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Autor Thema: Wenn der Zweifel an die Tür klopft  (Gelesen 93941 mal)

Offline Silvia

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #930 am: 09. Januar 2018, 21:30:35 »
Solche Problemfälle schiebe ich immer meinem Unterbewußtsein hin: Hier, mach mal! Sag Bescheid, wenn Du eine Idee oder Lösung hast! ... Und ich muss sagen - es hat mich bisher noch seltenst im Stich gelassen.  ;D Das kommt dann immer in den unmöglichsten Momenten mit einer passenden Idee um die Ecke. Gib also die Hoffnung nicht auf!
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Offline Sascha

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #931 am: 10. Januar 2018, 10:31:06 »
Boah, irgendwie krieg ich grad voll in die Fr***e.
Erst ein Vierteljahr gar keine Reaktion auf Kurt 2, und jetzt kurz hintereinander zweimal so richtig Mist.
Hab mir 4 Bloggerinnen vermitteln lassen, die erste hat vor kurzem eine 2-Sterne-Rezi losgelassen, kurz zusammengefaßt "Nette Idee, aber scheiße umgesetzt", und die zweite schreibt mir heute, daß sie es abgebrochen hat, weil zu brutal (okay, da kenn ich anderes …) und generell nicht ihres. Wenigstens gibt das keine weitere schlechte Rezi. Aber eine einzige mit 2 Sternen und sonst nix, das ist natürlich extrem abschreckend …
Bis jetzt keine einzige positive Reaktion. Ich hab so das dumpfe Gefühl, mit Band 2 hab ich so richtig ins Klo gegriffen.

An meinen anderen Projekten komme ich auch nicht weiter. An einem schreibe ich zwar, aber irgendwie gefällt mir selbst nicht, was ich da fabriziere, und dauerhaft dranbleiben geht jobtechnisch eh nicht. Alles andere liegt dumm rum. In der Idee für Kurt 4 ist mir ein Riesenfehler aufgefallen, der den ganzen Plot hinfällig macht. Kann ich also in die Tonne treten und muß mir somit was komplett neues einfallen lassen. Bloß, das die Art, wie es momentan läuft, nicht grad die Kreativität fördert. Alles Scheiße, irgendwie. :'(
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Offline Elona

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #932 am: 10. Januar 2018, 12:35:01 »
@Sascha  :knuddel:
Ich habe mir natürlich nur sporadisch ihre Bewertungen auf ihrer Homepage angesehen, hatte aber den Eindruck, dass sie ohnehin sehr streng ist. Bei einem hat sie im Fazit nur gelobt, aber es gab trotzdem nicht wesentlich mehr Punkte. Mal davon abgesehen, dass ich auch den Eindruck hatte, das sie eher Liebesgeschichten bevorzugt. Ärgerlich bleibt das natürlich trotzdem.
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Offline Witch

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #933 am: 10. Januar 2018, 13:53:17 »
@Höllenpfau: Das kenne ich nur zu gut! Ich habe vor etwa zwei Jahren mein Langzeitprojekt auf Eis gelegt. Zuerst war ich total traurig, aber später fühlte ich mich sehr erleichtert. Es belastet mich jetzt nicht mehr, dass es nicht perfekt ist und an allen Ecken und Enden etwas fehlt. Die Welt, die ich erschaffen habe, kann ich für andere Dinge gebrauchen. Vielleicht stellt sich bei dir ja auch so etwas ein oder dir fällt die Lösung ein, wenn du es am wenigsten erwartest.  :knuddel:

@Sascha: Oh nein, das ist doof. Einen guten Rat habe ich leider nicht, nur so einer hier: :knuddel:

Vielleicht stimmt mit den Sternenkonstellationen gerade irgendetwas nicht, ich habe auch mal wieder das Gefühl, ein total schlechter Autor zu sein. Naja, geht schon wieder vorbei. :omn:
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Offline Sascha

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #934 am: 10. Januar 2018, 17:01:51 »
@Elona: Och, sie hat schon auch einiges an wirklich guten Bewertungen vergeben, auf der HP und bei Amazon. Also keine, die einfach ma platt draufhaut, und die Rezi liest sich auch nicht so platt. Ist halt gar nicht ihr Geschmack, aber das kommt so nicht rüber sondern so, daß ich schlecht schreibe. Mist. >:(

@Witch: Knuddeln ist immer gut. :)
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Offline canis lupus niger

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #935 am: 19. Januar 2018, 13:08:07 »
@Sascha, mir selber geht es ähnlich. Irgendwie habe ich im Moment das Gefühl, dass ich zwar recht ordentlich schreiben kann (sagen alle professionellen Rezensionen), dass aber trotzdem niemand meine Bücher liest. Es gibt praktisch überhaupt kein Echo von Lesern. Das motiviert natürlich überhaupt nicht dazu, die extrem knappe Freizeit ausschließlich für das Weiterführen von Projekten zu verwenden. Und je länger ein halbfertiges Manuskript liegt ohne angefasst zu werden, desto länger brauche ich, um mich wieder reinzudenken.

Hab inzwischen sogar überlegt, die Schreiberei für eine längere Weile (im Sinne von einigen Jahren, eventuell bis zur Rente) aufzugeben und mich auf andere Hobbies zu konzentrieren.

Offline Sascha

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #936 am: 19. Januar 2018, 14:26:44 »
Inzwischen hab ich die beruhigende Mitteilung bekommen, daß es einer anderen Bloggerin sehr gut gefällt. Sie kommt nur nicht so schnell dazu, die Rezi zu schreiben.
Und die große Umarbeitung an Kurt 3 hab ich auch in Rekordzeit geschafft (hatte ich in einem anderen Thread erwähnt). Nun bin ich wieder etwas optimistischer.
Aber ganz aufgeben kommt nicht infrage. Seh ich ja gar ned ein, nachdem ich so viel auf meiner HP ankündige, was ich noch schreibe und veröffentlichen will. Verzögerung, ja. Aufgabe, nein.
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Offline Trippelschritt

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #937 am: 19. Januar 2018, 15:38:12 »
Ein Zweifeln an den eigenen Zeilen wird sich wohl nie vermeiden lassen, auch wenn es Menschen geben soll, die grundsätzlich keine Selbstzweifel kennen. Sie sind auch zu einem gewissen grad berechtigt, denn jeder Text lässt sich irgendwie besser schreiben. Doch wenn man dem nachgeht, wird man niemals fertig.

Aber was kann man gegen ungerechtfertigte Kritik tun. (Treffen wird sie immer, aber dummes Gewäsch macht die Motivation nicht kaputt.) Wenn man sich ständig darum bemüht, sein Handwerkzeug zu lernen und seine Erzählkunst zu verbessern, dann hat man eines Tages die Gewissheit: "Ich kann's." Auch wenn es immer noch ein Stück besser geht. Und dann geht einem solche Kritik am Popo vorbei. Es heißt zwar immer, dass man Schreiben nur durch Schreiben lernt, aber das ist der lange Weg und nur die halbe Wahrheit. Es müsste heißen: Schreiben lernt man nicht, ohne zu schreiben." Da man aber eigenen Schwächen gegenüber oft blind ist, hilft es bestimmte Aspekte einzeln zu erkunden und zu üben. Was es ist können erfahrene Kollegen auf ihren HPs erzählen, es steht in Schreibratgebern und manchmal helfen auch Kurse. Vielleicht ist diese Anregung einmal einen zweiten Gedanken wert. Mir hat es jedenfalls einmal in einer etwas kritischen Phase geholfen.

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Offline Feuertraum

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #938 am: 19. Januar 2018, 19:37:44 »
Sie sind auch zu einem gewissen grad berechtigt, denn jeder Text lässt sich irgendwie besser schreiben.

Um das schon mal zu verbessern: Man kann ihn anders schreiben, das heißt aber nicht zwangsweise, dass er damit mehr Leser gefällt als die Ursprungsfassung ... ;)

Zitat
Aber was kann man gegen ungerechtfertigte Kritik tun.

Nichts, ehrlich gesagt.
Man muss davon ausgehen, es ist erst einmal eine Meinung. Ob fundiert oder nicht, das ist jetzt erstmal Nebensache.
Schwierig ist es jedoch, wenn Rezensent oder Meinungsverbreiter einen Feldzug anzetteln und immer wieder mantramäßig diese ihre Meinung wiederholen.
Ich kenne da leider auch so einen (uncoolerweise findet er es bescheiden, dass seine Behauptung von so vielen Menschen widerlegt wird, und trotzdem behauptet er weiterhin, dass ich keinerlei Humor habe, aber das ist eine andere Geschichte)
Von daher @Sascha: Ignorieren! Auch wenn es an einem nagt, wenn jemand Ihr Baby schlechtmacht, was solls. Es ist eine Meinung, und das bedeutet auch Geschmack. Und über Geschmack kann man nicht streiten.
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Offline Sascha

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #939 am: 20. Januar 2018, 17:33:38 »
Nur, um das klarzustellen: Das war kein unfundiertes, plattes Schlechtmachen. Sie hat das so gesehen, und Rezi Nummer zwei schlägt etwa in dieselbe Kerbe.
Davon abgesehen ist mir ja durchaus bewußt, daß ich gerne mal etwas länger schwafle, und da es halt auch um durchaus reale Themen geht, ist mir das halt auch recht wichtig. Oder es geht darum, daß der Leser den Hintergrund und die Zusammenhänge genau versteht.
Das ist mir als Leser recht wichtig, wenn man schon eine gewisse eigene Logik (im Prinzip ja auch eine Art Weltenbau) im Buch hat, dann soll die auch schlüssig und verständlich sein. Ich mag sowas, also lese ich es auch gerne, und mich stört eher, wenn man sich alles zusammenreimen muß oder ich den Eindruck habe, der Autor hat das nicht genau genug durchdacht. Andere sehen's halt anders. Pech, daß ich jetzt schon zwei erwischt hab, die damit nix anfangen können (und eine, der es zu brutal ist, aber das gab wenigstens keine schlechte Rezi).

Wären es nur platte Dummschwafler, könnte es mir ziemlich am A… vorbeigehen. Aber so dürfte es schon ein paar potentielle Leser abschrecken.
Naja, passiert ist passiert, jetzt kann ich nur abwarten,ob sich auch noch gute Meinungen einfinden. Eine wurde mir ja zum Glück schon angekündigt.
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Offline Fledermaus

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #940 am: 31. März 2018, 20:29:49 »
Ich belebe mal diesen Thread wieder und hoffe, ich bin hier richtig ... :-X Ach, ich weiß auch nicht, irgendwie läuft es derzeit einfach nicht so richtig bei mir. Vor ein paar Tagen habe ich einen ziemlich negativen Review auf mein Debüt entdeckt und heute wollte ich eigentlich an meinem neuen Projekt weiterschreiben, aber es will überhaupt nicht klappen, weil mir dieser Review noch so im Nacken hängt ... Die Zweifel sind zu Besuch, und auch die Panik, dass das ab jetzt so weitergehen wird mit negativen Rückmeldungen :-X

Einerseits denke ich mir die ganze Zeit, meine Lektorin wird schon keinen Mist reden, wenn sie mir schreibt, dass sie es toll findet und überhaupt nicht viel ändern will, dazu hätte sie ja keinen Grund, wenn es ihr Job ist, alles zu ändern, was nicht passt. Von meinen Testlesern habe ich auch gute Rückmeldungen bekommen ... Aber das bringt mir wenig, wenn dann die Leser mein Buch entweder ignorieren oder bestenfalls so lala finden ...

Na ja, lange Jammer-Rede, kurze Fragen: Wie lange dauert es bei euch, bis ihr so einen negativen Review verdaut habt? :hmmm: Und wart ihr schon einmal in so einer Situation, dass vom Verlag sehr positive Rückmeldungen kamen, von den Lesern dann aber tendenziell weniger? Was macht man in so einer Situation?

Offline Cairiel

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #941 am: 31. März 2018, 21:41:37 »
Mit meinem Debüt ging es mir ähnlich. Verleger fand es toll, Lektorin hat kaum was bemängelt, Leser fanden es größtenteils lala. Auch das mit der Rezension kann ich zu gut nachvollziehen, nach meiner ersten schlechten ging es mir genauso. Im Grunde genommen geht es mir jedes Mal nach so einer Rezension so, nur nicht mehr so stark wie beim ersten Mal.

Was ich dagegen gemacht habe? Aufgerappelt, Krönchen gerichtet, weitergeschrieben.  ;)  Es gibt Leute, denen dein Buch gefallen hat und gefällt. Dein Verleger hat ordentlich Geld investiert, um es auf den Markt zu bringen. Ja, vielleicht gefällt es noch nicht allen, vielleicht finden es viele erst lala, aber das nächste kann besser werden. Nur nicht aufgeben! Arbeite an dir, erzähle deine Geschichten, versuche, das zu dem Zeitpunkt dir Bestmögliche rauszuholen, und akzeptiere, dass es niemals perfekt sein kann. Aber es wird jedes Mal besser, auch wenn es sich nicht immer danach anfühlt. Wir, die wir überselbstkritisch sind, haben auch den größten Raum zur Verbesserung. Schau dir die an, die sich bereits für perfekt halten: Ihre Werke sind meist drastisch schlechter.

Also. Innerem Kritiker das Maul stopfen, Schreibprogramm öffnen, weiterschreiben. Bei der Rohfassung ist es egal, wie gut oder schlecht sie ist, hauptsache, du schaffst dir Material, mit dem du später weiterarbeiten kannst.

Offline Leann

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #942 am: 01. April 2018, 10:16:59 »
Das ist wohl leider ein unschöner Aspekt des Autorenlebens, mit dem jeder leben lernen muss, der veröffentlicht. Es ist zwar ein schwacher Trost, aber auch sehr beliebte Autoren erhalten für ihre Bücher immer auch schlechte Kritiken. Die fallen nur meist nicht so ins Gewicht, weil es da auch Unmengen von guten Rezensionen gibt. Wenn man sowieso nur wenige Rezensionen hat, reißt da eine nicht so gute den Schnitt schon runter. Und die Laune auch.  :( Ich bin auch immer sehr geknickt, wenn einem Leser mein Buch nicht gefällt. Es tut mir auch für den Leser leid, der ja Zeit und Geld investiert hat, und sich dann ärgern musste oder zumindest kein Lesevergnügen hatte. Ich möchte doch den Lesern Freude machen und ich bin dann schon eine Zeitlang traurig. Da kann man sich wohl nur ein dickeres Fell zulegen, aber das sagt sich so leicht.
Lies dir doch mal das Lob für dein Buch durch und die Rückmeldungen von Leuten, denen es gefallen hat. So toll eine Geschichte auch ist, es wird immer einige geben, denen sie nicht gefällt. Das sagt nichts über die Qualität der Geschichte aus. Geschmäcker sind nun mal verschieden.
Und eine ganz große Bitte: Lass dich davon nicht beim Schreiben blockieren! Wir sind Autorinnen. Wir schreiben weiter, egal was ist. Vor kurzem hab ich einen interessanten Tipp in einem Podcast gehört: "Schreib, als wären alle tot." Also erstmal nur für dich. Überhaupt sollten wir unser Selbstwertgefühl nicht von den Meinungen anderer abhängig machen. Das bringt nichts. Solange wir selbst lieben, was wir schreiben, ist das mehr als genug Grund, um zufrieden zu sein und vor allem Spaß zu haben. Den lassen wir uns nicht verderben!  :knuddel:

Offline Witch

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #943 am: 01. April 2018, 10:54:44 »
Wir, die wir überselbstkritisch sind, haben auch den größten Raum zur Verbesserung. Schau dir die an, die sich bereits für perfekt halten: Ihre Werke sind meist drastisch schlechter.

Das sehe ich auch so. Hinzu kommt, dass nicht jeder eine Rezi schreibt. Ich weiss noch wie das bei meinem ersten Roman war. Die erste Rezi war so lala, die Rezensentin hat den Witz der Geschichte nicht verstanden und ich habe mich endlos darüber aufgeregt. Die zweite fand es langweilig und eigentlich haben nur meine Freunde etwas Gutes dazu gesagt. Das hat mich total heruntergezogen, aber letztendlich haben es ja nicht nur die zwei Leute gelesen, die gemeckert haben. Es gibt einfach auch sehr viele Leute, die keine Rezensionen schreiben. Ich schreibe ja Musik-Rezis und mir fällt das bei mir selber auch auf: Wenn ich etwas total super finde, schreibe ich oft nicht viel dazu, weil ich einfach nicht weiss, was ich sagen soll, ausser: Total super. Macht eine tolle Rezi. ;) Wenn man etwas zu meckern hat, ist das schon einfacher.

Ich schliesse mich Leann an. Ich habe mal ein Video von einer Autorin gesehen, die sagte, "wenn du dich schlecht fühlst, erinnere dich daran, wieso du überhaupt mit dem Schreiben angefangen hast". Und dann wird man feststellen, dass man nicht für die Rückmeldung schreibt. Die möchte man später natürlich auch und natürlich möchte man positive Rückmeldungen, aber der Grund, warum man schreibt, ist ein anderer. Was Leann sagt. Wir tun es für uns, weil es uns glücklich macht. Das ist das Wichtigste, alles andere sollte sekundär sein.  :knuddel:
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Offline Trippelschritt

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #944 am: 01. April 2018, 11:37:00 »
Aufstehen, berappeln, weitermachen.

Man kann schlechte Rezensionen auch nicht immer verstehen. Bei einem Debütroman schon gar nicht. Wenn man die schlimmen Fälle von Neid oder Häme oder ähnlichen dingen einmal abzieht, dann geht der größte Teil der negativen Rezis darauf zurück, dass der Leser etwas anderes erwartet hat, als der Autor geschrieben hat. Und kein Feld ist so divers wie Fantasy.

Ernst wird es eigentlich nur, wenn kaum gute Rezensionen eintrudeln, aber dafür müssen überhaupt erst einmal welche kommen.

Bei so richtigen Hämmern, kann mir das aber auch schon mal einen ganzen Tag versauen. Aber am nächsten Tag schreie ich weiter und kümmere mich nicht mehr darum. Dazu ist mir die Zeit zu schade.

Liebe Grüße
Trippelschritt
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