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Autor Thema: Gay Romance: Trennung statt Diversität?  (Gelesen 2215 mal)

Online Aphelion

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Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« am: 12. August 2017, 16:46:59 »
In einem anderen Thread wurde ein Thema angeschnitten, das ich als sehr diskussionswürdig empfinde.

Es gibt einen Punkt, den ich an dem ganzen Genre Gay Romance nicht verstehe. (Ich mach mich mal wieder unbeliebt. ;))

Wenn es egentlich nur um zwei Menschen geht, warum schreiben so viele Autorinnen dann (fast) ausschließlich über schwule Pärchen? Strategisch, wegen des Geldes? Weil es "besonders süß" oder "besonders sexy" für sie persönlich ist? Aus anderen Gründen? Wenn es eigentlich egal ist, welches Geschlecht/Gender und welche sexuelle Orientierung die Protagonisten haben, warum gibt es dann trotzdem diese extreme Segregation?

Mir geht es nicht um gesellschaftliche Gründe, sondern um persönliche - denn beim Schreiben ist es deine Entscheidung, es nicht einfach nur "die Gesellschaft, die eben so ist". Bei Autorinnen ist auch nicht einfach nur "ihre Welt" oder "das, was sie eben am besten kennen", weil sie ja weiblich sind. Es gibt viele AutorInnen, in deren Geschichten Diversität ganz normal ist. Aber bei Gay Romance ist die Diversität per definitionem eingeschränkt, sonst wäre es nicht Gay Romance. Einzelne Autorinnen bestimmen zwar nicht das Genre, aber sie bestimmen, was sie selbst schreiben. Warum diese Einschränkung?

Ich sehe diesen Punkt kritisch, was ich nicht verheimlichen will. Ich versuche trotzdem ernsthaft, diesen Aspekt nachzuvollziehen.

Nachtrag: Dieser Thread darf gerne auch benutzt werden, um zu diskutieren, was Gay Romance für Autorinnen allgemein interessant macht. Mir persönlich geht es allerdings v.a. um diesen speziellen Aspekt.

Edit: Wer mir jetzt widerliche Ansichten unterschieben möchte, wie es im Verlauf des Threads leider vorgekommen ist, sollte zuerst diesen Beitrag lesen.

Offline Marta

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #1 am: 12. August 2017, 17:01:45 »
@Aphelion : Die Frage hattest du ja schon im anderen Thread gestellt und ich versuche mal, sie zu beantworten. Also ganz subjektiv. Wo fange ich da an? Am besten erst mal hier: Gay Romance bedeutet nicht, dass alle Charaktere im Buch schwul sind. Es gibt durchaus Diversität. Es kommen auch Hetero-Pärchen vor, genau wie lesbische, ältere, Singles usw. Das Hauptpaar ist halt immer schwul. Ich bin aber nicht sicher, ob du das gemeint hast, oder was eine noch diversere Geschichte wäre.

Natürlich habe ich tolle, gut durchdachte Gründe (die ich selbstverständlich gleich lang und breit erklären werde ;D ), aber am Ende geht es gar nicht darum. Zu fragen: »Warum Gay Romance, wenn du meinst, dass alle Liebesgeschichten zwischen allen Geschlechtern gleich wertvoll sind?« ist genauso leicht zu beantworten wie: »Warum verliebst du dich immer nur in Frauen, obwohl du meinst, dass Männer und Frauen gleich gut/berechtigt/wertvoll sind?«.

Die Antwort ist: keine Ahnung. Ist halt so. Mir macht's Spaß und es fühlt sich richtig an. Andere schreiben gern Krimi oder Steampunk, ich halt Gay Romance. Und ich schäme mich nicht mal dafür. ;)

Weitere Gründe fallen mir natürlich trotzdem ein. Die sind aber letzten Endes so sinnvoll wie zu sagen: »Männer haben sind größer und haben mehr Geld, deshalb fühlt man sich bei ihnen sicherer.« Klingt so weit logisch (na ja). Das hat aber keine lesbische Frau je davon abgehalten, sich trotzdem in eine andere Frau zu verlieben. Ich hoffe, es kommt rüber, was ich meine. Eine 100%ig zufriedenstellende Antwort werde ich dir nicht liefern können.

Egal, Gründe:

- Meinen ersten finanziellen Erfolg hatte ich tatsächlich mit Gay Romance und habe danach beschlossen, erstmal im Genre zu bleiben. Da ich aber eh am liebsten Gay Romance schreibe, war es eine Win-Win-Situation. Vielleicht war das erste Buch auch ein Erfolg, weil es eben mit mehr Herzblut geschrieben war als die anderen. Was weiß ich?

- Es ist für mich fast unmöglich, über eine Mann-Frau-Beziehung zu schreiben, ohne in Klischees zu verfallen, und zwar die schädliche Sorte Klischee. Ich finde es zumindest unglaublich schwer. Vielleicht bin ich da auch einfach unfähig. Zwei Männer (oder zwei Frauen) fallen mir viel leichter.

- Ich liebe Drama! Je mehr Konflikt in einer Story steckt, desto besser. Und ein schwules Pärchen hat es trotz allem heute immer noch schwerer als ein Hetero-Pärchen. Das ist übrigens der Punkt, den ich selbst am Kritischsten sehe. Ich benutze hier etwas, um die Spannung zu erhöhen, das in der Realität ein ernstzunehmendes Problem ist.

- Ich mag Männer. Na, die meisten zumindest. ;)

- Eine super-heiße Hetero-Romanze erlebe ich jeden Tag zu Hause. Beim Schreiben will ich in andere Welten eintauchen.

Plus weitere total logische Gründe, die mir gerade nicht einfallen, die aber (siehe oben) eigentlich unwichtig sind. Man könnte mir hundertmal sagen: »Warum schreibst du denn? Es gibt doch andere Hobbys, die viel gesünder sind. Beim Tennis hat man viel weniger mit Rückenschmerzen und Übergewicht zu tun und braun wird man auch noch.« Das würde nichts bringen. Ich liebe es einfach. Und ich fürchte, Liebe kann man weder begründen noch von außen bewerten.

Sehr hilfreich, ich weiß. ;D

Offline Steffi

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #2 am: 12. August 2017, 17:06:53 »
Aphelion, ich sehe das mittlerweile auch eher skeptisch und bin froh, dass es nicht nur mir so geht.

Obwohl ich auch ein Buch über ein schwules Liebespaar habe, sehe ich mich eindeutig nicht zu der GR Community zugehörig, und meide sie sogar absichtlich ein bisschen - ich bin in keinen Gruppen, bei keinen Autorenverbänden, und auch nicht auf den Treffen, bzw. Cons. Und obwohl ich noch Ideen für Bücher über schwule Protagonisten habe, schreibe ich sie ganz bewusst nicht, bzw. möchte ich die lieber hin und wieder "dazwischen streuen", wenn überhaupt.  Ich konzentriere mich mittlerweile lieber auf meine "normalen" Bücher und versuche, dort für LGBT+ Figuren zu sorgen, und zwar in möglichst vielen Facetten.

Nachdem ich "Die Partitur der Gewalt" veröffentlicht habe, wurde mir klar, dass ich alles sein möchte, aber keine GR Autorin. Ich möchte nicht, dass mein Schreiben darauf begrenzt oder dadurch gekennzeichnet wird, welche Sexualität meine Hauptfiguren haben. Mit diesem Gedanken habe ich mich einfach nicht wohlgefühlt (und der Roman passt ja Gott sei Dank ohnehin nicht ins Romance-Genre, was übrigens schon ein paar Leser verwirrt hat, die wohl davon ausgegangen sind, dass die Prämisse des Romans mit GR gleichzusetzen ist).

Ich tue mich mit der Behauptung schwer, bei GR gehe es um Diversität und Repräsentation. Denn mal ernst, GR wird von Frauen für Frauen geschrieben. Und daran ist auch nichts Verwerfliches, jedem sei sein Eskapismus gegönnt und hin und wieder lese ich das sehr gerne. Aber Diversität ist das in dem Sinne nicht, wie du schon so richtig sagst, Aphelion, weil es ein sehr abgeschottetes Genre ist, das in der Regel exklusv unter homosexuellen (oder ggfs. bisexuellen) Männern spielt, wo wirklich alle schwul sind und auch nur schwule Freunde haben. Es gibt wenige GR-Bücher, in denen Frauen auch tragende Rollen zukommen.

Nachtrag: Meine Theorie ist übrigens, dass GR bei Autoren und Lesern so populär ist, weil die übliche Rollenverteilung und das Frauenbild in herkömmlicher Romance oft wenig Anknüpfungspunkte für die Leser und Schreiber lassen (oder zumindest für eine gewisse Prozentzahl). Bei GR ist man da viel freier, weil man sich nicht um Geschlechterrollen und ggfs. deren Aushebelung sorgen muss.
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Online Sprotte

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #3 am: 12. August 2017, 17:35:58 »
*senftube auspackt*

Ich habe zwölf Hetero-Romanzen im Gewande meiner Heroics geschrieben. Reifere Helden an und um vierzig Jahre alt, meist deutlich jüngere Heldinnen, die ich mich bemüht habe, aus typischen Frauenrollen zu heben. Keine Damsels in Distress, sondern Frauen, die dem Helden auch mal deutlich zeigen, wo es langgeht, die ihre eigenen Pläne und Ansichten haben. Oftmals sind schwule Nebenfiguren mit an Bord. Wer meine Romane im NaNo verfolgt hat oder auch Arrion oder Cajan gelesen hat, weiß, daß ich nicht zimperlich mit meinen Großen Jungs TM umgehe. Ich säge Beine ab und steche Augen aus. Ich lasse sie nicht nur bildlich durch Blut waten. Meine Paare können meine Romane nur überleben, wenn sie ein Team sind, ebenbürtige Partner, die sich ergänzen.
Japp, ich werde mehr von der Sorte schreiben, weil es mir Spaß macht.

Jetzt habe ich zusätzlich acht Gay Romances geschrieben, ebenfalls Fantasy-Setting, aber mit deutlich jüngeren Helden besetzt, weniger blutrünstig, aber wie die Heroics mit Happy-Ending-Garantie. Ich wollte mich an jüngeren Helden ausprobieren, die noch nicht immer wissen, wo sie genau im Leben stehen, die noch nicht charakterlich so gefestigt sind wie ein zwanzig Jahre älterer Held. Vielleicht habe ich schwule Helden ausgewählt, um den Cut zu den Heroics noch deutlicher zu machen. Aber - wieder: Wer meine Romane im NaNo verfolgt hat oder Arrion und Cajan ... blabla - ich bete meine Helden an. Ich schmachte sie auch durchaus an und habe meinen Spaß daran. Bei den Gay Romances habe ich gleich zwei Jungs zum anschmachten. Dadurch, dass ich im Fantasy-Setting schreibe, kann ich die schwule Liebe als selbstverständlich darstellen oder mit anderen Problemen behaftet als in dieser Welt.
Eine rein schwule Besetzung habe ich nicht. Ich habe starke Frauenfiguren (die den Helden mitunter auf die Sprünge helfen), ich habe ein Hetero-Umfeld. Und es ist wie bei den Heroics: Die Helden sind sich ebenbürtig, stehen auf Augenhöhe und sollten dringend ein Team sein, um den Roman unbeschadet zu überstehen.

Der Spaßfaktor ist für mich immens wichtig. Ich schreibe nur, was mir Freude macht, wo ich mich austoben kann und auch jemanden anschmachten darf. :) Ich schreibe einfach, was ich gerade will: Heroics, Gay Romances und was mir sonst noch an Ideen zuläuft.
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Offline Tintenteufel

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #4 am: 12. August 2017, 18:07:54 »
Vorweg sage ich mal zu, dass ich keine Gay Romance schreibe. Ich habe ein paar Mal versucht, es zu lesen, und dann rasch festgestellt, dass mir diese Art von Büchern nicht zusagt. Hauptsächlich, weil ich es nicht mag, wenn die Lovestory so im Vordergrund steht, unabhängig von Geschlecht, Rasse, Vorlieben und Alter der Beteiligten. Bei Gay Romance ist das...naja, irgendwie per Definition der Fall? Ich weiß nicht so ganz, ab wann etwas als GR gilt und ab wann eben als Drama oder Fantasy oder Krimi mit "zufällig" schwulen Hauptcharakteren.
Ich weiß also nicht, wie qualifiziert mein Kommentar hier ist. Da ich mich aber neulich erst mit einer Freundin drüber unterhalten habe, schreibe ich ihn einfach mal dazu. :)

Vielleicht mache ich es mir auch zu einfach, aber...naja, homosexuelle Erotik ist auch bei Männern beliebt - nur eben in einem anderen Medium. Da der Buchmarkt tendenziell frauenlastig ist, wundert es mich jetzt nicht, dass sich das Bedürfnis nach Erotik mit Bezug auf das Andere Geschlecht in Literatur niederschlägt und nicht in, sagen wir mal, Hardcore Porno oder Videospielen. Die sind ja doch eher von Männern für Männer produziert. Im großen Ganzen, gibt natürlich Ausnahmen.
Von der Warte aus finde ich Segregation nicht den richtigen Begriff, um das Ganze zu beschreiben. Weil Diversität, Abbildung und Emanzipation von LGBT usw. ja überhaupt nicht der Anspruch dieser Art von Büchern ist. Ich denke dass es den wenigsten Autoren dabei um sozial-kritische Satire geht, beißenden Spott, Offenlegung von gesellschaftlichen Heucheleien und das Verändern der Lebensumstände für marginalisierte Gruppen.
Es dürfte eher um den Spaß an einem schwulen Pärchen gehen, ein bisschen an Erotik und der Romanze von gleich zwei Typen, die man anhimmeln kann - und weniger um das Erreichen von Diversität.

Das ist natürlich nur Spekulation von meiner Seite aus, aber die bisherigen Kommentare deuten für mich auch darauf hin.
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Offline Steffi

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #5 am: 12. August 2017, 18:21:33 »
Weil Diversität, Abbildung und Emanzipation von LGBT usw. ja überhaupt nicht der Anspruch dieser Art von Büchern ist. Ich denke dass es den wenigsten Autoren dabei um sozial-kritische Satire geht, beißenden Spott, Offenlegung von gesellschaftlichen Heucheleien und das Verändern der Lebensumstände für marginalisierte Gruppen.

Das sehe ich genauso und ich finde auch nichts Verwerfliches daran, Bücher zu schreiben, die den Leser ein paar schöne Stunden in einer Fantasiewelt ermöglichen, in der die Liebe immer gewinnt. Das ist nichts Schlimmes, im Gegenteil.

Was ich meinte ist, ich habe öfters mitbekommen, dass GR-Autorinnen ihr Schreiben damit verteidigen, sie täten das zur Gleichberechtigung von Homosexuellen und zur Destigmatisierung und was weiß ich, und mit Verlaub, das halte ich für ... ähm, sagen wir, eine eher realitätsfremde Aussage. Denn das ist ungefähr so, wie extra Lego-Sets für Mädchen in Pink und mit vielen Blümchen zu verkaufen und es Emanzipation zu nennen.
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Online Leann

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #6 am: 12. August 2017, 18:52:50 »
Meiner Meinung nach sind die Romane, die gegenwärtig mit dem Label "Gay Romance" versehen werden, zu breit gefächert, um sie auf seichte Liebesgeschichten zu reduzieren. Es gibt diese Art Romane, aber unter dem selben Etikett laufen eben auch alle anderen Romane, wenn da homosexuelle Figuren vorkommen. Das ist zur Zeit ungefähr so, als wenn alle Bücher, in denen heterosexuelle Figuren vorkommen, als Hetero Romance verkauft würden, egal, ob es sich um Fantasy, Historical, etc. handelt. Darum finde ich es schwierig, hier gemeingültige Aussagen zu treffen im Stil von "die Gay Romance Autorin" oder "die Gay Romance Romane", denn es gibt, wie ich finde, eben nicht nur eine Sorte.

Zur Diversität: Allein schon die Tatsache, dass es mittlerweile Romane mit homosexuellen Figuren gibt, und die auch offen und ohne Scham geschrieben, verkauft und gelesen werden, ist für mich schon Diversität. Es muss nicht jeder Roman gleichzeitig kritisch oder satirisch sein, um zur Vielfalt beizutragen.

Offline Charlotte

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #7 am: 12. August 2017, 19:32:29 »
Ich sehe es ungefähr genauso wie @Steffi (sehr schöne Posts!). Ich schreibe ebenfalls sehr oft über queere Helden, aber ich schreibe keine Gay Romance. Nicht, weil ich Romance doof finde, ich mag Romance. Ich schreibe das Genre nur einfach nicht. Trotzdem stecken viele Leute, denen ich von meinen Büchern erzähle, meine Thriller, Fantasyromane und Histos direkt in die Schublade „Gay Romance“ oder bezeichnen sie sogar als Slash und da sehe ich absolut ein Problem. Ich glaube oft, dass es in vielen Köpfen, besonders in Deutschland, noch nicht angekommen ist, dass queere Figuren auch in Romanen außerhalb der Nischengenres eine Daseinsberechtigung haben und das finde ich schade. Ja, hier findet ein trennender Prozess statt. Hetero: jedes Genre. Queer: Nische, Gay Romance. Das liegt aber nicht am Genre Gay Romance selbst.

Gay Romance kann man halt auch so oder so schreiben. Genau wie Steffi finde ich es aber schade, wenn Leute, die einfach nicht repräsentieren, sich Repräsentation auf die Fahnen schreiben. Darüber hinaus finde ich es immer sehr unglücklich, wenn AutorInnen das, was sie da schreiben, nicht recherchieren und auch oft sehr blöde Klischees über queere Männer in ihren Romanen weitertragen. Viele Romane aus dem Genre sind einfach nicht für ein queeres Publikum geschrieben. Ob das okay ist, dazu habe ich keine Meinung mehr, ich bin mir nicht sicher. Aber Romane, die von echten queeren Lebensrealitäten meilenweit entfernt sind, können (je nach Roman natürlich) natürlich trennen, weil sie falsche Klischees bestätigen, Rollenbilder schaffen oder wiedergeben und falsche Erwartungen in den LeserInnen wecken. Darin sehe ich durchaus ein großes Problem. Aber auch das ist kein Problem des Genres Gay Romance an sich. Es ist ein Problem von uninformierten oder oft auch ignoranten AutorInnen (und LeserInnen), die nicht bereit sind Realitäten außerhalb ihrer eigenen sinnvoll zu recherchieren.
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Offline Maja

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #8 am: 12. August 2017, 20:26:56 »
Bei mir ist es ähnlich. Ich habe sehr viele queere Hauptfiguren, aber ich habe noch nie eines meiner Bücher als "gay romance" bezeichnet und werde das auch in Zukunft nicht tun. Die Gründe dafür sind verschiedene - einer ist, dass ich keinen gesteigerten Wert auf Romantik lege, Sex gibt es bei mir hinter den Kulissen, und für das bisschen Romanze, was es bei mir gibt, wäre das Label "Romance" glatter Etikettenschwindel.

Der zweite Grund ist, dass ich meine Bücher nicht mit einem "Achtung, schwul"-Warnlabel versehen will. Ich will nicht ins Reservat mit meinen Büchern, ich will in die Mitte, ich will meine schwulen und bisexuellen und lesbischen und asexuellen Figuren nicht ansers präsentieren, als ich eine heterosexuelle Figur präsentieren würde, und ich will die gleichen Leser damit erreichen. Insbesondere, weil ich keine Pornos schreibe und niemand sagen kann "Also, du beschreibst da Sexualpraktiken, die mich echt abtörnen" - ich beschreibe überhaupt keine Sexualpraktiken, und ich will auch keine Leser antörnen. Ich will bewegen, ich will unterhalten, und an der Stelle kann meinen Lesern letztlich egal sein, wie die sexuellen Vorlieben meiner Figuren sind. Deswegen habe ich auch noch nie ein Manuskript an einen auf schwul/lesbische Literatur spezialisierten Verlag geschrieben. Ich schreibe keine Schwulenbücher, ich schreibe keine Heterobücher, ich schreibe Bücher.

Mein dritter Grund ist einer, mit dem ich vermutlich vielen hier im Forum auf die Füße treten werde. "Gay Romance" ist ein Genre, das ich nicht nur nicht schreibe, ich lese es auch nicht. Es ärgert mich, wenn alle Bücher mit queeren Protagonisten dieses "Gay Romance"-Label aufgedrückt bekommen, denn für mich heißt es, dass hier die Protagonisten auf ihre sexuelle Orientierung reduziert werden. Die meisten Bücher dieses Genres, die ich bislang in Händen gehalten habe, handelt davon, dass zwei verliebte Männer allen Widrigkeiten trotzden, die ihnen ob ihrer Sexualität in den Weg geräumt werden, und ganz viel Sex haben. Schwulsein als Alleinstellungsmerkmal, sogzusagen. Und das wird weder den echten Problemen gerecht, mit denen queere Menschen heute im Alltag zu kämpfen haben, noch ist es wirklich ein Zeichen von Diversität - Diversität heißt für mich, queere Figuren überall hinzubringen und nicht nur ins schwule Kuschelreservat. Ich will schwule Privatdetektive auf Mörderjagd, lesbische Schwarzmagierinnen auf dem Weg zur Weltherrschaft, asexuelle eflische Waldläufer. Keine Berufsschwulen, die dafür im Bett die Granaten sind.

Ein weiteres Problem, dass ich mit Literatur habe, in der die Sexualität das Hauptprovblem darstellt - insbesondere in der Fantasy - ist, dass damit vorausgesetzt wird, dass eine abweichende Sexualität ein Problem darstellt. Statt Welten zu entwerfen, in denen es völlig normal ist, dass es auch in der Sexualität mehr gibt als nur schwarz und weiß, müssen die Protagonisten an ihrer Sexualität hadern, müssen leiden und unterdrückt werden. Wir haben in der Fantasy Chancen zu Gegenentwürfen. Und das müssen keine rosaroten Utopien sein. Das können von dämonischen Horden besetzte oder dystopische Schreckensregime sein, in denen es allen Leuten scheiße geht, völlig unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Identität. Stattdessen enden die queeren Protagonisten in einer Opferrolle, die ein heterosexueller Protagonist nicht hätte. Und ich denke, Opfer waren wir schon lang genug.

Ich kenne sehr wenige schule Männer, die Gay Romance lesen - das tun überwiegend Frauen, die meisten von ihnen hetero- oder bisexuell. Die süßen Schwulen aus der Gay Romance sind auch nur ein Gegenstück zum Lesbenporno, der entgegen seines Namens für ein überwiegend männliches Publikum produziert wird. Für die Diversität in der Literatur wirkt sich das in meinen Augen eher negativ aus: Die Menge queerer Figuren in der ganz normalen Belletrikstik bleibt überschaubar, und als Argument wird angeführt, dass es ja Gay Romance und andere Nischenliteratur gibt. Wir brauchen nicht mehr Nische. Wir brauchen mehr Mitte.

Zu guter Letzt, nachdem ich das halbe Forum erfolgreich getrollt habe: Der Grund, warum so viele meiner Figuren auf die eine oder andere Weise queer sind, hat erst mal wenig mit Diversität zu tun. Ich will einfach Bücher schreiben, in denen ich mich selbst wiederfinde - als nicht-cisgender, nicht-heterosexueller Mensch. Diversität ist für mich, auch mal eine heterosexuelle Hauptfigur zu haben. ;)
         

Offline Steffi

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #9 am: 12. August 2017, 20:51:47 »
@Charlotte  :-*

Maja, wir sind ja öfters mal nicht einer Meinung aber deinen Post hier will ich ganz dick unterschreiben.

Ich lese wie erwähnt zwar hin und wieder Gay Romance, aber ich lese auch Het Romance hin und wieder, und ich lese beides als Happily Ever After-Eskapismus. Die Partitur habe ich damals mit voller Absicht an Incubus gegeben, was zwar ein queerer Verlag war aber einer, der ausdrücklich kein Romance verlegt hat.
Sic parvis magna


Online Leann

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #10 am: 13. August 2017, 10:05:58 »
Auch ich würde es sehr begrüßen, wenn diese "Warnhinweise" endlich wegfallen könnten und wenn Geschichten mit queeren Inhalten und Figuren in allen Verlagen veröffentlicht würden, besonders auch in Großverlagen. Allerdings haben nun mal nicht alle Autorinnen das Zeug zum Großverlag. Da bleibt dann nur die Wahl zwischen Selfpublishing und diversen Kleinverlagen, und es ist so gut wie unmöglich, Geschichten mit queeren Figuren in Kleinverlagen unterzubringen, die das nicht als Schwerpunkt haben, auch wenn in den Geschichten die sexuellen Elemente nicht im Vordergrund stehen (pfannt mich liebend gern, wenn ich da falsch liege, es würde mich freuen!). Oder die Sachen vergammeln in der Schublade.
Mein Ziel ist, mit meinen Geschichten Leser zu unterhalten und ihnen schöne Stunden zu bescheren. Möglichst vielen Lesern. Darum habe ich mich für einige meiner Romane für einen Genre-Kleinverlag entschieden, da ich auf diesem Weg viele Leser erreiche. Das mag nicht der beste Weg sein und auch nicht für jeden der richtige, aber das ist der Weg, für den ich mich entschieden hatte.
Noch was zu den kuscheligen Genrekleinverlagsreservaten: Ich finde, es sind genau diese Verlage, die für Interesse und Öffentlichkeit außerhalb der "Reservate" sorgen können, z.B. durch Präsenz auf Buchmessen. Es gibt sicher einige Leser, die dadurch zufällig auf ein Buch mit queerem Inhalt gestoßen sind und die ihre Lesegrenzen damit auch für die Zukunft erweitert haben. Außerdem habe ich den Eindruck gewonnen, dass durch den zunehmenden Erfolg einiger dieser Kleinverlage auch große Verlage mittlerweile darauf aufmerksam geworden sind, dass hier durchaus ein Markt besteht und dass sie ihre Programme geöffnet haben. Ist mir zwar zunächst mal wieder im Romance-Bereich aufgefallen, aber ich hoffe, dass die anderen Bereiche nachziehen.


Zitat
Ein weiteres Problem, dass ich mit Literatur habe, in der die Sexualität das Hauptprovblem darstellt - insbesondere in der Fantasy - ist, dass damit vorausgesetzt wird, dass eine abweichende Sexualität ein Problem darstellt.
Oh ja! Unterschreibe ich auch mal ganz dick. Es hat mich doch sehr befremdet, dass ein paar Leser mir tatsächlich vorgeworfen haben, es wäre seltsam und "unrealistisch", dass in meiner Fantasywelt Danu homosexuelle Figuren normal wären. Das fand ich dann wiederum seltsam! Das sind dann womöglich die selben Leute, die sich beschweren, dass keine Drachen/Orks etc. im Roman vorkommen, wär doch schließlich Fantasy.

Offline Pandorah

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #11 am: 14. August 2017, 00:35:35 »
Ich gestehe, es macht mich grätzig, dieses dezente auf GR herunterschauen.

Es gibt das Genre des Liebesromans - da fallen viele Romane aus dem Bereich Gay Romance darunter. Person A trifft Person B, Funken sprühen, der Roman behandelt, wie die beiden Figuren zusammen kommen. Das Genre wird, gleichgültig ob Hetero oder Homo, meistens von Frauen gelesen. Und wie in der GR wird darauf heruntergeschaut. Es unterhält, es macht Spaß.

"Ich schreibe keine Schwulenbücher, ich schreibe keine Hetenbücher, ich schreibe Bücher." Jupp. Und ich schreibe Liebesromane. Und?

Und ich kenne so einiges an Krimis und Fantasybüchern etc., in denen die Hauptfiguren nun mal schwul sind. In verdammt vielen Romanen spielt eine Liebesgeschichte mit. Warum ist das plötzlich etwas, was in dem Bereich schlecht geredet wird?

Was das "Problem" der "abweichenden Sexualität" betrifft - allein hier hat Sprotte schon geschrieben, dass sie Welten entwirft, wo das eben NICHT das Problem ist. Und es gibt verdammt viele Fantasy-Romane, in denen das NICHT das Problem ist. Habe ich übrigens auch.

Ich sehe auch kein Problem an der Sichtbarkeit des Genres oder des Reduzierens. Vor noch nicht allzu langer Zeit war es fast unmöglich, auch nur ein Buch mit einem Happy End für Schwule zu finden, wenn man überhaupt welche bekommen hat. Das waren (fast) immer alles Problembücher. Jetzt breitet sich das aus, es ist ein Weg. Ich hoffe, dass eben ganz allmählich die Figuren auch ihren Weg in die Buchhandlungen finden und in die großen Verlage.

Ganz und gar Mainstream, dass queere Figuren 50% der Handlung ausmachen oder so wird es vermutlich nie geben. Weil der überwiegende Teil der Menschheit eher in Richtung Hetero tendiert, und man für gewöhnlich das am liebsten liest, mit dem man sich auch identifiziren kann.

Offline Slenderella

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #12 am: 14. August 2017, 10:22:34 »
Aber es ist nun mal ein feiner Unterschied, wer Gay Romance schreibt. Das Klischee will es nämlich, dass das vor allem ehemalige Yaoi FF Autoren sind und die haben ein sehr festgelegtes Schema, dem viele Gay Romance Sachen folgen. Mit wirklichen Gay Inhalten hat das meistens nicht viel am Hut.
Durchaus auch ein Grund, warum die Leserschaft meist aus Hetero Frauen besteht, die schwule Männchen einfach sehr sexy finden.

Mit dieser Art von Gay Romance hatte ich schon immer ein gewisses Problem. Nicht weil da irgendwer schwul, lesbisch, was auch immer ist. Sondern die Art, wie diese Geschichten und FFs aufgemacht sind. Ist einfach nicht meins.

Offline Steffi

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #13 am: 14. August 2017, 10:39:19 »
Aber es ist nun mal ein feiner Unterschied, wer Gay Romance schreibt. Das Klischee will es nämlich, dass das vor allem ehemalige Yaoi FF Autoren sind und die haben ein sehr festgelegtes Schema, dem viele Gay Romance Sachen folgen. Mit wirklichen Gay Inhalten hat das meistens nicht viel am Hut.
Durchaus auch ein Grund, warum die Leserschaft meist aus Hetero Frauen besteht, die schwule Männchen einfach sehr sexy finden.

Mit dieser Art von Gay Romance hatte ich schon immer ein gewisses Problem. Nicht weil da irgendwer schwul, lesbisch, was auch immer ist. Sondern die Art, wie diese Geschichten und FFs aufgemacht sind. Ist einfach nicht meins.

Ja, das unterschreibe ich auch mal direkt.


Wie ich schon bereits erwähnt habe, ich hab nix gegen Romance, ich habe im Gegenteil den größten Respekt vor Leuten, die das ernsthaft und gut und mit einem gewissen Erfolg schreiben. Dazu gehört einiges, und ich selbst lese ja auch öfters mal eine Het oder auch eine Gay Romance. Allerdings, und das ist das Problem, wird unter GR eben auch viel verkauft, das eben sehr verkuschelt und sehr, ja, ver-YAOI-t ist, und wenn solche Autoren sich dann hinstellen und sagen, "Nein, ich mach das alles im Sinne der Diversität und Gleichstellung", dann hab ich damit ein echtes Problem.

Romance, egal ob Het oder Gay, dient nunmal in erster Linie dazu, gewisse Sehnsüchte und Wünsche des Lesers zu bedienen. Da klammere ich mich nicht aus, wie gesagt, da ist auch nichts Schlimmes dran. Aber dann sollte man auch so ehrlich sein, und das fü sich auch zugeben, und keine anderen Gründe vorschieben.

Übrigens gibt es für mich sehr wohl einen sehr deutlichen Unterschied zwischen Büchern mit schwulen Protagonisten, und Gay Romance. Sonst wäre ja logischerweise jeder Roman mit einem Het-Pärchen direkt Romance ;)
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Offline Sascha

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Re: Gay Romance: Trennung statt Diversität?
« Antwort #14 am: 14. August 2017, 10:44:57 »
Von wegen "Warnhinweis": Auch, wenn ich mich jetzt vielleicht unbeliebt mache, aber ich bin ganz froh drum, vorgewarnt zu sein, wenn es zu sehr ans Eingemachte geht.
Ich hatte das letztens erst: Da kam in einem Roman, der meines Erachtens etwas ganz anderes zum Thema hatte, ziemlich detaillierter schwuler Sex vor. Und ganz ehrlich: Ich mag das nicht lesen. Die Figuren dürfen gerne schwul sein, bau ich auch ein (und zwar auch als ganz normal), aber wenn es so ins Erotische geht, stößt mich das ab. Mag ich nicht lesen. Läuft einfach nur komplett gegen meine Veranlagung. (Übrigens haben mich in diesem Zusammenhang auch die zu detaillierten Hetero-Szenen gestört, nur nebenbei. Paßte für meinen Geschmack in dieser Form nicht in die Geschichte.)
Deshalb finde ich, man sollte als potentieller Leser schon in gewissem Sinne vorgewarnt sein, wenn es sehr romantisch oder gar erotisch wird, und eben vor allem in letzterem Fall auch, ob hetero oder homo. Auch ohne es irgendwie zu verdammen, kann es eben einfach nur dem eigenen Geschmack widersprechen.

Übrigens gibt es für mich sehr wohl einen sehr deutlichen Unterschied zwischen Büchern mit schwulen Protagonisten, und Gay Romance. Sonst wäre ja logischerweise jeder Roman mit einem Het-Pärchen direkt Romance ;)
Das unterschreib ich mal. Ist besser auf den Punkt gebracht, als ich es jetzt konnte.
»Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotenzial in sich. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen.«
Dalai Lama

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