0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

  • Drucken

Autor Thema: Der berühmte erste Satz  (Gelesen 3160 mal)

Offline Araluen

  • Elite
  • ******
  • Beiträge: 1.721
  • Geschlecht: Weiblich
  • KEKSE!
Re: Der berühmte erste Satz
« Antwort #45 am: 19. Juli 2017, 23:25:17 »
Ich habe mir gerade "Das Labyrinth der Lichter" von Carlos Ruiz Zafón gegriffen und mir den ersten Satz angesehen:
Zitat
In jener Nacht träumte ich, ich kehrte in den Friedhof der Vergessenen Bücher zurück.
Warum ich diesen Satz toll finde? Er ist für mich ein Versprechen und ein Wink heim an den warmen Kamin an einem gemütlichen Abend. "Das Labyrinth der Lichter" ist der vierte Band und Abschluss einer wunderbaren Buchreihe, auf die der Leser auch lange warten durfte. Daher wirkt dieser Einstieg auf mich umso stärker.

Offline Sascha

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 1.607
  • Geschlecht: Männlich
  • Fettnäpfchensuchgerät
    • Meine Autorenseite
Re: Der berühmte erste Satz
« Antwort #46 am: 20. Juli 2017, 08:31:15 »
Zitat
»Asterix ist der doofste Doofkopf überhaupt!«

Also ich find jetzt absolut toll! Würde ich sofort große Augen bekommen und mich freuen, verspricht gute Unterhaltung. Ganz nach meinem Geschmack. Allerdings würde ich keinen Fantasy-Krimi erwarten dabei.
Und letzteres ist der Punkt. Da streiten sich zwei Kinder von 6 und 8 Jahren. Dieser Streit führt zu einem Unfall und dieser wiederum zu besagter "Gottes-Erfahrung", die allerdings dann auch anders daherkommt, als man bei dem Begriff meinen könnte. Aber wenn man mit dem Streit der Kinder um Asterix einsteigt, erwartet man eben keinen Fantasy-Krimi. Oder umgekehrt, wenn man mit der Erwartung "Fantasy-Krimi" ins erste Kapitel reinschaut und das so anfängt, könnte sehr gut ein "Was soll das denn?" die Folge sein. Und zwar ein verständnisloses, kein neugieriges.
Ich hoffe, dieser eine Satz davor macht neugierig genug und gibt dem Leser auch gleich einen Tip, warum hier so ein kindischer Streit geschildert wird und daß dieser durchaus seinen Sinn hat.
»Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotenzial in sich. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen.«
Dalai Lama

  • Drucken