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Autor Thema: Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts  (Gelesen 332 mal)

Offline Silvasurfer

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Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts
« am: 30. Mai 2017, 20:46:10 »
Ich bin eher der Typ, der sich erst eine Welt ausdenkt, dann Charaktere und dann irgendwann ergibt sich eine Handlung.
Das hat momentan zur Folge, dass ich nun eine Nebenhandlung habe, bei der ich Entscheiden muss, ob ich sie überhaupt ins Buch packe.
Ignorieren kann ich die Idee allerdings nicht und Autoren, wie George RR Martin haben bewiesen, dass es sich lohnt das Unkraut siener Ideen ersteinmal wuchern und wachsen zu lassen.

In diesem Fall geht es um eine Miniaturfantasywelt, innerhalb meiner futuristischen Fantasywelt. Wer Warhammer 40k kennt darf sich also Vorstellen das mein Hauptcharakter solche Miniaturen als Hobby sammelt, diese jedoch quicklebendig sind. Ansonsten stellt euch einfach Fantasyminiaturen vor... Punkt. Und schon sehe ich eine Epische Schlacht um die Schornsteinfestung in einem ewigwährenden Kampf um die Herrschaft seines Zimmers, seines Dachbodens und seines Gartens vorm inneren Auge, bei der auch sein Haustier ein kleiner Minidrache Namens Quetzalqoatl und eine Art Elf/Pilzwesen namens Alvar beteiligt ist, sowie Kobolde, Wichtel, Goblins und Heinzelmännchen (allerhand Hausgeister und Hausfantasylebewesen eben) also sprich all seine gesammelten quicklebendigen Miniaturarmeen. Ja mein Hauptcharakter ist ein absoluter Nerd.

Ich möchte diesen Subplot, bei dem seine Armeen High-Fantasy-Mässig um das Schicksal seines Zuhauses kämpfen nutzen, um mit einer Miniatur als POV Charakter sein Zuhause sogar mit noch mehr Liebe zum Detail und das ganz abenteuerlich zu beschreiben, ohne dabei zu klingen wie Theodor Fontane... Nur damit der Held irgendwann sein Zuhause eben verlässt und die schöne gewöhnliche Welt, die dem Leser dadurch hoffentlich ans Herz gewachsen ist eben hinter sich lässt, was weh tut, um sein Abenteuer in weiter Ferne zu bestreiten. Das würde aber bedeuten, dass bis zum Punkt andem mein Held verbannt wird und seine eigentliche Reise beginnt ich eine Umfangreiche Handlung vor mir habe (Mein Held beginnt seine Reise ohnehin erst nach bereits geschriebenen 25.000 Wörtern). Ganz zu schweigen davon also, dass meine Geschichte sich langsam anbahnt kommt nochmal eine ähnlicher Umfang an Wörtern hinzu + Noch mehr POV Charaktere, woduch allein bis zum Punkt, an dem gerade mal ein fünftel oder höchstens ein viertel der Geschichte erzählt ist, das Manuskropt bereits aus mindestens 50.000 Wörtern bestehen wird. Davon ganz zu schweigen, dass der Handlungsstrang der Miniaturen sich weiterziehen muss und ein Ende finden muss, weil seine Miniaturen auch in der Abwesenheit des Protas weiter um sein Zuhause kämpfen werden.

Nun also Fragen die mich momentan beschäftigen, für die Autoren, die helfen wollen:

1. Wie ratsam oder unratsam haltet ihr es mein Erstling so umfangreich zu gestalten und wie sollte ich es angehen? Ich habe zwar schon Geschichten angefangen und nie zuende geschrieben allerdings inzwischen den Punkt längst überschirtten andem ich aufhören kann diese Geschichte bis zum Ende zu schreiben, weil einfach schon zu viele Ideen in mir lebendig geworden sind. Zumindest bis zu besgatem Ende der Geschichte werde ich meinem Instinkt nach so oder so kommen, was auch immer das heisst, doch beängstigend ist es schon für mich...
Ich könnte zum Beispiel das als unabhängige Kurzgeschichte in einer Art Anthologie meiner Welt packen, wo schon eine Kurzgeschichte untergebracht ist, die ich zwar schön finde, aber nicht in diesen Erstling packen will, weil sie wirklich gar nichts oder nur ganz am Rande etwas damit zu tun hat. Allerdings würde ich dann echt die Chance verpassen mit Liebe zum Detail das Zuhause meines Helden dem LEser ans Herz zu legen und was wäre schon Herr der Ringe ohne das Auenland und Bilbos Höhle...
2. Um welche Rohstoffe könnten sie in einem Haus kämpfen, neben Land(wirtschaft) im Garten und der Herrschaft um den Kamin als Ofen für Metall? Bzw könnte es natürlich auch um etwas ganz anderes gehen.
Es gibt als Info das Reich des Dachgartens, wo eine Schornsteinfestung ist. Diese Schornsteinfestung, die mit allen Stockwerken verbunden ist, stellt ein Reich für sich dar und ist logischerweise besonders mächtig. Das Reich des Dachbodens ist eine Art Unterwelt, und war Ursprünglich Teil der Schornsteinfestung, wurde aber den Zwergen weggenommen. Wie werden die Grenzen bewacht? Ach was auch immer ihr dazu zu bemerken habt, als Feedback oder Anstoss wäre für mich hilfreich. Die Miniaturen sind etwa 3-7 cm gross
3. Was für Orte könnte es im Haus geben? Ich habe bereits ein kleines Dorf im Dachgarten beschrieben und auch besagte Festung im Schornstein eines Kamins, der ein lebendiger kleiner Vulkan ist und so etwas darstellt, wie einen Hausgeist - eine Gottheit für die Miniaturen. Darüberhinaus ist der Dachboden ein kleines Minas Thirit und ja das war es auch bisher. Unter dem Minas-Thirit-Dachboden ist das Zimmer des Helden noch unbevölkert mitsammt Treppenhaus und noch ein Geschoss darunter befindet sich Wohnzimmer und Küche, TabuZone, denn hier herrscht Mama!!!
Es könnte also nur noch das Zimmer des Helden und gegebenenfalls ein Balkon bzw die begrünte Aussenwand bevölkert werden, allerdins womit und wie fügt sich dieses Reich ein.

Ich glaube es wird shcon etwas mit der Zeit daraus entstehen, wollte jedoch mal Fragen in den Raum werfen.
Sie sagen: "Wenn du denkst, dein Protagonist habe genug gelitten, lass deinen Helden noch ein wenig mehr leiden!" Ich weiß nicht wer es zuallererst gesagt hat. Aber er oder sie hat verdammt nochmal recht!

Offline Araluen

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Re: Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts
« Antwort #1 am: 30. Mai 2017, 21:47:49 »
1. Wenn dich die Idee gerade packt (und sie klingt sehr skurril, aber hat echt was), dann schreib. Schreib die Geschichte, wie sie sich gerade gut anfühlt. Was du dann daraus machst, kannst du entscheiden, wenn du es erst einmal geschrieben hast. Manchmal schreibt man auch Dinge, um am Ende festzustellen, dass es zwar Riesenspaß gemacht hat, sie zu schreiben, und es sehr hiflreich für die wietere Entwicklung von Plot, Figuren, etc. war, man die Sachen aber eigentlich gar nicht im fertigen Manuskript braucht. Für dich als Autor war der Abschnitt wichtig, um ein Feeling für die Geschichte zu bekommen oder eben einfach anzufangen oder weiterzumachen. Für die Geschichte selbst ist der Abschnitt dann eher überflüssig. Das wäre dann der passende Ansatz für die Spin-Off Schere. baer wie gesagt: Schreib erst und entscheide dann.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du an der Stelle zwei Plots nebeneinander laufen. Einmal dein Nerd-Held, der sich irgendwann einmal auf den Weg in sein Abenteuer macht und dann hast du noch seine Miniaturen, die vermutlich ohne sein Wissen, einen Kampf um sein Haus führen. Damit das richtig funktioniert, solltest du beide Handlungen verbinden. Sonst liest es sich tatsächlich eher wie zwei unterschiedliche Geschichten im selben Buch und nicht wie zwei Plots, die einander irgendwann noch berühren. (Und Bilbos Höhle ist wichtiger für den Hobbit, als für den Herrn der Ringe - so sehe ich das zumindest ;))

2. Religion ist einer der größten Kriegsmotoren überhaupt. Sie könnten also um irgendetwas von religiöser Bedeutung kämpfen, dass dem Prota gehört (er als Besitzer dürfte eine Art Gottstatus für die Miniaturen haben.) Oder sie könnten um Auslegungen seines Tagebuchs oder Warhammer 40k Strategienotizbuch streiten. Ich mag Konfessionsstreitigkeiten fast noch lieber als generelle Glaubensfragen ;)
Irgendetwas hält die Figuren am Leben. Normalerweise sind Figuren ja eher weniger lebendig. Gib ihnen einen Stoff... keine Ahnung... Milch ;), der sie lebendig hält. Wer nicht regelmäßig seine Milch kriegt, fällt in kalten Schlaf = wird wieder zu einer normalen Plastikfigur.

3. Da habe ich keine spontanen Ideen.  :versteck:

Offline Tejoka

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Re: Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts
« Antwort #2 am: 31. Mai 2017, 12:00:30 »
Eine coole Idee, auch wenn ich spontan den Eindruck habe, dass das leicht ausufern könnte ;)

1. Ich wäre hier vorsichtig, deine Geschichte nicht zu sehr zu überladen. Wenn am Anfang viel passiert, dass nichts mit der eigentlichen, später einsetzenden Handlung zu tun hat, kommst du in die Gefahr, dass sich dein Anfang zu sehr zieht, oder dass du Leser vergraulst, wenn es dann einen abrupten Wechsel gibt. Für mich eignet sich das Ganze gut für so eine spin-off-Kurzgeschichte. Was du auch machen könntest, ist, eine Szene aus eben der Sicht einer dieser Figuren am Anfang, um das Haus und vielleicht noch deinen Prota etc. einzuführen, es aber (größtenteils) eben auf eine Szene zu beschränken, die in sich abgeschlossen ist. Oder eben durch so eine Kurzgeschichte erweitert werden kann. Wenn du das unbedingt im selben Buch haben willst, finde ich auch, du musst unbedingt Verbindungen zwischen den beiden Handlungssträngen schaffen.

2. Hier gefällt mir Araluens Idee sehr gut. Alternativ könnte es etwas mit der Herkunft der Figuren zu tun haben. Ich kenn jetzt Warhammer40k nicht, aber vielleicht fällt dir etwas ein, wie du deine Miniaturen sozusagen "von vorneherein" in Fraktionen einteilst. Sonst kämpfen sie vielleicht um Zugang zu deinem Prota? Sprich, jeder will sein Schlafzimmer erobern oder so. :P

3. Falls du Pflanzen am Balkon und/oder der Außenwand hast, ergibt das vielleicht einen guten Miniatur-Jungel. Sonst bietet sich im Zimmer deines Protas z.B. der Computer als religiöses Objekt an, genau wie evtl. andere Elektronik. Aber Ideen für Miniatur-Reiche habe ich gerade auch nicht.
Si tacuisses, philosophus mansisses.

Offline Silvasurfer

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Re: Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts
« Antwort #3 am: 31. Mai 2017, 14:58:01 »
Vielen Dank für Eure Hilfe. Ich habe mir vor allem zu Herzen genommen, dass die Geschichte nicht parallel laufen soll und habe jetzt endlich das Outline dazu fertig und bin sehr zufrieden.
Des Minifrankensteinmonster meines Protas wird für seine Miniaturen zu einem Halbgott/Jesus (Was ich total cool finde, weil endlich mal ein Nebencharakter der Auserwählte sein darf und eine Gruppe von Abenteurern, nicht drei Heilige Könige sondern eben so viele Chars wie mir einfallen müssen sich durch den Dachboden kämpfen um das Minifrankensteinmonster zu sehen. In diesem Wesen vereinen sich dann die beiden Hauptstränge, weil es sowohl für den Prota und seine Geschichte sehr wichtig ist aber auch für die Miniaturen. Es gibt dann natürlich einen Attentat auf ihn, den die Abenteurer vereiteln wollen. Wobei mehrere Charaktere einschließlich der Miniatur, die der POV Charakter dieser kleinen Miniaturennebenhandlung ist sterben.
Das einfach aus dem Grund, dass der Leser angst haben soll, dass dieses Wesen wirklich stirbt, welches wie gesgat an dieser Stelle bereits sehr wichtig ist für den eigentlich Protagonisten.
Weil der POV-Char tod ist schreibe ich dann nur noch wie der Prota die heiligen Drei Könige, die das Attentat vereitelt haben bei sich empfängt, während seine zukünftige Freundin bei ist, alles ganz romantisch und weihnachtlich, Joseph Maria und das kleine Minifrankensteinmonsterse/Jesuskind...

Offen bleibt nur noch, wie ich den Weg durch den Dachboden gestalte.

Wenn diese Gebündelte Intelligenz hier etwas dazu sagen möchte, hier ein paar Infos zum Setting: 7 9 oder 13 Abenteurer, Kobolde, Wichtel, Heinzelmännchen, Gnome und Zwerge infiltrieren einen Dachboden der Aussieht wie eine Miniatur Zwergenhalle und von kleinen Goblins bewohnt wird, um das Attentat zu verhindern.
Stellt euch den Dachboden, wie einen Säulenwald vor mit allerhand Gerümpel, wohinein die Häuser gebaut wurden etc.
Einer der Abenteurer, ein Gnom, der für den POV-Miniaturen-Charakter eine Art Gandalfsein soll ist reißt in der Abwesenheit des Protas später die Weltherrschaft über das Haus an sich und wird quasi nach seinem Tod zu Gandalf den Schwarzen, wenn man so will. Er muss also auch sterben. ;D ;D ;D
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Offline Fianna

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Re: Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts
« Antwort #4 am: 31. Mai 2017, 15:40:58 »
Das klingt sehr komplex. Kannst du es dann nach der verliebten Planungsphase in 2 Kapitel eindampfen? Wenn die Handlung mehr ausufert, würde ich das separat laufen lassen. Das ist ja schon eine richtige Geschichte für sich.
Bei meinem ersten Roman (nie beendet wegen Struktur- und Plotproblemen) hatte ich ähnlich bombastische Hintergründe. (Bestimmte einschneidende Ereignisse in der Vergangenheit, die eine Charakterwandlung bei dem Protagonisten hervor riefen und diesen belasten). Das war aber einfach zuviel. Es wurde dann eine eigene Geschichte daraus - die ebenfalls nicht die auslösenden Ereignisse beschrieb, sondern die unmittelbarere Reaktion und Verarbeitung.

Ich glaube, es ist normal, das man seine ersten Geschichten viel zu komplex gestaltet und den Inhalt von 2 oder 3 Büchern in eines packen will. Jennifer Roberson hat ihr erstes Manuskript als sechs (!) Bücher veröffentlicht. Ich nehme an (wegen einer starken inhaltlichen Zäsur), dass sie lediglich die Handlung der ersten 4 in ihrem Originalmanuskript verarbeitet hat... Aber das ist nur ein populäres Beispiel, wie komplex und komprimiert die erste Version eines Debütanten oft konzipiert ist.
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Offline Silvasurfer

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Re: Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts
« Antwort #5 am: 31. Mai 2017, 21:10:01 »
Ich will mal in Wörtern stichpunktartig alles für euch und auch für mich zusammenfassen, dann kann man sich vielleicht ein Bild machen, ob es zu komplex ist...

Also den Zusätzlichen Handlungsstrang kann ich nicht in 2 Kapiteln eindampfen. Es sind zusätzliche Szenen eingeflochten in den ersten Kapiteln meines Buches.

1. Szene: Die Abenteurer brechen zu einer in der Haushaltswelt nie dagewesenen Versammlung auf (Ruf des Helden) 500-1000 Wörter
2. Szene: Die Abenteurer werden vom Rat zum Dachbonden geschickt (Passing the Trashold) 500-1000 Wörter
3. Szene: Kampf im Dachboden mit den dramatischen Tod 3er Charaktere gleich in einer Szene. Solche Warhammer 40k Scharmützel können schon knallhart sein. 2000-4000 Wörter (Ein Kapitel)
4. Szene: Die Abenteurer sind beim Prota und haben das Attentat vereitelt. Sie überreischen Geschenke für das Minifrankensteinmonster/Jesuskind (500 Wörter)
5. Szene: Schlacht die verloren zu sein scheint wird gewendet als das Minifrankensteinmonster mit Verstärkung anrückt. Mit dem Prota als POV, der seinen Miniaturen bei der Schlacht zusieht, wie man einer Modelleisenbahn beim fahren zusieht... 1000-2000 Wörter

Und das war es auch... Sein Minifrankensteinmonster rettet sowohl dem Prota als auch den Miniaturen den Tag und ein Nebenchar darf auch mal der Held sein

Dann kommt noch ein Kapitel am Schluss hinzu, eine letzte Hürde, bei der der Prota mit seinem Monster zurückkehren und feststellen, dass die Gnome die Weltherrschaft an sich gerissen haben. (Im Haus natürlich nur, welches für sie die Welt ist) Und nun müssen sie, bei der Rückkehr in die gewöhnliche Welt des Helden noch eine letzte und buchstäblich kleine Hürde überwinden und eine Revolution gegen den "bösen" Magiergnom starten, damit der Prota nach seinem eigenen bestandenen Abenteuer endlich wieder Zuhause sein darf...

Diesen Teil mag ich besonders, weil es so wenige Bücher gibt die diesen sehr wichtigen Teil von Campbells Heldenreise wirklich gut umsetzen, ausser Herr der RInge, wo die Hobbits erstmal das Auenland befreien müssen, woher die Idee für dieses letzte Kapitel stammt. Ich finde es nämlich schade, so wenige Bücher zu lesen, bei denen die Helden nach hause zurückkehren und dort auch erstmal noch eine Hürde überwinden müssen, als ob sich nach einer so langen Reise nichts ändert...

Mein Erstling besteht bisher aus 36.000 geschriebenen Wörter und nimmt in meiner Stichwortartigen Plotübersicht damit etwa 20% des Outlines ein (Den neuen Handlungsstrang mit eingeschlossen) 

Demnach hätten mathematisch gesehen all meine Handlungsstränge (alt+neu) zusammen einen Umfang von mehr oder weniger 180.000 Wörtern, vorausgesetzt die einzelnen Plotstichpunkte haben einen ähnlichen Umfang, wie die bishergeschriebenen Kapitel und abgehakten Plotstichpunkte.

Wenn ich den X-Faktor berücksichtige müssten es am Ende vielleicht höchsten 200.000- im Extremfall ca 2X0.000 Wörter sein und dannach wird eh nochmal bearbeitet (Wobei X definitiv kleiner als 5 sein sollte)

Ah diese Zahlen sie sind so nüchtern und beängstigend gross. Wie dem auch sei...
 
Ist das zu viel und zu umfangreich?
Soll ich überhaupt jetzt schon streichen?

Araluen schrieb:
Zitat
Was du dann daraus machst, kannst du entscheiden, wenn du es erst einmal geschrieben hast.

Ich glaube so werde ich es halten. Vielen Dank nochmal!! sich mit anderen Autoren über den Plot zu unterhalten hilft echt viel mehr, als Texte korrigieren zu lassen, finde ich. Und insofern lerne ich gerade den Tintenzirkel von einer Seite kennen die mir wieder richtig gut gefällt, ohne vorher damit so gerechnet zu haben.
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Offline Alina

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Re: Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts
« Antwort #6 am: 01. Juni 2017, 14:36:39 »
Das Fantasyfiguren lebendig werden und sich gegenseitig Schlachten liefern, finde ich auch eine spannende Idee.

Zu den Wörterzahlen würde ich jetzt ganz spontan sagen, dass mir die Wortzahl, die du für die Szenen schätzt, wenig vorkommt. Gerade zu Anfang muss man dem Leser ja das ganze Szenario vermitteln, die Hauptfiguren vorstellen,  und dann passiert da noch jede Menge. Und wenn man sich schon so ein Thema ausdenkt, möchte man ja auch Details beschreiben...
Ich komme mit 1000 Wörtern nicht sonderlich weit, ich bin immer überrascht, wie lang meine Kapitel werden, die ich vorher mit drei Sätzen zusammengefasst hatte. Aber vielleicht liegt das an meinem ausufernden Schreibstil, und du schreibst viel kürzer  ;)

Ob ein Buch mit 200 000 bis 250 000 Wörtern zu umfangreich ist, kann ich nicht so beurteilen, bin selber ein Neuling. Es wird sicher ein dickes Buch. Mein erstes Manuskript hatte etwa 100 000 Wörter, das waren 440 Normseiten. Könnte man die Geschichte eventuell auch auf zwei Bücher verteilen?

Offline Silvasurfer

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Re: Der Kampf um die Herrschaft des Haushalts
« Antwort #7 am: 02. Juni 2017, 11:22:25 »
Danke für eure Rückmeldungen.

Es ist alles behrzigt und somit kann diesen Thema als erledigt betrachtet werden!  ;D

Beziehungsweise heisst es jetzt nur noch: Schreiben, schreiben, schreiben!
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