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Autor Thema: Die Städte eurer Welt(en)  (Gelesen 12937 mal)

Offline Thistle

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Re: Die Städte eurer Welt(en)
« Antwort #30 am: 25. Juni 2016, 04:54:21 »
Hallo,

Ich finde es spannend, gedanklich in euren verschiedenen Städten umher zu streifen. Ich möchte euch auch zwei meiner Städte vorstellen, die ich ganz gerne habe.

Die erste ist Ereis im Lande Ildö. Sie liegt direkt am Fluss Bluka, der sehr oft Hochwasser hat. Die Mauern verlaufen nahtlos um die Stadt herum, die Tore liegen am Ende eines sehr langen Tunnels, der gegraben wurde, bis man auf Stein traf, denn Ereis ist komplett auf Sand gebaut. Nach dem Eingang führen Serpentinen hinauf in den Stadtkern, die Leute, die ihre Häuser auf Höhe des Tores haben, sind weniger gut betucht. Wenn der Tunnel geflutet wird, bieten die steinernen Tore ohne jegliche Öffnung zwar Schutz, allerdings kann es passieren, dass die Schlammlawinen von der Seite über die Mauer kommen, dann reißen sie alles mit, was ihnen im Weg ist. Aber gehen wir besser hinauf in den attraktiveren Stadtkern. Die Häuser, die direkt in Flussnähe sind, stehen auf Stelzen, hier sind Handwerksbetriebe und die Wohnhäuser der normal situierten Bewohner. Je weiter man sich vom Fluss entfernt, desto fester wird wieder der Untergrund, hier stehen die Häuser direkt auf dem Boden. Hier sind der Markt, das Rathaus, einige besser gestellte Gasthöfe und natürlich die Villen, von denen Ereis allerdings weniger hat. In diesem Viertel sind die Gebäude mit Stuck geschmückt, da sie eher Bestand haben als die auf Stelzen oder Sand gebauten.

Die zweite Stadt ist Maggian in Ränyx. Es ist die Hauptstadt des Landes und der Sitz des Königs. Da im Süden von Ränyx der Elfenwald liegt und im Norden die Firwan-Berge, die komplett von den Zwergen ausgehöhlt wurden, musste auch Maggian mit Eleganz und Prestige ausgestattet werden, um mit den Städten der Zwerge, die komplett aus dem Stein geschlagen wurden, und den gemütlichen und doch schicken Baumhäusern der Waldelfen mithalten zu können. Darum ist jedes einzelne Gebäude mit Jade verkleidet, selbst die kleinste Hütte. Die besten Künstler der Zwerge, Elfen und Menschen haben filigrane Muster in die Fassaden gemeißelt. Das beeindruckendste Gebäude ist definitiv der Palast, der im Zentrum von Maggian steht. Es ist ein riesiger, runder Komplex mit einem Kuppeldach. Durch die Gärten führt ein weißer Marmorweg zum Tor und auf den Innenhof, der Weg ist ungefähr drei Kilometer lang. Aus offensichtlichem Grunde ist Maggian auch als die Jadestadt bekannt.

LG Thistle
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Offline canis lupus niger

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Re: Die Städte eurer Welt(en)
« Antwort #31 am: 30. Juni 2016, 12:43:10 »
Oh, überraschend! Eine Jadestadt kenne ich auch von einem anderen Tintenzirkler!  :)

Offline Sternsaphir

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Re: Die Städte eurer Welt(en)
« Antwort #32 am: 11. Oktober 2016, 17:59:14 »
In meiner Amazonenwelt gibt es die Stadt Esjaldar. Sie windet sich einen Berg hinauf, auf dessen Spitze der Tempel steht, wo die Oberste Hohepriesterin und die Königin hausen.
Entlang der Hauptstraße stehen steinerne und hölzerne Hütten, oft mit kleinen Höfen versehen, wo unter freiem Himmel das Essen zubereitet wird. Eine Hierarchie der Häuseranordnung gibt es nicht. Wer es sich leisten kann, bemalt seine Unterkunft mit roten und braunen Farben oder lässt Reliefs eingravieren.
Allenfalls teilen sich manche Häuser den Herd oder wie es bei den Schmiedinnen der Fall ist, das Feuer.
Auffällig ist, dass die Architektur sehr eckig und kantig ist und man sehr viel Wert auf Funktionalität aber auch Schönheit legt. Reittiere gibt es nicht viele, da das Land sehr bergig und dicht bewachsen ist, dass man sich nur auf kleinen Pfaden fortbewegen kann.
Entlang der Hauptstraße (eigentlich der einzigen Straße) liegen mehrere freie Plätze, auf denen man einen herrlichen Ausblick auf das Flusstal hat, sofern man schon hoch genug gewandert ist, um die schweren Steinmauern der Stadt zu überschauen. Dort wird auch gern gehandelt, sich getroffen, gearbeitet, gespielt oder Streitereien ausgetragen.
An besonders heißen Tagen oder zu Festen werden von den Häusern aus Tücher über die Straße gespannt, um Sonne oder Regen abzumildern.
Vor dem Tempel gibt es den größten Platz, hoch über den Baumkronen des Urwaldes, wo die jungen Kriegerinnen trainieren und unterrichtet werden, sowie auch Rituale und Versammlungen stattfinden.
Die Stadt darf von jedem Besucher nach einer kurzen Befragung durch die Wachen betreten werden, allerdings ist sie für Männer tabu, sofern sie keine Kinder mehr sind (und damit ist nicht das Kind im Manne gemeint  ;)). Danach dürfen sie entweder nur zum berühmten Blütenfest (und nach vielen Prüfungen und Rangeleien) die Stadt von innen sehen oder wenn die Hohepriesterin ihnen persönlich eine Ausnahme gewährt wie z.B. bei wichtigen diplomatischen Vertretern. Allerdings ist Diplomatie nicht immer eine Stärke der Amazonen und so ist schon mal ein Annäherungsversuch in einen Krieg ausgeartet.



Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus kriegt den Käse.

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