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Autor Thema: Sophie Besenrath - Zofe, Detektivin  (Gelesen 132 mal)

Offline Höllenpfau

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Sophie Besenrath - Zofe, Detektivin
« am: 11. Januar 2018, 00:19:21 »
Um von meinem großen Projekt Ruhe zu bekommen habe ich mit einem Historienkrimi begonnen. Meine Prota muss ich allerdings noch ein bisschen besser kennenlernen.

In den 1880er Jahren reist die fünfzehnjährige Sophie mit dem halben Haushalt von Spreben nach Berlin um der Taufe einer frischgeborenen Verwandten der von Sprebens beizuwohnen.
Sophies Vater Eugen Besenrath ist der oberste Kammerdiener der von Sprebens. Seine Frau, Sophies Mutter, verstarb als Sophie noch ein kleines Kind war.
Sophie ist nun Zofe und beste Freundin der ein Jahr älteren Anette von Spreben.
Außerdem auf der Reise sind Anettes jüngerer Bruder Wilhelm Henry, der Vater der beiden, Wilhelm Otto von Spreben, sowie der Hauslehrer Dr. Carl Reinckweizer. Nicht dabei sind Frau von Spreben und der älteste Sohn (sowie die restliche Dienerschaft).

Dr. Reinckweizer ist, neben ihrem Vater, Sophies wichtigste erwachsene Bezugsperson. Sie wird gemeinsam mit Anette von ihm unterrichtet. Die sehr strebsame Sophie ist für Dr. Reinckweizer von großem Interesse. Beim Besuch auf Schloss Forderwarte sprechen sie im Unterricht über den sich entspinnenden Mord und kommen der Lösung so nach und nach auf die Schliche.

Mehr weiß ich über Sophie leider nicht und hoffe ihr bringt sie zum reden.

Der Höllenpfau lässt Sophie eintreten. Sie bewegt sich behutsam, scheint immer darauf bedacht nicht unangenehm aufzufallen. Sophie macht es sich gemütlich (ein bisschen steif wirkt sie immer noch) und erwartet nun eure Fragen.

Offline canis lupus niger

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Re: Sophie Besenrath - Zofe, Detektivin
« Antwort #1 am: 11. Januar 2018, 10:32:27 »
Hallo, Sophie, herzlich willkommen hier bei uns. Darf ich Dir ein paar neugierige Fragen stellen?

Du arbeitest als Zofe für die Familie von Spreben, darfst Dich als Freundin der Tochter Deiner Arbeitgeber ansehen und wirst sogar mit ihr gemeinsam von Hauslehrer unterrichtet. Das ist für Dich ein ziemlicher Glücksfall. Du bekommst eine Schulbildung, die sich sonst kaum ein Mädchen Deines Standes erhoffen darf.

Das lässt vermuten, dass nicht nur Anette Dich mag, sondern dass auch die Eltern von Spreben Dich sehr schätzen. Dein Vater ist ja Kammerdiener der Familie. Lebt ihr denn im Haus der von Sprebens? Vielleicht in einer Dienstbotenwohnung? Bist Du dort aufgewachsen? Wer hat sich um Dich gekümmert, als Du klein warst? Dein Vater hatte doch bestimmt kaum Zeit für Dich. Durftest Du schon als kleines Kind Deine Zeit in der Wohnung Deiner Herrschaft verbringen, vielleicht als (von den Eltern gewollte) Spielgefährtin von Anette?

Wie wirst Du von den Familienangehörigen behandelt, nicht nur von den Eltern, sondern auch von Anettes Brüdern? Mit Respekt? Als Dienstbotin oder eher wie eine Schwester? Inzwischen bist Du ja zu einer jungen Frau herangewachsen. Hat sich das Interesse der jungen Männer an Dir dadurch verändert?

Wie siehst Du Deine eigene Stellung in der Gesellschaft? Bist Du damit zufrieden? Immerhin hast Du durch Deine außergewöhnliche Bildung und Stellung in der Familie ja erfahren, dass es durchaus Unterschiede gibt. Was erhoffst Du Dir für Deine Zukunft? Was erwartest Du von Deiner Zukunft, gesellschaftlich, beruflich, in Bezug auf Deine Freundschaft zu Anette? Hast Du schon Pläne?

Gibt es für Dich schon einen jungen Mann, der Dir etwas bedeutet?

Wie ist Deine Beziehung zu dem Hauslehrer?  Wie zu Deinem Vater? Wer arbeitet noch im Haushalt der von Sprebens? Wie ist Dein Verhältnis zu diesen Menschen und deren Verhältnis zu Dir? Gibt es Probleme/Spannungen wegen Deiner bevorzugten Stellung als Gesellschafterin und Freundin von Anette und (eventuellem) Günstling deiner Herrschaft?

Ja, das wären die Fragen, die mir im Moment einfallen. Ich freue mich schon auf Deine Antwort.




Offline Höllenpfau

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Re: Sophie Besenrath - Zofe, Detektivin
« Antwort #2 am: 11. Januar 2018, 19:00:44 »
Sophie, sichtlich nervös, wendet sich canis lupus niger zu.

Zitat
Du arbeitest als Zofe für die Familie von Spreben, darfst Dich als Freundin der Tochter Deiner Arbeitgeber ansehen und wirst sogar mit ihr gemeinsam von Hauslehrer unterrichtet. Das ist für Dich ein ziemlicher Glücksfall. Du bekommst eine Schulbildung, die sich sonst kaum ein Mädchen Deines Standes erhoffen darf.

Das lässt vermuten, dass nicht nur Anette Dich mag, sondern dass auch die Eltern von Spreben Dich sehr schätzen. Dein Vater ist ja Kammerdiener der Familie. Lebt ihr denn im Haus der von Sprebens? Vielleicht in einer Dienstbotenwohnung? Bist Du dort aufgewachsen? Wer hat sich um Dich gekümmert, als Du klein warst? Dein Vater hatte doch bestimmt kaum Zeit für Dich. Durftest Du schon als kleines Kind Deine Zeit in der Wohnung Deiner Herrschaft verbringen, vielleicht als (von den Eltern gewollte) Spielgefährtin von Anette?

Da hast du Recht. Ich bin - wenn ich mich mit anderen Zofen vergleiche - im großen Vorteil.
Mein Vater ist, wie ich, schon in den Dienerstand im Hause von Spreben geboren worden und war seither der treueste Gefährte von Herr von Spreben. Dieser nennt meinen Vater auch manchmal den Hausmeier, denn er organisiert eigentlich alles: von der Organisation der Dienstbotenschaft als auch Gästeempfänge, Reisen und das Beschaffen von Lebensmitteln und dergleichen.
Die Dienerschaft lebt mit im Haus der von Sprebens. Aber wir haben alle nur eine kleine Schlafkabine in der Dachkammer und die Küche als unseren Gemeinschaftsraum.

Meine Mutter war ebenfalls Hausdame bei den von Sprebens und hat mit meinem Vater gemeinsam dort gelebt. Die beiden haben nie geheiratet, aber nach ihrem frühen Tod hat er die Vaterschaft übernommen - und ich seinen Namen.
Ich kenne meine Mutter leider nicht. Nur ein Foto von ihr, auf dem sie zusammen mit anderen Dienern Spalier steht, währen die Familie von Spreben vor der Dienstbotenschaft posiert.

Ich bin dennoch gut erzogen worden. Mein Vater hat es eigentlich immer geschafft, Zeit für mich zu finden. Außerdem gab es genügend andere Bezugspersonen in der Dienerschaft, die sich um mich gekümmert haben. Die Angestellten in einem so großen, reichen Haushalt sind oft wie eine gemeinsam agierende Kommune in der es Streit, gemeinsame Freuden etc. gibt.

Ich denke Anette ist eine meiner besten Freundinnen. Ich war schon als Kind ihre Spielgefährtin und bin es quasi bis heute. Doch als ihre Zofe kümmere ich mich auch um viel. Ich kümmere mich um ihre Garderobe, stehe jeden Tag vor ihr auf und besorge heißes Wasser zum Waschen und muss auch oft den Ärger einstecken, wenn wir zu zweit mal etwas angestellt haben.
Manchmal kann ich Anette auch nicht leiden, denn sie wird natürlich immer bevorzugt. Dann ärgert es mich, dass sie - nur durch Geburt - besser gestellt ist als ich.
Die von Sprebens mögen aber sowohl meinen Vater als auch mich, weshalb wir mit gewissen Vorzügen behandelt werden. Auch wenn die Verhältnisse ungerecht sind: ich sollte mich wirklich nicht beschweren.

Zitat
Wie wirst Du von den Familienangehörigen behandelt, nicht nur von den Eltern, sondern auch von Anettes Brüdern? Mit Respekt? Als Dienstbotin oder eher wie eine Schwester? Inzwischen bist Du ja zu einer jungen Frau herangewachsen. Hat sich das Interesse der jungen Männer an Dir dadurch verändert?

Die einzige, die mich auf dem Kieker zu haben scheint ist Frau von Spreben, deshalb bin ich auch heilfroh, dass sie bei der Taufe nicht dabei sein wird. Ich benehme mich immer, wirklich, aber manchmal bin ich vorlaut, sagt sie. Ich denke Anette hat ihrer Mutter erzählt, was ich manchmal habe fallen lassen wenn wir zu zweit waren.

Der Rest der Familie behandelt mich freundlich, zwar immer noch als Dienerin, aber sie sind keine Tyrannen. Wie du schon sagst - sie lassen mich ja sogar mit Anette zusammen unterrichten. Ich bin ihnen so dankbar.
Ich muss es ihnen noch mehr zeigen. Wahrscheinlich ist es das, was Frau von Spreben aufregt: sie denkt ich bin nicht dankbar genug.

Interesse der Männer? Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass es vorher nicht dagewesen wäre. Schon als ich 9 oder 10 Jahre alt war, haben die alten Männer anzügliche Kommentare gemacht, wir auf den Po geschlagen oder an meinen Röcken gezogen.
Laut Heidelgard, der Köchin der von Sprebens (die nicht mit auf der Reise ist), ist dies die Rolle der Frau, der sie sich nicht entziehen kann.
Aber Dr. Reinckweizer sagt, die Unterdrückung der Frau ist ein historisches Konstrukt. Ich verstehe das nicht ganz, aber Dr. Reinckweizer ist der schlauste Mensch den ich kenne. Er muss Recht haben. Komisch nur, dass er gleichzeitig auch das meiste Interesse an mir zeigt.

Zitat
Wie siehst Du Deine eigene Stellung in der Gesellschaft? Bist Du damit zufrieden? Immerhin hast Du durch Deine außergewöhnliche Bildung und Stellung in der Familie ja erfahren, dass es durchaus Unterschiede gibt. Was erhoffst Du Dir für Deine Zukunft? Was erwartest Du von Deiner Zukunft, gesellschaftlich, beruflich, in Bezug auf Deine Freundschaft zu Anette? Hast Du schon Pläne?

Wie ich schon erwähnte ist mir der Klassenunterschied bewusst. Den Sprebens übrigens genauso.
Frau von Spreben hatte deshalb schon oft nicht mehr aufgehört zu zetern, aber Herr von Spreben scheint kein Problem damit zu haben, dass Dr. Reinckweizer Sozialist ist. Im Gegenteil: Die beiden verbringen viele Abende mit Wein und wechselnden Freunden, bei denen sie sich über Philosophie und den Sozialismus unterhalten. Eine Anstellung in dieser Familie zu haben ist ein Privileg. Dennoch: es gibt Menschen die allein durch Geburt viel mehr Privilegien haben als ich. Schon allein weil ich eine Frau bin.

Dr. Reinckweizer hat mich auf eine besondere Idee gebracht. Statt zu heiraten möchte ich lieber Studieren. Medizin. Oder Philologie. Es gibt so vieles. In Budapest oder Paris haben sie wohl schon vereinzelt Frauen auf den Universitäten anerkannt. Ich weiß nicht, wie ich das ohne Vermögen erreichen soll, aber Dr. Reinckweizer sagt, dass wir in der Lage sind mehr zu verändern als wir denken. Er erinnert dann immer an die französische Revolution. Es gibt zum Beispiel Frauen, die fordern, ein Wahlrecht zu haben. Dieser Mut begeistert mich, so möchte ich auch werden.

Anette wird immer eine Freundin von mir bleiben. Wir sind gemeinsam aufgewachsen. Ich habe Angst, dass sie erwartet, dass ich für immer ihre Zofe sein werde. Und ich glaube, ich habe noch mehr Angst davor das es so wird. Denn entweder heirate ich einen Mann und bekomme Kinder oder ich bleibe für immer bei den von Sprebens. Ich denke, kein reicher Mann wird mich heiraten wollen.
Ich glaube, wenn es der richtige Zeitpunkt für mich ist, wird Anette es verstehen und mich gehen lassen. Sie kennt meine Auffassungen. Und ich ihre. Letzten Endes sind unsere Meinungen auch gar nicht wirklich verschieden. Sie ist ja auch die Tochter ihres Vaters. ;) Sie wünscht sich zwar nichts sehnlicher als einen hübschen Prinzen, aber sie will sich auch immer weiter bilden, studieren und sie liebt das Schauspielen. Als wir gemeinsam mit Dr. Reinckweizer bei einer Aufführung der Schlesischen Weber waren, verließen wir die Vorstellung danach mit Anette, die so begeistert war, dass sie wochenlang noch Zeilen in schlechtem Schlesisch rezitierte. Wir kommen aus Stettin, doch im Hause von Spreben wurde immer Hochdeutsch gesprochen. Die Dialekte der Arbeiter und Bauern kennt Anette nicht mal richtig.

Zitat
Gibt es für Dich schon einen jungen Mann, der Dir etwas bedeutet?

Nein, aber um ehrlich zu sein, stört mich das auch überhaupt nicht.

Zitat
Wie ist Deine Beziehung zu dem Hauslehrer?  Wie zu Deinem Vater?

Der Hauslehrer Dr. Reinckweizer ist ein beeindruckender Mensch. Er lehrte uns schon Schreiben und Lesen, dann Algebra und Geometrie, Geographie und Biologie. Er liebt auch Physik und Politik - ich kann es kaum glauben. Er hat Kant gelesen, Hegel, Machiavelli und Spinoza. Und wenn er von all dem erzählt, kann er sich nicht zügeln und beginnt von seinen Sozialistischen Ideen zu quasseln.
Aber er berührt mich. Nach dem Unterricht lässt er Anette gehen und fordert mich dann beispielsweise auf, auf seinem Schoß zu sitzen. Dann berührt er meine Brust oder fasst... zwischen meine Beine.

[An dieser Stelle muss ich als Autor eingrätschen: Spätestens jetzt sollte die schwierige Beziehung zwischen Sophie und Dr. Reinckweizer klar sein. Sie blickt zu ihm auf, weil er sie außerordentlich fördert (für die Zeit, ihren Stand und ihr Geschlecht). Doch seine Faszination für Sophie fußt auf einer (pädophilen? idk) Begehrung, die er für sie verspürt. Ich habe, um ehrlich zu sein, etwas Angst davor, was Dr. Reinckweizer eventuell mit Sophie noch anstellen könnte. Zur Zeit möchte ich ihn wirklich nicht mehr tun lassen, als sie mit seinen Händen zu missbrauchen - doch das finde ich schon hart genug.
Vor allem auch, weil Sophie ihn ja trotzdem mag. Sie ignoriert seine Nötigungen, weint dafür später, wenn sie allein ist. Ich weiß, dass sie sich irgendwann aus diesen Ketten befreien wird und weiteren Kontakt mit ihm verhindert, aber ich befürchte, dass dies nicht im Laufe der Story geschehen wird.]


Ich würde lieber über meinen Vater reden, denn er ist ein toller Vater. Er ist immer so stolz auf mich, wenn ich erzähle, was ich bei Dr. Reinckweizer alles lerne, und er lässt mich dann (leicht verbittert) wissen, dass er sich gewünscht hätte, auch mit Herrn von Spreben zusammen unterrichtet worden zu sein.
Wir sehen uns häufig genug, aber du hast Recht, wir sind oft mit unterschiedlichen Dingen beschäftigt. Aber das verschafft mir auch meine Freiheiten, wenn ich nicht gerade in der Küche bei Heidelgard bin, weil die führt sich manchmal schlimmer auf als eine Stiefmutter.

Zitat
Wer arbeitet noch im Haushalt der von Sprebens? Wie ist Dein Verhältnis zu diesen Menschen und deren Verhältnis zu Dir? Gibt es Probleme/Spannungen wegen Deiner bevorzugten Stellung als Gesellschafterin und Freundin von Anette und (eventuellem) Günstling deiner Herrschaft?

Tja, eine hab ich ja nun schon erwähnt: Heidelgard, die Köchin. Dann gibt es da noch Kasimir, Otto und Bertram, die Diener. Bertram ist der Kammerdiener von Leopold von Spreben (dem ältesten Sohn). Und Ludmilla, eine altjüngerliche Hausmamsell.
Und alle sind sie doch genauso froh wie ich, bei den von Sprebens gelandet zu sein. Seit der Alte gestorben ist und Herr von Spreben das Sagen hat, geht es uns ja besser als der Dienstbotenschaft anderer Adliger. Nur Heidelgard denkt, diese Bevorzugung täte mir nicht gut - gerade mir als Frau. Sie kann ich eigentlich als einzige nicht richtig leiden.

Offline A9

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Re: Sophie Besenrath - Zofe, Detektivin
« Antwort #3 am: 08. Februar 2018, 04:53:43 »
Hallo Sophie! Ich hoffe sehr, ich störe diese Stille nicht, denn ich möchte Ihr Angebot, Ihnen Fragen stellen zu dürfen, sehr gern annehmen.
Nun, *nicht auf eine Antwort wartend* möchte ich erfahren, wieso Sie hier auch als Detektivin vorgestellt wurden? Haben Sie darin eine Ausbildung genossen oder haben Sie womöglich eine Ungereimtheit aufgedeckt oder sind Sie womöglich sogar einem Verbrechen auf der Spur?

Und, Sie hatten noch nichts über Ihre Freizeit erzählt. Gibt es in Ihrem Leben soetwas wie Freizeit? Und wenn ja, was machen Sie da?
Manchmal, wenn ich Ruhe brauche, setze ich mich in meine Bonbonniere und ein Gummibärchen hält mir die Hand.  :knuddel:

Offline canis lupus niger

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Re: Sophie Besenrath - Zofe, Detektivin
« Antwort #4 am: 09. Februar 2018, 11:22:49 »
Mein Vater hat es eigentlich immer geschafft, Zeit für mich zu finden. Außerdem gab es genügend andere Bezugspersonen in der Dienerschaft, die sich um mich gekümmert haben. Die Angestellten in einem so großen, reichen Haushalt sind oft wie eine gemeinsam agierende Kommune in der es Streit, gemeinsame Freuden etc. gibt.

Hallo, ich melde mich nach einigem Zögern auch nochmal zurück. Mit Deiner Information darüber, wer sich um Dich früher gekümmert hat, bin ich noch nicht ganz zufrieden gestellt. Dass ein Vater Zeit für sein Kind findet, dass andere Personen sich auch kümmern, dass ein Kind Spielgefährte eines anderen ist, das funktioniert bei Kindern ab vielleicht drei Jahren. Aber wer hat Mutterstelle an Dir angenommen, hat sich um Dich als Säugling und Kleinkind gekümmert, als Du rund um die Uhr Betreuung brauchtest? Ist diese Person noch im Haushalt? Wenn ja, wie ist Dein Verhältnis zu ihr? Falls sich niemand um das Baby Sophie gekümmert hat, falls man Dich gefüttert und gewindelt, aber dich ansonsten ins Bettchen gelegt und sich nicht weiter um Dich gekümmert hat (zu der Zeit ja tragischerweise nicht unüblich, dass man Babies einfach schreien ließ, bis sie einschliefen), dann hättest Du zu einem sehr einsamen kleinen Mädchen werden müssen, mit großen Problemen, Beziehungen herzustellen. Das höre ich aber aus Deiner Schilderung nicht wirklich heraus.

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