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Autor Thema: Heut ist ein guter Tag zum Sterben  (Gelesen 571 mal)

Offline Silvasurfer

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Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« am: 30. Oktober 2017, 10:55:23 »
Mein Nanowrimoprojekt beginnt mit dem Tod.

Bald lege ich dann mit dem schreiben los und habe es mir bewusst bis zum Schluss vorenthalten, meinen Kopf in diese Richtung hin zu lenken.
Gesucht ist eine Art zu sterben.
Ich bin hin und her gerissen zwischen:
Gescheiteter Suizid als Spannungsbogen. Der Character will sterben (Motivation) scheitert zunächst (Problem) und irgendwie gelingt es ihm dann aber endlich doch (Erlösung)
Oder urplötzlicher Skurriler Tod, gerne auch einer der eines Darwinawards würdig ist.

Falls also jemand spontane grobe Ideen für einen komischen Tod hat oder Einfälle für einen plausiblen Tod nach gescheiterten Suizidversuch im Krankenhaus, haut sie einfach raus als Brainstorming in die Details gehe ich dann ab Übermorgen selbst und gebe mir somit eine drei-Tage-Frist um meinen Charakter ins Reich der Toten zu schicken, das finde ich symbolisch passend.
Sie sagen: "Wenn du denkst, dein Protagonist habe genug gelitten, lass deinen Helden noch ein wenig mehr leiden!" Ich weiß nicht wer es zuallererst gesagt hat. Aber er oder sie hat verdammt nochmal recht!


Offline Blaurot

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #1 am: 30. Oktober 2017, 11:07:27 »
Spontanidee:

Der Prota sitzt in der Badewanne, lädt dabei seinen Smartphone-Akku auf und surft gerade bei tinder. Er schaut sich die Mädels an, wischt hin und her, votet up oder down, als er plötzlich niesen muss, ihm das Teil aus der Hand ins Wasser fällt und er einen Stromschlag bekommt.

Hihihi, ist das skurril genug?  ;D
Keep Smiling :)

Offline Silvasurfer

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #2 am: 30. Oktober 2017, 11:15:51 »
Der unerwartete Stromschlag in der Badewanne ist ein klassiker allerdings ist Tinder definitiv ein gutes Element. Generell Social Media... Da denke ich direkt an South Park, wo in einer Folge
Spoiler (click to show/hide)

https://www.youtube.com/watch?v=ZiJ05e8DQ9o
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Offline Dämmerungshexe

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #3 am: 30. Oktober 2017, 11:16:59 »
Wenn eine skurrile Todesart, würde ich etwas wählen, was zur Figur passt bzw. zur weiteren Handlung. Insoweit bräuchte es dafür weitere Infos.

Was mir aber gerade so einfällt (als Mischung aus gescheiterter Suizid und skurrilem Tod): Sprung von der Brücke, darunter eine Straße. Figur landet relativ unversehrt und wird dann von einem heranrasenden Auto/Laster erwischt.
„So basically the rule for writing a fantasy novel is: if it would look totally sweet airbrushed on the side of a van, it’ll make a good fantasy novel.“ Questionable Content - J. Jacques

Offline Silvasurfer

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #4 am: 30. Oktober 2017, 11:20:08 »
Die Handlung beginnt mit der Erkenntnis, dass nach den Tod Existenz weiter geht. Ähnlich wie bei Wizards of Oz ist die Lösung des Plots stets vor Augen, denn der Hauptcharakter betritt diese Existenz mit einem Vorurteil geprägt durch seine in diesem Fall christliche Kultur. Der Prota ein Nihilist denkt sich, oh nein es ist also wahr und jetzt muss ich büßen wodurch sein Aufenthalt zu einer sich selbst auferlegten Hölle wird. Gegen Ende wird es jedoch immer seltsamer und es geht auch nicht mehr nur noch um Himmel und Hölle, da nicht nur irdische sondern auch außerirdische Religionen und deren Vorurteile zusammenkommen und nicht darauf klar kommen, das keine höhere Existenz ihnen sagt, was jetzt Sache ist, wodurch die Vorurteile die tatsächliche Existenz nach dem Tod größtenteils Negativ beeinflussen.
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Offline Anja

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #5 am: 30. Oktober 2017, 11:45:20 »
Die Figur trinkt sich Mut an, um anschließend zu einer Brücke zu fahren und in den Tod zu springen, und hat auf dem Weg einen Unfall mit Todesfolge.

Offline Denamio

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #6 am: 30. Oktober 2017, 11:50:18 »
Skurrile Todesarten? Aber immer doch.

  • Durchbohrt von der Stange eines falsch befestigten Bannerschlepps (Luftwerbung). Aufschrift: "Bestattungen, überlassen sie das dem Profi".
  • Aufm Konzert im Dixie Klo das Genick gebrochen, als Youtube Pranker die Idee der "Klorolle" witzig fanden. Den Abhang runter. Durch die Wand.
  • Beim Ragequit das Gamepad in den Bildschirm geschlagen. Stromschlag.
  • Schwarzer Katze ausgewichen, Treppe runtergefallen. Überlebt. Aufgestanden, Kopf angeschlagen, Tod.
  • Liebesbrief an Kollegin gefressen, dran erstickt. War ihm zu peinlich ihr den zu geben.
  • Vom Haus gesprungen. Überlebt. Im Schwimbad aufs drei Meter Brett. Durchgebrochen. Ende.
  • Beim selbstgebranntem Alkohol machen Vorzeichenfehler. Alkoholvergiftung.
  • Erste Anzeichen von Infarkt. Statt Hilfe suchen löscht er erst Browserhistory.

Offline Ilva

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #7 am: 30. Oktober 2017, 17:07:45 »
Darwinaward-verdächtig wäre es ja, beim Selfie irgendwo rückwärts runterzustolpern.
Oder er will sich mit Luftballons erhängen. Klappt nicht, er wird aber hochgehoben und fällt dann aus grosser Höhe, wenn die Ballons platzen.

Das letzte Mal ins Theater und prompt wird er von einem Scheinwerfer erschlagen.
Er erstickt an seiner Henkersmahlzeit.
Oder er stirbt an fleischfressenden Bakterien, weil er sich im Urlaub ein Tattoo stechen lässt und zu schnell wieder baden geht.

Offline Fledermaus

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #8 am: 30. Oktober 2017, 17:35:24 »
Dazu ist mir spontan die Urban Legend vom "todsicheren Selbstmord" eingefallen. Zu finden z.B. hier: http://modernemythen.blogspot.co.at/2007/11/todsicherer-selbstmord.html

Ich kenne diese Story etwas abgewandelt:
Ein Pechvogel (kein Geld, Familie hat sich abgewandt, also dieselbe Ausgangsgrundlage wie im Link) beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen. Er möchte aber wirklich ganz sicher gehen, deshalb besorgt er sich ein Seil, Schlaftabletten, eine Pistole und zwei Flaschen Wodka und geht zu einer sehr hohen Autobahnbrücke. Sein Plan ist, zuerst die Schlaftabletten mit dem Wodka runterzuspülen, dann mit Seil um den Hals von der Brücke zu springen und sich gleichzeitig in den Kopf zu schießen. Auch, falls das nicht klappen sollte, hat er immer noch einen sehr hohen freien Fall und unten zischen die Autos vorbei.

Leider geht es schief und zwar folgendermaßen: Er muss sich von dem ganzen Wodka übergeben und damit sind auch die Schlaftabletten raus. Verärgert fährt er mit seinem Plan fort und springt, während er schießt. Er zielt schlecht und schießt das Seil durch. Ganz kurz vor dem Aufprall zischt ein LKW unter ihm vorbei, er fällt auf die weiche Plane, wird in den Fluss neben der Autobahn geschleudert und überlebt.

Allerdings kenne ich das Ende der Geschichte anders als im Link: Die über den Selbstmordversuch geschockte Familie entschuldigt sich, er wird wieder in den Familienkreis aufgenommen und verkauft seine skurrile Lebensgeschichte für viel Geld an Hollywood. Seine ganzen Probleme, wegen denen er sich umbringen wollte, sind also gelöst und er ist total froh, dass sein Selbstmordversuch fehlschlug. Blöderweise stirbt er drei Wochen später an der hartnäckigen Lungenentzündung, die er von dem Sturz in den eiskalten Fluss bekam :o

Vielleicht kannst du ja was anfangen damit!

Offline Yasrena

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Re: Heut ist ein guter Tag zum Sterben
« Antwort #9 am: 31. Oktober 2017, 17:21:29 »
Da ich selber grad einen totalen Ideen-Blackout habe, versuche ich es mal mit "Fremdinspiration" ;)

Es gibt einen Wiki-Artikel mit zum Teil herrlich skurilen Todesfällen - angefangen von der Antike bis heute
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ungew%C3%B6hnlicher_Todesf%C3%A4lle
vielleicht ist da ja etwas dabei für Dich.

Unter http://www.unmoralische.de/mum.htm findet sich je eine Liste von ungewöhnlichen Sebstmorden und außergewöhnlichen Todesfällen.

Aus einem Artikel der schweizer Zeitung Blick am Abend stammen folgende - mehr oder weniger seltsame - Beispiele:
  • Der Österreicher Hans Staininger war Stadthauptmann von Braunau am Inn und hatte einen rund zwei Meter langen Bart. Gewöhnlich rollte er diesen auf und steckte ihn in seine Brusttasche. An einem schicksalsträchtigen Tag im Jahr 1567 vergass er das Aufrollen jedoch. Als in der Stadt ein Brand ausbrach wollte Staininger die Treppe hinunter rennen. Dabei stolperte er über seinen Bart und brach sich das Genick. Sein Bart ist heute im Bezirksmuseum Herzogsburg zu sehen. Die Echtheit wurde nachgewiesen.
  • Im Oktober 1814 barst in einer Brauerei ein Tank, der 610'000 Liter Bier beinhaltete. Er löste einen Domino-Effekt aus und alle anderen Tanks im Gebäude gaben ebenfalls nach. Über eine Million Liter Bier strömten aus dem Gebäude und fluteten die Strassen. Die riesige Bier-Welle zerstörte mehrere Häuser und forderte acht Todesopfer. Die Brauerei musste für den Schaden nicht aufkommen, das Gericht entschied, dass der Unfall als «höhere Gewalt» einzustufen ist.
  • Etwa 100 Kilometer nördlich von Bangkok rutschte eine Frau im Schlamm aus. Sie hielt sich aus Reflex an einem Zaun fest. Dieser war jedoch unter Starkstrom und die Frau starb. Ihre Schwester zeigte später am Tag einigen Nachbarn, wo sich der Unfall zugetragen hatte. Dabei rutschte auch sie aus, hielt sich ebenfalls am Zaun fest und starb den selben Tod wie ihre Schwester.
  • Betty Stobbs wollte ihren Schafen eigentlich nur Futter bringen. Als sie die Heuballen von ihrem Töffli nehmen wollte, drehten die Schäfli durch. Sie rasten auf Stobbs zu und stiessen sie und ihr Fahrzeug eine Schlucht hinunter. Stobbs überlebte den Fall, starb aber, als der Töff auf ihr landete.
  • In der Demokratischen Republik Kongo endete ein Fusssballspiel spektakulär. Ein Blitz schlug auf dem nassen Fussballfeld ein und tötete die gesamte Auswärts-Mannschaft. Die Heim-Mannschaft aus Basanga blieb komplett unverletzt. Vorwürfe von Hexerei wurden laut, besonders, da der Spielstand bis zum Blitzschlag 1:1 war.
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