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Autor Thema: Trilogie = 3x was?  (Gelesen 4498 mal)

Offline Turiken

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Re: Trilogie = 3x was?
« Antwort #30 am: 03. April 2018, 15:33:22 »
Für mich sollte eine Trilogie schon in irgendeiner Form zusammenhängen. Dabei muss das Ganze aber nicht strikt aufeinander aufbauen oder eine einzige große Geschichte erzählen. Mir fällt spontan die Trilogie von Noah Gordon ein: "Der Medicus", "Der Schamane" und "Die Erben des Medicus". Wer es nicht kennt: Es geht um eine Familie von Medizinern. Der erste Teil ist im Mittelalter angesiedelt und vermutlich mit Abstand der bekannteste (und beste) der drei Romane. Er wurde vor ein paar Jahren sogar verfilmt. Der zweite Teil handelt von einem Nachfahren des Protagonisten aus dem ersten Band und spielt zur Zeit, als Amerika besiedelt wurde. Im dritten und schwächsten Band geht es dann um eine Nachfahrin in der heutigen Zeit (ich muss zugeben, ich weiß nicht mehr viel von diesem Roman - er konnte absolut nicht mit den Vorgängern mithalten). Alle Hauptcharaktere haben als gemeinsamen Nenner die Medizin, ob als Medicus, Schamane oder Ärztin, und sind sich in ihrem Wesen recht ähnlich.

Mein eigenes Baby, an dem ich derzeit arbeite, war ursprünglich als Trilogie geplant. Aber um ehrlich zu sein, hatte das den simplen Grund, weil ich einfach viel zu viel erzählen und unterbringen wollte. Das wäre als 1000-seitiges Erstlingswerk mit Sicherheit niemals veröffentlicht worden. Ich bin von diesem Gedanken schließlich abgekommen, weil ich einfach keine sinnvollen "Schnitte" gefunden habe - den ersten Teil mit einem fieslichen Cliffhanger aufhören zu lassen, hat mir nicht behagt, ich wollte den ersten Teil aber auch nicht wie eine ermüdende Einführung erscheinen lassen. Wer hätte denn da noch weiterlesen wollen? Also habe ich kurzerhand gekürzt, umdisponiert und fahre vorläufig den sicheren Weg des Einteilers. :)

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