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Autor Thema: Grammatikalische Kleinigkeiten  (Gelesen 124255 mal)

saraneth

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Re: Die leidige Grammatik
« Antwort #30 am: 29. Dezember 2007, 20:54:15 »
Nein, das meinte ich nicht... aber gut.

Lomax

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Re: Die leidige Grammatik
« Antwort #31 am: 29. Dezember 2007, 21:12:14 »
Thomas' book ... Er wird auf deutsch nirgendwo in dieser Art gesetzt
... außer bei "Thomas' Buch" - da steht auch im Deutschen ein Apostroph dahinter, um den Genitiv zu kennzeichnen ;D
  Das gilt für Namen, die auf s, z oder x enden. Hat aber mit dem Thema eigentlich nichts mehr zu tun.

BTSV67

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Re: Die leidige Grammatik
« Antwort #32 am: 30. Dezember 2007, 10:23:36 »
Korrekt.
Ein Apostroph wird gesetzt, um ein e oder i zu ersetzen, demnach würde hätt's auf jeden Fall mit Apostroph geschrieben.
Runter, raus, was und so weiter sind mMn eigene Wortformen, bin mir sogar ziemlich sicher.

Online Aryana

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Re: Die leidige Grammatik
« Antwort #33 am: 30. Dezember 2007, 15:45:59 »
"Runter" und "raus" sind Kurzformen von "herunter" und "herauf".  Das weggekürzte "he-" wird aber nicht durch ein Apostroph ersetzt.

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Offline Ratzefatz

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Re: Die leidige Grammatik
« Antwort #34 am: 04. Januar 2008, 14:06:11 »
Vielen lieben Dank für die bisherigen Rückmeldungen! Ich muss den Thread allerdings noch einmal aufwärmen:

ich hätt's getan oder ich hätt 's (mit Leerzeichen vor dem Apostroph) getan?

Das Leerzeichen verwirrt mich noch immer, und der Duden hilft da auch nicht.
„Dein Name ist Venko“, raunte Zoya in sein Ohr. „Venko, Venko, Venko.“ Sie gab ihm für jedes „Venko“ einen Kuss und ermahnte ihren Mann: „Vergiss deinen Namen nicht!“
„Wie könnte ich ihn vergessen, meine Zoya“, raunte er zurück, „wenn ihn vergessen auch dich vergessen hieße?“

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DarkDreamer

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Re: Die leidige Grammatik
« Antwort #35 am: 04. Januar 2008, 14:42:08 »
Ich würde es ohne Leerzeichen schreiben. Mit sieht auch etwas Merkwürdig aus und gesehen habe ich es so, meine ich zumindest, auch noch nicht.

Offline Ratzefatz

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Jede, jegliche
« Antwort #36 am: 11. März 2008, 23:28:16 »
Ich knabbere gerade an einem interessanten Stück Satzbau.

"Er beobachtete jede ihrer Regungen."

Wenn ich das jetzt anders formulieren will -

"Er beobachtete ihre jegliche? jede? jedwede? Regung." Was wäre da richtig?

Vielen Dank im Voraus für eure Ideen!

LG Ratzefatz
„Dein Name ist Venko“, raunte Zoya in sein Ohr. „Venko, Venko, Venko.“ Sie gab ihm für jedes „Venko“ einen Kuss und ermahnte ihren Mann: „Vergiss deinen Namen nicht!“
„Wie könnte ich ihn vergessen, meine Zoya“, raunte er zurück, „wenn ihn vergessen auch dich vergessen hieße?“

Barbara Schinko, Ein Mantel so rot, 2017

Offline zDatze

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Re: Jede, jegliche
« Antwort #37 am: 11. März 2008, 23:36:48 »
"Er beobachtete jede ihrer Regungen."

Ähm, ja ich würde die Satzordnung ein bisschen umändern, alles andere klingt irgendwie komisch, finde ich. ^^

saraneth

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Re: Jede, jegliche
« Antwort #38 am: 11. März 2008, 23:57:20 »
Hi Ratzefatz,

hm... also
Zitat
Er beobachtete ihre jegliche? jede? jedwede? Regung.
hört sich alles nicht so besonders an, sorry. Ich würde das entweder so lassen, wie du es oben beschrieben hast (hört sich doch gut an :)), oder aber so etwas schreiben wie:

"Er beobachtete jegliche Regung, die von ihr ausging."

Wobei ich das nicht soo berauschend finde; die erste Lösung, die du schon angeboten hast, ist wirklich die beste.

LG
Saraneth

Offline Coppelia

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Re: Jede, jegliche
« Antwort #39 am: 12. März 2008, 06:30:30 »
Wie kann eine Regung von jemandem ausgehen? Licht geht von jemandem aus ... nennt mich ruhig kleinlich, aber auf mein Sprachgefühl kann ich mich verlassen. ;)

Alle Vorschläge scheinen mir relativ geschwollen. Schlichter wäre "Er behielt sie genau im Auge" oder "Er beobachtete jede ihrer Bewegungen genau." *schulterzuck*
     Und da verstand er scharf/bei ihren Worten, dass man sich/nicht alles anhör'n darf .../Man wird sonst doch zum Lich ...

Offline Lavendel

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Re: Jede, jegliche
« Antwort #40 am: 12. März 2008, 07:48:47 »
Da hat Coppelia Recht. "Er beobachtete ihre Bewegungen genau."
Das wäre doch eine akzeptable Variante, die auch nicht so abgehoben und verquer klingt.
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saraneth

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Re: Jede, jegliche
« Antwort #41 am: 12. März 2008, 11:09:47 »
Oder, was mir gerade noch eingefallen ist: "Er beobachtete alles, was sie tat." Das ist dann auch nicht abgehoben. ;)

Offline Berjosa

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Re: Jede, jegliche
« Antwort #42 am: 12. März 2008, 11:53:23 »
Hm, also, wenn ich lese: "Er beobachtete jede ihrer Regungen", dann verstehe ich das so, dass es um Kleinigkeiten geht, die sie möglicherweise gar nicht bewusst tut. Ein Lidschlag, ein kurzes Zucken im Mundwinkel, sowas, oder die berühmte Scheintote, die es gerade noch schafft, einen Finger zu bewegen.
Wenn das gemeint ist, halte ich den ursprünglichen Vorschlag für die beste Lösung.
        

saraneth

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Re: Jede, jegliche
« Antwort #43 am: 12. März 2008, 12:23:42 »
@ Berjosa: Hatte ich mir auch überlegt.. aber ich war nicht sicher, ob es auch allgemein gültig sein könnte.

Offline Adiga

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Re: Jede, jegliche
« Antwort #44 am: 15. März 2008, 19:30:11 »
Weil ich das Wort jedwede irgendwie mag... Doch für deinen Charakter scheint es nicht das passende zu sein und den Eindruck eines allwissenden objektiven Erzählers macht so ein Wört auch ganz schnell zu nichte.   
Jedwede klingt vermutlich veraltet und aufgeblasen. "Trotzdem könnten jedwede ihrer Regungen von Interesse gewesen sein."

Gewisse Wörter wurden in anderer Zeit, als der unseren häufiger verwendet, und wenn man sich ihrer wieder besinnt, könnte der richtige Weg jener sein, sie sich diese wenig benutzen Wörter so zu eigen zu machen, als würden sie von jemandem gesprochen, der schon zu jener nämlichen Zeit unter der Sonne weilte und nie aufgehört hat, diese Wörter zu benutzen. Also, letztlich ein sprachlicher Trick, aber es könnte sein, dass ein derartiges Vorgehen einen erzählerischen Mehraufwand erfordert, der für viele Geschichten vermutlich der falsche Weg ist;

"jeglich", klingt für mich weniger sympatisch, doch auch dafür könnte man was finden, wo es trotzdem am besten passt.
...und mit "jede" ist man vermutlich fast immer auf der richtigen Seite...

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