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Autor Thema: Was bringt einem eine Literaturagentur?  (Gelesen 28292 mal)

Offline Nadine

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Was bringt einem eine Literaturagentur?
« am: 29. Dezember 2008, 23:32:48 »
Aktualisiert: 14.01.2015

Vor einigen Jahren wusste kaum einer, was das eigentlich ist: Eine Literaturagentur. Mittlerweile haben sie sich etabliert, an manchen Orten wird geflüstert, man könnte es als Autor fast nicht mehr ohne Agent zu einem Publikumsverlag schaffen. Andere fragen sich, wozu sie einen Agenten benötigen, wenn der das erste Buch an den Verlag gebracht hat.
Mal abgesehen vom Lektor scheint der Literaturagent die mysteriöse und legendenumflorte Spezies schlechthin auf dem Buchmarkt zu sein. Deswegen wollen wir in diesem Thread einmal einige Fakten und Fragen rund um diese (noch) relativ seltene und unbekannte Lebensform sammeln.

Zunächst - wie sollte es anders sein - einige Links zu diesem Thema und zwar einmal zu monster.de (eine übersichtliche Zusammenfassung, wie man Agent werden kann). Die Zeit stellt den Beruf des Literaturagenten vor und spricht deshalb unter anderem mit Herrn Meller.
Es geht aber auch allgemein darum, was eine Agentur für einen Autor tut.
Eine Liste mit Agenturen, die Fantasy im Programm haben, findet ihr hier im Tintenzirkel).

Was macht eine Literaturagentur für einen Autor?
  • Sie prüft Leseprobe, Exposé und evtl. Manuskript auf Vermittelbarkeit/Markttauglichkeit. Ab und an wird eine Agentur bei einem interessanten Thema auch ein Risiko eingehen, meistens aber nach der Vermittelbarkeit gehen, denn da sie von der Provision lebt, lohnt sich keine Vermittlung an einen Kleinverlag mit einer Auflage von 300 Stück. Eine Absage bedeutet deshalb nicht unbedingt, dass man schlecht schreibt, sondern kann auch mit der Vermittelbarkeit zu tun haben - manchmal hat der Agent auch schlicht und einfach nicht die passenden Kontakte für den Roman, selbst wenn der ihm gefällt.
  • Sie redigiert Exposé und Leseprobe und berät den Autor beim Aufbau von beidem.
  • Sie bespricht mit dem Autor, wie dieser sich seine Entwicklung vorstellt und legt eine Strategie fest. Eventuell beschränkt man sich dann gemeinsam auf ein oder zwei Genres und plant gründlich gemeinsam Projekte, bevor sie angeboten werden.
  • Sie nutzt ihre Kontakte zu Lektoren, um den Autor und sein Werk anzubieten, kennen dabei ihre Ansprechpartner von den Messen persönlich, wissen, was gesucht, wo ein Programmplatz frei wird und wer auch mal ein neues Thema ausprobiert. Über manche Konzernverlage wird bereits gemunkelt, sie würden ihre Programme nur noch von Agenten bestücken lassen und die Massen an Einsendungen nur noch lässig prüfen. (Bei den Kontakten sollte man prüfen, ob die Aufzählung der Referenzen sich auf die passenden Lektorate bezieht. Eine Agentur, die mit Verlag X nur mit der Lizenzabteilung erfolgreich kommuniziert oder mit der Presse über Lesungen verhandelt, hat nicht zwangsläufig einen Draht zum Fantasylektorat.)
  • Sie führen die Verhandlungen für den Autor, kennen die Paragrafen, kämpfen um Nebenrechte, Prozente, Vorschuss, Platzierung des Buches im Programm, etc.
  • Sie fragen beim Verlag nach, wenn das Buch immer wieder geschoben wird oder schlecht beworben wird oder andere Kleinigkeiten passieren, wie nicht genutzte Nebenrechte (was im besten Fall nicht passieren sollte, da der Agent einen guten Vorschuss ausgehandelt hat, den der Verlag wieder einspielen möchte, indem er das Buch möglichst gut bewirbt).
  • Sie überprüft die Honorarabrechnungen und sorgt dafür, dass rechtzeitig bezahlt wird.
  • Sie vermittelt im Konfliktfall, egal ob es um Honorare, Lektoratsprobleme oder Terminkonflikte geht.
  • Sie berät den Autor in allen möglichen Fragen und nutzt ihre Kontakte, um Nachfolgeprojekte unterzubringen, Kurzgeschichten bezahlt in Anthologien unterzubringen oder bei einem ganz anderen Verlag einen Programmplatz aufzutun.

Was möchte sie dafür?
  • Einen zuverlässigen Autor, kein Einzelwerk eines "ich habe den Traum mein Buch in der Buchhandlung zu sehen", sondern gleichbleibende Qualität, Flexibilität und Durchhaltevermögen. Jemanden, der zuverlässig Gewinn bringt und die Anfangsinvestitionen im Lauf der Zeit wieder einspielt.
  • Üblicherweise 15% - 20% von allen direkten Honoraren (Mehrwertsteuer kommt obendrauf! - Allerdings kann man seinen Agenten von der Steuer absetzen)
  • Die Provision auf Honorare für vermittelte Werke, auch wenn der Autor die Agentur wechselt.
  • Ein oder zwei Schwerpunktgenres und nicht zu viel Genrehopping, um den Namen des Autors etablieren zu können.

Was sollte eine Agentur auf keinen Fall?
  • Außer der Provision Geld verlangen. Das beinhaltet Gebühren für die Begutachtung, Porto- und sonstige Gebühren, die auf den Autor abgewälzt werden, Geld für ein Lektorat, etc.
  • An ein externes Lektorat vermitteln oder an einen Gutachter, die Gebühren verlangen. Wenn die Agentur nicht an den Autor glaubt, wie soll dann ein Verlag an ihn glauben?
  • Mehr als 20% Provision verlangen oder Provision auf Leistungen, die sie nicht direkt erbracht hat.
  • Untragbare Kündigungsfristen haben.
  • Nicht mit sich über den Vertrag verhandeln lässt, keine Ausschlussklauseln für bestimmte Werke, Genres, etc. annimmt.

Bevor man den Agenturvertrag unterschreibt ist es sinnvoll, seinen zukünftigen Agenten persönlich kennen zu lernen. Sollte das nicht möglich sein, führt man wenigstens ein langes Telefongespräch, um Wünsche und Arbeitsstil abzustimmen (03.02.2017: Tipps hierfür finden sich bspw. bei Montségur: http://montsegur.de/ipb-forum/index.php/topic/20878-die-literaturagentur-ruft-an-welche-fragen-stelle-ich/). Denn trotz aller Freude nützt es einem nichts, wenn man später feststellt, dass man unterschiedliche Auffassungen von Arbeitsabläufen hat oder Romane vertreten haben möchte, für die der Agent keine Kontakte hat.
Sehr sinnvoll ist es außerdem, den Kontakt zu halten und zu pflegen, beispielsweise nach einigen Monaten zu telefonieren, ob die bisherige Strategie erfolgreich ist oder ob ein Genrewechsel angeraten erscheint. Außerdem sollte mit der Agentur abgesprochen werden, was man als Autor erreichen möchte, ob man beispielsweise Auftragsarbeiten annimmt und auf welche Genres man sich festlegt. Im Zweifelsfall lieber einmal mehr zum Telefonhörer greifen, als sich über ein Missverständnis zu ärgern.

Da bleibt natürlich noch viel Raum für Fragen, weitere Argumente und Co. Ich freue mich dann auf eine muntere Diskussion mit euch!

Viele Grüße,
Nadine
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Offline Tastentänzerin

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #1 am: 30. Dezember 2008, 16:42:01 »
Hey Wölfin!

Danke, für diesen Thread! Das sind genau die Infos, die ich suche. Falls es nämlich mit HEYNE nichts wird (also ich bis Februar die bis zu 100 Seiten nicht zusammen und kein Exposé habe) wollte ich es mal mit einer Agentur versuchen. Schaden kann es auf keinen Fall, denn die Leute bei einer Agentur haben auf jeden Fall mehr Ahnung und mehr Erfahrung in der Literaturbranche, als ein Anfänger wie ich.

Dann gehe ich mir doch gleich mal die Agenturen-Liste anschauen. Bin ja mal gespannt.

Liebe Grüße

TasTä
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Offline Nadine

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #2 am: 30. Dezember 2008, 16:57:49 »
Hallo Tastentänzerin!

Dazu noch eine Frage: Hast du denn schon ein komplettes Manuskript? Es ist nicht so, dass Agenturen und Verlage nicht einmal etwas wagen und einen Anfänger verpflichten würden, aber ein vollständiges Manuskript erhöht diese Chancen.

Viele Grüße,
Wölfin
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Offline Tastentänzerin

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #3 am: 30. Dezember 2008, 20:09:35 »
Hallo Wölfin!

Nein, deine Frage ist schon berechtigt, denn das Manuskript ist in der Tat noch nicht fertig. Aber der Plan ist ohnehin, dass ich es erstmal mit dem HEYNE-Wettbewerb versuche, und wenn das zeitlich nicht hinhaut und ich bis dahin nicht genug Seiten zusammen habe, dann habe ich danach ja beliebig Zeit, um mein Manuskript zu vervollständigen. Ich hatte nicht vor mich an eine Agentur zu wenden, bevor ich nicht das Manuskript fertig habe. Zumindest, das es ja eine Trilogie werden soll, das vom ersten Band.
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Offline Franziska

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #4 am: 30. Dezember 2008, 23:39:37 »
ein schöner Thread und viele Infos hast du schon zusammengestellt. Aber das wirft bei mir weitere Fragen auf. Ich weiß nicht genau, ob das hierhingehört. Willst du nur Infos zusammnetragen oder kann man hier auch Fragen stellen?

Ich frage mich jendanfalls, ob es etwas bringt, sich an eine Agentur zu wenden, wenn man nicht unbedingt zu einem großen Verlag will, sondern eher zu einem kleineren Verlag. Einerseits schreibst du selbst, dass es sich für Verlage nicht lohnt Büchr an Kleinstverlage zu vermitteln. Aber wenn ich mir angucke, an was für Verlage die Agenturen die Fantasy vertreten vermittelt haben, sind diese Verlage teilweise auch kleiner. Ich kann das nicht so gut abschätzen.
Gab es nicht mal einen Thread Bewerbung an Verlage vs. Agenturen?Finde ich leider nicht mehr wieder.


Offline Nadine

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #5 am: 31. Dezember 2008, 12:20:13 »
Hallo Franziska!

In diesem Thread möchte ich über alles diskutieren, was Agenturen allgemein betrifft und welche Fragen zu diesem Thema aufkommen können. Und natürlich steht auch meine Sammlung an Vorschlägen und Fakten zur Diskussion, denn es handelt sich um Dinge, die ich für mich zusammengetragen habe und die ich für relativ allgemeingültig halte (Dass im Verlagsgeschäft und auch sonst in der Welt vor Ausnahmen nur so wimmelt, das wissen wir ja alle). Den Thread "Verlagsbewerbung vs. Agenturbewerbung" habe ich ebenfalls nicht gefunden und meine mich auch nur zu erinnern, dass es immer wieder in anderen Threads angesprochen wurde - könnten wir also mal frisch eröffnen.

Deine Frage finde ich wahnsinnig interessant, aber auch sehr schwierig, da du zwischen allen Stühlen stehst, wie mir scheint.
Was ich bei Agenturen schwierig finde ist, dass man nicht immer genau sagen kann, ob ein Autor die eine oder andere Veröffentlichung bereits mitgebracht hat, die in seinem Profil steht oder ob alles von der Agentur vermittelt wurde. Es lässt sich also nicht immer 100% ableiten, mit welchen dieser Verlage die Agentur zusammenarbeitet. Dann gibt es natürlich auch kleinere Verlage mit Spezialisierung, die von außern winzig aussehen, weil sie nur wenige Bücher im Programm haben, die aber durchaus Auflagenhöhen von bis zu 3.000 Büchern verlaufen (vor allem im Krimibereich) - und das lohnt sich dann wieder für eine Agentur.

Vielleicht lohnt es sich, einmal bei einer Agentur nachzufragen, ob sie auch gern Autoren im Programm haben, die den großen Durchbruch gar nicht wollen, sondern gern solide immer wieder veröffentlichen? Von einem Kleinverleger weiß ich jedenfalls, dass er solche Autoren schätzt und kein "Sprungbrett" sein möchte, bei dem er die Investition tätigt und der Autor verschwindet, ehe er dem Verlag wenigstens schwarze Zahlen hinterlassen hat.

Viele Grüße,
Wölfin
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korvin

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #6 am: 31. Dezember 2008, 12:30:55 »
Servus

Ich erinnere mich da an ein Gespräch mit einem deutschen Schriftsteller.
Der war da recht einfacher Ansicht:
"Ich kümmere mich ums Schreiben, mein Agent um das Verkaufen. So kann ich mich mehr aufs Schreiben konzentrieren."

Finde ich sehr sinnig :)

Offline Ginger

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #7 am: 31. Dezember 2008, 13:11:23 »

Hallo,

ich selbst habe angefangen, Leseproben an Agenturen zu schicken, als ich gerade mal ein par ordentlich geschriebene  Seiten fertig geschrieben hatte. Es waren glücklicherweise nicht viele Agenturen, denn es war viel zu früh. Inzwischen habe ich entdeckt, was man alles herausfindet während man sein erstes Buch schreibt und will diesen Prozess nicht vorzeitig beenden.

Wenn ich eine Agentur gefunden habe, dann möchte ich dort ein "zu Hause" finden. Ich würde auch gerne kontinuierlich mit einem Verlag zusammen arbeiten. Aber es gibt wohl auch unter den Autoren so Sportler, die mitten im Spiel den Verein wechseln, weil sie Angst haben, irgend einen scheinbaren Vorteil zu verpassen. Das könnte ich nicht.

@ Wölfin:
Zitat
Von einem Kleinverleger weiß ich jedenfalls, dass er solche Autoren schätzt und kein "Sprungbrett" sein möchte, bei dem er die Investition tätigt und der Autor verschwindet, ehe er dem Verlag wenigstens schwarze Zahlen hinterlassen hat.

Hier wäre jetzt ein kleiner Insider-Tip, welcher Verlag das ist, echt wertvoll. Gerne auch PN wenn Du es nicht öffentlich breittreten magst oder als Zusatz zu Verlagsliste "schätzt treue Autoren". So etwas werde ich suchen!

Danke und einen guten Rutsch  :prost:
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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #8 am: 31. Dezember 2008, 15:42:06 »
@Lone Ranger.

Ich weiß nicht, ob die Wölfin und ich vom gleichen Verlag sprechen, aber ich weiß, dass zB. Ernst Wurdack vom gleichnamigen Verlag Wert auf Autoren legt, die beständig sind und den Verlag nicht nur als einmalige "Druckerei" nutzen wollen. Da Ernst das auch in anderen Foren öffentlich kund tut, ist das sicher keine Geheiminfo.
Allerdings amortisiert sich ein Autor auch für einen Großverlag gemeinhin erst mit Folgebänden. Autorennamen müssen, wie Marken, aufgebaut werden.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass Autoren leichtfertig den Verlag wechseln, wie ein Sportler die Yoghurtmarke, für die er wirbt. Das hat nicht unbedingt was mit Vorteilshascherei zu tun, sondern damit, dass beispielsweise nicht jeder Verlag alle Genres bedient, in denen ein Autor schreibt. Natürlich ist es davon unabhängig immer noch ein Geschäft, vor allem für Leute, die davon leben. Da hat man als Nichtberufsschreiber vielleicht einen anderen Blick drauf.

Gruß,

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Offline Ginger

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #9 am: 31. Dezember 2008, 16:20:31 »
@ Linda,

danke, ich hatte auch schon mal mit Interesse bei Wurdack gestöbert. Leider haben sie dort Aufnahmestop für neue Autoren um sich um den eigenen Autorenstamm richtig kümmern zu können. Das ist der Vorteil, aber damit für mich natürlich erstmal die geschlossene Tür. Genau so einen Verlag suche ich.

Es hat mich am Anfang meiner Laufbahn *hüstel* noch irritiert, dass Verlage lieber den Werdegang eines Werkes begleiten, als vor vollendeten Tatsachen zu stehen. In der jungen Euphorie dachte ich 'Schön, dann mal auf die Suche nach Begleitung'. Bei den Rückmeldungen (Agenturen/Verlage) war dann aber schon ein existierendes, fertiges Manuskript die Vorgabe. Dieser Aspekt wurde ja auch hier bereits in der Diskussion erwähnt. Ich schätze mal, der Begleitservice ist etwas für Folgewerke, aber bevor man es nicht zum fertigen, ersten Manuskript geschafft hat, braucht man nicht nerven.

Habe ich das wohl richtig verstanden?

Gruß

Stefan - Lone Ranger
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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #10 am: 31. Dezember 2008, 16:41:22 »
Es hat mich am Anfang meiner Laufbahn *hüstel* noch irritiert, dass Verlage lieber den Werdegang eines Werkes begleiten, als vor vollendeten Tatsachen zu stehen.

um es mal ganz brutal zu sagen - es ist fürs Lektorat leichter, etwas gleich richtig zu machen, als "grobe Mängel" an einem fertigen Werk zu bearbeiten. Ein Erfahrungswert, den sicher jeder nachvollziehen kann. Ein angebranntes oder versalzenes Essen kann man retten und noch genießbar machen - aber es wird bestimmt kein Gaumenschmaus mehr.
Fertige Manuskripte zu retten ist u. U. viel viel Arbeit und das eine oder andere Mal konnte ich in meiner Laufbahn als Bearbeiterin auch nur seufzen: das hätte man schneller und besser gleich komplett neu geschrieben, als hier jeden Satz umzustellen.

 
Zitat
In der jungen Euphorie dachte ich 'Schön, dann mal auf die Suche nach Begleitung'. Bei den Rückmeldungen (Agenturen/Verlage) war dann aber schon ein existierendes, fertiges Manuskript die Vorgabe.
Habe ich das wohl richtig verstanden?

Jain. :)
Ein fertiges Manuskript ist schon mal der Beweis, dass man etwas fertig macht und sich damit von 101 Hobbyisten abhebt, die mal eben schnell nach Lektüre von Eragon auch unbedingt meinen, selbst schreiben zu müssen.
Da Verlage keine Eintagsfliegen wollen, ist das wichtig.

Andererseits gibt es da keine Gesetze. Wenn man eine wirklich umwerfende Idee hat, es aber an schreiberischer Erfahrung mangelt, kriegt man u. U. auch mit Leseprobe oder Exposee einen Vertrag - und die Unterstützung von Agentur oder Lektor.

Gruß,
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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #11 am: 31. Dezember 2008, 17:12:04 »
@ Wölfin:
Hier wäre jetzt ein kleiner Insider-Tip, welcher Verlag das ist, echt wertvoll. Gerne auch PN wenn Du es nicht öffentlich breittreten magst oder als Zusatz zu Verlagsliste "schätzt treue Autoren". So etwas werde ich suchen!

Die PN hätte ich bitte auch gerne. Ich gehe zwar stark davon aus, dass die Agentur sowieso längst in meiner Lesezeichenliste vertreten ist, aber es wäre schon nützlicher zu wissen, welche Agentur du genau meinst, damit ich dort mal gezielter umschauen kann. :jau:
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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #12 am: 31. Dezember 2008, 17:15:58 »
@Tastentänzerin: Da hast du was überlesen, denn ich meine einen Kleinverlag und zwar den selben wie Linda (Wurdack).
Wenn du dich bei den Agenturen auf unsere kleine Liste in der verlagsrubrik verlässt, wirst du sicher nichts falsch machen ;) Geheimtipps an neuen Kleinagenturen habe ich leider keine.
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Offline Tastentänzerin

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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #13 am: 31. Dezember 2008, 17:36:40 »
@Tastentänzerin: Da hast du was überlesen, denn ich meine einen Kleinverlag und zwar den selben wie Linda (Wurdack).
Wenn du dich bei den Agenturen auf unsere kleine Liste in der verlagsrubrik verlässt, wirst du sicher nichts falsch machen ;) Geheimtipps an neuen Kleinagenturen habe ich leider keine.

Hmm? Wo und was habe ich überlesen? :hmhm?: Na jedenfalls danke für den Hinweis. :jau: Aber wenn Wurdack, wie LoneRanger ja bereits angemerkt hat, im Moment sowieso Aufnahmesperre hat, werde ich mich mal lieber auf die anderen (und größeren) Agenturen konzentrieren.
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Re: Was bringt einem eine Literaturagentur?
« Antwort #14 am: 31. Dezember 2008, 17:46:55 »
Hmm? Wo und was habe ich überlesen? :hmhm?: Na jedenfalls danke für den Hinweis. :jau: Aber wenn Wurdack, wie LoneRanger ja bereits angemerkt hat, im Moment sowieso Aufnahmesperre hat, werde ich mich mal lieber auf die anderen (und größeren) Agenturen konzentrieren.
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Es ging darum, dass Agenturen bei kleinen Auflagenhöhen fast keine Provision für viel Aufwand bekommen und deshalb eher an große als an kleine Verlage vermitteln.
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