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Autor Thema: [Erledigt] Schießen, schlagen oder doch ganz anders?  (Gelesen 220 mal)

Offline Sanjani

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[Erledigt] Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« am: 12. Februar 2018, 14:16:54 »
Hallo zusammen,

ich habe eine Szene, bei der ich etwas Hilfe gebrauchen könnte. Die Ausgangssituation sieht aus wie folgt:

Mein Prota liegt am Boden. Auf ihm drauf liegt sein Gegner und würgt ihn. Hinter dem Gegner steht die Begleiterin meines Prota. Sie soll den Gegner ausschalten. Zuerst habe ich es so konstruiert, sie schießt auf den Gegner, der lässt meinen Prota frei, sie befragen den Gegner und lassen ihn dann liegen. Sache erledigt.

Dann kamen mir Zweifel, denn erstens soll der Gegner nicht tödlich getroffen werden, andererseits soll er aber auch gut und gern glauben, dass er im Sterben liegt. Er darf auch gern schwer verletzt sein, soll aber noch auf den Notruf warten können. Also hab ich mich gefragt, wo schießt sie da am klügsten hin? Dann habe ich mir überlegt, wenn die Kugel durchschießt, besteht ja auch für meinen Prota Gefahr, davon getroffen zu werden, oder?

Dann habe ich gedacht, sie schlägt dem Gegner aus dem Hinterhalt eine über den Kopf. Aber das wäre einerseits zu harmlos, denn der sollte optimalerweise eine Weile aus dem Verkehr gezogen werden. Andererseits soll er aber nicht bewusstlos werden, sonst kann er ja nicht mehr befragt werden.

Und jetzt hab ich mich selber so verwirrt, dass ich ein Brett vor dem Kopf habe. Jemand Ideen?

Lieben Dank und viele Grüße

Sanjani
Die einzige blinde Kuh im Tintenzirkel :)

Offline Dämmerungshexe

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #1 am: 12. Februar 2018, 14:32:31 »
Messer.
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Offline Neweda

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #2 am: 12. Februar 2018, 17:04:59 »
Das kommt ein wenig auf die Waffe an mit der die Begleiterin und die Entfernung auf den Gegner schießt. Wenn es eine Pistole ist, dann könnte deine Begleiterin ihn von der Seite des Ohrs einmal quer durch den Kopf schießen. Hierbei spielt allerdings wieder die Position des Kopfes des Gegners und des Prota eine Rolle.

Ist es eine Mittelalterliche Waffe Armbrust, Bogen etc ist es Wichtig wie weit die Waffe angezogen ist und die Entfernung. Bogen, Armbrust dringen nicht ganz so tief ein wenn man aus der nähe schießt.Es reicht aber um Jemanden zu töten.

Eine andere Möglichkeit wäre das erstechen oder erschlagen...


Offline Sanjani

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #3 am: 12. Februar 2018, 17:10:19 »
@Neweda: Ah, gut dass du es erwähnst. Es ist ein modernes Setting. Sie hat also eine Pistole oder ähnliches bei sich.

@Dämmerungshexe: An Messer habe ich noch überhaupt nicht gedacht. Aber wenn ich es mir recht überlege, eigentlich wäre zu viel Blut auch keine so gute Idee. Sie sind in einem öffentlichen Park. Vielleicht ein paar üble Tritte? Wenn ja, wo hin?

LG Sanjani
Die einzige blinde Kuh im Tintenzirkel :)

Offline Neweda

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #4 am: 12. Februar 2018, 17:23:40 »
Vielleicht ein paar üble Tritte? Wenn ja, wo hin?

Wenn deine Begleiterin den Gegner durch Tritte erledigen will, dann in die Seite. Wenn sie es schafft ihn von deinem Prota runter zu bekommen kann sie noch weitere in die Magengrube hinzufügen.

Eventuell liegen im Park einige Steine herum die man zum Erschlagen benutzen kann. ;)

Offline canis lupus niger

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #5 am: 12. Februar 2018, 17:31:48 »
Stein auf Kopf habe ich auch mal verwendet. Gibt´s überall, ist ohne besondere Ausbildung erfolgreich zu verwenden und das Resultat ist variabel. Von Schädelbruch und tot bis kopfschmerzen und ein bisschen benommen geht alles. Gehirnerschütterung  mit blutender Platzwunde würde sich in Deinem Fall anbieten. So kann der Typ wegen der Schmerzen und des vielen Blutes annehmen, dass es mit ihm zuende geht, ist aber nach einer mehr oder weniger langen Bewusstlosigkeit noch vernehmungsfähig.

Offline Dämmerungshexe

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #6 am: 12. Februar 2018, 17:38:52 »
Eine Stichwunde muss nicht unbedingt einen hohen Blutverlust bedeuten. Wenn das Messer nicht rausgezogen wird, verschließt es die Wunde sogar. Ich dachte daran, weil du meintest der Anta dürfte auch ein wenig Todesangst haben und wenn er benommen ist von einem Tritt oder Schlag (mit was auch immer), ist das nicht unbedingt gegeben, dazu braucht es wohl eher eine echte Wunde.
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Offline Sanjani

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #7 am: 12. Februar 2018, 18:59:14 »
@Dämmerungshexe:
Eine Stichwunde muss nicht unbedingt einen hohen Blutverlust bedeuten. Wenn das Messer nicht rausgezogen wird, verschließt es die Wunde sogar. Ich dachte daran, weil du meintest der Anta dürfte auch ein wenig Todesangst haben

Das ist natürlich ein gutes Argument. Hmmm, dann müsste sie das Messer allerdings zurücklassen, oder? Ok, das wäre im Bereich des Möglichen.
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Offline A9

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #8 am: 12. Februar 2018, 19:34:49 »
Wie sportlich ist Deine Begleitperson?
Ein kräftiger Tritt mit dem Spann an die Kopfseite des Gegners dürfte ihn außer Gefecht setzen. Nicht blutig, eventuell eine Ohnmacht möglich, Dein Prota kommt aus der misslichen Lage.

Bei der Abgabe eines Schusses musst Du mehrere Sachen beachten.
- Überraschungsmoment, - Schusswinkel, - Abstand, - Zeit zum zielen oder nicht, - bekommt der Gegner mit, dass auf ihn mit einer Waffe gezielt wird?
Manchmal, wenn ich Ruhe brauche, setze ich mich in meine Bonbonniere und ein Gummibärchen hält mir die Hand.  :knuddel:

Offline Sanjani

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #9 am: 12. Februar 2018, 20:00:06 »
@A9: Einen solchen Tritt könnte sie sicher anbringen. Das Problem ist, dass sie eine Ohnmacht eigentlich erst mal vermeiden möchte, weil sie ihm ja noch ein paar Fragen stellen muss.
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Offline Fledermaus

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #10 am: 12. Februar 2018, 22:16:30 »
Hmm ... Etwas ganz anderes - wäre vielleicht eine Art Betäubung oder "Unter-Drogen-Setzen" möglich? Nur so eine Idee ... Je nach Droge kann der Gegner dann (eingeschränkt) bei Bewusstsein bleiben, sodass er noch befragt werden kann.

Offline Sternsaphir

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #11 am: 12. Februar 2018, 23:59:12 »
Man muss den Gegner nicht ausknocken.
Es reicht auch ein Tritt gegen die Schläfe, den Hals, das Nasenbein, in die unteren Rippen / Nieren, um ihn zu schocken. Er muss ja nur soweit gebracht werden, dass sich sein Griff lockert, damit sich der Prota herauswinden kann.
Oder sie geht ihm von hinten mit einem Würgegriff an die Kehle, damit er loslässt. Am besten mit Einsatz des eigenen Körpergewichts den Gegner zurückziehen/biegen.
Wie sind die Arme des Würgers? Gestreckt? Dann würde auch ein Tritt in die Ellenbogen genügen.
Wahlweise nimmt sie ein Messer und bedroht ihn am Hals.
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Offline Arcor

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #12 am: 13. Februar 2018, 08:35:00 »
Was ist, wenn sie eine Pistole hat, aber gar nicht schießt? Der Gegner würde sicher von deinem Prota ablassen, wenn sie ihm den Lauf auf den Hinterkopf setzt und ihn freundlich darauf hinweist, das Würgen einzustellen. Dann könnten sie ihn befragen, was er sicherlich auch zulassen würde, wenn er durch eine Pistole in Schach gehalten/bedroht wird.
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Offline Anja

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #13 am: 13. Februar 2018, 09:14:41 »
Wenn deine Prota ein bisschen Vorwissen hat, könnte sie ihn ebenfalls von hinten würgen. Wenn man den Arm von hinten um den Kopf des Gegners legt, sodass der Ellbogen vorne ist, und dann rechts und links die Carotis-Arterien zudrückt, wird man für einige Minuten bewusstlos, weil das Gehirn sofort auf den Sauerstoffmangel reagiert. Ein Schlag gegen den Hals könnte etwas Ähnliches bewirken, da kenne ich mich nicht aus.

Offline cryphos

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Re: Schießen, schlagen oder doch ganz anders?
« Antwort #14 am: 13. Februar 2018, 10:09:01 »
> Bei einem Schuss besteht die Gefahr des Durchschusses und damit die Gefahr den Partner zu verletzen.
> Pistole am Hinterkopf aufsetzen sieht immer schön aus, ist aber nicht gerade effizient. Der Schütze ist so nahe an der Zielperson (ZP), dass letztere leicht an die Waffe käme. Wenn die ZP vom Partner abliese, sich aufsetzte und die Hände erheben würde, dann reichte eine rasche Drehung des Oberkörpers um mit einem Arm die Waffe zur Seite abzulenken. Wir haben das im Karate mal mit einer Spielzeugpistole getestet. Bei über 40 Versuchen hat es kein Schütze geschafft abzudrücken, bevor der Schlag kam und wir wussten was passiere wird.
> Würgen der ZP ist eine tolle Idee, wenn diese nicht gerade den Partner würgte. Im Zweifelsfall gehen dem Partner zuerst die Lämpchen aus, weil schon länger gewürgt.
> Tritt gegen Kopf oder Rippen funktionieren gut.
> Schläge mit Schlagwaffen (Knüppel, Eisenstange, Baseballschläger, Schlagring) an neuralgische Körperpunkte funktionieren.
> Stichwaffen funktionieren, wobei Messer relativ große Wunden reißen.
> Ein Kugelschreiber in den Hals (muss ja nicht die Halsschlagader erwischen) gerammt tut höllisch weh und sorgt zumindest dafür, dass die ZP mit Würgen aufhört und vom Partner ablässt. Dann könnte man ihn gut mit einer Schusswaffe aus einiger Entfernung bedrohen/in Schach halten. Anstatt Hals gehen auch andere weiche Körperstellen wie Achseln, unterhalb des Rippenbogens, etc.
> Schläge auf die Halsschlagader führen zum sofortigen Aus des Kampfes und einer kurzen Bewusstlosigkeit (3 bis 5 min), wenn einseitig ausgeführt; beidseitig ist der Tod möglich. Aber Achtung, das ist nicht trivial. Dazu benötigt man etwas Kraft, die Technik und Übung um das gezielt durchzuführen. Laien haben nur die Chance eines Glückstreffers.
> Tritt in die Kronjuwelen ist bei Männern immer sehr effizient. Je nachdem wie die ZP auf dem Partner hockt wäre ein Tritt zwischen die Beine möglich. Danach ZP mit Schusswaffe bedrohen.
> Kräftiger, frontaler Schlag/Tritt gegen das Kinn, so dass der Kiefer nach hinten ruckt führt zu einer kurzen Bewusstlosigkeit (3 bis 5 min).

[EDIT] Zum Entwaffnen von Gegnern: Einen Gegner zu entwaffnen ohne sich selbst dabei zu gefährden oder zu verletzen ist bei Schuss oder Klingenwaffen extrem schwer. Wie gesagt, wir haben das im Dojo mal mit Spielzeug und Trainigswaffen getestet, weil jemand ankam im Film soundso sei das so gewesen und ob das überhaupt möglich sei.  Also haben wir das alles durchgespielt. Ergebnis: fast alles was man im Film sah war ohne viel Training oder Glück nicht machbar; außer die Zielperson steht mit Hände oben (typische Pose beim Befehl »Hände hoch«) da. Wenn jetzt die Hand mit der Waffe in den Radius kam, den die ZP mit seinem Arm durch eine Drehung des Oberkörpers abdeckt konnte der Angreifer relativ einfach entwaffnet werden. Denn durch die Drehung des Oberkörpers dreht man zum einen die breite Trefferfläche Brust zur Seite und zeigt dem Angreifer nur noch die schmale Körperseite (je nach Körperfülle ist das Definitionssache, beleibte Menschen haben hier das Nachsehen) zum anderen erreicht man eine hohe Beschleunigung im Bereich der erhobenen Hände und kann mit hoher Wucht auf den Arm des Angreifers schlagen. Schlagfläche ist dabei der Bereich zwischen Hand und Ellenbogen des Verteidigers auf Hand bis Ellenbogen des Angreifers. Dadurch kann man dem Angreifer den Arm brechen und lenkt die Waffe weg vom eigenen Körper. Zudem steht man jetzt entweder im Rücken des Gegners und kann die ungeschützten Rücken und Hüftbereiche angreifen oder man steht dem Gegner frontal gegenüber. Bei der Testserie im Dojo konnten wir dann relativ sicher in den Intimbereich des Angreifers treten.
Mit den simulierten Klingenwaffen konnte der Angreifer ab und an der ZP nur noch geringen Schaden (Schnitte in den Arm) beibringen, bevor er ausgenockt wurde. Schusswaffen wurden immer zu spät ausgelöst und hätten die ZP nicht mehr verletzt. Als wir das testeten waren die meisten von uns auf der Stufe eines Gelbgurtes  (also nur minimal besser als ungeübte Recken) und trotzdem sehr erfolgreich. Es hat sich aber auch abgezeichnet, dass die Erfahreneren unter uns wesentlich effektiver dabei waren, den Gegner auszuschalten. Ungeübte Kämpfer fuhren am besten wenn sie nach dem Schlag auf den Arm dem Gegner in den Intimbereich traten  und dann ko knüppelten oder töteten, weil bei Schusswaffen wegrennen keine Option war; während die erfahreneren Kämpfer besser waren, wenn sie im Rücken des Gegners standen, weil diese dann kontrolliert den Gegner zu Boden bringen und fixieren konnten. Aber für die Kontrolle über den Gegner braucht es Technik, Können und Erfahrung und man muss besser als der Angreifer sein.
Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt. - Die Ärzte
Im Spiel des Lebens gibt es nur einen einzigen Gewinner. Das ist Gevatter Tot. Also habe Spass am Verlieren. - ~c~
Es kommt darauf an. ™

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