0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

  • Drucken

Autor Thema: Tintenkleckse  (Gelesen 711264 mal)

Offline Maja

  • Staatsanwalt des Teufels
  • Obermotz
  • ******
  • Beiträge: 23.355
  • Geschlecht: Weiblich
  • Plot is a four-letter-word
    • Autorenseite Maja Ilisch
Tintenkleckse
« am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Moni hatte vorgeschlagen, das als eigene Rubrik auf die Webseite zu bringen. Aber im Moment ist das Forum wohl der beste Ort, um sie zu sammeln: All die schönen Ausrutscher und Stilblüten, die beim Schreiben passieren können.

Hier ist einer, den ich unter großer Belustigung gestern gefundne habe, im Zweiten Buch der Spinnwebstadt, Der Zerbrochene Wind:

»Aber als Mowsal wieder aufpaßte, brachen die Horden in die Wohnräume der königlichen Familie ein und metzelten sie nieder. «
Kommentar hierzu: Ame Räume!

Wer ähnliches hat - immer nur her damit!

Offline Linda

  • Froschkönigin
  • Inaktiv
  • ***
  • Beiträge: 3.091
  • Geschlecht: Weiblich
  • Frösche sind nützlicher als Prinzen
    • Labyrinth der Bücher
Re: Tintenkleckse
« Antwort #1 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Hi,

ich bewahre meine "Bloopers" eigentlich nie auf - und den vorliegenden habe ich auch nur deswegen vorliegen, weil ich ihn per Mail an eine Freundin geschickt hatte. Zum 'Trost', weil ich ihr einen göttlichen Verschreiber aus dem Text lektoriert hatte, über den wir herzhaft lachen konnten.

Aus einer bisher unveröffentlichten Gruselgeschichte (die Wochen vor der EM entstand):

"Stefan hielt die Luft an wie vor einem Sprung vom Elfmeterbrett!"

- Wie kommt der Fußball nur in diese Story? Ich hasse Fußball, naja, zumindest kann ich ihm nichts abgewinnen.
Meine Schreibschule ist das Leben.
Meine Lehrer sind die Bücher, die ich lese.
Meine Kritiker sind meine Leser.

Lomax

  • Gast
Re: Tintenkleckse
« Antwort #2 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Normalerweise bewahre ich meine "Bloopers" auch nicht auf. Ich habe also keine Ahnung, wieviele Verschreiber ich schon beiläufig korrigiert und vergessen habe. Ein Klassiker aus einer alten Kurzgeschichte von mir ist allerdings hängen geblieben, weil ich wirklich sehr gelacht habe, als ich ihn endlich entdeckt und korrigiert habe:

-"Die Echos erzählten Tom von verborgenen Stollen und gewaltigen Tavernen, von Grotten jenseits seiner Vorstellungskraft."

Irgendwann verschwanden dann die Tavernen aus den den unterirdischen Höhlen und mussten banalen Kavernen weichen.


Bei meinem neuen Roman habe ich auch Bloopers gesammelt und wollte sie auch auf die Homepage setzen, sobald das Buch erscheint. Hier also schon mal vorab:


-"Schneisen, von stürzenden Urwaldrissen gerissen."

-"Sie holte den Beutel unter der Tunika hervor und drückte ihm den alten Mann in die Hand."
(Ja, der Beutel mit den großen Händen)

-"Palibatka stürmte aus dem Versteck. Shirrairach folgte, dann Roxios und dann die anderen Tabellen."
(Und fragt mich nicht, wie ich hier auf Tabellen kam)


Und dann, kein richtiger Blooper, und vielleicht etwas Insider, aber ich habe trotzdem gut gelacht: In dem Roman gibt es einen Gott namens "Khorr", und als die Krieger vorstürmen war der Vorschlag der Rechtschreibprüfung für ihren Schlachtruf:

"Bei Knorr!"
(vielleicht hatten sie Hunger? ;-) )




Offline Moni

  • Schattentochter
  • Obermotz
  • ******
  • Beiträge: 13.220
  • Geschlecht: Weiblich
  • Auf den Gebrauch der SHIFT-Taste-Hinweiserin.
Re: Tintenkleckse
« Antwort #3 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Komischerweise habe ich fast nie "Blooper" in meinen Texten, Maja ist da viel kreativer. ???
Zu Öbbazeiten haben wir da einiges gefunden  ;D
@Maja, hast du die noch alle?
Deutsch ist die Sprache von Goethe, von Schiller...
und im weitesten Sinne auch von Dieter Bohlen

Stefan Quoos, WDR2-Moderator
   »Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen,
ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.«

Johann Wolfgang von Goethe

Lastalda

  • Gast
Re: Tintenkleckse
« Antwort #4 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
ich heb meine nie auf, auber mi passieren auch selten welche. Wenn dann richtige Vertippser, die nicht lustig sind, oder Kasus-Verwechslungen, die beim Umbauen von Schachtelsätzen entstehen, aber die sind auch selten witzig.,, Witzige Sachen fallen mir immer auf, wenn ich englische Geschichten betalese. Aber da ich davon nicht der Autor bin, kann ich sie hier auch nicht einfach hinstellen.

Lastalda

Offline Aryana

  • Samtpfote
  • Obermotz
  • ******
  • Beiträge: 20.370
  • Geschlecht: Weiblich
  • Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.
    • Tina Alba
Re: Tintenkleckse
« Antwort #5 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Hallo Zirkler!

Nicht wirklich etwas aus einer laufenden Arbeit, aber trotzdem mit "Argh"-Effekt. Diese kleine Peinlichkeit hier stammt aus meinem Zirklersteckbrief.

"26. Werden dir jemals die Geschichten ausgehen?
Ich denke nicht, solange ich rollenspiele."

Achso. Deswegen baue ich beim Rollenspiel immer so viel Mist. Was ein verrutschtes Komma alles anstellen kann! :-)

Aryana

Katzen sind Wörter mit Pelz. Wie die Wörter, so streifen sie um die Menschen herum, ohne sich je zähmen zu lassen. Wörter und Katzen gehören zur Rasse der Nichtgreifbaren. (Erik Orsenna)

Lomax

  • Gast
Re: Tintenkleckse
« Antwort #6 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
So, jetzt habe ich die letzte Übersetzung fertig und kann daraus eine Menge "Tintenkleckse" beisteuern. Und dabei hätte ich schon wieder fast die Rubrik nicht gefunden ... muss daran liegen, dass dieser Thread bei mir blau und alle daneben weiß angezeigt werden. Das scheint mein Verstand automatisch auszublenden. Aber hier die Zitate:

"Keuchheitsgelübde"
(Keuch, Keuch ...)

"mit den venedischen Kaufleuten"
("venezianisch" is aber auch ein schweres Wort ...)

"Lukas' Tod war engagiert worden"
(statt "arrangiert" - da hat jemand Gevatter Tod engagiert!)

"Seine Männer waren vor ihm ausgestreckt"
(eigentlich: "seine Beine")

"Geoffrey hob den Schild, um den Schlaf aufzufangen"
(statt "Schlag")

"Geoffrey schleuderte sein Pferd beiseite und zog den Dolch"
(statt "Schwert")

"..., als eine Gruppe Pilger auf der Straße von Jerusalem nach Jaffa Sarazenen überfallen hatten."
(etwas komplizierter: Ursprünglich stand hier passiv: "als eine Gruppe Pilger ... von Sarazenen überfallen wurde." Diesen Satz wollte ich dann ins aktive setzen, habe dabei aber wohl übersehen, Sarazenen und Pilger zu vertauschen. Jetzt wirken die Pilger erstaunlich militant.)

- Aber das sind natürlich die Fehler, die im fertigen Buch NICHT auftauchen werden. Richtig interessant sind die Vertipper, die nicht auf dieser Liste stehen. Ich werde bestimmt noch einen finden, wenn ich das Buch in der Hand halte  ;)


Kristin

  • Gast
Re: Tintenkleckse
« Antwort #7 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Hihi, da fällt mir auch noch was ein.

Aus meinem ersten Roman:

"Die einzigen Geister hier sind die, die Euch im Kopf herumspucken!"

Nachdem mein Protagonist seine linke Hand verloren hatte, sind mir auch noch so Nettigkeiten passiert wie "Schiebt den Beutel von einer Hand in die andere" oder "Legt den Kopf in beide Hände"


Kristin

Offline Maja

  • Staatsanwalt des Teufels
  • Obermotz
  • ******
  • Beiträge: 23.355
  • Geschlecht: Weiblich
  • Plot is a four-letter-word
    • Autorenseite Maja Ilisch
Re: Tintenkleckse
« Antwort #8 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Und von mir, aus dem letzten Kapitel von Schwanenkind:

"Jurik kämpfte seine Begeisterung nieder".

(Entgeisterung, wollte ich schreiben)
Stand sogar drei Tage lang online, ehe ich es glücklicherweise selbst entdeckte ...

Lomax

  • Gast
Re: Tintenkleckse
« Antwort #9 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
@kristin:

Zitat
"Schiebt den Beutel von einer Hand in die andere" oder "Legt den Kopf in beide Hände"


Das ist ja schon makaber ...

Tja, solche Freundlichkeiten tauchen nicht nur aus Versehen auf, sondern man muss im Rollenspiel seitens seiner "Kameraden" ja fast schon damit rechnen. Wie war das, als ein Charakter ein Bein verlor?
"Wir nehmen die Beine in die Hand und suchen das Weite"


@Elomaran:

Dabei könnte "Begeisterung" je nach Kontext zumindest durchaus Sinn machen.

Offline Moni

  • Schattentochter
  • Obermotz
  • ******
  • Beiträge: 13.220
  • Geschlecht: Weiblich
  • Auf den Gebrauch der SHIFT-Taste-Hinweiserin.
Re: Tintenkleckse
« Antwort #10 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Zitat
@Elomaran:

Dabei könnte "Begeisterung" je nach Kontext zumindest durchaus Sinn machen.


Das haben wir ihr auch schon vorgeschlagen... wäre klasse Ironie!
Deutsch ist die Sprache von Goethe, von Schiller...
und im weitesten Sinne auch von Dieter Bohlen

Stefan Quoos, WDR2-Moderator
   »Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen,
ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.«

Johann Wolfgang von Goethe

Offline Manja

  • Zwerg auf Stelzen
  • Inaktiv
  • ***
  • Beiträge: 5.852
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Tintenkleckse
« Antwort #11 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
So, gehört zwar nicht zur Fantasy...
jedenfalls gibt es in einem anime, zu dem ich ziemlich gerne was schreibe ein Kerlchen, das "Omi" heißt(den Namen gibts in Japan echt...)
Und was mach ich eines Tages, in geistiger Umnachtung.
Statt "Omi grinste und sprang aus dem Auto" schreib ich "Die Oma grinste und sprang aus dem auto". Das war mein bisher einziger wirklicher Blooper.

Allerdings... mein rechtschreibprogramm: einer meiner Halbelfen heißt "Rinyl"(ich hab mich nach langem hin und her und Umbenennen für diesen Namen entschieden... wegen dem klang). Als ich dann den vorherigen Namen vollständig ausgetauscht hatte, war "Rinyl" gekennzeichnet... und die Rechtschreibung empfahl "vinyl" (Besten Dank, das hat mich an mein Hassfach Chemie erinnert)
     

Offline Manja

  • Zwerg auf Stelzen
  • Inaktiv
  • ***
  • Beiträge: 5.852
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Tintenkleckse
« Antwort #12 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Nachtrag(der diesen Thread auch noch ein bisschen nach oben rücken soll).

Gehört ebenfalls nicht in die antasy, sondern eher in den Schulpeinlichkeitenbereich.
Und noch ienmal eine Begriffserklärung vorneweg: er Begriff "yaoi" bezeichnet in japan homoerotische mangas un Geschichten, an denen Männer beteiligt bin... wer mcih nur ein bisschen kennt, wird sich also auf folgende Story einen Reim machen können.

Eines Tages sitz ich im Medienzimmer der Schule, surfe auf yaoi.de rum(wo momentan der Server futsch ist), vergesse die Zeit... bis ich dann merke, dass die Freistunden und die Pausen fast vorbei sind. Ich rase los, renne ins Biozimmer... dort komme ich gerade noch rechtzeitig zur Klausur. *stolz, weil noch geschafft*.
also schreibe ich...
eine Woche später sehe ich meine Arbeit durch(9 Punkte=3+)
und sehe dort ein Wort unterstrichen... statt "homogen" habe ich "yaoigen" geschrieben... *tropf* das war peinlich... bis ich meiner Lehrerin die eine B.E. aus dem Knie geleiert habe... aber ich habs geschafft.
Und was sagt uns das? Vor einer Bioklausur sollte man sich nciht auf yaoi.de rumtreiben
     

Lastalda

  • Gast
Re: Tintenkleckse
« Antwort #13 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
*vorlachenwegschmeiß* und jetzt erwähnen wir noch, dass homogen rein GAR NICHTS mit homosexuell zu tun hat... (außer dem Wortbestandteil homo=gleich) *lach*

Übrigens ist Deine Beschreibung von yaoi ziemlich unzulänglich, meinst Du nicht? Genaugenommen gibt es für "Liebe zwischen zwei Männern" das Genre Shonen Ai - und Yaoi ist die etwas härtere Form davon... (wohlgemerkt ETWAS, für gezeichnete Hardcore-Pornos gibt es noch ein eigenes Genre, das sich Hentai nennt.)
Das nur am Rande (und ja, ich nehme mal scharf an, dass Manja das alles weiß, aber nicht jeder, der hier mitliest... ;))

Lastalda

Offline Manja

  • Zwerg auf Stelzen
  • Inaktiv
  • ***
  • Beiträge: 5.852
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Tintenkleckse
« Antwort #14 am: 01. Januar 1970, 01:00:00 »
Ich wollt nicht mehr als unbedingt nötig labern... das hat man mir mal in nem andern Forum vorgeworfen.  Danke für die Ergänzung... mal schauen, was mir noch so passieren wird. Meine Arbeiten haben immer Anlass zur "Heiterkeit"(oder wenn das die Note versaut hat, zum Heulen) gegeben... wenn wieder sowas ist, wefahrt ihr es sofort wieder.
     

  • Drucken