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Autor Thema: Pseudonyme und Künstlernamen  (Gelesen 157909 mal)

Offline Zitkalasa

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1005 am: 12. Oktober 2017, 19:05:42 »
Ich habe letztens festgestellt, dass es eine österreichische Selfpublisherin gibt, die bis auf einen Buchstaben genauso heißt wie ich – und dass es sich bei ihr um ein Pseudonym handelt. Jetzt kann ich nicht anders als angefressen sein und meinen Namen verteidigen/ behalten zu wollen. :rofl: Dabei habe ich immer gesagt, dass ich ein Pseudonym will, um das Schreiben vom Rest gut zu trennen (und weil es weird ist, seinen stinknormalen Namen auf einem Cover zu lesen). Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. :versteck:

Offline Sikania

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1006 am: 12. Oktober 2017, 19:21:11 »

Wie entscheidet ihr denn, ob ihr ein Pseudonym nehmen wollt? Denn ich schwanke aktuell noch, ob ich eins nehmen sollte, um meine berufliche Karriere nicht zu beeinträchtigen, oder nicht.

Genau so - also ich zumindest. Ich würde mit ziemlicher Sicherheit beruflich Probleme bekommen, deshalb kommt eigentlich nur ein Pseudonym in Frage. Ansonsten würde ich das glaube eher nicht machen - ist aber schwer zu sagen. Wer weiß schon sicher, wie er sich in einer Situation verhalten würde, in der er nicht ist  ;).

Na dann was haltet ihr von dem Pseudonym Joanne Marina Hawk (auf dem Cover wär dann wenn man abkürzen darf J.M. Hawk)?

Offline caity

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1007 am: 12. Oktober 2017, 19:57:40 »
@Sikania: Wieso denn englisch? "Falk" ginge doch genauso?


Jedes gute Buch schreibt sich von selbst
– man darf es nur nicht dabei stören.

Patricia Highsmith

Offline Sikania

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1008 am: 12. Oktober 2017, 21:19:19 »
@Sikania: Wieso denn englisch? "Falk" ginge doch genauso?

Ich mag den Klang und es wäre eine Übersetzung meines Nachnamens (Nicht Falke ;) )

Offline Yasrena

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1009 am: 13. Oktober 2017, 00:25:55 »
Aus welchem Grund auch immer, würde mir M.J. Hawk besser gefallen als anders herum.
Ich persönlich würde bei einer dt. Schriftstellerin mit dem Namen vermutlich direkt auf Pseudonym tippen, weil er so schön "international" klingt. Ist zwar im Grunde Blödsinn, es gibt genug Menschen mit englischen Namen in Dtl., wundern würde es mich aber vermutlich trotzdem erst mal. Kommt also drauf an, ob es Dich stören würde, dass der ein oder andere vielleicht ein Pseudonym vermuten könnte.
(Geht mir mit meinen beiden, sich bisher in der engeren Wahl befindlichen Pseudonymnamen übrigens genauso - ich weiß einfach noch nicht, ob es mich stören würde ;))

Ich mag den Klang und es wäre eine Übersetzung meines Nachnamens (Nicht Falke ;) )
Sperber? Ich kannte mal eine Familie Sperber in der Nähe von Bad Kreuznach - und es ist der Nachname meines ersten SL-Acconts :D. Ich glaube aber mit Habicht kann mans auch noch übersetzen, oder?

Ich habe letztens festgestellt, dass es eine österreichische Selfpublisherin gibt, die bis auf einen Buchstaben genauso heißt wie ich – und dass es sich bei ihr um ein Pseudonym handelt. Jetzt kann ich nicht anders als angefressen sein und meinen Namen verteidigen/ behalten zu wollen. :rofl: Dabei habe ich immer gesagt, dass ich ein Pseudonym will, um das Schreiben vom Rest gut zu trennen (und weil es weird ist, seinen stinknormalen Namen auf einem Cover zu lesen). Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. :versteck:
Ich glaube ohne den "Druck" wegen dem Job besser ein Pseudonym zu haben, würde es mich irgendwie schon auch freuen, den eigenen Namen auf nem Cover zu sehen. Obwohl es mir andererseits vielleicht auch komisch vorkäme. Und wenn im eher unwahrscheinlichen Falle eines größeren Erfolges dann Leute ankämen, nach dem Motto "Sind sie das etwa?", würde ich vermutlich auswandern  :versteck: - doof, aber ich kenne mich ;)
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Offline Sikania

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1010 am: 13. Oktober 2017, 08:10:49 »
Aus welchem Grund auch immer, würde mir M.J. Hawk besser gefallen als anders herum.
Ich persönlich würde bei einer dt. Schriftstellerin mit dem Namen vermutlich direkt auf Pseudonym tippen, weil er so schön "international" klingt. Ist zwar im Grunde Blödsinn, es gibt genug Menschen mit englischen Namen in Dtl., wundern würde es mich aber vermutlich trotzdem erst mal. Kommt also drauf an, ob es Dich stören würde, dass der ein oder andere vielleicht ein Pseudonym vermuten könnte.
(Geht mir mit meinen beiden, sich bisher in der engeren Wahl befindlichen Pseudonymnamen übrigens genauso - ich weiß einfach noch nicht, ob es mich stören würde ;))
Ich glaube, dass es als Pseudonym erkenntlich ist, wäre mir zumindest aktuell ziemlich egal. Was spricht denn allgemein dagegen, dass es ein "offensichtliches" Pseudonym ist?
Dass dir MJ besser als JM gefällt, ist amüsant, da das tatsächlich die Variante war, die mir auch zuerst einfiel. Ich glaube, das liegt auch daran, dass es die Abkürzung MJ im englischen Sprachraum recht häufig gibt. (Auch bei Rappern, Wanna-be-coolen Kids und Co.) JM gibts da nicht so häufig.

Sperber? Ich kannte mal eine Familie Sperber in der Nähe von Bad Kreuznach - und es ist der Nachname meines ersten SL-Acconts :D. Ich glaube aber mit Habicht kann mans auch noch übersetzen, oder?

Ja, übersetzen kann man es mit mehreren Vögeln und einer der genannten ist es.  :P

Offline Yasrena

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1011 am: 13. Oktober 2017, 16:23:58 »
Ich glaube, dass es als Pseudonym erkenntlich ist, wäre mir zumindest aktuell ziemlich egal. Was spricht denn allgemein dagegen, dass es ein "offensichtliches" Pseudonym ist?
Dass der Leser ggf. denken könnte, da steht die Autorin nicht zu ihrem eigenen Werk, weil es ihr vielleicht selbst nicht gefällt. Warum sollte es dann dem Leser gefallen. Zumindest ist das der Grund, den ich mir am ehesten vorstellen könnte.

Dass dir MJ besser als JM gefällt, ist amüsant, da das tatsächlich die Variante war, die mir auch zuerst einfiel. Ich glaube, das liegt auch daran, dass es die Abkürzung MJ im englischen Sprachraum recht häufig gibt. (Auch bei Rappern, Wanna-be-coolen Kids und Co.) JM gibts da nicht so häufig.
Ok, das ist natürlich ein gutes Argument. Wenn ich überlege könnte es vielleicht auch sein, dass das "J" an der 2. Stelle deshalb geläufiger ist, weil es z.T. auch für "junior" steht. Ich weiß, das ist eigentlich nicht richtig, aber ich kenne einen Franz Huber* jun., der oft auch mit Franz J. Huber bzw. F.J. Huber unterschreibt - und nein er heißt definitiv nicht Franz-Josef oder irgendetwas in dieser Art  ;D (*= nicht der echte Familienname). Im Bekanntenkreis haben wir einen J.J., da ist es aber Vor- und Nachname ;).
Aber alles unwichtig, ich weiß ... ok J.M. Hawk ... rein sprachlich finde ich den Übergang von dem Buchstaben "M" zu Hawk etwas schwierig. Könntest Du Dir denn ggf. vorstellen als 2. Namen z.B. etwas mit "T" oder "K" vorne zu nehmen? Btw. generell einen Buchstaben, der in der Lautschrift den Vokal an 2. Stelle hat, das ließe sich einfach besser aussprechen.

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Offline Silberfuchs

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1012 am: 13. Oktober 2017, 16:45:52 »
Ich finde es auch absolut nicht verwerflich, wenn ein Autor ein offensichtliches Pseudonym verwendet. Das hat für mich auch nichts damit zu tun, dass man sich von seinem Werk distanzieren möchte oder es selbst als schlecht erachtet oder sich irgendeiner Kritik entziehen möchte. Für mich ist es schlicht die Wahrung von Privatsphäre. Wer meinen richtigen Namen kennt, kann mich eventuell finden. Meinen privaten Facebookaccount oder sogar meine Adresse. Ich persönlich möchte nicht, dass die halbe Welt Zugang zu solchen Daten hat, nur weil der Name auf einem Buchcover steht. Als unbekannter Autor mag das kein allzu großes Problem sein, aber sollte dann ein absoluter Durchbruch kommen und man ist an großer Bekanntheit nicht interessiert, hat man den Salat. Ich möchte mein Privatleben privat halten. Dann kommen natürlich noch solche Umstände hinzu, aufgrund derer man gar nicht unter seinem richtigen Namen schreiben darf. Es gibt so viele mögliche Gründe, weswegen ein Autor ein Pseudonym benutzt und man sollte sich hüten, denjenigen deswegen zu verurteilen.

So soll es doch ein offensichtliches Pseudonym sein. Hauptsache man kann das Buch genießen. :)

J.M. Hawk finde ich persönlich von der Aussprache etwas unschön. Umgekehrt würde es besser klingen, aber da spielt der Punkt eine Rolle, den Yayrena angesprochen hat. Aber muss es unbedingt Vor- und Zweitname sein? Warum nicht einfach J. Hawk oder Joanne Hawk?

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Online Layka

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1013 am: 13. Oktober 2017, 16:58:02 »
Bei "J.M. Hawk" finde ich sprachlich nicht nur den Übergang von M zu Hawk schwierig, sondern tatsächlich auch den von J zu M, weil man da zweimal direkt hintereinander den "ay/e"-Laut hat. M.J. würde mir da auch besser gefallen.

Offline Yasrena

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1014 am: 13. Oktober 2017, 17:47:16 »
Ich finde es auch absolut nicht verwerflich, wenn ein Autor ein offensichtliches Pseudonym verwendet. ...
Versteh mich da nicht falsch, ich finde es auch keinesfalls verwerflich und war hier ja schon selber auf Namenssuche für ein Pseudonym - wobei die Entscheidung, wie es im Moment aussieht, wohl zwischen Barbara Fuchs und Sylvie Dynell fallen wird. Im Moment tendiere ich zu ersterem. Es ging eigentlich nur darum, was gegen ein "offensichtliches" Pseudonym sprechen könnte - und das einzige was mir dazu einfallen würde, wäre eben eine möglicherweise negative Leserreaktion.
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Offline Silberfuchs

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1015 am: 13. Oktober 2017, 18:07:19 »
Mein Beitrag war auch gar nicht auf dich bezogen, alles gut.  :engel: Ich hatte aufgrund der Bezeichnung "offensichtliches Pseudonym" nur den Wunsch, meine Meinung dazu kundzutun.

Barbara Fuchs finde ich persönlich auch besser als Sylvie Dynell. Es geht einem leichter von der Zunge. :)

Was sagt ihr eigentlich zu Marie Greif und Alex Smoak?
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Offline Zitkalasa

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1016 am: 13. Oktober 2017, 18:12:28 »
Marie Greif klingt schön, und echt. Bei Smoak wüsste ich nichtmal wie ich es aussprechen sollte. Es erinnert mich auch ein bisschen an diese amerikanische Eigenheit, dieses jiddische schm- Wörtern voranzustellen, wenn sie sich darüber lustig machen wollen.

Offline Silberfuchs

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1017 am: 13. Oktober 2017, 18:21:00 »
Da musste ich jetzt echt grinsen.  ;D Smoak ist tatsächlich ursprünglich bayrisch und wird wie "Smoke" gesprochen.
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Offline Yasrena

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1018 am: 13. Oktober 2017, 18:52:55 »
Marie Greif finde ich auch schön.
Bei Smoak musste ich jetzt auch lachen ... ich dachte mir beim lesen "hört sich bayrisch an mit em 'oa'", konnte es aber nicht zuordnen und hatte den Gedanken dann erst mal wieder verworfen. Alex Smoak ist mit dem Übergang von 'x' nach 'S' aber auch schwierig auszusprechen.
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Offline Yamuri

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Re: Pseudonyme und Künstlernamen
« Antwort #1019 am: 13. Oktober 2017, 19:29:39 »
Für mich kommt eigentlich nur ein Pseudonym in Frage, wobei ich es absolut nicht schlimm finde, wenn man trotz fehlender ausländischer Abstammung beispielsweise bewusst einen asiatischen Namen wählt.
Nur weil man in Europa geboren ist, muss man sich nicht der westlichen Kultur zugehörig fühlen.
Manchmal verbindet einen Menschen mit der Fremde mehr als mit dem Heimatland.
Letztlich ist Heimat dort, wo das Herz ist und das Pseudonym darf durchaus die Liebe eines Menschen zu einem bestimmten Land oder einer bestimmten Kultur ausdrücken.
Gerade wenn man in der eigenen Kultur immer ein Außenseiter war, sich wie wie eine Fremde fühlte, kann so eine Distanz in Form eines exotischen Pseudonyms durchaus Sinn machen.
Einfach aus einer Laune heraus, oder weil andere finden, dies und das klingt gut, würde ich aber kein Pseudonym wählen.
Es muss sich für mich richtig und stimmig anfühlen.
Tut es das nicht, nehme ich Abstand davon.
Denn im Grunde erschafft man sich durch das Pseudonym auch ein Alter Ego, eine Kunstfigur, die man darstellt.
Man sollte zu dem Namen also eine persönliche Verbundenheit haben.
Da Yamuri mein langjähriger Nickname ist überlege ich, ob ich den Namen wähle.
Meine Lektorin meint, ich habe den Namen im Internet immer benutzt und sollte ihn nehmen.
Zu 100% sicher bin ich mir aber noch nicht.
Glücklicherweise bleibt mir aber noch genug Zeit das zu entscheiden, da ich erstmal eine Reihe von Manuskripten fertig bringen und veröffentlichungsfertig machen möchte bevor ich entscheide welches Pseudonym.
Ich hatte auch mal an Esmeralda Norwyn gedacht, doch das nehm ich vermutlich, wenn ich in der Medienbranche Fuß fasse und mich als Regieassistenz/Drehbuchautorin betätige.
Auch dachte ich mal an eine Kombination aus Namensrunen: Rhaido Dagaz
Hat meier Meinung nach auch einen schönen Klang.
Bis es soweit ist, werde ich hoffentlich wissen was ich will. ;)

Smoak hätte mich jetzt als erstes an Snoke erinnert muss ich gestehn xD
Marie Greif hat auch einen schönen Klang.

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