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Autor Thema: [erledigt] Wie verunfallt er seinen Kumpel?  (Gelesen 363 mal)

Offline Tigermöhre

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #15 am: 30. Mai 2017, 13:59:26 »
Wegen Vergiftung. Ich las letztens irgendwo von einem Fall, bei dem jemand ziemlich lange Übelkeit und andere Beschwerden hatte und dann entdeckten sie bei ihm einen Wurm, der operativ entfernt werden musste.
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Offline Kerstin

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #16 am: 30. Mai 2017, 14:05:40 »
Man könnte auch in die Richtung Fischvergiftung, Samonellen ... gehen. Gerade wenn man die Person betrunken macht, kann man das relativ einfach einfädeln.

Ansonsten ginge es auch, die Person z.B. mit Pocken zu infizieren. Einfach ein passendes Kind in der Umgebung haben (das lässt sich in der Geschichte ja einfach konstruieren) und als Erwachsener fällt er da schnell für ein paar Wochen aus. Es dauert ja auch, bis man wieder fit genug ist.

Tetanus-Infektion ginge natürlich auch. Freund betrunken machen, Verletzung beibringen und später entsprechende Geschichte erzählen.

Offline Volker

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #17 am: 30. Mai 2017, 15:00:06 »
Ich hoffe mal stark, dass Du Windpocken meintest, nicht aber "echte" Pocken?!??   :bittebittebitte:

Eine Tetanus-Infektion ist eine ganz böse Idee - denn Wundstarrkrampf endet häufig tödlich. Und selbst wenn: falls er die den qualvollen Nervenschädigungen folgende und oft genug wirbelbrechende Krampfphase und mehrmonatige maschinelle Beatmung übersteht, dann bleiben oft Langzeitschäden.

Offline Kerstin

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #18 am: 30. Mai 2017, 15:40:46 »
Angesichts der Tatsache, dass die Welt als pockenfrei gilt, werde ich wohl die, umgangssprachlich auch Pocken genannten, Windpocken meinen. ;)

Klar, in schweren Fällen kann man an Tetanus sterben. Da ich allerings Menschen kennen, die diese überlebt haben, halte ich es immer noch für eine gute Option, um eine Person mit hoher Wahrscheinlichkeit für einige Wochen außer Gefecht zu setzen.

Wenn man einen Menschen so "verunfallen" möchte, dass er für wenigstens einen Monat nicht mehr einsatzfähig ist, dürfte in den meisten Fällen ein gewisses Risiko für dauerhafte Schäden vorhanden sein. Damit wird sich der Protagonist wohl abfinden müssen oder eben eine nicht mit Unfall, Krankheit, Vergiftung einhergehende Variante wählen müssen.

Offline Merwyn

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #19 am: 30. Mai 2017, 23:00:31 »
Zitat
Atras Idee finde ich großartig
Wie gesagt, Deus ex machina. Das wär für mich ein zu großer Zufall und nähme dem Charakter grundlos den Konflikt ab.

Er könnte bei einer gefährlichen Choreographie durch eine Attrappe sterben, was riskant wäre.
Also umbringen will ich den Freund nun wirklich nicht. Theoretisch steht das Prota natürlich offen, die Schwere des Unfalls wird ja nicht eingeschränkt, doch mein Prota wäre schlicht handlungsunfähig vor Schock, wenn er - auch versehentlich - einen Menschen töten würde. Da wär mein Plot gleich mitgestorben ;)

Genau deswegen tu ich ja so rum. Wäre Prota skrupellos, wär das gar kein Ding. Aber so weiß er, dass er seinem Freund was antun muss, auch, dass das sehr leicht ganz gefährlich werden kann, und zermatert sich eben das Hirn darüber, wie er dieses Risiko so gering wie möglich halten kann.
Ich weiß, ich mach's euch echt schwer, mir zu helfen, sorry :versteck:

Angesichts der Tatsache, dass die Welt als pockenfrei gilt, werde ich wohl die, umgangssprachlich auch Pocken genannten, Windpocken meinen. ;)
Meine erste Reaktion auf die Idee war jetzt auch: Pocken? Warte, hab ich mein Setting erwähnt? ;)
Bin wohl umgangssprachlich nicht versiert genug ;D

Ich find's echt beeindruckend, auf was ihr alles kommt :jau: aber (ja, da ist es wieder, das Aber) mein Prota hat allerhöchstens zwei Tage Zeit für Überlegung und Umsetzung des Ganzen.
Er ist kein Genie und/oder Evil Overlord, das/der um ein paar Ecken im Voraus planen kann. Er hat auch keine Ahnung, was sein Freund an (Kinder-)Krankheiten schon hatte oder wogegen er (nicht) geimpft ist.

Dass immer ein gewissen Risiko dabei ist, ist mir bewusst, wie oben schon geschrieben versucht Prota halt, auf die Schnelle irgendwas möglichst Harmloses zu finden.

Also, den Freund in einen wehrlosen Zustand zu versetzen, sei's durch Alkohol oder was anderes, wäre überhaupt kein Problem.
Momentan tendiere ich zu irgendeiner Form der Vergiftung, obwohl das meine Auswahl kaum einschränkt.  :d'oh:
Oder ich lasse sie wirklich einfach Fußball spielen und das Foul endet glücklicher-/zufälligerweise mit einem gebrochenen Arm, der normal zusammenheilt und alles ist gut ;)
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Iain Reid

Offline Fianna

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #20 am: 30. Mai 2017, 23:53:52 »
Du könntest ihn auch einen wahnwitzigen Vergiftungsplan entwickeln lassen, bei dem sich der Leser nur denkt: "Neeeeein! Tu das nicht!!!" und diesen dann durch ein zufälliges Foul überflüssig machen. Allein die Möglichkeit der irreparablen Schädigung durch den Ursprungsplan bietet doch ausreichend Möglichkeiten, den Protagonisten in Gewissensbisse zu stürzen.
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Offline Atra

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #21 am: 31. Mai 2017, 07:47:22 »
Zitat von: Merwyn
Wie gesagt, Deus ex machina. Das wär für mich ein zu großer Zufall und nähme dem Charakter grundlos den Konflikt ab.
Warum sollte es das sein? Es erzeugt bloß weitere bzw. andere Konflikte, als den, den du anstrebst  ;) Vor allem, wenn nicht nur der Anta, sondern auch der Prota selbst glaubt, er habe einen schlimmeren Unfall erzeugt, als eigentlich geplant, da es ein echter Unfall war. Wäre für meinen Geschmack deutlich vielschichtiger.


Zitat von: Fianna"
Du könntest ihn auch einen wahnwitzigen Vergiftungsplan entwickeln lassen, bei dem sich der Leser nur denkt: "Neeeeein! Tu das nicht!!!" und diesen dann durch ein zufälliges Foul überflüssig machen. Allein die Möglichkeit der irreparablen Schädigung durch den Ursprungsplan bietet doch ausreichend Möglichkeiten, den Protagonisten in Gewissensbisse zu stürzen.
Das sehe ich ebenfalls so  ;D


Edit: Deine beiden Chars könnten mit den Auto irgendwo hin fahren. Beim Einsteigen schlägt dein Prota die Autotür, in dem Wissen zu, dass die Finger oder der Fuß des Anderen noch nicht vollständig im Auto sind. Meiner Mama habe ich so versehentlich mal den Fuß gebrochen ...  :versteck:
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Offline Merwyn

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #22 am: 31. Mai 2017, 09:18:51 »
Du könntest ihn auch einen wahnwitzigen Vergiftungsplan entwickeln lassen, bei dem sich der Leser nur denkt: "Neeeeein! Tu das nicht!!!" und diesen dann durch ein zufälliges Foul überflüssig machen. Allein die Möglichkeit der irreparablen Schädigung durch den Ursprungsplan bietet doch ausreichend Möglichkeiten, den Protagonisten in Gewissensbisse zu stürzen.

Warum sollte es das sein? Es erzeugt bloß weitere bzw. andere Konflikte, als den, den du anstrebst  ;) Vor allem, wenn nicht nur der Anta, sondern auch der Prota selbst glaubt, er habe einen schlimmeren Unfall erzeugt, als eigentlich geplant, da es ein echter Unfall war. Wäre für meinen Geschmack deutlich vielschichtiger.

Was in der Art wie Fianna es beschreibt, wäre für mich noch am ehesten in Ordnung, aber dass mein Prota megamäßig plant, nur damit sein Freund nen Tag später zufällig ohne Fremdeinwirkung die Treppe runterfällt, sorry, das ist mir zu plump. Da ist er zu fein raus, weil er selbst nichts tun musste, und ich wurde bereits zu Recht darauf hingewiesen, dass er zu passiv ist. Dahin will ich nicht wieder zurück.  ;)
Wobei du (Atra) inzwischen ja von zwei verschiedenen Sachen schreibst, oder? Deinen ersten Post dazu hatte ich so verstanden: Prota plant irgendwas, Freund schaltet sich durch was anderes selbst aus, Anta merkt Protas Unschuld nicht.
Jetzt mit "Prota bemerkt seine Unschuld selbst nicht" ist das wieder was anderes oder hab ich dich eingangs einfach falsch verstanden?


Wie dem auch sei, ob ich den Zufall nun eingreifen lasse oder nicht, mein Prota seinen "Ausschaltplan" tatsächlich umsetzen kann/muss oder nicht, einen Plan brauchen er und ich in jedem Fall und dieser Plan ist mein Hauptaugenmerk.

Sobald ich den habe, kann ich immer noch überlegen, was ich ggf. an zusätzlichen Twists wie von euch vorgeschlagen einfüge. Ich nehm die Ideen auf jeden Fall mit, vielen Dank nochmal. Nur jetzt ist es mir einfach zu früh, um das Ganze schon zu verkomplizieren, wenn ich noch nicht mal weiß, was genau passieren soll und ob es komplizierter dann überhaupt braucht. Ich hoffe, das ist nachvollziehbar?
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Iain Reid

Offline Atra

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #23 am: 31. Mai 2017, 12:30:11 »
Zitat von: Merwyn
Was in der Art wie Fianna es beschreibt, wäre für mich noch am ehesten in Ordnung, aber dass mein Prota megamäßig plant, nur damit sein Freund nen Tag später zufällig ohne Fremdeinwirkung die Treppe runterfällt, sorry, das ist mir zu plump. Da ist er zu fein raus, weil er selbst nichts tun musste, und ich wurde bereits zu Recht darauf hingewiesen, dass er zu passiv ist. Dahin will ich nicht wieder zurück.  ;)
Wobei du (Atra) inzwischen ja von zwei verschiedenen Sachen schreibst, oder? Deinen ersten Post dazu hatte ich so verstanden: Prota plant irgendwas, Freund schaltet sich durch was anderes selbst aus, Anta merkt Protas Unschuld nicht.
Jetzt mit "Prota bemerkt seine Unschuld selbst nicht" ist das wieder was anderes oder hab ich dich eingangs einfach falsch verstanden?
Ich bezog mich auf beides, habe ich aber nicht explizit geschrieben, das stimmt  :) Für mich sind das Varianten des gleichen Grundszenarios, dass dein Prota den Unfall plant und sich sei Freund selbst ausschaltet. Wer da anschließend von was weiß, oder was gesehen hat, bleibt deine Sache. Grundsätzlich habe ich jedoch in die Richtung von Fianna gedacht, weswegen ich sie nochmal zitiert habe  :D

Bei der Sache mit dem Vergiften würde mich stören, dass dein Prota bloß zwei Tage Zeit hat. Eine langsame Vergiftung ist da nicht drin, also müsste er schon zu einer stärkeren Dosis greifen ... die vermutlich im Krankenhaus eher auffällt.
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Offline Tigermöhre

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #24 am: 31. Mai 2017, 12:42:06 »
Ich denke, eine Lebensmittelvergiftung kriegt man auch in zwei Tagen hin.
Fisch und Eier über Nacht bei 30º rumliegen lassen und die sind so voller Bakterien. Dann muss man nur sehen, wie man das dem anderen unbemerkt unterjubelt.
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Offline Atra

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #25 am: 31. Mai 2017, 13:10:13 »
Schon. Allerdings hat man keine Garantie, dass die Lebensmittelvergiftung sofort auftritt, denn manchmal dauert das mehrere Tage. Und noch problematischer ist, dass sie recht schnell wieder abklingt. Der Freund sollte ja mindestens einen Monat ausgeschaltet werden, wenn ich das richtig verstanden habe. Natürlich kann man sich eine entsprechend lange Lebensmittelvergiftung zurecht zaubern, aber das wäre für mich zu sehr gewollt.
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Offline Tigermöhre

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #26 am: 31. Mai 2017, 14:05:54 »
Soweit ich weiß, treten die Symptome ziemlich schnell auf.
Zwar ist die Erkrankung dann auch schnell durch, aber so kann er sich auch kurzfristig Zeit erkaufen, um weiterzuplanen.
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Offline Atra

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #27 am: 31. Mai 2017, 15:57:45 »
Tatsächlich kann es bis zu drei Tage dauern, doch in der Regel ist die Reaktion früher da, ja. Dass er sich ein wenig Zeit verschafft, ist natürlich eine gute Idee, da der Freund zunächst verhindert ist, doch wie weiter machen? Würde dir, Merwyn, denn auch so ein kleinschrittiger Plan zusagen?
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Offline Franziska

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #28 am: 31. Mai 2017, 16:26:37 »
Ich hätte da auch eher an einen Bruch gedacht. Ist der Prota denn auch Schauspieler an dem Theater oder hat zumindest Zugang dazu? Dann würde ich am ehesten einen Unfall mit dem Bühnenbild inszenieren. Ihn durch den Boden fallen lassen, etwas auf ihn rauffallen lassen ... Dafür könnte er auch mehrere Versuche brauchen und noch mehr unter Zeitdruck kommen.

Offline kathy

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Re: Wie verunfallt er seinen Kumpel?
« Antwort #29 am: 31. Mai 2017, 17:19:45 »
Vielleicht geht auch ein Auto- Motorradunfall. Wenn der Prota seinen Freund hinten auf dem Motorrad mitnimmt ohne entsprechende Schutzbekleidung, kann er ein paar unschöne Verletzungen bekommen.
Ich habe vor kurzem gelesen, dass ein Mann betrunken in der Nacht eine ganze Schale Anti-Baby-Pillen zu sich genommen hat. Davon kann man zwar nicht sterben, aber die Stimme wäre trotzdem vorerst ruiniert. Ich weiß allerdings nicht wie lange es dauert bis die Wirkung einsetzt.

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