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Autor Thema: Wie bringt man sich in Stimmung?  (Gelesen 4735 mal)

Astrid

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Re: Wie bringt man sich in Stimmung?
« Antwort #15 am: 06. November 2006, 11:34:08 »
HDR ist kein bisschen nützlich, weil ICH dabei nämlich ständig die Bilder aus dem Film vor mir sehe und selber keine mehr bauen kann.

Stattdessen höre ich Elektronik, Ambient, New Age, Klassik - alles Musik ohne Worte (ganz wichtig!), die keine fremden Bilder unterlegt und verstärkt, sondern eigene Bilder malt und mir dabei die Freiheit lässt, das zu schreiben, was ich will. Ich bin mittlerweile so darauf getrimmt, dass ich bei einer ganz bestimmten CD von Tangerine Dream ("Rubycon") SOFORT mit RZ loslegen kann. Egal, in welcher Stimmung und an welcher Stelle ich eigentlich bin.

Offline Arielen

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Re: Wie bringt man sich in Stimmung?
« Antwort #16 am: 07. November 2006, 09:46:01 »
@ Astrid: Das kenne ich, ich nehme auch manchmal lieber New-Age, wenn mir Filmmusik zu störend erscheint.

Was Filmmusik angeht, so bin ich da offener, teilweise bevorzuge ich sogar eher die alte Musik, und nicht die von Filmen wie Herr der Ringe. Zur Musik von Ben Hur hatte ich zum Beispiel auch mal gezielt eine Galeerenszene beschreieben, da braucht eich aber auch die Bilder des Films, ohne sie dabei zu kopieren. Ich assoziere teilweise nicht mal mehr den Film, sondern die Gelegeheit, bei der ich die Musik höre mit den entsprechenden Stücken.

Vielleicht habe ich durch jahrelanges aufnehmen von Filmen auf Ton-Kassette, als ich noch keinen Videorecorder hatte, die Übung, mir Bilder zum Ton vorstellen zu müssen und da ist es passiert, dass ich gelernt habe meine Gedanken bein Hören schweifen zu lassen .
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Offline Berjosa

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Re: Wie bringt man sich in Stimmung?
« Antwort #17 am: 13. November 2006, 19:47:58 »
Ich habe gerade festgestellt: Nebenher Tintenzirkel lesen kann auch helfen.

Nach längerem auf den Bildschirm mit Plot und angefangener Geschichte starren und Gedanken wie: Was soll ich bloß schreiben? Mir fällt nix ein. Mach ich jetzt besser hier weiter oder da? ... habe ich hier rumgelesen, und siehe da, die angepeilten zwei Seiten für heute sind fertig.

Es hätte bestimmt schneller gehen können, aber was soll's. Der Text ist da, entspricht dem bisher geplanten Plot und kommt mir zumindest brauchbar vor.

Herzlichen Dank an die inspirierende Gemeinde hier.
        

Linda

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Re: Wie bringt man sich in Stimmung?
« Antwort #18 am: 13. November 2006, 21:43:44 »

Ich habe gerade festgestellt: Nebenher Tintenzirkel lesen kann auch helfen.

Nach längerem auf den Bildschirm mit Plot und angefangener Geschichte starren und Gedanken wie: Was soll ich bloß schreiben? Mir fällt nix ein. Mach ich jetzt besser hier weiter oder da? ... habe ich hier rumgelesen, und siehe da, die angepeilten zwei Seiten für heute sind fertig.

Es hätte bestimmt schneller gehen können, aber was soll's. Der Text ist da, entspricht dem bisher geplanten Plot und kommt mir zumindest brauchbar vor.

Herzlichen Dank an die inspirierende Gemeinde hier.


Hallo Berjosa,

deine Erfahrung verwundert mich nicht. Kreativität hat viel mit Loslassen und Zulassen zu tun. In dem Moment, wo deine Konzentration vom Problem wegging, und dein Geist sich mit anderem beschäftigt hat, konnte an anderer Stelle in deinem Kopf erst richtig die Party losgehen :-) Und das Ergebnis sind dann die zwei Seiten.
Die besten Ideen kommen mir auch entweder gleich spontan beim Schreiben oder bei total anderen Beschäftigungen. Schlafen und dösen finde ich auch immer sehr inspirierend.

:-)

Gruß,

Linda

Hyndara

  • Gast
Re: Wie bringt man sich in Stimmung?
« Antwort #19 am: 14. November 2006, 00:42:46 »
@ Linda: Erwähne das Wort "Schlafen" nicht mir gegenüber. Im Moment asoziiere ich damit nichts wirklich positives.

Okay, sich in Stimmung bringen ... Äh, ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Musik kann ich nur als Inspiration benutzen, aber nicht mehr zum Schreiben. Es sei denn, ich würde jeden einzelnen Track tagelang einzeln durchdudeln   :laken:. Also bleibt die Musik aus und ich schreibe im Stillen.

Wie ich mich allerdings in eine Stimmung versetze ... mh. Sagen wir mal so. Nach meiner Erfahrung nimmt der Autor als letzter wahr, wenn er etwas gruseliges geschrieben hat - geht mir zumindest so. Ich nehme einen Aufhänger und schreibe darum herum. Okay, manchmal kann die ganze Geschichte kippen und der Gute zum Bösen bzw. umgekehrt mutieren. Wenn andere dann die Geschichte lesen, kriege ich Kommentare wie "echt gruselig" oder "was willst du damit sagen?".

Vielleicht nicht die beste Methode, aber in den Jahren hat sich bei mir herausgestellt, daß ich so am besten arbeiten kann. Also, Zealot, schreib deine Einführung, gib sie einem Außenstehenden zum Lesen und du wirst sehen, ob da nicht vielleicht ein leichter Fall von Betriebsblindheit (keine Abwertung!) vorliegt.

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