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Autor Thema: Präsens-Trend  (Gelesen 4908 mal)

Offline Khevira

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Re: Präsens-Trend
« Antwort #60 am: 16. August 2016, 11:01:24 »
Beim ersten Lesen von "Hunger Games" ist mir die erste Person Präsens auch eher sauer aufgestoßen, da es eben so ungewohnt war. Es hat sich einfach "falsch" angefühlt, nicht wie ein richtiges Buch. Als ich dann den zweiten Band anfing, hat mich das Präsens plötzlich gar nicht mehr gestört und ich habe auch nicht mehr versucht die Sätze in Vergangenheit umzuformen. Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier.  ;D
Trotzdem ziehe ich auch das Präteritum vor (und die dritte Person vor der ersten Person), da es sich für mich durch seinen erzählenden Charakter einfach natürlicher anfühlt.
The only thing worth writing about is the human heart in conflict with itself. -William Faulkner

Offline Lisande

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Re: Präsens-Trend
« Antwort #61 am: 16. August 2016, 21:02:28 »
Ich glaube, ich habe noch nie einen im Präsens geschriebenen Roman gelesen, der nicht in der Ich-Perspektive geschrieben war, und ich kann mir nur sehr wenige denken, bei denen es funktioniert. Das, was ich im Moment in Masse in Ich-Erzählung Präsens lese, sind die Romane von Philippa Gregory, aus der Sicht der Frauen der Rosenkriege und Tudorzeit. Und das funktioniert sehr gut, weil es dadurch ein bisschen anein Tagebuch erinnert, ohne wirklich Tagebuch zu sein.

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