterling Silber) finde ich es gut.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: July am 19. September 2017, 00:46:32
Stirling oder Sterling finde ich auch sehr schön. Dazu würden dann auch Nora oder Rose als Vornamen sehr gut passen.

Die Ähnlichkeit zu Lindsey Stirling würde mich an deiner Stelle absolut nicht stören. Lindsey Stirling ist als Musikerin bzw. Violinistin sowieso in einem ganz anderen Bereich tätig.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Peftrako am 19. September 2017, 07:49:20
Rose Sterling wäre dann frei übersetzt die "tadellose Rose"  :jau:

Klingt nach einem passenden Künstlernamen für deine Romance-Projekte.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 19. September 2017, 13:43:08
Das klingt wirklich schön und Rose mag ich auch sehr. :jau: Ich überschlafe das nochmal.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 20. September 2017, 02:06:33
Rose Sterling finde ich schön :). Auch die Kombination Eliza Sterling hätte was, finde ich.

Vielleicht ist es ein wenig früh über ein Pseudonyme nachzudenken, wenn noch nichts ernsthaft auch nur in die Nähe einer Veröffentlichung gekommen  ist. Allerdings habe ich an ein paar kleineren Schreibinitiativen unter dem Namen Sylvie DyNell teilgenommen. Findet ihr den Namen für Fantasyliteratur o.k., oder wirkt er zu "überkanditelt"?
Ich kann noch nicht einmal mehr sagen, wie ich auf den Namen gekommen bin, so lange schleppe ich den schon mit mir rum.

Noch bin ich zwar ein wenig unsicher, ob ich überhaupt ein Pseudonym verwenden soll, aber wenn, dann möchte ich mich so bald wie möglich an den Namen gewöhnen. Wenn er mir, wenn es darauf ankommt, nicht vertraut ist, könnte ich mich vermutlich sonst kurzfristig nicht damit identifizieren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 20. September 2017, 02:17:18
Der Name Sylvie DyNell hat durchaus Klang, aber er schreit "Ich bin ein Pseudonym!". Es wirkt nicht wie ein echter Name, und "DyNell", mit dem großen Binnen-N, passt zu keiner Nomenklatur - bei "DeNell" könnte man noch meinen, dass es vielleicht irgendwie einen französischen Ursprung hätte, aber Dy ist als Vorsilbe völlig ungebräuchlich. Wenn du den Namen verwenden möchtest, rate ich dir zu überlegen, ob du die Schreibweise nicht in "Dynell" änderst. Das ist ein existierender Name, und es wirkt dann zwar immer noch wie ein Pseudonym, aber ein realistischeres.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 20. September 2017, 02:28:09
Oh noch eine Nachtschwärmerin  :winke:

Ja, da hast Du absolut Recht. Hm, ja Dynell ginge auch, warum nicht. Dass die ganze Kombination aber trotzdem  stark nach "ich bin ein Pseudonym" aussieht, stimmt leider auch. Das muss ich mir noch überlegen, ob mich das stört.
Ich hatte auch schon an Barbara Fuchs gedacht (mein 3. Vorname und der Mädchenname meiner Oma), die Kombination passt aber finde ich so gar nicht zu Fantasy.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 20. September 2017, 02:38:21
Hehe, ich bin hier die Obernachtschwärmerin. ;D Das halbe Forenleben geht an mir vorbei, weil ich tagsüber schlafe und nachts wach bin. Freue mich immer, wenn ich dann nicht die einzige unterwegs bin!

Je besser ein Name "zu Fantasy passt", desto eher sieht er aus wie ein Pseudonym, das passend zum Genre gewählt wurde. "Barbara Fuchs" ist ein guter Name, unter dem man so ziemlich alles veröffentlichen kann. Den würde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. (Und mit dem Mädchennamen deiner Oma hast du Glück - meine hieß vor der Hochzeit Knüppel, das ist nicht so pseudonymstauglich, und die andere Manfraß, das ist nicht viel besser).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fianna am 20. September 2017, 02:43:46
Wäre doch super für Thriller  :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 20. September 2017, 03:13:23
Barbara Fuchs klingt flott und knackig. Ich kann mir darunter auch durchaus Fantasy vorstellen - warum nicht? :)

Generell finde ich es nicht schlimm, wenn ein Name nach Pseudonym aussieht. Erstaunlich viele bürgerliche Namen sehen nach Pseudonym aus - mein eigener übrigens eingeschlossen, ich wurde schon öfters darauf angesprochen. ;)

"Dy" hat mich als Vorsilbe irrtiert, aber wenn der Name auf einem Cover stünde, würde ich sie vermutlich nicht großartig hinterfragen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Solmorn am 20. September 2017, 09:40:36
Und wenn dir Babara Fuchs zu "normal" klingt, könnte man auch irgendeine schöne Übersetzung für Fuchs finden. Barbara Lisjak klingt auch nicht schlecht, finde ich (Slowenisch). Oder Barbara Volpe (Italienisch).

Ich habe da auch schon lange ein Pseudonym im Hinterkopf, weil ich meinen Nachnamen nicht mag. Stauch klingt weniger nach Fantasy als eher nach einer Onomatopoesie aus einem schlechten Comic. Außerdem werde ich sowieso überall mit Strauch angesprochen.
Den Vornamen Erik würde ich lassen (höchstens in Eric umwandeln) und als Nachname schwebte mir Lindálon vor; das elbische Wort lindale (für Musik) ein bisschen verhunzt. Ich vermute aber, dass das auch viel zu sehr schreit, ein Pseudonym zu sein...  :(
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dämmerungshexe am 20. September 2017, 09:51:04
@Solmorn - Eric Lindal oder Lindahl fände ich sehr schön. Hat etwas nordisches und ist vom Klang her nicht allzuweit entfernt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Nuya am 20. September 2017, 11:47:23
Barbara Fuchs finde ich super, das klingt einfach echt.

Und für Eric wäre doch Lind auch schön - gleichlang und es hat Klang.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 20. September 2017, 13:09:53
Barbara klingt für mich als Vornamen zu altbacken, da würde ich eher was anderes suchen. Gerade in Verbindung mit Fuchs-Varianten aus anderen Sprachen. Das wirkt in Kombination auf mich sehr sperrig.

Ansonsten stimme ich Hexe zu: Erik Landahl (wenn nordisch, dann auch mit k ;D) gefällt mir auch vom Klang her sehr. Erwarte ich gleich Thriller/ Krimi/ Horror. Schnelle Recherche hat ergeben, dass ein berühmter schwedischer Ökonom teilweise so hieß.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 20. September 2017, 17:05:29
Hehe, ich bin hier die Obernachtschwärmerin. ;D Das halbe Forenleben geht an mir vorbei, weil ich tagsüber schlafe und nachts wach bin. Freue mich immer, wenn ich dann nicht die einzige unterwegs bin!
Ohja, DAS kenn ich. Im Urlaub liegt meine aktive Zeit meist so zwischen 6 und 6 ... und damit meine ich von 6 Uhr machmittags bis 6 Uhr morgens und nicht etwa umgekehrt  ;D


Es wäre vermutlich echt mal interessant die bekannteren Autorennamen in der Hinsicht zu hinterfragen - aber das habt ihr hier sicher schon mal gemacht, oder?

Dass Barbara Fuchs so gut ankommt überrascht mich nu aber wirklich. Ich werds mir merken :)

In Verbindung mit Lisjak fände ich Annie glaube ich ganz schön.

Ich sollte mir eine Liste machen, sonst vergesse ich die ganzen Anregungen bis ich sie brauche wieder. Danke euch!


Wenn man die Sache mit den Sprachen bei Strauch anwendet, kommen auch ganz interessante Sachen raus. Z.B. das ungarische 'cserje', da ließe sich Eric Ceserje draus machen.
Eric Lind finde ich persönlich sehr eingänglich. Klingt gut und kann man sich hervorragend merken.


Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 20. September 2017, 17:31:31
Barbara klingt für mich als Vornamen zu altbacken, da würde ich eher was anderes suchen.
Was heißt altbacken? Es geht nicht um den Namen für ein Baby. Nur weil der Name heute für Neugeborene unüblich ist, darf eine Autorin ohne weiteres so klingen, als wäre sie über dreißig Jahre alt. Da ist nichts Ehrenrühriges dran. Ich hatte mehrere Barbaras in der Schule. Sie sind heute erwachsen. Sie dürfen Bücher schreiben, und es können gute Bücher sein. Ich denke nicht, dass man als Autorin unbedingt klingen muss, als wäre man ein Teenager. Und die Barbaras, Andreas, Nicoles von damals müssen sich ihrer Namen nicht schämen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 20. September 2017, 17:51:32
Barbara Fuchs klingt super! Wie ein echter Mensch und trotzdem gut zu merken und zu schreiben.  :jau: Lisjak und Volpe haben aber auch einen guten Klang, wobei Volpe mir noch eine Spur besser gefällt, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 20. September 2017, 23:27:07
Beruhig dich, Maja. Ich kann Namen immer noch empfinden wie ich möchte. Wenn du daraus  ein abfälliges Statement über alle Menschen machst, ist das nicht mein Problem sondern sagt mehr über dich aus. Außerdem finde ich es unhöflich von dir, mir eine solche weitreichende Ansicht aus der Aussage zu unterstellen. Lies nicht mehr raus als dort steht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 21. September 2017, 00:33:40
Ich persönlich, als Über-Vierzigjährige, empfand es durchaus als beleidigend für mich und meine Generation, wenn es als etwas Nachteiliges angesehen wird, wird ein Mensch meiner Altersgruppe zu heißen. Wenn es nicht beleidigend gemeint war, um so besser, aber "altbacken" ist wirklich kein positives Wort und unterstellt eine Muffigkeit, etwas Angeömmeltes, das man nicht haben möchte. Es enthält, zumindest unterschwellig, die Gleichung alt = will man nicht.

@Yasrena, um deren Pseudnoym es hier geht, ist, wie ich gerade nachschauenderweise ihrer Vorstellung entnommen habe, um die 50. Mit 50 darf man heißen wie eine Fünfzigjährige. Im Gehenteil, ich fände Namen wie Lea, Melina, Merle unpassend, so hipp sie auch sein mögen. Wir wollen nicht die Namen unserer Eltern oder Großelterngeneation haben - Gerda, Renate, Mechthild & Co. Aber wir wollen auch nicht zu Namen genötigt werden, die unsere eigenen Töchter sein könnten.

Ich bin, was das angeht, ja eine untypische Vertreterin der Generation '75 - ich habe einen Namen, der damals ganz und gar ungebräuchlich war, aber heute (oder zumindest vor ein paar Jahren) stark in Mode und auf den Vornamens-Hitlisten ganz oben. Aber es ist nicht in meinem Sinne, dass die Leser dann denken "Na, älter als 20 wird die wohl nicht sein" - im besten Fall hat der Name etwas Zeitloses, im schlechtesten Fall kann ihn eh kein Mensch richtig schreiben. Da muss ich mit leben. Aber es ist mein Name, und ich hänge einfach zu sehr an ihm, als unter Pseudonym veröffentlichen zu wollen, wenn ich nicht dazu gezwungen bin.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: canis lupus niger am 21. September 2017, 10:30:07
Liebe, @Maja, ganz sicher wollte @Zitkalasa nicht den Namen Barbara an sich als "altbacken" verunglimpfen, und schon gar nicht die realen Menschen, die diesen Namen tragen.
Hier geht es ja nur um die Wahl eines Pseudonyms, das die Zielgruppe möglichst positiv ansprechen soll, das Erwartungen wecken soll, ebenso wie das durch einen Buchtitel und ein Cover gewollt ist. Und da ist es natürlich möglich, dass ein Name für diese Wirkung zu "altbacken" auf die anzusprechende Lesergruppe wirkt, die durchaus aus Teenagern bestehen kann.  :knuddel:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: chaosqueen am 22. September 2017, 08:40:04
Nur kurz zum "altbacken": Die Babies heutzutage heißen entweder nach irgendwelchen Fantasyfiguren (ich habe schon einen Legolas getroffen ...) oder nach ihren (Ur-)Großeltern. In meinem Umfeld gibt es Fritz, Otto, Hermann, bei den Mädchen haben sich die klassischen Namen mehr durch alle Generationen gehalten, da waren auch vor hundert Jahren Anna, Sara(h), Katharina und Julia schon modern.
Sollte ich irgendwie doch noch ein Kind bekommen, hieße sie nach meiner Oma (Lissy). Bei einem Jungen wären auch die eher klassischen Namen hoch im Kurs. ;)

Ich kenne interessanterweise Barbaras in der Altersspanne von weit über 70 bis runter zu unter 30. Mein eigener Vorname scheint Mitte der 80er ausgestorben zu sein (Susanne), ich empfinde ihn selber als etwas altertümlich, mag ihn aber.

So kann man altbacken halt auch verstehen: Ein Name, der zur Zeit nicht gebräuchlich ist. Wie Maja sehe ich es aber auch so, dass der Name in einem Pseudonym total gut aufgehoben ist - für eine Protagonistin, die jetzt in ihren Teenagerjahren ist, würde ich ihn nur verwenden, wenn der Name auch thematisiert wird (entweder steht sie stolz dazu, den Namen ihrer Tante / Oma / Patentante zu tragen, oder sie muss sich permanent dafür rechtfertigen etc.).

Romane von Barbara Fuchs würde ich definitiv in die Hand nehmen. Es klingt interessant, nicht nach Pseudonym und nach genug Lebenserfahrung, um durchdachte Romane zu schreiben (womit ich nicht pauschal allen jungen Menschen absprechen will, gut zu schreiben!).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Immortal am 22. September 2017, 08:59:04
Ich finde es wahnsinnig interessant, dass manche ein Pseudonym dem echten Namen vorziehen, weil es den Leser besser anspricht. Mir mangelt es da garantiert an Professionalität, aber ich glaube, dass ich wollte, dass mein Name auf den Büchern steht, die veröffentlicht werden. Erotikromane jetzt einmal außen vor, aber so etwas schreibe ich sowieso nicht.

Ich könnte mir aber bei meinem Vornamen (Anna) durchaus vorstellen, dass er untergeht und nicht wirklich hängen bleibt. Wie chaosqueen schon schrieb gehört er zu den Namen, die seit 100 Jahren immer wieder vorkommen und ist übrigens auch der beliebteste der letzten 100 Jahre. Deshalb hat er eventuell keinen großen Wiedererkennungswert, würde aber zu High Fantasy und Urban Fantasy passen, oder zumindest nicht komisch wirken. Schwieriger dagegen würde es mit meinem vollen Namen (Anna-Lena), den kaum jemand gebraucht und den nur der engere Bekanntenkreis kennt, werden. Er war der beliebteste Vorname 2002 also gut zehn Jahre nach meiner Geburt und ich finde, dass der höchstens zu irgendwelchen Teenager-Liebes-Romanen passen würde. Er ist nun einmal nicht so zeitlos, auch wenn es ihn zu Beginn der 90er gar nicht gab (ich habe kein einziges Kind in meinem Alter damals kennen gelernt und heute gibt es pro Kindergartengruppe drei Anna-Lenas), aber diese Doppelnamen sind für mich irgendwie typisch für Ende 90er/Anfang 00er, weshalb sie irgendwie unseriös wirken, zumindest bei den kurzen Zweisilbern. Und das ist genau der Punkt, weshalb ich ein Buch von einer Merle oder Lea wahrscheinlich auch erst einmal mit leichtem Misstrauen begegnen würde.

Barbara heißt meine Mama und Fuchs ist mein allerliebster Nachname. So habe ich meine Sims immer getauft.  :vibes: Ich finde gar nicht, dass Barbara altbacken wirkt, sondern eher seriös und intelligent und ist mein Favorit. Bei den anderen tut man sich doch schon beim Schreiben schwer.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: canis lupus niger am 22. September 2017, 10:01:39
Ich finde es wahnsinnig interessant, dass manche ein Pseudonym dem echten Namen vorziehen, weil es den Leser besser anspricht. Mir mangelt es da garantiert an Professionalität, aber ich glaube, dass ich wollte, dass mein Name auf den Büchern steht, die veröffentlicht werden.
Das geht mir ganz genau so.  ;D Dabei bin ich mir sicher, dass ein männliches Pseudonym meine Bücher besser verkaufen würde.  ::)

Aus meiner Sicht würde Barbara Fuchs tadellos für historische Fantasy-Romance passen (vergleichbar Ini Lorenz), aber gar nicht z.B. für Urban-Fantasy-Romance mit der Zielgruppe weiblicher Teenager.   
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: July am 22. September 2017, 11:20:59
Ich finde es wahnsinnig interessant, dass manche ein Pseudonym dem echten Namen vorziehen, weil es den Leser besser anspricht. Mir mangelt es da garantiert an Professionalität, aber ich glaube, dass ich wollte, dass mein Name auf den Büchern steht, die veröffentlicht werden. Erotikromane jetzt einmal außen vor, aber so etwas schreibe ich sowieso nicht.

Ich liebe meinen Namen und ich liebe meine Geschichten. Trotzdem würde ich nicht jede von ihnen unter meinem Klarnamen veröffentlichen. Und nein, ich schreibe keine Erotik.

Der Grund ist einfach der, dass ich eine ganz bestimmte Vorstellung davon habe, welche Art Roman mit meinem Namen verknüpft werden soll. Das sind in erster Linie Geschichten aus meiner Gaslichtfantasy-Welt, die sich definitiv an ein erwachsenes Publikum richten. Nicht, weil ich ganz viel über Sex und Gewalt schreibe, sondern weil meine Protagonisten alt sind, oftmals zu alt für einen Jugend- oder All-Age-Roman, und weil sie Beziehungen führen, die ich direkt benennen und explizit darstellen möchte, ohne Rücksicht auf junge Leser.

Nun habe ich aber auch einen sehr harmlosen All Ager auf der Festplatte. Natürlich ist das Gerne auch hier wieder Fantasy, allerdings spielt er in unserer Welt zur heutigen Zeit und meine Protagonisten sind Jugendliche, die trotz aller Magie um sie herum ein jugendliches Leben führen, inklusive Schulstress, erste Beziehungen, nervige Eltern usw. usf. Wenn ich diese Geschichte veröffentlichen würde, dann definitiv unter Pseudonym. Das hat dann aber nichts damit zu tun, dass ich meinen echten Namen von diesem Buch fernhalten möchte, sondern eher andersrum damit, dass ich will, dass mein echter Name bei meinen Lesern einzig und allein mit meinem Gaslichtuniversum und den zugehörigen Geschichten assoziiert wird und bleibt.

Na ja, und wenn mein Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche schon ein Pseudonym abbekommen muss, dann kann ich dieses Pseudonym auch gleich der Zielgruppe anpassen. Das ist dann aber eher ein netter Nebeneffekt und weniger der Hauptgrund für die Entscheidung "Pseudonym - Ja oder Nein?"
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Solmorn am 22. September 2017, 17:24:37
Ups, da sind ja einige Antworten auf meine Anfrage gekommen... Tut mir leid, dass ich nicht eher antworte, ich war zuletzt voll mit meinem Nebenjob beschäftigt und dann auch noch krank :hatschi:
Spontan gefällt mir Eric Lindahl oder Landahl am besten - und @Zitkalasa nordisch hin oder her, ich kann dieses k in meinem Namen einfach nicht leiden. Das sieht geschrieben einfach plump und grobschlächtig aus; mit c finde ich es viel eleganter.

Danke auf jeden Fall für die vielen Ideen! :vibes:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 23. September 2017, 02:00:37
Ach Du liebe Güte, da habe ich ja was logetreten mit meinem Dritt-Namen.
Vorne weg ganz wichtig - ich finde Barbara zwar selbst nicht unbedingt altbacken, ich fühle mich dadurch aber auch nicht persönlich beleidigt, wenn jemand es so sieht. Es gibt schließlich auch Namen, die ich ganz schrecklich finde, die Person dahinter aber dafinitiv nicht - z.B. ist das bei einer ganz lieben Freundin so. Ich finde es außerdem merkwürdig genug, dass ich drei Vornamen habe und irgendwas muss man doch mal damit anfangen können ;).
Ansonsten ganz ganz lieben Dank für eure Gedanken zu Barbara Fuchs! Er steht jetzt auf meiner "mögliche Pseudonyme Liste" ganz oben. Gut, die Liste ist nicht besonders lange, aber immerhin.

Ich finde es wahnsinnig interessant, dass manche ein Pseudonym dem echten Namen vorziehen, weil es den Leser besser anspricht.

Das ist auch eigentlich gar nicht der Hauptgrund dafür, dass ich mir Gedanken über ein Pseudonym mache. Mir geht es vielmehr um meinen Arbeitgeber und vorprogrammierten Ärger, falls ich je etwas unter meinem Klarnamen veröffentlichen würde. Ich weiß, es darf den AG eigentlich nichts angehen und das ginge auch nicht von unserer Personalabteilung aus, aber ich kenne die Einstellung meines Oberchefs dazu ziemlich gut. Der Mann hat nicht nur nen Stock im A**** sondern eine komplette Mammutkiefer. Würde ich jetzt irgendetwas Richtung "Fachliteratur" von mir geben, wäre das vielleicht gerade noch erträglich. Ein Roman und "noch dazu Fantasy"*, das ginge gar nicht. Leider sind einige meiner KollegInnen da ganz seiner Meinung, weshalb ich mir die Reaktionen schlicht und einfach ersparen möchte.
Aber WENN ich deshalb schon ein Pseudonym suche, dann soll es halt wenigstens eines sein, dass sowohl zum Genre als auch zu mir passt, etwas mit dem ich mich auch längerfristig identifizieren kann.

* Das waren einmal auf einer Weihnachtsfeier seine Worte, als er sich darüber ausgelassen hat, welchen "Schrott" seine Tochter liest ::).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 23. September 2017, 02:10:48
Ich würde das Thema gerne von der Pseudonym-Diskussion loslösen und ein eigenes draus machen - schließlich betrifft es nicht nur freigewählte Pseudonyme. Was machen Autoren, die Horst oder Uschi heißen mit ihren aus der Mode gekommenen Namen? Sind die gezwungen, sich nur deswegen ein Alias zuzulegen, weil niemand heute sein Kind mehr so nennen würde? Und was passiert, wenn als die Kevins und Chantals entdecken, dass sie zum Schreiben geboren sind?

Thread dazu folgt. :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Höllenpfau am 23. September 2017, 06:07:21
Ich hätte da auch noch eine Frage: Darf man seinem Pseudonym einen (akademischen) Titel wie “Dr.“ geben den man selbst nicht hat?
Theoretisch könnte ich mich ja auch Freiherr Theodor Carl Graf von und zu Greifenstein nennen, der Adel ist ja abgeschafft und diese “Titel“ sind quasi optionale Namensteile.
Aber wenn mein Pseudonym Prof. Dr. med. vet. Lutz Viehfeld heißt, täusche ich dann etwas vor oder ist das erlaubt?

In meinem Beispiel hab ich natürlich etwas übertrieben, aber nur nen Doktor voranstellen? Oder zum Beispiel auch Dr. statt überhaupt einem Vornamen?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: FeeamPC am 23. September 2017, 14:27:27
Ich könnte mir vorstellen, dass das tatsächlich Ärger gibt. Vor allem, wenn es z.B. über einem medizinischen Ratgeber steht, und die Leute dann falsch Fachkenntnisse voraussetzen.
Andererseits, wenn ich einem Vornamen wie Drusilla nehme, und den abkürze ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 23. September 2017, 14:57:27
Doktortitel haben in einem Pseudonym nichts verloren. Selbst wenn sie rechtmäßig erworben sind: Akademische Ränge gehören nicht aufs Cover. Noch nicht mal auf medizinischen Fachbüchern findet man akademische Ränge. Und die Katalogisierrregeln sehen vor, dass wenn jemand doch unbedingt seinen Titel auf die Titelseite mitnehmen muss (gilt für Adel wie Akademiker), dass dieser Titel nicht in den Katalogeintrag übernommen wird.

Und ja, es ist illegal, einen Titel zu führen, den man nicht hat. Das nur beiläufig.

@FeeamPC
Die Abkürzung für Drusilla ist "D.". Und das ist selbstverständlich erlaubt. Selbst wenn man Drusilla Ramona heißt, darf man das mit D. R. abkürzen. Aber ausgerechnet auf Dr. kommt man dabei nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 23. September 2017, 18:55:10
Abgesehen davon, dass es verboten ist, kann das auch sehr schnell sehr peinlich werden, wenn im Text dumme Fehler anfallen, die selbst ein Ersti aus dem jeweiligen Fach erkennt.

Irgendwelche Schleichwege über Suggestionen zu suchen ist ebenfalls verboten, also bitte ganz schnell wieder vergessen.

Warum willst du denn überhaupt vorgeben, du hättest einen akademischen Titel, den du nicht hast, @Höllenpfau ?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 23. September 2017, 23:51:09
[Total bibliothekarisches OT :engel: ]

Doktortitel haben in einem Pseudonym nichts verloren. Selbst wenn sie rechtmäßig erworben sind: Akademische Ränge gehören nicht aufs Cover. Noch nicht mal auf medizinischen Fachbüchern findet man akademische Ränge. Und die Katalogisierrregeln sehen vor, dass wenn jemand doch unbedingt seinen Titel auf die Titelseite mitnehmen muss (gilt für Adel wie Akademiker), dass dieser Titel nicht in den Katalogeintrag übernommen wird.
Ich habe schon öfters Titel wie "Dr." auf Büchern gesehen, selten aber doch zu oft, um es als absolute Ausnahme zu empfinden. Mir fällt da z.B. Dr. Med. Ulrich Strunz ein, der macht das immer (und auch wenn ich die Bücher immer ziemlich Pseudomedizinisch finde, scheint er wohl ein echter Arzt zu sein, also Geschmackssache, ob man das alles so für bahre Münze nehmen will). Aber ich habe auch schon ein "Prof. Dr." auf dem Titel eines Bilderbuches gesehen ...
Nach RDA sollen Titel in der "Verantwortlichkeitsangabe" sogar genannt werden. Aber es gibt ja bei RDA auch das sogenannte "Cataloguers Judgement", was bedeutet, dass ich "ein wenig" Spielraum habe und die Titel in 99% der Fälle trotzdem rausschmeiße. Jaja, die armen Professoren und Doktoren. ;D Nur wenn ich Fremddaten habe, wo die Titel schon drin standen, lasse ich sie drin, weil ich zu faul zum Löschen bin ... ;D Ich habe es halt mal so gelernt und finde die Titel im Katalogdatensatz auch herzlich überflüssig. Aber ich nehme an, die derzeitigen Studis, die RAK nie kennengelernt haben, werden es dann im späteren Berufsleben anders machen.

[/Total bibliothekarisches OT]


Schwieriger dagegen würde es mit meinem vollen Namen (Anna-Lena), den kaum jemand gebraucht und den nur der engere Bekanntenkreis kennt, werden. Er war der beliebteste Vorname 2002 also gut zehn Jahre nach meiner Geburt und ich finde, dass der höchstens zu irgendwelchen Teenager-Liebes-Romanen passen würde. Er ist nun einmal nicht so zeitlos, auch wenn es ihn zu Beginn der 90er gar nicht gab (ich habe kein einziges Kind in meinem Alter damals kennen gelernt und heute gibt es pro Kindergartengruppe drei Anna-Lenas), aber diese Doppelnamen sind für mich irgendwie typisch für Ende 90er/Anfang 00er, weshalb sie irgendwie unseriös wirken, zumindest bei den kurzen Zweisilbern. Und das ist genau der Punkt, weshalb ich ein Buch von einer Merle oder Lea wahrscheinlich auch erst einmal mit leichtem Misstrauen begegnen würde.
Wobei man bedenken muss, dass die Anna-Lenas, die 2002 geboren wurden, den Kindergarten mittlerweile auch schon laaaange hinter sich gelassen haben. ;) In den heutigen Kita- und Grundschulgruppen, die zu mir in die Bücherei kommen, ist mir der Name jedenfalls nicht so besonders aufgefallen. Lina ist dort gerade (immer noch) ganz weit vorne.
Ich kannte mal eine Anna-Lena, die ein paar Jahre jünger war als ich, die dürfte jetzt Ende 20 sein. Die genauen Hitlisten habe ich dazu jetzt nicht im Kopf, gefühlsmäßig hätte ich den Namen jetzt aber mehr zu Anfang der 90er gepackt.  :hmmm: Auf einem Buchcover finde ich Doppelnamen aber generell seltsam. Ich hatte neulich ein Buch von einer "Lea-Lina" in der Hand und dachte direkt, dass die noch nicht lange volljährig sein kann. Neugierig wie ich bin, musste ich das direkt überprüfen und stellte fest, dass die Autorin tatsächlich Jahrgang 1998 ist! Im ersten Moment kam mir das sehr merkwürdig vor, aber je länger ich darüber nachdenke - und auch im Bezug auf die "Barbara"-Diskussion - denke ich, dass es ja nicht schlimm ist, dass einer/m Autor/in am Namen anhört, aus welcher Generation er stammt. Das sagt ja erst mal gar nichts über die Qualität des Buches aus. Und über das Genre ehrlich gesagt auch nicht.
Persönlich finde ich es eh ziemlich albern, das ein Autor für 5 Genres, die er schreibt, neuerdings 5 Pseudonyme braucht. Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist, oder mir nur so vorkommt, aber es kommt mir so vor, als ob diese Sitte erst in den vergangenen Jahren aufgekommen ist und ich finde sie ganz furchtbar. Es gibt ja auch Autoren, die auf sowas verzichten und als Leser schätze ich es sehr, wenn ich den Namen nur einmal bei z.B. Amazon eingeben muss und dann wirklich alle Titel des Autors finde. Abgesehen davon, dass es ja auch die Vielseitigkeit des Autors zeigt, was ich sehr positiv finde. Die einzige Ausnahme ist, wenn man gleichzeitig Kinderbücher und Erotikromane schreibt, da würde ich dann tatsächlich trennen.
Wo ich noch etwas drauf rumgrübele: Vergangene Woche hatten wir Antje Szillat für mehrere Lesungen zu Gast und sie erzählte, dass sie derzeit auch unter einem skandinavisch klingenden, männlichen Pseudonym veröffentlicht (also, das erzählte sie während der Lesung, nicht das jemand denkt, ich würde Geheimnisse ausplaudern, die ich unter dem Siegel der Verschwiegenheit erfahren habe ;) ) und das wohl auch sehr erfolgreich, aber da es ein geschlossenes Pseudonym sei, dürfe sie es nicht verraten. Ich sterbe vor Neugier! :gähn: Und ist ja auch blöd für sie, da sie gar keine Lesungen unter dem Namen machen kann und generell, das niemand weiß, dass sie das ist und sie es nicht offen erzählen kann ...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 24. September 2017, 04:05:33
Es gibt immer Ausrutscher, Leute, die einen Namen bekommen haben, lange bevor er in Mode kam (und nicht nur mich). Bekannte meiner Eltern haben ihre Tochter Arwen genannt. Betont auf der zweiten Silbe, dass es sich auf Arsen reimt. Waren Tolkien-Fans, in den Siebzigern. Habe die Tochter (müsste älter sein als ich) gerade gegoogelt, sie heißt immer noch so, ist Unternehmensberaterin geworden. Man kann nicht immer nur vom Namen auf das Alter schließen. Mein jüngster Bruder heißt Josef, so hieß damals schon niemand mehr und heute erst recht nicht.

Doppelvornamen finde ich nicht so schlimm. Die können ja auch sehr klangvoll sein, wobei ich die Schreibweisen ohne Bindestrich üblicherweise bevorzuge. Aber mir ist noch keiner untergekommen, der freiwillig als Pseudonym einen Doppel-Nachnamen verwendet hätte. Selbst wenn wir alle mit Angela Sommer-Bodenburg aufgewachsen sind - das ist doch ein Trend, auf den man nicht aufspringen möchte. Umgekehrt also: Wenn ihr nicht wollt, dass euer Pseudonym wie ein Pseudonym klingt, wählt einen unhippen Vornamen in Kombination mit einem Doppel-Nachnamen. Hannelore Bircher-Kleinschroth klingt so authentisch wie nur irgendwas und wird allein damit ihre Leser überzeugen. Je hipper und knackiger das Pseudonym, desto unglaubwürdiger wird es auch.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 24. September 2017, 05:27:36
Wie findet ihr das Pseudonym:

Spoiler (click to show/hide)

?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: gbwolf am 24. September 2017, 09:06:52
Mein jüngster Bruder heißt Josef, so hieß damals schon niemand mehr und heute erst recht nicht.
Doch, das kommt auf das Dorf an. Der "Jupp" hier wird bald Zwei. Konservative und religiöse Namen sind durchaus im Kommen.

@Blaurot: Gefällt mir sehr gut. Klingt echt und angenehm.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 24. September 2017, 15:32:54
Es gibt immer Ausrutscher, Leute, die einen Namen bekommen haben, lange bevor er in Mode kam (und nicht nur mich).
Umgekehrt habe ich einen 21-jährigen Bekannten, der heißt Karl und die Schwester einer Arbeitskollegin hat ihre Tochter letztes Jahr Hedwig getauft (so hieß meine Mutter, Jahrgang 30). Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass viele "alte" Namen irgendwann einmal recyclet werden, fast wie bei der Mode. Aber es stimmt schon auch, dass sie immer irgendwie nach der Zeit klingen, in der sie das letzte mal so richtig angesagt waren.

@ Blaurot
Liest sich gut. Mir würde der Name aber ohne das letzte "s" im Nachnahmen besser gefallen
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Anja am 28. September 2017, 18:24:22
Hallo,
da man seinen Namen jetzt ändern kann, habe ich mal meinen richtigen angegeben. Vorher hieß ich wie meine Protagonistin des Buches, an dem ich gerade arbeitete.

Ich schreibe unter Pseudonym, weil das besser klingt, weil es zum Genre passt und weil der Name, den ich mir selbst ausgesucht habe, einfach ein Teil des Buches ist. Er gehört für mich genauso dazu wie der Titel und der Text.

Allerdings hatte ich den wichtigsten Punkt total unterschätzt: Man wird ständig damit angesprochen. Mittlerweile zucke ich zusammen, wenn jemand Anja sagt. In meiner Familie bin ich die Godi (Patentante meines Neffen) und Leser und Kollegen benutzen das Pseudonym.
Also, wenn ihr euch eins zulegt, wählt weise, es wird eure zweite Identität.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 28. September 2017, 19:01:01
Hallo,
da man seinen Namen jetzt ändern kann, habe ich mal meinen richtigen angegeben. Vorher hieß ich wie meine Protagonistin des Buches, an dem ich gerade arbeitete.

Meinst du das jetzt auch auf das Forum bezogen? Dafür haben wir einen eigenen Thread: Mein neuer Name (http://forum.tintenzirkel.de/index.php?topic=328.0) - wäre fein, wenn du die Info da auch noch mal hinterlegen magst, das ist dann weniger verwirrend. Danke! :)

In meiner Familie bin ich die Godi (Patentante meines Neffen)
Ahahaha, und danke dir für die Erleuchtung, jetzt schnalle ich nämlich erst, warum die (sehr wahrscheinlich auch Paten)tante meines Bruders im Tiroler Umfeld als Godl bekannt ist - habe bis jetzt versucht, das von ihrem eigentlichen Namen abzuleiten, aber so ergibt das erst Sinn.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Anja am 28. September 2017, 19:04:27
@Malinche Ja, das geht schnell mit der Godi. Der Kleine soll mich so nennen, und wenn seine Eltern von mir sprechen, bin ich dann natürlich auch die Godi. Jetzt sagt niemand mehr Anja. 

In der Schweiz ist es übrigens die Götti.

Hab in dem Thread die Info ergänzt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 28. September 2017, 20:19:03
Ich schreibe unter Pseudonym, weil das besser klingt, weil es zum Genre passt und weil der Name, den ich mir selbst ausgesucht habe, einfach ein Teil des Buches ist. Er gehört für mich genauso dazu wie der Titel und der Text.
Ich habe einen ähnlichen Ansatz und vergleiche das gern mit Bands und Musikprojekten. :)

Allerdings sind meine Namen nicht so sehr auf Genres abgestimmt, sondern eher auf mich bzw. auf bestimmte Facetten von mir.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 02. Oktober 2017, 10:17:06
Was haltet ihr von:

Spoiler (click to show/hide)
?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 02. Oktober 2017, 12:36:03
@Blaurot : Wie Maja letztens sagte, klingen Doppelnamen immer sehr stark nach Pseudonym. Mir würde selbst "Kassandra Espe" ohne den französischen Anhang sehr gut gefallen! Das hat etwas Mystisches, klingt aber noch echt genug, dass ich nicht überlegen würde, ob die Autorin wirklich so heißt.

Ich überlege im Moment an meinem Thrillerpseudonym herum und ich glaube, ich würde gern meinen echten Vornamen - Katharina - in abgewandelter Form benutzen. Dazu hätte ich gern einen Nachnamen, den man (nord)deutsch und skandinavisch lesen kann, weshalb ich an Rasmussen oder Rasmusen hängen geblieben bin. Der klingt natürlich sehr hart, aber ich mag ihn sehr. Hättet ihr da Ideen oder Anmerkungen für mich?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 02. Oktober 2017, 14:22:22
@ Blaurot - ich muss Charlotte recht geben "Kassandra Espe" klingt in meinen Ohren besser als der Doppelname. Allerdings hatte ich Maja so verstanden, dass ein Doppel-Nachname gerade nicht nach Pseudonym klingt. Es gibt aber ja durchaus auch recht  klangvolle Doppenamen. "Espe-Emelle" finde ich persönlich allerdings ein bissl sperrig.

@ Charlotte - was würdest Du von "Katrine Rasmussen" halten? Wenn es auch ein anderer Nachname sein kann, würde ich "Sundström" schön finden, das klingt etwas weicher. Oder ein ganz kurzer und z.B. in Schweden recht gängier Name wäre "Ek".
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 02. Oktober 2017, 14:33:46
Und wie klingt:

Spoiler (click to show/hide)
in einem Wort?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: FeeamPC am 02. Oktober 2017, 14:38:40
zu sperrig.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 02. Oktober 2017, 14:43:46
Spoiler (click to show/hide)
?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Malinche am 02. Oktober 2017, 14:47:31
Ich glaube, du musst deine Pseudonymvorschläge nicht in Spoiler-Tags setzen, Blaurot. :)

Kassandra Espell gefällt mir vom Klang her übrigens gut. Ich fände es ja noch hilfreich, wenn du dazu sagen könntest, für welches Genre dir das grob vorschwebt. Wir hatten das hier im Thread ja auch schon öfter, dass bestimmte Pseudonyme auch gewisse Erwartungshaltungen ans Genre wecken und deswegen finde ich es schwer, einen Namen so im luftleeren Raum zu beurteilen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 02. Oktober 2017, 14:57:44
Mir gefällt der letzte Name auch gut, Blaurot. :)

Vom Stil her würde ich eher etwas "Gehobenes" erwarten, einem bestimmten Genre würde ich den Namen aber nicht zwingend zuordnen. Vielleicht nicht unbedingt Thriller oder Horror, aber anspruchsvollere Krimis könnte ich mir sogar vorstellen. Fantasy kann ich mir mit dem Namen gut vorstellen, wenn sie nicht unbedingt viel Schlatengedöns enthält.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 02. Oktober 2017, 15:32:27
@Blaurot: Kassandra Espell klingt toll, besser als mit Emelle und auch viel besser als doppelt. Auch, dass Kassandra mit K geschrieben wird, gefällt mir sehr.  :vibes:

@Charlotte: Rasmussen hab ich auch immer als Möglichkeit für ein zukünftiges Pseudonym im Hinterkopf, das klingt einfach irgendwie toll!  ;D  Mir gefällt die Kombination mit Katharina sehr gut, auch ohne Abwandlung. Abgewandelt vielleicht "Katrina", "Karina" oder "Katie"? Vielleicht auch deutlicher anders "Kathleen"?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Layka am 02. Oktober 2017, 15:43:49
@Charlotte, "Katharina Rasmussen" klingt schön, aber mir etwas zu lang, Klecks' Vorschlag "Katrina Rasmussen" würde mir da allein vom Rhythmus her besser gefallen.

@Blaurot, der letzte Vorschlag gefällt mir auch am besten!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 02. Oktober 2017, 15:55:34
Vielen Dank, ihr Lieben, für eure Einschätzungen und Kommentare!  :knuddel:
Mit Kassandra Espell könnte ich mich wirklich anfreunden...
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 02. Oktober 2017, 15:57:57
Oh, ich hab mal den Namen "Katrina Rasmussen" bei Tante gogg´l eingegeben. Einige Eintragungen auf diesen Namen wurden in englisch angezeigt. Es klingt so, dass es sich hierbei auch um einen Künstlernamen einer Künstlerin (Malerin/Zeichnerin) aus Dallas handeln könnte. klick mal hier :buch: (https://fineartamerica.com/profiles/katrina-rasmussen.html)

Bei "Kassandra Espell" gab es keine Treffer.  :no:

LG
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Charlotte am 02. Oktober 2017, 16:07:58
Katrina Rasmussen gefällt mir sehr gut, danke für eure Einschätzungen!  :knuddel: Eine Autorin diesen Namens scheint es noch nicht zu geben, von daher dürfte er auch okay sein.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: criepy am 10. Oktober 2017, 11:18:10
Ich denke seit einiger Zeit über ein Pseudonym nach und da wollte ich mal nachfragen, was ihr von Jules Wallin haltet? Mal Genreunabhängig.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 10. Oktober 2017, 20:26:26
@criepy
Im Grunde finde ich den Namen in Ordnung. Er ist neutral, nicht zu lang und meiner Meinung auch passend zu jedem Genre. Aber ich muss auch zugeben, dass irgendetwas daran mir persönlich nicht so gefällt. Sei es der Vorname Jules zum Nachnamen Wallin oder die Aussprache von "Wallin". Ich hab's spontan englisch ausgespochen, aber da wir im deutschsprachigen Raum sind, würden die meisten es auch deutsch aussprechen. Und da finde ich Jules zum deutschen Wallin nicht mehr so angenehm zusammen.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 10. Oktober 2017, 20:48:32
Irgendwie will mir der Name in dt. Aussprache nicht so recht über die Lippen. Ich glaube persönlich würde mir da Julius Wallin besser gefallen.

Aber doofe Frage - Dein Profilsymbol ist weiblich - warum dann ein männliches Pseudonym? Denn Julia Wallin fände ich echt gut ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 10. Oktober 2017, 21:14:54
Jules kann doch auch als Frauenname genutzt werden. ;) Mir gefällt der Name auch gut. Mit Wallin habe ich aber irgendwie Probleme. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich das jetzt deutsch oder englisch/amerikanisch aussprechen soll.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 10. Oktober 2017, 21:25:44
Aber doofe Frage - Dein Profilsymbol ist weiblich - warum dann ein männliches Pseudonym? Denn Julia Wallin fände ich echt gut ;)

Vielleicht möchte man ein geschlechtsneutrales Pseudonym? Wie Romy sagte, Jules ist neutral. Es heißt, in bestimmten Genres kommen männliche Autoren besser an. Das kann ich, wenn ich in die Regale örtlicher Buchhandel schaue, zwar so nicht bestätigen, da Autoren und Autorinnen gleichermaßen vertreten sind. Aber man denke nur an J.K Rowling oder Robin Hobb, die aus genau dem Grund ein geschlechtsneutrales Pseudonym gewählt haben.

Ich persönlich würde im Fantasy,- und Sci-Fi-Bereich auch eher unter einem neutralen Namen schreiben.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: criepy am 10. Oktober 2017, 23:03:28
Danke für die Einschätzung! Das nicht klar ist, wie man Wallin ausspricht hatte ich gar nicht so auf dem Schirm. Deutsch ausgesprochen klingt das auch wieder nach was ganz anderem. Mir geht doch immer irgendwas durch die Lappen. Hm, da muss ich wohl nochmal grübeln gehen.

@Yasrena Um ehrlich zu sein hat es mich gerade gewundert, dass du Jules als männlich eingestuft hast. Der Name gilt zwar als neutral, aber im deutschsprachigen Raum ist er soweit ich weiß eher für Frauen im gebrauch.  :hmmm:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 10. Oktober 2017, 23:09:23
Hm, mir ist Jules als Vorname bisher noch nicht begegnet im Realen, kenne es aus Filmen auch eher aus der französischen Ecke, oder englischen, und da ist es mir auch eher bei Männern begegnet.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Ilva am 10. Oktober 2017, 23:14:16
Jules würde ich französisch aussprechen, aber Wallin englisch. Das geht für mich nicht sehr gut auf. Von den verschiedenen "L", die so kurz aufeinander folgen, kriege ich einen Knoten in der Zunge. :D Mit "Julian Wallin" hätte ich weniger ein Problem, würde aber alles deutsch aussprechen. Oder einfach nur "J. Wallin"?

@Yasrena Um ehrlich zu sein hat es mich gerade gewundert, dass du Jules als männlich eingestuft hast. Der Name gilt zwar als neutral, aber im deutschsprachigen Raum ist er soweit ich weiß eher für Frauen im gebrauch.  :hmmm:
Ich wusste nicht, dass Jules weiblich sein kann. Der erste Name, der hier bei mir klingelt, ist Jules Verne. Vor allem im Zusammenhang mit fantastischen Büchern.

EDIT: Überschneidung mit Zitkalasa
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Romy am 10. Oktober 2017, 23:25:28
Bei Jules hätte ich zwei weibliche Beispiele, eins aus einer amerikanischen Serie und eins aus der deutschen Realität. In beiden Fällen wird Jules aber als Spitzname verwendet, einmal für Juliette, einmal für Juliane. Von daher denke ich bei Jules eher an eine Frau. Wobei Jules Verne ein sehr gutes Beispiel für einen männlichen Vertreter des Namens ist. Einigen wir uns darauf, dass er unisex ist. ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Layka am 10. Oktober 2017, 23:28:49
Ich kenne Jules persönlich auch nur als Spitzname, einmal für einen Mann (Julian) und einmal für eine Frau (Julia), aber mein erster Gedanke wäre da eindeutig männlich. Weiblich als Nicht-Spitzname kenne ich den Namen nämlich gar nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: criepy am 10. Oktober 2017, 23:46:16
Witzig, ich kenn 2-3 Jules, bei denen es nicht nur der der Spitzname ist. Ich kannte bis eben auch keinen, der das nicht als eindeutig weiblich eingestuft hätte. Jules Verne ist da tatsächlich die Ausnahme, wobei ich eher englische oder deutsche Aussprache gewohnt bin.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Waldhex am 11. Oktober 2017, 06:53:13
Interessant, ein Bekannter (also männlich) von mir heißt Julez.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Tigermöhre am 11. Oktober 2017, 10:14:53
Ich hätte Jules jetzt als eindeutig männlich eingestuft. Und ich musste auch sofort an Jules Verne denken.
Als Spitznamen für Frauen kenne ich nur Jule.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Lukas am 11. Oktober 2017, 13:34:09
Ich denke es kommt sehr stark auf die Muttersprache des Pseudonyms an. Ist es ein "Schül"- oder ein "Dschulz"-Jules? In der öffentlichen Wahrnehmung kommt noch dazu die Zieldemographie in Betracht. Ein junges Publikum wird bei "Jules" primär an die englische Aussprache und eine Frau denken, während einer "gesetzterern" Zielgruppe mit einer höhren Wahrscheinlichkeit  Jules Verne ein Begriff ist und damit die französischen Aussprache die Nase vorn hat. Unter Umständen hat es auch ein kleines bisschen mit Schulbildung zu tun.

@Waldhex: Ist Julez Franzose oder Spanier? Oder macht mein ge"prime"tes Hirn nur aus dem "ez" nur einen typisch spanischen Klang?

BTT: Bei Jules Wallin hätte ich primär an eine Frau gedacht, weil sich "Wallin" für mich englisch ließt. Ich denke, dass der Nachname eine große Rolle bei Geschlechtsneutralität spielt. Es macht ja auch einen Unterschied, ob ich Musik von Andrea Berg oder Andrea Bocelli höre.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sikania am 12. Oktober 2017, 15:51:15
Ich würde mich persönlich jetzt nicht als "gesetzt" bezeichnen, musste aber bei dem Pseudonym auch erstmal an Jules Verne denken und habe deshalb an einen männlichen Autor gedacht. Insgesamt finde ich aber, dass der Name gut klingt.

Wie entscheidet ihr denn, ob ihr ein Pseudonym nehmen wollt? Denn ich schwanke aktuell noch, ob ich eins nehmen sollte, um meine berufliche Karriere nicht zu beeinträchtigen, oder nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 12. Oktober 2017, 17:56:40
Witzig, ich kenn 2-3 Jules, bei denen es nicht nur der der Spitzname ist. Ich kannte bis eben auch keinen, der das nicht als eindeutig weiblich eingestuft hätte. Jules Verne ist da tatsächlich die Ausnahme, wobei ich eher englische oder deutsche Aussprache gewohnt bin.
Naja, als Ausnahme würde ich das jetzt nicht bezeichnen - unter den 26, bei Wikipedia unter dem Namen Jules aufgeführten Personen ist keine einzige Frau. Im Bekanntenkreis haben wir nur einen einzigen Jules und auch der ist männlich. Ansonsten kenne ich echt niemanden mit dem Namen. Bei Spitznamen ist das wieder ganz was anderes, da hatte ich selber auch schon einen männlichen  :D

Aber der Name muss ja Dir gefallen. Nur würde ich ihn dann nicht unbedingt mit Wallin kombinieren, wobei es mir jetzt gar nicht unbedingt um die Anzahl der "l" ginge. Jules Wall, Waal oder auch Walentin(e)* fände ich z.B. besser, sowohl in der engl. als auch in der dt. Aussprache.
*Den Nachnamen Walentin gibt es tatsächlich, ich kannte bis vor kurzem auch nur Valentin, wurde aber eines besseren belehrt.

Wie entscheidet ihr denn, ob ihr ein Pseudonym nehmen wollt? Denn ich schwanke aktuell noch, ob ich eins nehmen sollte, um meine berufliche Karriere nicht zu beeinträchtigen, oder nicht.
Genau so - also ich zumindest. Ich würde mit ziemlicher Sicherheit beruflich Probleme bekommen, deshalb kommt eigentlich nur ein Pseudonym in Frage. Ansonsten würde ich das glaube eher nicht machen - ist aber schwer zu sagen. Wer weiß schon sicher, wie er sich in einer Situation verhalten würde, in der er nicht ist  ;).
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 12. Oktober 2017, 19:05:42
Ich habe letztens festgestellt, dass es eine österreichische Selfpublisherin gibt, die bis auf einen Buchstaben genauso heißt wie ich – und dass es sich bei ihr um ein Pseudonym handelt. Jetzt kann ich nicht anders als angefressen sein und meinen Namen verteidigen/ behalten zu wollen. :rofl: Dabei habe ich immer gesagt, dass ich ein Pseudonym will, um das Schreiben vom Rest gut zu trennen (und weil es weird ist, seinen stinknormalen Namen auf einem Cover zu lesen). Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. :versteck:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sikania am 12. Oktober 2017, 19:21:11

Wie entscheidet ihr denn, ob ihr ein Pseudonym nehmen wollt? Denn ich schwanke aktuell noch, ob ich eins nehmen sollte, um meine berufliche Karriere nicht zu beeinträchtigen, oder nicht.

Genau so - also ich zumindest. Ich würde mit ziemlicher Sicherheit beruflich Probleme bekommen, deshalb kommt eigentlich nur ein Pseudonym in Frage. Ansonsten würde ich das glaube eher nicht machen - ist aber schwer zu sagen. Wer weiß schon sicher, wie er sich in einer Situation verhalten würde, in der er nicht ist  ;).

Na dann was haltet ihr von dem Pseudonym Joanne Marina Hawk (auf dem Cover wär dann wenn man abkürzen darf J.M. Hawk)?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: caity am 12. Oktober 2017, 19:57:40
@Sikania: Wieso denn englisch? "Falk" ginge doch genauso?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sikania am 12. Oktober 2017, 21:19:19
@Sikania: Wieso denn englisch? "Falk" ginge doch genauso?

Ich mag den Klang und es wäre eine Übersetzung meines Nachnamens (Nicht Falke ;) )
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 13. Oktober 2017, 00:25:55
Aus welchem Grund auch immer, würde mir M.J. Hawk besser gefallen als anders herum.
Ich persönlich würde bei einer dt. Schriftstellerin mit dem Namen vermutlich direkt auf Pseudonym tippen, weil er so schön "international" klingt. Ist zwar im Grunde Blödsinn, es gibt genug Menschen mit englischen Namen in Dtl., wundern würde es mich aber vermutlich trotzdem erst mal. Kommt also drauf an, ob es Dich stören würde, dass der ein oder andere vielleicht ein Pseudonym vermuten könnte.
(Geht mir mit meinen beiden, sich bisher in der engeren Wahl befindlichen Pseudonymnamen übrigens genauso - ich weiß einfach noch nicht, ob es mich stören würde ;))

Ich mag den Klang und es wäre eine Übersetzung meines Nachnamens (Nicht Falke ;) )
Sperber? Ich kannte mal eine Familie Sperber in der Nähe von Bad Kreuznach - und es ist der Nachname meines ersten SL-Acconts :D. Ich glaube aber mit Habicht kann mans auch noch übersetzen, oder?

Ich habe letztens festgestellt, dass es eine österreichische Selfpublisherin gibt, die bis auf einen Buchstaben genauso heißt wie ich – und dass es sich bei ihr um ein Pseudonym handelt. Jetzt kann ich nicht anders als angefressen sein und meinen Namen verteidigen/ behalten zu wollen. :rofl: Dabei habe ich immer gesagt, dass ich ein Pseudonym will, um das Schreiben vom Rest gut zu trennen (und weil es weird ist, seinen stinknormalen Namen auf einem Cover zu lesen). Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. :versteck:
Ich glaube ohne den "Druck" wegen dem Job besser ein Pseudonym zu haben, würde es mich irgendwie schon auch freuen, den eigenen Namen auf nem Cover zu sehen. Obwohl es mir andererseits vielleicht auch komisch vorkäme. Und wenn im eher unwahrscheinlichen Falle eines größeren Erfolges dann Leute ankämen, nach dem Motto "Sind sie das etwa?", würde ich vermutlich auswandern  :versteck: - doof, aber ich kenne mich ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sikania am 13. Oktober 2017, 08:10:49
Aus welchem Grund auch immer, würde mir M.J. Hawk besser gefallen als anders herum.
Ich persönlich würde bei einer dt. Schriftstellerin mit dem Namen vermutlich direkt auf Pseudonym tippen, weil er so schön "international" klingt. Ist zwar im Grunde Blödsinn, es gibt genug Menschen mit englischen Namen in Dtl., wundern würde es mich aber vermutlich trotzdem erst mal. Kommt also drauf an, ob es Dich stören würde, dass der ein oder andere vielleicht ein Pseudonym vermuten könnte.
(Geht mir mit meinen beiden, sich bisher in der engeren Wahl befindlichen Pseudonymnamen übrigens genauso - ich weiß einfach noch nicht, ob es mich stören würde ;))
Ich glaube, dass es als Pseudonym erkenntlich ist, wäre mir zumindest aktuell ziemlich egal. Was spricht denn allgemein dagegen, dass es ein "offensichtliches" Pseudonym ist?
Dass dir MJ besser als JM gefällt, ist amüsant, da das tatsächlich die Variante war, die mir auch zuerst einfiel. Ich glaube, das liegt auch daran, dass es die Abkürzung MJ im englischen Sprachraum recht häufig gibt. (Auch bei Rappern, Wanna-be-coolen Kids und Co.) JM gibts da nicht so häufig.

Sperber? Ich kannte mal eine Familie Sperber in der Nähe von Bad Kreuznach - und es ist der Nachname meines ersten SL-Acconts :D. Ich glaube aber mit Habicht kann mans auch noch übersetzen, oder?

Ja, übersetzen kann man es mit mehreren Vögeln und einer der genannten ist es.  :P
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 13. Oktober 2017, 16:23:58
Ich glaube, dass es als Pseudonym erkenntlich ist, wäre mir zumindest aktuell ziemlich egal. Was spricht denn allgemein dagegen, dass es ein "offensichtliches" Pseudonym ist?
Dass der Leser ggf. denken könnte, da steht die Autorin nicht zu ihrem eigenen Werk, weil es ihr vielleicht selbst nicht gefällt. Warum sollte es dann dem Leser gefallen. Zumindest ist das der Grund, den ich mir am ehesten vorstellen könnte.

Dass dir MJ besser als JM gefällt, ist amüsant, da das tatsächlich die Variante war, die mir auch zuerst einfiel. Ich glaube, das liegt auch daran, dass es die Abkürzung MJ im englischen Sprachraum recht häufig gibt. (Auch bei Rappern, Wanna-be-coolen Kids und Co.) JM gibts da nicht so häufig.
Ok, das ist natürlich ein gutes Argument. Wenn ich überlege könnte es vielleicht auch sein, dass das "J" an der 2. Stelle deshalb geläufiger ist, weil es z.T. auch für "junior" steht. Ich weiß, das ist eigentlich nicht richtig, aber ich kenne einen Franz Huber* jun., der oft auch mit Franz J. Huber bzw. F.J. Huber unterschreibt - und nein er heißt definitiv nicht Franz-Josef oder irgendetwas in dieser Art  ;D (*= nicht der echte Familienname). Im Bekanntenkreis haben wir einen J.J., da ist es aber Vor- und Nachname ;).
Aber alles unwichtig, ich weiß ... ok J.M. Hawk ... rein sprachlich finde ich den Übergang von dem Buchstaben "M" zu Hawk etwas schwierig. Könntest Du Dir denn ggf. vorstellen als 2. Namen z.B. etwas mit "T" oder "K" vorne zu nehmen? Btw. generell einen Buchstaben, der in der Lautschrift den Vokal an 2. Stelle hat, das ließe sich einfach besser aussprechen.

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 13. Oktober 2017, 16:45:52
Ich finde es auch absolut nicht verwerflich, wenn ein Autor ein offensichtliches Pseudonym verwendet. Das hat für mich auch nichts damit zu tun, dass man sich von seinem Werk distanzieren möchte oder es selbst als schlecht erachtet oder sich irgendeiner Kritik entziehen möchte. Für mich ist es schlicht die Wahrung von Privatsphäre. Wer meinen richtigen Namen kennt, kann mich eventuell finden. Meinen privaten Facebookaccount oder sogar meine Adresse. Ich persönlich möchte nicht, dass die halbe Welt Zugang zu solchen Daten hat, nur weil der Name auf einem Buchcover steht. Als unbekannter Autor mag das kein allzu großes Problem sein, aber sollte dann ein absoluter Durchbruch kommen und man ist an großer Bekanntheit nicht interessiert, hat man den Salat. Ich möchte mein Privatleben privat halten. Dann kommen natürlich noch solche Umstände hinzu, aufgrund derer man gar nicht unter seinem richtigen Namen schreiben darf. Es gibt so viele mögliche Gründe, weswegen ein Autor ein Pseudonym benutzt und man sollte sich hüten, denjenigen deswegen zu verurteilen.

So soll es doch ein offensichtliches Pseudonym sein. Hauptsache man kann das Buch genießen. :)

J.M. Hawk finde ich persönlich von der Aussprache etwas unschön. Umgekehrt würde es besser klingen, aber da spielt der Punkt eine Rolle, den Yayrena angesprochen hat. Aber muss es unbedingt Vor- und Zweitname sein? Warum nicht einfach J. Hawk oder Joanne Hawk?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Layka am 13. Oktober 2017, 16:58:02
Bei "J.M. Hawk" finde ich sprachlich nicht nur den Übergang von M zu Hawk schwierig, sondern tatsächlich auch den von J zu M, weil man da zweimal direkt hintereinander den "ay/e"-Laut hat. M.J. würde mir da auch besser gefallen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 13. Oktober 2017, 17:47:16
Ich finde es auch absolut nicht verwerflich, wenn ein Autor ein offensichtliches Pseudonym verwendet. ...
Versteh mich da nicht falsch, ich finde es auch keinesfalls verwerflich und war hier ja schon selber auf Namenssuche für ein Pseudonym - wobei die Entscheidung, wie es im Moment aussieht, wohl zwischen Barbara Fuchs und Sylvie Dynell fallen wird. Im Moment tendiere ich zu ersterem. Es ging eigentlich nur darum, was gegen ein "offensichtliches" Pseudonym sprechen könnte - und das einzige was mir dazu einfallen würde, wäre eben eine möglicherweise negative Leserreaktion.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 13. Oktober 2017, 18:07:19
Mein Beitrag war auch gar nicht auf dich bezogen, alles gut.  :engel: Ich hatte aufgrund der Bezeichnung "offensichtliches Pseudonym" nur den Wunsch, meine Meinung dazu kundzutun.

Barbara Fuchs finde ich persönlich auch besser als Sylvie Dynell. Es geht einem leichter von der Zunge. :)

Was sagt ihr eigentlich zu Marie Greif und Alex Smoak?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 13. Oktober 2017, 18:12:28
Marie Greif klingt schön, und echt. Bei Smoak wüsste ich nichtmal wie ich es aussprechen sollte. Es erinnert mich auch ein bisschen an diese amerikanische Eigenheit, dieses jiddische schm- Wörtern voranzustellen, wenn sie sich darüber lustig machen wollen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Silberfuchs am 13. Oktober 2017, 18:21:00
Da musste ich jetzt echt grinsen.  ;D Smoak ist tatsächlich ursprünglich bayrisch und wird wie "Smoke" gesprochen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 13. Oktober 2017, 18:52:55
Marie Greif finde ich auch schön.
Bei Smoak musste ich jetzt auch lachen ... ich dachte mir beim lesen "hört sich bayrisch an mit em 'oa'", konnte es aber nicht zuordnen und hatte den Gedanken dann erst mal wieder verworfen. Alex Smoak ist mit dem Übergang von 'x' nach 'S' aber auch schwierig auszusprechen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yamuri am 13. Oktober 2017, 19:29:39
Für mich kommt eigentlich nur ein Pseudonym in Frage, wobei ich es absolut nicht schlimm finde, wenn man trotz fehlender ausländischer Abstammung beispielsweise bewusst einen asiatischen Namen wählt.
Nur weil man in Europa geboren ist, muss man sich nicht der westlichen Kultur zugehörig fühlen.
Manchmal verbindet einen Menschen mit der Fremde mehr als mit dem Heimatland.
Letztlich ist Heimat dort, wo das Herz ist und das Pseudonym darf durchaus die Liebe eines Menschen zu einem bestimmten Land oder einer bestimmten Kultur ausdrücken.
Gerade wenn man in der eigenen Kultur immer ein Außenseiter war, sich wie wie eine Fremde fühlte, kann so eine Distanz in Form eines exotischen Pseudonyms durchaus Sinn machen.
Einfach aus einer Laune heraus, oder weil andere finden, dies und das klingt gut, würde ich aber kein Pseudonym wählen.
Es muss sich für mich richtig und stimmig anfühlen.
Tut es das nicht, nehme ich Abstand davon.
Denn im Grunde erschafft man sich durch das Pseudonym auch ein Alter Ego, eine Kunstfigur, die man darstellt.
Man sollte zu dem Namen also eine persönliche Verbundenheit haben.
Da Yamuri mein langjähriger Nickname ist überlege ich, ob ich den Namen wähle.
Meine Lektorin meint, ich habe den Namen im Internet immer benutzt und sollte ihn nehmen.
Zu 100% sicher bin ich mir aber noch nicht.
Glücklicherweise bleibt mir aber noch genug Zeit das zu entscheiden, da ich erstmal eine Reihe von Manuskripten fertig bringen und veröffentlichungsfertig machen möchte bevor ich entscheide welches Pseudonym.
Ich hatte auch mal an Esmeralda Norwyn gedacht, doch das nehm ich vermutlich, wenn ich in der Medienbranche Fuß fasse und mich als Regieassistenz/Drehbuchautorin betätige.
Auch dachte ich mal an eine Kombination aus Namensrunen: Rhaido Dagaz
Hat meier Meinung nach auch einen schönen Klang.
Bis es soweit ist, werde ich hoffentlich wissen was ich will. ;)

Smoak hätte mich jetzt als erstes an Snoke erinnert muss ich gestehn xD
Marie Greif hat auch einen schönen Klang.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sikania am 13. Oktober 2017, 22:34:06
Vor- und Zweitname sein? Warum nicht einfach J. Hawk oder Joanne Hawk?
Nein muss es nicht. Ist vielleicht einfach, weil ich auch einen Zweitname habe. Gewohnheit irgendwie.  ::) Die Abkürzung hatte ich genommen, weil mir ein Kumpel sagte, dass, und ich zitiere: "[er] als Mann ungern ein Buch kaufen würde, wo [ihm] sofort klar ist, dass es eine Autorin geschrieben hat." Gut, das ist vermutlich ein Einzelschicksal, aber deshalb kam ich darauf.

Ich denke, ich mach mir einfach nochmal Gedanken, was ich haben will.  :)

Marie Greif klingt gut. Gefällt mir persönlich besser als die Alternative.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fledermaus am 13. Oktober 2017, 22:58:25
"Marie Greif" gefällt mir auch sehr gut vom Klang her :jau: Es ist einfach, aber sehr einprägsam, und ich mag die Assoziationen, die man zu "Greif" hat. Irgendwie mächtig, erhaben, fesselnd ... Cool 8)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 14. Oktober 2017, 00:22:36
Ihr Lieben, ich möchte mich hier auch einmal zu diesem Thema mit einer Frage an Euch wenden.
Nun habe ich einige Seiten zurück gelesen deshalb beantworte ich gleich zu Beginn einige aufkommende Fragen;

Als erstes, ja, ich möchte mir ein Pseudonym suchen und darunter auch veröffentlichen.
Damit möchte ich unter mehreren Genres schreiben, dass heißt für mich, mit meinem bürgerlichen Namen trete ich als Autor NICHT auf und mit dem Pseudonym möchte ich eine Identität erzielen, die sich nur auf das Schreiben bezieht.

Zweitens, mein Beruf (Berufung), sprich mein Berufsleben in dem ich in der Öffentlichkeit stehe und mit so ca. mindestens Dreitausend Menschen am Tag, mehr oder weniger zu tun habe. Es gibt positive, aber auch negative Erlebnisse mit Einigen dieser Menschen. Und ich muss hier und da auch eine Unterschrift leisten, bei der mein Name in Klarschrift erscheint.
Also, ich habe einen Hauptberuf und ich habe das Schreiben als Hobby. So weit, so gut.

Nun kann es unter Umständen vorkommen, dass früher oder später eine Veröffentlichung eines Werkes von mir ins Haus steht. Dabei würde ich kein Geheimnis darum machen, dass es sich bei meinem Namen um ein Pseudonym handelt. Meinen "Klarnamen" würde Keiner erfahren. Hier besteht auch die Schwierigkeit, mich z.B. im Internet ausfindig zu machen, wenn man meinen Namen als Suchbegriff in diversen Suchportalen eingibt. Ich habe das Glück von zahlreichen Handwerksbetrieben und Baumärkten überlagert zu werden. Bis mich dann einer findet, ... der müsste sehr tief graben.

Nun hab ich mir einige Namen als Pseudonym ausgesucht und möchte sie Euch einmal vorstellen.
- Jürgen von Döll,
- Jürgen von Döllnitz,
- J.Döll,
- Döllnitz, (wenn ich einfach nur unter diesem Namen veröffentliche, weiß ich nicht, ob ich irgendwelche Namensrechte verletzte)

Ich habe diese Namen bei Tante Gogg´l eingegeben und nur einen "Jürgen Döll" gefunden. Von daher sehe ich keine bis wenige Komplikationen. Bei "yotube" bin ich eigentlich auch mit einem Pseudonym angemeldet. Aber dieser NickName eignet sich nicht, um als Autor aufzutreten.
Ich möchte einen eigenen Bezug zu meinem "Klarnamen" (Jürgen). Und meine Herkunft sollte auch irgendwie eine Erwähnung finden. Ich stamme aus Oschatz (SN), durch dieses kleine Städtchen fließt der Fluss "Döllnitz". Es gibt auch einen Ort namens "Döllnitz", er befindest sich an der Landesgrenze zu SN-Anhalt. Ich selbst war schon dort  zu Besuch.

Des weiteren möchte ich im deutschsprachigem Raum beheimatet bleiben und eine Übersetzung meiner Schriften in das nicht deutschsprachige Ausland sehe ich derzeitig noch nicht. Somit gibt es das Problem mit dem "ö" und "ü" in meinem Pseudonym nicht. Sprich, ich muss mir nicht überlegen ob ich "Juergen von Doell" schreiben muss.
Also Ihr merkt, ich mach es mir nicht einfach. :hmmm:

LG

PS:
"Marie Greif" gefällt mir auch persönlich besser.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 14. Oktober 2017, 01:07:32
Die Abkürzung hatte ich genommen, weil mir ein Kumpel sagte, dass, und ich zitiere: "[er] als Mann ungern ein Buch kaufen würde, wo [ihm] sofort klar ist, dass es eine Autorin geschrieben hat." Gut, das ist vermutlich ein Einzelschicksal, aber deshalb kam ich darauf.
Männer  ::) ... allerdings ist das wohl leider kein Einzelschicksal. Jetzt kommt es darauf an, was Du schreibst. Ich habe z.B. ohnehin überweigend weibliche Hauptfiguren, das kaufen Männer anscheinend eh selten und wenn, ist ihnen ein weibl. Autor dann auch schon egal - so zumindest mein Eindruck nach dem durchforsten mehrer "männlicher" Bücherregale. Das ist also eine eher kleine Stichprobe und durch nichts weiter belegt.
Wenn schon eine Vornamenabkürzung finde ich aber zwei Buchstaben generell besser als einen.


Nun hab ich mir einige Namen als Pseudonym ausgesucht und möchte sie Euch einmal vorstellen.
- Jürgen von Döll,
- Jürgen von Döllnitz,
- J.Döll,
- Döllnitz, (wenn ich einfach nur unter diesem Namen veröffentliche, weiß ich nicht, ob ich irgendwelche Namensrechte verletzte)

Jürgen von Döll und Jürgen von Döllnitz fände ich persönlich besser als von vorne herein den Vornamen weg zu lassen - das steht einem ja weiterhin frei, es wirft das Pseudonym ja nicht über den Haufen. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, wie es mit dem "von" im Namen aussieht.
Was spräche denn gegen Jürgen Döll bzw. Jürgen Döllnitz? Wobei mir persönlich dann Jürgen Döll besser gefallen würde.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 14. Oktober 2017, 02:11:17
Mich stört das "von" auch. Das deutet einen Adelstitel an, den du nicht hast. Goethe kann von mir aus ein "von" im Namen tragen, aber du hast das nicht nötig. Und ich muss gestehen, die Kombination aus "Jürgen" und "von" möchte ich automatisch mit "der Lippe" ergänzen. Was auch ein Pseudonym ist, natürlich. Vom Klang her finde ich "Jürgen Döllnitz" ansprechender, das hat mehr Rhythmus als einfach nur "Jürgen Döll". "Döll" klingt auch in meinen rheinisch geprägten Ohren zu sehr wie "Doll", was im Kölschen so viel heißt wie durchgeknallt, bescheuert.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Zitkalasa am 14. Oktober 2017, 02:28:53
Da der Adel abgeschafft wurde und die Titel entsprechend normaler Bestandteil des Nachnamens sind, sehe ich da keine Probleme mit dem von. Sonst hätten wir auch keine @Dahlia von Dohlenburg. ;D
Allerdings stimme ich den anderen zu, dass Jürgen Döllnitz viel schnittiger klingt. So ein Adels-von hat doch immer noch etwas recht Abgehobenes, und das trifft bei dir ja nun überhaupt nicht zu. ;)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 14. Oktober 2017, 02:35:23
*g* Ich hätte Dahlia das gleiche gesagt, wenn sie mich nach ihrem Pseudonym gefunden hätte. Aber zu dem Jürgen, den ich kenne und schätze, will ein "von" nicht so recht passen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 18. Oktober 2017, 13:26:47
Ja @Maja, ich kenne Deinen Standpunkt zu dem "von". Hab da einige Beiträge weiter zurück Deinen Kommentar noch im Kopf.
Nun, ich geb Dir Recht mit "Jürgen von der Lippe". Ehrlich, er war es auch, der mich zu meinem Pseudonym geführt hat. Ich bin (s)ein großer Fan und ich kenne auch seinen bürgerlichen Namen.
Aber "Jürgen von der Lippe" ist soweit inspirierend für mich, da die Lippe ja ein Fluss ist und wie bei mir die Döllnitz ja auch. Nur klingt das in meinem Fall; "Jürgen von der Döllnitz" irgendwie doof.

Ich fand einen Verlag der sich "Jürgen Döll Verlag" nennt. Somit scheidet dieser Name für mich auch aus. Mit einem Verlag will ich mich wegen lächerlichen Namensrechten nicht streiten wollen.

Das mit dem "von" in meinem Pseudonym sollte nicht adelig sein. So etwas wie "Jürgen von Greifenstein" oder was weiß ich in diese Richtung will ich nicht haben. Das "von" in meinem Falle sollte von etwas herleiten oder herführen.

Männer  ::) ... allerdings ist das wohl leider kein Einzelschicksal. Jetzt kommt es darauf an, was Du schreibst. Ich habe z.B. ohnehin überweigend weibliche Hauptfiguren, das kaufen Männer anscheinend eh selten und wenn, ist ihnen ein weibl. Autor dann auch schon egal - so zumindest mein Eindruck nach dem durchforsten mehrer "männlicher" Bücherregale. Das ist also eine eher kleine Stichprobe und durch nichts weiter belegt.
Wenn schon eine Vornamenabkürzung finde ich aber zwei Buchstaben generell besser als einen.

Na damit hast Du jetzt bei mir etwas angerichtet.
Über das Geschlecht meiner zukünftig in Frage kommenden Leserschaft hab ich mir ja nun überhaupt noch keine Gedanken gemacht.  :hmmm: Sollte ich das?  ::)
Also, bei dem, was sich zur Zeit in meinem Rechner befindet und was durch Aneinanderreihung von Buchstaben am Ende auch als Druckwerk der gemeinen Öffentlichkeit zur Vorlage (da steckt das Wort "Verlag" drin) gebracht werden möchte, ist in dem Genre Horror, Humoristik, Fantasy, Grusel einzuordnen. Wenn Du an den erotischen Sektor gedacht haben solltest, dahingehend zu schreiben bin ich absolut nicht im Stande.

Jetzt weiß ich eigentlich überhaupt nix mehr.
 - Ich will kein geadeltes Pseudonym! (also scheidet "von" aus, denke grad an den Beitrag von @Zitkalasa),
 - Jürgen Döll scheidet aus (gibt es als Verlag),
 - Jürgen von der Döllnitz (klingt hölzern),
 - Jürgen Döllnitz (laut gogg´l gibt's diesen Namen noch nicht, gefällt mir nicht so gut)
 - Jürgen Döllnitzer (ist mir grad eingefallen, gibt's noch nicht, könnte mir gefallen)
 - J.B. (ist doof, wie soll der/die Leser/Leserin das aussprechen?)

Ach mennoooo. Oder komplett etwas anderes.

Dazu fällt mir noch folgendes ein;
Ich möchte veröffentlichen. Dazu benötige ich ein Pseudonym. Ohne Pseudonym keine Veröffentlichung. Mein Klarname hat in diesem Bereich nix zu suchen. So fangen Probleme an, Freunde. Also wenn ich sonst keine Sorgen hab. Ts, ts, ts,  :d'oh:

Allerdings stimme ich den anderen zu, dass Jürgen Döllnitz viel schnittiger klingt. So ein Adels-von hat doch immer noch etwas recht Abgehobenes, und das trifft bei dir ja nun überhaupt nicht zu. ;)
Danke für das Kompliment -> :knuddel:

In diesem Sinne,
LG
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 19. Oktober 2017, 01:12:27
Na damit hast Du jetzt bei mir etwas angerichtet.
Über das Geschlecht meiner zukünftig in Frage kommenden Leserschaft hab ich mir ja nun überhaupt noch keine Gedanken gemacht.  :hmmm: Sollte ich das?  ::)
Also, bei dem, was sich zur Zeit in meinem Rechner befindet und was durch Aneinanderreihung von Buchstaben am Ende auch als Druckwerk der gemeinen Öffentlichkeit zur Vorlage (da steckt das Wort "Verlag" drin) gebracht werden möchte, ist in dem Genre Horror, Humoristik, Fantasy, Grusel einzuordnen. Wenn Du an den erotischen Sektor gedacht haben solltest, dahingehend zu schreiben bin ich absolut nicht im Stande.
Ohje, das tut mir leid. Tja, sollte man das? Im Großen und Ganzen ist es vermutlich nicht schlecht, zumindest hat man mir in anderen Bereichen ständig etwas von "Zielgruppenorientierung" eingehämmert. Als Autorin habe ich aber noch sehr wenig Erfahrung und Veröffentlicht habe ich bisher schon gar nichts (Schüler- und Studentenzeitungen, div. Presseartikel und so nen Kram mal ausgenommen ;)). Meine ganze bisherige Recherche in diese Richtung besteht wie gesagt aber auch nur aus der Inspektion von Bücherregalen einer handvoll männlicher Freunde und Bekannter. Und da ist mir aufgefallen, dass wenn die Herren schon Fantasy lesen, dann sehr selten solche mit weiblichen Hauptfiguren. Damit war diese Zielgruppe für mich eh gegessen, auch im Hinblick auf ein eventuell neutrales Pseudonym. Schreiben tu ich i.d.R. in Richtung High Fantasy, Portal Fantasy und evtl. noch alternate History. Esotherik kriege ich glaube auch nicht so wirklich hin.
Ich vermute allerdings, dass es anders herum kein Problem sein sollte. Mir wäre zumindest keine Frau persönlich bekannt, die sagt, dass sie keine Bücher von männlichen Autoren kauft. Also kannst zumindest das in Deinem Fall doch eigentlich beruhigt angehen.


Jetzt weiß ich eigentlich überhaupt nix mehr.
 - Ich will kein geadeltes Pseudonym! (also scheidet "von" aus, denke grad an den Beitrag von @Zitkalasa),
 - Jürgen Döll scheidet aus (gibt es als Verlag),
 - Jürgen von der Döllnitz (klingt hölzern),
 - Jürgen Döllnitz (laut gogg´l gibt's diesen Namen noch nicht, gefällt mir nicht so gut)
 - Jürgen Döllnitzer (ist mir grad eingefallen, gibt's noch nicht, könnte mir gefallen)
 - J.B. (ist doof, wie soll der/die Leser/Leserin das aussprechen?)

Ach mennoooo. Oder komplett etwas anderes.
Jürgen Döllnitzer klingt gar nicht schlecht finde ich.

Was komplett anderes? Wenn Du diesen "von Fluss" oder "von Stadt" Gedanken weiter verfolgst, wäre es vielleicht einfacher einen bekannteren Fluß oder Ort zu nehmen? Dann wirkt das "von" auch gleich ganz anders. Bei "von der Lippe" war es vielen (hoffentlich) klar, dass das ein Fluss ist. Die Döllnitz kannte ich jetzt ehrlich gesagt aber bisher nicht. Es gibt übrigens auch einen Ort namens Döllnitz habe ich grade gesehen :D.
Jürgen von der Elbe (klingt aber auch nicht besonders und wäre dann doch ZU deutlich ans Vorbild angelehnt)
Jürgen Schatz (in Anlehnung an Oschatz, fände ich persönlich gar nicht schlecht, ist aber halt ein Name den es häufiger gibt)
Jürgen von Meißen (klingt in meinen Ohren ganz gut, hört sich für jemanden, der aus der Gegend ist, aber vermutlich wieder ganz anders an)

Ich seh schon, meine Ideen halten sich im Moment doch SEHR in Grenzen  :seufz:.

Dazu fällt mir noch folgendes ein;
Ich möchte veröffentlichen. Dazu benötige ich ein Pseudonym. Ohne Pseudonym keine Veröffentlichung. Mein Klarname hat in diesem Bereich nix zu suchen. So fangen Probleme an, Freunde. Also wenn ich sonst keine Sorgen hab. Ts, ts, ts,  :d'oh:
Ach was, das geht doch bei weitem nicht nur Dir so! Mach Dir deswegen mal keinen Kopf :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 25. Oktober 2017, 20:24:34
@Yasrena
Danke für die sehr ausführliche Antwort. Vielen Dank!
Nun, den Namen "Schatz" gibt es in meinem näheren Bekannten-Umfeld. Dahingehend möchte ich mich nicht "benennen".

Mit er "Elbe" ab ich nix zu tun. Mit "Meißen" verbinde ich das Porzellan und den Dom.
Ich war schon mal in Döllnitz. Das liegt an der west-sächsischen Grenze in der Nähe von Schkeuditz.

So langsam müsste ich mich entscheiden.  :hmhm?:
Scheinbar wird es zukünftig einen Jürgen Döllnitzer geben. So zwei bis fünf Nächte werde ich noch drüber schlafen. Ganz Wohl fühle ich mich noch nicht damit.

.... oder sollte ich vielleicht doch noch überlegen? Ein Frauenname? Ein Einzelname? Kristall? Ähnlich wie, "Chris Tall"?

 :hand: Ich glaub ich hör auf mit der Sucherei.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Fledermaus am 26. Oktober 2017, 00:06:21
Falls du doch noch einen Gedankenanstoß brauchst, @A9  - obwohl "Jürgen Döllnitzer" ganz gut klingt - mir ist gerade  etwas eingefallen, ich schreibs dir einfach noch dazu, falls du doch noch weiter überlegen willst :)

Ich fand den "Schatz"-Ansatz von Yasrena nämlich auch ziemlich cool. Meine Idee dazu war, statt "Schatz" irgendein anderes Wort zu suchen, das man auch wie "Schatz" als Kosename oder als Bezeichnung für ein wertvolles Objekt verwenden kann. Mit einem abgekürzten "O" als Mittelname könnte man dann doch irgendwie eine (wenn auch etwas weit hergeholte) Verbindung zu Oschatz reinbringen. Nur ein Beispiel: Eine Bekannte von mir nennt ihren Liebsten manchmal "Prinz", wäre dann, wenn man diesen Ansatz verfolgt, z.B. "Jürgen O. Prinz". Eine ganz wirre Assoziationskette meinerseits war dann noch: Suche nach einem Schatz - Suche nach dem Gral - "Gral" oder "Grahl" als Nachname ;D

Ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber kann ja sein, dass du noch was damit anfangen kannst :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 26. Oktober 2017, 17:55:19
Jepp, ... @Fledermaus,  :hmmm: Danke für Deinen Kommentar.
Ja, - mit "Oschatz" war ich eigentlich soweit durch. Aber mit "Jürgen O´Schatz" wäre eine neue wirre Assoziationskette eröffnet.  :snicker: Jetzt komm ich in´s Grübeln.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dämmerungshexe am 27. Oktober 2017, 07:59:22
Dürfte ich mal eben dazwischen schreien? Ich suche einen Decknamen für ein Geschenksprojekt im Erotik-Bereich Richung Shades of Grey. Zur Auswahl hätte ich bisher

Samantha Isle und Samantha Heat.

Samantha steht von meiner Seite aus ziemlich fest, hat "historische" Gründe  ;) und die Nachnamen ... ich glaube man merkt welche Art von Serien ich am liebsten schaue.  ;D
Was würdet ihr bevorzugen? Oder fällt euch noch eine Alternative ein?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Elona am 27. Oktober 2017, 08:21:46
Mir persönlich würde Samantha Isle besser gefallen. Einfach vom Klang. Das Heat wäre mir persönlich zu "hart". Haha ...   :hmhm?:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 27. Oktober 2017, 22:36:54
@ A9
Jürgen O. Schatz fände ich gut ;) - aber meintest Du nicht eigentlich, dass Schatz als Nachname schlecht wäre bei Dir? Du kannst aber natürlich auch auf schwäbisch ausweichen und daraus Jürgen O. Schätzle machen. Hier in der Gegend gibts so viele Häfele, Nägele, Jäckle etc., da würde das definitiv nicht auffallen  ;D.
Wie fix ist eigentlich der Vorname Jürgen für dich?

@ Dämmerungshexe
Ich fände auch Samantha Isle besser, Samantha Heat für einen Erotikroman fände ich etwas zu ... hm ... explizit?
Ansonsten vielleicht noch
Samantha Almond - kam mir irgendwie gerade als erstes in den Sinn.
Samantha Green
Samantha Wolf
Samantha Ice
(... die Namen hatten offenbar grad eine Tendenz immer kürzer zu werden  :D)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Dämmerungshexe am 28. Oktober 2017, 09:54:43
Danke für die Rückmeldungen! Ich bleibe dann wirklich bei Isle - das lässt sich nämlich wirklich über ein paar Umwege von meinem Namen ableiten.  ;D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 31. Oktober 2017, 11:38:42
Ja auch ich habe für die nette Beteiligung zu danken.

Mit dem Namen "Jürgen O´Schatz" könnte es etwas werden. Ich habe Niemanden in meiner Nähe mit einem Namen "Schatz" da hatte ich mich geirrt. Jetzt weiß ich nur nicht, ob ich irgendwelche Rechte mit dem Ortsnamen "Oschatz" (Oschatz in Sachsen) verletze. Ich würde mich ja dann "Jürgen O´Schatz" nennen. Der Vorname "Jürgen" wäre mir Recht lieb, da ich wirklich ein Jürgen bin.

Ich melde mich dann in geeigneter Weise im Thread, wenn ich etwas mehr weiß.
Also, Danke an Alle.  :winke:


Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Maja am 31. Oktober 2017, 19:50:30
Du verletzt keine Rechte,  wenn du dich nach dem Ort "Jürgen Oschatz" nennst. Mit "Jürgen O'Schatz" hingegen verletzt du alle Regeln des guten Geschmacks. ;) Nein, im Ernst, die Schreibweise ist lächerlich. Es sieht nicht irisch aus,  weil das Irische kein sch hat. Und an den Namen Oschatz erinnert es auch so, aber es ist ein peinlicher Fall von "gewollt und nicht gekonnt". Nenn dich Jürgen Oschatz. Sonst ist das echt unter deiner Würde - und für Leser nicht aufzufinden, weil sie dich ohne das wenig eingängige Apostroph in keinem Verzeichnis finden können.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 31. Oktober 2017, 22:58:43
@Maja, hab vielen Dank.  :knuddel:
Ich werde es beherzigen. Damit habe ich nicht mehr soviele Möglichkeiten und es kommt meiner ach so problematischen Entscheidungsunentschlossenheit stark entgegen.
Also, bis später.
LG @All!
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sikania am 12. November 2017, 20:37:47
Ich habe herausgefunden, dass ich gerne bei einer bestimmten Kombination von zwei Vornamen und einem Nachnamen bleiben möchte. Einfach, weil ich dann die Initialien ähnlich wie bei meinem eigenen Namen hätte. (wenn auch in anderer Reihenfolge)
Nun weiß ich aber nicht, was am besten passen könnte. Hier ein paar Vorschläge.(wahlweise auch die Vornamen und Nachnamen durchgewürfelt ... aber immer M. J. H.  ::))

Mariana Johanna Haak
Mariola Juana Hege
Maren Joana Hilt
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 12. November 2017, 20:52:06
Bei der ersten Version habe ich jetzt ganz spontan Mariuhana gelesen - warum auch immer  ;D

Auf den ersten Blick würde mir der letzte Vorschlag am besten gefallen, das lässt sich schön flüssig lesen/aussprechen.
Die erste Version finde ich zu kompliziert im Sinne von zu vielen Silben.
Bei der zweiten stört mich etwas, dass ich nicht wüsste wie ich Hege im Zusammenhang mit den Vornamen aussprechen sollte, da würde ich evtl. eher einen spanisch klingenden Nachnamen erwarten. Ansonsten fände ich die beiden Vornamen aber schön.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Layka am 12. November 2017, 21:03:28
Bei der ersten Version habe ich jetzt ganz spontan Mariuhana gelesen - warum auch immer  ;D
Ein englischer Spitzname für Marihuana ist Mary Jane, eben wegen dem ähnlichen Klang der (ähnlichen) Namen, insofern ist die Assoziation nicht so abwegig.

Ich finde auch die dritte Version vom Klang her am besten. Bei der zweiten sind mir alle Namen zu unbekannt und irgendwie nicht ganz harmonierend. Wie wäre es ansonsten mit Maren Johanna Haak? Oder Maren Haak mit einem der anderen Zweitnamen. Ich denke, Maren ist wegen der geringen Silbenzahl mein Favorit, sonst wird der Name so lang.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sikania am 12. November 2017, 21:31:42
Ok also mit Drogen verwechselt werden will ich nicht  :rofl: Dann ist Kombination eins schon mal raus.
Mein Mann sagt mir auch gerade, dass er den Namen Haak doof findet (warum auch immer ...) Dann werde ich den wohl auch raus nehmen.
Danke schon mal für die Ideen ... (auf die Silbenzahl zu achten, war mir noch gar nicht in den Sinn gekommen)

Also neue Favoriten:
Maren Joana Hilt
Mariola Joana Hilt
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 12. November 2017, 22:18:32
Mir gefällt noch immer Maren Joana Hilt besser, einfach weil es drei englsich klingende Namen sind. Das macht es schön flüssig :).

Ansonsten fiele mir noch Mariola Juana Herr ein. Herr sozusagen als "Abkürzung" von Herrero, deshalb würde das - für mich - klanglich passen. Spanische Namen mit H gibt es leider nicht wirklich viele, weder Vor- noch Nachnamen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 12. November 2017, 22:32:48
Ja auch von mir eine kurze Wortmeldung;
-> ich kenne "Kaffee - Hag" aber dazu hast Du Dich bereits entschieden diesen Namen (Haak) nicht zu nehmen.
Mir persönlich klingt der Vorschlag Nr.1 "Maren Joana Hilt" auch besser.  :vibes:
Also wenn Du eine Abstimmung wünschst? Ich stimme für Nr. 1.

LG
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sikania am 17. November 2017, 08:40:42
Danke für die Ideen und Tipps  :jau:
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 08. Januar 2018, 19:29:47
Hallole, jetzt muss ich doch nochmal ... bevor ich mich tatsächlich entscheide. Hach is das schwierig  :d'oh:
;)

Ich habe jetzt 2 Vornamen in der "engeren Wahl":

- Barbara (ist mein tatsächlicher 3. Vorname - ja meine Eltern konnten sich nicht einigen  ::) )
- Annie (engl. ausgesprochen, ist das mein aktueller Spitzname im wirklichen Leben und leitet sich durch ein paar Zufälle aus meinem Vornamen ab)

gerne auch z.B. als Barbara A. oder Annie B.

Und dazu 3 verschiedene Nachnamen:

- Fuchs (so hieß meine Oma mit Mädchennamen)
- Rabe (ich mag die Viecher)
- Luchs (dito)

Ja, lauter Viechzeug, keine Ahnung warum, das war nicht unbedingt Absicht, aber die sind aus einer größeren Auswahl übrig geblieben. Den Familiennamen "Katze" gibt es in Dtl. zwar tatsächlich auch, aber er ist doch recht selten, durch Madam Katzenberger etwas - äh - seltsam besetzt und hört sich als Familienname auch irgendwie komisch an finde ich.

Mein aktueller Favorit ist Annie B. Luchs, aber so richtig sicher bin ich mir noch nicht. Was meint ihr dazu?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Mrs.Finster am 08. Januar 2018, 19:33:23
Mein aktueller Favorit ist Annie B. Luchs, aber so richtig sicher bin ich mir noch nicht. Was meint ihr dazu?

Finde ich gut, wobei nur Annie Luchs mag ich auch  :)
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Elona am 08. Januar 2018, 19:33:58
Generell gefällt mir "Fuchs" als Nachname am besten und "Barbara Fuchs" klingt für mich nicht gestellt. Von daher würde ich den bevorzugen.

Wofür eigentlich genau?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 08. Januar 2018, 19:38:12
Danke :)

@ Elona
Es soll eigentlich schon mein generelles Pseudonym werden, auch wenn es bis zu einer Veröffentlichung noch ein bissl dauern wird bei mir. Aber da ich grade auch dabei bin meine Facebookseite entsprechend umzugestalten (die ist bisher mehr oder weniger anonym, hat also keinen "echten Namen"), würde ich es dort dann halt auch gleich verwenden wollen.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Blaurot am 08. Januar 2018, 19:54:27
Mir gefällt Barbara Fuchs auch am besten.


Oh, gerade habe ich mal gegoogelt und fand unter anderem dies hier: https://www.amazon.de/Golden-Spanish-Norton-Critical-Editions/dp/0393923622/ref=sr_1_2/258-4050968-3903206?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1515437575&sr=1-2&keywords=barbara+fuchs (https://www.amazon.de/Golden-Spanish-Norton-Critical-Editions/dp/0393923622/ref=sr_1_2/258-4050968-3903206?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1515437575&sr=1-2&keywords=barbara+fuchs)

Wäre das ein Problem?
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 08. Januar 2018, 20:03:44
Ja der Name ist (leider) recht gängig. Im Örtlichen gibt es 99 Einträge mit dem Namen und zig Facebookeinträge. Das ist einer der Gründe für Annie Luchs - die gibt es in der Form soweit ich gefunden habe gar nicht.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Aphelion am 09. Januar 2018, 03:59:56
Ich hätte Annie spontan nicht englisch ausgesprochen, aber in Kombination mit Fuchs oder Luchs finde ich den Namen auch am besten.

Barbara Fuchs ist mir auch schon zu oft begegnet - nichts für ungut, niemand kann etwas für seinen Namen. Aber für ein Pseudonym wäre das unpraktisch, finde ich. Außer, du willst diesen Effekt.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Klecks am 09. Januar 2018, 06:01:03
Mir gefällt auch Annie Fuchs oder Annie B. Fuchs am besten.  :D
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 09. Januar 2018, 21:45:33
Schon mal ganz lieben Dank für eure Einschätzung, dann lag ich ja scheints gar nicht so falsch  :vibes:

Um das Ganze jetzt nochmal zu verwirren - ja ich bin schrecklich bei solchen Dingen  :versteck: - wie würde denn
- Hanna(h) Fuchs bzw. Luchs klingen? Also im Vergleich zu
- Annie Fuchs bzw. Luchs?

Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Sonnenblumenfee am 10. Januar 2018, 14:59:08
Ich finde Annie Fuchs oder Luchs auch beide schön, wobei ich eine leichte Tendenz zu Annie Luchs habe, weil das für mich ein bisschen weniger nach Allerwelts-Namen klingt, was ich für ein Pseudonym persönlich besser finde.
Hannah Fuchs/Luchs ist dann, finde ich, wieder ein bisschen "normaler", hat aber auch einen schönen Klang. Hanna Fuchs/Luchs würde ich auch wieder als ungewöhnlicher einstufen. Ich weiß allerdings nicht, ob es da mit der Auffindbarkeit Probleme geben könnte, wenn man per Mundpropaganda empfohlen wird und (wie ich) automatisch "Hannah" schreiben würde.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: A9 am 11. Januar 2018, 08:51:20
@Yasrena,
ich weiß nicht warum mich der "Luchs"  nicht gerade "anspringt". Also als Name.  ;D Mir gefällt da doch "Annie B. Fuchs" etwas besser. Ob nun englisch ausgesprochen oder nicht. Schreibst Du auch in englisch? Denn da gäbe es ja noch weitere Varianten.
Hanna(h) Fuchs bzw. Luchs? - oder - Annie Fuchs bzw. Luchs?  :hmmm: hmmm, Annie oder Hanna. Ich weiß es auch nicht. Da stelle ich mir gerade vor wie ich vor einem Bücherregal beim Buchhändler meines Vertrauens stehe und mir fällt ein Buch mit dem Namen der Autorin "Hannah Fuchs" auf. Ja, ich glaub, das würde ich mir näher ansehen wollen. Es klingt irgendwie besser und es bleibt im Kopf.

LG
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: Yasrena am 12. Januar 2018, 01:42:58
Danke euch Beiden :)

Ich tendiere gerade auch eher zu Hanna(h). Mit dem "h" hinten hadere ich noch, das ist auf jeden Fall die modernere Schreibweise. Die Hanna die ich ursprünglich im Sinn hatte ist dagegen eher die Abkürzung von Johanna. Das war nämlich der Name meiner Oma Johanna Fuchs ;)

Die Sache mit dem Suchen würde für den Nachnamen Luchs sprechen - den gibt es so selten, da sollte es kein Problem sein, wie Hanna(h) nun geschrieben wird. Auch lässt eine Unterschrift bzw. ein Namenszug mit einem "L" vorne glaube ich mehr gestalterische Spielereien zu als ein "F".
Trotzdem gehts mir wie A9 - so richtig anspringen tut mich der Luchs auch noch nicht - schönes Bild  ;D

Ich grüble mal noch ein paar Nächte dran herum fürchte ich  :hmmm:

@ A9 - nö ich schreibe nur deutsch. Mein Englisch reicht vielleicht für Übersetzungen, aber bestimmt nicht zum selber formulieren.
Titel: Re: Pseudonyme und Künstlernamen
Beitrag von: moonjunkie am 12. Januar 2018, 08:45:27
Hmm, also ich mag den Nachnamen Luchs auch total gerne. Und es ist tatsächlich so, dass es ihn nicht häufig gibt. Das finde ich irgendwie schöner. Hannah Luchs. Wie ist es denn mit Anna Luchs oder Anna Fuchs? Ist nicht genau dein Spitzname, aber ähnlich genug vielleicht.

Den Nachnamen Fuchs finde ich aber auch richtig schön.

Geschrieben sieht Fuchs als Nachname irgendwie besser aus, finde ich. Barbara Luchs finde ich klingt sogar noch schöner.