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Autor Thema: [Erledigt] Künstliche Kokons zur Konservierung von Menschen  (Gelesen 217 mal)

Offline Foxgirl

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Hallo ihr Lieben,

vielleicht könnt ihr mir bei meinem, zugegebenermaßen etwas außergewöhnlichen, Problem helfen. Vorneweg ein paar Informationen:
Ich plotte gerade an einem Krimi, der Serienmörder, der darin eine wichtige Rolle einnimmt ist über die Maßen fasziniert von allem was in seine Augen an Seide erinnert und vor allem von den Seidenraupen selbst. Er besitzt einige dieser Exemplare und kümmert sich liebevoll um sie, bis sie mit der Verpuppung beginnen. Für ihn kann die wahre Schönheit nur entstehen, wenn dieser Prozess stattgefunden hat. Dasselbe Prinzip wendet er auch auf seine Opfer an. Die "Verpuppung" dieser Frauen ist dann letztendlich auch deren Todesursache. Ich habe mir dazu bereits folgendes überlegt:
- Er möchte die Frauen auch nach der Verpuppung betrachten, das heißt das Material sollte durchsichtig sein.
- Der Mann ist intelligent und präzise, einen einfachen Plastikbeutel oder ähnliches würde er als zu plump empfinden.
- Das Material muss dabei so gut aufzutreiben sein, dass der Kauf größerer Mengen kein Aufsehen erregt, denn er möchte ja ungerne gefasst werden.

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob etwas in der Art existiert? Es ist auch durchaus möglich, dass er erst einmal mit Materialien experimentiert und zu Anfang scheitert, aber im Moment will mir einfach nicht einfallen, was diese Kriterien erfüllen könnte. :hmmm:
Vielen lieben Dank euch schonmal für eure Hilfe und Ideen :knuddel:.

Offline Sternsaphir

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Re: Künstliche Kokons zur Konservierung von Menschen
« Antwort #1 am: 27. Februar 2017, 23:29:56 »
Das klingt ziemlich spannend.

Als "Material" fiel mir sofort etwas Organisches ein, das er vielleicht sogar selbst züchten könnte. Vielleicht Spinnenfäden aus einer Zucht?
Oder entfärbte Algen oder diese Vogelnester der Salanganen, die aus Speichel hergestellt sind und aus denen gerne Suppe gekocht wird?

Oder er macht es ein bißchen wie die alten Ägypter und wickelt die Opfer in Leinen ein. Er könnte statt Tuch dann bestimmte Kunstfasern nehmen, die durchsichtig sind, und diese dann verleimen.
Z.B. farblose Nylonschnüre oder Nylonnetze, die man miteinander verweben kann. Oder er nimmt Film-Spinnenweben aus Baumwolle, die man auseinanderziehen kann (Halloween-Deko).
Es gibt auch transparenten Schrumpfschlauch, der sich beim Erhitzen zusammenzieht. Oder er nimmt etwas aus dem Medizinbereich, aber da kommt man nicht an solche Mengen heran.
Manche Materialien werden auch in Kombination mit Feuchtigkeit durchsichtig. Er könnte Ölpapier nehmen oder generell Papier und dieses mit Wachs tränken.
Oder er beschichtet die Opfer gleich  mit Wachs. Das bekommt man sehr schnell in großen Mengen zusammen.

Oder er pinselt die Opfer mit farblosem Latex ein. Das kann man auftragen wie Farbe und es wird dann Schicht um Schicht dicker.
Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus kriegt den Käse.

Offline Zitkalasa

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Re: Künstliche Kokons zur Konservierung von Menschen
« Antwort #2 am: 28. Februar 2017, 02:11:51 »
Wenn er sie in Acryl/ anderes Kunstharz gießt, fände ich das sehr cool. Am besten noch arrangiert (also in Pose gelegt). Ist dann bestimmt sehr gruselig, wenn deine Ermittler plötzlich auf einen Raum voll dieser Konkons trifft, und die Konkons dann noch von unten beleuchtet werden wie riesige Lavalampen. Wäre ja perfekt für diese Hannibal-TV-Serie. :rofl: Allerdings müssten die Leichen zuvor präperiert werden, weil feuchtes Material trotz Luftabschluss zu schimmeln anfängt. (Vielleicht hat der Typ mal für Gunther von Hagens gearbeitet.)
Kunstharz lässt sich ja leicht beschaffen, wenn er verschiedene Quellen aufsucht und bspw. auch Zutritt zum Künstlergroßhandel hat oder Zugriff auf Vorräte von Kunstuniversitäten. Oder er arbeitet für Großbetriebe, die Klebstoffe herstellen. (Oder andere Firmen, die Kunstharze zur Herstellung anderer Sachen brauchen, und die mir gerade entfallen sind.)

Btw.: Ein natürlicher Überzug könnte auch aus Schellack sein. Allerdings quillt der, wenn er mit Wasser in Berührung kommt, schmilzt bei relativ niedrigen Temperaturen (ca. 70°C) und brennt auch recht einfach (ca. ab 300°C).
Weitere Infos
Außerdem wird der ja aus Tieren hergestellt und wäre in großen Mengen vermutlich nicht ganz billig (100g Schellack kosten bei Gerstaecker 4,40 EUR). Dafür ließe er sich vermutlich einfacher und unauffälliger lagern (kleine, zerbrochene, gelbe Blättchen, die man für Müll halten könnte) als Kanister voller Kunstharzkomponenten.
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Offline Inea

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Re: Künstliche Kokons zur Konservierung von Menschen
« Antwort #3 am: 28. Februar 2017, 07:19:41 »
Wie sieht es denn mit einem kleinen Fenster aus Glas aus? Er könnte die Frauen größtenteils verpuppen, vorne Glas einarbeiten (vielleicht sogar in einer bestimmten Farben, damit es mehr an die ursprüngliche Farbe der Verpuppung von Seidenraupen erinnert). Dann wäre es nahe am ursprünglichen Gedanken, kunstvoll und Glas ist ja auch nicht so schwer aufzutreiben.

Die Idee mit dem Licht von unten finde ich übrigens genial, hihi. So viele Bilder in meinem Kopf. ;D

Offline Grummel

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Re: Künstliche Kokons zur Konservierung von Menschen
« Antwort #4 am: 28. Februar 2017, 14:31:44 »
Ich würde auf jeden Fall zu dem bereits aufgeführten Kunstharz raten. Es ist einfach und in großen Mengen erhältlich. Es lässt sich einfach verarbeiten usw.
   "Kaffee?"
"Ja, gerne."
"Wie möchtest du ihn?"
"Schütte ihn mir einfach ins Gesicht!"
  

Offline Foxgirl

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Re: Künstliche Kokons zur Konservierung von Menschen
« Antwort #5 am: 28. Februar 2017, 18:24:36 »
Vielen, vielen Dank ihr Lieben für die schnelle Hilfe. Das sind echt geniale Ideen. Im Moment tendiere ich tatsächlich zum Kunstharz, daran hatte ich überhaupt noch nicht gedacht :knuddel:. Ich informiere mich dahingehend mal eingehend. Dann können die Morde ja jetzt stattfinden  ;D.

Offline Berjosa

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Re: [Erledigt] Künstliche Kokons zur Konservierung von Menschen
« Antwort #6 am: 28. Februar 2017, 18:59:52 »
Bei Kokon hätte ich jetzt an Klarsichtfolie ("Dehnfolie", "Stretchfolie") gedacht. Die gibt es ja nicht nur auf handlichen kleinen Röllchen für die Küche, sondern auch breiter und länger als Verpackungsmaterial. Das Ergebnis sieht m. E. sehr schön "eingesponnen" aus. Die nötigen Mengen sollten ohne Probleme zu beschaffen sein, eventuell als selbsternannter Gewerbetreibender.
        

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