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Autor Thema: [Erledigt] Drei Wege in die Traumwelten  (Gelesen 155 mal)

Offline Felsenkatze

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[Erledigt] Drei Wege in die Traumwelten
« am: 30. Mai 2017, 11:50:56 »
Hallo zusammen,

vielleicht könnt ihr mir bei einem Problem helfen, an dem ich jetzt schon ein paar Tage rumüberlege. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Folgende Situation habe ich:
Nehmen wir einmal an, die Fantasywelten, die sich Kinder ausdenken, existieren nicht nur in ihren Träumen und Vorstellungen, sondern auch real. Das ist die Prämisse des Buches. Es existieren viele viele Traumwelten, und die Kinder haben über ihre Träume Zugang zu diesen. Sprich: wenn sie träumen, sind sie in "ihrer" Welt. Aber natürlich nur für die Dauer des Traumes. Zusätzlich gibt es in meinem Setting zwei Kinder, die sich per Minecraft "ihre" Welt nachgebaut haben, und darin eben auch per Computerspiel herumlaufen.
Nun ist es so, dass in den Traumwelten etwas passiert, das deren Bewohnern Angst macht. Was tun sie? Sie holen ihre Schöpfer zu Hilfe. Und zwar in der Realität. Das heißt, bei meiner Prota steht auf einmal eine Eismagierin im Zimmer und nimmt sie mit in die Welt, die sie bisher nur aus den Träumen kennt.

So weit, so gut, nur merkte mein Lektor an, dass er die unterschiedlichen Darstellungen dieser Wege zu wenig unterschiedlich findet. Wenn die Kinder doch schon über ihre Träume reinkommen, und da auch alles so empfinden, als wäre es real, warum dann noch der "echte" Weg?
Für mich wäre das reale "in der Welt sein" wichtig, damit sie sich nicht einfach durch Aufwachen "flüchten" können, und sie auch zum Beispiel echte Verletzungen fürchten müssen. Aber natürlich ist ihr erster Besuch in der Traumwelt nicht gleich so brutal, dass man das merkt.

Ich scheitere jetzt ein bisschen daran, wie ich die unterschiedlichen "Wege" unterscheidbar darstellen soll. Ob man das Da-Sein in den Träumen surrealer gestaltet? Aber ich finde, das liest sich dann halt nicht wie eine gute Geschichte, und als Einstieg gleich so ein surrealistischer Traum ist irgendwie nicht mein Ding.

Die wenigen Minecraft-Szenen sind nicht so ein Problem, denn da handelt es sich wirklich nur um das Erzählen der Bildschirmhandlung, da mache ich nochmal klarer, dass die Kinder nicht wirklich dort sind. Aber die Unterscheidung zwischen Traum-Da-Sein und Real-Da-Sein bekomme ich irgendwie nicht auf die Reihe.

Habt ihr Ideen, wie man das unterscheidbarer machen könnte? Was fühlt sich anders an, wenn man im Traum dort ist, als wenn man wirklich dort ist?
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Online Maubel

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #1 am: 30. Mai 2017, 11:57:01 »
Vielleicht in der Hinsicht, dass man in Träumen zwar etwas tut, aber selten das, was man in der realen Welt tut, weil man ja nur aus seinen Erinnerungen und Co speist. Heißt, sie erleben zwar in der Traumwelt Abenteuer, aber selten selbstbestimmte. Alles passiert halt irgendwie (z.B. das man als "logische" Waffe gegen einen Troll den Toaster nimmt). Wenn sie echt in der Traumwelt sind, können sie plötzlich wirklich die Welt beeinflussen, bzw. weniger die Welt, sondern ihre eigenen Taten. Z.B. auch mal entscheiden, nicht irgendwo langzugehen (oder vielleicht doch nach einer Keule zu suchen). So viel mein Gedankenanstoß dazu :)

Klingt nach einer coolen Idee.

Offline Berjosa

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #2 am: 30. Mai 2017, 12:00:43 »
Könnten die im Traum Anwesenden vielleicht Fähigkeiten haben, die den real Anwesenden abgehen?
Mir fällt als erstes Fliegen ein, oder superschnell heilen, oder immer das dabei haben, was man gerade braucht ... (vielleicht auch mit einer Alptraum-Variante, wo gerade das Gegenteil eintritt)
Wenn sie dann real in ihrer Welt sind und sich darauf verlassen, dass man das dort ja "einfach so" kann, dürfte das zu Komplikationen führen.
        

Offline Felsenkatze

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #3 am: 30. Mai 2017, 12:04:25 »
@Maubel: Hatte ich auch in Betracht gezogen, bin mir aber momentan nicht sicher, wie ich das sinnvoll in die Handlung einbauen kann. Ich grübele mal noch ein bisschen nach.

@Berjosa: Die Idee gefällt mir gut. Gerade das "habe ich ja immer dabei"-Element. Das lässt sich auch schon in der ersten Traumszene gut betonen. Ist auf jeden Fall ein Element, dass ich übernehmen werde
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Offline Churke

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #4 am: 30. Mai 2017, 12:24:14 »
So weit, so gut, nur merkte mein Lektor an, dass er die unterschiedlichen Darstellungen dieser Wege zu wenig unterschiedlich findet. Wenn die Kinder doch schon über ihre Träume reinkommen, und da auch alles so empfinden, als wäre es real, warum dann noch der "echte" Weg?

Weil man Träume nicht kontrollieren kann?
Weil so ein Traum einfach nicht lange genug dauert, um mit der Weltrettung auch nur anzufangen?

Im Traum würde man sich einfach irgendwo materialisieren, sagen wir in einer spannenden Szene, die vollends dem Zufall überlassen ist, und genauso plötzlich wieder verschwinden.
Ein solcher Traumreisender wäre vielleicht eine Legende in der Welt. Man würde ihm womöglich magische Kräfte zuschreiben, aber da er unvorhersehbar auftaucht und kurz darauf wieder verschwindet, könnte man nicht wirklich mit ihm rechnen.
Dazu müsste man ihn physisch in die Welt holen.  :)
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Offline Dämmerungshexe

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #5 am: 30. Mai 2017, 12:27:36 »
Ich muss gerade an "Die Träume des Jonathan Jabok" (von Ralf Isau) und "Märchenmond" (von Wolfgang Hohlbein) denken - dort werden Kinder/Jugendliche ebenfalls zu einem reellen Teil ihrer Traumwelt. Bei Isau "vergisst" der Protagonist in diesen Phasen, die er in seiner Traumwelt ist, alles, was im realen Leben passiert ist, wie als hätte er die zeit nicht wirklich erlebt. Bei Hohlbein fällt die kleine Schwester des Protas in ein Koma. In beiden Fällen merken die Protagonisten also in der Traumwelt keinen Unterschied, aber bei der Rückkehr ins echte Leben spüren sie die Auswirkungen ihrer "Abwesenheit".
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Offline Lazlo

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #6 am: 30. Mai 2017, 13:07:40 »
Man könnte im Traum-Dasein Personen mit einbauen, die im wirklichen Leben nicht mehr existieren, z.B. eine längst verstorbene Oma, die dort auftaucht und sie begleitet. Zusätzlich kannst Du die Träume auch durch eine andere Farbgebung von der realen Welt unterscheiden, es könnte alles viel intensiver und leuchtender sein.

Offline criepy

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #7 am: 30. Mai 2017, 13:25:36 »
Vielleicht ist man für die Traumwelt gar nicht richtig da? Also man kann z.B. keine Menschen berühren, sie können einen nicht hören.
Oder vielleicht springt man in den Träumen in den Körper eines regulären Bewohners?

Offline Klecks

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #8 am: 30. Mai 2017, 13:58:29 »
Ich musste gleich daran denken, dass es (zumindest bei mir) so ist, dass ich in Träumen nur sehe und höre, aber ich rieche und schmecke nicht - wahrscheinlich ist das zu komplex für ein/mein schlafendes Hirn.  ;D  Du könntest es so gestalten, dass die Traumwelt in den Träumen eher schleierhaft wirkt und in der echten Traumwelt dann alles viel deutlicher ist: Man spürt den Wind auf der Haut, man schmeckt etwas zu essen, man riecht die Luft ... also in der geträumten Traumwelt die Sinne oder einige davon beeinträchtigt sind und in der echten Traumwelt dafür alles umso intensiver wirkt.
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Offline Nadine

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #9 am: 30. Mai 2017, 14:03:10 »
Weil man Träume nicht kontrollieren kann?
Weil so ein Traum einfach nicht lange genug dauert, um mit der Weltrettung auch nur anzufangen?
Stimmt. Man könnte im entscheidenden Moment aufwachen oder durch einen Reiz von außen den Traum verändern, es Rosen schneien lassen oder so.
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Offline kathy

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #10 am: 31. Mai 2017, 17:26:34 »
Vielleicht existieren in den Träumen Zeitsprünge oder man findet sich plötzlich an anderen Orten wieder. Im Wachzustand geht das natürlich nicht.

Offline Mr. T

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #11 am: 31. Mai 2017, 18:36:41 »
Ich finde eine der prägnantesten Eigenschaften eines Traumes ist die Tatsache, dass man sich nicht an alles erinnern kann. Sobald man aufwacht hat man den Großteil von dem vergessen, was man vorher erlebt hat. Wenn du also das Bewusstsein der Kinder in Bezug auf die Träume relativ klein hältst, während sie in der realen Welt sind, so könnte sich daraus doch ein großer Kontrast entwickeln. Denn sobald sie wieder Träumen wissen sie wieder von allem. Dazu gibt es natürlich die Möglichkeit, dass Figuren aus dem Traum in die echte Welt kommen, um die Kinder an ihre Aufgaben in der Traumwelt zu erinnern. Oder sie bauen sich während des Träumens Hinweise, um dann im Wachzustand an den Problemen zu arbeiten. Dann könnten sie z.B auch ihre Eltern, die das ganze natürlich nur für eine typische Kinderfantasie halten, um Rat fragen.

Offline Felsenkatze

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Re: Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #12 am: 01. Juni 2017, 12:41:57 »
Danke für die vielen Ideen.

Das mit der Erinnerung ist eine gute Idee, Mr. T, das nehme ich auf jeden Fall mit rein. Dann wird das Ganze auch etwas unheimlicher.
Die surrealen Elemente möchte ich ein wenig kleiner halten, das ist zwar dann nicht ganz so realistisch (Träume sind surreal, das weiß ich auch), aber ich fürchte, sie würden die Geschichte nur verkomplizieren. Vielleicht nehme ich das eine oder andere Element mit rein.

Klecks Idee mit der Wahrnehmung finde ich auch super. Mal sehen, ob ich das gut rüber bringen kann.

Vielen lieben Dank. Ich glaube, das sind genug Ideen, um das Ganze zum Fliegen zu bringen.
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Offline canis lupus niger

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Re: [Erledigt] Drei Wege in die Traumwelten
« Antwort #13 am: 01. Juni 2017, 13:25:56 »
Und wenn die Kinder aus ihren Träumen über die Fantasiewelten nicht aufwachen KÖNNEN? Zumindest nicht, solange sie ihre Bestimmung oder eine Aufgabe nicht erfüllt haben? solange man gezwungen ist, sich innerhalb einer bestimmten Umgebung aufzuhalten, werden deren Prämissen zu realen Anforderungen. Da die Wahrnehmung von Zeit im Traum sehr subjektiv ist, könnten sich die Kinder (nach Aufforderung der in die Realität gekommenen Figuren) für ein kurzes Nickerchen hinlegen, auf diese Weise auf dem einzig erforderlichen Weg in die Traumwelt eintauchen und so innerhalb weniger Minuten ein halbes Leben durchleben.

Übrigends habe ich vor Monaten mal einen interessanten Artikel in der Geo gelesen, wonach es sehr wohl möglich und erlernbar ist, seine Träume in Grenzen zu steuern. Weiß leider nicht mehr, wie sich diese Technik nannte. Aber ich erinnere mich an eine Phase meiner Kindheit, in der ich meiner erinnerung und Wahrnehmung nach genau das auch selber getan habe. Irgendwie funktioniert das wohl so, dass man lernt, innerhalb des Traums zu erkennen, DASS man träumt, z.B. anhand bestimmter surrealer Wahrnehmungen (man hat sechs Finger an jeder Hand oder so). Und davon ausgehend WEISS man dann, dass alles möglich ist, was man ernstlich will. Fliegen zum Beispiel. Und dann kann man es auch. Mensch, was bin ich damals in der Gegend herumgeflogen!  ;D

Vielleicht ist es für Dich interessant, mal danach zu googeln?

*edit: Ups, zu spät?*

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