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Autor Thema: Wenn der Zweifel an die Tür klopft  (Gelesen 90315 mal)

Offline Fledermaus

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #945 am: 01. April 2018, 20:29:31 »
Vielen lieben Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, mir zu antworten! Rein logisch betrachtet weiß ich natürlich, dass ihr alle völlig recht habt. Emotional ist das wieder etwas anderes ... Vielleicht muss ich die ganze Sache einfach noch ein paar Tage setzen lassen. Ach, ich weiß auch nicht, vielleicht wäre es nicht so schlimm, wenn ansonsten alles gut laufen würde ... Naja, es gibt halt so Phasen, irgendwann muss es ja auch wieder mal bergauf gehen, oder? :omn:
Immerhin habe ich dann gestern doch noch ein paar Seiten geschrieben (ob es gut geworden ist, ist eine andere Frage, aber zumindest ist etwas weitergegangen)

Wir, die wir überselbstkritisch sind, haben auch den größten Raum zur Verbesserung.
Das stimmt natürlich, danke für diese Gedankenanregung :knuddel: Ich wünschte nur, es wäre leichter, das nicht immer so persönlich zu nehmen ... Jedenfalls gut zu wissen, dass es bei dir nun nicht mehr so schlimm ist wie beim ersten Mal. Ich hoffe, das wird bei mir auch irgendwann besser!

So toll eine Geschichte auch ist, es wird immer einige geben, denen sie nicht gefällt. Das sagt nichts über die Qualität der Geschichte aus. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Und eine ganz große Bitte: Lass dich davon nicht beim Schreiben blockieren! Wir sind Autorinnen. Wir schreiben weiter, egal was ist. Vor kurzem hab ich einen interessanten Tipp in einem Podcast gehört: "Schreib, als wären alle tot." Also erstmal nur für dich. Überhaupt sollten wir unser Selbstwertgefühl nicht von den Meinungen anderer abhängig machen. Das bringt nichts. Solange wir selbst lieben, was wir schreiben, ist das mehr als genug Grund, um zufrieden zu sein und vor allem Spaß zu haben. Den lassen wir uns nicht verderben!  :knuddel:
Ja, du hast natürlich auch völlig recht :knuddel: Danke! Das Schreiben hat mir gestern dann zum Glück doch noch Spaß gemacht. Die Aussage aus dem Podcast finde ich auch interessant. Im Prinzip denke ich ja auch nicht, dass ich jemals wieder aufhören könnte mit dem Schreiben, weil ich sowieso nicht anders kann ... Die negative Rezension kam nur gerade echt zu einer blöden Zeit :wart: Andererseits gibt es wohl auch keine "richtige" Zeit dafür, doof ist es immer, oder?

Es gibt einfach auch sehr viele Leute, die keine Rezensionen schreiben. Ich schreibe ja Musik-Rezis und mir fällt das bei mir selber auch auf: Wenn ich etwas total super finde, schreibe ich oft nicht viel dazu, weil ich einfach nicht weiss, was ich sagen soll, ausser: Total super. Macht eine tolle Rezi. ;) Wenn man etwas zu meckern hat, ist das schon einfacher.
Hm, ja, stimmt auch irgendwie. Bei mir ist es ein bisschen anders, ich schreibe als Leserin eigentlich immer nur eine Rezension, wenn mir etwas besonders gut gefallen hat. Aber da ist wohl auch jeder anders gestrickt.

Wenn man die schlimmen Fälle von Neid oder Häme oder ähnlichen dingen einmal abzieht, dann geht der größte Teil der negativen Rezis darauf zurück, dass der Leser etwas anderes erwartet hat, als der Autor geschrieben hat. Und kein Feld ist so divers wie Fantasy.
Ja, da ist was dran ... Ich habe jetzt auch einfach noch meine Lektorin auf die Punkte angesprochen, die in der Rezension kritisiert wurden. Zum Glück habe ich derzeit die einmalige Chance, diese Dinge eventuell zu ändern, weil es ja quasi eine Neuauflage geben wird. Mal sehen, was sie dazu sagt ... Ich muss jetzt einfach schauen, ob vielleicht doch noch etwas Positives herausholen lässt bei der Sache.

Jedenfalls danke euch noch mal :knuddel: Und habt einen schönen restlichen Ostersonntag!

Offline Feuertraum

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #946 am: 01. April 2018, 21:27:47 »
Auch wenn das Thema eigentlich schon durch ist, wollte ich gerne noch etwas dazu schreiben: Kritik ist grundsätzlich ein zweischneidiges Schwert. Klar, Sätze a la "Geschichte ist doof", "hat mir null gefallen", "von dem/der AutorIN kaufe ich kein weiteres Buch mehr" kann man ohnehin ignorieren; sie bringen einen nicht weiter.
Anders sieht es mit sachlicher/fachlicher Kritik aus: Sie kann einen weiterbringen, kann dafür Sorge tragen, dass man sich verbessert. Sie kann aber auch das genaue Gegenteil bewirken, eben diesen, dass man plötzlich überängstlich an die Geschichte herangeht, plötzlich jedes Wort auf die Goldwaage legt, sich fragt, ob es nun wirklich richtig ist, was man da gerade fabriziert hat.
Darum schließe ich mich an dem an, was meine Vorredner schon als - in meinen Augen - einen der wichtigsten Punkte im Handwerk des Schreibens geschrieben haben: Wichtig ist, dass SIE lieben, was Sie schreiben!


 
Das Fahrrad heulte herzergreifend, weil an ihm ein Hund  seine Notdurft verrichtete.

Offline Zitkalasa

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #947 am: 02. April 2018, 13:38:07 »
Hm, ich weiß nicht. Ich glaube, ich hatte schon mal an anderer Stelle gezweifelt, ob Rezensionen von Lesern für Leser für Autoren wirklich so hilfreich sind. Da spielen so viele Faktoren hinein. Außer vielleicht nochmal eine Sekunde über seine Figuren und deren Verhalten nachzudenken, wenn es bspw. heißt, dass selbige langweilig waren, wird da, meiner Meinung nach, nicht rauskommen. Das Buch ist ja veröffentlicht, was soll man da noch mit einer Rezension machen als Autor. Jedes Buch danach hat auch wieder andere Ansprüche und ob man da aus den Rezensionen der Vorgänger etwas für die Nachfolger ziehen kann, bin ich mir auch nicht so sicher. :hmmm:

Offline Witch

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #948 am: 02. April 2018, 13:45:32 »
Zitat von: Fledermaus
Rein logisch betrachtet weiß ich natürlich, dass ihr alle völlig recht habt. Emotional ist das wieder etwas anderes ... Vielleicht muss ich die ganze Sache einfach noch ein paar Tage setzen lassen. Ach, ich weiß auch nicht, vielleicht wäre es nicht so schlimm, wenn ansonsten alles gut laufen würde ... Naja, es gibt halt so Phasen, irgendwann muss es ja auch wieder mal bergauf gehen, oder?

Na, wenn man Emotionen mit Logik wegreden könnte, wäre das Leben ja viel zu einfach. ;) Ich verstehe das vollkommen und ich denke, man muss diese Gefühle dann auch rauslassen und sie nicht verdrängen. Jedenfalls ich persönlich kann mich nur so davon befreien. Und ja, ich denke auch, dass es irgendwann wieder aufwärts geht. Solche Phasen gibt es immer mal wieder, ich glaube, das Schwierige ist, zu lernen damit umzugehen. :knuddel:
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