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Autor Thema: ( Erledigt) Problem mit dem Ende einer Story  (Gelesen 225 mal)

Carl

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( Erledigt) Problem mit dem Ende einer Story
« am: 23. März 2017, 17:24:02 »
Ich habe ein Problem mit dem Ende meines »Schreibprojektes«.
Das stellt sich folgendermaßen dar.
Eine Gruppe von Kundschaftern hat ein Land entdeckt. Das müssen sie dem zurückgebliebenen Volk, das auf Nachricht wartet, mitteilen.
Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie gehen den ganzen Weg zurück, oder sie bedienen sich übernatürlicher magischer Fähigkeiten (Telepathie)
Das umständlichste währe die Kundschafter zurückgehen zu lassen, so nach dem Motto »Hallo Leser, die Kundschafter gehen zurück und alles ist gut«
Das mit dem Telepathischen schmeckt mir überhaupt nicht. Es wirkt so aufgesetzt und einfallslos.
Darum habe ich mir gedacht, den Plot so zu schreibe, dass die Kundschafter in einem kurzen Dialog die Gefahren resümieren die sie überwunden haben, und dann noch anmerken das sie jetzt die anderen (das Volk) nachholen müssen.
Und ... aus die Maus! Damit lass ich dann den Leser alleine.
Kann ich so den Leser im Regen stehen lassen, der auf ein super tolles Finale hofft.
Er liest, wie die Kundschafter das gelobte Land gefunden haben und erfährt nicht, wie das restliche Volk nachgeholt wird.
Kann ich das so machen?
Eventuell mit den Hintergedanken, einen zweiten Band zu schreiben, der das aufgreift?
Dazu habe ich bereits auch so meine Idee wie beide Bände ineinander übergreifen können.
Aber auch wenn es keinen 2 Band geben sollte, funktioniert das mit diesem Ende?

Offline Dämmerungshexe

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #1 am: 23. März 2017, 17:37:44 »
Kann durchaus funktionieren. Wie das Volk benachrichtigt wird ist dann der Fantasie des Lesers überlassen. Vielleicht könnten die Kundschafter sich noch darüber unterhalten, dass sie das tun müssen. Oder sie teilen sich auf und was mit der Gruppe/Person geschieht, die zurückkehrt, erfährt man einfach nicht.
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Offline Araluen

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #2 am: 23. März 2017, 17:52:25 »
Ich denke auch, dass du das so stehen lassen kannst. DAs gelobte Land als Ziel der ganzen Expedition, umd ie es vemrutlich in deinem Projekt geht, am Schluss zu sehen, ist doch ein gutes und befriedigendes Ende. Wer da jetzt wie wann und wieso benachrichtigt wird und unter Umständen noch hinterher reist - geschenkt.

Offline Merrit

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #3 am: 23. März 2017, 17:52:58 »
Die Geschichte dreht sich ja wohl um den Auftrag der Kundschafter. Ihre Abenteuer und Schwierigkeiten auf ihrem Weg.
Mit dem erreichen des neuen Landes ist dieser Teil abgeschlossen.
Somit kann da die Geschichte enden und eine neue Geschichte beginnt mit dem nachholen des Volkes.
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Offline Tsuki

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #4 am: 23. März 2017, 17:55:05 »
Mir würden noch solche Dinge einfallen wie Tagebucheinträge oder Briefe.
Als absolutes Ende einfach einen Eintrag schreiben, den einer aus dem Volk geschrieben hat, in dem er kurz berichtet wie sie nachgekommen sind.
Man kann das Ende aber natürlich auch offen lassen und den Leser weiterspinnen lassen, wie das Volk dann dort ankommt.
Jeder kann aus einer Mücke einen Elefanten machen. Viel schwieriger ist es, aus einem Elefanten eine Mücke zu machen.

Offline Sanne

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #5 am: 23. März 2017, 18:07:59 »
 :hmmm:

Eine weitere Möglichkeit wäre, einen Epilog ranzuhängen, in dem eine Szene aus dem Volk geschildert wird, wie sich das Volk im neuen Land eingelebt hat ...?

Carl

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #6 am: 23. März 2017, 18:31:11 »
Vielen Dank für die vielen Antworten und Vorschläge.

Das mit den Epilog ist keine dumme Idee wenn ich das bei einem Band belassen möchte. Aber das kann ich noch nicht absehen ob ein zweiter nachkommt. Egal wie ich es drehte und wie Meritt es schon beschrieben hat. Die Heldenreise ist zu ende und der Rest muss ich der Phantasie des Lesers überlassen.
Ich versuche im Moment das aus der Sicht zu betrachten, wie es mir als Leser ergehen würde. Und da muss ich zugeben, das mich so ein Ende mit einem Loch im Bauch zurücklassen würde. Obwohl es natürlich auch so ist, das durch so ein Ende mich das Buch weiterhin beschäftigen wird. Der Kopf will ja eine Handlung zu ende denken und nichts offen lassen.

Offline Aphelion

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #7 am: 23. März 2017, 18:51:14 »
Was wäre denn dein potenzieller Aufhänger für eine Fortsetzung? Davon hängt in meinen Augen wesentlich ab, wann du das Manuskript enden lassen kannst. Wenn du noch keine Idee hast, würde sich vielleicht ein Brainstorming dazu lohnen, um mehr Klarheit zu bekommen?

Dabei sehe ich allerdings die "Gefahr", dass du dann die Fortsetzung unbedingt umsetzen willst, sobald du eine konkrete Idee hast. ;D

Ob du mit einem Triumph endest und das – mehr oder weniger – Offensichtliche weglässt oder wirklich alles bis ins letzte Detail aufklärst, ist eine Frage des persönlichen Stils. Beides ist kein Muss. Insofern: Fühle dich nicht dazu gezwungen, wenn es für dein Manuskript auf die eine oder andere Weise besser passt. :)

Offline Czara

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #8 am: 23. März 2017, 18:52:10 »
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.  Die eigentliche Handlung, war ja die Reise zum gelobten Land, und das was Deine Charaktere erlebt haben, bis sie endlich am Ziel waren.  Ich finde die bereits erwähnte Idee mit einem Epilog gar nicht so schlecht.
Ich selber lese/ schreibe gerne Geschichten, bei denen sich am Ende nichts alles bis ins kleinste Detail klärt, das hinterlässt noch einen gewissen Nachhall und Raum für die eigene Fantasie. Allerdings sollten die Hauptfragen schon zufriedenstellend geklärt sein.

Falls Du wirklich einen zweiten Band der Geschichte geplant hast, dann kannst du es auch offen lassen, und es in der Fortsetzung wieder aufgreifen.

Allerdings stellt sich mir jetzt spontan die Frage, wie das gesamte Volk (werden ja vermutlich mehr als ein paar Hundert Leute sein, oder?!)  in das Land gelangt, weil jene die vorgeschickt wurden, haben ja auf ihrer Reise mit Sicherheit einiges erlebt und sich vermutlich diversen Gefahren stellen müssen, und das ganze Volk kann jetzt einfach problemlos hinterher kommen?! Aber dafür habe ich auch nicht genug Hintergrundwissen von Deiner Story und der Welt.  Sorry, war einfach nur laut gedacht!

Offline Solmorn

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #9 am: 23. März 2017, 19:18:29 »
Zitat
Eventuell mit den Hintergedanken, einen zweiten Band zu schreiben, der das aufgreift?
Dazu habe ich bereits auch so meine Idee wie beide Bände ineinander übergreifen können.

Ich hätte spontan Bedenken dabei, von vornherein eine Fortsetzung einzuplanen...

So, wie es klingt, erzählt dein momentanes Projekt die Geschichte einer Gruppe Kundschafter, deren Mission mit Erreichen des "gelobten Landes" abgeschlossen ist. Das heißt, jegliche Motivation und jeglicher Grund für Figurenentwicklung ist innerhalb der Handlung abgearbeitet. Bei einer direkten Fortsetzung bräuchtest du jetzt einen völlig neuen Anlass, um eine weitere Entwicklung glaubhaft zu machen - und das kann schnell gekünstelt wirken, wie meine Erfahrung zeigt...
Außerdem können sich bekannte Charaktere dadurch völlig verändern, was für den Leser teilweise sehr enttäuschend sein kann.

Ich würde dir deshalb empfehlen, lieber eine völlig neue Geschichte mit neuen Protas zu schreiben, die in der gleichen Welt spielt und gerne Bezug auf die erste nehmen kann, im Großen und Ganzen aber von ihr losgelöst ist. Das schafft mehr Freiheit und lässt das Gesamtbild azs beiden Geschichten auch irgendwie differenzierter betrachten.
"Fair is foul and foul is fair" - William Shakespeare

Carl

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #10 am: 23. März 2017, 19:30:50 »
Was wäre denn dein potenzieller Aufhänger für eine Fortsetzung? Davon hängt in meinen Augen wesentlich ab, wann du das Manuskript enden lassen kannst. Wenn du noch keine Idee hast, würde sich vielleicht ein Brainstorming dazu lohnen, um mehr Klarheit zu bekommen?

Der zweite Band könnte damit anfangen, das der Alltag der Zurückgelassenen anhand von zwei oder drei Charaktere beschrieben wird.
Zum Hintergrund sollte man wissen, das dieses Volk dazu gezwungen ist sich das gelobte land zu suchen, weil die Wasserquelle langsam versiegt.
Das währe der Konflikt auf der es immer mehr zu läuft, und im angesichts der Gefahr zu verhungern und zu verdursten sich z.B ein Aufstand andeutet. Da ist viel drinn wie man das dramaturgisch ausarbeiten könnte.
Die rettende Erlösung währe dann das eintreffen der guten Nachricht über das gefundene Land, und dann bin ich wieder bei einer Heldenreise durch den Auszug des Volkes, das ganz eigene Erlebnisse dabei hat.

Carl

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #11 am: 23. März 2017, 19:40:04 »
Zitat
Eventuell mit den Hintergedanken, einen zweiten Band zu schreiben, der das aufgreift?
Dazu habe ich bereits auch so meine Idee wie beide Bände ineinander übergreifen können.

Ich würde dir deshalb empfehlen, lieber eine völlig neue Geschichte mit neuen Protas zu schreiben, die in der gleichen Welt spielt und gerne Bezug auf die erste nehmen kann, im Großen und Ganzen aber von ihr losgelöst ist. Das schafft mehr Freiheit und lässt das Gesamtbild azs beiden Geschichten auch irgendwie differenzierter betrachten.

Das ist natürlich auch eine gute Idee, damit würde ich mich von der Last befreien schon wieder ein Heldenreise schreiben zu müssen, und schon wieder den gleichen Quark abzuliefern.
Sehr guter Einwand, mit dem ich mich immer mehr anfreunden kann.
Wenn mir also danach ist:
Eine neue Story. Das gelobte land mit vielleicht zwei Charaktere die der Leser aus den ersten band kennt, mit einem Plot der diesmal keine klassische Heldenreise ist.

Offline Zitkalasa

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #12 am: 23. März 2017, 22:54:21 »
Wenn du als Autor selbst schon "ein Loch im Baum" hast, weil du nach der Entdeckung des neuen Landes ausblendest – bist du dir sicher, dass die Hauptfrage deiner Geschichte dann die Heldenreise ist? Ich meine, was ist die grundsätzliche Frage für den Leser, die ihn antreibt, die Geschichte zu lesen? Was ist die Belohnung am Ende? "Werden sie das neue Land finden?" oder "Werden sie ihr Volk retten können?" (Ich gehe mal davon aus, dass dein Volk einen sehr guten Grund hat, sich neues Land suchen zu müssen, also irgendwie um sein Überleben kämpft.) Ist es die erste Frage, kannst du auch einfach ausblenden nachdem sie das neue Land gefunden haben und von seiner Schöhnheit schwärmen und schon positive Pläne für ihre und die Zukunft des Volkes machen. Ist es die zweite Frage, ist deine Geschichte wohl noch nicht zu Ende und du solltest vielleicht deine Plotpunkte überdenken. ;)
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by Gordon Lish

Carl

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Re: Problem mit dem Ende einer Story
« Antwort #13 am: 23. März 2017, 23:31:59 »
...... ist deine Geschichte wohl noch nicht zu Ende und du solltest vielleicht deine Plotpunkte überdenken. ;)

Im Grunde genommen hat die Geschichte kein Ende weil man die Belohnung immer wieder neu definieren kann :)

Aber jetzt zum Thema Plotpunkte.
Ich habe die Lösung gefunden. Ich lasse einfach das ganze Volk losmarschieren. (Das sind nur ein paar Hundert, also von daher glaubhaft) Da muss ich jetzt den Plot zu 90% neu schreiben, aber was solls.

Ich bedanke mich bei allen für die nette Hilfe.
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