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Autor Thema: Wann sollte man ein Exposé schreiben?  (Gelesen 532 mal)

Offline tattoo

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Wann sollte man ein Exposé schreiben?
« am: 21. Juni 2016, 17:14:25 »
Huhu,
ich habe die Suchfunktion genutzt und geschaut, ob es schon einen Thread gibt zu diesem Thema, aber ich habe keinen gefunden. Bitte schließen, wenn es doch einen gibt.
Also ich habe mich gefragt, wann der beste Zeitpunkt ist, um ein Exposé zu schreiben. Ich habe viele verschiedene Meinungen gelesen, wann es passend ist. Wie ist das bei euch? Wann sollte man ein Exposé schreiben? Vor dem Schreiben des Projektes? Mittendrin? Oder, wenn man fertig ist?

Offline Sanne

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Re: Wann sollte man ein Exposé schreiben?
« Antwort #1 am: 21. Juni 2016, 17:31:02 »
Spätestens wenn du dein Herzensprojekt an den Mann bringen willst. Dann brauchst du es.

Allerdings ist es gleichzeitig auch eine Möglichkeit, das als Leitfaden für den roten Faden der Geschichte zu verwenden also am Anfang), oder eben, wenn man an einer Stelle hängen bleibt (in der Mitte).

Ich denke, es hängt sehr davon ab, wie du persönlich mit deinem Projekt umgehst, bzw. es im Vorfeld planst - oder eben nicht.

Ein richtig oder falsch gibt es dabei vemutlich nicht, oder wenn, sehe ich es einfach nicht.  ;)

Offline Mogylein

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Re: Wann sollte man ein Exposé schreiben?
« Antwort #2 am: 21. Juni 2016, 17:44:18 »
Ich denke, ein Exposé vor dem Schreiben und ein Exposé nach dem Schreiben haben zwei unterschiedliche Kernfunktionen. Vor dem Schreiben ein Exposé zu schreiben, sorgt dafür, dass du das Projekt vorher auf Logiklöcher, Vermarktbarkeit (sofern man das selbst einschätzen kann), roten Faden, Gewichtung usw überprüfen kannst und schon vor dem Schreiben an Zahnrädern schraubst, damit die Überarbeitung nicht so aufwendig ist. Das Exposé nach dem Schreiben ist oft für einen Verlag oder eine Agentur, um anderen Leuten einen Einblick in dein Werk zu geben.

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Offline Alana

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Re: Wann sollte man ein Exposé schreiben?
« Antwort #3 am: 21. Juni 2016, 17:49:41 »
Das Exposé vorher zu schreiben, hat den Vorteil, dass man da meistens noch nicht so viele liebgewonnene Subplots hat, die man unterbringen möchte, die aber fürs Exposé eigentlich unwichtig sind. Es fällt leichter, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Außerdem sieht man sofort, ob man eine Geschichte hat, die in ihrer grundlegenden Dramaturgie funktioniert. Schon allein deswegen schreibe ich das Exposé immer als erstes. Dazu kommt, dass ich mittlerweile die meisten Bücher ungeschrieben verkaufe, daher stellt sich die Frage oft nicht.


Offline Churke

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Re: Wann sollte man ein Exposé schreiben?
« Antwort #4 am: 21. Juni 2016, 19:17:44 »
Ich habe viele verschiedene Meinungen gelesen, wann es passend ist.

Denke, das hängt vom Autor ab. Für den Bauchschreiber macht es z.B. keinen Sinn, mit dem Exposee anzufangen.

Ich für meinen Teile mache das Exposee meistens am Schluss, als Plotkontrolle. Wenn mir etwas am Plot missfällt, wir mir das häufig erst beim Exposee klar. Danach wird überarbeitet.
Cupitorum spes omnis Circus est maximus.
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Offline Trippelschritt

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Re: Wann sollte man ein Exposé schreiben?
« Antwort #5 am: 23. Juni 2016, 07:05:09 »
Meine Antwort lautet: Ständig!
Wenn auch nicht unbedingt ein komplettes Expose ständig geschrieben werden sollte. So ganz halte ich mich an diesen Rat auch nicht immer. Als Bauchschreiber habe ich nie ein Expose am Anfang. Aber ab dann arbeite ich ständig daran. Da ich komplexe Geschichten lieber mit mehreren Themen, verschiebt sich auch immer wieder die Prämisse, weil ich eigentlich mehrere habe. Und jede lässt sich aus einer anderen Perspektive betrachten. Und die Prioritäten verändern sich bei mir während des Schreibens. Und diesen Prozess des langsamen Verstehens der eigenen Geschichte halte ich in meinen Exposes fest. Oder in Teilen davon. Bisher hatte ich immer den Eindruck, dass sich das lohnt, den eigenen Schreibprozess schreibend und kommentierend zu begleiten.

Liebe Grüße
Trippelschritt
Schreiben ist nichts anderes als seine Ideen zu Tisch zu bitten

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