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Autor Thema: Spracherkennungs-Software - Erfahrungen?  (Gelesen 39373 mal)

Offline Stefan

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Spracherkennungs-Software - Erfahrungen?
« am: 01. Juni 2008, 11:19:06 »
Hallo zusammen!

Da ich mir neulich einfach aus purer Neugier ein Spracherkennungsprogramm zum diktieren gekauft habe, es aber nicht Vista kompatibel ist ::), wollte ich mal fragen, ob sich jemand mit solchen Programmen und deren Zuverlässigkeit auskennt, bzw. ob eine Arbeitsweise generell damit "erstrebenswert" ist.
Vista hat ja solch ein Programm von Haus aus mit an Bord, nur muss sich das Programm erstmal an die Stimme gewöhnen und braucht erstmal eine gewisse Lehrzeit, um alles korrekt zu erkennen.

Also hier die konkrete Fragestellung:

1. Arbeit jemand mit solchen Programmen, wenn ja, mit welchen?
2. Lohnt der Zeit-/Geldaufwand, um ein solches Programm richtig ausnutzen zu können?
3. Was haltet ihr generell von solchen Programmen, ist das noch "schreiben"?

So, ich bin mal gespannt auf eure Antworten ...
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Mark Twain

Offline Linda

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #1 am: 01. Juni 2008, 12:38:41 »
Hallo Stefan,

ich arbeite hier momentan gelegentlich mit "Dragon Naturally speaking 9.5". Kostet zwischen 80 - 150 Euro, je nach Version. Für Fantasy-Autoren sind diese Programme aber alle gleich 'schlecht' geeignet, weil phantastische Namen u.ä natürlich nicht umgesetzt werden können. Auch zusammengesetzte Worte oder Neologismen sind zwangsläufig ein Problem, was das freie Diktieren für Ungeübte schon schwierig machen kann, weil man regelmäßig durch die Schreibfehler rausgerissen wird. Irgendwo ist immer ein e zu wenig oder ein n zuviel. Meistens hilft es, Fantasynamen (das ist echt das Schlimmste), durch normale Namen oder Buchstaben-Platzhalter zu ersetzen. Allerdings vereinfacht das die schöpferische Tätigkeit auch nicht gerade. Es ist also eine gewisse Disziplin und sauberes Nacharbeiten nötig. Im Vergleich zu den ersten Diktatprogrammen, die so vor ca. 10 Jahren rausgekommen sind, erspart man sich jedoch eine Menge Nerven, auch weil man nicht erst stundenlang das Programm mit dem Vorlesen öder Texte programmieren braucht und weil die Erkennungsrate deutlich besser ist.

Allerdings ist es insgesamt leichter, wenn man statt des kreativen Arbeitens andere Schreibtätigkeiten (z.B. Briefe, Mails und Forenbeiträge) diktiert. Das geht etwas besser, weil der Wortschatz dabei eingeschränkter ist und man sachlicher schreibt und weniger "schön".

Soweit ich weiß, nutzen Rei und einige andere Zirkler so ein Programm zur Eingabe handvorgeschriebener Texte. Da man dabei nicht den roten Faden verliert, ist es auch eine Vereinfachung.

Gruß,

Linda
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Abakus

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #2 am: 01. Juni 2008, 15:08:46 »
Hi Stefan,

also "Dragon NaturallySpeaking" ist die für mich bislang beste Spracherkennungssoftware, die ich getestet habe. Ich nutze sie zurzeit in der Version 9 - "Preferred Mobile". Kostenpunkt leider noch 299,-- €.

Was mich an "Preferred Mobile" fasziniert ist, dass die Software mit jedem Satz dazu lernt. Mal angenommen, Du sprichst den Namen Deines Fantasy-Protagonisten aus und dieser Name ist nicht hinterlegt, so öffnet sich ein Fenster, in dem Du den Namen eintragen kannst. So ganz kommt man eben ohne Tastatur noch nicht aus.
Die Software weiß nun, wie der Name geschrieben, also auch wie er ausgesprochen wird. Beim nächsten Mal, wenn Du den Namen aussprichst, erkennt dies die Software automatisch und schreibt ihn nieder. So funktioniert dies bei jedem Namen, den die Software nicht kennt.

Als weiteren Vorteil sehe ich das Headset an (sehr leicht und flexibel), welches komplett schnurlos fungiert und, das habe ich getestet, locker auf einer Distanz von 90 Metern (im Freien) die Wörter ans Laptop fehlerfrei überträgt. Weiterer Vorteil für mich: Nachdem ich die Software installiert hatte, konnte ich einfach anfangen zu sprechen, da die Spracherkennung automatisch startete.
Zudem darf ich das Diktiergerät nicht vergessen, das ebenfalls zum Lieferumfang gehört. Das hat mir schon so manchen kreativen Gedanken gesichert, wenn man nicht auf die Schnelle ans Laptop oder an Stift und Papier kommt. Des Weiteren lässt sich das Diktiergerät an die USB-Schnittstelle des Laptops anschließen. Somit kann das Aufgesprochene in Word Wort für Wort übertragen werden.

Ganz lustig ist die Audiowiedergabe-Funktion. Das Gesprochene wird durch die Software über die Lautsprecher wiedergegeben. Für mich eine sehr benutzerfreundliche Funktion, weil man damit auf Fehler aufmerksamer wird, als wenn man den Text nur liest. Eigene Fehler überliest man häufiger. So geht es mir jedenfalls.

Als Nachteil kann man den hohen Arbeitsspeicher ansehen, den die Software benötigt. Um fehlerfrei zu funktionieren, rät der Hersteller zu mind. 1 GB RAM. Da ich Vista (benötigt ebenfalls mind. 1 GB RAM) auf dem Laptop nutze, habe ich den Arbeitsspeicher von 2 GB auf 4 GB hochgerüstet. Ergo: Zusätzliche Kosten. Wobei dies nun Frage 2 halbwegs beantwortet. Da ich das Programm auch beruflich nutze, liegt meine Auslastung bei zurzeit ca. 90%. In jedem Fall hat sich die Investition für mich schon gelohnt (aus beruflicher Sicht).

Ob das letztendlich noch "schreiben" ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Jemand, der lieber an einer Tastatur schreibt, sollte dies auch weiterhin tun. Bei mir ist es so, dass ich beides gerne mache und wenn ich mal nicht die Zeit zum Tippen habe, kommt die Spracherkennung ins Spiel. :)

Ich hoffe, dass ich etwas zur Beantwortung Deiner Fragen beitragen konnte.

Viele Grüße,
Markus

Zusatz: Den Text habe ich auf einer Tastatur getippt. ;)

Offline Stefan

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #3 am: 01. Juni 2008, 18:30:24 »
Hm, danke schon mal für die Antworten, sehr aufschlussreich ...
Ich glaube, ich werde mich mal ein bisserl schlau machen wegen dem "Dragon NaturallySpeaking", vielleicht gibt es das ja irgendwo günstig abzustauben oder eine Trial-Version?

Komischerweise funktioniert die Spracherkennung unter Vista an sich schon nicht schlecht, klar, Fantasynamen erkennt das Programm nicht sofort, aber man kann sie dann ja noch mal buchstabieren und ein Sprachmuster speichern, damit es bei mehrfacher Nennung keine Probleme mehr gibt. Komischerweise lies sich ein türkisches Rezept mit den Worten "Börek" und "Yufka Blätter" problemlos diktieren, nur aus "Grigol" (ein Name) wurde eben "Billy Idol"! ;)
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Mark Twain

Abakus

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #4 am: 01. Juni 2008, 18:41:45 »
Nach etwas googlen habe ich eine Page gefunden, die eine Demo anbietet. Man muss sich allerdings registrieren. Hier der Link: http://www.endlich-versteht-dich-jemand.de/dragon-naturally-speaking-demo/index.htm :)

Gruß,
Markus

Offline Stefan

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #5 am: 01. Juni 2008, 18:53:10 »
Ok, der Link führt zwar zu einer Seite zu dem Programm, aber man kann nur testen, wie "schlecht" man tippt im Vergleich zur Texteingabe per Stimme.
Also laut deren Messung könnte ich meine Geschwindigkeit um knapp 500% steigern! :o Und der vorgelesen Text war nicht ohne, also vom Anspruch her, den man an ein Diktierprogramm stellen kann.

EDIT: Markus, benutzt du Office 2007 oder ist das Programm dazu inkompatibel? Die Herstellerangabe sind da etwas ungenau ...
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Abakus

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #6 am: 01. Juni 2008, 20:12:25 »
Im Office 2007 funktioniert es genauso gut wie in allen früheren Office-Anwendungen ab XP. :)

Nagi Naoe

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #7 am: 02. Juni 2008, 18:18:39 »

Hmm, ich hab einmal bei einer Freundin so ein Programm probiert, und kann nur sagen, dass es mir nicht liegt. Ich kann den Drang, Tippfehler, die ich sehe, sofort auszumurksen, einfach nicht abschalten, und das ist es, was mich am Gebrauch solcher Programme hindert.
Das Problem, dass ich manchmal schneller tippe als denke, hab ich auch, aber genau dieses Problem hilft mir manchmal zu ungeahnten Erkenntnissen.

Das es noch schreiben ist, ist für mich selbstverständlich. Für mich ist schreiben weniger das reine Zusammenfügen von Buchstaben zu Wörtern zu Sätzen auf (virtuellem) Papier, sondern mehr das Ausarbeiten einer Geschichte, das Erfinden neuer Welten, das Wiederbeleben alter. Man stellt seine Fantasie ja nicht einfach aus, wenn man die Gedanken ausspricht.
Zwischen dem Aufschreiben von Geschichten, und dem einfachen Aufschreiben von soetwas wie arbeitsbedingten Dingen gibt es für mich einfach einen großen Unterschied.

Liebe Grüße,
Nagi.

Offline zDatze

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #8 am: 02. Juni 2008, 19:26:22 »
Bisher habe ich nur Erfahrung mit einem englischen Spracherkennungprogramm gemacht und da muss ich ganz ehrlich zugeben, dass ich leicht überfordert war. Der Spaßfaktor war auf jeden Fall sehr hoch, da kamen echt lustige Wörter heraus und nach längerer Übung funktionierte es auch halbwegs flüssig. (Hab meine Englischaufgaben damit gemacht.  ;D )

Der Gedanke meine Geschichten "einfach" zu diktieren, ist auf jeden Fall verlockend. Nur mich persönlich schreckt da immer der Preis der benötigten Software ab.^^
Und mein extrem beschränkter Wortschatz wenn ich spreche. Da ist bei mir ein riesiger Unterschied zu meinen handschriftlich festgehaltenen Texten.

Ob man jetzt ein deutsches Programm mit einem englischen so ohne weiteres vergleichen kann, entzieht sich leider meiner Kenntnis, aber ich vermute mal, dass der Unterschied nicht dermaßen groß ist.  ;)
     Keep on writing.

Offline Cherubim

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #9 am: 09. Juli 2008, 19:01:59 »
Ich finde da Programm Dragon NaturallySpeaking 9 hört sich wirklich interessant und nützlich an.
Allerding finde ich es doch relativ teuer.

Mich würde daher interessieren, ob noch mehr von euch mit diesem Programm arbeiten?
Ob sich das Preis / Leistungsverhältnis lohnt?
Ob es noch ein alternativ Programm gibt?



Rei

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Re: Text am Computer per Spracherkennung diktieren?
« Antwort #10 am: 10. Juli 2008, 11:32:43 »
Also ich hab Dragon 8 und bin nur mäßig zufrieden. Manchmal diktiert man was und da kommt was ganz anderes bei heraus, auch wenn das Wort oder die Wortfolge im Satz jetzt nicht sonderlich ungewöhnlich ist.

Es ist eine gute Möglichkeit, handschriftlichen Text, den man eh überarbeiten will, in den PC zu bekommen, ohne sich den Kopf zu verrenken, weil man immer in das handgeschriebene Manuskript schauen muß, wenn man abtippt. Aber wie gesagt, die Nacharbeit mit den Tippfehlern, von der Software falsch interpretierten Wörtern und dergleichen ist aufwändig, da man den Originaltext doch als mal zum Gucken braucht, wenn Dragon nur Müll verstanden hat... Aber - wie ich festgestellt habe - ist das Diktieren zeitsparender als abschreiben.

Ich nutze es zur Zeit auch wieder verstärkt, wenn meine Tochter an mir hängt und partout nicht in der Wiege schlafen oder einfach nur auf meinem Arm kuscheln will, um meine Zettelwirtschaft von Plotideen in den Laptop zu bekommen. So schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ich bekomme die Ideen in den Laptop und brauche mir keine Gedanken darüber zu machen, was ich der Kleinen als nächstes erzählen soll (da können einem - im Gegensatz zu den Plots - manchmal schon die Ideen ausgehen...)... :winke:

Offline Rhiannon

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Diktierprogramme
« Antwort #11 am: 17. Februar 2009, 21:23:11 »
Hallo,
kennt von euch jemand ein gutes, erschwingliches Diktierprogramm? Würde beim Abtippen einiges an Zeit sparen und verkorkste Sätze wären ja auch leichter zu bemerken. Hat jemand von euch sowas zu Hause? Wenn ja, wäre ich dankbar, wenn ihr mir nen Tipp habt.
Danke schon im Voraus
lg
Rhiannon


Offline Kaeptn

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Re: Diktierprogramme
« Antwort #12 am: 18. Februar 2009, 10:34:39 »
Ich hab mal vor ein paar Jahren Dragon Naturally Speaking für ein Stadtmagazin getestet. Das fand ich nicht wirklich überzeugend. Mag zwar sein, dass die Erkennungsrate mittlerweile besser ist, aber gerade bei Fantasy mit vielen Namen und Begriffen die in keinem Wörterbuch stehen, musst du da eh viel nacharbeiten/von Hand tippen.
 
Außerdem musste man zumindest damals noch recht betont sprechen und oft korrigieren ("zürück", "löschen", Wort nochmal sagen). Wenn du deine Finger schonen willst, ok, aber wenn du halbwegs schnell tippen kannst (und dazu noch die Wortvervollständigung bei OpenOffice benutzt), ist Zeitsparen schon allein wegen des Trainings des Spracherkenners nicht drin.
Jörg Benne
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Re: Diktierprogramme
« Antwort #13 am: 18. Februar 2009, 10:40:55 »
Hallo Rhiannon, guckst du mal HIER, da hab ich zu dem Thema schon mal ´ne Frage gestellt.
Falls du in der "glücklichen" Situation bist und dein Computer mit Vista läuft, dann kannst du auch mal die von Haus aus mitgelieferte Spracherkennung ausprobieren, die ist auch gar nicht sooooo schlecht, nur kranken eben alle Produkte, die es auf dem Markt gibt, an einer relativen Unverträglichkeit zur Fantasy.
Liegt eben am Genre, in dem sehr viele Eigennamen und Wortkreationen vorkommen, die kein Programm von sich aus im Wörterbuch hat. Und das oft sehr mühsame einpflegen neuer Inhalte kostet oft schon die Zeit, die man mit sprachlicher Eingabe im Gegensatz zur händischen einsparen würde. Für länge Werke könnte es sich aber dennoch lohnen ...

EDIT: Ach, da ist der Kaeptn schneller gewesen und mit Rückenwind an mir vorbei gesegelt ...
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Mark Twain

Offline Moni

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Re: Diktierprogramme
« Antwort #14 am: 18. Februar 2009, 13:08:22 »
Ich hab mal vor ein paar Jahren Dragon Naturally Speaking für ein Stadtmagazin getestet. Das fand ich nicht wirklich überzeugend. Mag zwar sein, dass die Erkennungsrate mittlerweile besser ist, aber gerade bei Fantasy mit vielen Namen und Begriffen die in keinem Wörterbuch stehen, musst du da eh viel nacharbeiten/von Hand tippen.
 
Außerdem musste man zumindest damals noch recht betont sprechen und oft korrigieren ("zürück", "löschen", Wort nochmal sagen). Wenn du deine Finger schonen willst, ok, aber wenn du halbwegs schnell tippen kannst (und dazu noch die Wortvervollständigung bei OpenOffice benutzt), ist Zeitsparen schon allein wegen des Trainings des Spracherkenners nicht drin.

Ich hab es letztes Jahr auch getestet und mittlerweile wieder vom Rechner geschmissen. Es war soviel Nachkorrektur nötig, daß direktes Eintippen immer noch schneller ist... Schade eigentlich. Es ist auch nicht direkt preiswert, würde ich sagen.
Deutsch ist die Sprache von Goethe, von Schiller...
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Stefan Quoos, WDR2-Moderator
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