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Autor Thema: Hygiene und Sanitäreinrichtungen - notwendig aber meist verschwiegen  (Gelesen 634 mal)

Offline Tastentänzerin

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Re: Hygiene und Sanitäreinrichtungen - notwendig aber meist verschwiegen
« Antwort #30 am: 31. März 2017, 02:45:50 »
Ein super interessantes und - wie ich finde - wichtiges Thema! Danke erst mal dafür, @Dämmerungshexe! Lustigerweise passt es sehr gut zu meiner aktuellsten Plotidee.

Die Themen Hygiene und sanitäre Einrichtungen halte ich grundsätzlich immer dann für erwähnenswert, wenn sie - wie z.B. in meinem aktuellen Fall - zur Geschichte passen. Sicherlich kann es nie verkehrt sein auch in scheinbar unpassenden Fällen auf Notdürfte, Regelblutungen und sonstige alltägliche Dinge hinzuweisen. Auch Weltraum-Actionheldinnen in funky Space-Suits sind vermutlich nicht vor Blasenentzündungen oder ihrer monatlichen Periode gefeit. Die Erwähnung dessen kann durchaus zu einer greifbareren, realistischeren Atmosphäre führen. Da ist im Grunde nichts dran auszusetzen, wenn es wohldosiert ist und - wie bereits erwähnt - zur Geschichte beiträgt. Beispiele wurden hier bereits genannt.
Es gibt aber durchaus auch Fälle, in denen das Anführen dieser Themen unvermeidbar ist. Ich hatte im Grunde nie Probleme damit Schmutz, Dreck, Blut und sonstige Körpersäfte zu thematisieren, wenn dies angebracht war. In meinem aktuellen Plot wimmelt es nur so davor. Mein Prota wird von seinem Stiefvater und den vier Stiefbrüdern immer wieder teilweise auf das übelste verprügel. Später kommt ein weiteres Mündel hinzu, ein Mädchen, das es sogar noch schlimmer trifft. Klar, dass sowas dann zwangsläufig seine Erwähnung finden muss. Ich bin da dann auch nicht zimperlich. Das tut mir dann teilweise für den Leser leid, weil sich sogar mir selbst beim Schreiben teilweise der Magen umdreht. Ich sollte sowas auch vielleicht nicht schreiben, wenn ich gerade esse... ::) Aber in diesem Fall ist es leider nötig, weil es einfach zur Geschichte gehört. Da wird selbstverständlich auch ein Toilettengang thematisiert, ein regelrechtes Abenteuer wohlgemerkt, da mein Prota dem weiblichen Mündel dabei helfen muss, weil sie dazu alleine nicht (mehr) in der Lage ist. In so einem Fall trägt die Thematisierung also nicht nur zur allgemeinen Atmosphäre bei. Sie ist richtiggehend für die Geschichte essentiell. Deshalb fällt es mir in so einem Fall auch überhaupt nicht schwer es einzubauen. Ich finde es schade, wenn AutorInnen sich nicht daran wagen. Es ist zwar alltäglich, aber leider immer noch weitgehend tabuisiert.
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Offline Sternenlied

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Re: Hygiene und Sanitäreinrichtungen - notwendig aber meist verschwiegen
« Antwort #31 am: 07. April 2017, 08:46:57 »
In Band 1 (glaube das war 1) von Throne of Glass hat Celaena ihre Tage. Das passte auch irgendwie prima in die Erzählung und hat mich nicht gestört. Bei Hexenkinder (Sabine Bürger) wurde die Prota in ein Gefängnis gesperrt ( Mittelalterliche Zeit) und bekam dort einen Eimer hingestellt. Das fand ich auch okay weil es einfach zum ganzen Setting gepasst hat.
Ich kann es auch nicht mehr sagen welches Buch aus der "alten" Drachenlanze das war, aber da wurde auch die Strassen als riesige Kloake beschrieben, Unrat und Menschliches schwamm da durch den Rinnstein..ufff. Aber passte auch um das Setting zu verdeutlichen.
Wie ihr sehen könnt, bin ich persönlich auch ein Fan davon wenn sowas das Setting unterstreicht oder unterstützt. Solange es dazu passt oder es in die Handlung passt ( zB. eine weibliche Gefangene die dringend muss/ oder ihre Tage hat..kann da schon je nach dem für einige Überraschungen sorgen)

Ich persönlich würde eine Kanalisation mit einbauen wenn ich sie für meine Geschichte brauche, das es da unten dann nicht so sauber ist kann man sich ja dann denken :) Lustig wäre es dann wenn man eine verwöhnte und verzogenen Prinzessin da unten "durchschleift"..das Gezeter kann ich jetzt schon hören ;D

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